Bayonetta


Name: Bayonetta
System: Playstation 3 /xBox 360
Publisher: SEGA
Release: 2009


Story

Die Geschichte von Bayonetta ist endlich mal etwas frisches in der Engelsmetzler-Branche. Seit Urzeiten existieren, von der Welt unerkannt, 2 Clans nebeneinander: die Lumen-Weisen(Lumen = lat. Licht) und die Umbra-Hexen(Umbra = lat. Schatten). Doch dann geschah etwas, was nie hätte geschehen dürfen: eine Umbra Hexe vereinigte sich mit einem Lumen-Weisen. Laut Gesetz wurden beide eingekerkert und das Kind ausgestossen, sodass es niemals die dunklen Künste erlernen würde.
500 Jahre später ist eben dieses Kind die letzte Überlebende der Umbra, die durch die Hexenjagt vernichtet wurden. Bayonetta. Mit einem unbekannten Ziel vor Augen sucht sie natürlich nach ihrer Vergangenheit und macht die skurilsten Entdeckungen...


Gameplay

Die Steuerung: ...ist ziemlich einfach. Gerade, wenn es um perfektes Timing geht, ist man mit Bayonetta gut bedient. Sie lässt sich schnell und einfach handhaben und hat dadurch ein relativ flüssiges Gameplay. Es ist auch nicht allzu schwer sich in die Steuerung einzufinden. Dazu dient ein ausführliches Tutorial am Anfang, welches man jederzeit wiederholen kann. Selbst, wenn man das Spiel für längere Zeit zur Seite legt, fällt einem der Wiedereinstieg nicht sonderlich schwer, da es im Grund nur 4 Bedienarten gibt: Bewegen, Springen, Angreifen, Ausweichen. Diese 4 Dinge lassen sich beliebig oft in verschiedenster Weise kombinieren, was die Kämpfe um Längen interessanter macht.
Der Kampf: ...ist in Bayonetta wohl am häufigsten zu erledigen. Es geht darum irgendwelche Engel mit extravaganten Namen zu verkloppen, die ihre "Schöpferin" wiederauferstehen lassen wollen. Das actionorientierte Kampfsystem und die ganzen Kombomöglichkeiten können auf dem Bildschirm zwar oft etwas Chaos verursachen, doch den Überblick verliert man nie. Meist ist man sowieso alleine und macht einfach alles andere nieder. Interessant wird der Kampf durch unterschiedliche Tastenkombinationen, die hin und wieder am unteren Bildschirmrand eingeblendet werden. Damit kann man auf verschiedenste Art und Weise die bösen Engel foltern, bestrafen oder die Waffen der bereits gefallenen aufnehmen und mit ihnen kämpfen. So werden auch gigantische Gegnerhorden in Sekundenschnelle erledigt.
Ein weiterer Punkt sind ihre Haare. Bayonetta kann damit nicht nur gut aussehen, sondern sie auch als Waffe verwenden. Durch richtiges Tastendrücken verschwindet mal kurz ihre Kleidung(die ebenfalls aus ihren Haaren besteht) und ein riesiger, haariger Stiefel saust auf die Feinde nieder. Natürlich alles ordnungsgemäß zensiert. Bei den Bossgegnern ist es dann aber schon etwas mehr, der sogenannte "Klimax". Da erscheint dann mal kurz aus der Hölle ein gigantischer Drache und zerfetzt den Boss in tausend Teile, zieht ihn mit in die Hölle und wir sehen ihn nie wieder. Durch schnelles Tastendrücken während des Klimax kann man auch noch schön viele Punkte absahnen, die einen in der Bewertung am Ende eines Kapitels sehr zugute kommen.
Im Kampf kann man aber nicht nur kämpfen. Treibt euch der Engel mal wieder zur Weisglut könnt ihr ihn im Bayonetta-Stil verspotten. Oder ihr weicht dem Angriff des Gegners einfach in letzter Sekunde aus und aktiviert somit die "Hexenzeit". Die Hexenzeit ist ein Status, der leider nur ein paar Sekunden anhält. Alles um Bayonetta herum wird in Zeitlupe versetzt, während sie sich normal bewegen kann. Die armen Engel.
Das Menü: ...besteht aus 3 Menüpunkten.
Waffen - Hier kann man seine bisher ergatterten Waffen auf 2 Waffensets verteilen. Diese können dann nach Belieben oft zu jeder Zeit ausgetauscht werden. Ein Waffenset besteht aus 2 Waffenarten: Handwaffen und Fußwaffen. Ausserdem kann man im Waffenmenü noch Zubehör ausrüsten, welches bestimmte Effekte/Zustände hervorruft.
Objekte - Hier können Items ausgerüstet werden, sodass sie einfach und jederzeit mit einem einzigen Knopfdruck eingesetzt werden können. Will man sich also heilen, reicht eine Richtungstaste und Bayonetta lutscht an ihrem Heillutscher. Damit man sich diese aber nicht immer kaufen muss, kann man im Objekte-Menü auch Items herstellen. Die nötigen Zutaten findet man in Krügen, Parkbänken oder anderen Gegenständen, die man kaputtmachen kann. Einfach die erforderliche Anzahl an z.B. gebackenen Geckos in den Hexenkessel werfen und anfangen zu brauen. Schon spart man sich das "Geld" für wichtigere Dinge.
Akten - Hier werden alle Aufzeichnungen aufbewahrt, die Bayonetta unterwegs findet. Anleitungen, Gegnerinformationen und geschichtliches zu Bayonetta's Welt.
Rätsel: Leider ein nicht sehr ausgeprägter Bonus im Spiel. Es gibt ein 'Haupträtsel', das sich einfach immer wiederholt. Ansonsten muss man einfach nur den Weg finden. Eine echte Erleichterung sind da die Kapitel, die schon vollkommen anders aufgebaut sind. Mal muss man sich vor einem glühenden Lavastrom retten, mal mit Vollgas auf einem Motorrad über den Highway rasen, ein anderes Mal auf einem Helikopter surfen und Engel abknallen. Etwas zum Denken gibt es also weniger, aber die Abwechslung fehlt deswegen nicht.


Features

In Bayonetta gibt es eine Menge Kleinigkeiten, die zu einer einzigartigen Atmosphäre beitragen. So bezahlt man Rodin, den Händler aus der Hölle, beispielsweise nicht mit Geld, sondern mit gesammelten Heiligenscheinen. Diese verstecken sich in zerstörbaren Gegenständen oder werden von Engeln hinterlassen. In Rodin's Laden kann man auch nicht nur Waffen und Items kaufen, sondern auch neue Techniken(die man auch ausprobieren kann, bevor man sie kauft), neue Outfits für Bayonetta und jede Menge Zubehör. Auf dem Weg durch die Engelsschlachten findet ihr auch Bruchstücke von Schallplatten, die euch Rodin zu neuen Waffen macht. Apropos finden: Manchmal sind auch Patronen in den Kisten versteckt, die die Anzahl der Schüsse im Minispiel am Ende des Kapitels erhöhen. Das Spiel ist relativ einfach: so viele Engel wie möglich mit den zur Verfügung stehenden Schüssen abknallen, um die Punkte dann gegen Items oder Heiligenscheine auszutauschen. Um alles an Schätzen zu erwischen(oder einfach, um Heiligenscheine zu kassieren), kann man die Kapitel jederzeit wiederholen.
Verschiedene Schwierigkeitsgrade laden zum mehrfachen Spielen ein, ebenso wie die Bewertungen am Ende der Kapitel. Platin sieht eben doch besser aus als Gold oder Silber. Bronze und Stein sollte man vermeiden, wenn man den Bonus haben möchte. Also sollte man schnell, mit möglichst wenig Schaden und möglichst vielen Kombos durch das Level gelangen.


Grafik/Sound

Die Grafik ist neue-Konsole-typisch: ausgezeichnet. Bayonetta arbeitet mit sehr viel Liebe zum Detail und möglichst viel Realismus. Aber auch magische Effekte kommen gut zur Geltung. Gewünschtes Flare wird sehr oft gut getroffen.
Der Soundtrack ist extravagant. Am Pop-Stil orientiert klingt er sehr weiblich und lädt zum Austoben ein. Er sagt uns, dass wir das ganze Geschehen nicht so ernst nehmen sollten, aussen Hui reicht vollkommen.


Persönliches Fazit

Schönes Spiel für Zwischendurch. Die Story lädt zwar zum länger spielen ein, doch dafür ist das Spiel mit 18 Kapiteln(inkl. Prolog und Epilog) einfach zu kurz. Dennoch ein tolles Spiel mit guter Abwechslung und zum immer wieder spielen.


Screenshots

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