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Thema: Tales of Destiny 2

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    a000a Benutzerbild von andi6661
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    Text Tales of Destiny 2

    Tales of Destiny 2



    Allgemeine Infos:

    Genre: (Action-) RPG
    Hersteller/Vermarkter: Namco
    Spieler: 1-4
    Spielzeit (normal): ca.60 Stunden
    Sidequests: ca. 20 Stunden
    Charaktere: 6
    Sprache/Text: Japanisch

    Tales of Destiny 2 ist der, nur in Japan erschienene, direkte Nachfolger von Tales of Destiny für die PS1 (nicht zu verwechseln mit dem für den US Markt in Tales of Destiny 2 umbenannten Tales of Eternia).



    Story:

    Die Geschichte spielt 18 Jahre nach dem ersten Teil, in dem es Stahn und seinen Freunden gelang die antike Waffe Dycroft zu vernichten. Man übernimmt die Rolle von Kyle Dunamis, dem Sohn von Stahn und Rutee, der unbedingt ein Held wie sein Vater sein möchte (dieser ist auf Abenteuersuche gegangen als Kyle noch klein war und seither nicht wieder zurückgekehrt). Also macht er sich zusammen mit seinem Adoptivbruder Loni auf, die Welt zu entdecken. Als die beiden eine alte Ruine erkunden, treffen sie ein geheimnisvolles Mädchen und dadurch beginnt für sie ihr erstes großes Abenteuer, durch das auch vielleicht Kyles Traum in Erfühlung geht.

    Wie gewöhnlich steht bei Tales Spielen die Story an zweiter Stelle und man wird mit den typischen Klischees, wie Zeitreisen und bösartigen Religionen konfrontiert. Aber im großen und ganzen wird die Geschichte gut erzählt (sofern man sie verstehen kann) und vor allem Leute, die auch den ersten Teil gespielt haben, werden viele bekannte Gesichter treffen sowie Antworten auf offene Fragen bekommen (unter Anderem, was mit Leon passiert ist oder die Entstehung der Swordians).

    Auch wieder mit dabei sind Charakter-Scits, die Einblicke in die Persönlichkeiten der Charaktere geben und dadurch sehr zur deren Entwicklung beitragen.



    Grafik/Musik:

    Hier haben wir mal wieder ein fast 100%-iges 2D Spiel. Allerdings muss ich sagen, das die Grafik in meinen Augen wirklich Klasse ist. Vor allem die Kampf-Hintergründe und –Effekte sehen atemberaubend aus alles ohne irgendwelchen Slow-Down. Auch bei der Musik gibt es eigentlich nichts zu meckern, die meisten Stücke sind schön anzuhören und es gibt ein paar remixte Versionen aus dem ersten Teil.



    Gameplay:

    Wie üblich erforscht man Städte und Dungeons mit kleinen Puzzle Einlagen wie Schiebe- oder Schalter-Rätsel bei denen einem die Tales-typischen Utensilien wie Sorcery Ring oder das S.Scope behilflich sind. Zwischen den Orten reist man über eine 3D Weltkarte (die allerdings die Städte/Charaktere manchmal etwas deplaziert wirken lässt), am Anfang zu Fuß, später natürlich mit dem Genre-typischen Luftschiff.
    Diverse Minispiele und Sidequests wie Kampfarena oder Bonusdungeons lenken von dem Story-Alltag ab und geben einem die Möglichkeit geheime Items und Waffen zu ergattern.

    Natürlich ist auch wider die Suche nach Koch-Rezepten oder Charakter-Titeln mit dabei. Wie auch in dem Nachfolger Symphonia wirken sich die Titel auf die Statuswerte beim Lv.Up aus und sind besonders bei höheren Schwierigkeitsstufen sehr wichtig.

    Es gibt auch die Möglichkeit Waffen miteinander zu kombinieren um stärkere Waffen mit besonderen Spezialeffekten zu kriegen. Ähnlich westlichen Spielen wie Diablo, haben Waffen die man von Gegnern kriegt, zufällige Attribute und man ist dadurch in der Lage sehr spezifische Waffen und Rüstungen herzustellen.

    ToD2 war auch der erste Tales Teil, der den Grade-Shop eingeführt hat. Nach beendetem Kampf erhält man außer Geld und Exp auch eine Kampfbewertung, so genante „Grade-Points“. Diese kann man am Ende des Spiels dazu nutzen um bestimmte Sachen wie Spezialattacken, Titel oder die Daten der Monster denen man begegnet ist, für seinen zweiten Durchgang zu übernehmen. Es sind aber auch besondere Käufe wie doppelte Erfahrungspunkte, keine Zufallskämpfe oder spezielle Items/Skills mit dabei.



    Kampfsystem:

    Wenn es zum Kampf kommt, steuert man 4 von den 6 Charakteren in Echtzeit auf einem 2D Kampfeld. Man kann einstellen ob die 4 komplett von Spielern gesteuert werden oder von der AI (natürlich macht das erstere mehr Spaß). Ähnlich Beat’em Ups wie Street Fighter, stehen einem normale Schläge und Spezialattacken zur Verfügung, die man zu Combos erweitern und verbinden kann.
    Es wird in 2 Arten von Spezialangriffen unterschieden: Angriffs-Skills und Magie. Angriffs-Skills werden in 2 Level unterteilt (Tokugi und Ougi), die man ineinander kombinieren kann, während Magie in 3 Levels präsent ist (je höher der Level, desto mehr Zeit braucht man um den Zauber zu sprechen; falls man den Zauberer selbst steuert, kann man die Prozedur durch Eingabe von Richtungsbefehlen verkürzen).

    Es wird in 2 Charakter-Typen unterschieden: Physischer Angreifer und Magier. Da alle Charaktere sowohl Angriffs-Skills als auch Magie lernen können, unterscheidet man danach, wer welche Skills „erweitern“ kann (darauf komme ich gleich).

    Physische Angreifer:

    Kyle Dunamis: Die Held des Spiels benutzt ein Schwert und kann 10 Skills, sowie 7 Zauber lernen. Er kann zwar all seine Skills erweitern, aber keinen einzigen Zauber.

    Loni Dunamis: Kyles Adoptivbruder kämpft mit einer Lanze und lernt 9 Skills und 7 Zauber. So wie Kyle kann auch er lediglich Erweiterungen für Skills benutze.

    Magier:

    Reala: Das geheimnisvolle Mädchen, dem Kyle und Loni zu Beginn des Spiels begegnen, kämpft mit einem Stab und lernt 4 Skills und 15 Zauber. Sie hat Basis-Erweiterungen für ihre Skills und kann all ihre Zauber erweitern.

    Harold Belserius: Eine geniale Wissenschaftlerin, die sich ziemlich spät zum Team gesellt. Sie benutz eine Kombination aus Stab und Dolch Angriffen und verfügt über 4 Skills und 12 Zauber. Auch sie hat Basis-Erweiterungen für ihre Skills und all ihre Zauber.

    Hybrid-Typen:

    Judas: Der maskierte Schwertkämpfer kann sowohl mit seinen Klingen als auch mit Magie umgehen. Er lernt 8 Skills und 8 Zauber, von denen er alle erweitern kann.

    Nananly Fletch: Die Bogenschützen im Team kann 6 Skills und 9 Zauber lernen. Sie ist eher ein Magier-Typ, kann aber Zauber zu einem Spezial-Skill erweitern.

    Das besondere an dem Skill-System ist, das man die Skills/Zauber selbst bearbeiten kann. Jeder Skill hat zwei „Enchant“-Möglichkeiten, eine passive und eine aktive. Passive können sein: MP Verbrauch senken, Erhöhte Angriffskraft, Möglichkeit Items zu stehlen oder verkürzte Zauber Rate. Diese sind, wenn ausgewählt, automatisch aktiv.
    Bei aktiven Enchants muss man, nachdem der Skill ausgeführt wurde, den O Knopf drücken. Es gibt Zusätze wie Rückstoß, Combo mit einem Zauber, oder auch HP Entzug.
    Die wirklich interessanten sind aber die oben erwähnten Erweiterungen. Hierbei werden die Zauber und Skills verbessert.
    Bsp. Skills: Kyles Souhajin. Hierbei feuert er ein Projektil mit seinem Schwert ab. Durch die Erweiterung feuert er noch zwei zusätzliche Projektile ab.
    Bsp. Zauber: Judas’ Shadow Edge. Ein Speer schießt aus dem Boden und spießt den Gegner auf. Wird der Zauber erweitert, erschein eine zweite Klinge, durchbohrt den Gegner und formt dabei ein Kreuz.
    Um das Ganze zu steigern, kann man die Lv.2 Skills und Lv.3 Zauber in Hi-Ougi erweitern. Dabei verdunkelt sich der Bildschirm, das Kampfgeschehen wird gestoppt und der Charakter führt ein wahres Feuerwerk an Schlägen und Magie-Explosionen am Gegner aus.

    Das Spiel benutz außerdem eine SP (Stamina Points) Leiste. Diese funktioniert ähnlich der Fury/Guts Leiste in SO3: Sprich, sie leert sich, wenn man Angriffe ausführt. Allerdings füllt sich diese nur sehr langsam auf, man muss also, vor allem in den späteren Kämpfen, wirklich aufpassen wann und wie man angreift.

    Das Kampfsystem macht an sich sehr viel Spaß, kann aber gelegentlich etwas frustrierend sein, da die Gegner ungemein bevorzugt behandelt werden. Unten rechts ist eine Art Karte, die das eigene und das gegnerische Gebiet anzeigt. Falls man sich im Gegner Gebiet aufhält, sinken die SP um die Hälfte. Das Problem ist: diese Regel gilt nicht für die Gegner, die können sich nach Belieben hin und her bewegen
    (Bsp. Ein Telporter, ein Golem und ein Zauberer: Der Teleporter beamt sich zu Beginn ans andere Ende des Felds, wodurch alle nur noch 50% SP haben, der Zauberer bombardiert einen mit Multi-Hit Attacken und der Golem verhindert das man zum Zauberer durchkommt oder den Teleporter erledigt = Tod innerhalb von 7 Sekunden, ohne das man wirklich was machen konnte; und auf den höheren Schwierigkeitsstufen ist man mit solchen Situationen des öfteren konfrontiert).
    Wo ich schon mal bei Zaubern und unausgeglichen bin: diese sind im Vergleich zu Skills wesentlich effektiver. Nach etwa der Hälfte des Spiels werden Nahkämpfer nur noch den Zweck haben, den Gegner von den Zauberern fernzuhalten und kaum noch ernsthaften Schaden anrichten



    Fazit:

    Trotz des manchmal etwas unfair wirkendem Kampfsystem, macht es dennoch unglaublich Spaß (vor allem mit mehreren Spielern). Wenn man Herausforderungen liebt, ist dieses Spiel wie geschaffen dafür. Und sollte der reguläre Schwierigkeitsgrad einem trotzdem zu leicht ist, kann man immer noch härtere Stufen frei spielen, in denen die Gegner dann 3-4 so stark sind. Und da bestimmte Sache erst beim zweiten oder dritten Durchgang verfügbar sind, lädt das zum mehrfachem durchspielen ein.
    Unglücklicherweise sind die Chancen, das dieses Spiel außerhalb Japans erscheinen wird, praktisch 0, daher sollte man entweder etwas Japanisch können oder zumindest bereit sein auf Teile der Verständlichkeit der Story zu verzichten (das spielen selbst dürfte kein Problem sein, da der Zielort immer auf der Karte markiert ist).
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    Ich bin nicht gekommen um Gott zu suchen, sondern um Ihn zu warnen, dass ich seinen Platz einnehmen werde.

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