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Thema: Disgaea: Hour of Darkness

  1. #1
    a000a Benutzerbild von andi6661
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    Dec 04
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    Text Disgaea: Hour of Darkness

    Disgaea: Hour of Darkness
    (Makai Senki Disgaea)

    Allgemeine Infos:

    Genre: Strategie-RPG
    Hersteller: Nippon Ichi
    Vermarkter: Koei
    Spieler: 1
    Spielzeit (Story): 30-40 Stunden
    Sidequests: + 100te von Stunden
    Charaktere: 7 Hauptprotagonisten (+2 Geheime), sowie 37 verschiedene Klassen die in 6 Stufen unterteilt sind
    Sprache: Englisch (mit deutschem Handbuch)


    Story:

    Die Story an sich ist schnell erzählt. Man schlüpft in die Rolle von Laharl, dem Prinzen der Unterwelt, der, nachdem er aus seinem mehrjährigen Schlaff geweckt wurde (vorausgesetzt man kann eine Behandlung mit Morgenstern, Mini-Gun und Handfeuerwaffen als "wecken" bezeichnen), plötzlich erfährt, das sein Vater an einer Brezel (!) erstickt ist. Das hat zur Folge, das der Platz des Overlords der Unterwelt frei ist und nun jeder Hunz und Kunz der Dämonenwelt sich eben diesen sichern will. Das kann man sich als rechtmäßiger Nachfolger natürlich nicht gefallen lassen, also wird mal kurz eine Truppe explodierender Pinguine um sich gescharrt und sich aufgemacht jeden zu vernichten der einem im Wege steht. Dummerweise scheinen aber auch Himmel und Erde etwas dagegen zu haben, und hetzen Laharl unter anderem Lehrlings-Engel-Attentäter, einen Möchtegern-Flash Gorden sowie ein hauseigenes Pow.. err, Prism Ranger Team auf den Hals.

    Klingt irgendwie verrückt ? Ist es in gewisser Weise auch; aber in einem positiven Sinne. Es werden alle möglichen Sachen auf die Schippe genommen (dem ersten „großen“ Gegner des Spiels wird von Laharl kurzum der Name Mid-Boss (Zwischengegner) verpasst, den der arme Kerl für den Rest des Spiels nicht mehr los wird). Die Geschichte wird in Episoden erzählt, zwischen denen es jedes Mal ein hummervolle Vorschau gibt (in wiefern sie sich auf die Geschichte selbst beziehen sei dahingestellt). Alles in allem ist die Geschichte recht unterhaltsam; man bekommt mal was anderes als die typische Held-rettet-die-Welt-vor-dem-Bösen Story und darf selbst mal die Erde erobern und Helden verprügeln, das ganze mit einer schönen Portion Humor (hab ich schon erwähnt das Laharl panische Angst vor großen Brüsten hat ? Etna & Flonne: Well, excuse us for beeing flat !)

    Grafik & Sound:

    Die Grafik ist in klassischem 2D. Punkt. Das heißt, Leute für die die Optik über das Spielvergnügen allgemein geht, werden mit dem Spiel wenig anfangen können. Ich persönlich finde, das die Grafik hervorragend zu dem Spiel passt. Die Animationen sind flüssig und die Effekte schön umgesetzt. Ebenfalls zu erwähnen sind die Sprecher, die einen echt guten Job gemacht haben. Der Charakter der Figuren wird klasse rübergebracht (schade ist nur, das Koei die japanischen Originalstimmen aus der PAL Version entfernt hat). Die Musik ist das typische Gedudel, man kann es sich anhören, aber wenn man eine Karte zum 436 Mal spielt wird es natürlich langweilig (hervorzuheben ist hier, das für die US/EU Version extra ein Spezialtrack eingebaut wurde, der bei besonderen Bosskämpfen gespielt wird).

    Gameplay:

    Das A und O des Spiels. Also wo fangen wir an ?

    Das ganze ist, wie bereits erwähnt ein Strategie- und kein reguläres RPG. Das heißt in diesem Fall, das dass erforschen und Städte absuchen praktisch nicht vorhanden ist. Man fängt in einem Schloss an, von wo aus man die verschiedenen Level auswählt und dabei bleibt es auch. Das Schloss enthält allerdings alle nötigen Vernehmlichkeiten, inklusive Item Shop, Krankenhaus und sonstigen Einrichtungen.

    Kampfsystem

    Sobald man einen Level ausgewählt hat, ist man auch schon im Kampfgeschehen. Man bewegt seine Einheiten (bis zu 10 pro Karte) auf einem Schachbrett-ähnlichen Feld. Je nach Einheit können diese mehr oder weniger Felder pro Zug überbrücken. Der Kampf ist in zwei Phasen unterteilt; Charakter-Phase und Gegner-Phase.
    In der entsprechenden Phase kann man sich dann nach Herzenslust austoben. Man kann seine Einheiten platzieren, angreifen, zaubern, stehlen oder was weiß ich noch. Allerdings darf jede Einheit nur eine Aktion ausführen und sobald das geschehen ist, kann man es auch nicht rückgängig machen. Das bedeutet, man muss seine Züge planen, den bestimmte Angriffe und Aktionen können eigene Einheiten oder Gegner plötzlich außer Reichweite verschieben.

    Geo-Symbole & Combos

    Eine weitere Besonderheit im Kampf sind verschieden-farbige Felder. Falls diese mit einem Geo-Symbol (eine kleine Pyramide) in Kontakt sind, haben sie allerlei Zusatzeffekte (bsp. falls ein „Ang x2“ Geo-Symbol auf einem roten Feld liegt, haben alle roten Felder auf der Karte diesen Effekt). Es gibt alle mögliche Effekte, positive und negative, von Bonusexp und Angriffserhöhung bis hin zu Verdreifachung des Gegnerlevels und HP-Entzug.
    Unter Combos versteht man hier das umwandeln und zerstören dieser Felder. Wenn man ein blaues Geo-Symbol auf einem roten Feld zerstört, werden alle roten Felder blau. Ist jetzt noch ein grünes Geo-Symbol drauf, kommt es zu einer zweiten Kettenreaktion und alle blauen Felder werden Grün. Das Ganze hat mehrere Vorteile: Zum einen kann man dadurch unliebsame Effekte loswerden. Zum zweiten werden durch das ganze Bonuspunkte gutgeschrieben, die nach Abschluss des Levels in Items, Geld und Bonusexp umgewandelt werden. Und schlussendlich, nehmen Einheiten die sich während der Kettenreaktion auf den Feldern befinden, Schaden. Dadurch kann man nervige Gegner schwächen oder ganz loswerden (allerdings muss man aufpassen, das man nicht versehentlich sein eigenes Team auslöscht).

    Charaktere & Einheiten

    Außer den Charakteren, die sich im Verlauf der Story anschließen, kann man auch eigenen Einheiten kreieren. Dabei wird in zwei Arten unterscheiden: Menschen und Monster. Die Hauptunterschiede sind erstens, das man neue Menscheneinheiten durch aufleveleln freischaltet, während man ein Monster erst mindestens einmal besiegt haben muss, bevor man es kreieren kann. Zweitens, Menschen können zwischen 7 verschiedenen Waffen auswählen, wo hingegen Monster auf so genante Monsterwaffen beschränkt sind. Die Einheiten unterscheiden sich durch ihren Status, ihre Bewegungsfähigkeiten und ihren Umgang mit Waffen. So haben Krieger bsp. gute Angriffs- und Verteidigungswerte und können gut mit Schwertern und Äxten umgehen, sind dafür aber anfällig für Magie und können mit Schusswaffen nicht viel anfangen. Um neue Spezialangriffe zu lernen, gibt es zwei Möglichkeiten: 1. Man benutzt eine Waffe immer- und immer wieder. Dadurch erhöht sich der Waffenlevel und man lernt Waffenspezifische Attacken. 2. Das Meister-Schüller Prinzip. Hierbei kreiert die Einheit einen Magier als seinen Schüller und kann von diesem dann dessen Zauber lernen. Da Monster keine Waffen ausrüsten können, lernen sie neue Angriffe durch aufleveln (Magie können sie aber auf die gleiche Weise lernen).
    Wo wir schon mal beim Thema leveln sind: Wer seine Charaktere gerne trainiert und Über-Krieger erstellt, für den ist Digaea ein Paradies. Man kann praktisch alles trainieren: Als erstes natürlich den Charakterlevel, durch den man den Status allgemein erhöht. Der Höchstlimit ist hier 9999 (man hat also einiges zu tun). Dann den Waffenlevel (max 255). Dadurch lernt man neue Angriffe und er wirkt sich auf ausgerüstete Waffen aus. Für jeden Lv. steigen die Fähigkeiten um 5% (d.h wenn man ein Schwert mit einem Angriffswert von 100 hätte, und der Waffenlevel für Schwerter 10 währe, würde der Angriffswert dieses Charakters um 200 steigen; und das gilt für alle Statistika: würde das Schwert noch einen Bonus für Verteidigung geben, würde dieser Wert sich auch verdoppeln). Als drittes den Level der Spezialattacken (max 99): Bei physischen Attacken erhöht sich der Angriff um ca. 3% pro Level, bei Magie kommt noch hinzu, das man sie mit höherem Lv. auf ein größeres Gebiet benutzen kann.

    Transimigration

    Tja, was soll das denn jetzt sein ? In kurz: Man schnappt sich eine Einheit und setzt ihren Lv. wieder auf 1. Jetzt fragt man sich natürlich, wieso man einen Lv.3000 Charakter zurück auf Lv.1 setzen sollte ? Ganz einfach: um stärker zu werden. Die „verlorenen“ Level werden nämlich in Bonuspunkte umgewandelt, die man dann zu seinen Basiswerten zufügen kann; und da der Anstieg der Werte bei einem Lv.Up von den Basiswerten abhängt, wird dieser Charakter, wenn er wieder Lv.3000 erreicht um ein vielfaches stärker sein als beim ersten mal. Und je nach dem wie viel man für den Spaß ausgibt, behält er dabei zwischen 5- 95 % seiner erlernten Spezialangriffe und Fähikeiten.

    Item World

    Als wenn das ganze Charakter aufleveln nicht ausreichend währe, kann man mit Hilfe der Item World auch noch das Level all seiner Gegenstände erhöhen. Dabei wird man in den Gegenstand hineingeschickt und muss sich durch mehrere zufällig erstellte Ebenen kämpfen. Die Anzahl hängt von dem Rang des Gegenstands ab: normale Items haben 30 Ebenen, Spezielle 60 und Legendäre 100. Für jede abgeschlossene Ebene erhöht sich der Status des Gegenstandes, dabei ist es egal ob ihr sämtliche Gegner erledigt oder einfach nur zum Ausgang lauft. Die Nachteile sind, das, sofern man nicht ein spezielles Item (das man nicht kaufen kann) hat, nur alle 10 Ebenen raus zum heilen und speichern kann, sowie der zufällige Aufbau der Ebenen (manchmal kann es passieren, das man den Ausgang nicht erreichen kann oder das die letzten Gegner auf einer viel zu weit entfernten Insel sind) und der Level der Gegner (nach nur ein paar Ebenen kann es passieren, das die Gegner einem um ein paar 100 Level überlegen sind).
    Eine weitere Besonderheit sind so genante Spezialisten: Das sind neutrale Monster, die in den Items hausen und deren Status erhöhen. Falls man jetzt so einen Spezialisten findet und besiegt, kann man ihn nach Herzenslust zwischen seinen Items hin- und herbewegen. Dadurch kann man seine Items nach belieben umbauen: Ein Schwert, das gleichzeitig ein Schild ist ? Kein Problem. Ein Bogen, der Gegner einschläfert und vergiftet ? Bitte sehr. Eine Rüstung, die dreifache Erfahrung verleiht ? Schon fertig.

    Dark Congress

    Ihr dachtet in der Unterwelt geht es nur um das Recht des Stärkeren ? Weit gefehlt. Auch hier wird alles mit Politik und Demokratie geregelt. Wenn man also ein paar Reformen durchsetzen will, wendet man sich an den Dunklen Kongress. Nach einigen Aufnahmetests (die darin bestehen, Monstern die Hucke voll zuhauen) kann man auch schon, gegen eine kleine Gebühr selbstverständlich, die ersten Anträge stellen. Je höher euer Rang, desto mehr Optionen kriegt ihr. Das Ganze geht von Anträgen auf bessere Items im Shop, bis zur Freischaltung von geheimen Leveln. Nachdem der Antrag gestellt wurde, stimmt ein Kabinett von etwa 20 Monstern darüber ab, ob zugestimmt wird oder nicht. Falls die Gegenstimmen in der Überzahl sind, kann man das ganze durch ein paar Münzen und Geschenke zurechtrücken (wie im richtigen Leben, was ?). Sollte die Opposition dann immer noch in der Überzahl sein, hat man immer noch die Möglichkeit das ganze Kabinett niederzumetzeln und die Sache so zu einem gelungenen Abschluss zu bringen. Das ist aber mit Vorsicht zu genießen, denn einige der Minister können ziemlich stark sein und je öfter ihr Beschlüsse mit Gewalt durchsetzt, desto weniger Pro-Stimmen bleiben euch; heißt, ihr könnt Beschlüsse nur noch gewaltsam durchsetzen (oder Unmengen an Geld für Bestechungen rausschmeißen), womit man dann die ersten beiden Sätze dieses Abschnitts ignorieren kann.

    Fazit:

    Disgaea ist in erster Linie was für Leite, die dieses Genre schon mal gespielt haben. Leute die viel Wert auf Grafik setzen, oder die nach einer weiteren, tiefgründige Story suchen, werden hier enttäuscht. Auch Anfänger, die mit dem Genre noch nicht vertraut sind, werden wegen all der Möglichkeiten wahrscheinlich etwas überfordert sein. Aber falls man über diese Punkte hinweg sehen kann, bietet das Spiel eine Menge Spaß und Langzeitmotivation. Es gibt verschieden Endings und ein New Game +, in dem man all seine Charaktere, Levels und Items behalten kann, das ganze lädt also zum mehrmaligen durchspielen ein.
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    Geändert von andi6661 (14.1.06 um 20:29 Uhr)
    Ich bin nicht gekommen um Gott zu suchen, sondern um Ihn zu warnen, dass ich seinen Platz einnehmen werde.

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