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Thema: Zukunft von Computer- und Konsolenspielen - prächtig oder trübe?

  1. #1
    Nothing personal Benutzerbild von pothead
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    Zukunft von Computer- und Konsolenspielen - prächtig oder trübe?

    Hi

    Keita Takahashi, der Macher von Spielen wie Katamari und Noby Noby Boy, sagt in einem Interview mit dem OfficialPlaystationMagazine eine langweilige und trübe Zukunft für die Spiele vorraus, weshalb er sich auch erstmal aus dem Business zurückzieht.

    3D lies ihn kalt und Bewegungssteuerung sei ein alter Hut aber niemals die Zukunft.
    Seiner Meinung nach müssten wir in die PS2 Ära zurückgelangen. Die Hersteller gäben zuviel für die Entwicklung neuer Technologien aus und vernachlässigen es Spiele mit wirklichen Ideen zu verwirklichen.

    Ganz unrecht hat der Mann ja nicht, es steckt viel wahres in seiner "Zukunftsvision".

    Was meint ihr?
    Ist der Ruf erst ruiniert, mod'st sich gänzlich ungeniert!

  2. #2
    Elite-Spieler Benutzerbild von Mini Gumba
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    Habs auch grad gelesen. Und ich muss sagen...Recht hat er.
    Diese ganzen neuen technologien wie Kinect,Move,3D usw. das bringt doch im Grunde genommen nix. Es sind nette gimmicks aber deswegen wird ein Spiel nicht anspruchsvoller oder hat eine bessere Story. Nur weil ich etwas in 3D sehe wird dadurch das Gameplay nicht besser, der Soundtrack ebensowenig.

    Aber wenn du mich fragst ist das goldene Zeitalter der Spiele eh längst überschritten. Heutzutage setzen fast alle Publisher auf Mainstream mit entwicklungszeiten von einem bis anderthalb Jahren. Klar wollen sie verkaufen, ich kann auch verstehen das sie Geld brauchen aber irgendwann macht es einfach keinen Spaß mehr.

    Nehmen wir Call of Duty. Erinnert sich noch jemand an das allererste Call of Duty ? Das war damals etwas völlig neues. Eine unglaubliche Atmosphäre und eine gute inszenierung. Ich habs erst vor kurzem wieder durchgespielt weil ich diesen MW2,Black ops mist nichmehr sehen kann.
    Damals war CoD etwas besonderes,etwas einzigartiges. Es steckte noch viel Liebe drin. Sieht man sich heute das alljährliche update an mit all dem casual müll, den endlosen Killstreaks und der grandiosen Firmenpolitik mit Mitarbeitern in der Chefetage die in ihrem Leben noch kein Spiel gespielt haben fragt man sich: "Sind das wirklich die selben die damals dieses grandiose Spiel gemacht haben ??"

    Und es is ja nich nur Activision. Es ist ja (leider) so ziemlich jeder heute. So schnell wie möglich entwickeln,so wenig ideen wie möglich und dazu alles möglichst simpel und einfach (denn es muss ja von allen gekauft werden und wenn man mal was einbaut was auch mal fordert oder wobei man sogar nachdenken muss werden sich über die hälfte der Käufer sicher abwenden )...

    Alles in allem hab ich das Gefühl das Spiele heutzutage garnich mehr gemacht werden um echten Spielern eine Herausforderung zu bieten oder anzusprechen sondern um möglichst vielen Leuten möglichst viel Geld abzunehmen. Das die echten Spieler die es gerne mögen wenn ein Spiel komplex und richtig bockschwer is da auf der Strecke bleiben dürfte klar sein.(Ich verweise hier mal auf z.B. Assassins Creed 2. Inhaltlich sicher toll gemacht aber wenn man den Endboss mit einem Tastendruck besiegen kann is der Begriff Endboss falsch verstanden worden).

    Ich jedenfalls sehe schwarz für die Spielerzukunft. Und aussichten wie "OnLive" "Online-Multiplayergebühren" und "in zukunft mehr Spiele und weniger entwicklungszeit" helfen sicherlich nicht diesen Ausblick zu verbessern...

  3. #3
    Nicht perfekt aber immer mit Stil & Humor... Benutzerbild von Seppinho
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    Zitat Zitat von pothead Beitrag anzeigen
    3D lies ihn kalt und Bewegungssteuerung sei ein alter Hut aber niemals die Zukunft.
    Seiner Meinung nach müssten wir in die PS2 Ära zurückgelangen. Die Hersteller gäben zuviel für die Entwicklung neuer Technologien aus und vernachlässigen es Spiele mit wirklichen Ideen zu verwirklichen.
    Er hat natürlich Recht. Auch in der Next-Gen-Ära gibt es die ein oder andere Perle, aber das Niveau in der Breite hat man größtenteils verloren, weil man sich nach den Kunden richtet und der zahlungswillige Großteil davon hat eine gewisse Erwartungshaltung was die Oberfläche angeht. Zudem sind die "inneren Werte" dazu noch zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen worden, dass man deutlich weniger grafischen Restriktionen unterliegt.

    Für mich persönlich hat sich aber trotzdem wenig geändert, denn mittlerweile spiele ich deutlich weniger, so dass mir die wenigen guten Titel reichen.

  4. #4
    Nothing personal Benutzerbild von pothead
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    Zitat Zitat von Seppinho Beitrag anzeigen
    Für mich persönlich hat sich aber trotzdem wenig geändert, denn mittlerweile spiele ich deutlich weniger, so dass mir die wenigen guten Titel reichen.
    Dieses habe ich bei mir auch schon vor längerer Zeit festgestellt.
    Auch bin ich deutlich kritischer geworden und wie mich schon EyeToy von Anfang an überhaupt nicht interessierte, tun dies auch Kinect und Konsorten weniger als Null.
    Ich kann damit leben keine Zielgruppe zu sein
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  5. #5
    Meisterspieler Benutzerbild von Dante Hasta
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    Vielleicht ist das der Grund warum gar nicht mal so wenig Leute sich
    wieder gerne an die "gute alte Zeit" zurück erinnern
    und die Spiele, die es damals gab, mal wieder aus dem Schrank holen,
    oder aus dem Netz.
    Jumping Jackson auf dem Amiga 500 oder PP-Hammer.
    Oder Xenon 2 oder Klax.
    Das waren noch richtig witzige Spiele, die trotz der nicht mehr aktuellen Grafik
    ihren Reiz wohl nie verlieren werden.
    Neue Ideen gab es ja damals reichlich und es wurde auch mal etwas gewagt oder probiert.
    Heutzutage trauen sich die Hersteller wohl nicht mehr neue Ideen zu probieren.
    Es scheint, als würde man aus einem großen Baukasten immer wieder die gleichen Spiele basteln, hin und wieder mal mit einer klitzekleinen Änderung versehen.
    Solange diese Spiele aus der Retorte aber gekauft und gespielt werden, wird sich sicher da nichts dran ändern.
    Das Käufer immer mehr zu Betatestern werden, Onlineregistrierungen und andere Schandtaten in Sachen Wiederverkauf passieren, macht die Sache nicht besser.
    Auf der anderen Seite sehen einige den Browsergamemarkt als neue und Zukunftsweisende Sache an.
    Nur solange man sich Vorteile erkaufen kann, kann man von Fairplay nicht mehr reden. Für mich ist der Browsergamemarkt jedenfalls genau so Geschichte, wie die neuen Spiele. Da locken mich auch Online Features nicht in den Laden.
    Ich schaue mich gerne mal nach Privatentwicklungen um.
    So zum Beispiel die von mir schon genannten OpenTTD und Siedler25.
    Beides Entwicklungen, die schon recht gut vor ran geschritten sind.
    Auch ein Spiel wie Battle for Wesnoth zeigt, das kostenlose Freizeitprojekte durchaus eine Hausmarke darstellen.

  6. #6
    Ferocious
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    Die 90er, die goldene Zeit der Videospiele
    die hab ich grade so mal miterlebt und es hat mich mehr berührt
    wie jetzt die neue generation von spielen.
    aber die meisten spiele aus der zeit, bis 2005 hatten GAMEPLAY

    wenn ich in spieleberichten lese, abgesehen davon dass jeder idiot
    nur noch den bericht zusammenkopiert und keinerlei eigene meinung
    vorhanden ist, das spiel bietet keine abwechslung, fahrzeugsteuerung
    schwammig, offene welt ist zu langweilig, monotone missionen,
    zu lineare story. hallo, von was für einem spiel gehen die aus, dass
    diese kritikpunkte bei jedem spiel vorkommen?

    das kommt egal ob ich mir jetzt saboteur, gta 1- sonstwas, just cause,
    etc.. anschaue. egal ob pop oder assassins creed, egal ob tomb raider
    oder metal gear

    ich weiß nicht, ob eine offene welt eine gute war. es ist zwar geil
    gleich von der ersten minute an überall hin gehen zu können.
    aber ich will wieder vor diesem zaun stehen und mir das gebäude
    dahinterschauen mit den gedanken „mensch, wenn ich jetzt nur dorthin
    gelangen könnte...“

    wenn man sich aktuelle spiele anschaut, scheinen die entwickler herstellerübergreifend
    zu klauen.
    bei vielen spielen höre ich den satz: eine art mischung aus gta und assassins creed
    oder eine mischung aus splinter cell und gta.
    bei saboteur hatte ich oft das gefühl in gta paris 1940 zu sein mit einem kleinen
    just cause 2 touch (mit den zerstörbaren militärbasen).
    Geändert von herr des hades (15.8.10 um 18:49 Uhr)
    Sind wir nicht alle ein wenig affig?

  7. #7
    Praise the sun! Benutzerbild von The Outlaw
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    Die Videospiel-Szene hat sich, kurz gesagt, einfach immer mehr der Filmbranche angenähert, da die Akzeptanz im Laufe der Jahre immer mehr gestiegen ist und Videospiele schon lange für den breiten Massenmarkt und nicht nur für ein paar Hardcore-Zocker produziert werden.

    Die Folge ist ein Bild wie bei Filmen: Abklatsche bis zum Abwinken, kein Anspruch, hin und wieder mal was (sehr) Gutes und NOCH seltener etwas, was wirklich mal etwas ganz Neues bietet.

  8. #8
    The Watchmaker Benutzerbild von GnG Actraiser
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    Ich bin ja wahrlich nicht die optimistischste Person, die man antreffen kann, aber ihr seid mir schon ganz schöne Schwarzmaler.

    Zitat Zitat von pothead
    Keita Takahashi, der Macher von Spielen wie Katamari und Noby Noby Boy, sagt in einem Interview mit dem OfficialPlaystationMagazine eine langweilige und trübe Zukunft für die Spiele vorraus, weshalb er sich auch erstmal aus dem Business zurückzieht.

    3D lies ihn kalt und Bewegungssteuerung sei ein alter Hut aber niemals die Zukunft.
    Seiner Meinung nach müssten wir in die PS2 Ära zurückgelangen. Die Hersteller gäben zuviel für die Entwicklung neuer Technologien aus und vernachlässigen es Spiele mit wirklichen Ideen zu verwirklichen.
    Ich habe den dazugehörigen Artikel nicht gelesen, daher interpretiere ich den Mann vielleicht falsch. Aber wie kann er allen Ernstes annehmen, dass sich in Zukunft nichts mehr tut, was Innovationen angeht? Gerade er, der offenbar an ausgefallenen Spaßgranaten wie der Katamari-Reihe beteiligt war, sollte doch genau wissen, dass es da draußen mehr als nur ein paar kreative Köpfe gibt, die sich immer wieder neue Konzepte ausdenken und ab und an die finanziellen Mittel bereitgestellt bekommen, um diese umzusetzen. Und sich aus der Branche "zurückzuziehen", nur weil Geier wie Activision ihre Wollmilchsäue bis zum Erbrechen melken, scheren, schlachten, was auch immer, kann auch nicht der richtige Schritt sein.

    Über das Thema 3D habe ich mich im Filmforum im Avatar-Thread schon ausgelassen. Da stimme ich dem Herren zu. Solange man zum Wahrnehmen der 3D-Effekte noch irgendwelche Sehhilfen wie Brillen braucht, kann daraus kein Standard werden. Dazu kommt, dass so ziemlich alle momentanen 3D-Angebote noch optional sind und man bisher nicht auf das "normale" Bild verzichten muss. Ein erster Schritt in die Richtung wären aber immerhin die jetzt langsam aufkeimenden 3D-Fernseher, auch wenn ich die immer noch nicht für das Wahre halte.

    Was die Bewegungssteuerung angeht: Zunächst einmal: Ich begrüße Microsofts und Sonys Entscheidung, in der laufenden Generation noch auf den Bewegungssteuerungszug aufzuspringen, nicht. Außerordentlich schade finde ich vor allem, dass Rare, nach allem immer noch eines meiner Lieblingsstudios, für Kinect abkommandiert wurde und mit etwas Pech jetzt an keinen herkömmlichen Spielen mehr werkeln darf.

    Wie auch beim Thema 3D, entsteht hier wieder das Problem, dass die bisherigen Controller nicht ersetzt, sondern bestenfalls ergänzt werden. Es ist also alles wieder optional. Wenn man also Kinect oder Move unbedingt durchboxen möchte, sollte man eigentlich dafür sorgen, dass auf der jeweiligen Konsole nur noch diese neue Art der Steuerung ermöglicht wird. Andernfalls wird sich das so nicht durchsetzen. Deswegen hätten beide damit bis zur nächsten Konsolengeneration warten sollen. Zumindest Nintendo hat das erkannt und so durch massives Bewerben der Wii im Fernsehen trotz vor allem anfangs schwächelndem Softwareaufgebot punkten können. Und das ist dann auch der Punkt, in dem der gute Herr daneben liegen dürfte. Bewegungssteuerung wird wohl oder übel in Zukunft den Ton angeben, da bin ich mir eigentlich ganz sicher. Das soll aber nicht heißen, dass ich ein Befürworter dieser Eingabemöglichkeiten bin. Bewegungssteuerung kann es theoretisch schließlich in zig verschiedenen Variationen geben. Und bis man irgendwann vielleicht beim Holodeck angelangt ist, wird sich die Bewegungssteuerung (und ich bekomme gleich einen Koller, wenn ich das Wort noch einmal schreiben muss) stetig weiterentwickeln. Und zu dieser "ultimativen" Eingabemethode, dem Holodeck, kann man auch nur dann gelangen, wenn man in dieser Hinsicht als Hersteller einer Konsole weiterhin am Ball bleibt.

    Auch seinen aufgeführten Punkt mit dem Zurückgelangen in die letzte Generation halte ich für Humbug. Geld und Kapazitäten wurden schon immer in neue Technologien gesteckt, es kann schließlich nicht immer nur alles beim Alten bleiben. Neue Ideen gab es früher und die gibt es heute. Allerdings sollte ein entscheidender Punkt sein, dass die Kosten für die Entwicklung eines Vollpreisspiels nicht weiter in die Höhe rasen, sondern dass man gerade in grafischer Hinsicht jetzt erst einmal die Zügel zieht. Und gerade hier kann man ja immer noch auf die Handhelds und die zahlreichen Downloadplattformen ausweichen. Auch die Wii kann man hier wieder nennen, deren Hardware (das Eingabegerät mal außen vor gelassen) im Endeffekt in etwa auf dem Stand von 2003 ist. Dort kann man dann für weit weniger Geld seiner Kreativität freien Lauf lassen. Und das tuen sie ja auch. Nur werden diese Spiele hier schön unter den Teppich gekehrt.

    Ich sehe das Problem eher darin, dass sich so ziemlich nur noch verkauft, was entweder als besonders familienfreundlich beworben werden kann (siehe die unzählichen Nintendo-Werbefilmchen mit den dauergrinsenden Familien auf den weißen Sofas), oder das, was ganz offensichtlich auschließlich für Erwachsene entwickelt wurde. An diese Spiele kommen die Minderjährigen schließlich trotzdem heran und wollen halt etwas spielen, das eigentlich nicht für Menschen in ihrem Alter konzipiert ist. Alles, was sich dazwischen bewegt, hat es meiner Ansicht nach zur Zeit sehr schwer. Und trotzdem bin ich immer noch guter Dinge, dass die Leute eines Tages endgültig die Schnauze voll haben von den Grau-Braun-Shootern.

    Zitat Zitat von Seppinho
    Für mich persönlich hat sich aber trotzdem wenig geändert, denn mittlerweile spiele ich deutlich weniger, so dass mir die wenigen guten Titel reichen.
    Auch wieder alles subjektiv. Die einen meinen, die Fülle an Hochkarätern sei in den letzten Jahren zurückgegangen, ich komme dagegen mit dem, was ich durchspielen oder zumindest antesten möchte, gar nicht mehr nach. Fairerweise muss ich zugeben, dass ich momentan "nur" auf eine der aktuellen Konsolen zurückgreifen kann und ferner nicht alles davon Neuerscheinungen sind. Hätte ich zwei oder drei der Konsolen, sähe es in der Hinsicht für mich aber schon wieder anders aus. Dann käme ich wirklich überhaupt nicht mehr hinterher.

    Zitat Zitat von Mini Gumba
    Ich jedenfalls sehe schwarz für die Spielerzukunft. Und aussichten wie "OnLive" "Online-Multiplayergebühren" und "in zukunft mehr Spiele und weniger entwicklungszeit" helfen sicherlich nicht diesen Ausblick zu verbessern...
    Ich ganz und gar nicht. Kommt Zeit, kommen frische Ideen. Auch Otto Normal wird sich nicht auf alle Ewigkeit mit der gleichen Fließbandware zufrieden geben.

    Zitat Zitat von Onkel Zorn
    Vielleicht ist das der Grund warum gar nicht mal so wenig Leute sich
    wieder gerne an die "gute alte Zeit" zurück erinnern
    und die Spiele, die es damals gab, mal wieder aus dem Schrank holen,
    oder aus dem Netz.
    Viel naheliegender finde ich eigentlich, dass man sich gerne an die Dinge aus seiner Kindheit zurückerinnert und den alten Spielen aus dieser Zeit somit unbewusst einen Nostalgiebonus zuspricht, wie ihn Spiele, die man erst im Erwachsenenalter erlebt, nicht bekommen können. Wenn man zurückgeht, wird man mit Sicherheit feststellen, dass auch damals nicht alle Spiele zeitlos und von Innovation durchtränkt waren.

    Zitat Zitat von Onkel Zorn
    Heutzutage trauen sich die Hersteller wohl nicht mehr neue Ideen zu probieren.
    Ich verweise noch einmal auf die Handhelds, sowie die Downloadplattformen.


  9. #9
    Nothing personal Benutzerbild von pothead
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    Zitat Zitat von GnG Actraiser Beitrag anzeigen
    Aber wie kann er allen Ernstes annehmen, dass sich in Zukunft nichts mehr tut, was Innovationen angeht? Gerade er [...] sollte doch genau wissen, dass es da draußen mehr als nur ein paar kreative Köpfe gibt, die sich immer wieder neue Konzepte ausdenken und ab und an die finanziellen Mittel bereitgestellt bekommen, um diese umzusetzen.
    Sicherlich kennt er viele solcher Köpfe und weiß auch das sie ab und an die Mittel bekommen aber er weiß eben auch wieviele Ideen abgelehnt werden, wie sich die Ablehnungsrate in den letzten Jahren steigerte und er sieht ja auch, dass, wenn mal eine Idee die Marktreife erreicht, sich der Verkauf extrem in Grenzen hält.
    Zitat Zitat von GnG Actraiser Beitrag anzeigen
    Auch seinen aufgeführten Punkt mit dem Zurückgelangen in die letzte Generation halte ich für Humbug. Geld und Kapazitäten wurden schon immer in neue Technologien gesteckt, es kann schließlich nicht immer nur alles beim Alten bleiben. Neue Ideen gab es früher und die gibt es heute.
    Ich denke nicht, dass er keine technischen Innovationen mehr oder grafisch und spielerisch auf PS2 Niveau zurück will.
    Ihm ging es eher darum, dass es zur PS2 Zeit noch mehr Innovationen und Ideen im Softwarebereich gab aber heutzutage fast ausschließlich angebliche Innovationen im Hardwarebereich.

    Natürlich muss es Diese auch geben und man kann einer Firma, Bsp. Microsoft, nicht vorwerfen ein Produkt wie Kinect(Preis: 150€) auf den Markt zu werfen, weil sich damit bestimmt mehr Geld verdienen lässt, als mit einer 50-60 €uro Software.
    Man kann einer Firma aber vorwerfen, Bsp. Sony, dass sie, anstatt durch innovative Spiele und Spielideen zu glänzen und sich damit neben oder vor der Konkurrenz zu positionieren, lieber auf den Bewegungssteuerungszug aufspringen (Move) und erfolgreich sein will aber immer hinter der Konkurrenz von Nintendo stecken bleiben wird.

    Es ist ja unbestreitbar, dass mittlerweile viel mehr Geld in Entwicklung und Vermarktung irgendwelcher Hardwarezusätze gesteckt wird als in Software.
    Das sieht man ja sogar als Aussenstehender. Wie muss es dann erst sein, wenn man direkt involviert ist!?

    Bei Sony wird das in der nächsten Zeit sogar richtig extrem.
    So werden demnächst SingStar Dance und SingStar Guitar veröffentlicht.
    Beide sind quasi Erweiterungen für die SingStar Spiele, so dass man demnächst zu viert spielen kann, wobei 2 singen und 2 tanzen oder 2 singen und 2 Gitarre spielen.
    Für Dance braucht man Playstation Move Kontroller und eine EyeToy Cam. Für Guitar natürlich Gitarrencontroller.
    Obwohl beide Spiele quasi Erweiterungen für SingStar sind werden es Vollpreistitel sein und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, müsste man, wenn man seine bisherigen Singstarlieder für die Erweiterungen nutzbar machen will, für jeden einzelnen Song ein bisschen was zahlen.

    Zitat Zitat von GnG Actraiser Beitrag anzeigen
    Ich verweise noch einmal auf die Handhelds, sowie die Downloadplattformen.
    Welche Software Innovationen gab es denn auf den Handhelds in den letzten Jahren und was meinst du mit den Downloadplattformen?
    Geändert von pothead (16.8.10 um 07:47 Uhr)
    Ist der Ruf erst ruiniert, mod'st sich gänzlich ungeniert!

  10. #10
    Nein, Mann! Benutzerbild von Skip
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    Zitat Zitat von pothead Beitrag anzeigen
    und was meinst du mit den Downloadplattformen?
    Ich denke mal XBox Live Arcade, PSN Store und die Virtual Console.
    Es stimmt schon, dass sich auf den Downloadplattformen viel mehr ausgefallenere Titel finden lassen als im "Retail" Bereich.
    Das mag zwar zum einen auch daran liegen, dass die Produktion solcher Spiele viel günstiger ist und es nicht so schlimm für den Hersteller ist wenn diese Spiele floppen.
    Für die Spielehersteller ist es leichter auf was altbewährtes zu setzen als neue, inovative Ideen und Spielkonzepte zu entwickeln.
    Zu viele Spieler schenken neuen Marken kaum Beachtung wodurch diese von vornerein zum Scheitern verurteilt sind.
    Das sieht man z.B. auch an Spielen wie Dead Space oder Alan Wake die ja auch ziemlich wenig beachtet wurden.
    Deswegen werfen Spielehersteller Spiele wie CoD 99 oder Need for Speed 2000 auf den Markt, weil die Spieler es kaufen egal wie schlecht es ist.
    Nein, Mann!
    Ich will noch nicht gehn
    Ich will noch ´n bisschen tanzen

  11. #11
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    Man sollte bei dieser Thematik wohl auch mal beachten, dass die Spiele denen wir nachtrauern damals auch für die Gamer-Masse waren.
    Heutzutage hat sich die Zielgruppe eben geändert und Entwickler müssen nun mal mit dem Strom schwimmen.
    Sie richten sich eben nach dem was im Trend liegt. Deswegen kommen auch nur wenige RPG's nach Europa. Hier ist das spielen mittlerweile eine Familiensache und das ist doch gar nicht mal so furchtbar. Ich habe so einen Weg gefunden, meiner Mutter mein Hobby näher zu bringen.
    Zur Aussage von Takahashi kann ich nur sagen, dass es auch in Zukunft weitere gute Nischen Titel geben wird. Es wird stetig Entwickler geben die für die Core-Gamer entwickeln, aber nur solange es solche gibt.
    Der einzige Knackpunkt ist die Veröffentlichung der Spiele.
    In Japan sind RPG's nun mal Trend und bei uns sind Shooter beliebt.
    Ich kann mich über Mangel an guten Spielen jedenfalls nicht beklagen.

  12. #12
    Profi-Spieler Benutzerbild von Oyabun
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    Ich persönlich denke nicht das sich Bewegungssteuerungen wie Kinect oder Move als alleinige Steuerung durchsetzen werden. Dafür ist das Ganze zu bewegungsintensiv. Es gibt sicher ein paar Spiele, wo diese Steuerung als Ergänzung sinnvoll ist, aber es gibt auch genug Spiele wo solch eine Steuerung eher hinderlich ist. Mit einem Gamepad in der Hand kann man viel schneller auf Spielinhalte reagieren und auch eher simultane Aktionen durchführen.

    Als ich erstmals von Kinect und Move hörte, war ich total begeistert. Diese Begeisterung hat sich allerdings gelegt, als ich etwas darüber nachdachte. Nehmen wir als Beispiel die Wii, welche ich unter anderem mein Eigen nenne. Manche Spiele machen mit der Bewegungssteuerung richtig Spass (Wii Sports), bei Anderen wiederum wird es nach einiger Zeit eher lästig (Zelda).

    Wenn ich mir z. B. vorstelle Fire Emblem oder auch Zelda, nur mit einer Bewegungssteuerung wie Kinect zu spielen, dann hätte ich darauf keine Lust. Man spielt im Allgemeinen ja nicht nur 20 Minuten, sondern ein paar Stunden und wenn ich dann dauernd irgendwie rumzappeln oder irgendwelche Gesten machen müsste, so wäre das sehr ermüdend und garantiert nicht so schnell wie die Bedienung eines Gamepads.

    Der Trailer von Microsoft über die Präsentation von Kinect anhand eines Prügelspiels wie z. B. Dead or Alive sieht natürlich gut aus. Aber mal ehrlich, wer will so dauernd vor dem Fernseher rumzappeln? Das macht vielleicht mal 30 Minuten Spass, aber dann ist der Durchschnittsmensch eher erschöpft. Jetzt will man das Ganze dann vielleicht auch mal zu Zweit spielen, dann wird es schon eng vor dem TV.

    Diese ganzen Bewegungssteuerungen sind eher für den Casual-Markt ausgelegt und für mal zwischendurch spielen.

    Auch diese 3D Euphorie kann ich mittlerweile nicht mehr nachvollziehen. Mal ganz abgesehen davon, dass die 3D-Technik für die Augen nicht gerade gut ist. Unser Gehirn ist nämlich darauf konditioniert ein normals 2D-Bild im TV mit Tiefeninformationen zu versehen. Wenn nun dem 2D-Bild eine 3D-Information hinzugefügt wird, so ist das für Gehirn eher kontraproduktiv. Das äußert sich dann z. B. mit Kopfschmerzen etc.

    Für mich wäre eine echte Innovation die volle Immersion in ein Spiel. Es gibt z. B. Prototypen von Laser, die ein Bild direkt auf die Netzhaut projizieren. Das wäre dann "echtes" 3D.

    Grüße
    Der alte Teich / Ein Frosch springt hinein / Vom Wasser ein Geräusch (Matsuo Basho)

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  13. #13
    The Watchmaker Benutzerbild von GnG Actraiser
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    Zitat Zitat von pothead Beitrag anzeigen
    Sicherlich kennt er viele solcher Köpfe und weiß auch das sie ab und an die Mittel bekommen aber er weiß eben auch wieviele Ideen abgelehnt werden, wie sich die Ablehnungsrate in den letzten Jahren steigerte und er sieht ja auch, dass, wenn mal eine Idee die Marktreife erreicht, sich der Verkauf extrem in Grenzen hält.
    Dass die Publisher, besonders die großen, bei Multimillionenproduktionen kaum Risiken eingehen, dürfte klar sein und ist ja auch irgendwo verständlich. Deswegen schrieb ich auch, dass man jetzt erst einmal zusehen müsse, dass die Entwicklungskosten nicht noch weiter in die Höhe schnellen. Große Grafiksprünge von SD zu HD wie in der letzten auf diese Generation sollte man deswegen auf keinen Fall mehr wagen, auch wenn der Kunde das vielleicht verlangt. Dann sollen diejenigen halt auf PC-Spiele umsteigen, denn dieser entwickelt sich sowieso schon immer so weiter, dass er mit immer leistungsstärkeren Komponenten aufgerüstet werden kann. Das ist etwas, das Nintendo doch eigentlich ganz gut hinbekommen hat, auch wenn die Wii meiner Ansicht nach schon gerne etwas mehr auf dem Kasten haben dürfte. So können Entwickler mit frischen Ideen wie schon gesagt immer noch auf die Handhelds, die Download-Plattformen, die Wii oder sogar die immer noch lebende PS2 setzen. Dort laufen sie ja auch nicht leicht Gefahr, ein kommerzielles Desaster zu erleben. Aber du hast trotzdem irgendwie recht, gerade Geldgeier wie Activision sollten deutlich mehr Risiken eingehen. EA hat es sich ja in den letzten paar Jahren immer wieder getraut.

    Ich denke nicht, dass er keine technischen Innovationen mehr oder grafisch und spielerisch auf PS2 Niveau zurück will.
    Ihm ging es eher darum, dass es zur PS2 Zeit noch mehr Innovationen und Ideen im Softwarebereich gab aber heutzutage fast ausschließlich angebliche Innovationen im Hardwarebereich.
    Eben, "fast". Ich wollte es anfangs eigentlich nicht einsehen, aber tritt die Hardware immer auf der Stelle, dann kann es auch im Softwarebereich nur noch bedingt nach vorne gehen. Das beste Beispiel dürfte doch der Atari 2600 darstellen. Bleibt die Hardware gleich, so können sich nur ein paar einzelne Entwickler herauskristallisieren, die etwas völlig Neues erschaffen können. Das dürfte ja auch einer der Gründe für die drölfzig Pac-Man- und Space Invaders-Klone sein.

    Das meiste war halt in irgend einer Form schon mal da.

    Natürlich muss es Diese auch geben und man kann einer Firma, Bsp. Microsoft, nicht vorwerfen ein Produkt wie Kinect(Preis: 150€) auf den Markt zu werfen, weil sich damit bestimmt mehr Geld verdienen lässt, als mit einer 50-60 €uro Software.
    Man kann einer Firma aber vorwerfen, Bsp. Sony, dass sie, anstatt durch innovative Spiele und Spielideen zu glänzen und sich damit neben oder vor der Konkurrenz zu positionieren, lieber auf den Bewegungssteuerungszug aufspringen (Move) und erfolgreich sein will aber immer hinter der Konkurrenz von Nintendo stecken bleiben wird.
    Ich weiß nicht, warum du Microsoft und Sony hierbei einzeln nennst. Beide wollen im Endeffekt nur etwas vom Kuchen abhaben und versuchen das meiner Ansicht nach auf ein und dieselbe Weise. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Microsoft Kinect jahrelang in der Hinterhand hatte. Sie sahen Nintendos Erfolg auf dem Markt und überlegten dann, wie sie auf die Schnelle einen Schritt weitergehen könnten. Sony dagegen scheint mir das Konzept von Fernbedienung und Nunchuck aufgegriffen und überlegt zu haben, wie man am besten eine Kopie mit etwas mehr Präzision entwerfen könnte. Das ist alles zumindest mein Eindruck. Das Ergebnis können wir ja 2011 dann bestaunen. Aber wie ich schon schrieb, bin ich mir sicher, dass sich beides aufgrund der Optionalität nicht durchsetzen wird. Und wenn Microsoft nicht noch einen Trumpf ausspielt, dann werde ich bei dem Preis bei Kinect nicht zugreifen. Immerhin hat Kinect auch eine meiner Lieblingsschmieden, Rare, auf dem Gewissen.

    Es ist ja unbestreitbar, dass mittlerweile viel mehr Geld in Entwicklung und Vermarktung irgendwelcher Hardwarezusätze gesteckt wird als in Software.
    Das sieht man ja sogar als Aussenstehender. Wie muss es dann erst sein, wenn man direkt involviert ist!?
    Das sehe ich genauso. Allerdings wird die Hardware in der Werbung immer nur so gezeigt, wie sie auch mit der Software zusammen funktioniert. Dass "herkömmliche" Spiele, die ohne diesen Schnickschnack funktionieren, weniger beworben werden mittlerweile, ist natürlich schon schade.

    Bei Sony wird das in der nächsten Zeit sogar richtig extrem.
    So werden demnächst SingStar Dance und SingStar Guitar veröffentlicht.
    Beide sind quasi Erweiterungen für die SingStar Spiele, so dass man demnächst zu viert spielen kann, wobei 2 singen und 2 tanzen oder 2 singen und 2 Gitarre spielen.
    Für Dance braucht man Playstation Move Kontroller und eine EyeToy Cam. Für Guitar natürlich Gitarrencontroller.
    Obwohl beide Spiele quasi Erweiterungen für SingStar sind werden es Vollpreistitel sein und um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen, müsste man, wenn man seine bisherigen Singstarlieder für die Erweiterungen nutzbar machen will, für jeden einzelnen Song ein bisschen was zahlen.
    Sollen sie mal machen, das verkauft sich weiterhin nur bei der Zielgruppe und lockt eventuell noch ein paar wenige neue Spieler an. Trotzdem bringen Sonys First- und Second-Party-Entwickler momentan mehr auf die Konsole, als es die von Microsoft machen. Ab 2009 wurde es da bei MS eher ruhiger und sie können sich glücklich schätzen, dass die Unterstützung durch Third-Parties nach wie vor so hoch ist. Sie schließen halt auch immer wieder Studios oder strukturieren sie komplett um.

    Welche Software Innovationen gab es denn auf den Handhelds in den letzten Jahren und was meinst du mit den Downloadplattformen?
    Wie Skip schon sagte, meine ich damit das PSN, XBLA, WiiWare und auch Steam. Neben den üblichen Verdächtigen, die man nennen könnte (Patapon, Loco Roco [PSP], Phoenix Wright-Reihe [DS]), könnte ich jetzt zum Beispiel auch noch "The World ends with you" (DS) aufzählen.

    Generell werden wir uns bei dieser Diskussion aber eh alle schwer tun, da man "Innovation" fast beliebig auslegen kann. Bei ausgefallenen Grafikstilen wird der eine von Innovation sprechen, der andere aber nicht.
    Geändert von GnG Actraiser (16.8.10 um 22:36 Uhr)


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