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Thema: Spielerhersteller/Entwickler über Gebrauchtspiele

  1. #1
    Nothing personal Benutzerbild von pothead
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    Spielerhersteller/Entwickler über Gebrauchtspiele

    Michael Capps, seines Zeichens Präsident von Epic Games, hat ja schon öfters seine Meinung zum Pc und den Raubkopierer kundgetan.

    Nun hat er allerdings weitere Opfer im Blick und das obwohl die Spielebranche, zumindest der Absatz in GroßBrittannien, den Verkauf von CDs übertroffen hat und ein + von 2 stelligen Prozentzahlen aufweist.

    Gebrauchtspiele sind Herrn Capps ein Dorn im Auge.
    Ausserdem noch die Verleihgeschäfte.
    Diese seien ein Riesenproblem, weil Entwickler und Publisher nichts dran verdienen würden aber ein großer Teil der Händler würde mit Gebrauchtspielen das meiste Geld machen.

    Aber Michael Capps wäre ja nicht Präsident von Epic, wenn er nicht schon einen Plan bzw eine Idee hätte.
    So orakelt er über die Möglichkeit beim Erwerb eines Spieles einen Code beiliegen zu haben, welchen man braucht um den Boss Gegner bekämpfen zu können.
    Gebrauchtspielekäufer würden in die Röhre gucken, könnten aber eine "Kleinigkeit" an die Entwickler/Publisher zahlen um dann auch den Kampf kämpfen zu können.
    Bei GearsofWar 2 läuft ein ähnlicher Versuch bereits.
    Dem Original liegt ein Code bei, welcher zum freischalten von MP Maps aus dem Vorgänger berechtigt.

    EA und MTV versuchen ähnliches.
    Der Code, welcher benötigt wird um die Songs von AC/DC Live: Rock Band Track Pack in das Hauptspiel (Rock Band ) zu übertragen, ist auch nur einmalig nutzbar.

    Auch zu Raubkopierern äußerte er sich noch.
    Waren aber nur die typischen Bemerkungen, wenn es sich nicht bessert wird Epic keine PC Spiele produzieren, sie seien zwar in der PC Gaming Alliance und suchen nach Verbesserungen aber z.B. für Gears of War 2 gäbe es keine Pläne.

    Quelle:4Players
    -------------------------------------------------------------------------

    Natürlich verstehe ich, teilweise, die Bedenken von Herrn Capps.
    Aber nun auch noch Gebrauchtspielekäufer an den Pranger zu stellen geht doch irgendwie zu weit.
    Die Musikbranche oder Filmbranche beschwert sich doch auch nicht über Gebrauchtfilm oder Cd-Käufer.
    Immerhin hat der Hersteller ja schon das von ihm verlangte Geld für das Produkt bekommen.
    Das klingt ganz nach "Rachen nicht vollbekommen".

    Ich denke mal es wird bald viel "schlimmeres" als Securom geben über das sich Spieler aufregen können.
    Ich persönlich bin kein Raubkopierer und all die Versuche diese vom Markt zu treiben schaffen es eher mich vom Markt zu treiben.

    Ich denke das mit den Gebrauchtspielen wird ein Schuss der nach hinten losgeht.
    Ist der Ruf erst ruiniert, mod'st sich gänzlich ungeniert!

  2. #2
    Meisterspieler
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    Das diese Dinge hier auf so wenig Resonanz stoßen... traurig
    Den Verantwortlichen muss man mal richtig auf die Glocke hauen <.<

    Konsolen die jedesmal Daten Online an die Hersteller schicken ob nicht ein Chip verbaut wurde oder Homebrew auf der Konsole installiert ist....
    ^
    Das kommt als nächstes, und schauen wir ob nicht zumindest dann noch ein paar aufspringen werden.

    Hach ja.... düster sieht die Zukunft für den Verbraucherschutz aus.
    Sehr düster.

  3. #3
    Dark Knight Benutzerbild von Nightraven
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    Moment, moment....
    Planen können die viel, aber ob es legal ist, ist eine andere Frage.
    Ich habe daran meine Zweifel - Microsoft wollte auch durchsetzen, dass Windows nicht weiterverkauft werden darf und sie sind gescheitert
    Gruß Nightraven

  4. #4
    Nothing personal Benutzerbild von pothead
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    Zitat Zitat von Nightraven Beitrag anzeigen
    Planen können die viel, aber ob es legal ist, ist eine andere Frage.
    Ich habe daran meine Zweifel
    Sie wollen den Weiterverkauf ja nicht generell verbieten.
    Es geht ihnen nur darum das Weiterverkaufen unattraktiv zu machen, so dass es weniger weiter verkaufte Spiele gibt.

    Jeder wird zweimal drüber nachdenken ein Spiel gebraucht zu kaufen, wenn er, um es zu ende spielen zu können, nochmals etwas zahlen muss.
    Dann kann er es sich wohl auch gleich neu holen.
    Das ist die Intention hinter Capps Idee/Plänen.
    Ist der Ruf erst ruiniert, mod'st sich gänzlich ungeniert!

  5. #5
    Nothing personal Benutzerbild von pothead
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    Vor kurzem hatte sich ein gewisser Herr Capps von Epic über Gebrauchtspiele ausgelassen und gejammert wie unfair es doch ist, dass die Millairden umsetzende Spieleindustrie nichts davon abbekommt.
    Man war ja schon fast soweit die Spieleindustrie komplett zu verdammen.

    Das es dort aber auch andere Meinungen gibt zeigt nun Soren Johnson, eins Lead Designer bei Civilization IV und im vergangegen Jahr zu Maxis gewechselt um an Spore mitzuwerkeln.
    Johnson ist der Meinung man sollte Gamestop nicht verteufeln, sondern als Teil der Branche betrachten.
    Diese würde von dieser großen Handelskette, welche sich nur um Spiele dreht, sehr viel profitieren.
    "Wenn Gebrauchtspiele ein Kernstück des Puzzles bei Gamestop sind, dann soll das halt so sein."

    Johnson sieht die Fehler eher in der Spielebranche selbst.
    Fehlende Marktsegmentierung sei das Schlüsselwort.
    Im gegensatz zur Filmbranche, welche das Kino, spätere Neuveröffentlichungen oder spätere günstigere Vorstellungen, Pay-per-View, DVD-Verleih und die Senderechte, welche in dieser Reihenfolge immer günstiger (für die Konsumenten) werden würden hat, hat die Spielebranche nur die Gebrauchtspiele als Segmentierung.
    Für viele Spieler sei der Gebrauchtmarkt die einzige Möglichkeit sich Spiele zuzulegen, doch sind genau diese auch zum Teil die Neukäufer von morgen, so Johnson weiter.
    "Jeder täte besser daran, diese preisbewussten Kunden - welche oft die Vollpreiskäufer von Morgen sind - im Handelssystem zu halten, anstatt ihnen Raubkopien schmackhafter zu machen."

    Ausserdem solle man lieber die vorteile des Marktes ausnutzen.
    Ein Hersteller verdient zwar nichts an einem gebraucht gekauften RockBand aber an den Downloadinhalten.
    Dazu käme noch die Möglichkeit der InGame Werbung, welche dann noch weitere Kunden erreicht.

    Generell, führt Johnson weiter aus, würden gebrauchte Titel außerdem die Wertschätzung des Preises neuer Software steigern. "Viele Leute würden doch das Geld für einen frischen Titel ausgeben, weil sie wissen, dass sie ihn später für etwas weniger Geld wieder loswerden können." So hätten die Unternehmen im Trading-Card-Bereich schon längst die Bedeutung des Kartenhandels unter Spielern für Magic & Co. verstanden.

    Als letztes geht Johnson noch auf die "größte Bedrohung" des Spiele- und Gebrauchtmarktes ein.
    Online Distributionsdienste wie Steam, Xbox Live oder PSN seien eine weit größere Gefahr.
    Dort sei ein Spiel an einen Account gekoppelt und liesse sich nicht weiterverkaufen, was eigentlich den Wert des Produktes verkleinere, so dass es ungeheuerlich sei das diese Spiele oftmals gleich oder gar teurer sein als herkömmlich im Handel erhältliche Spiele.
    Die Publisher sollten ihre über solche Systeme erhältlichen Spiele dort doch konsequenterweise bitte zum Preis eines Gebrauchtspiels verkaufen.

    Quelle:4Players
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