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Thema: Dragon Quest 8

  1. #1
    Meisterspieler Benutzerbild von Tigress
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    Text Dragon Quest 8

    Dragon Quest 8

    PS2 – NTSC/US – PAL Version soll dieses Jahr bei uns erscheinen, genauer Termin ist noch nicht bekannt


    Story

    Das Intro beginnt damit, dass ihr seht, wie eine äußerst seltsame Gestalt sich einen Gegenstand (ein Zepter) aneignet, welches nicht in fremde Hände geraten sollte, da in ihm eine dunkle Macht eingesperrt ist. Jene Gestalt kann mit der dunklen Macht, welche von ihr in Besitz genommen wurde, noch nicht umgehen und ein Unglück geschieht. Der König und seine Tochter werden verflucht, das Königreich verfällt, alle Menschen dort wirken wie tot, nur „Du“ hast das Unglück „heil“ überstanden. Stellt sich die Frage: Wie nur?

    Nun machen sich also der Held, der verfluchte König (nun in Gestalt eines grünen Trolls unterwegs) und seine Tochter (nun in Gestalt eines Pferdes) auf den Weg, den Schurken zu Strecke zu bringen, der für dieses Unglück zuständig ist.

    Unterwegs gesellen sich noch einige weitere Charaktere hinzu, und zwar.

    - Yangus – eigentlich ein Bandit
    - Jessica – die den Tod ihres Bruders rächen möchte
    - Angelo – eigentlich ein Tempelritter


    Monster

    Monster sind nicht sichtbar, also haben wir es hier wieder einmal mit Zufallskämpfen zu tun.
    Und man sollte dazu sagen, dass diese ziemlich oft vorkommen. Man muss seinen Chakteren einzeln Befehle geben. Es kann aber passieren, das die Monster dennoch vor einem am Zug sind.

    Aber….manche Monster sieht man doch. Doch mit diesen hat es eine bestimmte Bewandtnis. Später mehr dazu.

    Fortbewegungsmittel

    Im Laufe des Spieles erhält man die Möglichkeit, ein Boot zu bekommen, mit dem man dann den Ozean nach gut Düngen erforschen kann. Es gibt einige Orte die man vorab schon so erreichen kann, andere hingegen kann man erst betreten, wenn man Storymäßig soweit vorangeschritten ist. UM zu Land schneller voran zu kommen, gibt es die Möglichkeit, ein Reittier zu nutzen. Welches es ist, wird an dieser Stelle nicht verraten. Allerdings muss dazu erst einen gewissen Sidequest erfüllt haben.

    Sidequests

    Gibt es einige in diesem Spiel.

    Zum Bsp. Bekommt man von einer Person einen Auftrag, drei bestimmte Monster zu finden und zu ihm zu schicken. DA kommen jeztz die sichtbaren Monster ins Spiel. Überall auf der Welt gibt es sichtbare Monster, die etwas stärker als ihre Kollegen sind. Man kann gegen sie kämpfen, bei einem Sieg und wenn man weit genug in der Story vorangeschritten ist, kann man besagte besiegte Monster in sein Monsterteam nehmen.
    Mit diesem Monsterteam kann man dann in der Monsterarena kämpfen. Sollte das eigene Team siegen, gibt es Preise. Welche, wird hier auch nicht erwähnt.

    Dann gibt es überall auf der Welt kleine goldene Münzen, die eine Prinzessin sammelt. Bringt man ihr welche, gibt es bei jeweils einer bestimmten Anzahl von diesen Goldmünzen ebenfalls Items, Waffen oder andere Dinge, die von Nutzen sein könnten.

    Ferner bastelt der König während seiner Reise an etwas, was sich hinterher als Alchemie Topf herausstellt. Überall kann man in Büchern Rezepte finden und diese dann, wenn man die notwendigen Zutaten besitzt, im Topf herstellen. Man kann aber auch selber testen und bekommt vielleicht das eine oder andere gute Stück dabei heraus. Denn manche gute Waffen sind nur so erhältlich.

    Es gibt auch die Möglichkeit, im Casino zu spielen. Zur Auswahl stehen am Anfang, Einarmiger Bandit und Bingo. Später kommen noch weitere Angebote hinzu.

    Es werden z.b. auch Listen geführt, über die besiegten Monster, die Alchemie Rezepte usw.

    Fähigkeiten

    Nicht jeder der Charaktere kann die gleichen Fähigkeiten lernen. Fähigkeiten werden bei bestimmten Leveln erlernt. Jessica zum Bsp. wird mehr Magie lernen, Yangus hingegen nicht.
    Ferner bekommen die Charaktere während eines Lv.Anstiegs Punkte gutgeschrieben, die man nach eigener Wahl verteilen kann. Dadurch kann man z.B. unter anderem auch Fähigkeiten lernen.

    Waffen/Rüstung

    Kann man in jeder Stadt kaufen, sind teils nicht gerade billig und daher heißt es da schon, ordentlich Monster besiegen und Kohle scheffeln, denn man sollte seine alten Waffen/Rüstungen aufheben, denn man könnte sie ja mal in einem Rezept benötigen.

    Munchie

    Munchie ist das Haustier des Helden und eine kleine Maus. An manchen Stellen im Spiel ist es wichtig, sie zu spielen, da man sonst nicht weiter kommt. Ferner kann man Munchi auch im Kampf benutzen, dazu benötigt man aber Käse. Dieser wird wie ein Item verwendet, dann sieht man, wie der Held die Maus damit füttert, und je nachdem welche Sorte von Käse es war, folgt ein anderen Angriff.

    Speichern

    Gespeichert wird in Kirchen, beim Priester oder einer Nonne, je nachdem welche Tageszeit gerade ist. Denn die Zeit ändert sich im Spiel.

    Dungeon Karten

    Sollte man ein neues Dungeon betreten, so muss man, um sich dort zu Recht zu finden, erst die Karte finden, die irgendwo dort in einer Kiste steckt.

    Kisten allgemein

    Es gibt unterschiedliche Arten von Kisten,, manche kann man sofort öffnen, für andere braucht man erst den „Thief-Key“ und für wiederum andere den „Magic-Key“. Dann gibt es teilweise verschlossene Türen, hinter denen sich Kisten verbergen, an die man dann aber nur mit dem Ultimiven – Key kommt.

    Rucksack

    Jeder Charakter kann bis zu einer bestimmten Anzahl von Waffen, Rüstung oder Items mit sich führen. Dann gibt es aber noch einen allgemeinen Rucksack, in dem unendlich viele Gegenstände mitgeführt werden können. Auf diesen Rucksack hat man allerdings während eines Kampfes keinen Zugriff.

    Spielzeit: ca. 60-80h, eventuell mehr, wenn man alles haben möchte

    Fazit

    Ich denke, alle RPG Liebhaber dürfen sich freuen, das dieses Spiel auch bei uns erscheinen wird, denn man wird sehr viel Spaß mit haben und lange beschäftigt sein. Sofern man auch diesen „Anime-Look“ steht.
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  2. #2
    Meisterspieler Benutzerbild von Sly Boots
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    Dragon Quest - Die Reise des verwunschenen Königs

    Dragon Quest – Die Reise des verwunschenen Königs




    Entwickler: Level-5
    Publisher: Square-Enix
    System: PS2
    Genre: RPG (rundenbasiert)
    Sprache: deutsche Texte, englische Sprache
    Altersfreigabe: 6



    Einleitung:
    Es gab einmal eine Zeit, als Squaresoft und Enix uns die mitunter besten RPG's aller Zeiten bescherten: Terranigma und Illusion of Time (Enix), oder Secret of... und Final Fantasy VI und VII (Squaresoft), um nur mal die Highlights aufzuzählen.
    Doch dann kam die Zeit als diese beiden Firmen fusionierten und alles auf Kommerz ausgelegt wurde.
    Masse statt Klasse und Fließband statt Herzblut scheint nun die Devise dieser Firma zu lauten.
    Mein persönlicher Tiefpunkt dieser Verbindung nennt sich Dragon Quest – Die Reise des verwunschenen Königs, welches zwar nicht der schlechteste Titel ist, der Square-Enix entsprungen ist, aber definitiv der langweiligste.
    Da die Dragon Quest Reihe in Japan noch beliebter ist als Final Fantasy, und Teil acht der allererste Serienableger war, der auch endlich den Sprung nach Europa geschafft hatte, war seinerzeit das Getöse von wegen bestes RPG bis dato etc. pepe, natürlich enorm.
    Und der Hype scheint auch seinen Dienst getan zu haben, da dieses Spiel von jedem Reviewer der was auf sich hält mit Monsterbewertungen überhäuft wurde.
    Die Frage ist nur: Warum? Aus dem Spiel ist nichts tolles oder großartiges geworden, es ist schlicht und einfach ein durch und durch durchschnittliches Runden-RPG mit hübscher Grafik und überzogenem Schwierigkeitsgrad.
    Aber der Reihe nach...



    Story:
    Hier gibt es nicht viel zu erzählen.
    Das Königreich Trodain wird von einem durchgeknallten Hofnarren namens Dhoulmagus heimgesucht, nachdem er zuvor einen magischen Stab aus der königlichen Schatzkammer entwendet hatte.
    In folge seines magischen Amoklaufes, verwandelt Dhoulmagus den König Trode in eine hässliche Kreatur die aussieht wie eine Mischung aus Frosch und Ork, und dessen Tochter Medea in ein Pferd.
    Der Rest der Einwohner wird von dämonischen Dornenranken überwältigt und versteinert.
    Lediglich ein junger, namenloser Ritter übersteht das etwas andere Massaker unbeschadet, und muss seiner Witzfigur von einem König nun wohl oder übel dabei helfen Dhoulmagus zur Strecke zu bringen, um den Fluch wieder loszuwerden.

    08/15 ist das Stichwort um die Story perfekt zu umschreiben.
    Durchgeknallter Irrer zieht mithilfe eines mächtigen magischen Artefaktes mordend durchs Land, um (spoiler anfang) einen mächtigen Dämonenlord zu beschwören (spoiler ende).
    Sie übernehmen die Rollen einiger Opfer des Fieslings, denen es nach Rache und Erlösung gelüstet.
    Und mehr gibt es dazu einfach nicht zu sagen.

    Die Charaktere sind genauso langweilig wie die Grundhandlung.
    Da wäre der namenlose Jüngling, der in erster Linie als stummer Avatar für den Spieler dient (grauenhaftes Konzept in einem J-RPG, wird Zeit das es ein für alle mal zu Grabe getragen wird).
    Dann hätten wir den etwas untersetzten und fettleibigen Ganoven, der sich selbst an unserem „Avatar“ versklavt, weil dieser ihm das Leben gerettet hat (Zugegebenermaßen ein recht liebenswürdiger Charakter, aber der Akzent nervt gewaltig, doch dazu später mehr).
    Dann hätten wir noch die auf krampfhaft sexy, taff und stark getrimmte Tussi (es gibt auch ein paar alternative Kostüme für sie zu finden, Bunny- und Domina-Outfit rules!).
    Und zuguterletzt den notorischen Casanova, der unserer eher unwilligen Tussi im Team fleißig nachstellt.
    Tja, und damit wäre unser Quartett aus Playable-Characters auch schon vollständig.

    Immer mit dabei sind natürlich auch der namensgebende, verfluchte König und dessen Töchterchen in Pferdegestalt.
    Natürlich hegt unser „Avatar“ romantische Gefühle für die Prinzessin (wie sollte es auch anders sein), was zumindest eine Erklärung ist, warum er sich dazu herablässt sich von dieser Witzfigur von einem König herumkommandieren zu lassen.
    Ob damit auch der Spieler einverstanden ist, steht natürlich auf einem anderen Blatt.
    Man bekommt zwar hin und wieder eine Pseudo-Antwortmöglichkeit vorgesetzt (Ja, Nein, ich mein Jein), aber de fakto wird man auf einer festen Bahn durchs Spiel gelenkt, womit die wenigen Antwortmöglichkeiten absolut sinnfrei werden.

    Im Großen und Ganzen bietet Dragon Quest VIII von der Story und den Charakteren her ganz einfach Standartkost des RPG-Genres, nicht mehr und nicht weniger.
    Abgesehen von den peinlichen Ja/Nein Pseudo-Antwortmöglichkeiten sicherlich nichts schlechtes, aber halt auch nichts herausragendes, was den Hype zum Spiel rechtfertigen würde.
    Da gibt’s viele RPG's die ihre Geschichte wesentlich interessanter rüberbringen.



    Gameplay - Spielablauf:
    Dragon Quest VIII folgt im Großen und Ganzen den typischen J-RPG Schema: Stadt, Land, Dungeon.
    In einer Stadt quatschen wir mit den Einwohnern, um den nächsten wichtigen Story-NPC ausfindig zu machen, und somit die Handlung voranzutreiben.
    Außerdem können wir uns in den Dörfern und Städten mit neuer Ausrüstung und Heilitems versorgen, damit wir eine Chance gegen die Monster haben, die uns auf den offenen Landabschnitten und den in Dungeons erwarten.
    Und ganz wichtig sind die Kirchen in den Stadtgebieten, denn die dortigen Priester sind die einzigen Speicherpunkte die es in dem Spiel gibt.
    Richtig gelesen außerhalb der Städte hat man keine Möglichkeit sein Spiel zu sichern.
    Ich muss schon sagen, sehr modernes und spielerfreundliches Speichermanagement (Achtung, Sarkasmus!)

    Sind alle Vorbereitungen getroffen worden, gehts hinaus in die Pampa, wo wir uns natürlich mit haufenweise von Zufallskämpfen rumärgern dürfen, die hier leider viel zu hoch frequentiert sind.
    Bevor wir uns allerdings ernsthaft in den nächsten Dungeon hineinwagen können, um die Story voranzutreiben, müssen wir aber erstmal Levelgrinding betreiben.
    Die Betonung liegt hierbei auf dem Wort "muss", denn schon zu Beginn des Spiels wird deutlich, dass die Monster der Spielewelt nicht von Pappe sind und unvorsichtigen Spielern schnell zum Ableben verhelfen können.
    Also verbringen wir die nächsten Stündchen mit Levelgrinding, bevor wir uns auf den Weg ins nächste storyrelevante Verlies, die nächste Höhle oder sonst wohin machen.

    Dort angekommen, wurschteln wir uns natürlich an weiteren Monstern und vielleicht auch mal einem kleinen Rätsel bis zum obligatorischen Bossgegner voran, um die nächste Storysequenz, und somit eventuell neue Bereiche der Spielewelt freizuschalten, wo uns weitere Stadt-, Land-, Dungeon Gebiete erwarten.
    Diese kann man im späteren Spielverlauf auch mithilfe einiger Fortbewegungsmittel erreichen.
    Um in bereits besuchte Gebiete zurückzukehren, kann man auch auf Teleportzauber zugreifen.

    Tja, und das ist auch schon der wesentliche Gameplay-Ablauf dieses Titels.
    Nennenswerte Überraschungen und dergleichen sollte man nicht unbedingt erwarten.
    Das Aufregendste, was einem z.B. auf der Weltkarte passieren kann, ist das Auffinden einer der Schatztruhen (Die gibt’s natürlich auch in den Stadt- und Dungeongebieten zu finden) und einiger spezieller sichtbarer Monster, die aber nur im Zuge einer umfangreicheren Sidequest relevant sind.
    Bedenkt man die enorme Größe der Freiland-Abschnitte, ist dies leider äußerst wenig.

    Ein paar Bonusaufgaben und Minigames sorgen im Verlauf des Spieles aber zumindest für etwas Abwechslung, aber dazu später mehr.

    Im Großen und Ganzen bietet Dragon Quest VIII vom Spielablauf her ganz einfach Standartkost des RPG-Genres, nicht mehr und nicht weniger.
    Abgesehen von den erzwungenen Levelgrind-Passagen sicherlich nichts schlechtes, aber halt auch nichts herausragendes, was den Hype zum Spiel rechtfertigen würde
    Da gibt’s viele RPG's die das Konzept wesentlich interessanter rüberbringen.




    Gameplay – Kampfsystem:
    Da DQVIII ein eher traditionell gehaltenes RPG ist, spielen sich auch die Rundenkämpfe eher genretypisch.
    Experimentelle Elemente, die bei anderen Genrevertretern helfen sollen, den Staub vom Genre zu pusten, findet man hier also nicht vor.

    Sobald ein Kampf beginnt und man an der Reihe ist, kann man aus einer Textbox einen von vier Befehlen auswählen: Kämpfen, Fliehen, Verjagen und Taktik.

    Kämpfen:
    Wird dieser Bereich gewählt, erscheint eine neue Textbox, und man kann aus sechs Kampfunterbefehlen wählen, wie man seinen Zug ausführen möchte.
    Angreifen: Man attackiert einen ausgewählten Gegner mit der aktuell ausgerüsteten Waffe an.
    Fähigkeit: Man kann eine der erlernten Fähigkeiten im Kampf einsetzen. (Hängt allerdings vom ausgerüsteten Waffentyp ab, jeder Charakter verfügt über einige verschiedene Waffensorten)
    Zauber: Zwei der vier Chars können auch Zauber im Kampf einsetzen.
    Gepäck: Benutze einen Gegenstand aus dem Rucksack des Charakters.
    Abwehren: Statt anzugreifen, kann man auch eine Verteidigungsposition einnehmen.
    Konzentrieren: Steigert temporär die offensiven Fähigkeiten.

    Fliehen:
    Die Gruppe versucht aus dem Kampf abzuhauen.
    Kann natürlich auch fehlschlagen (was häufig passiert), was zur Folge hat, das die Feinde einen Extrazug bekommen.

    Verjagen:
    Die Gruppe versucht die Gegner zu verscheuchen, funktioniert nur bei Gegnern die schwächer sind, als die Gruppenmitglieder.
    Dafür funktioniert es bei diesen schwachen Gegnern aber immer.

    Taktik:
    Man kann für jeden Charakter ein Autobattle-Kommando festlegen, so das man das Programm die Arbeit machen lassen kann.
    Sinnvoll bei schwachen Gegnern, um Zeit zu sparen.


    Mit diesen Mitteln muss man jetzt also versuchen alle Gegner die sich uns entgegen stellen zu beseitigen, oder zumindest zu umgehen, bevor es diesen gelingt den eigenen Spielfiguren alle HP's abzuziehen, was zu einem Game Over führt.
    Hört sich natürlich leichter an als es ist, denn die Monster setzten natürlich auch allerlei fiese Tricks à la Zustandsveränderungen wie Vergiften, Blenden und Verwirren ein, das Übliche eben.
    Unüblich hingegen ist die Tatsache, dass die Monster in diesem Spiel konstant stark und selbst nach den oben bereits angesprochenen Auflevelorgien nicht unbedingt zu unterschätzen sind.
    Der Schwierigkeitsgrad in DQVIII ist ein gutes Stück höher angesetzt als in anderen RPG's.
    Das alleine muss ja noch nichts schlechtes sein, aber da einem dies zu häufigen Levelgrind-Sessions zwingt, senkt das den Spielspaß natürlich entsprechend.
    Ein Grund dafür dürfte auch sein, dass die Gegner nicht umbedingt allzuviele Exp und Geldeinheiten droppen.

    Hat man aber doch einmal das Vergnügen ein Level-Up zu erlangen, erhält man neben den üblichen Statusverbesserungen ab einer gewissen Stufe auch noch die sogenannten Talentpunkte.
    Mit Diesen kann man die fünf Fähigkeitsbereiche der Charaktere aufbessern.
    Jeder Charakter verfügt hierbei über drei verschiedene Waffengattungen, welche je nach Spielfigur natürlich unterschiedlich ausfallen (bzw. zwei Waffengattungen und den Bereich Zauber bei den beiden magiebegabten Charaktern).
    Desweiteren gibt es noch Faustkampf sowie eine individuelle Sonderfähigkeit.
    Es gibt natürlich Unterschiede hinsichtlich der Waffenarten und den Fähigkeiten die man damit freischalten kann.
    Hier sollte man einfach schauen, was zu seinem Spielstil am besten passt und entsprechend die Talentpunkte verteilen.
    In jeden dieser Bereiche kann man maximal 100 Talentpunkte investieren.
    Hat man eine gewisse Anzahl an Punkten in einen Fähigkeitsbereich investiert, bekommt man eine neue Fähigkeit freigeschaltet, die man fortan im Kampf einsetzten darf, sofern man über genügend MP für diese Fähigkeit verfügt.

    Somit wäre nun auch der Gameplay-Abschnitt: Kampfsystem abgehakt.
    Wie gesagt, es ist sehr traditionell gehalten, was jetzt nicht unbedingt schlecht ist.
    Aber um es mit meiner bereits oben angewandten Zusammenfassung zu wiederholen:

    Im Großen und Ganzen bietet Dragon Quest VIII vom Kampfsystem her ganz einfach Standartkost des RPG-Genres, nicht mehr und nicht weniger.
    Abgesehen von den nur spärlich hinterlassenen Exp und Geldeinheiten sicherlich nichts schlechtes, aber halt auch nichts herausragendes, was den Hype zum Spiel rechtfertigen würde.
    Da gibt’s viele RPG's die die Kämpfe wesentlich interessanter rüberbringen.




    Gameplay – Sidequest & Minigames:
    Man muss natürlich fair bleiben, also kommen wir nun zu einem Bereich, der mir in dem Spiel gelungen erscheint.
    Und zwar den Sidequests & Minigames.
    Wobei ich hier aber vorwiegend auf die Großen drei eingehe:

    Minimedaillenquest:
    In der gesamten Spielewelt sind, ich glaub, 100 Minimedaillen versteckt, die man bei einem entsprechenden NPC gegen seltene Items eintauschen kann.
    Sowas ähnliches gabs zwar auch schon in Illusion of Time und Legend of Dragoon, aber was solls, ist trotzdem ein netter Anreiz die Spielewelt genau zu erforschen.

    Monsterkampfarena:
    Irgendwo in der Spielewelt gibt es einen ziemlich skurrilen Arenaleiter, der seine Ortschaft preisgibt, wenn man drei Monster, die sich offen sichtbar auf der Weltkarte bewegen, besiegt, einfängt und zu ihm bringt.
    Danach darf man die gefangenen Monster in der Arena in den Kampf gegen andere Monsterteams schicken.
    Natürlich werden die feindlichen Monsterteams immer stärker, so das man selbst auch nach neuen und stärkeren Monstern auf der Weltkarte Ausschau halten sollte, um in der Arena eine Chance zu haben.
    Bei der richtigen Teamzusammensetzung können die Biester sogar spezielle Teamattacken lostreten.
    Das Beste an der Sache ist aber, dass man sein Monsterteam fortan auch im echten Gefechten einsetzen kann.
    Ein wirklich sehr schönes Minigame - wer wird der neue Arenameister?

    Alchemiekessel:
    So hässlich und aufgeblasen König Trode auch sein mag, so hat er doch zumindestens ein sehr nützliches Untensil im Gepäck, den Alchemiekessel.
    Den kann man nutzen, um aus zwei alten Items ein neues zu kreieren.
    Natürlich muss man erst einmal herausfinden, welche Gegenstände sich kombinieren lassen
    Zu diesem Zweck kann man Rezepturen ausfindig machen, die in Bücherregalen der Spielewelt zu finden sind.
    Natürlich kann man auch durch Versuch und Irrtum auf eigene Faust herausfinden, welche Items sich eventuell verschmelzen lassen.
    Später kann man auch drei verschiedene Gegenstände miteinander verschmelzen.
    Der Alchemiekessel ist auf jeden Fall ein unterhaltsames und nützliches Feature, was dem Spiel zumindest etwas Abwechslung und Freude beschert.


    Abgesehen von diesen drei großen Minigames -quests, gibt es noch weitere Dinge zu entdecken, wie z.B. Spielkasinos, wo man Roulette, Bingo und dergleichen spielen kann, oder auch ein paar weitere kleine Miniquests.
    Hat man das Spiel einmal durchgespielt, wird auch noch ein Bonusdungeon freigeschaltet, der einem etwas über die Hintergrundgeschichte des „Avatars“ erzählt (frage mich welcher Querkopf auf die Idee kam das bisschen Charakterentwicklung in eine optionale Sidequest zu packen.).

    Alles in allem gibt es hier von meiner Seite aus nichts zu meckern, so durchschnittlich das Spiel auch bis jetzt abschneiden mag, einige der oben beschriebenen Spielelemente des Bereiches Sidequests & Minigames sind wirklich unterhaltsam ausgefallen.




    Grafik, Sound und Präsentation:
    Auf den ersten Blick wirkt die Grafik wie die große Stärke von DQVIII.
    Und ja, die durchaus hübsche Cell-Shading-Grafik (man sollte aber schon ein Faible für diesen Grafikstil mitbringen) macht auf den ersten Blick durchaus eine Menge her.
    Auf den zweiten Blick jedoch merkt man, dass es dem Spiel eindeutig an abwechslungsreichen Locations mangelt.
    Immer nur dieselben Wald und Wiesen Landschaften, und später dann auch mal ein wahllos platzierter Wüsten- und Eislandabschnitt, machen da nicht viel her.
    Die Dörfer und Städte sehen zwar zugegebenermaßen erfreulich gut proportioniert und groß aus, aber alles in allem wird die Schönheit der Grafik, sowie die Größe der Spielewelt durch eine langweilig gestaltete und recht leere Spielewelt erkauft.
    Wenn man das Für und Wider abwägt, bestenfalls ein „gut“ für die Grafik, also auch hier nichts wirklich Herausragendes.
    (Ich gebs ja zu, ich bin nicht wirklich der Cell-Shading Lover).

    Beim Sound siehts ähnlich aus.
    Hört man den OST das erste Mal, fühlt man sich förmlich in ein schönes Märchen versetzt, und freut sich auf das bevorstehende Abenteuer.
    Nach einer Weile merkt man aber, dass der OST eher unspektakulär im Hintergrund vor sich hin dümpelt, und einem ziemlich auf die Nerven geht.
    Genauso siehts bei der Sprachausgabe aus.
    Zuerst denkt man: „Hey, die ist ja richtig gut geworden!“
    Aber schlussendlich wird einem klar, das die andauernden gekünstelten Akzente der PC's und NPC's ganz gewaltig an den Nervensträngen sägen.
    Hey, es ist ok wenn man zwei, drei Nebencharakteren einen lustig/schrulligen Akzent verpasst, aber wenn einem mindestens jeder zweite Charakter im Spiel damit die Ohren vergewaltigt, hört der Spaß bei mir wirklich auf!
    Zumal die Akzente in meinen Ohren jetzt nun wirklich nicht so natürlich klingen, wie sie sollten.

    Im Großen und Ganzen bietet Dragon Quest VIII von der Präsentation her ganz einfach Standartkost des RPG-Genres, nicht mehr und nicht weniger.
    Zwar haben Grafik und Sound auf den ersten Blick durchaus hohes Niveau, aber wenn man tiefer in die Materie eintaucht, sollte einem klar werden, dass hier mehr Schein als Sein vorherrscht.
    Wägt man die Pro's und Kontra's ab, erhält man nichts wirklich herausragendes, was den Hype zum Spiel rechtfertigen würde.
    Da gibt’s viele RPG's die sich wesentlich besser präsentieren.




    Negative Kritik:
    Hier habe ich eigentlich gar nicht so viel zu sagen, außer das es sich bei DQVIII ganz einfach um ein überhyptes Spiel handelt, was außer seiner -auf den ersten Blick- tollen Grafik und großen Spielewelt nichts Herausragendes oder sonderlich Tolles zu bieten hat.
    Dieses Spiel ist zwar kein wirklicher Schrott, aber es ist hochgradiges Mittelmaß, welches einfach keine Monsterwertungen und dergleichen verdient hat!

    Wirklich schlecht hingegen waren das furchtbare da veraltete Speichersystem, sowie der überzogene ebenfalls veraltete Schwierigkeitsgrad, der einem zu stundenlangem Levelgrinding zwingt.

    Der Rest ist wie gesagt, (abgesehen von einigen unterhaltsamen Features wie dem Alchemiekessel und der Monsterarena) Mittelmaß.




    Fazit:
    Im Großen und Ganzen bietet Dragon Quest VIII insgesamt gesehen ganz einfach Standartkost des RPG-Genres, nicht mehr und nicht weniger.
    Abgesehen von einigen positiven Elementen wie den Sidequests und einigen wirklich schlechten Elementen wie dem aufgezwungenen Levelgrind-Aspekt, sicherlich nichts herausragendes was den Hype zum Spiel rechtfertigen würde.
    Da gibt’s viele RPG's die einfach besser sind.


    Hier noch ein kleiner Bonus, das Video beschreibt recht gut meine tiefen Gefühle für dieses stinklangweilige Spiel:
    Nostalgia Critic: Boring


    Endwertung:

    Punktvergabe von 1 (schlecht) bis 10 (spitze)

    Grafik: 7
    Sound: 5,5
    Steuerung: 9
    Umfang: 9,5
    Story: 4
    Spielspaß: 5
    Gesamtwertung: 5
    Geändert von Sly Boots (4.1.13 um 20:25 Uhr)

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