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Thema: Alkohol und Gold

  1. #1
    Irgendwo über dir Benutzerbild von Blacktooth
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    Alkohol und Gold

    Teilnehmer:
    -Blacktooth mit Neoras Skaihas
    -Shintaro mit Galder Rybnik
    -HnMann/Nightprowler mit Daik
    -M.C.Gitzi mit Sinthoras

    Wenn wer mitmachen will, der soll mich anschreiben . Kämpferische Künste brauch man in dieser Quest ganz und gar nicht, deshalb können auch alle mitmachen die wollen.


    Stark strahlte die Sonne über den neuen Lagerplatz der Amanrathler. Um dieser hitzigen Temperatur etwas zu entkommen suchte sich Neoras ein schönes schattiges Plätzchen in den Ruinen. Er setzte sich auf dem weichen Kissen, dass er mitgenommen hatte, hin und genießte für ein paar Minuten die Ruhe.
    Doch dauerte es nicht lange bis ihn jemand bei seinem Mittagsschläfchen störte.
    ''Hey!'' schrie ihn schon fast jemand an.
    Stöhnend öffnete Neoras schwer die Augen. Schwammig sah er in Sonnenlicht jemanden in Offizierskleidung stehen.
    ''HEY!'' rufte dieser noch lauter.
    ''Was ist?'' fragte Neoras schon fast verärgert.
    ''Der Boss sagt du bist degradiert!''
    Während Neoras sagte, den Schnapp ich mir!, ballte er seine Fäuste, stand auf und ging an dem Offizier vorbei.
    Kurzerhand suchte Neoras seinen Oberbefehlshaber auf, der sich mit ein paar Gardisten vor der dem Eingang der Katakomben unterhielt. Mit schnellen Schritten ging er auf sie zu.
    ''Will man mich hier vera...''
    ''Da ist er ja.'' unterbrach ihn sein Vorgesetzter.
    ''Hier sind zwei Briefe. Gib jeweils einen davon, den Anführer der Piraten und den Anführer der Banditen.''
    ''Piraten? Diebe?''
    ''Du hast mich schon verstanden. Und jetzt spurt los. Ich habe keine Zeit für deine kleinen Angelegenheiten. Achja die Teleporter sind tabu!''
    So schnell wie er das gesagt hatte, drehte sich dieser dann auch wieder um und unterhielt sich weiter mit dem Gardisten.
    Wütend und verärgert über diesen Laufburschenjob machte er sich dennoch darauf fertig. Mit etwas Proviant und dem Gewissen, dass er den Laufburschenjob mit völliger Absicht wieder aufgedrückt bekommen hat ging er mit langsamen Schritten nach Osten, zum Piratenlager.

    So eine kleine Einführung. Wer mitmachen will kann auch gleich weiterschreiben. Aber bitte so, dass sich noch ein weiterer anschließen kann, der mitquesten will.
    Achja:
    Neoras wurde zum Kadetten wieder degradiert. (bleibt aber Stufe 2)
    Geändert von Shintaro (24.3.10 um 23:44 Uhr) Grund: hn hat seinen nick geändert → in der obigen Liste eingetragen
    Awesometastisch!

  2. #2
    Verehrt und Angespien Benutzerbild von Shintaro
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    Die Zunge zwischen die Zähne geklemmt balancierte Harvall über den schmalen Steinsims. Jetzt bloß nicht abrutschen! schoss es ihm durch den Kopf, doch ohne etwas dagegen tun zu können schoss sein Blick unwillkürlich abwärts. Dort, keine drei Schritt unter ihm, betrachtete eine Hand voll Amaranthler skeptisch, wie er an der Front des verfallenen Tempels herumkrebste. Halb stehend und halb hängend hatte er es geschafft, auf halber Höhe der Ruine mehr oder weniger sicheren Stand zu finden. Eine etwa einen Fuß schmale mit Moosen bewachsene Steinreihe zog sich hier einmal um das Gebäude herum; einst wohl zur Zierde errichtet diente sie ihm nun als Weg durch die luftige Höhe. Harvall spürte, wie seine Handflächen schmierig wurden, er musste weiter.
    Gaaaanz ruhi....Mist! er hatte versucht, sich langsam über den Sims zu schieben, doch unter seinem Fuß hatten sich einige der kleineren alten Steinbrocken gelöst und waren zu Boden gefallen - schon wieder. "Ja, genau! bring dich ruhig in Sicherhheit, Kelvin - mein nächstes Bier geht auf dich!" schrie er, als einer seiner Beobachter übervorsichtig den Kopf einzog und mehrere Meter zurück wich, obwohl das Geröll nicht einmal in seiner Nähe landete.
    "Weißt du, Harvall, ich glaube nicht, dass das wirklich die beste Möglichkeit ist, dort oben einen Haken anzubringen. Wir werden einen der Magier um Hilfe bitten, dann musst du dir nicht den Hals brechen." Der Haken. Natürlich. Nur deswegen war er hier. Nachdem er all die Kämpfe überstanden, einen orkischen Bolzen ins Bein und einen gebrochenen Arm beim Sturm aus der Festung im Mienental überlebt und sogar einen Warg getötet hatte (obwohl er innerlich zugab, dass dies eher Glück gewesen war und nicht zuletzt mit dem Speer zusammenhing, der bereits aus der Flanke des Tiers geragt hatte) riskierte er hier sein Leben für einen Haken in einer Wand. Wir brauchen diesen Haken ohne ihn können wir weder das Seil für die Plane noch den Flaschenzug aufhängen. sagte er sich Und wir werden ihnen zeigen, dass es ohne Magie geht. Der letzte Teil war wichtig für ihn. Zwar sah er ein, dass die Magie einen wichtigen Beitrag im Kampf um ihr Überleben geleistet hatte -auf sie zu verzichten wäre närrisch!- doch gab er ihr auch die Schuld daran, dass sie alle ihre Heimat hatten verlassen müssen, dass so viele gestorben waren.
    Langsam tastend suchte Harvall erneut Halt und schob sich Zoll um Zoll weiter nach Links, zur Mitte des Gemäuers hin. Dort gab es die solide aussehenden Reste einer Statue, auf die er sich setzen wollte um den schweren Eisenhaken tief in die Wand darüber zu treiben. Noch ein kleines bisschen, nur noch ein Stückchen... ja! Endlich erreichten seine wunden Finger die raue Oberfläche des Steins. Die Statue war von der Sonne aufgeheizt aber doch von Wind und Wetter bis zur Unförmigkeit abgetragen worden, stellte aber offensichtlich irgendein Tier mit langen Klauen dar. Jetzt hast du Mistvieh nur noch eine Klaue... was bist du eigentlich? Ein Insekt? Was die Leute sich damals alles an die Häuser gehängt haben... Mit einem schnellen Ruck zog Harvall seinen sehnigen Körper nach, schlag den Arm um den Hals der Statue und schon gleichzeitig einen Fuß zwischen ihre Beine. So gegen einen Absturz gesichert löste er das grobe Seil, das er um die Hüfte trug, und legte die Schlaufe an ihrem Ende um den Hals der Statue. Kurz überzeugte er sich von der Festigkeit des Knotens, dann schnallte er seinen Gürtel in die Schlinge und atmete tief durch. Geschafft. Nun langte er in die Umhängetasche, die er über der rechten Schulter trug und zog den Haken hervor. Bester Stahl, eine Elle lang, rasiermesserscharf und mit wetterfestem Öl poliert - wenn auch jetzt Staubbedeckt und matt. Brummend und die Anfeuerungsrufe der Menge unter ihm missachtend prüfte er die Spitze ein letztes Mal mit dem Daumen und legte sie dann sorgsam an der Stelle an, die ihm als die Beste erschien. Einen Fingerbreit konnte er das harte Metall durch die verwitterte Oberfläche des Steins schieben, dann stieß er auf den noch immer harten Kern der Mauer. Noch einmal testete er seine Stanfestigkeit und den Knoten, dann hob er den schweren Hammer über die Schulter. Eins.... Zwei... Bamm!Mit einem lautem metallischem Klingen stieß der Hammer auf den Haken. Steinsplitter flogen durch die Luft und Staub bedeckte Harvalls Gesicht. Ich sollte wohl meine Augen vor diesen Splittern schützen. Ging ihm ein Licht auf. Das Gesicht abgewendet schlug er erneut zu und noch einmal, erneut und noch einmal. Schließlich gab er Stein ein lautes Knirschen von sich und der Haken fuhr tief hinein. ""Das sollte halten!" rief er triumphierend über die Schulter. Schnell verstaute er den Hammer wieder in der Tasche, dann ergriff er die Metallstange mit beiden Händen und riss daran, erst zögerlich, dann so fest er konnte. Plötzlich ruckte der Stein zurück, irgendetwas verschob sich... Verdammt! Dann gab nicht der Haken in der Wand sondern die Statue in ihrer Verankerung nach und stürzte krachend zu Boden. Glücklicherweise hatte Harvall genug Geistesgegenwart besessen um den Haken nicht loszulassen und hing jetzt mit dem Gesicht zur Wand, fast vier Meter über den Boden. Weniger glücklich war, dass er seinen Gürtel an dem Steinklumpen befestigt hatte und dieser nun mitsamt seinen Beinkleidern im Gestrüpp unter ihm lag.
    Schon erscholl haltloses Gelächter unter ihm, dass gewiss weitere Beobachter anlocken würde... laut schrie er seinen Zorn hinaus: "Wo ist dieser Idiot, dessen Idee das war? Wenn ich den erwische!"

    Noch immer prustend rannte Galder um die nächste Häuserecke - es währe wohl nicht sehr vorteilhaft, jetzt auf Harvall oder einen seiner Freunde zu treffen. Aber das war es durchaus wert! Erst einmal weg hier, dann sehen wir weiter... wohin könnte ich denn...? ''Piraten? Diebe?'' Dieser Ausruf ließ ihn abrupt wieder zu sich kommen. Piraten - hier im Lager? Ein Überfall? Grimmig zog er ein Wurfmesser aus dem Gürtel. Wenn ich ihnen das um die Ohren werfe, dann rennen sie vielleicht einfach weg... überlegte er sich, schlich aber, nun vorsichtig geworden, in Richtung des Tumults. Zwei weitere Stimmen sagten etwas, das er nicht verstehen konnte, dann hörte er schwere Schritte, die sich schnell entfernten. Sie müssen direkt hinter der Häuserecke sein.

    Das Messer auf Schulterhöhe und bereit, sofort zu werfen oder das Weite zu suchen, trat er auf die Nebenstraße. Vor ihm gab es weder Banditen noch Piraten oder einen Überfall - vielmehr stand ein offenbar gerade erst aufgewachter Gardist neben einem schattigem kleinem Lager. "...was?" fragte er vollkommen verwirrt um dann weiter zu stammeln "Ich hörte einen Ruf... hier sind Banditen aufgetaucht?" "Schlimmer." lachte der Angesprochene "Gardisten. Das Pack hat mich gerade degradiert. Du kannst das Messer also wegstecken... obwohl die Vorstellung von einem Wurfmesser im Rücken dieses fetten verlausten Hurensohns etwas für sich hat." gegen seinen eigenen Willen musste Galder grinsen und schob das Messer zurück in die unauffällige Scheide aus braunem Stoff "Was war also mit den Banditen, wenn sie nicht hier sind?" "Keine Ahnung, aber ich soll ihnen diesen Brief bringen." "Ich begleite dich. Ich wollte das Lager sowieso gerade verlassen um zu.. äh... zu kundschaften." "Dein Name ist Galder, oder?" fragte der Kämpfer zweifelnd "Und du bist Neoras." bestätigte dieser ungeduldig "Ich habe schon von dir gehört. Gehen wir also los?" "...und du bist Späher? Taugst du denn was?" "Ich bin der beste Späher des La... ich bin der Beste, den du auf die schnelle bekommen kannst." Endlich erhellte sich das Gesicht des Kadetten und er schlug ein. "Na, dann kann ja nichts mehr schief gehen" lachte er "aber vielleicht sollten wir uns noch Jemanden suchen. Immerhin soll es hier einen großen Sumpf voller Viecher geben und dein Messer da sah nicht so aus, als würde es die Banditen auf Abstand halten, wenn ich ihnen den Brief gebe."
    Schweigen wird oft falsch interpretiert, aber nie falsch zitiert.
    F. J. Sheen

  3. #3
    Freizeitphilosoph Benutzerbild von Nightprowler
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    Daik hatte ein paar Jägern geholfen die nähere Umgebung von Viechern zu reinigen, wobei sie hauptsächlich auf ein paar wenige riesige Insekten, die noch keiner von ihnen gesehen hatte, und eine Hand voll Warane gestoßen waren. Außerdem hatten sie noch eine fette Ratte geschossen, die inzwischen über dem Lagerfeuer hing.
    Mittlerweile hockte Daik vor einer der äußeren Steinruinen, die wohl einmal Wohnhäuser gewesen waren und genoss die Sonnenstrahlen, die sein Gesicht streichelten. Dazu gönnte er sich ein etwas warmen, aber dennoch gutes Landbier und zählte das Gold, das er in der Tasche hatte.

    Galder und Neoras kamen auf ihn zu, während er sein zweites Bier aufmachte.
    "Ich grüß euch, wollt ihr auch eins? Ich hab noch zwei. hab sie bekommen, weil ich geholfen hab die Ruinen zu säubern und die Tiere auszunehmen."
    "Was für ne Frage. Klar nehm ich eins!"
    "Dann krieg ich auch eins."
    Daik öffnete die zwei verbleibenden Flaschen und gab zuerst Neoras, dann Galder eine.
    ProstProst!Prost!
    Der wohltuende Gertensaft rauschte ihre Kehlen hinunter.
    "Ahh. Das erste Gute, was mir hier zustößt. Auf dich und dein Bier!"
    "Danke".
    Die drei Männer hoben die Flaschen und nahmen noch einen kräftigen Schluck.
    "Warum bist du den mal wieder so schlecht gelaunt."
    "So ein Idiot, der meint er sei was besseres, denkt er könne mich degradieren und als wäre das nicht genug auch noch mit so einem beschissenen Botenjob abwürgen!"
    "Und kann er?"
    "Klar kann er, der ist mein Vorgesetzter, aber ich schwöre der bekommt auch noch sien fett weg.!"
    "So wie ich dich kenne, wird er das bestimmt."
    Nun mussten beide grinsen.
    "Wohin musst du denn?"
    "Zu den Banditen und den Piraten, das heißt zwei mal über die gesammte Insel und ich darf nichtmal die Teleporter benutzen Dieser verdammte Arsch."

    "Ich komm mit. Bin gespannt, was noch so auf diesem Stück Land rumläuft und man kann einen Heissporn wie dich und einen Dieb wie den nicht einfach so allein zu potenziellen Verbündeten schicken."
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  4. #4
    In magischer Drehung... Benutzerbild von M.C.Gitzi
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    Sinthoras hetzte durch das Gestrüpp. Immer wieder sah er hastig hinter sich, nur um dann wieder fast über eine Wurzel oder einen Stein zu stolpern. Er rannte weiter, so schnell er konnte. Zweige peitschten ihm ins Gesicht, Dornen hielten ihn fest und Kletten verfingen sich in seinem langem Haar. Hinter einem dicken Baum blieb er stehen und presste sich dicht an ihn. Jetzt nur keinen Mucks, sagte er sich, obwohl er meinte, dass man sein Herz durch den ganzen Wald hören musste. Er versuchte möglichst geräuschlos wieder zu Atem zu kommen und sah vorsichtig um sich. Alles war still.

    Seit er und die Gruppe in das neue Lager hier in der Nähe gekommen waren, hatte wieder eine Unruhe von ihm Besitz ergriffen. Er saß wieder oft lustlos herum und fühlte sich zu nichts zu gebrauchen. Es war genau wie in der Burg im Minental gewesen. Doch dieses Mal wollte er es nicht so weit kommen lassen. An diesem Morgen hatte er sich etwas zu essen eingepackt und war in den Wald gegangen um sich etwas umzusehen und vielleicht mit einigen fallen aus Seilen Tiere zu fangen. Er war seit einiger Zeit unterwegs gewesen und er hatte schon einige Fallen ausgelegt – das heißt, er hatte es versucht. Allerdings hatte es nicht so ganz geklappt, wie er sich das vorgestellt hatte. Kein Wunder, er verstand vom Jagen so gut wie nichts und allmählich hatte von ihm das Gefühl Besitz ergriffen, dass er wohl besser im Lager geblieben wäre. Doch als er sich langsam auf den Rückweg zum Lager machte, war er urplötzlich in eine Gruppe Wölfe gestolpert. Aus irgendeinem Grund hatte ihn zwar nur einer von ihnen verfolgt, doch das war schon mehr als genug, den Sinthoras fühlte sich keinesfalls in der Lage, gegen einen ausgewachsenen Wolf anzutreten und dass er so lange davonlaufen konnte, hatte er nur dem dichten Gestrüpp des Waldes zu verdanken.

    Nichts bewegte sich in den Schatten um ihn herum. Aber das beunruhigte ihn mehr, als wenn das Tier da gewesen wäre. Bestimmt springt er gleich irgendwo heraus, dachte er sich und musste trotz der gefährlichen Situation grinsen. Er musste es irgendwie schaffen, wieder zurück zum Lager zu kommen. Mit seinem halb kaputten Schwert könnte er wahrscheinlich sowieso nicht viel gegen den Wolf ausrichten, denn seine Künste mit der Waffe lagen so ziemlich bei sehr schlecht. Vorsichtig bewegte er sich von dem Baum weg, immer bereit, sofort wegzurennen, sollte er etwas hören. Vorsichtig schob er sich durch ein weiteres Dickicht. Ein gutes Stück vor sich sah er eine Lichtung zwischen den Bäumen. Das musste das Lager sein, dachte er sich und lief darauf zu. Plötzlich brach der Wolf von rechts zwischen zwei Bäumen hervor. Sinthoras stieß einen lauten Schrei aus und versuchte dem rasenden Wolf mit Haken zu entrinnen. Doch es geschieht nicht oft, dass ein einfacher Mensch schneller als ein ausgewachsener Wolf ist – besonders, wenn dieser Wolf sehr sehr wütend ist. Der Wolf packte Sinthoras mit seinem Maul am Fuß, woraufhin Sinthoras der Länge nach hinschlug. Der Wolf versuchte, seine Zähne in seinem Bein zu versenken, doch Sinthoras trat ihm mit seinem unverletzten Fuß seitwärts gegen den Kopf. Benommen ging der Wolf zu Boden und Sinthoras rappelte sich schnell auf und lief so schnell er mit seinem leicht verletzten Fuß konnte, auf die Lichtung zwischen den Bäumen zu. Als er noch einmal hinter sich sah, sah er, wie sich der Wolf benommen aufrappelte und zwischen den Bäumen im Wald verschwand. Sinthoras seufzte erleichtert und entspannte sich wieder etwas. Dann erreichte er die Lichtung und sah drei Menschen, die bei ein paar Ruinen hockten und Bier tranken. Plötzlich lief ein anderer Mann ohne Hosen an ihm vorbei und murmelte irgendetwas, dass er es diesen ganzen Arschlöchern noch zeigen würde. Sinthoras wunderte sich kurz und erreichte dann die Gruppe der drei Menschen. So weit er sich erinnern konnte, hießen sie Galder, Daik und Neoras.
    Die drei begrüßten ihn und luden ihn ein, sich zu ihnen zu setzen.
    Hey Sinthoras – so war doch dein Name oder?
    Ja genau.
    Was hast du denn mit deinem Fuß gemacht?
    Ich hatte einen Zwischenfall mit einem ziemlich wütenden Wolf im Wald...
    Hast du ihn getötet?
    Sinthoras sah ihn mit einem seltsamen Blick an und sagte mit viel Ironie in der Stimme: Ich? Natürlich! Ich, der große Sinthoras, der der drei Orks mit einer Hand getötet hat! Nein, ich bin mit großer Mühe davongekommen – und mit enorm viel Glück.
    Hast du nicht Lust, mit uns zu kommen? Falls ihr nichts dagegen habt!
    Neoras schüttelte den Kopf und Galder sagte: Ja, komm doch mit. Dann kannst du mal was lernen. So weit ich weiß, könntest du etwas Erfahrung brauchen.
    Worum geht’s denn?
    Neoras hat von seinem Vorgesetzten eine Arbeit aufgedrückt bekommen. Er muss zu den Piraten und den Dieben und ihnen eine Nachricht überbringen. Ist ein ziemlich langer Weg.
    Naja, wenn ihr nichts dagegen habt, komme ich gerne mit. Hier fühle ich mich sowieso den ganzen Tag nur unnütz.
    Geändert von M.C.Gitzi (21.1.10 um 18:18 Uhr)
    Besten Gruß und vielen Dank,
    M.C.Gitzi


    Wir sind die Kraft, aus der alles entsteht.
    Wir sind der Tanz, der die Sterne bewegt.
    Wir sind die Hoffnung, die niemals vergeht.
    Wir sind das Drehen, das die Zeiten bewegt.

  5. #5
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    ''Wenigstens wird es mit 3 Begleitern nicht so langweilig und man wird nicht gleich vom ersten Vieh gefressen.'' grinste Neoras in die Runde hinein.
    ''Wo soll es denn als erstes hingehen?'' fragte Shintoras neugierig nach.
    ''Erst zum Piratenlager. Das soll irgendwo in Osten liegen.''
    ''Irgendwo? Hört sich nicht so an als wüsstest du wo wir entlang gehen müssen.''
    ''Ach wir werden es schon finden.''
    Im nächsten Augenblick zeigte Neoras mit dem Finger auf dem Ausgang in Westen und ging los. Daik, Shintoras und Galder sahen sich dabei nur fragend an.
    ''Ähm, Neo...Osten ist in der anderen Richtung.''
    Nach den Worten drehte Neoras um und ging zum anderen Ausgang der Ruinen.
    Zweifelnd über den Orientierungssinn von Neoras folgten ihn die anderen Drei.

    Nachdem sie die Tempelruine verlassen hatten, waren zwei Wege vor ihnen zu sehen. Einer führte durch eine Durchgangshöhle, während der andere entlang einiger Hausruinen führte.
    Langsam kam aus dem Höhlenweg ein Person angetorkelt. Mit südländischer Bräune, kurzen Haaren sowie einen kurzen Bart, kam der etwas hagere Mann in Piratenuniform zu ihnen.
    ''Ah neues Kanonenfutter.'' lachte er auf und ging auf sie zu.
    ''Ihr wollt sicherlich zu unserem Lager.''
    ''Woher weißt du das?''
    ''Weil es sonst nichts in dieser Richtung gibt. Nur alte Gemäuer. Doch ihr kommt in diesem Moment genau richtig!''
    Ein stöhnendes leises Nein kam von Neoras zu hören, da er sofort erkannt hatte, dass er gleich die nächste Aufgabe aufgedrückt bekommt.
    Der Pirat hörte dies und lachte wieder kurz auf.
    ''Du kannst dich glücklich schätzen. Schließlich darfst du für den legendären Piraten Alligator Jack arbeiten!''
    ''Komm zum Punkt, Alligator Jack.''
    ''Nun, bei uns kommt man einfach nicht so rein. Henry wird euch sicherlich mindestens 1000Goldstücke abknöpfen wenn ihr ins Lager gehen wollt, wenn nicht noch mehr.''
    ''Das ist ein ganzer Batzen Gold.''
    ''Genau. Deswegen sage ich eine Hand wäscht die Andere. Wenn ihr mir helft werde ich euch umsonst reinbringen.''
    ''Wir haben anscheinend keine andere Wahl. Was sollen wir tuen?''
    ''Naja es gibt viel zu tuen. Wir bräuchten erstmal viel Fleisch für unsere Jungs. Dann wäre da auch noch Skip verschwunden. Achja und Greg wollte, dass ich für ihn einen Schatz im Canyon ausgrabe. In einer Mine soll der sein.''
    ''Eine ganze Menge Arbeit nur um eine andere Arbeit zu verrichten...''
    ''Stimmt und in der Gegend treiben sich auch schon wieder Banditen rum. Ach. Möglicherweise könnt ihr Henry's Preis auch noch mit Alkohol runtersetzen.''
    ''Vielleicht sollten wir uns einfach reinprügeln.''



    -Was ihr genau als erstes tuen wollt ist euch überlassen. Und ob es klappt auch. Es gibt natürlich noch viele andere Möglichkeiten reinzukommen (reinprügeln ^^) oder den Preis runterzusetzen.
    Heißt also: Das einzige Ziel ist ins Piratenlager zu kommen. Es ist egal wie. -
    Wenn euch nichts einfällt bin ich ja da.
    Geändert von Blacktooth (23.1.10 um 17:57 Uhr)
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  6. #6
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    "Was wollt ihr zuerst machen?"
    "Gehen wir zuerst jagen, ich hab gerade Lust irgendeinem Vieh den Hals umzudrehn!"
    "Willst dann wirklich das ganze Fleisch herumschleppen, während wir des andere Zeug erledigen?"
    "Ich denke wir sollten hohlen. Es scheint mir die schwerste Aufgabe zu sein und die will ich nicht nach einer anstrengenden Jagd machen. Außerdem denke ich nicht dass der Schatz besonders groß sein wird, da der Kapitän nur ein Mann geschickt hat und vielleicht treffen wir den anderen Burschen auf dem Weg."
    "Ich wäre dafür. Ich bin schon gespannt was für Tiere man hier in den Höhlen findet. Schließlich gibt es aus irgendeinem unerfindlichen Grund in fast jeder Höhle einige Monster."
    "Von mir aus könn wir des auch so machen."
    "Ok, also ab in den Canyon ich geh vor."


    Einige Zeit später vor der Mine
    "Wir hatten Glück, dass wir so vielen Tieren auswichen konnten. Normalerweise muss man hier auf so einem langen Weg gegen mehr kämpfen?"
    "WAS? WENIGE? Wir haben 6 mal gegen Wölfe und Warane gekämpft und einmal gegen zwei von diesen riesigen Insekten gekämpft."
    "Sag ich doch, wir hatten Glück."
    "Hört auf zu labern und rein mit euch, ich will heute noch zu den Banditen!"
    Nach keinen zehn Metern wurden sie von einem Minecrawler angegriffen.
    Daik hatte blitzschnell Pfeil und Bogen in der Hand doch, bis er den Pfeil auf die Sehne gespannt hatte, waren Neoras und Alligator Jack schon mit gezogenen Waffen in Nahkampf. Das Tier schlug ihnen immer wieder die Parade weg und schaffte es meistens den schlimmsten Treffern zu entgehen, doch nachdem Alligator Jack mit einem beherzten Sprung über das Vieh sprang, als es gerade von Neoras in Bedrängnis gebracht hatte, steckte es einen Hieb nach dem anderen ein und starb mit einem lauten Schrei, der jedoch unterbrochen wurde, weil Neoras mit seiner Axt den Kopf abschlug.
    "Das war alles, kommt nur her, ich mach euch alle fertig!"

    Als ob sie die Herausforderung verstanden hätten, kamen zwei weitere von ihnen aus dem Gang.
    "Jetzt wirds ernst."
    Daik schoss ihnen einen Pfeil entgegen, bevor sie wieder durch die zwei Kämpfer verdeckt wurden und zog dann selbst das Beil.
    Auch Sinthoras und Galder nahmen ihre Waffen in die Hand, doch hielten sich erst einmal zurück.
    Der enge Gang erleichterte ihnen die Sache vielfach, da sich die großen Tiere nur behinderten und sowieso nicht nebeneinander passten. Sie konnten nicht zurückweichen und der hintere versuche andauernd zum Kampf vorzudringen, was ihm jedoch kaum gelang, sodass der erste Minecrawler rasch zuckend am Boden lag, nachdem Alligator Jack seinen Säbel ihm bis zum Schaft versenkte. Dem zweiten steckte Daiks Pfeil im Körper, der anscheinend nur die Panzerung durchdrungen , jedoch keine großen inneren Wunden geschaffen hatte. Daik mischte sich nun auch mehr ins Getümmel, da der Kampf nun gefährlicher für die zwei Kämpfer wurde.
    zu dritt bildeten sie eine tödliche Wand aus Stahl , die dem Minecrawler stark zusetzte . Seine langen scharfen Vorderbeine, hatten schon viele Scharten von ihren Waffen, hielten aber noch und waren immer noch die schlimmsten Waffen des Monsters.
    Auf einmal entdeckte Daik eine Lücke in der Verteidigung und huscht unter einer Klaue hindurch, sodass er sich seitlich des Tieres befand.
    Nun schlug Daik mit der flachen Seite des Beils auf den Pfeil, der immer noch im Rücken steckte und versenkte ihn vollkommen.
    Der Minecrawler brach zusammen und war tot.
    "Weiter, der Schatz müsste gleich da vorne sein.

    Als sie an dem besagten Ort angekommen waren fanden sie nur noch ein Loch im Boden.


    //Wurde etwas kurz
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  7. #7
    In magischer Drehung... Benutzerbild von M.C.Gitzi
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    Das darf doch nicht wahr sein! Sind wir jetzt völlig umsonst durch Scharen von Beliars schlimmsten Kreaturen gelaufen? Sinthoras war offenbar schlechter Laune und hieb mit seinem Fischermesser auf einige völlig harmlose Pilze ein. Während die anderen ihm einige genervte Blicke zugeworfen hatten, sahen sie sich besser in der Umgebung um. Sie befanden sich in einer recht kleinen Höhle von der drei Nebengänge abgingen. Aus dem ersten waren sie gekommen. Ein großer Stein, der neben dem nicht sehr tiefen Loch lag, ließ darauf vermuten, dass er auf dem Loch gelegen war. Hmm. Sieht so aus, als wäre schon jemand vor uns dagewesen und hat das raffinierte Versteck gefunden. ließ der Pirat vernehmen, wodurch er nicht gerade den Eindruck machte, als wäre er ein heller Kopf.
    Ach wirklich? Da wäre ich nie drauf gekommen. erwiederte Daik sarkastisch. Ich nehme mal an, dass wer auch immer den Schatz gehoben hat, durch einen der anderen beiden Tunnel gegangen ist. Denn ansonsten hätten wir ihn bestimmt gesehen. In einem Canyon kann man sich nicht so leicht verstecken, wie in einem dichten Wald.
    Während Galder beruhigend auf den immer noch schlecht gelaunten Sinthoras einredete, schaltete sich Neoras ins Gespräch ein: Kann es sein, dass ein anderer Pirat den Schatz schon gehoben hat?
    Naja, eigentlich nicht. Ich habe den Auftrag bekommen...
    Weißt du dann wenigstens, wo diese beiden anderen Stollen hinführen?
    Naja, in den Berg, oder?
    Daik gab es auf. Ich würde sagen, da uns keine andere Wahl bleibt, als diesen angeblichen "Schatz" zurückzuholen, trennen wir uns und untersuchen gleichzeitig beide Stollen.
    Bei mir muss aber ein starker Kämpfer sein! sagte Sinthoras plötzlich und bestätigte mal wieder die Tatsache, dass er ein grauenhaft schlechter Kämpfer war.
    Nun mach dir mal nicht in die Hose Sinthoras. Wir werden dich schon nicht in den sicheren Tod schicken. Also, wer geht mit wem wohin?


    Macht ja nichts, dass es gerade viele kurze Posts sind. Es kommt ja nicht unbedingt auf die Länge an.
    Geändert von M.C.Gitzi (27.1.10 um 21:05 Uhr)
    Besten Gruß und vielen Dank,
    M.C.Gitzi


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  8. #8
    Verehrt und Angespien Benutzerbild von Shintaro
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    "Daik, Galder und Sinthoras nehmen den linken Gang, Alligator Jack und ich sehen uns rechts um." kommandierte plötzlich Neoras "Hey, warum das? ich habe doch gerade eben gesagt, dass ich nur zusammen mit einem der Kämpfer gehe!" protestierte Sinthoras sofort "Daik ist als Bogenschütze unter der Erde nicht zu gebrauchen während Galder ja nicht einmal richtig bewaffnet ist!" "Ich geb' dir gleich nicht zu gebrauchen...!" - "...Von wegen unbewaffnet..."ging sein Einspruch fast unter den empörten Ausrufen der anderen beiden unter, die darauf bestanden, dass Bögen bei beengten Verhältnissen besonders tödlich seien und Wanderstäbe im Allgemeinen, aber dieser Besondere im Speziellen durchaus zu den Waffen zu zählen seien. "In solchen Gängen wie hier haben die Viecher doch gar keine Chance mehr, auszuweichen..." Mit einem skeptischen Stirnrunzeln beobachtete ihr Führer diese Zurschaustellung mangelnder Disziplin - "...und außerdem..."- um sich dann zu Neoras umzudrehen "Die drei sind offenbar noch eine Weile beschäftigt" bemerkte er grinsend "Woll'n wir nicht schon einmal vorgehen? Die Götter allein wissen, was hier noch alles auf uns wartet, aber wenn ich nicht bald 'nen schnellen Hering bekomme, dann dreh' ich hier noch durch." - "...außerdem ist es hier absolut windstill, das sind ideale Bedingungen für einen Schuss..." - Fragend zog der Pirat eine Augenbraue hoch, doch weitere Argumente er ohnehin nicht um den Angesprochenen umzustimmen "Jo, du hast schon recht, Jack. Wenn die so weiter machen, dann sind wir zurück, bevor die sich einig geworden sind, wer nun wen begleitet." Schulterzuckend hob er seine Axt und trat durch den steinernen Torbogen ins Dunkel.

    "Ehm, Jungs?" unterbrach Galder wenig später Sinthoras, der nun auf Daiks Argumentation einging aber die schlechte Sicht als Erschwerniss für einen sicheren Schuss anführte "Sie sind weg." "Wie weg? Die Dreckskerle können uns doch nicht einfach hier sitzen lassen!" "Haben sie aber offenbar" lachte dagegen der Jäger "also müssen wir uns nun damit abfinden, ein Team zu sein. Kopf hoch, immerhin sind wir zu dritt. Wart's nur ab, gleich müssen wir noch los um denen den Arsch zu retten." "Ja, ich seh's kommen!" höhnte Sinthoras "Und was machen wir, wenn wir auf die Viecher treffen?" "Ganz ruhig - hier unten gibt es bestimmt keine Monster." grinste Galder böse "Wovon sollten die denn auch leben?" "Na von uns! Oh, danke, dass du mich daran erinnern musstest!" "Ach was. Mich hat noch kein Monster gefressen - wenn es hier also welche gibt, die sich von mir ernähren, dann müssten sie mittlerweile verhungert sein." "Wir rennen doch hinter der ersten Wegbiegung in einen untoten Megadrachen hinein...." versuchte Sinthoras es erneut, doch seine Gefährten gaben nicht nach "Monster kommen immer von hinten. Besonders Crawler schlagen meißt aus dem Hinterhalt zu. Und wir wissen mittlerweile, dass hinter uns nichts mehr ist." "Ja, weil wir alle Viecher auf dem Hinweg umgebracht haben! Und die Crawler eben kamen direkt auf uns zu gerannt!" "Aber nur, weil Neoras sie mit seiner Fackel aufgescheucht hat. So, ich sichereuns nach Hinten gegen die Crawler ab. Daik geht mit dem Bogen in der Mitte und du nimmst die verdammte Fackel und leuchtest uns den verfluchten Weg!" "Ach, jetzt soll ich auch noch alleine vorgehen...?!" "Nur, weil du als Einziger mit einem blöden Messer bewaffnet bist. Ich jedenfalls brauche beide Hände zum schießen - und jetzt geh schon, wir sind doch direkt hinter dir."

    Mit einem letzten grimmigem Blick zog Sinthoras das rasiermesserscharfe Fischmesser aus dem Gürtel und hielt es mit der Rechten abwehrbereit vor seine Brust. In der anderen Hand hielt er die schwere, tropfende Pechfackel, deren Licht kaum bis an die Wände des wenig mehr als anderthalb Schritt breiten und keine zwei Schritt hohen Korridors reichte. Statt den Weg zu beleuchten schien sie ein Heer von unzähligen Schatten zu erschaffen, die zwar vor den Flammen flohen, dann jedoch gerade außerhalb des Blickfeldes lauerten. Leise schlichen sie so durch die wogende Dunkelheit, immer geradeaus und doch nicht in der Lage, weiter als wenige Schritt zu sehen. Dicker Staub wirbelte zwischen ihren Füßen und glich den teilweise heruntergefallenen Putz der ehemals verkalkten Decke den großen Steinplatten des Fußbodens an.
    Weit konnten sie noch nicht gekommen sein, doch verloren sie sofort jegliches Zeitgefühl, als sie die Felswand der bisherigen Stollen, in der es stellenweise noch Risse oder gar Fenster gegeben hatte, hinter sich ließen und weiter in den Berg hinein vorstießen. Auch hatten sie den Eindruck, dass es rasch kälter wurde. Zumindest sind wir der drückenden Schwüle dieses Sumpfes entkommen. Dagegen ist es hier ja fast angenehm. Doch "angenehm" war sicherlich das falsche Wort um den engen, leicht abfallenden Stollen zu beschreiben. Nach wie vor war ihre Sicht auf ein Minimum beschränkt und das vollkommene Fehlen von Geräuschen kratzte an ihren Nerven. Besser als jede Nebelwand schien die Dunkelheit alle Töne der Natur aufgesogen und sie hier allein in einem schwarzen Meer zurückgelassen zu haben. Unwillkürlich fassten sie ihre Waffen fester und ertappten sich dabei, sich alle paar Schritt mit einem raschen Tasten davon zu überzeugen, dass die Steinwand noch immer da, noch immer fest, war und sich nicht in weitere Schatten aufgelöst hatte. Dann plötzlich zischte Sinthoras' Fackel und flackerte kurz höher auf.

    "Was war das?!" flüsterte Daik erschrocken mit sich überschlagener Stimme "Ich habe gehört, dass sich in alten Tunneln manchmal giftige Gase bilden. In der alten Mienenkolonie haben sie immer einen jungen Molerat an einer Leine mitgenommen,wenn es daran ging, eine neue Grotte zu erschließen. Junge Tiere ersticken zuerst, wenn sich Gase gebildet haben, aber wenn die Fackeln erlöschen, dann ist es auch für Menschen zu spät!" "Ruhig, du Trottel! Wir sind hier in keiner Miene - und die Fackel ist aufgeflammt statt zu erlöschen. Das sah eher so aus, als sei eine sehr große Motte hinein geflogen oder so. Los, weiter." Schweigend gingen sie weiter und versuchten verzweifelt, nicht daran zu denken, dass es hier unten gar keine Insekten gab. Doch was, wenn nicht eine vom Licht angezogene Motte, sollte in den Flammen verbrannt sein?
    Augenblicke, wenige Minuten oder eine Stunde später -sie vermochten es nicht zu sagen- hielt Sinthoras erneut an, dieses mal, weil der Gang direkt vor ihm abknickte. "Nun seht euch das 'mal an." Staunte er und ließ seine Begleiter ebenfalls um die Ecke lugen.

    Der Gang mündete hier offenbar in einem Raum, der ganz und gar mit verworrenen weißen Fäden gefüllt war. "Das sind Spinnweben."sprach Galder aus, was alle dachten. "Aber welche Spinne spinnt so dicke Fäden?" tatsächlich erinnerten einige der kreuz und quer gespannten und miteinander verknüpften Fasern eher hellen Bindfäden, Kordeln oder dünnen Sehnen als den feinen Gespinsten, die man sonst zwischen Blättern fand. Zögernd streckte Daik eine Hand aus und berührte einen Querfaden mit einem Finger. Staub rieselte zu Boden und der Faden spannte sich gegen den plötzlichen Druck, dann gab er nach, riss und verschwand im Gewirr. Geklebt hatte er nicht mehr. "Die sind knochentrocken. Hängen vermutlich seit Jahrhunderten hier herum... zumindest wissen wir jetzt auch, was ich da eben verbrannt habe." Kurz kratzte er sich am Kinn, dann stieß er die Fackel plötzlich vor, mitten in das Netz hinein. Sofort glommen die weißgrauen Fäden auf und ein letztes Leuchten breitete sich von der Stelle, die Sinthoras getroffen hatte, aus. Die staubigen Fäden verbrannten fast restlos und Asche regnete auf den Steinflur während ein plötzlicher heißer Windstoß den drei Beobachtern die mit Ruß und Staub durchsetzte tote Luft in die Gesichter bließ. Wenige Schläge ihrer hämmernden Herzen später war es vorbei und die Schatten eroberten den Flur zurück; das Netz war verschwunden, der Durchgang frei.
    Hustend wischte sich Daik den Schmutz aus den Augen "Zumindest wissen wir jetzt genau, dass der Schatzsucher hier nicht her gekommen ist. An diesem Netz währe niemand vorbei gekommen." "Das stimmt" atmete Sinthoras auf "also können wir zurück gehen. Es war sowieso eine bescheuerte Idee, hierher zu kommen. Was glaubt Neoras eigentlich, was wir hier finden? Eine Spur aus Goldstücken? Hat der Dieb seinen Namen in den Fußboden geritzt? Wir hätten draußen, vor dem Stollen, nach Hinweisen suchen sollen - aber wer sagt uns, dass der Schatz nicht schon vor Monaten gehoben wurde?" Daik schien drauf und dran, ihm zuzustimmen und umzukehren, doch plötzlich blitzte es in Galders Augen abenteuerlustig "Wir wissen also, dass der Schatz nicht hier ist. Schön, den hätte sowieso der Pirat eingesackt. Aber wer sagt uns denn, dass wir hier keinen viel größeren Schatz finden können? Wir sind mitten in einer möglicherweise seit Jahrhunderten unberührten Ruine des alten Volkes - wer weiß, was für sagenhafte Artefakte hier noch auf ihre Entdeckung warten?"

    Schweigen wird oft falsch interpretiert, aber nie falsch zitiert.
    F. J. Sheen

  9. #9
    Irgendwo über dir Benutzerbild von Blacktooth
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    Für Jack und Neoras wurde es schon fast spürbar, dass es mit jeden Schritt den sie in den Stollen gehen dunkler und tiefer wird, obwohl sowieso nur noch die Fackeln Licht spendeten.
    Kaum mehr als zwei Meter konnte man sehen, so wurde es auch im Stollen immer heißer und das in jeden nächsten Augenblick sie ein Monster überrumpel könnte ließ schon ein paar Schweißperlen heruntertropfen.
    Vorsichtig gingen Beide mit gezogenen Waffen voraus. Der Stollen war nicht groß genug, dass sich ein Vieh an ihn vorbeischleichen könnte, damit hatten sie den Vorteil nur auf eine Seite Acht zu geben.
    Ein kurzes räuspern war auf einmal von Jack gekommen.
    ''Warum hast du deine Leute allein gelassen?'' fragte er auf einmal wissbegierig während sie Schritt für Schritt weitergingen. Langsam fingen die Schritte ein Echo abzugeben, dass immer lauter wird. Auch konnte man ein leises Krabbeln in der Dunkelheit hören.
    ''Einzig und allein, damit Shintaros mit der Angst konfrontiert wird.'' grinste Neoras ihn entgegen.
    Jack nickte ihn entgegen als er mit seinem Schwert stark ausholte und als auf einmal ein Minecrawler-Warrior aus dem Dunkeln in dem Lichtkegel erschien sofort zuschlug. Blitzschnell blockte das Monster mit seinen Klauen den Schlag worauf es für sein Pech Neoras ausser Acht ließ, der währenddessen auch ausgeholt hatte und von der Seite mit voller Wucht den Kopf abschlug. Der abgetrennte Körper von dem Minecrawler-Warrior zappelte nur noch herum. Dabei rammte der Körper eines der Stützsäulen im Gang bis es zu Boden viel.
    Plötzlich begann der Stollen zu wackeln. Staub rieb sich dadurch auf und einen Brocken nach den Anderen viel von der Decke.
    ''Scheisse!'' brüllte Jack und gab das Handzeichen zum Rückzug. Ohne irgendwelche Zeit zu verlieren rannten Beide in Richtung Ausgang. Doch zu ihren erstaunen hörten plötzlich die Beben wieder auf. Mit fragenden Blicke sahen sich Beide an und schauten hinter sich. Einzig und allein, der Abschnitt beim toten Minecrawler war eingestürzt.
    ''Ich glaub den Weg können wir wohl vergessen.'' kommentierte Jack, damit ihr Glück.
    ''Oh nein! Nicht der Weg zu den Viechern. Ich hätte ja nichts anderes zu tuen als sie abzuschlachten.'' antwortete Neoras nur sarkastisch und ging schon fast gelangweilt zum Ausgang.
    Mit einem Grinsen folgte Jack nur Neoras zum Ausgang.
    Awesometastisch!

  10. #10
    In magischer Drehung... Benutzerbild von M.C.Gitzi
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    Einge Augenblicke herrschte Schweigen, dann meldete sich Daik: Äh... bist du dir da auch sicher? Ich meine, nicht dass wir auf irgendein Nest aus Viechern stoßen...
    Also, äh... ich weiß nicht. Vielleicht ist so ein Spinnenvieh noch hier irgendwo... Sind ein paar Ruinen das wert?
    Galder sah von einem zum anderen und schüttelte verständnislos den Kopf.
    Das kann doch einfach nicht euer Ernst sein! Wir stehen möglicherweise kurz davor, etwas ungeheuer Interessantes über dieses Land hier herauszufinden... Vielleicht finden wir alte Schriften, magische Gegenstände oder sonst was...
    Oder wir finden einen Haufen blutrünstiger Monster. warf Sinthoras ein.
    Jetzt hört doch mal bitte auf, andauernd an die Gefahren zu denken! Wenn ihr vor jeder kleinen Herausforderung zurückschreckt - und damit meine ich vor allem dich, Sinthoras - was tut ihr dann überhaupt hier?
    Sinthoras machte ein betretenes Gesicht. Daik aber sagte:
    Nun mal langsam, Galder! Ich war ja wohl auch öfter mal bei unseren Unternehmungen dabei!
    Ach, lasst uns damit aufhören. Also, wer von euch kommt jetzt mit?
    Er sah von einem zum anderen. Daik sah zu Sinthoras, der sich unbehaglich zu fühlen schien und sagte dann:
    Ich komme mit dir, Galder! Sinthoras, wenn du nicht willst, kannst du ja zurückgehen und den anderen beiden folgen.
    Sinthoras sah zurück in den Gang aus dem sie gekommen waren, seufzte kurz und antwortete dann mit fester Stimme:
    Ihr hatte ja recht. Ich bin einfach noch kein Kämpfer und Erfahrung habe ich auch kaum. Aber ich kann mich nicht andauernd irgendwo verkriechen. Ich komme mit! Sonst werde ich ja nie besser werden!
    Galder und Daik nickten zustimmend und alle drei gingen vorsichtig den Gang weiter.

    In der ersten Zeit waren sie die ganze Zeit über in dem schmalen Gang, der immer wieder voller alter Spinnweben hing. Galder bemerkte irgendwann, dass es leicht abwärts ging. Nach einer Weile verschwanden die Wände an ihren Seiten plötzlich und sie standen in dem kleinen Lichtkreis, den ihre Fackel erzeugte.
    Und was machen wir jetzt? fragte Daik. Wenn wir jetzt weiterlaufen, könnten wir leicht irgendwo hineinfallen oder uns einfach nur verirren.
    Galder überlegte und versuchte etwas im Dunkeln zu erkennen. Doch nirgendswo war eine andere Lichtquelle als ihre kleine Fackel. Er blickte auf den Boden und stutzte. Er kniete nieder und wischte mit der Hand den Staub und Dreck weg.
    Sinthoras, halt doch bitte mal die Fackel hierhin... Sinthoras hielt sie dicht über den Boden und die drei konnten jetzt Muster und etwas erkennen, dass wie Schriftzeichen aussah.
    Ich nehme mal an, keiner kann das lesen?, fragte Sinthoras enttäuscht. Keiner antwortete ihm.
    Galder ging vorsichtig weiter und wischte immer wieder über den Boden, während die anderen beiden ihm folgten. Überall waren Muster und Schriftzeichen auf dem Boden. Es sah aus, als bestünde der ganze Raum aus einem riesigen Mosaikboden.
    Wirklich schade, dass wir das nicht lesen können. Es sieht so aus, als hätten wir tatsächlich das gefunden, was ich vermutet hatte. Galder stand auf. Keiner wusste so recht, was sie tun sollten.
    Ich würde sagen, wir merken uns diese Stelle, damit wir irgendwann später noch einmal hierhin zurückkommen können. Dann mit mehr Männern, mehr Fackeln und vor allem jemanden, der alte Schriften entziffern kann. Und vielleicht sollten wir jetzt hier einen Ausgang finden.
    Die beiden anderen stimmten ihm zu und vorsichtig gingen sie im Lichtschein ihrer allmählich kleiner werdenden Fackel weiter. Die ganze Zeit trafen sie auf keine Hindernisse - keine Wand, kein Geröll und auch keine sonstigen Überreste. Bis Galder plötzlich ins Leere trat und schwankte. Er stieß einen Schrei aus, der lange wiederhallte. Sinthoras, der hinter ihm ging, ließ die Fackel fallen und packte Galder an der Schulter um ihn vom kritischen Punkt wegzuziehen. Aufatmend sanken sie zu Boden. Galder atmete hektisch während Daik die Fackel aufhob und vorsichtig vor sie leuchtete. Ein schwarzer Abgrund mit gezacktem Rand breitete sich vor ihne aus. Offenbar war an dieser Stelle der Boden eingestürz.
    Danke Sinthoras... keuchte Galder. Meine Güte, war das ein Schock. Wir waren viel zu unvorsichtig.
    Nach einigen Minuten hatten sie sich wieder etwas beruhigt und gingen vorsichtig am Rand des Abgrundes entlang. Dann stießen sie plötzlich auf eine Wand, die aus groben Steinquadern gefertig war. An der Wand endete auch der Abgrund.
    Ich hab irgendwie jetzt keine Lust wieder an dem Loch zurückzugehen, nur um dann wieder vielleicht an einer Wand zu stehen.
    Ja, lasst uns den Weg zurückgehen den wir gekommen sind und Neoras und Jack folgen. Galder schien seine anfängliche Abenteurerlust etwas verloren zu haben. Wir gehen an der Wand entlang, dann müssten wir eigentlich wieder auf den Gang stoßen.
    Keiner stimmte dagegen und so liefen sie weiter. Es war auch höchste Zeit, dass sie wieder ans Tageslicht kamen, denn ihre Fackel ging langsam zur Neige. Nach einigen Minuten kamen sie zu einem Eingang.
    Ist er das? fragte Sinthoras und spähte in den Gang ohne etwas zu erkennen.
    Ich hoffe es mal. Nicht, dass wir uns noch total verirren und dann im Dunkeln stehen, wenn unsere Fackel ausgeht.
    Wenn wir auf Spinnweben stoßen, wissen wir, dass wir falsch sind. Also los! Galder ging wieder voran in den Gang hinein und die anderen beiden folgten ihm.
    Besten Gruß und vielen Dank,
    M.C.Gitzi


    Wir sind die Kraft, aus der alles entsteht.
    Wir sind der Tanz, der die Sterne bewegt.
    Wir sind die Hoffnung, die niemals vergeht.
    Wir sind das Drehen, das die Zeiten bewegt.

  11. #11
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    Sie waren keine Minute in den Gang getreten, da flackerte ihr Fackel und ging aus. Ohne Verzögerung eroberte die Dunkelheit den Raum, der man ihr gab und hüllte sie in einen undurchsichtigen Mantel aus nichts.
    "Verdammt nicht noch das!"
    "Was machen wir jetzt?."
    "Ich gehe vor und taste mich weiter. Ich bin der erfahrenste. Ihr haltet euch an der Kleidung eures Vordermannes fest."
    Nach einer Minute Gewurschtel, in denen Daik vom hintersten zum vordersten Platz wechselten zog er sein Beil berührte mit der anderen Hand die Wand und blickte Angestrengt in das verschleiernde, nichts preisgebende Nichts der Dunkelheit. Er spürte Sinthoras Hand am Rücken.
    "Von mir aus kann es losgehen!"
    Daik hörte Galders stimme zuerst irgendwo hinter sich, bis sie kurz darauf von überall zu kommen schien.
    "War das Echo vorhin auch schon da?"
    "Glaube nicht, bin mir aber nicht sicher."
    "Na super.", murmelte Daik vor sich hin und setze in Gedanken noch genervt hinzu, dass er als nicht besonders erfahrener Jäger für einen unerfahreneren geldgierigen Möchegernschatzsucher und einen blutigen Anfänger, der vor jeder Ratte zurückschreckt in einem dunklen geheimnisvollen Stollen Kindergärtner spielen musste.
    "Neoras bring ich um!", sagte er dann laut und setze sich dann in Bewegung. Immer mit der Hand an der Wand und immer ins nichts starrend. Langsam und vorsichtig ,einen Schritt nach dem anderen machend, das Gewicht immer nach hinten verlagert, um nicht , wie es fast Galder passiert wäre in einen Bodenlosen Abgrund zu fallen.
    Nach einer unendlichen Ewigkeit , also etlichen Metern stieß er auf einige Gesteinsbrocken, die im weg lagen. Vorsichtig, als ob etwas passieren könnte löste er seine Hand von der Wand und tastete nach dem, was vor ihm lag.
    "Was ist los?", fragte Sonthoras mit einem unsicheren Unterton.
    "Verdammt die Decke ist hier eingestürzt und wenn ich den ganzen Staub der hier in der Luft liegt schmecke vor nicht allzu langer Zeit. Habt ihr nicht auch auf dem Herweg ein leises Rumpeln gehört und ein Zittern der Erde gespürt?"
    "Ich hab gedacht ich hab mir das vor Angst nur eingebildet."
    "Du hast Angst?", fragte Galder spitz.
    "Nein ich habe keine Angst ich bin hier nur ohne Licht in einem stockdunklen Stollen, indem es mysteriöse Mosaike und riesige Spinnenwebern gibt nur mit zwei Typen, die eine bescheidene Kampfkraft haben."
    "Hey, ich bin ein ganz passabler Bogenschütze."
    "UND WAS BRINGT UNS DAS HIER, WO WIR KEINEN FINGERBREIT SEHEN?"
    "Ich hab Pfeile mit denen ich stechen kann, falls ich mein Beil verliere. Aber jetzt weiter, wartet ich muss wieder vor."

    Eine Minute später gingen sie in genauso langsamen und vorsichtigem Tempo ,nun mit der Hand an der anderen Wand, wieder zurück. Doch dann kam, Diak schätze nach ungefähr der Hälfte des Weges, falls man in der Dunkelheit , die scheinbar sogar die Zeit verlangsamte, so etwas, wie Weg schätzen möglich war,ein scharfer Knick um fast 180°.
    "Ahh hier ist eine Gabelung ich wette wir sind den anderen Weg gekommen und haben bloß wegen der Dunkelheit den Seitengang nicht gesehen."

    Nach einer noch viel größeren Unendlichkeit, wie sie für den Weg in den Stollen gebraucht hatten erblickten sie Sonnenlicht, das sich erst langsam und angenehm als Punkt in der ferne bemerkbar machte, dann größer und heller wurde. Nach einer leichten Biegung war es so stark dass sie die Augen, die sich an Dunkelheit gewohnt hatten schließen mussten und das Licht trotzdem noch schmerzte.
    Hätte er nichts gesagt, wären sie alle zusammen in Neoras hinein gelaufen.
    Geändert von Nightprowler (1.2.10 um 15:11 Uhr)
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  12. #12
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    "Pass auf, Junge!" rief Neoras, als Daik an der Spitze der vom grellen Licht der nachmittäglichen Sonne geblendeten Gruppe fast über seine Beine gestolpert währe. Der Jäger hatte mit ausgestreckten Beinen an einen großem Felsblock gelehnt neben dem Eingang des Stollens gesessen, seine Füße nun aber rasch eingezogen. Offenbar war bei der hastigen Reaktion ein Unglück passiert, denn neben seinem Knie breitete sich nun ein dunkler Fleck auf dem staubigem Boden aus - genährt von dem Schwall klarer Flüssigkeit, der sich aus dem Hals einer umgefallenen bauchigen Flasche aus braunem Glas ergoss. "Nun schau dir diese Verschwendung an!" brummte Alligator Jack, der sich neben seinem Gefährten niedergelassen hatte. "Bester Flinker Hering - eigentlich viel zu schade um ihn hier einfach so zu trinken. Besonders jetzt, wo es keinen Nachschub mehr gibt." "Kein Nachschub?!" erschrak Neoras und beeilte sich nun, die noch immer tropfende Flasche wieder aufzurichten um nicht noch mehr von ihrem Inhalt zu verschwenden "Wieso denn das? Hattest du nicht gesagt, ihr hättet einen Schnapsbrenner im lager? Samachel oder so?""Samuel." korrigierte Jack "Aber das Problem liegt auch gar nicht bei ihm. Wir hatten schon seit Monaten wenig zu trinken. Erst stirbt unser Rohstofflieferant, dieser verdammte Bloodwyn, einfach so weg und dann reißt auch noch die Verbindung nach Khorinis ab. Keine Ahnung, was der alte Stümper da rein misch, irgendeine Zutat kommt aber nicht von hier - und ohne Schiff oder Handel mit den Banditen haben wir's nicht. Naja..." er nahm einen tiefen Zug aus der fast leeren Flasche "...dann hat jedenfalls irgendein Viech Morgan den Bauch aufgerissen und irgendeine Landratte kam auf die Idee, ihn mit dem Schnaps zu betäuben um ihn zusammenflicken zu können. Nun ist es aber nicht so leicht, unseren Entertrupp-Führer zu betäuben, also hat der doch tatsächlich alles gesoffen und lässt nun niemanden an sich heran. Dabei stöhnt er allerdings die ganze Zeit so laut, dass ich ganz froh war, das Lager verlassen zu müssen." "Tragisch." zuckte Neoras gleichgültig mit den Achseln "Viel interessanter ist aber die Frage, was dieser Samuel da in seinen Schnaps mischt. Vielleicht..." "Vielleicht hättet ihr ja mal die Güte, uns wahrzunehmen?" unterbrach ihn nun Daik "Wir sind auch wieder da." "Offensichtlich. Was gefunden?" "Nichts hilfreiches. Allerdings gibt es dort unten einige Wände voller Runen, ein bodenloses Loch im Fußboden, einige Kubikmeter Staub - und eine Riesenspinne. Naja, es gab eine Riesenspinne." der Pirat pfif offenbar mit neuem Respekt durch die Zähne. "Ne Riesenspinne? Nicht schlecht, Junge, nicht schlecht. Greg wird beeindruckt sein. Wir hatten es nur mit'm Crawler zu tun... Hätte nich gedacht, dass ihr mit einem dieser Viecher fertig würdet." "Ja, nun - wie auch immer" versuchte Sinthoras abzulenken ohne das von galder herbeigeführte Missverständnis aufzuklären "wir haben jedenfalls keinen Schatz gefunden. Und ihr auch nicht?" Doch so leicht ließ sich der Pirat nicht abwimmeln: "Ihr habt doch die Zähne dabei, oder? Sind ein Vermögen wert. Skip hat im Oberviertel der Hafenstadt einen einzigen gegen ein Dutzend Schattenläuferhörner eingetauscht. Man muss nur wissen, wo die reichen Käufer sind..." "Garnichts haben wir dabei. Leider gab es im falschen Moment einen Erdstoß, wegen dem ein Teil der Stollen eingestürzt ist. Da war uns eine tote Spinne plötzlich ziemlich egal." "Das Beben haben wir auch erlebt. Naja, was heißt 'erlebt'? Wir waren sozusagen mitten drin." "Schön, schön. Dann haben wir also auf beiden Seiten nicht alle Gänge erforscht, können also nicht sicher sein, ob es nicht doch noch einen Hinweis auf den Schatz gibt." "Schon - aber willst du da allen Ernstes noch einmal rein? Lass den Schatz Schatz sein, hier draußen fällt dir zumindest kein Stein auf den Kopf."

    Da niemand etwas gegenteiliges vorschlagen wollte verharrten sie eine ganze Weile so, bis das Schweigen unangenehm wurde. "Also... was nun?" "Sag du's uns, Chef. Irgendwie müssen wir wohl zu den Piraten." "Wenn das mit der Schatzsuche also nichts wird, wie machen wir es dann?" fragte Galder mit einem Seitenblick auf Jack "Habt ihr nicht ein paar dieser Standardaufgaben, wie zehn Viecher töten, mit der wir Neoras beauftragen könnten während wir schon einmal diesen Samuel besuchen gehen?" "Ne, ganz so einfach ist es nicht. Ihr müsst Henry davon überzeugen, dass ihr zu was zu gebrauchen seid... Sumpfratten töten kann jeder und Fleisch haben wir genug, seit die Razors aus dem Canyon verschwunden sind. Mir fällt auch nichts mehr ein..." "Wir sind Unterhändler der neuen Besetzer der Ruinenstadt. Das muss doch zu was nütze sein? Euer Käpt'n sollte uns so empfangen - es ist ja nicht so, als wollten wir unsere zelte hinter eurer Palisade aufstellen. Es geht nur um's Reden, verdammt." "Früher oder später will einer von euch ins Lager." Ob dieser Dickköpfigkeit entnervt stöhnten die Amaranthler auf. "Wie viel Gold...?" "Vergiss es, dein Gold siehst du nie wieder, wenn du den Amaranthlern den Zugang erkaufst. Aus der Reisekasse bezahlt dieser Arelis das jedenfalls auch nicht." "Hast du eine bessere Idee?" "Vielleicht. Wie währe es damit: Wenn die Piraten uns nicht rein lassen wollen, dann gehen wir einfach zu den Banditen. Genau genommen brauchen wir nur eine der beiden Fraktionen... wenn sie sich also kein Geschäft entgehen lassen wollen, dann wird dieser Greg uns wohl oder übel empfangen. Und zwar im Lager."Selbst nicht ganz von seinen Worten überzeugt schaute Galder in die Runde, offensichtlich gespannt auf die Reaktionen seiner Kameraden.
    Schweigen wird oft falsch interpretiert, aber nie falsch zitiert.
    F. J. Sheen

  13. #13
    Freizeitphilosoph Benutzerbild von Nightprowler
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    Mit gesenktem Kopf, kam Neoras von der Palisade mit dem Durchgang in der Mitte derselben zu der Gruppe, die etwa 70 Meter davon entfernt stand zurück.
    "Dieser verdammt Sturkopf hat mich ausgelacht! Er hat gemeint, die Banditen bräuchten nichts und seien nicht interessiert, da schon genug Nahrung in ihrem Sumpf und genug Gold in ihrer Mine gäbe. Außerdem könne man ihnen kein Fingerbreit weit trauen."
    Nahc einigen Sekunden des Schweigens, meldete sich Daik zu Wort
    Jack, was passiert eigentlich wenn wir in das Lager kommen, indem wir ihn überlisten, kümmert das IN dem Lager jemanden?
    "Ich denke, mal kaum. Henry wird sein Ärger vom Kapitän bekommen und das wird kaum jemanden stören der Kapitän selbst, würde euch höchstens Strafarbeit aufbrummen. Ich befürchte nur Henry wird euch zusammenschlagen, wenn ihr wieder RAUSgeht. Es ist der einzige Zugang.

    "Hauptsache, wir kommen rein, Galder, du musst den Hauptteil erledigen, wie gut bist du im Taschendiebstahl?"
    "Ich? Wie kommst du bei dem Thema auf mich?"
    "Ich sage mal, du hast einen gewissen Ruf in den Kreisen, in denen ich mich bewege und wenn du das durchziehst geb ich dir 15 Goldstücke bar auf die Kralle. Sobald wir hier fertig sind natürlich."
    Ich weiß wie es geht , hab aber noch einiges zu lernen."
    "Das reicht vollkommen, du musst dich schließlich erwischen lassen. Ich nehme mal an du bist ein guter Läufer."
    "Jetzt weiß ich, was du vor hast, aber wie kommt ihr wieder raus ?"
    "Auf die gleiche Weise, wenn es dunkel wird und wir bereit sind, schieße ich einen Feuerpfeil in den Himmel, das ist dein Zeichen. Du musst dich noch einmal bei ihm blicken lassen. Hoffentlich wird er dich verfolgen, schließlich will er ja das zurück, was du ihm geklaut hast, wenn nicht musst du ihn irgendwie von da weg locken, sobald wir sehen, dass er weg läuft rennen wir durch."


    //Wird gegebenenfalls noch erweitert, natürlich kann auch jemand anders schrieben. Hauptsache es geht weiter.
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  14. #14
    Wächter der Ewigkeit Benutzerbild von Black Dämon
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    638
    Jack hatte die erste Ladung Schnaps für Morgen fertig gestellt. Und Samuel hatte ih dem verletzten Piraten bereits verabreicht, als ein neuer Lärm die gerade entstandene Ruhe des Lagers störte. Genervrt rannte Jack, die Flasche "Doppelter Hammer", mit welchen er gerade eine neue Ladung seines Spezialrezepten ansetzen wollte, in der Hand, zum Zentrum der Häusergruppen. Dorthin hatte sich bereits der Großteil der Piraten eingesammelt und schaute zu, wie Henry mit seinen riesigen Krummschwert nach einen schlankeren Mann schlug, der mit seinen Gehstock im Vergleich eher bemittleidenswert erschien und wehement versuchte unter den wuchtigen Hieben hinweg zu tauchen. Ein scheller Satz, der ihn am Bauch streifte, riss den armen Burschen zu Boden. Als Jack näher kam, erkannte er, das es Galder war, den Henry so eben angegriffen hatte.
    Henry. Was bei Adanos ist hier denn los. Warum greifst du meine Freunde an? Freunde? Diese kleine Ratte gehört zu dir? Er hat versucht, mich zu bestehlen. Wir haben einen Brief für den Anführer der Piraten und müssen ins Lager. Argh.. Unmittelbar darauf kamen die Anderen aus ihren Versteck. Jack? Was machst du denn hier? Wie's scheint, euch verdammt nochmal den Arsch retten. Hätte sicher schlimmer ausgehen können, wenn ich nicht da gewesen wäre. Glaubt blos nicht, das jetzt alles vorbei ist. Noch bestimme ICH wer ins Lager kommt und wer nicht und ich sage.. plötzlich betrat eine imposante Gestalt mit einen auffälligen Hut und Augenklappe den Ort des Geschehens. Noch entscheide ich hier Henry. Und was soll dieser Auflauf hier überhaupt bei allen Wassern Adanos. Da dachte ich, man könne sich ein mal ein wenig hinwerfen, nun da Morgen endlch mal still ist, und dann fängst DU hier den nächsten Kravall an. Aber Kaptain.. Kein Aber! Wenn du mir nochmal wiedersprichst, schicke ich dich zum Brettersägen. Und nun zu euch. Was treibt ihr denn hier? Los sprecht, bevor ich euch Kielholen lasse. Wir haben hier einen Brief und.. Und wieso sollte mich das interessieren? Wir.. Jack unterbrach das ganze. Sie gehören zu mir Greg Kaptain Greg. Nur weil du mir damals geholfen hast, wieder in mein Tal zu finden, macht dich das noch lange nicht zu was Besonderen. Also gut. Ich nehme eure Nachricht. Und während ich sie lese findet ihr Skip. Das ist ein Befehl Mit diesen Worten machte sich Greg wieder auf den Weg zu seinen Hütte. Neoras sah die Anderen an. Aber er hat doch die Nachricht gar nicht mit genommen. Ihr habt den Kaptain gehört. Findet Skip. Vorher wird er es noch nicht mal in Erwägung ziehen, eure Nachricht zu lesen. Ne Ahnung, wo Skip hin sein könnte? Warum sollte gerade ich euch helfen? Wegen euch hab ich doch gerade Ärger mit den Kaptain bekommen. Aber wenn ihr mich dann in Ruhe lasst, hier ist er nicht vorbei gekommen. Hey Leute. Argh.. Ich glaube ihr vergesst mich. Ach ja. Möchtest du einen Schluck? Jack hilt Galder die Flasche hin, die er gerade in der Hand hielt. Dieser nahm sie und setzte an. Schon nach ein paar Schlucken wurde ihm Schwarz um die Augen.
    ~~~~
    Als er wieder zu sich kam, lag er auf einer unbequemen Holzpritsche. Als er nach der Wunde fühlte, sprte er, das sie bereits verbunden war. Nachdem alle Sinne wieder beisammen waren, bemerkte er auch, wie ihn die Anderen gespannt anschauten. Na einer ist ja schonmal wieder wach. Was.. Wieso einer? Nachdem du umgekippt wars, und Jack erzählt hatte, das ein starker Schnaps in der Flasche war, hatte Neoras gleich die restliche Flasche geleert. Was ist mit mir? Sieh mal einer an. Auch schon wach. Ich hab mich etwas umgehört. Nach allem was ich gehört habe, lässt sich vermuten, das Skip in einer der beiden Höhlen hier ist. Eine erreichen wir über den Strand, zur Anderen müssen wir allerdings schwimmen. Was machst du eigentlich hier Jack? Was soll ich schon groß machen? Ich wollte neue Vorräte einkaufen. Aber da Skip nun leider weg ist, wird wohl nichts draus. Nun denn wenn ihr euch wieder fit fühlt, sollten wir uns auf den Weg machen, ihn zu suchen.
    Geändert von Black Dämon (16.3.10 um 18:18 Uhr) Grund: Schlechtschreibfehler

    Verblei'n wir die Luft ein wenig. Mal sehen, wer umfällt!
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  15. #15
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    "Ihr wisst doch erst der Auftrag, dann der Alkohol. Sonst kann das böse ändern, oder willst du schon besoffen auf ne Siegesfeier?"
    "Ach Halt's Maul! Wo müssen wir eigentlich ez hin?"
    Keine Ahnung, aber wenn er an Henry nicht vorbei ist, würde ich einfach mal am Strand entlanggehen, oder?"
    "Würde ich auch machen, in beiden Richtungen kommt dann eine Höhle und meistens findet man irgendwas in Höhlen, vielleicht hat sich das auch Skip gedacht."
    "Gibt es denn Monster an dem Strand hier?"
    "Werden wir schon sehen. Am Strand laufen ja meistens nur Lurker oder Warane rum, die schaffen wir schon."
    "Gehen wir zuerst nach rechts, da müssen wir nicht schwimmen und klettern."
    Gesagt getan, so gingen sie in die von Jack beschriebene Richtung bis sie eine Steilwand mit einer Öffnung darin sehen konnten.
    Davor hockte jedoch ein fetter Lurker mit einer großen Narbe über dem linken Auge.
    Alle zogen die Waffe ihrer Wahl und schritten in dichter Formation vor.
    Sobald sie die Waffen gehoben hatten, registrierte Der Lurker sie ebenfalls.
    Noch blieb er zögern stehen und machte ein paar Drohgebärden, während die Gruppe langsam, doch anscheinend durch nichts aufzuhalten, vorranschritt.
    Der Lurker verstärkte die Drohgebärden noch.
    Als die Gruppe nur noch eineinhalb Meter von ihm entfernt war spannte er seine Muskeln und machte einen gewaltigen Sprung.
    Etwa in Brusthöhe sprang er ganz knapp links von ihnen, wo Sinthoras , der sich duckte und hinter die Gruppe zurückwich, war, vorbei und flüchtete ins Wasser.
    "So ein Angsthase, ich war voll in Kampfstimmung."
    Dann drehte sich Neoras von ihnen weg und reierte wie ein Elch auf den Strand."
    "Puh, der Schnaps hats in sich."
    "Ja ja. Du hast einfach nur so einen empfindlichen Magen, wie ein kleines Mädchen."
    "Sei leise, wenigstens kann ich schon alleine aufs Klo."

    Da drinnen ist es ziemlich dunkel, hat jemand eine Fackel?

    Die ganze Gruppe schüttelte die Köpfe oder zuckte mit den Schultern.
    "Ich habe aber was besseres."
    Jack konzentrierte sich kurz und machte eine Geste mit seinen Händen.
    Ein schwaches, kaum in der Sonne erkennbares Licht erschien über ihm. Das selbe wiederholte er noch zwei Mal konzentrierter, während das Licht stärker wurde. Man konnte es jetzt als starkes blau-violettes Leuchten erkennen, das über Jack schwebte.
    "Hast du das erst gelernt, oder konntest du das schon immer?"
    "Ich bin voller Geheimnisse und habe viele Fertigkeiten, vergiss das nie." Jack machte eine Pause in der er mehr oder weniger staunende Gesichter entdeckte.
    "Aber das hier hab ich vor ein paar Stunden gelernt. und ich brauche, wie ihr gesehen habt noch etwas Übung, bis ich es auf Anhieb stark genug habe."
    Grinsend gib er in die Höhle, während das Licht über ihm schwebte.
    Die Anderen folgten ihm.

    Nach einem kurzen leicht gewundenen Gang kamen sie in einen kleinen, scheinbar vom Wasser geschaffenen runden Raum, den Jacks Licht voll ausleuchtete.
    Ein Schattenläuferskelett lag am Boden und die Decke war mit einigen Spinnenweben bedeckt.
    Doch das wichtigste war der Schnarchende am Boden mit einer leeren Rumflasche daneben.

    Neoras trat ihn leicht, um ihn aufzuwecken.
    Als er sich nicht rührte trat er ihn nochmal fester.
    "Aufwachen!"
    Der Mann stand langsam, immer noch teils betäubt vom Schlaf, auf und rieb sich die Augen.
    "Was macht ihr denn für ein Lärm und warum weckt ihr mich? Und was machst du hier Jack?"
    "Hallo Skip. Wir sollen dich ins Lager zurückbringen, du wirst vermisst."
    "Da setz ich keinen Fuß rein, bis Morgan aufhört rumzuheulen und uns alles wegzusaufen, was glaubst du warum ich mich mit der letzten Flasche Rum abgesetzt habe?"
    "Da kannst du beruhigt sein, ich brenn ihm einen Schnaps,dass er ne Woche still ist!"
    "Warum bin ich dann noch hier? Los gehts, ich vermisse meine bequeme Hütte."
    Zusammen schritten sie aus der Höhle und standen vor 4 Lurkern.
    Mittendrin derjenige mit der Narbe.
    "Der Mistkerl hat sich nur Hilfe geholt."
    Während Daik und Skip ihr Bögen zogen, stürzten sich die anderen in den Nahkampf.
    Neoras wich zwei Angriffen aus, lies sich bei dem Dritten fallen, sodass die Klaue nur Zentimeter über seinem Kopf vorbei sauste und stach dem Lurker dann mit seinem Schwert von unten in den Hals.
    Jack wehrte die Angriffe des Lurkers mit dem Schwert ab, während er versuchte ihm mit dem Dolch immer wieder kleinere Wunden zuzufügen, was ihm ein bis zweimal schaffte, bis er ihm eine ernstahfte Verletzung an dem Vorderfuß zufügte und ihm Neoras, der seinen erledigt hatte ihm zur Hilfe kam und sie ihn gemeinsam niedermachten.
    Die Neulinge hatten schon mehr Probleme. Nur mit Mühe konnten sie den Angriffen ausweichen oder sie mit ihren Waffen ablenken, während sie immer schneller zu der Wand gedrängt wurden.
    "Sinthoras, Galder , RUNTER!"
    Daik schoss, auf den vorderen, der nur zehn Meter entfernt war und ihm einen schweren Treffer im Brustbereich zufügte, während Skip auf den Zweiten schoss , der nach dem Kopfschuss sofort tot zur Seite kippte.
    Der Lurker, gegen den Sinthoras Kämpfte zuckte zusammen und brach kurz ein, war jedoch sofort wieder auf den Beinen, konnte jedoch Sinthoras Angriff nicht mehr abwehren, der ihm einen tiefen aber nicht sofort tödlichen Schnitt am Hals verschaffte, aus dem das Blut einen Meter spritze.
    Dann trafen ihn zwei weitere Pfeile, da Sinthoras noch weiter zurückgewichen war, um nicht rot angestrichen zu werden in dem Kopf und Hals, worauf ihr letzter Gegner im Sand verendete.
    You don't have a Soul. You are a soul. You have a body.
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  16. #16
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    Keuchend stützte sich Galder auf seinen Wanderstab und versuchte, wieder zu Atem zu kommen. Der unerwartete Kampf hatte ihn, wie er erst jetzt merkte, stark mitgenommen und die schnellen, ruckartigen Ausweichbegegnungen hatten seine Bauchwunde, die Jack erst vor zwei Stunden notdürftig geheilt hatte, wieder aufbrechen lassen. Klebriger Lebenssaft verschmierte sein dunkelgrünes Wams und färbte die Ränder des Risses dunkel. Etwas warmes rann seine Hüfte entlang, drang unter dem Saum des Wamses hervor und tropfte auf sein rechtes Knie. Stöhnend ging Galder langsam in die Knie und setzte sich auf einen der vom Salz der Brandung fleckigen Stein.

    Knirschend drang Jacks Dolch durch den knorpeligen Kehlkopf des letzten verwundeten Lurkers. Die Beine des Tieres zuckten ein letztes mal krampfhaft, dann verloren die großen bronzenen Augen ihren Glanz und der Kopf des Untiers fiel zurück in den blutgetränkten Sand. Neoras hatte unterdessen einem weiterem tödlich verwundetem Monstrum mit seiner Axt den Schädel eingeschlagen. Weniger elegant doch äußert wirkungsvoll hatte diese Methode doch einen nicht zu unterschätzenden Nachteil, denn der Kämpfer musste nun feststellen, dass er Stiefel und Hose bis zur Mitte des Oberschenkels mit einer ekelerregenden Mischung aus Hirn, Schleim und Blut bespritzt hatte. Brummend wischte er mit der linken Hand so viel wie möglich davon weg um diese und seine Waffe dann im Meer zu waschen. Als er sich wieder umdrehte fiel sein Blick auf Galder, der mit schmerzverzerrtem Gesicht seine Seite hielt. "Stell dich nicht so an, Junge. Mein Schädel brummt unter Garantie noch mehr als diese Schramme weh tun kann - und ziehe ich hier etwa solche Grimassen?" "Hast du den Säbel gesehen? Damit kann man ein Molerat in der Mitte durchhauen..." "Schon möglich" brummte Neoras und kratzte sich an der stoppeligen Wange "aber ich wette, Henry rasiert sich auch jeden morgen damit. Das die Waffe groß und scharf ist ändert nichts daran, dass Henry dich nicht richtig getroffen hat." "Pah, dann bist beim nächsten Mal du der Lockvogel!" "Gern. Wenn du dafür die Monster aus dem Weg räumst..." "Neoras, halt die Klappe und pack deine Axt ein. Galder, stell dich nicht so an. Wir machen jetzt noch ein paar Minuten pause, dann geht's zurück zum Piratenlager. Mit ein bisschen Glück hat der alte Samuel noch genug Zutaten für den Schnaps, dann sind wir hier morgen früh fertig."

    Seufzend verteilten sich die Männer über den Strand. Skip entkorkte die schon mehr als halb leere Rumflasche, was Neoras veranlasste, sich zu ihm zu gesellen. Jack dagegen setzte sich etwas abseits von den beiden in den Sand, streckte die Beine aus und ließ den Blick über den Horizont schweifen. Irgendwo dort, jenseits der Schwelle, an der das grünblaue Meer in den wokenverhangenen, graublauen Himmel überging, musste Varant liegen. Gegen das Licht blinzelnd stellte der Ritter den heißen, groben, mit Steinsplittern versetzten Sand vor, der so anders war als die sanften, winzigen Körnchen, die sich hier an seine Haut schmiegten. Wie kommt es, dass die Natur dort und hier sich so sehr unterscheidet, aber die gleichen Tiere die Welten bevölkern? Sind sie geschwommen? Oder waren die Landmassen wirklich einmal verbunden, wie die alten Steintafeln behaupten? Schwimmen die Inseln etwa wie ein großes hölzernes Floß auf der ewigen See Adanos'? Und wenn das wahr ist, warum gibt es hier andere Pflanzen als in Khorinis - aber einige Pflanzen wachsen in allen drei Ländern?
    Derartig von der Schöpfung der Götter in seinen Bann gezogen bemerkte Jack gar nicht, dass Sinthoras und Galder sich den erschlagenen Lurkern genähert hatten. Interessiert schritt Sinthoras die Länge des ersten Monstrums ab, blieb dann bei dessen Schwanzspitze stehen und hob diese an. "Eklige Viecher" bemerkte er und ließt die klamme, feuchte Haut los. "Sind das Reptilien oder Amphibien?" "Monster." zuckte der Angesprochene mit den Schultern"Aber pass auf deine Hände auf, diese Biester haben irgendeinen giftigen oder ätzenden Schleim auf der Haut. Der wird dir zwar nicht gefährlich, juckt aber nach einer Weile ziemlich und du bekommst einen roten Ausschlag." "Du willst also wirklich Jäger werden?" entgegnete der junge Mann und rieb seine Hände sorgfältig mit etwas Sand ab"Oder warum weißt du sonst so viel über diese Tiere?" "Ach was, Jäger. Bei denen mache ich nur mit, weil ich ja irgendwo dazu gehören muss und ganz gut schleichen kann... oder meinst du, mit Stab und Dolch kann man gut jagen? Nein, ich habe keine Ahnung von Viechern." sagte Galder um mit einem Blick auf Sinthoras' skeptisch hochgezogene Augenbraue hinzuzufügen: "Aber ich habe im Tempel dieser Ruine im Minental ein paar interessante Bücher über Alchemie gefunden. Dabei war auch eines über verschiedene tierische Gifte..." "Ach, daher weht der Wind. Hätte man sich ja denken können." "Es gibt viele Arten zu kämpfen, dafür braucht man nicht unbedingt eine Axt..." "Hmnja." gab der Jüngere einen unverbindlichen laut von sich. "Was machst du da?" "Ich suche die Gallenblase. Angeblich kann man da.... üäääh" angewiedert wichen die beide von dem Kadaver zurück, den Galder soeben mit seinem Dolch geöffnet hatte und der nun einen unheimlichen Gestank verströmte. Offensichtlich hatte Galder den Schnitt falsch angesetzt und die falschen Organe durchtrennt, denn solche Gerüche entwickelten sich nicht, wenn ein erfahrener Kürschner am Werk war. "Vielleicht versuchst du's besser bei dem da drüben? Und dieses Mal an einer anderen Stelle?"

    Minuten später -Skip hatte seine Flasche schon wieder eingesteckt und lehnte faul an einem Felsen während Neoras sich ein wenig die Beine vertrat und Jack übers Sinnieren eingeschlafen zu sein schien- zog Galder wenig begeistert ein gelblich-rotes, blutverschmiertes Stück zerschnittenen Knorpels aus dem toten Lurker. "So sollte das eigentlich nicht aussehen." "Aber was soll's, Gallenblase ist Gallenblase. Jetzt brauche ich nur noch etwas, in dem ich sie transportieren kann..." "Ich glaube, in Skips Höhle lagen ein paar leere Flaschen. Die sollten ja wohl ausreichen."
    Tatsächlich fand Galder eine nicht zerbrochene aber recht staubige Flasche, die Skip in das Loch, wo der Schlächter des Schattenläufers dessen Horn aus dem Schädelknochen gebrochen hatte, abgestellt hatte. Grinsend kehre er zum Kadaver zurück und fing etwas vom Blut des Lurkers im gläsernen Gefängnis auf, in das er anschließend die Blase gab. Er verkorkte das Gefäß sorgfältig, dann hob er die bauchige Flasche auf Augenhöhe und betrachtete das kleine Organ, dass dort auf dem dunklem Blut auf und ab dümpelte. Auch Sinthoras beobachtete alles fasziniert. "Du hast mir übrigens eben nicht richtig geantwortet. Wie stehst du zu Giften?"



    Schweigen wird oft falsch interpretiert, aber nie falsch zitiert.
    F. J. Sheen

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