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Alt 6.12.09, 19:09   #129
Welcome to the Suicide
 
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Re: Michael Jackson GESTORBEN


Es wundert mich ja, das dieser Hype schon so lange andauert...auch wenn MJ ein großer Künstler war und auch für meinen Geschmack das eine oder andere gute Lied geschrieben hat, bleibts für mich der Tod eines "normalen" Menschen.
Trauern ist eine feine Sache die Menschen helfen kann übder Dinge hinwegzukommen, aber ich kann die Situation mal aus meinem Schulalltag beschreiben, in dem plötzlich alle seine Musik im Ohr haben, T-Shirts von ihm tragen, in Scharen in den Film rennen und so weiter und sofort.
Das ist keine Trauer mehr, das grenzt schon an Hysterie.

Ich erwähnte es mal in einem Beitrag den ich hier vor ein paar (vielen) Wochen schrieb:
Als er lebte...wollte niemand mehr an ihn glauben, jeder hat sich das Maul zerissen, wegen dem angeblichen Missbrauch, seinen stets verhüllten Kindern...jetzt ist er tot und daraus wird ein unglaublicher Profit geschlagen, seine Familie tingelt von einer Talk-Show zur anderen, ein Interview folgt dem nächsten, der Ausschnitt wo seine Tochter die paar Worte schluchzte kusierte tagelang in den Medien.
Ich habe nichts dagegen wenn Menschen meinen sich dem Hype anschließen zu müssen, aber für mich ist einiges schon an der Grenze zur Ausschlachtung eines toten Menschen und reine Perversion.

Schon allein das ich eine Zeit lang mit den Worten:<<Wusstest du schon das neuste...MJ ist tot<<, begrüßt wurde, sagt alles und heute, Monate später, ist das immer noch so.
Es mag sich sentimental anhören, doch der Tod eines Menschen sollte nie so ausaaten das er irgendwann als Witz wahrgenommen wird und das ist leider der Fall geworden.
Was soll man da sagen...selbst im Tod kann man ihn nicht ruhen lassen.

Lg
Amusei
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Lenariet (6.12.09)
Alt 7.12.09, 09:35   #130
KleineKatze
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Ich muss mich langsam ehrlich wundern, wie konnte man nicht darüber entsetzt sein oder verstehen wie Menschen, durchdrehen oder oder zu weinen beginnen, wenn sie sahen wie am 11.Sep. ein Flugzeug in die Twin Towers raste?
Vielleicht sehe ich das nur als zu überdramatisch oder überzogen.
Nur ich war damals zu den Zeitpunkt in der Arbeit, ging zu der Elektroabteilung, und sah alle Mitarbeiter vor den Tv-Bildschirmen versammelt, und alle guckten nur geschockt auf den Bildschirm.
An Arbeit war danach nicht mehr zu denken.
Ich habe nicht losgeheult, es war eher mehr ein Gefühl von Fassungslosigkeit und Hilflosigkeit, zu sehen, wieviele Menschen in diesen Moment um ihr Leben kämpften,und starben und man nichts tun konnte außer zu zu sehen..
Ich verlange ja nicht das jeder diesen Hype um Mj nachvollziehen muss, aber Hallo Leute, der 11 Sepetember war und ist ein Ereginiss was keinen kalt lasen darf.
Tausende starben, und es wurden genug Familienangehörige die heute noch darunter leiden zurück gelassen.
Vor zirka einer Woche laß man in der Zeitungen Mitteliungen die Menschen aus den Twin Towers an ihre Angehörigen verschickten, quassi als letzte Mitteilung, wißt ihr wie beklemmend das Gefühl ist die Worte eines Toten zu lesen?!
Ich konnte den Hype um Lady Di oder Mj nie nachvollziehen.
Ich mochte beide, Lady Di respektierte ich wegen ihrer Wohltätigkeit und Warmherzigkeit, Mj wegen seines Allrounds-Talents und seinen Songs als Künstler.
Und nein ich besitze kein Album von ihm, trotzdem gibt es viele Songs von ihm die ich liebe und das ist auch der Grund wieso man an sich an Mj immer erinnern sollte,nicht als toten, sondern als einen großartigen Entertainer der uns viel durch seine Musik gab.
So etwas wie ihn wird es kein zweites mal mehr geben!
Das allein sollte genug sein das Er uns in Erinnerung bleibt, wieviele Künstler schaffen das heut zutage noch?
Das einzige was mich nur am meisten ankotzt ist das offenbar Jackos Vater aus dem Tod seines Sohnes den meisten Profit rausschlagen will, und ich denke das man dauernd noch was von Mj in den Medien hört. dürftte zum Großteil auch sein Handwerk sein.
Ich wünsch Mj Frieden und das man ihn nie als den Künstler vergißt der Er einst war.

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Alt 7.12.09, 09:46   #131
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Zitat:
Zitat von KleineKatze Beitrag anzeigen
Ich muss mich langsam ehrlich wundern, wie konnte man nicht darüber entsetzt sein oder verstehen wie Menschen, durchdrehen oder oder zu weinen beginnen, wenn sie sahen wie am 11.Sep. ein Flugzeug in die Twin Towers raste?
Vielleicht sehe ich das nur als zu überdramatisch oder überzogen.
Nein, du siehst es nicht dramatisch und überzogen, sondern hast mich nicht verstanden.

Ich sprach nicht davon, dass man bei so einer schlimmen Sache keine Regungen zeigen sollte, sondern davon, dass es Leute gibt, die sich dann jeden Sender suchen, der es zeigt, sich davon alles angucken, nur um in der Massenhysterie mitzuschwimmen. Trenne das bitte.

Lassen wir diese Diskussion, sie gehört nicht hierher.
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Alt 7.12.09, 17:26   #132
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Zitat:
Zitat von KleineKatze Beitrag anzeigen
Vor zirka einer Woche laß man in der Zeitungen Mitteliungen die Menschen aus den Twin Towers an ihre Angehörigen verschickten, quassi als letzte Mitteilung, wißt ihr wie beklemmend das Gefühl ist die Worte eines Toten zu lesen?!
Ehrlich?
Davon habe ich bei uns nix gelesen *kopfkratz*
Ich habe aber so das Gefühl, dass das eine gewisse Zeitung mit vier großen Buchstaben geschrieben haben könnte. *hust*

B2T:
Lady Di...ich war da noch eine kleine Amusei, aber ich kann mich noch dran erinnern wie meine Mutter damals mit offenem Mund vor dem Fernseher saß und das in den Nachrichten lief.
Aber da war das ja nichts anderes...eine Riiiiiiiiiiiesen-Welle.
Nach und nach kamen dann alle "schmutzigen" Details ans Licht über ihr Privatleben und blubberblubb...

Im Grunde kann man sagen das sich das bei berühmten Persönlichkeiten, die die Welt irgendwo beeinflusst haben immer der Fall ist. Wochen-/Monatelange Berichte, Skandale und >Hach war er doch ein guter Mensch.<
Ich seh darin eigentlich nur die Klatschgeilheit diverser Medien, sowas verkauft sich eben immer recht gut.
Finde ich persönlich etwas abartig, aber was soll man da machen- außer diese Medien nicht zu konsumieren.
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JAYNAY (7.12.09), Zynorism (8.12.09)
Alt 7.12.09, 18:52   #133
Cold As Ice

 
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Re: Michael Jackson GESTORBEN


Lustig finde ich, dass sich immer wieder über "die Medien" ausgelassen wird. Dabei sind eben diese nichts anderes als ein Spiegel unserer Gesellschaft. Dort, wo nur Quoten und Verkaufszahlen etwas zählen, darf man sich über mangelndes Niveau in einer Zeit, wo jamba-Klingeltöne wichtige Ausdrucksmittel der eigenen Persönlichkeit sind, nicht wundern.
Das Internet beispielsweise ist eine tolle Sache. Jedoch trägt es, aufgrund der fehlenden "Filter", was Seriösität angeht, massivst zur Verdummung des Konsumenten bei. Halbwahrheiten und Gerüchte werden so zur alles bestimmenden Schlagzeile.


Im übrigen bekomme ich persönlich eigentlich, abgesehen von den paar Beiträgen hier, kaum noch etwas von einem Micheal Jackson Hype mit. Ich weiß nicht, wieso das hier bei anderen Usern nicht genauso sein mag. Wahrscheinlich deshalb, weil man eben doch nur von Klatschmedien angesteckt die Schlagzeile suchen will und dann auch findet, welche sich mit diesem Thema beschäftigt.
Sei es drum. Irgendwas ist ja immer...
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Alt 8.12.09, 00:15   #134
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Zitat:
Zitat von BlackHorizon Beitrag anzeigen
Im übrigen bekomme ich persönlich eigentlich, abgesehen von den paar Beiträgen hier, kaum noch etwas von einem Micheal Jackson Hype mit. Ich weiß nicht, wieso das hier bei anderen Usern nicht genauso sein mag. Wahrscheinlich deshalb, weil man eben doch nur von Klatschmedien angesteckt die Schlagzeile suchen will und dann auch findet, welche sich mit diesem Thema beschäftigt.
Sei es drum. Irgendwas ist ja immer...
Nana.

Es geht hier ja allgemein um den Hype der WAR. Und darum, was wir da für eine Meinung zu haben. Es ist durchaus legitim, sich auch jetzt noch darüber zu äußern, auch wenn der MJ-Hype inzwischen wesentlich zurück gegangen ist. Viele Beiträge werden jetzt ja auch allgemeiner verfasst und dazu sollte man das Recht haben, ohne irgendwelche Unterstellungen lesen zu müssen.
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Alt 8.12.09, 10:12   #135
KleineKatze
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Zitat:
Zitat von Amusei Beitrag anzeigen
Ehrlich?
Davon habe ich bei uns nix gelesen *kopfkratz*
Ich habe aber so das Gefühl, dass das eine gewisse Zeitung mit vier großen Buchstaben geschrieben haben könnte. *hust*
Mag daran liegen das es eine österreichische Zeitung und keine deutsche ist, und die wirst du wohl kaum gelesen haben, und rein zufällig nennt die Zeitung sich Heute, und nicht Bild.
Die Bild lese ich maximal dann wenn ich mir kein Niveau erwarte, aber keine ernsten Nachrichten.
Schön das manche meinen, jeder würde nur hier aus Deutschland kommen, und deutsche Zeitungen lesen, kommt mal von dem runter, es gibt auch österreichischer User hier, danke...

Geändert von KleineKatze (8.12.09 um 10:21 Uhr).
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Alt 14.12.09, 11:47   #136
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ja, er hatte, teilweise, begnadete lieder + videos.
ja, er ist wohl einer der wenigen schwarzen die sich bleichen ließen.
ja, es wurde wohl mehr als die nase gerichtet.
ja, er zahlte unsummen um prozesse wegen kindesmissbrauchs abzuwiegeln.
ja, seine familie stürzte sich auf sein vermögen dass wohl doch die schulden überstieg wie ein schwarm geier.

nein für mich war er nicht der allergrößte.
nein, ich kann nicht über die missbrauchsvorwürfe hinweg sehen nur weil er einige gute lieder hat.
nein, auch sein letztes hemd hat keine taschen.

vielleicht rockt er jetzt mit elvis + john lennon
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SIE LACHEN ÜBER DAS GESETZ, ABER SIE LACHEN NICHT ÜBER MICH!
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Alt 19.12.09, 22:32   #137
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Re: Michael Jackson GESTORBEN


Zitat:
Zitat von KleineKatze Beitrag anzeigen
Ich muss mich langsam ehrlich wundern, wie konnte man nicht darüber entsetzt sein oder verstehen wie Menschen, durchdrehen oder oder zu weinen beginnen, wenn sie sahen wie am 11.Sep. ein Flugzeug in die Twin Towers raste?
Kann man das verstehen? Vielleicht. Aber genau da ist der Punkt, den ich teils widerlich finde: diese Gesellschaft ist in einem extremen Maße überemotionalisiert, was sich auf so viele unterschiedliche Bereiche gleichzeitig auswirkt. Ich könnte (und sollte vielleicht) ganze Abhandlungen zum Thema Selektion von emotional transportierten Informationen schreiben, aber das haben einige wenige Andere wesentlich besser gemacht, als ich es könnte. Die auf Emotionen basierende Informationsvermittlung neigt nicht selten dazu, Tunnelblicke in extremsten Ausmaßen zu produzieren und Informationen vorzuenthalten. Wenn man Bilder von Leuten sieht, die aus einem brennenden Hochhaus springen, dann neigt man dazu, sich leichter gegen den vermeintlich Schuldigen zusammenzurotten und die Kausalitätenfrage komplett außer Acht zu lassen. M.E. wird seit dem 11. September vermehrt mit diesem Effekt gespielt. Aber das ist ein anderes und wesentlich komplexeres Thema; bleiben wir bei themenverwandteren Dingen.

Informationsvermittlung und Unterhaltung funktioniert in diesem Lande zum großen Teil nur noch auf emotionaler Basis; in den (oftmals gestellten) Doku-Soaps wird auf Anteilnahme und Mitleid oder aber auch auf mangelnde Identifikation und offene Feindseligkeit gegen bestimmte, als untragbar umschrieben und dargestellte Lebenssituationen gesetzt. Die Emotionalisierung des Zuschauers ist absolut Teil des Prinzips und auch Teil der Manipulation. So entsteht u.a. ein (doch eher realitätsfernes) Bild von "DEM Hartz-IV-Empfänger". Dieses Bild zeichnet sich nicht durch eine kritische Hinterfragung sozialer und Zustände an Bildungseinrichtungen aus, sondern einzig und allein durch die kritiklose Annahme eines als gemeingültig dargestellten Beispieles, demgegenüber der geneigte Zuschauer Abscheu empfindet und welches nicht selten auch zu dem solidarisierenden Kredo führen soll: "Damit der Penner sein Luxusleben führen kann, muss ich 10 Stunden am Tag malochen!"

Auf derselben Schiene funktionieren (verwerflicher Weise) öffentlich-rechtliche "Politmagazine", die dem Zuschauer kaum Pro- und Contra-Meinungen zur Verfügung stellen, sodaß jener sich über das gezeigte Thema eine eigene Ansicht bilden kann, sondern es wird- nicht selten gepusht durch besonders skandalträchtige Anschuldigungen und offensichtliche Halbwahrheiten- ein emotionales Bewusstsein für ein ganz offensichtliches Unrecht oder Übel geschaffen, mit dessen Beseitigung sich der Zuschauer aufgrund der ihm zur Verfügung gestellten Informationen ganz eindeutig solidarisch zu erklären bereit ist. Diese Art der "Berichterstattung" hatte- zumindest meiner Erinnerung nach- seine flächendeckende Premiere mit der Kampfhunddebatte Ende der 90iger.

Die Emotionalisierung bei Todesfällen wird in dieser Gesellschaft natürlich auch finanziell ausgenutzt. Ich habe damals nachts die Todesnachricht Jacksons mehr oder weniger "live" mitbekommen, da ich CNN angeschaltet hatte. Ich zappte dann zwischen den Kanälen und sah, dass auch VIVA kurzfristig das Programm geändert hatte. Es liefen vermehrt Jackoclips und in dem Werbetext für den sehr kruden SMS-"Chat" stand sinngemäß etwas wie: "Der King of Pop ist tot! Schreibe uns, wie Du Dich nach der Nachricht fühlst!" Im Laufe der letzten Monate wurde auch an entsprechenden Werbeplätzen immer wieder auf Best-Of-Compilations hingewiesen, die natürlich so schnell es ging in die Presswerke gebracht wurden. Hey, wenn Jacko das erlebt hätte- seine Vorbereitungen zur Abschiedstour hätte er sich sparen können.

Ganz perfide ist der Umgang mit dem Tode Robert Enkes gewesen, aber dazu wurde- zumindest im Internet- einiges gesagt. Da sendet ein ProSieben-Magazin live, wie die Witwe gerade die Meldung erhält, dass ihr Mann ins Krankenhaus gekommen ist. Und eine ganze Nation steht für einige Tage Kopf und jeder redet von den gemeingefährlichen Folgen einer Depression;- Phoenix macht einen ganzen Thementag zur Depression. Bis dato habe ich noch nichts davon gehört, ob jetzt irgendein Psychologe plant, ein eigenes Psychogramm zu Robert Enke zu erstellen und die Profifußballer mal alle präventiv zur Vorsorgeuntersuchung zu schicken- neben den latent Homosexuellen lauert da ja schon immer das Potential geheimster Geheimnisse, die man dann vielleicht auf Kerners neuem Sendeplatz thematisieren könnte- dann stimmt's auch wieder mit den Quoten und vielleicht heult dann nochmal jemand so schön, wie es damals Frau Feldbusch vorgemacht hat.

Als Jörg Haider gestorben ist, hat der RTL-Shop eine Volkslied-CD angepriesen, auf der Haider selbst österreichische Schlager trällert- keine Ahnung wo zur Hölle die diese Aufzeichnungen aufgetrieben haben, aber das Angebot scheint sein Ziel nicht verfehlt zu haben ...

Worauf will ich hinaus? Wir werden überversorgt mit (u.a. außerordentlich künstlichen) Emotionen, werden für alle möglichen Themen emotionalisiert und sensibilisiert und scheinen kaum zu bemerken, wie nicht nur die Wirtschaft, sondern auch verschiedene andere propagandistische Interessengruppen diese emotionale Überversorgung zu ihrem Vorteil nutzen. Das hat mittlerweile auch schon traurig Eingang gefunden in die Schulcurricula;- zumindest im Bezug auf die Hauptschule weiß ich, dass hier in einigen Bundesländern keine politische Aufklärung mehr im Vordergrund steht, sondern dass der Schüler sich emotional mit den DDR-Bürgern identifizieren soll: Hier gilt das sehr verallgemeinernde Kredo, dass es den Menschen in der DDR sehr schlecht ging, und dass sie froh waren, als mit dem Sturz der Mauer auch die totale Freiheit Einzug hielt. Mal ganz davon abgesehen, dass das sehr plakativ formuliert ist, wird den Hauptschülern an einigen Schulen folglich nichts mehr über das System der DDR vermittelt, sondern nur noch ein Bewusstsein für das "Böse" und das vermeintlich "Gute". Eine ähnliche Linie lässt sich auch im Bezug auf das dritte Reich erahnen.
Die Steuerbarkeit der Zielgruppen über gezielt emotionale Beiträge macht mir ernsthaft Sorgen. Und im Falle Jacksons auch die vorauseilende Trauer, die so viele empfunden haben, die diesen Mann zuvor entweder nie gehört, oder sich sogar offen gegen ihn ausgesprochen haben (aufgrund der Mißbrauchsvorwürfe). Ich finde es erschreckend, wie leicht sich einige Menschen in ihrem Verhalten durch emotional aufgemachte Berichte und Werbestrategien beeinflussen lassen und sehe dies als eine potentiell nicht ungefährliche Entwicklung.
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Haine (20.12.09), JAYNAY (20.12.09), Lenariet (21.12.09), Sly Boots (20.12.09), Synchro! (28.12.09)
Alt 20.12.09, 12:17   #138
KleineKatze
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Wenn man Bilder von Leuten sieht, die aus einem brennenden Hochhaus springen, dann neigt man dazu, sich leichter gegen den vermeintlich Schuldigen zusammenzurotten


Ich weiß nicht Wie Du oder andere den Anblick hinnehmen oder verkraften wenn jemand verzweifelt sich aus einen Hochhaus stürzt, um einen schnellen Tod zu finden.
Mich haben solche Szenen bestürzt und traurig gemacht, das Menschen aus purer Verzweiflung so weit gehen, weil sie keine Chance auf Rettung mehr sehen, ihr Leben zu beenden..


Um auf den Rest kurz ein zugehen, es ist klar das die Medien gezielt dafür genutzt werden um auf die Tränendrüse der Leute zu drücken, oder das man ihnen versucht das Geld aus der Tasche zu ziehen, in den man nun genug Produkte von Mj raus bringt.
Wiederum denke ich für einige wird zb die Dvd das letzte Mitel gewesen sein, wo sie als Fan Mj noch mal lebendig sehen konnten, warum ihnen diese Freude nehmen und es trüben?
Wenn jemand meint sich noch Mj Alben kaufen zu wollen soll er doch, ich besitze kein einziges Mj Album bin ich deswegen nun heuchlerisch, wenn ich sage viele seiner Lieder zu mögen?
Ich störte mich nicht so sehr daran wenn die Leute diese Dinge tun, in den meisten Fälllen tun sie es doch nur aus Fanliebe und weil sie sich an Mj zurück erinnern wollen.
Es ist klar das man viele tragische Ereignisse dazu leider gezielt nützt, um sie über zu dramatisieren, und um damit Schlagzeilen, in Tv und Zeitung zu erzielen, und die meisten damit nur abzielen, mehr Einschaltqouten oder mehr Leserzahlen dadurch versuchen zu kriegen.
Es wird immer Leute gebend die von der überdramatik von solch einer Welle mit schwappen, und wiederum Leute die das ganze auch nüchtern betrachten können, und trotzdem für die Betroffenen so etwas wie Trauer empfinden.
Man sollte sich immer selbst klar machen wieso das ganze einen seelisch berührt, ich halte nichts von Massenhysterie, aber das man nicht einen Moment mal inne halten soll, und darüber nachdenkt, was am 13 Sep sich abspielte, und man nicht einen Funken Mitgefühl für die vielen Opfer empfindet, empfinde ich leider als falsch.
Es mögen weiß Gott wieviele namenlose sein die wir nicht kennen, trotz allem hatten sie noch ein Leben vor sich, welches durch einen Anschlag ihnen genommen wurde.
Das ist tragisch genug und darf niemals in der Form sich wiederholen und nicht in Vergessenheit geraten.
Das selbe gilt für Mj es wird etwas wie ihn als Künstler kein 2mal geben, und ich empfinde viele Newcomer zum Teil leider nur als pures Mittelmass, denn neben allen Skandalen die Mj hatte, hatte er es doch geschafft immer wieder Lieder zu produzieren welche die Leute mit reißen.
Dafür allein verdient er Respekt und das man ihn nun in Frieden lässt.

Geändert von KleineKatze (20.12.09 um 12:19 Uhr).
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Alt 21.12.09, 00:03   #139
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Ich muss mich langsam ehrlich wundern, wie konnte man nicht darüber entsetzt sein oder verstehen wie Menschen, durchdrehen oder oder zu weinen beginnen, wenn sie sahen wie am 11.Sep. ein Flugzeug in die Twin Towers raste?
Vielleicht sehe ich das nur als zu überdramatisch oder überzogen.
Nur ich war damals zu den Zeitpunkt in der Arbeit, ging zu der Elektroabteilung, und sah alle Mitarbeiter vor den Tv-Bildschirmen versammelt, und alle guckten nur geschockt auf den Bildschirm.
An Arbeit war danach nicht mehr zu denken.
Ich habe nicht losgeheult, es war eher mehr ein Gefühl von Fassungslosigkeit und Hilflosigkeit, zu sehen, wieviele Menschen in diesen Moment um ihr Leben kämpften,und starben und man nichts tun konnte außer zu zu sehen..
Ich verlange ja nicht das jeder diesen Hype um Mj nachvollziehen muss, aber Hallo Leute, der 11 Sepetember war und ist ein Ereginiss was keinen kalt lasen darf.
Tausende starben, und es wurden genug Familienangehörige die heute noch darunter leiden zurück gelassen.
Vor zirka einer Woche laß man in der Zeitungen Mitteliungen die Menschen aus den Twin Towers an ihre Angehörigen verschickten, quassi als letzte Mitteilung, wißt ihr wie beklemmend das Gefühl ist die Worte eines Toten zu lesen?!
Ich konnte den Hype um Lady Di oder Mj nie nachvollziehen.
Ich mochte beide, Lady Di respektierte ich wegen ihrer Wohltätigkeit und Warmherzigkeit, Mj wegen seines Allrounds-Talents und seinen Songs als Künstler.
Und nein ich besitze kein Album von ihm, trotzdem gibt es viele Songs von ihm die ich liebe und das ist auch der Grund wieso man an sich an Mj immer erinnern sollte,nicht als toten, sondern als einen großartigen Entertainer der uns viel durch seine Musik gab.
So etwas wie ihn wird es kein zweites mal mehr geben!
Das allein sollte genug sein das Er uns in Erinnerung bleibt, wieviele Künstler schaffen das heut zutage noch?
Das einzige was mich nur am meisten ankotzt ist das offenbar Jackos Vater aus dem Tod seines Sohnes den meisten Profit rausschlagen will, und ich denke das man dauernd noch was von Mj in den Medien hört. dürftte zum Großteil auch sein Handwerk sein.
Ich wünsch Mj Frieden und das man ihn nie als den Künstler vergißt der Er einst war.
Ich verstehe diejenigen, die den 11. September (jedenfalls rückbetrachtend) weitaus nüchterner sehen als Du und viele andere. Auch ich würde nicht gerade behaupten, dass mich das zu sehr bewegt hätte. Natürlich konnte auch ich mich dem nicht ganz entziehen, denn schließlich wurde (soweit ich mich erinnere) das Fernsehprogramm auf de facto allen gängigen Sendern abgebrochen und innerhalb weniger Minuten wurde überall darüber berichtet. Trotzdem habe ich mein eigenen Reaktionen eher als einigermaßen nüchtern in Erinnerung - bei mir überwiegte vermutlich eher das gafferartige, gewissermaßen morbide Interesse an dem "Spektakel" an sich. Nicht, dass ich mich daran ergötzt hätte - aber geweint habe ich ebenso wenig.

Rückbesinnend ist es natürlich schrecklich, was dort geschehen ist. Wenn ich von Schmerz und Leid höre, etwas derartiges sehe oder sonst wie davon erfahre, neige ich dazu - auch wenn es nur fiktiv ist, d.h. also auch bei z.B. Spielfilmen -, mir immer vorzustellen, wie sich das angefühlt haben muss. Mit völliger Apathie kann ich also dann nicht reagieren. Trotzdem ist auch das nach wenigen Stunden oder Tagen vergangen - denn ich führe mir auch immer vor Augen, wie viel anderes Leid es auf diesem Planeten gibt, welches nicht einmal ansatzweise so viel Aufmerksamkeit erhält wie dies am 11. September der Fall war.

Wenn ich nun um die Toten vom 11. September trauern würde, würden in meinem Hinterkopf also auch z.B. die ganzen hungernden Kinder, die es offenbar in Afrika (aber durchaus auch anderswo) gibt, herum"lungern". Wo soll ich da anfangen, wo aufhören? Weder diese Kinder in Afrika noch die Toten in New York (und übrigens auch die in Washington, die scheint man ja oft zu vergessen) sind für mein persönliches Leben von direkter Bedeutung. Ich war nicht persönlich betroffen und kann, da es eben viel unvorstellbares Leid auf der Erde gibt, mir einfach nicht anders helfen, als es pragmatisch-nüchtern zu betrachten. Wir Menschen müssen unser Handeln, Denken und Empfinden nun mal fokussieren, Wichtiges von Unwichtigem trennen. Von daher würde mich alles andere als diese einigermaßen sachliche Distanz zu diesem Ereignis nur runterziehen und/oder bremsen bzw. überfordern.

Und so wird es vermutlich auch bei den anderen sein, die nicht gerade große Wasserfälle geheult haben. Das werden in jedem Fall diejenigen sein, die nicht persönlich betroffen gewesen sind. Diese waren vielleicht auch kurz geschockt und haben versucht, sich in die Lage der Menschen dort hineinzuversetzen. Doch dann reicht es eigentlich auch.

Und was meinst du überhaupt mit denjenigen, die "durchdrehen"? Weinen verstehe ich noch, aber "durchdrehen"? Wenn jemand die Grausamkeit des Lebens und die Hässlichkeit des Todes nicht verkraften kann, dann zeugt das von Realitätsfremde. Wundert mich aber auch nicht - unsere Gesellschaft neigt dazu, solche Themen und Wahrheiten unter den Tisch zu kehren und ihren eigenen Kindern lieber von fiktiven bunten, sprechenden, menschenähnlichen Tieren auf einer farbenfrohen Blumenwiese zu erzählen, statt sie auch mal mit den weniger hübschen Seiten unserer Welt zu konfrontieren (und selbst wenn sie das tut, dann, wie RexPaimon geschrieben hat, tendenziell einseitig).

Menschen sterben nun mal, der Planet hat - ja, ich bin mir darüber im Klaren, dass das eine provokante Aussage ist - ohnehin mehr als genug. Trotzdem dreht sich die Erde weiter. Für den Moment mag so etwas schrecklich sein, langfristig werden aber auch diese Toten in New York und Washington nur Zahlen in einer Statistik, ein paar Seiten in einem Geschichtsbuch und dunkle Erinnerungen älterer, zunehmend sterbender Generationen sein. Auch mit Hinblick auf diese größeren Zusammenhänge kann ich einfach keine allzu große Trauer für diese Ereignisse aufbringen.

Mit MJ ist das im Prinzip nicht anders. Bei ihm gibt es lediglich den Unterschied, dass er nicht nur ein "Privatmensch" mit lediglich persönlichen Beziehungen war, sondern dass er durch seine Tätigkeit als Musiker/Entertainer Menschen auch weit über sein privates Leben hinaus weltweiot "erreicht" hat. Außerdem hat er auch den "Vorteil", ein einzelner Mensch zu sein. Er wird in den Geschichtsbüchern mit Namen genannt werden - die der Toten vom 11. September wird man im Laufe der Zeit vergessen. Und wenn MJ ganz großes Glück hat, werden die Schattenseiten seines Daseins den geringeren Anteil an den Einträgen in den Geschichtsbüchern ausmachen.

Ich halte es abgesehen davon für sehr anmaßend, zu behaupten, dass es so etwas "wie ihn" kein zweites Mal geben würde. Du kannst nicht in die Zukunft schauen, KleineKatze. "Phänomene" wie MJ gab es doch auch schon in vergleichbarer Weise in der Vergangenheit. Warum sollte es solche nicht auch in der Zukunft geben? Solche Phrasen wie diese von Dir sind tendenziell verklärend, denn sie entsprechen einfach nicht der Realität.

Und was diese "letzen Nachrichten" angeht, von denen du schreibst: Ich habe sie nicht gelesen, es interessiert mich auch eigentlich nicht, aber das macht einen außerordentlich makaberen Eindruck auf mich. Was will man mit der Veröffentlichung solcher Nachrichten bezwecken? Werden die Toten dadurch wieder lebendig? Wird dadurch die Trauer der Angehörigen geschmälert? Wird der (mutmaßlich) steigende Terrorismus auf der Welt dadurch eingedämmt? Nein. Sowas wie das ist reinste Ergötzung am bereites erwähnten "Spektakel", Gaffertum in kaum offensichtlicherer Form. Solche privaten Nachrichten hat die Öffentlichkeit nicht zu interessieren - und ich wette, dass die Toten vom 11. September auch nicht gewollt hätten, dass diese Nachrichten veröffentlicht werden. Von daher ist das meiner Meinung nach ziemlich widerwärtig.

Geändert von Lenariet (21.12.09 um 00:25 Uhr).
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Sly Boots (21.12.09)
Alt 21.12.09, 15:03   #140
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@KleineKatze:

Im Grunde hat Lenariet zum Thema Sinn und Unsinn von Mitleid, Mitgefühl für Fremde oder wie auch immer Du das nennen möchtest, alles gesagt. Wie viele Leute sterben tagtäglich, die keine oder kaum eine Lobby haben? Wie viele Obdachlose erfrieren in dieser Jahreszeit täglich, ohne dass es dafür eine Spendengala gibt? Im Grunde illustriert Deine Antwort nur, wie wichtig objektiver Journalismus ist. Vor dem 11. September gab es - zumindest bei den öffentlich-rechtlichen Kanälen - immer noch eine gewisse Zensur Emotionen hervorrufender Bilder, die u.a. dazu führen könnten, dass der Zuschauer sich - allein aufgrund der Emotionen - solidarisiert. Das ist durch den 11. September natürlich komplett aufgeweicht worden. Man sollte auf der Welle mitschwimmen, und dabei jegliche Motivation hinter dem Anschlag, die Vernetzung internationaler Probleme und auch den Beitrag der amerikanischen Regierung(en) an diesem Anschlag vergessen.
Emotionale Bilder im Bezug auf den Irakkrieg haben wir nur dann gesehen, als die tapferen US-Soldaten den armen Irak "befreiten" und die Saddam-Statue zerstörten. Und selbst wenn das ZDF mit Herrn Tilgner einen sehr kritischen und wachen Beobachter der Situation hatte, (jener hat übrigens 2008 seinen Dienst beim ZDF quittiert und arbeitet nun für das Schweizer Fernsehen, da er sich u.a. eher mit Propagandaansprüchen und regierungstreuen Berichterstattungen im Bezug auf Afghanistan konfrontiert sah, und so nicht mehr frei berichten konnte), gab es hier wenig Kritisches oder gar emotional Anstößiges zu sehen. Dasselbe gilt in ungleich höherem Maße für den Afghanistankrieg. Man möchte ja "unsere Jungs" nicht in Mißkredit bringen.
Stattdessen ist jede hochgehende Autobombe in Afghanistan eine Meldung wert, die selbstverständlich mit entsprechend (mehr oder weniger, je nachdem) emotionalen Bildern untermauert wird, sodaß der deutsche Bürger auch gleich weiß, was das da unten für Tiere sind, die "unsere Jungs" zu zähmen haben, damit die friedliche Landbevölkerung in Ruhe ihren demokratischen Rechten nachgehen und Karzai wählen kann ... *g*
Ein Paradebeispiel für das Zeigen emotionaler Bilder war der Krieg vor einem Jahr in Palästina. Ich möchte (das kann ich im Übrigen auch gar nicht) den Konflikt als solchen nicht "bewerten", aber hier sah man auf beiden Seiten übelste Propaganda, die sich teils auch in den großen Nachrichtensendern (CNN z.B.) einschlich, da sie ja auch verkauft wurde. Da wurde auf Seiten der Palästinenser bzw. der Hamas mit Bildern erschossener, verwundeter oder durstiger Kinder gearbeitet, die angsterfüllt in die Kamera blickten, mit besonders mitleiderregenden Situationen wie die Flucht vor Bomben usw. Das israelische Fernsehen verwies auf Bilder nach Katjuscha-Raketenbeschüssen. CNN hat - mit Verweis auf die Einseitigkeit - beide Arten der Propaganda im Hintergrund gesendet, was an und für sich okay ist. Aber der Einsatz solcher Bilder ist natürlich in fast allen Fällen propagandistisch. Das zeigt aber auch, dass wir als Zuseher uns mehr schulen müssen; wir sollten in der Lage sein, Bilder dieser Art nicht einfach nur mitfühlend und parteiergreifend aufzunehmen, sondern sie kritisch zu beleuchten und uns die Fragen zu stellen: Wer zeigt mir das und warum zeigt er mir das?
Deine Argumentationslinie, KleineKatze, die wahrscheinlich sehr viele teilen werden, offenbart mir nur, wie wichtig es ist, dass Medien sich von dem Einsatz solcher Bilder weitesgehend distanzieren. Das wird natürlich nicht geschehen, denn im Grunde hat schon längst wieder ein Kalter Krieg begonnen;- diesmal nicht gegen einen Staat, sondern, wie so oft in der Geschichte, gegen eine Religion.
Die kritiklose Annahme gefilterter emotionaler Szenen ist, in diesem Kontext, brandgefährlich. Natürlich hat sie Nebenerscheinungen, wie bsplw. einfachere Beeinflussbarkeit im Bezug auf die Wirtschaft- aber im Vergleich dazu, was jene Aufnahmebereitschaft politisch anrichten kann, ist das überhaupt nichts.

Geändert von RexPaimon (21.12.09 um 15:05 Uhr).
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Alt 21.12.09, 15:25   #141
KleineKatze
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Re: Michael Jackson GESTORBEN


So ich werde nun nicht alle Beiträge zitieren das ist bei den langen Beiträgen ein wenig zu lange daher:
1.Ich habe weder bei Mj noch bei den Anschlägen vom 11 September geweint, es hat mich lediglich betroffen gemacht bei dem Anschlag zu sehen wieviele Menschen sterben.
Das hat für mich nichts mit überdramatisieren zu tun, und sich daran zurück zu erinnern, und das man Mittel findet es zu verhindern halte ich keineswegs für verkehrt.
Desweiteren finde ich es nicht falsch sollte es für die Opfer vom 11 Sep so was wie einen Gedenkstein geben, im Endeffekt sollten diese Opfer nie in Vergessenheit geraten, aber man sollte Sie auch in Frieden ruhen lassen.

Ich bin kein Mensch der bei solchen Dingen in Tränen ausbricht oder sich von ihrgendeinen Hype mit reißen lässt, auch wenn man nun offenbar das von mir nun annimmt.
Ich fühle einfach nur mit, und kann die Trauer derjenigen die ihre Angehörigen verloren haben gut nachvollziehen und sie tun mir schlicht weg einfach nur Leid.
Das ist kein überdramatisieren und auch volkommen richtig.

Die Gefahr besteht nur dann darin wenn man anfängt so eine Massentrauer so aus zunützen, das man daraus anfängt Profit zu schlagen, odere mehrere Leute gegen ein bestimmtes Ziel aufhetzt.

Zu Mj und ob es ihn als Künstler ein zweites mal geben wird, sicher sollte man niemals nie sagen, nur nenn mir mal einen Künstler heut zu tage der ihm das Wasser reichen kann und zudem nicht einer vom alten Eisen ist.
Fakt es wird neue Talente geben, nur eine Musik wie Mj sie gemacht hat, wird es kein zweites mal mehr geben, denn dazu müsste es einen zweiten Mj geben und das ist nun mal leider Fakt.
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Alt 22.12.09, 00:01   #142
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Zitat:
Zitat von KleineKatze Beitrag anzeigen
So ich werde nun nicht alle Beiträge zitieren das ist bei den langen Beiträgen ein wenig zu lange daher:
1.Ich habe weder bei Mj noch bei den Anschlägen vom 11 September geweint, es hat mich lediglich betroffen gemacht bei dem Anschlag zu sehen wieviele Menschen sterben.
Das hat für mich nichts mit überdramatisieren zu tun, und sich daran zurück zu erinnern, und das man Mittel findet es zu verhindern halte ich keineswegs für verkehrt.
Desweiteren finde ich es nicht falsch sollte es für die Opfer vom 11 Sep so was wie einen Gedenkstein geben, im Endeffekt sollten diese Opfer nie in Vergessenheit geraten, aber man sollte Sie auch in Frieden ruhen lassen.

Ich bin kein Mensch der bei solchen Dingen in Tränen ausbricht oder sich von ihrgendeinen Hype mit reißen lässt, auch wenn man nun offenbar das von mir nun annimmt.
Ich fühle einfach nur mit, und kann die Trauer derjenigen die ihre Angehörigen verloren haben gut nachvollziehen und sie tun mir schlicht weg einfach nur Leid.
Das ist kein überdramatisieren und auch volkommen richtig.

Die Gefahr besteht nur dann darin wenn man anfängt so eine Massentrauer so aus zunützen, das man daraus anfängt Profit zu schlagen, odere mehrere Leute gegen ein bestimmtes Ziel aufhetzt.

Zu Mj und ob es ihn als Künstler ein zweites mal geben wird, sicher sollte man niemals nie sagen, nur nenn mir mal einen Künstler heut zu tage der ihm das Wasser reichen kann und zudem nicht einer vom alten Eisen ist.
Fakt es wird neue Talente geben, nur eine Musik wie Mj sie gemacht hat, wird es kein zweites mal mehr geben, denn dazu müsste es einen zweiten Mj geben und das ist nun mal leider Fakt.
Niemand sagt, dass du eine überdramatiserende Heulkatze wärst, aber manche Aussagen von dir scheinen eher emotional gesteuert statt sachlich fundiert. Das mag, wie ich geschrieben habe, für den Moment und vor allem für die eigene "Verarbeitung" ganz gut sein, aber langfristig erreicht man damit nichts, man löst auf diese Weise keine Probleme und hilft damit weder den Toten noch den Angehörigen (egal ob wir nun von Terroropfern oder von unterernährten Kindern sprechen).

Ein "Gedenkstein" (den es in New York doch vermutlich ohnehin bereits gibt? Würde mich wundern, wenn dem nicht so wäre, mit dem 11. September ist für die USA doch offenbar ihre eigene heile Welt zusammengebrochen) halte ich übrigens auch für wenig sinnvoll. Die Gesellschaft versucht mit derlerlei Symbolik einen "Schlussstrich" unter etwas zu ziehen, das eigentlich aktuell viel zu wichtig für uns ist, als dass man es einfach so "abschreiben" könnte. Solange man sich mit dem Thema Terrorismus, Tod und Leid rein emotional auseinandersetzt, kann mittel- und langfristig aber nichts Brauchbares dabei rumkommen. Da hilft auch irgendein behauener Felsen nichts. Zumal auch die vermutlich leider nicht immer den Respekt erfahren, den sie sollten, sondern (vor allem von den jüngeren, nicht persönlich betroffenen Generationen) dank Graffiti und dergleichen in Schundobjekte verwandelt werden. Da verwandelt sich "Gedenken" in höhnische Ironie.

Geändert von Lenariet (22.12.09 um 00:06 Uhr).
Lenariet ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 1.1.10, 18:31   #143
Welcome to the Suicide
 
Benutzerbild von Amusei
 
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Amusei eine Nachricht über ICQ schicken
Och...Gedenkensteine finde ich ganz nützlich, ich denke da an die zahlreichen Stätten des zweiten Weltkrieges, wir in unserer Stadt haben da auch so eines.
Ich persönlich denke das diese Objekte jetzt nicht unbdingt dazu da sind um Schlusstriche zu ziehen, eher um zu gedenken und um sich immer daran zu erinnern was da passiert ist und warum.
Ich vergleiche das auch gerne mit Friedhöfen und Gräbern.
Das damit immer Schindluder getrieben werden müssen, finde ich nicht ganz so prickelnd, aber dagegen kann man nun nichts machen gelle.
Für die Menschen die diese Stätte immer noch als Erinnerung nutzen, für die macht es im Prinzip keinen großen Unterschied, es entrüstet bloß - zurecht.

Heute Künstler wie MJ?
Nö..warum denn auch?
Immerhin macht MJ seine Musik aus, wenn es Musiker wie ihn noch geben würde, würde sich kein Mensch so der Trauer "hingeben" *hust*

Nuja...Grüße
Amusei
__________________
<<Um die Spitze des Berges zu erreichen, muss man durch die Hölle gehen>>
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