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Thema: Nur eine Hand voll Steine

  1. #1
    Wächter der Ewigkeit Benutzerbild von Black Dämon
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    Nur eine Hand voll Steine

    Questbeschreibung:
    Jack möchte die Alte Bibiothek in Augenschein nehmen. Vielleicht befindet sich noch unentdecktes Wissen. Und wer weiß. Eventuell finden sich dort Informationen zu der Seuche im Amaranth.
    Des weiteren sucht Jack Honig, Baumharz und Moleratfett für seine Heilsalbe.

    Expeditionsmitglieder:
    Black Dämon - Jack - Navy
    Nightprowler - Daik - Cyan
    Shintaro - Galder - OliveDrab
    M.C.Gitzi - Sinthoras - DarkRed
    Geändert von Black Dämon (23.2.11 um 20:11 Uhr)

    Verblei'n wir die Luft ein wenig. Mal sehen, wer umfällt!
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  2. #2
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    Galder strich wieder durch das kleine Lager der Amaranthler. Noch immer musste er sich bedeckt halten, denn Harvall's Zorn auf ihn war immer noch nicht ganz verraucht. Am besten wäre, er würde nocheinmal untertauchen. Aber wohin? Die Piraten würden ihn womutlich wieder auf Spähdienst bei den Banditen oder in eine Minecrawlerversäuchte Höhle schicken oder zu einer waghalsigen Viecherreinigung in den Canyon mitnehmen. Aber alleine über das Tal zu streifen wäre auch keine Möglichkeit. Die Monster auf der Insel sind schlichtweg zu stark und zu zahlreich. Plötzlich schnappte er ein paar Gesprächsfetzen auf. Du willst also wirklich mitkommen? Galder hörte genauer hin und erkannte bald, wer sich dort unterhielt. Natürlich. Wenn ich sage, ich begleite dich, dann tu ich das auch. So eine kleine Expedition in die Ruinen kann doch nur besser sein, als den ganzen Tag hier rumzusitzen und Däumchen zu drehen. Hat er richtig gehört? Daik und Jack wollten die Ruinen erforschen. Sicher sind dort einige Schätze zu erbeuten. Dir ist aber klar, dass es einige Zeit dauern könnte, bis ich die alten Texte übersetzt habe? Ich werde mich schon irgendwie beschäftigen. Vielleicht findet sich ja noch jemand der mitkommen möchte. Das war das Stichwort. Wie rein zufällig ging Galder um die Häuserreste zu den beiden. Grüßt euch. Ich hörte ihr sucht noch Begleitung. Wohin soll es denn gehen? Ich habe vor in die alte Bibliothek im Canyon zu gehen. Außerdem suche ich noch einige Zutaten für eine Heilsalbe. Hört sich interessant an. Ich bin dabei. Jack schaute ihn ungläubig an. Einfach so? Ich glaube weniger. Also spucks aus. Was hast du vor? Ich werde wohl mal meine Freunde auf einer Expedition begleiten dürfen. Und wer weiß. Vielleicht finden wir ja einen kleinen Schatz, von dem ich mit einen Anteil sichern kann. Ach so ist das. Nun gut. Wir werden in einer Stunde aufbrechen. Bereite dich entsprechend darauf vor. Wir treffen uns beim Teleporter.

    Als der Aufbruch geplant war packte Jack in seinen provisorischen Lager Proviant für die Expedition ein. Skip hatte erst am Morgen neue Waren geliefert. Zwar fand das Ganze nicht ohne Protest einiger Amaranthler statt, doch auch diese mussten schnell einsehen, das es keine andere Möglichkeit der Warenbeschaffung für eine so große Anzahl von Flüchtlingen in diesem Tal gab. Jack verstaute gerade die letzten Fackeln in einen der Rucksäcke als einer der Magier, welche bereits vor den Amaranthlern in den Ruinen hausten auf ihn zu kam. Ihr, wie nennt ihr euch? Amaranthler? Jedenfalls ihr seit ein komisches Völkchen. Kaum habt ihr euch irgendwo niedergelassen, schon zieht es einige von euch zu neuen Wegen. Grüßt euch Ehrwürdiger. Ich hab damit kein Problem. Ich kann sowieso nie lange an einen Ort verweilen. Das sieht man. Warum seit ihr überhaupt in dieses abgelegene Tal gekommen? Probleme in der Heimat. Alle Probleme sind mit einen starken Glauben zu bewältigen. Wenn es so einfach wäre. Aber dies in Amaranth. Es ist etwas.. Dunkles. Eine Art Fluch. Es vergiftet den Körper und den Geist der Menschen und macht sie anfällig für Intriegen. Kein Fluch kann Intrigen schaffen. Die Heimtücke liegt tief verwurzelt in den Herzen der Menschen. Es braucht nur einen Grund sie hervorbrechen zu lassen. Magier bilden das Rückrad der Gesellschaft. Sie festigen den Glauben der Menschen. Doch Paladine bilden ihre Hand. Sie kämpfen für ihren Glauben und sie sorgen für das Seelenheil und die Gesundheit der Krieger. Denn schon der Verlust eines Menschen kann den Untergang der Gemeinschaft bedeuten. Ich weiß. Ich werde mein bestes tun. So ist es richtig. Glaubt an euch selbst und Andanos wird euch in Zeiten der Not beistehen. ich werde euch einen Zauber lehren, mit dem ihr Adanos bitten könnt die Wunden eurer Gefährten zu schließen.
    ~Die Minuten verstrichen, in denen Jack die Gestiken und Gebete des Zaubers zum Heilen leichter Wunden lernte~


    + Zauber "Leichte Wunden heilen" | - 5 LP
    Geändert von Black Dämon (8.8.10 um 11:07 Uhr)

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  3. #3
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    Wenig begeistert stocherte Daik mit dem Ende seines entspannten Bogens im Matsch herum und warf alle paar Minuten einen missmutigen Blick über die Schulter, um nachzusehen, ob Jack und der fremde Magier endlich fertig seien. Doch die beiden waren seit fast einer halben Stunde und einer gefühlten Ewigkeit damit beschäftigt, einander irgendwelche sinnlosen Handbewegungen vorzumachen und dabei besonders mystisch auszusehen. Bisher war allerdings noch nichts Spektakuläres passiert und die beiden Zauberer sahen auch ganz und gar nicht so aus, als hätten sie sich der großen Erleuchtung auch nur einen Schritt genähert. Entnervt stöhne der Jäger auf und sackte noch ein wenig mehr in sich zusammen. Er saß auf den Resten eines vor Jahrzehnten zersprungenen Brunnens, der die Mitte dessen markierte, was die abgerissenen Flüchtlinge Amaranths hochtrabend als "Marktplatz" bezeichneten. Um ihn herum herrschte rege Betriebsamkeit, Waren wurden unter den wachsamen Augen zweier Bewaffneter in die umliegenden Häuser geschleppt oder aus ihnen heraus gezerrt. Ein paar kleine Kisten mit Kleidung oder Kriegsbeute standen hier herum, dazu einige Säcke mit alten Nahrungsmitteln. Und jetzt auch etwas Korn und sogar ein kleines Fass voller Rum, den Skip am Morgen mitgebracht hatte. Immerhin hat Jack es geschafft, irgendeinen Deal mit den Piraten auszuhandeln, sonst hätten wir nicht einmal das. Möchte nicht wissen, was er den Halsabschneidern dafür versprochen hat. Hoffentlich war's nur seine Seele, dann kommen wir noch einigermaßen billig davon. schoss es Daik durch den Kopf. Kurz lachte er freudlos auf, dann zog er weiter Furchen in den Dreck zu seinen Fußen.

    Ich muss hier raus. Weg von diesen Händlern, Banditen, Piraten, Dreckskerlen. Bin nicht dafür geschaffen, lange auf meinem Arsch herum zu sitzen und zu warten. Adanos! Wie lange brauchen die beiden denn noch für ihre Magie? Und wo steckt Galder? Daik stand steifbeinig auf und spähte einmal im Kreis. "Wollte der nicht nur schnell zwei Fackeln besorgen?"* fragte er eines der Hühner, die keine zwei Schritt neben ihm in einem Käfig eingesperrt auf den Tod warteten. Dieses gluckte zwar keine Antwort, dafür sah Daik seinen Freund jedoch nur Momente später aus einem verfallenem Häusereingang kommen. "Jetzt sag' nicht, die beiden sind noch immer nicht fertig!" wurde er begrüßt. "Was machen die da eigentlich?""Keine Ahnung. Aber viel wichtiger ist, ob du die Fackeln bekommen hast." "Klar, habe ich. Ich will ja nicht nochmal im Dunklen festsitzen wie damals mit dir, Neoras und Skip." "Das will ich meinen. Kriegst du Gold von mir?" "Ach was. Die Fackeln sind billig uns ich habe gerade ein gutes Geschäft gemacht: ich habe meinen alten Dolch gegen einen Besseren eingetauscht.* Spottpreis, der Händler hatte keine Ahnung, was man mit einem gutem Messer so alles anstellen kann." "Da will ich dich sehen, wenn ein Ork oder Schattenläufer auf dich zuspringt." brummte Daik und tätschelte seinen Bogen "In dem Fall wirst du froh sein, wenn genug Schützen hinter dir stehen." "Nicht Jeder ist zum Kämpfer geboren, ich bekomme auch was ich will, ohne meinem Gegenüber mit einer Axt den Schädel einzuschlagen... außerdem bin ich in letzter Zeit besser geworden..."*"...was auch dringend nötig war. Komm, die Magier scheinen endlich fertig zu sein."

    Tatsächlich hatte Jack sich gerade per Handschlag von seinem Gesprächspartner verabschiedet und kam nun mit einem zufriedenem Gesichtsausdruck auf die Beiden zu. "Na, seid ihr bereit?" "Schon 'ne ganze Weile, ja." "Dann nichts wie los, wir sollten keine Zeit mehr verlieren, folgt mir." Mit langen Schritten führte der Ritter Adanos' seine Gefährten in Richtung des großen Tempels im Süden der Ruinenstadt. "Gehen wir nicht in die vollkommen falsche Richtung? Der Weg zum Canyon und damit zu deiner Bibliothek liegt im Norden." "Wir werden die Teleporter nutzen." antwortete Jack knapp "Das geht wesentlich schneller und ist nicht halb so gefährlich."
    Am Teleporter angekommen sahen Daik und Galder, dass Jemand einen bläulichen, schwach leuchtenden Kristall von der Größe zweier Fäuste auf einen kleinen Sockel zwischen den mit Runen verzierten Steinplatten aufgestellt und die Mosaike von Steinen und Moos gereinigt hatte. Ein Flimmern wie von großer Hitze lag in der Luft und die Atmosphäre war plötzlich seltsam angespannt. Mit ein paar raschen Handgriffen und einem gemurmelten Wort sorgte Jack dafür, dass das Leuchten des Edelsteins stärker wurde. "Es ist soweit" sagte er und zog sein Schwert "folgt mir einzeln, wenn ihr bis zehn gezählt habt." Er trat vor und schien -mitten auf dem Platz vor dem Tempel- plötzlich in einen Spalt oder Korridor voller wabendem Nebel zu treten, der seine Gestalt umfing und vor den Blicken der beiden verbarg. Als Galder blinzelte waren der verschwommene Korridor und Jack verschwunden. Daik pfiff durch die Zähne "Immer wieder Beeindruckend, oder?" Der Dieb zuckte nur mit den Schultern "Schon, ja. Allerdings habe ich bisher auch nur den großen Teleporter im Tempel von Khorinis gesehen... und der war irgendwie anders. Naja, ich gehe als Nächster."

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    Mit einem flauem Gefühl in der Magengegend trat Galder vor, genau in die Mitte der verwitterten Runen. Sofort wurde ihm schwarz vor Augen, er hatte das Gefühl zu fallen als sei er in ein bodenloses Loch getreten und fühlte sich gleichzeitig völlig zeit- und schwerelos. Abrupt war das Gefühl zu Ende und Sinneseindrücke stürzten von überall auf ihn ein: trockener, staubiger Wind auf dem Gesicht, die heiße Sonne, der salzige Geruch des nahen Meeres, der Stab in seiner Hand und der raue Mantel um seine Schultern. Irgendwo rief ein Vogel mit krächzender Stimme.
    Rasch trat er zur Seite um Daik Platz zu machen, dann bemerkte er Jack, der wenige Meter entfernt an einem Baum lehnte und in den Canyon zu seinen Füßen spähte. Das Geräusch eines hastigen, ungeschickten Schritts hinter ihm kündigte auch Daiks Ankunft an. Sie hatten es also geschafft.


    "Du meintest doch, dass du Harz für eine Heilsalbe suchst, oder?" überrascht drehte Jack sich um "Das stimmt. Hast du etwa schon einen geeigneten Baum gefunden?" "Das war nicht gerade schwer. Jeder Baum hat Harz und ich kenne mich einigermaßen mit Alchemie aus... die Heilkunde ist zwar nicht mein Fachgebiet aber für etwas Harz reicht es aus." "Soso, interessant." brummte der Ritter "Wo du schon davon sprichst - was genau ist denn eigentlich dein Fachgebiet?" "Ich hoffe, du hast einen geeigneten Tiegel dabei" überging Galder die Frage und trat näher an einen etwa vier Schritt hohen Baum mit sehr hellen, gefingerten Blättern, der am Rand des kleinen Tümpels stand, heran. "Der hier sollte passen. Jetzt musst du nur noch das Harz heraus bekommen." Er zog seinen neuen Dolch aus der Gürtelscheide und begann, mit der Spitze ein Loch in die runzlige Rinde des Stammes zu bohren. Schnell stieß er auf eine frische, klebrige Schicht des faserigen Holzes doch das Harz verklebte nur die Dolchschneide statt richtig zu fließen. "Finger weg, so kann das ja nicht klappen." schaltete sich schließlich Daik ein. Er nahm seinem Freund den Dolch aus der Hand und ritzte dann die Rinde direkt unterhalb eines Asts ein. Mit wenigen Schnitten entfernte er ein kleines Stück der Rinde und die drei konnten zusehen, wie der bernsteinfarbene klebrige Saft aus dem Holz troff um die Wunde zu versiegeln. "Hm, noch immer viel zu zäh, um etwas davon abzuzapfen. Naja, dann müssen wir eben nachhelfen." Der Jäger gab ein paar knappe Anweisungen und rupfte dann einige Hände des trockenen Grases am Rand des Canyons während seine Kameraden dürre, abgestorbene und vertrocknete Äste sammelten. Mit wenigen Schlägen seines Feuersteins auf einen Stahlbolzen erzeugte er genug Funken um das knochentrockene Gestrüpp in Flammen aufgehen zu lassen. Schnell griff er die kalten Enden und hielt seine improvisierte Fackel dicht an den Baum. Die Hitze verflüssigte das Harz so weit, dass es eine zuvor in die Rinde geschnittene Rinne herab floss und von Jack in einem kleinen Tontiegel aufgefangen werden konnte.
    "Das sollte ausreichen" zeigte sich Jack zufrieden "diese Methode muss ich mir merken. Ich Danke euch beiden." "Naja, dein Moleratfett und den Honig musst du dir ja noch immer suchen. Hoffentlich gibt's sowas hier überhaupt." "Molerats bestimmt nicht, die leben eher in den Laubwäldern Khorinis'. Hier in Jahrkendar ist es immer entweder zu sumpfig oder zu trocken - es könnte aber sein, dass die Piraten eine kleine Herde gezüchtet haben. Bienen sollte es aber geben." "Wir werden sehen. Jetzt ist die Bibliothek erst einmal wichtiger. Hoffentlich ist der Canyon sicher, denn egal was hier noch lebt, den Rauch gerade hat es bestimmt gesehen."


    _________________
    * + 2 Fackeln . | .- 15 Goldstücke

    * + 1 Langdolch . | .- 50 Goldstücke, - 1 Dolch

    * + 7 LP auf Einhandwaffen (=10), Galder hat während dem letzten Abenteuer ein paar Tricks gelernt

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    F. J. Sheen

  4. #4
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    Mit was für Viechern müssen wir hier im Canyon eigendlich rechnen? Wenn die Piraten fleisig waren, dann mit gar keinen. Ansonsten machen sich des Öfteren Razor hier breit. Weiter unten, bei der Bibiothek gibt es auch noch eine kleine Oase. Was sich dort aber alles herumtreiben kann, weiß selbst ich nicht. Klingt als wärst du schon mal hier gewesen. Das stimmt. Ist aber schon eine Weile her. Sie gingen den Sandigen Weg durch die brennende Sonne, immer leicht bergab. Schon nach ein paar Minuten konnten sie das Ende des Canyons sehen, doch war ein noch eine ganze Strecke, welche vor ihnen lag. Also bisher hab ich noch kein Vieh gesehen. Vielleicht ist es denen zu heiß. Oder sie verstecken sich, um uns von hinten anzugreifen. Du alter Pessimist. Sicher waren die Piraten vor uns hier und haben alles beseitigt. Plötzlich war Jack so, als wenn er das Knirschen von Sand hinter ihnen vernahm. Schlagartig blieb er stehen. Galder und Daik, welche noch ein paar Schritte weiter gegengen waren drehten sich um. Jack warum.. Vorsicht hinter dir! Mit einen Ruck drehte sich Jack im Stand um. Gleichtzeitig zog er sein Schwert und wirbelte es in ein geöffnetes, von Zähnen gespicktes Maul. Blut spritzte, während sich das Tier von der Wucht des Schlages gelenkt zur Seite wannte. Instimktiv löste Jack den in seinen Ärmel befindlichen Dolch mit einer Armbewegung und stach in Richtung des Kopfes des Wesens. Ein weiterer Blutschwall kündigte davon, dass das Auge, welches getroffen wurde seinen Geist aufgegeben hatte. Doch statts nun zu fliehen rannte das Tier, in sprichwörtlich blinder Wut auf Galder zu und riss ihr mit seinen Gewicht unsanft zu Boden. Noch während es umlenkte um einen neuen Angriff zu starten, hatte Daik den ersten Schuss abgegeben, welcher sich direkt in dessen Seite bohrte. Nun rannte das Tier auf den Schützen zu. Dabei passierte er den immer noch am Boden liegenden Galder, welcher es sich nehmen ließ, mit seinen neuen Dolch mit sämtlicher Kraft gegen den Bauch des Tieres zu stoßen. Noch bevor es Daik erreicht hatte traf es ein zweiter Pfeil wodurch es entgültig zusammenbrach und zuckend im rot gefärbten Sand liegen blieb, wo Jack in den Rest gab. Die Piraten haben alles beseitigt. Ich lach mich scheckig. Und was ist das? Darf ich vorstellen, das ist ein Razor. Auf dieses Kennenlernen hätte ich verzichten können. Was regst du dich auf? Ist doch alles gut gegangen. Du hast gut reden. Wäre ich nicht gewesen hätte es dich sicher auch niedergetrampelt. Hört auf euch zu sreiten. Jetzt ist das Vieh tot und keinen ist was passiert. Genau. Uns die Zähne und Haut dieses Tieres sind sicher einiges Wert. Nun so lange ich was von den Geld abbekommte soll es mir egal sein. Können wir dann weiter? Moment ich bin gleich so weit.
    Ein paar Minuten später ging der Tripp weiter. Diesmal spähten sie hinter jede Abzweigung und jeden Felsen, an denen sie vorbei kamen. Noch einmal wollten sie nicht so überrascht werden. Nach gut Zwei bis Drei Stunden kamen sie an der Oase an. Die Sonne war am untergehen und die Luft wurde deutlich kühler. Ich finde wir sollten bald eine Rast einlegen. Da stimme ich dir zu. Aber wir sollten vorher die Zelte dort untersuchen. Früher hatten sich dort ein paar Orks aufgehalten. Wenn jetzt wieder welche dort sind, sollten wir unser Nachtlager lieber verschieben. Ich glaube kaum, das da noch jemand lebt. Sieh mal, wie heruntergekommen alles ist. Selbst für Orkverhältnisse. Da hast du auch wieder Recht. Am besten, wir schlagen gleich dort unser Lager auf. Da sind wir wenigstens Windgeschützt. Vielleicht sollten wir vorher noch etwas Wasser hohlen. Gute Idee. Hey Jack, was sind das für Vögel da am Wasser? Das? Das sind Grasland-Scavanger. Schmecken recht gut. Ich weiß etwas. Ich schieße uns einen für's Abendessen. Das halte ich für keine gute Idee. Ach was soll schon passieren. Einen erschieße ich sofort und der Rest hat ab. So einfach ist das. Noch bevor Jack ein Wiederwort aussprechen konnte, hatte Daik bereits seinen Pfeil los geschossen. Wie vom Blitz getroffen sank einer der Scavanger zu Boden. Doch statt zu fliehen lokalisierten die anderen Tiere die Gefahr und rannten in geschlossener Stampete darauf zu. Ach du Schande. Mit einen Hechtsprung zur Seite brachte sich Daik in Sicherheit, als sich schon die Staubwolke, welche die Vöglel aufgewühlt hatten, die Gruppe erreichte. Es schienen nur Sekunden zu vergehen, bevor sie weiterzog und die Vögel in der Ferne verschwanden. Jack stand mit blutverschmierten Schwert noch immer an seinen Platz. Einer der Scavanger lag mit aufgeschnittener Seite neben ihm. DAS könnte passieren. Schon gut ich habs verstanden. Aber wo ist Galder? Sie sahen sich um. Keuchent und hustentend fanden sie ihn schlieslich im Staub. Schon wieder ich! Ich glaube heute ist nicht mein Tag! Wurdest du schon wieder niedergetrampelt? fragte Daik mit einen leichten Grinzen im Gesicht. Du hast gut Reden. Du bist ja wieder mal davongekommen. Aber mir ist bei all der Hecktik die Wunde von Hanry wieder auf gegangen. Hmm. Das ist gar nicht gut. Am besten du legst dich erstmal bei den Zelten hin. Ich glaube hier brauchen wir mehr, als nur einen Verband. Lass mich mal machen. Daik gab Galder Hilfe dabei, zu den Zelten zu kommen, indem er ihn stützte. Dort legten sie ihn in eine fast zerfallene Britsche und Jack sprach einen Heilzauber über ihn. So das sollte erstmal reichen. Aber trotzdem würde ich an deiner Stelle nicht sofort wieder aufstehen. Dafür ist morgen noch genug Zeit. Sie ließen ihn allein. Gelangweit lag Galder auf dem Holzgestell, immer in der Hoffnung, dass es nicht unter seinen Gewicht zusammenbrechen würde. Kurz darauf kam Daik und brachte ihn eine der Scavangerkeulen vorbei. Du hast Glück. Das ist das einige Bett hier. Ob es Glück ist, werden wir morgen sehen, ob es noch ganz ist. Ach Kopf hoch. Es gibt echt Schlimmeres im Leben.

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  5. #5
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    Mit diesen Worten wandte sich Daik um und bückte sich unter dem herabhängenden grob gegerbtem Fell hinweg, das den Eingang des Zeltes halb verdeckte.
    Missmutig nagte Galder an der Scavengerkeule, die der Jäger ihm gebracht hatte. Das Tier war viel zäher und ledriger als man es von den großen Vögeln gewohnt war. Liegt wohl daran, dass das Biest hier im staubtrockenem Canyon lebte. Bei der Hitze ist es wirklich kein Wunder, dass es nach Holz schmeckt. Doch das Fleisch war nicht nur ungenießbar sondern auch noch -obwohl Daik eigentlich kein schlechter Koch war, wenn es um selbst erlegtes Wild ging- schlecht zubereitet. Die Federn hatten sich nicht richtig aus der Haut lösen lassen, sodass hier und da noch verkohlte Kiele aus der grobporigen Haut des Scavengers ragten, die äußersten Schichten waren verbrannt, darunter war das Fleisch aber noch halb roh und zu allem Überfluss war der Schenkel gebrochen, sodass das halb verflüssigte Knochenmark hinein gelaufen war. Irgendetwas ist hier ganz und gar falsch gelaufen. dachte Galder und spuckte ein Stück Knorpel in eine Ecke des modrigen, nach altem Hund riechenden Zeltes. Vorsichtig knabberte er einige halbwegs essbare Fetzen aus dem fettigem Fleisch, die promt zwischen seinen Zähnen stecken blieben, und spülte sie dann mit einem großem Schluck aus seinem Wasserschlauch hinunter, wobei er den staubigen Beigeschmack zu ignorieren versuchte.
    Plötzlich überkam Galder eine große Müdigkeit, die nicht allein durch den anstrengenden Marsch durch den Canyon und die Tatsache, dass er gleich zwei mal niedergetrampelt worden war, erklärt werden konnte. Vorsichtig seinen magisch geheilten aber noch immer nicht wieder ganz intakten Arm schonend wickelte er sich in seinen Mantel und linste unter durch halb geschlossene Lider in Richtung des Feuers, das seine Kameraden draußen entfacht hatten...

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    ...es zischte laut, als Jack den improvisierten Bratspieß drehte, an dem der Scavenger über das Feuer hing. Noch mehr Fett troff in die Flammen und ließ sie hell auflodern. Nachdem Daik den besten Teil des Scavengers zu Galder ins Zelt gebracht hatte, hatte der Ritter Adanos' entschieden, die das Überreste keinesfalls essbar seien und mit seinem langem Dolch etliche Stücke abgesäbelt und fort geworfen, um den verbleibenen Teil erneut -und dieses Mal selbst und damit richtig- zu braten. Jack hatte auch das Feuer kleiner werden lassen um den Scavenger langsamer zu garen statt ihn zu verbrennen, doch bisher war sein einziger Erfolg, dass das Fleisch langsam austrocknete während schmieriges Fett austrat und in die Flammen tropfte.
    Zzzzissssschhhh. Es stank übel nach verbranntem Haar und Jack war sicher, dass das Feuer so viel dichten, schwarzen Rauch produzierte, dass man die Feuerstelle trotz der vielen Felsen noch mit einigen Kilometern Abstand sehen könnte, wäre es nicht so dunkel. Auch so konnte jedes Raubtier im Umkreis den Geruch des Bratens riechen und die flackernden Flammen sehen, aber dieses Risiko waren sie bewusst eingegangen. Der getötete Scavenger hätte ohnehin Aasfresser angezogen und sie konnten auch nicht vermeiden, von den feinen Ohren eines Schattenläufers gehört zu werden, sodass sie nicht auf das Feuer verzichten wollten. Immerhin waren die häufigsten Räuber des Canyons, die Razors, ausschließlich tagaktiv und Nachts ähnlich träge wie die Warane, die morgens erst ein ausgiebiges Sonnenbad brauchten um in Gang zu kommen. Und wer weiß, vielleicht sind es ja gerade die Flammen, die die Biester heute Nacht vertreiben werden.
    "Schon irgendwelche Pläne für morgen?" riss ihn Daik plötzlich aus seinen Gedanken. Der Jäger hatte es sich auf einer alten, umgedrehten Truhe ohne Deckel einigermaßen bequem gemacht, schien aber keine Ruhe finden zu können. Andauern warf er wachsame Blicke über die Schulter und schrak bei jedem Rascheln im hohem Gras zusammen. "Du meinst wegen der Ruine?" "Was sonst?" "Naja, was sollen wir schon machen? Wir gehen rein und hoffen, dass noch nicht alles zu Staub zerfallen ist. Ich habe in einem der Tempel beim Portal eine Beschreibung der alten Bibliothek gefunden, weshalb ich mir ungefähr ausmalen kann, wie groß die Anlage sein müsste." "Die letzte Ruine, in der ich war, wäre fast eingestürzt." "Da müssen wir uns hier wohl keine Gedanken machen, die Bibliothek wurde erbaut um die Jahrtausende zu überstehen. Die Gänge müssen einfach sicher sein, allenfalls kommen einige Brocken Putz von der Decke." versuchte Jack optimistisch zu klingen. Er drehte noch einmal am Bratspieß und zog dann seinen Dolch, mit dessen Spitze er einen ungefähren Lageplan der Ruine in den Boden ritzte.

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  6. #6
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    Daik begutachtete den Lageplan skeptisch.
    "Die Anlage ist zwar groß, doch betseht hauptsächlich aus kleineren Räumen und engen Gängen."
    "Ja und? Wo liegt das Problem?"
    "Naja, ich werde mich wohl auf mein Beil verlasen müssen. Da ist es so eng ,dass ich meinen Bogen wohl kaum effektiv nutzen kann."
    "Du hast Recht, dann wirst du wohl etwas mehr auf Tuchfühlung gehen müssen, aber ich mach mir mehr Sorgen um Galder. Ich hab ihm ein leichtes Schmezmittel ins Essen gegeben, das ihm wohl einen ruhigeren Schlaf geben wird, den er auch brauchen wird, um den morgigen Tag zu überstehen. Ich hoffe, dass wir keinem feuerteufel begegnen."
    Bei dem Wort, dachte Daik, der diese Bezeichnung nicht kannte an 12 Fuß hohe dämonische Wesen mit Hörnern, die alles mit einer Handbewegung verbrennen konnten.
    "Feuerteufel? Was ist das?
    "Sie klingen an sich ungefährlicher, als sie sind. WAS? Warum zur hölle willst du dann da rein.
    Ich bin nicht lebensmüde!
    Vielleicht macht der Name einen anderen Windrucka fu mich, wie auf dich. für mich hört sich Feuerteufel, wie ein ein säurespritzender Käfer an. Man kann sie sich vorstellen wie Schattenläufer, nur nicht so muskulös, doch sie sind magisch und anstatt Haut und Fell umhüllt sie Feuer. Das habe ich jedenfalls über sie gelesen."[/COLOR]
    "Na dann bin ich ja beruhigt. Solange sie dieses Feuer nicht nach mir schmeißen, oder sich mien Beil in ihnen verhackt, dürfte das weniger ein Problem sein, als das Gebäude an sich und zur Not können wir ja Galder verheizen."
    Die beiden lächelten kurz über den schlechten Witz
    "Hoffentlich finde ich irgendwas, was man in eine rüstung verbauen lässt. Ich sammle gerade Material und will dann Neo fragen, ob er mir eine daraus macht. Am besten rette ich ihm ein paar mal davor noch den Arsch, dann schuldet er mir was und es wird billiger."
    Dann bereiten sie kurz, wo am meisten Ertrag zu erwarten war und die größten Gefahren lauern könnten und kamen zu dem Ergebniss, dass alles ziemlich gleich gebaut war und die größen Gefahren und das wertvollste Wissen, wie auch eventuelle Schätze und Rüstungsteile wohl so tief im Berg, wie möglich verborgen waren.
    Sonst wäre es ja auch langweilig. Die dicksten Monster sind immer da ,wo es was zu hohlen gibt. Dazu muss man sich nciht erst besprechen."
    Am besten hohlen wir uns erstmal ne Mütze voll Schlaf, sonst können wir das morgen sowiso vergessen."
    " Endlich mal was knstruktives, ich halte die erste Wache, dann wecke ich dich."

    Eininge Zeit später

    Das Feuer war fast heruntergebrannt und Daik hatte alles, was in der unmittelbaren Umgebung des Lagers zu finden war, auch schon verschürt, als er einen Schatten aus dem Süden des Canyons in den Augenwinkeln wahrnahm.
    Schnell nahm er Bogen und Pfeil und zielte damit auf den Schatten, dern man wegen des schwachen Neumondes und den wenigen Sternen an diesem Nachthimmel kaum sehen konnte.
    Nun erhöhte die Gestalt mit Daik als Ziel ihr Tempo und verfiel schnell in einen Sprint. Als er nur noch 50 Fuß entfernt war, erschoss Daik den Wolf. er wollte sich wieder entspannen, als er ein mehrfaches Heulen wahrnam, das aus Süden, Osten udn Norden kam.
    Verdammt, die haben mich umzingelt!
    Daik zog den Nächsten Pfeil auf die Sehne, visierte den nächsten Wolf und schoss ihm, wie seinem Vorgänger in den Kopf.
    Nun wurde es jedoch knapp. Hastig nahm er den nächsten Pfeil und schoss ihn ab, der jedoch nur die Brust des Tieres Traf, das sich jedoch deshalb heulend zurückzog. Daik konnte zwar ncoh ein Exemplar der räuberischen Art mit seinem bogen erlegen, doch musste er sich nun mit seinem Beil gegen zwei Weitere zur Wehr setzen, was seine Fertigkeiten im Nahkampf bis zum Äußersten in Anspruch nahm, wenn dies übehraupt reichte...
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    Like Gothic? Like Writing?: Gothic-RPG

  7. #7
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    Daik ging leicht in die Hocke und hielt sein Beil waagerecht vor seine Brust. Langsam belauerten er und die beiden Zähne fletschende Raubtiere sich während er sich langsam, ganz langsam, seitlich zum Feuer schob um seine Flanke zu schützen. Mit einem unterdrücktem Aufschrei täuschte der Jäger einen schnellen Hieb an um die Reaktionen des rechten Wolfs zu testen. Dieser erkannte die Finte instinktiv und zog nicht einmal die Ohren ein, als die schartige Klinge neben seinem Kopf durch die Luft fuhr.
    Dafür nutze er die winzige Blöße, die Daik sich bei seinem Vorstoß gegeben hatte sofort aus um nach dessen Handgelenk zu schnappen. Knapp entging er den zuschnappenden Kiefern, war aber gezwungen, schnell zwei Schritte zurück zu stolpern. Mit neuem Respekt sah Daik den Wolf an: es war kein schönes Tier, mit räudigem Fell durch das man die einzelnen Rippen sehen konnte, weit zurückgezogenen blutroten Lefzen hinter denen gelbe Reißzähne hervor ragten und mageren langen Gliedern die nur noch aus Haut, Knochen und Muskeln zu bestehen schienen. Muskeln, die der Wolf nun zum Sprung spannte. Daiks Beil schnellte vor und traf mit der flachen Klinge auf den Hals des Tiers, das sofort zurück zuckte. Dabei verfing sich eine Ecke der Schneide im zotteligen Fell, sodass der hölzerne Griff fast aus Daiks schwitzigem Griff gerissen worden wäre. Ungeschickt machte er einen Ausgleichschritt nach vorn um das Gleichgewicht zu wahren, als ihn plötzlich etwas schweres mit hoher Geschwindigkeit gegen die linke Schulter rammte. Er hatte den zweiten Wolf vergessen!

    Brüllend ging er zu Boden, landete schwer auf dem Rücken und keuchte auf, als das Gewicht des Wolfs ihm die Luft aus den Lungen presste. Instinktiv stieß er die Axt, die er wie durch ein Wunder nicht verloren hatte hoch, was ihm vermutlich das Leben rettete. Der hölzerne Schaft krachte gegen die Fänge des Wolfs und hinderte diesen daran, sich in Daiks Kehle zu verbeißen. Mit einem wütendem Knurren riss das Tier den Kopf zurück und zwang den Jäger, den Griff los zu lassen. Das Beil schlitterte zwei Schritt weit über den staubigen Boden, weit außerhalb der Reichweite Daiks. Der warf sich mit aller Kraft zur Seite und entging fast dem nächsten Vorstoß. Aber eben nur fast. Die langen Zähne des Wolfs bohrten sich tief in das Snapperleder um Daiks linken Oberarm und als der mit der anderen Hand nach dem Kopf seines Gegners schlug verstärkte dieser den Biss weiter. Mit einem Ruck durchstach das Gebiss das alte Leder und fuhr tief in Daiks Haut. Überraschend viel dunkles Blut schoss aus der Wunde und tränkte Daiks Hemd während der verzweifelt ein weiteres Mal ausholte und den Wolf dieses mal mit dem Knöchel an der Nase erwischte.
    Plötzlich wurde der Wolf von ihm herunter gerissen und durch die Luft gewirbelt.

    Daik wollte sich aufrichten, doch in dem Moment sprang Jack über ihn und setzte dem Wolf nach, der gerade erst wieder auf die Beine kam. Behände rollte der Jäger sich zur Seite und griff nach dem Beil, das beruhigend schwer in seiner Hand lag. Keuchend stemmte er sich hoch und warf einen raschen Blick in die Runde. Hinter dem Feuer sah er den Kadaver eines der Wölfe, die er erschossen hatte und links von ihm kämpfte Jack noch immer gegen den sich überraschend heftig gegen den plötzlich aufgetauchten Gegner wehrenden Wolf. Dann war der Wolf, gegen den er am Anfang gekämpft hatte, wieder vor ihm. Jetzt war das Tier vorsichtiger geworden und blutete zudem aus einem hässlichem Schnitt am Rücken - offenbar hatte er bereits die Bekanntschaft des Ritters Adanos' gemacht.
    Daik schrie so laut er konnte und fuchtelte mit dem Beil herum um seinen Gegner abzulenken bis er wieder auf den Beinen war. Jetzt versuchte er es mit einer anderen Finte und köderte den Wolf mit seinem vorgestrecktem Unterarm. Als dieser zubeißen wollte schwang Daik sein Beil, verfehlte jedoch und säbelte lediglich ein paar Haare aus dem Fell der Bestie. Der Wolf sprang plötzlich vor und stieß Daik mit beiden Vorderbeinen gegen die Brust, sodass der noch einmal nach hinten stolperte und einen wilden Aufschwung mit seiner Waffe riskieren musste um sich Luft zu verschaffen. Der Wolf duckte sich rechtzeitig, unterlief den Hieb und wollte gerade seine Fänge in Daiks Bein vergraben als ein silbriger Blitz durch dennen Blickfeld zuckte und mit einem satten Aufprall in den Rücken des Wolf einschlug. Diese schmerzhafte Ablenkung gab ihm die Gelegenheit mit der flachen Seite des Axtblatts auf den Schädel des verletzten Tieres zu dreschen dass er die Knochen bersten hören konnte. Der Wolf zuckte mit allen Läufen und brach auf der Stelle zusammen.

    Nach Luft ringend drehte sich Daik um und erkannte Galder, der mit einem zweitem Wurfmesser in der Hand im Zelteingang stand und leicht panisch versuchte, die Situation zu überblicken. Doch die Gefahr war vorerst gebannt, denn in diesem Augenblick stieß Jack seinem bereits wehrlosem Gegner seine gewellte Klinge ins Herz.
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  8. #8
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    Das ist ja nocheinmal gut gegangen. Zum Glück waren es nur Wölfe. Einer von ihnen hat mich trotzdem am Arm erwischt. Jack konzentrierte sich. Ein bläulich schimmerndes Licht umgab Daik und ließ die Blutung versiegen. Wenn du all deine Magie bereits aufbrauchst, bevor wir die Bibiothek betreten haben, dann kommen wir aber nicht sehr weit. Wenn ihr verletzt seit aber auch nicht. Am bessten ihr ruht euch noch etwas aus. Ich werde die Wache übernehmen. Morgen müssen wir alle fit sein. Dieser Vorschlag traf auf allgemeine Zustimmung. Während Jack sich daran machte, die nähere Umgebung abzulaufen, um sicher zu gehen, dass kein Wolf übrig geblieben war, legten sich Galder und Daik zu ihrer wohl verdienten Nachtruhe.
    ~#~#~
    Die Sonne kam gerade über die Klippen des Canyon als die beiden, nahezu zeitgleich aufwachten. Noch leicht verschlafen verließen sie die Reste des Orkzeltes und trafen auf Jack, welcher einen der Wölfe über einen kleinen Feuer brutzelte. Schon wieder Fleisch? Haben wir nichts anderes dabei? Ich hab ein paar Laib Brote eingepackt. Aber ich weiß nicht, wie lange wir für die Erkundung benötigen werden. Wir sollten lieber mit dem Haushalten, was wir haben. Galder sah sich um. Außer ein paar Blutspuren war nichts mehr von den Nächtlichen kampf zu sehen. Hast du die Wölfe weggeräumt? Jack nickte. Und warum, wenn ich fragen darf? Ich habe keine Lust mich mit allen möglchen Aasfressern des Canjon rumzuschlagen, wenn wir hier wieder raus kommen. Ich glaube euch geht's genau so oder? So hab ich das noch gar nicht gesehen. Reich mal eine Keule rüber. Ich hab Hunger wie ein Troll. Nach einer nachhaltige Stärkung ging es weiter. Sie betraten die anmutige Halle, welche den Eingang zu dem Herrenhaus der Gelerten darstellte. Am Ende führten zwei Wege in die je entgegengesetzte Richtung. In welche Richtung gehen wir jetzt? Ich bin für linksrum. Ok dann nach Links. Oder hast du Einwände Daik? Da ich selbst nicht weiß welche Richtung richtig ist, können wir es ja links versuchen. Und wenn wir auf eine Sackgasse stoßen, dann gehen wir wieder Zurück. Das Sonnenlicht, welches die halle durch den Eingang erhellte ließ bereits wenige Schritte im Gang deutlich nach und Jack zündete 2 Fackeln an, damit sie etwas erkennen konnten. Immer wieder strich er mit der Fackel an der Wand entlang. Sag mal. Du beherrschst doch einen Lichtzauber. Warum verwendest du dann eigendlich eine Fackel? Ich vermute er versucht damit Geheimgänge in den Wänden zu finden. Völlig richtig. Wenn es irgendwo einen Durchgang gibt, dann bringt der Luftzug die Flamme zum flackern. Dann wissen wir, das wir richtig sind. Achso ist das. Hey ich untersuche diesen Raum da. Galder kommst du mit? Ich möchte ungerne alleine gegen mögliche Gegner antreten müssen. Tut das. Ich untersuche derweilen diesen Gang hier. Jack schritt vorsichtig an der Wand entlang. Immer die Facken an verdächtigen Stellen entlang führend. Plötzlich bewegte sich die Flamme und nahezu Zeitgleich schrie Daik auf. Aaahhh!!!! Wie vom Blitz getroffen rannte Jack in den Raum wo Galder soeben die zu Boden gefallene Fackel wieder aufhob und den auf den Boden sitzenden Daik anleuchtete. Was bei Adanos ist denn passiert? Daik keuchte athemlos Da.. Da an der Wand ein.. Galder hielt die Fackel höher und man sah, was Daik so einen Schrecken eingejagt hatte. An die Wand gelehnt lag ein Mensch. Er war tot und die Haut war durch das trockene Klima vertrocknet und hing faltig an den Knochen. Puhh.. Es ist.. Ich hatte mich ganz schön erschreckt als er plötzlich im Fackelschein auftauchte. Wo..Wodurch ist er denn verstorben? Jack beugte sich zu dem Toten runter. Mann konnte gut alle Knochen erkennen. Er deutete auf eine Stelle am Brustkorb wo deutlich zu sehen war, dass einige Knochen nach innen abgebrochen waren. Sieht eindeutig nach einen harten, stumpfen Schlag auf die Brust aus. Womutlich hat es die Lunge erwischt. Es muss ein langsamer und qualvoller Tot gewesen sein. Was könnte so eine Verletzung hervorgerufen haben? Nun ich habe einen Verdacht.. Hey Leute ich hab erwas gefunden. Die beiden liefen zu Galder. Seht mal. Hier. In dieser Statue steckt eine Spitzhacke. Ganz wie ich es mir dachte. Der Tote hat einen der Steinwächter verärgert. Steinwächter? Ja. Diese Statuen stellen Wächter des Alten volkes von Jhakendar dar. Wenn jemand ein Heiligtum oder Herrenhaus schändet, dann greifen sie an. Das hättest du aber auch eher sagen können. Dann wäre ich sicher nicht mitgekommen. Wir sind doch nicht hier um etwas zu zerstören oder? Aber ob die Statuen das wissen? Reg dich ab. Ich habe eine Theorie, die eventuell funktionieren könnte. Jack kramte eine Münze aus seiner Tasche und lagte sie der Wächterstatue in die geöffnete Hand. Dann griff er sich die Stitzhacke und zog sie mit vielen kleinen Zügen aus der Statue heraus. Der Wächter schloss die Hand um die Münze und Daik sowie Galder zogen instinktiv ihre Waffen. Doch dann geschah nichts weiter. Die Statue hielt die Münze umschlossen, gedachte aber in keinster Weiße zum Angriff über zu gehen. Selbst dann nicht als Jack die Spitzhacke mit einen gewaltigen Ruck aus dem Hüter heraus zog. Verdamt einen Moment sah es aus als wollte sie tatsächlich angreifen. Woher wusstest du, das es funktionieren wird. Ich wusste es nciht. Ich hatte nur so einen Verdacht, das es klappen könnte. Und wie kamst du zu diesen Verdacht? Nun ich hatte bereit einige Reste solcher Statuen untersuchen können. Zum einen welche, die durch Kampf zerstört wuden, zum anderen aber auch solche, bei welchen ihre antreibende Magie vernichtet war. Mir fiel auf, dass bei letzteren oftmals Alte Münzen in den Trümmern zu finden waren. Bei jenen die im Kampf zerstört wurden allerdings nicht. Ich hatte also die Vermutung aufgestellt, dass es bei den Alten Volk üblich war, ein simbolisches Opfer zu bringen, welcher den Statuen in die, eigendlich ziemlich eindeutig geöffneten Hände gelegt wurde. Im Falle eines Angriffen scheinen sie per Magie diese Münzen zu einer zentralen Stelle, einer Art Schatzkammer zu transverieren. Deswegen waren auch nie Münzen in den durch Kampf zerstörten Wächtern zu finden. Das klingt alles ziemlich verwirrend. Aber ich bin froh, das deine Theorie funktioniert hat. Ich glaube nicht, dass mein Beil gegen so ein Steinwesen sonderlich effektiv gewesen wäre. Hast du eigendlich in der Zwischenzeit etwas gefunden Jack? Ich? Ach ja. Ich glaube ich habe eine Geheimtüre gefunden. Kommt mit, sicher brauche ich eure Hilfe, um sie zu öffnen. Sie gingen zu der Stelle zurück, an der Jack's Fackel geflackert hatte. Er zeigte sie seinen Freunden. Hier ist es. Womutlich gibt es irgendeinen geheimen Mechanismus um sie zu öffnen. Hört her. Ich werde jetzt versuchen, die Türe mit der Spitzhacke aufzuhebeln und ihr seht euch in der Nähe um ob ihr irgendetwas auffälliges beobachtet. Theoretisch müsste der Mechenismus reagieren, wenn ich die Türe versuche zu öffnen. Sie gingen ans Werk. Jack rammte die Stitzhacke in die Wand und stemmte sich mit seinen gesammten Gewicht dagegen. Ein kleiner Spalt öffnete sich, doch weiter reichten seine Kräfte nicht. Nach einigen Minuten rief Galder. Jack, Daik kommt schnell. Diese Statue hat sich soeben bewegt. Unverzüglich machten sich die Beiden auf. Doch als sie ankamen, war nicht die geringste Reaktion an der Statue zu erkennen. Sicher das die deine Augen keinen Streich gespielt haben? Ganz sicher. Ich habe gesehen, wie sich der Arm der Statue bewegt hat. Dann bleibt wohl nur eine Erklärung. Diese Statue muss den Mechanismus für die Türe in Gang bringen. Meinst du nicht auch Jack? Es scheint fast so. Jack stemmte sich mit aller Kraft auf den Arm der Statue, doch er bewegte sich kaum. Puh. Es scheint ein Hebel zu sein. Aber so kommen wir nicht weiter. Wartet hier. Wenn ich rufe versucht ihr Zwei mit aller Kraft den Arm zu bewegen. OK? Kein Problem. Und was machst du? Ich versuche die Türe aufzuhebeln. Mal sehen, ob es so funktioniert. Jack ging zu der, immer noch in der Wand steckenden Spitzhacke zurück. Jetzt! Er stemmte sich gegen die Hacke und die beiden Anderen drückten mit ihren ganzen Gewicht auf den Arm. Nach einigen Minuten gab es einen Hieb. Der Arm gab nach und mit einen lauten Knarren öffnete sich die Wand. Daik und Galder hatten alle Mühe, nicht übereinander hinweg zu stolpern. Jack kam angerannt. Es hat geklappt. Wir können weiter.

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  9. #9
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    Die Drei betraten den dunklen, staubigen Raum. Die Luft war stickig und verdeutlichte, dass sich hierher schon seit Jahren keine Menschenseele mehr verirrt hatte. Einige Stühle standen um eine in der Wand eingelassene Feuerstelle herum und mehrere steinerne Bücherständer waren zu sehen. Soll das.. ein Besucherzimmer sein? Sieht fast so aus. Seht, dort scheint es tiefer in die Ruinen zu gehen. Was wohl in den Büchern so steht. Jack ging zu einen der Ständer. Hmm.. Das schein die Schrift der Krieger zu sein. Jack kramte in seinen Rucksack nach den Übersetzungsbuch. Hier steht.. Moment.. Grüne Pelze sind gestürmt im Tal des Erz. Haben besetz, oder erobert, dass kann ich nicht genau sagen den Vorposten. Teleporter wurden deaktiviert. Großer Kämpfer Quarhodron ziehen aus Alten Feind zu besiegen. Scheinbar haben die Orks ein Tal besetzt. Könnte das das Minental gewesen sein? Möglich. Hier steht noch mehr. Quarhodron war siegreich. Kehrt mit mächtigen Schwert von Alten Feind zurück nach Heimat. Ziemlich holprig die Sprache. Das liegt an mir. Die Sprache der Krieger ist nicht wirklich einfach für mich. Ohne das Buch würde ich sie wahrscheinlich gar nicht übersetzen können. Aber warum steht der Text hier und nicht drausen bei den Anderen? Möglicherweise sind die Texte drausen eine Art "neue Information" für die Bevölkerung. Das was älter war, wurde dann wahrscheinlich tiefer in die Bibiothek gebracht. Ich hoffe ja, das du nicht jeden Text liest an den wir vorbei kommen. Sonst sind die anderen bereits auf den Rückweg, ehe wir hier wieder raus sind. Keine Angst. Gehen wir weiter. Mal sehen wohin.. Was ist? Fühlt ihr es nicht auch? Jetzt wo du es sagst. Also ich fühle nichts. Doch da ist etwas. Fast als wenn man uns beobachten würde. Ich glaube ihr bildet euch da was ein. Hier ist niemand. Oder vielleicht beobachten euch die Wächterstatuen Ha, ha, ha. Mit einen flauen Gefühl gingen Jack und Galder weiter, während Daik sich immer noch über die Einbildung seiner Gefährten amüsierte. Am Ende des vorher entdeckten Ganges führte eine Treppe, durch mehrere ausgeschmückte Bögen hindurch, tiefer in den Berg hinein. Pass auf das du nicht hinfällt Daik. Ist klar. Pass du lieber auf das dich nicht wieder etwas über den Haufen rennt. Wenn dem der Fall sein sollte, dann wird es dich auf diesen engen Gang sicher ebenfalls mitnehmen. Das sollte mir als Genugtuung reichen. Also mir wäre es lieber, wenn ihr beide auf den Füßen bleiben würdet. Am Ende der Treppe schein eine weitere Halle zu liegen. Sieht ziemlich weiträumig aus. Ich glaube nicht, dass mein Zauber da reichen wird.
    Jack's Vermutung erwies sich als richtig. Die Halle schien den halben Berg einzunehmen. Oder vielleicht kam es einen auch nur so vor. An den Wänden waren mehrere Blaue Kristalle eingefasst, welche das Licht von Jack's Zauber leicht reflektierten. Doch schon nach einigen Metern verlief sich der weitere Raum im Dunkeln. Ach du Schande. Wenn wir hier weiter Vorstoßen finden wir nie den Weg zurück. Wie haben es blos die Alten Gelehrten gemacht, den ganzen Raum zu erhellen. Keine Ahnung. Wahrscheinlich haben sie Magie genutzt. Dann wirk doch auch einen Zauber Jack. Dann wissen wir's. Und wohin? Ich habe keine Ahnung, wie das hier funktionieren soll. Dann lass uns am besten weiter gehen. Hier rum zu stehen bringt uns auch nicht weiter. Und wenn dein Mana alle ist, mochte ich gerne wieder drausen sein. Sie drangen tiefer in die Dunkelheit vor. das Licht erhellte immer neue Objekte während alte in der Dunkelheit versanken. Plötzlich vernahmen sie hinter sich ein Rumpeln und Fluchen zu hören. Autsch verdammt nochmal. Sofort waren sie zur Stelle um den Mann, der allen Anschein nach die Dunkle Treppe hinab gestürzt war in Augenschein zu nehmen. Sinthoras was machst du denn hier? Folgst du uns etwa? Ähm.. Das wüsste ich jetzt aber auch ganz gerne. Ist.. autsch.. ja schon gut. Ich argh.. erzähls euch euch ja. Also einige von den Jungs meinten, es könnte recht viel Eindruck bei den Gilden machen, wenn man so eine Ruine erforscht und ein paar Trophäen mit zurück bringt. Und als ich dann gehört habe, dass ihr aufgebrochen seit, da dachte ich mir, vielleicht kann ich da was abstauben ohne mich selbst all zu sehr in Gefahr zu bringen. Ich meine, ich bin schließlich kein Kämpfer oder so.

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  10. #10
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    "Etwas abstauben?" wiederholte Galder spöttisch und blickte auf Sinthoras herab, der sich noch immer den Staub aus den Kleidern klopfte und ächzend aufstand Das hier ist eine wichtige Mission von der wir uns tief greifende Erkenntnisse über die Geschichte dieser Insel und das Schicksal ihrer Bewohner erhoffen. Das stimmt. pflichtete Daik eifrig und mit ernster Mine bei Es geht hier um etwas wirklich Bedeutendes, nicht um schnödes Gold. Wenn du nur zum plündern hier bist, dann... Lasst den Jungen in Ruhe, ihr beiden seid doch auch nur hier, weil es euch im Lager langweilig wurde und eure Gier auf ein paar Goldstücke größer ist als eure Angst vor den Wächtern der vergangenen Kultur. Ach, lass uns doch! brach Daik in schallendes, von den hohen Wänden widerhallendes Gelächter aus während Sinthoras abfällig schnaubte. Wenn ihr Komiker damit fertig seid können wir vielleicht aufbrechen. Dieser Zauber hält ja anscheinend nicht mehr so lange und auf die Fackeln will ich mich nicht verlassen. Hmh, ich hätte da gleich eine Idee... leider habe ich vergessen, mein Brecheisen (Du hast ein Brecheisen? Wozu?!) mitzunehmen, aber dein Schwert da ist genau so gut. Und es ist ohnehin hinüber, wenn's abbricht ist es also nicht schade darum. Du meinst diese Kristalle in der Halle da hinten? vermutete Sinthoras Ich habe auch schon daran gedacht, einen herauszubrechen, kam aber nicht dran. Ihr wollt wirklich die Verzierungen der Wände mitnehmen? Das ist so, als stehle man eine silberne Türklinke... Ich finde die Idee gut. Bis jetzt haben wir außer ein paar Büchern und etwas Plunder nichts gefunden, das den Ausflug wert gewesen wäre und diese Kristalle bringen im Piratenlager sicher einen netten Batzen. Ihr habt doch gerade selbst noch gesagt, dass wir uns beeilen sollten bevor das Licht erlischt... ...umso wichtiger, dass wir die verbleibende Zeit nicht verschwenden. Warum sollten wir diese Kristalle hier lassen? Stimmen wir ab.

    Wenige Minuten später fanden sie den Ausgang der großen Halle und begutachteten die dunkelblauen Kristalle, die groß wie zwei Fäuste in drei Metern Höhe zu beiden Seiten in Geflechten aus schweren bronzenen Metallstäben hingen. Daik und Jack als die Kräftigsten der kleinen Gruppe stellten sich nebeneinander an die Wand aus glatt behauenem Stein und ließen Sinthoras auf ihre Schultern steigen. Kannst du deinen Lichtball vielleicht irgendwo anders hin fliegen lassen? Beschwerte der sich, als er sich voll aufgerichtet hatte und feststellte, dass die gleißende Kugel direkt vor seinem Hals schwebte und sich auch noch im facettenreichem Kristall spiegelte. Nein, das geht leider nicht. Ich kann die Kugel nur über meinem Kopf schweben lassen. Wieso das? Ich weiß genau, dass Arelis das Licht steuern kann, wie er will... Aber ich bin nun einmal kein Erzmagus des Wassers und beherrsche den zauber erst seit heute morgen. Und jetzt jammer nicht sondern fang endlich an, du bist schwerer als du aussiehst.
    Mit leicht zusammengekniffenen Augen und die Zunge im Mundwinkel zerrte Sinthoras probehalber an der kunstvoll um den Kristall gewundenen Bronzestangen und hängte sich dann kurz mit seinem gesamtem Gewicht daran. Das Metall federte minimal, machte aber keine Anstalten, sich aus der Verankerung zu lösen, sodass er keine andere Wahl hatte als das zwei Fuß über dem Heft abgebrochene Schwert zu ziehen und in einen der Zwischenräume zu stoßen. Er verkantete die Klinge und bemühte sich mit aller Kraft, das Metall aufzuhebeln um den Kristall freizulegen. Ein hässliches Scharren ertönte und Sinthoras hatte Glück, sich nicht den halben Unterarm aufgeschnitten zu haben, als das Schwert plötzlich mit einem Ruck abrutschte. Das wird so nichts. kommentierte Galder wenig hilfreich von unten versuchs mal da auf der linken Seite, in der Mitte von diesem Schnörkel. Mit einer enormen Kraftanstrengung bog Sinthoras das weiche Metall ein Stück auseinander und stieß das Schwert in die Lücke. Erst schien auch dieser Hebel nichts zu nutzen, doch als sich der junge Mann zusätzlich noch mit einem Bein an der Wand abstieß brach plötzlich eine Strebe. Mit einem jähen Aufschrei stürzte Sinthoras nach hinten auf Galder, der unter ihm zu Boden ging. Gleichzeitig hatte sich auch der Kristall gelöst und glitt durch Jacks geistesgegenwärtig ausgestreckte Hände und knallte mit voller Wucht auf den Boden, wo er in dutzende Splitter zerbrach, die in alle Richtungen davon spritzten und kullernd in den Schatten verschwanden.

    Das war wohl nichts. ächzte Galder Das Ding ist komplett hin. Hätte nicht gedacht, dass diese Kristalle so zerbrechlich sind. Der Kristall war hohl. gab Jack, einen der größeren Splitter untersuchend, bekannt. Kein Wunder also, dass er sofort zerbrach. Ein hohler Kristall? Wozu das? Vielleicht haben die Alten sie als Lampen benutzt, wer weiß... mit den paar Splittern können wir jedenfalls nichts anfangen und ohne einen neuen Plan werden wir die Anderen auch nicht unbeschädigt aus der Fassung brechen können. Hat Jemand eine Idee?
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  11. #11
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    Also ich schlage vor, dass.. plötlich standen sie im Dunkeln. Ja genau das wollte ich sagen. Also ich schlage vor, dass wir unser Nachtlager aufschlagen. Meine Magie ist nämlcih am Ende. Das gefällt mir gar nicht. Bist du sicher das du nicht mehr genug Magie übrig hast, um uns hier heraus zu führen? Jack konzentrierte sich um einen neuen Zauber zu sprechen. Doch das Ergebniss war nicht größer als die Flamme einer Kerze und wurde sofort von dem Kristallsplitter in seiner Hand verschlungen, welcher jetzt selbst leicht zu glimmen anfing. Das war wohl nichts. sagte Galder, der gerade eine der beiden Fackeln anzündete. Aber die Dinger scheinen echt eine Art Lampe zu sein. Anscheinent absobieren sie auf sie gewirkte Lichtzauber. Schade das uns das jetzt nicht weiter helfen wird, solange unser Hilfsmagier sich nicht erhohlt hat. Wir sollten das Lager schnell aufbauen. Diese Fackel gibt auch bald den Geist auf. Und die andere sieht auch nicht besser aus. Uns bleibt also keine andere Wahl, als die Nacht hier zu verbringen. Fall es überhaupt Nacht ist. Du kannst ja gerne nachschauen und uns Bescheid geben. Äh.. schon gut. Hat einer von euch vielleicht ein Schlaflager für mich? Jack rollte mit den Augen und kramte ein zerlumptes Schattenläuferfell aus seinen Rucksack und reichte es ihm. Was für ein Abenteurer bist du eigendlich, dass du noch nicht mal ein eigenes Fell dabei hast? Von hier übernachten hatte im Lager nie einer was gesagt. Das kann ja echt noch heiter werden.

    ~Am nächsten Morgen~

    Galder wachte mit einen gequälten Blick auf. Die Nacht auf dem harten Steinboden hatte seiner Verletzung nur bedingt gut getan und er brauchte eine Weile bis er sich neu orientiert hatte. Den schnarchen nach zu urteilen, waren noch mindestens zwei seiner Reisegenossen im Reich der Träume. Er wurde auf ein leicht flackerndes Licht in einen der Nebenzimmern aufmerksam. Leise schlich er in Richtung dessen, was man als eine Art Tür ausmachen konnte. Als er näher kam vernahm er seltsame Geräuche. Langsam blickte er duch die Tür und wurde von einem Licht geblendet. Wenige Sekunden später hatte sich seine Augen daran gewöhnt und er sag die Situartion klar. Jack stand an einem antiken Herd und brachte gerade Wasser zum kochen. Morgen. Du kannst einen aber auch einen regen Schrecken einjagen. Was machst du da? Ach auch schon wach? Ich koch gerade Tee. Das hier scheint die Küche gewesen zu sein. Setz dich doch ruhig schon mal hin. Hier ist alles vorhanden. Im schwachen Lichtschein zeichnete sich die Siluette eines Tisches mit einer Bank davor ab. Gab es irgendwelche Vorräte? Nach 1.000 Jahren? Du bist gut. Außer ein bisschen knochenharten Honig ist nichts mehr vorhanden. Der Raum hat einen Zugang zu einen Brunnen. Die Luft hier ist etwas feuchter als im Rest der Bibiothek. Das überlebt kein Lebensmittel. Wenigstens hast du den Honig den du wolltest. Auch negativ. Der ist so hart, damit kannst du einen Piraten niederschlagen. Wenn du keinen Weg kennst, ihn wieder flüssig zu bekommen ist er leider unbrauchbar. Höhstens noch für "Trockenbrot mit Honig". Da wir gerade bei Essen sind? Was gibt es denn? Gähn.. Hab ich etwas von Essen gehört? Daik stand in der Tür. Bei den Kracht den ihr macht kann doch keiner schlafen. Morgen. Tee? Also ein Bier währe mir jetzt lieber. Also damit kann ich gerade nicht dienen. Dann habe ich wohl keine Wahl oder? Scheinbar nicht. Aber was gibt es denn nun zu Essen? Eine dicke Suppe. Bestehend aus Brot und Fleischresten. Galder und Daik verzogen gleichzeitig das Gesicht. Und etwas Gemüse. Höhr auf. Mir wird schon schlecht. Probier erstmal bevor du meckerst. Sei froh, das es überhaupt was Warmes gibt. Und nicht nur altes Brot und Rüben. Klingt überzeugend. Wo ist eigendlich unser Hobbyabenteurer? Gerade eben habt ihr noch um die Wette geratzzt. Seltsam. Als ich aufstand war er nicht da. Er wird doch nicht schon wieder im Dunkeln herumgeistern. Soll er doch. Er wirds schon merken, wenn er nicht weiter kommt. Plötzlich vernahmen sie ein Rufen. Hey Leute wo seit ihr? Sag ich's doch. Dann schauen wir mal was er hat. Sie liefen in Richtung der immer lauter werdenden Rufe in die Mitte des großen Raumes. Da seit ihr ja. Seht mal, was ich entdeckt habe. Dieser Riesenkristall steht hier auf dem Boden. Den bekommen wir sicher raus, ohne ihn zu zerbrechen. Alle sahen sich den etwa brusthohen, blauen Kristall hinter seinen bläulich schimmernden Käfig an. Jack kniete sich hin und sah sie eine der Stangen an. Also ich möchte ja nicht Pesimistisch erscheinen, aber wie es aussieht besteht der Käfig aus magischen Erz. Selbst wenn wir alle unseren Waffen daran verbiegen, dürfte das kaum mehr als einen Kratzer bringen. Mist verdammt. Dieser Rieseneumel dürfte bei den Piraten fast das komplette Lager wert sein. Aber vielleicht absorbiert er ja auch Magie. Jack wärst du so frei? Jack legte die Hände auf den Kristall und begann den Zauber zu sprechen als sich ein blauer Energieblitz zwischen ihm und den Kristall bildete. Es gab einen kurzen Lichblitz und der gesammte Raum wurde von einen aufs andere Mal beleuchtet. Das war wohl der Auslöser für die kleinen Kristalle. Gut gemacht. Alle sahen zu Jack, welcher leicht blass von einen Bein auf's Andere taumelte. Das siehgt jetzt aber gar nicht gut aus. Alles in Ordnung? Jack hielt sich den Kopf. Ich glaube schon. Der Kristall hat mir alle Magie auf einmal entzogen. Scheinbar ist er für erfahrenere Magier gedacht. Warte mal ich helf die in die Küche. Da kannst du dich erstmal hinsetzen.

    ~etwa 15 Minuten später~

    Geht es dir besser? Jack trank Schluck für Schluck aus einer Tasse Tee. Ja es geht schon. Wir können gleich weiter gehen. Dein Tee scheint ja Wunder zu wirken. Woher bekommst du den? Normalerweiße beziehe ich ihn aus dem südlichen Archipel. Aber der Transport dauert meißt lange. Da helfe ich öfftern mit einer Mischung aus Blauflieder und Feuernesseln aus. Meines Wissens beides Lieferanten für geringe Magiemengen. Kein Wunder, dass er hilft. Von mir aus können wir los. Habt ihr fertig gegessen? Und war es so schlimm? Ging schon. Sinthoras hat das meißte davon gegessen. Ihm scheint es zu schmecken. Was ist mit mir? Das Essen. Ja das schmeckt gut. Zumindest besser als das, was ich sonst meißtens habe. Also ich bin fertig. Wenn es nach mir geht können wir weiter machen. Wer weiß wie lange die Kristalle halten. Und ich bezweifel stark, das Jack sie nochmal für uns an macht. Womit du Recht hast.

    ~Etwas später tiefer in der Bibiothek~

    Sicher, dass wir hier richtig sind? Zumindestens gibt es hier viele solcher Bücherständer. Ich hoffe du willst die nicht alle lesen. Keine Angst. Ich werde ein paar Pausen von nehmen. Hat mal einer eine Fackel? Es ist hell genug. Aber von mir aus hier. Danke aber ich brauche kein Licht. Pass auf. Jack legte ein Pergament auf eine Steintafel. Dann strich er mit der Fackel darüber, so das sich die Symboledarauf abzeichneten. So kann ich sie später im Lager lesen und wir schleppen uns nicht dämlich. Appropo dämlich. Hier gibt es ja gar nichts, womit ich mich beweißen kann. Ich werde dastehen wie der letzte Depp. Alleine in eine Ruine gehen ist da auch kein guter Anfang. Mag sein. Aber zumindest hat er überlebt. Außer den Treppensturz ist er auch noch keiner Gefahr begegnet. Redet ihr über mich? Nein, nein. Wir haben nur diskutiert was wir jetzt machen. Immer mit der Ruhe. Nehmt euch doch ein paar der kleineren Tafeln mit. So weit ich weiß interessieren sich die Wassermagier dafür. Galder versuchte eine Tafel zu heben. Meinst du diehier? Die Dinger sind sauschwer. Nun stell dich mal nicht so an. Ich kenn da einen Mann, der hat die Dinger Dutzentweiße mit sich rum geschleppt. Zusammen mit unzähligen Waffen, mehreren Rüstungen, Literweiße Tränken und allen, was er sonst noch so weggelesen hat. Der Kerl muss ein Riese gewesen sein, das er all die Säcke schleppen konnte. Nicht wirklich. Vielleicht lernt ihr ihn auch mal kennen. So weit ich weiß, ist er gerade auf den Weg zum Festland. So ich bin hier fertig. Wollen wir uns weiter umsehen oder habt ihr genug?


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  12. #12
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  13. #13
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    Conan bitte nochmal überfliegen

    Verblei'n wir die Luft ein wenig. Mal sehen, wer umfällt!
    Elco, Sudeki
    mein LP-Stand
    RPG-Farbe: Navy

  14. #14
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