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Thema: Breath of Fire: Dragon Quarter

  1. #1
    Hungrig von Träumen Benutzerbild von Tabitha-Lee
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    Text Breath of Fire: Dragon Quarter

    Breath of Fire: Dragon Quarter - Teil V

    Genre: Action-Rollenspiel
    Hersteller: Capcom
    Publisher: Capcom
    Sprache: wählbar zwischen Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch. Texte und Menüführung in der Sprache, die man wählt, Handbuch Deutsch KEINE Sprachausgabe
    Auswahl zwischen 50 und 60 hz möglich
    Spiel: 1 CD
    Spielzeit: einmal durchspielen: viell. 40 h, je nach Übung
    Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel
    New Game +: Alles wird behalten, sogar verbessert
    Nebenmissionen: Ants colony mit Extra Boss



    Story von Breath of Fire: Dragon Quarter


    Wie immer in der Serie, geht es um Ryu. Er ist der Auserwählte, der den Drachen in sich trägt. Aber das kommt später. Zuerst ist er Gefreiter mit einem ziemlich miesen Status. Er lebt, wie alle übrigens, 1.200 m unter der Erde. Die Menschen haben vergessen, dass es einen Himmel und eine Welt über der Erde gibt. Oder sie glauben, dass die paar alten Leute, die davon erzählen, einfach gute Märchen erzählen, sonst nichts.

    Jeder der Menschen unter der Erde wird getestet, wenn er geboren ist. Es werden seine Fähigkeiten überprüft und dann wird ihm ein Status verliehen, der in einer Bruchzahl ausgedrückt wird, die in etwa so aussiet: 1/64. Dieser Wert ist allerdings super. Sobald jemand eine 4stellige Zahl auf der rechten Seite hat, ist er untalentiert. Und untalentiert zu sein, heißt keinen guten Job und kein gutes Wohnquartier zu bekommen.

    Ryu hat einen ganz miserablen Status, wie schon erwähnt. Er beträgt zu Beginn 1/8192, also wirklich schlecht. Aber immerhin kann er Gefreiter sein. Das bedeutet, die Menschen unter der Erde vor bösen Gemics zu beschützen. Das sind Wesen, die durch Genmanipulation und mit Hilfe wissenschaftlicher Experimente in einem Labor entstanden sind. Die Gemics, die frei leben, greifen die Menschen ab und zu an und so hat die Regierung eine Söldnertruppe zum Schutz vor ihnen ins Leben gerufen.

    Die erste Mission, die der Spieler bestreiten soll, besteht darin, zu einem Zug zu gelangen, für den Ryu als Begleitschutz eingeteilt ist. Der Held ist aber nicht allein unterwegs. Er ist der Partner von Bosch, der einen D-Wert von 1/64 hat. Ein Goldjunge also auf dem Weg nach oben. Trotzdem hat die Mission einen schlechten Start, denn der Lift, der die beiden zum Zug bringen soll, ist defekt, so dass sie durch einige Etagen voller Genics hindurch müssen. Und wie ein böses Ohmen setzt sich die Pechsträhne fort. Es nähert sich dem fahrenden Zug ein Kampf-Genic, den eine Untergrundkämpferin der Rebellenorganisation "Trinity" reitet. Ryu kann sie zunächst abwehren und denkt, die Gefahr wäre gebannt, als plötzlich die Kriegerin mitten auf den Gleisen steht und eine Panzerfaust abfeuert. Die Gleise werden zerstört und der Zug stürzt in einen Abgrund. Wie durch ein Wunder überlebt Ryu. Allerdings ist Bosch nicht bei ihm. Ryu will sich auf den Weg zurück zum Quartier machen, als er Zeuge einer Szene wird: der Kampf-Genic, auf dem die Untergrundkämpferin gesessen hatte, hält in seinen Klauen ein Mädchen, die er verschleppen will. Ryu zögert nicht lange, tötet den Genic und kümmert sich um das Mädchen, die ohnmächtig zu Boden gesunken war. Es ist Nina, ein Mädchen mit roten Flügeln auf dem Rücken. Ruy ist fasziniert von ihr und lässt sie fortan nicht mehr aus den Augen. Er will mit ihr zusammen zurück zur Stadt, um sie in Sicherheit zu bringen.

    Die Gruppe wird komplett
    Er ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass die vermeintliche Sicherheit für alle beteiligten, die größte von allen Gefahren ist, in die sie geraten können. Zunächst betrachten Ryu nur die Gemics und Trinity als seine Feinde. Trinity läßt nicht lange auf sich warten. Schon nach kurzer Zeit taucht die Kriegerin auf, die den Zug in die Luft gesprengt hat und verlangt von Ryu, er soll ihr Nina überlassen. Zur Überraschung aller, weigert sich aber Nina von Ryu weg zu gehen. So beschließt die Kriegerin, dass die Drei sich zusammentun, bis man herausgefunden hat, was als nächstes zu tun ist und stellt sich dann als Lin vor.

    Ninas Stimme und ihre Flügel
    Das Geheimnis um Ninas Flügel, die auf ihrem Rücken sind, bleibt zunächst für Ryu uninteressant, bis es in der Stadt zu einem Vorfall kommt: während Söldnertruppen die Gruppe bedrängen, um Nina mitzunehmen, wirft ein Soldat eine Gasbombe und verpestet die Luft. Nina reinigt sie mit Hilfe ihrer Flügel, so dass den Menschen kein Schaden zugefügt wird, nimmt aber selbst Schaden. Von da an wird klar, warum Nina so wertvoll ist: sie ist ein genetisches Experiment und ein Prototyp, der entwickelt worden ist, um die Luft unter der Erde zu reinigen. Allerdings besitzt sie keine Stimme, denn bei der Veränderung, die an ihr vorgenommen wurde, wurde sie zerstört.

    Der Drache und der Weg ins Glück
    Ryu beschützt und verteidigt Nina mit all seiner Kraft und stellt dabei fest, dass er sich in einen Drachen verwandeln kann. Die einzige Chance, die Ryu hat, um Nina und sich zu helfen (und damit auch allen Menschen, die unter der Erde leben) ist, den Weg nach oben anzutreten, nach ganz oben, um zu sehen, ob es eine Welt oberhalb gibt, die einen Himmel hat.

    Dieses Unterfangen bleibt nicht unbemerkt und man kann sich unschwer vorstellen, welchen Schwierigkeiten die Protagonisten ausgesetzt sind. Das gesamte Abenteuer besteht aus dem Kampf, den Weg nach oben zu schaffen, wobei Ryu, Nina und Lin unzertrennlich werden.


    Kampfsystem

    Es sind drei Kampf-Gattung verfügbar: Ryu kampft mit dem Schwert, Lin ist die Schützin und Nina ist für die Magie zuständig. Dementsprechend sammelt man für Ruy Schwerter, für Lin Pistolen und Gewehre und für Nina Zauberstäbe.

    Es gibt keine Zufallskämpfe. Die Kämpfe selbst sind rundenbasiert. Protagonisten können
    im Kampf den Standort wechseln, genau wie die Feinde es tun, was oft Lebensrettend ist. So kann es sein, dass die Kämfer über ein riesiges Areal verteilt sind, und der Feind nur dem Kämpfer Schaden zufügt, in dessen Nähe er gerade ist.

    Das gesamte Spiel ist mit Innovationen nur so gespickt. Die absoluteste und zugleich für Kenner der Serie am schwierigsten zu verdauende Neuerung ist, dass man den Drachen in Ryu nur ganz sparsam einsetzen darf, da Ryu sonst stirbt. Es gibt einen Zähler, der jede Aktion, die mit den Drachen gemacht wird zählt. Sobald dieser Zähler auf 100 % ist, bedeutet dies Ryu's sicheren Tod. Genau gesagt spart man sich die Drachenkämpfe hauptsächlich für die allerletzten Bosskämpfe auf.

    Aber das ist nicht das einzige, was es an Besonderheiten gibt. Wie schon gesagt gibt es keine Zufallskämpfe und die Monster, die einmal besiegt sind, kommen nicht zurück, auch nicht, wenn man "den Bildschirm verläßt" und dann nochmals zurück kommt. Die Frage ist also: wie soll man hier aufleveln? Es existiert ein SOL-System. Ausgeschrieben heißt es: System OverLay. Dieses System ist der Schlüssel zum Erfolg, soll heißen, es ist die Levelmethode schlechthin. Hier sei nur erklärt, dass dieses System zwei verschiedene Arten von Neubeginn zuläßt: einen vom Beginn des Spieles und einen zweiten, bei dem man von einem letzten Speicherpunkt aus starten kann, wobei man die gesamten Gruppen-Erfahrungspunkte, Geld und "gelagerte" Items behält. Das bedeutet im Klartext: man zieht in ein Gebiet, nur das nötigste im Inventar und kämpft sich durch angreifende Genics wobei man alle Items und Waffen aufsammelt. Dann geht man zurück zum Schätzer und packt bestimmte Items dort ins Lager. Evtl verkauft man Waffen, die man gefunden hat, wenn man sie nicht ausrüstet. Dann geht man ins Menü und drückt L2, daraufhin hat man die Möglichkeit, zwischen einem Neustart und einer Wiederholung zu wählen. Natürlich wählt man Wiederholung. Jetzt wird ein Spielstand mit dem Stand angefertigt, der vorhanden ist und dann das Spiel neu geladen. Ziel ist es diese zuletzt gespielten Sachen nochmal zu wiederholen, um nochmals Gruppenerfahrungspunkte, Items und Schätze eingesammelt werden können. Auch Bosskämpfe mit dem selben Boss, lassen sich auf diese Weise mehrfach bestreiten, so dass man die Gruppen - Erfahrungspunkte, Items und Waffen von ihm mehrmals gutgeschrieben bekommt. (Es gibt auch Erfahrungspunkte für den einzelnen Charakter, die jedoch nicht erhalten bleiben). Hinterläßt ein Boss ein besonderes Schwert, kann man die Kämpfe mit Neustart beliebig oft wiederholen und so das Schwert mehr als einmal ergattern. Verkauft bringt es Geld, von dem man ja bekanntlich nie genug haben kann.

    Geld ist insofern wichtig, da Speicherpunkte nicht heilen und auch Nina keine Heilerin ist. Ihr Zauber ist hauptsächlich Schwarze Magie, wenn man das so sagen will, also tödlich.

    Combo-System: bei jedem Zug, den ein Charakter an der Reihe ist, füllt sich eine spezielle Leiste, die unterhalb der HP Leiste ist (AP-Leiste). Innerhalb eines Kampfes kann man die Kraft, die diese Leiste symbolisiert, aufsparen, indem einen schwachen oder gar keinen Angriff macht. Dafür hat man dann in der nächsten Runde umso mehr Energie (bzw. Actionpunkte) in diesem Balken und kann dann entweder eine oder mehrere starke Attacken machen oder ein lange Combo.

    Fähigkeiten sind als Items in Schatzkisten, für die zuvor ein Schatzschlüssel auf der selben Ebene gefunden werden muss. Schatzschlüssel verlieren auf anderen Ebenen ihre Wirkung. Hat man die Fähigkeit aus der Truhe bekommen, muss man nur noch ins Item-Menü gehen und die Fähigkeit lernen, die dieses Item in sich birgt. Manchmal hinterläßt auch ein Gegner ein Fähigkeits-Item und wenn man Glück hat kann man es auch von Gegnern stehlen.

    Ein ganz riesengroßes Plus dieses Spiels ist es, dass der D-Wert von Ryu mit jedem Durchspielen besser wird. Wieviel dieser Wert verbessert wird, richtet sich unter anderem danach, wie stark man gelevelt hat. So ist möglich, den D-Wert von Ryu bis auf 1/4 zu verbessern. Belohnung: mit jedem mal sieht man ein klein wenig längere Cutszenen.
    Außerdem behält man alle Items und ausgerüsteten Waffen, wenn man neu anfängt.

    Köder und Fallen: Fast hätte ich er vergessen: man kann vor Kampfbeginn Fallen und Köder. Die Köder können Feinde ablenken, so dass man zeit gewinnt und die Fallen kann man während des Kampfes zur Explosion bringen, so dass ihr zusätzliche Kampfkraft habt.

    Musik


    Wie man es von Capcom nicht anders gewohnt ist, kann man hier orchestralem Sound lauschen. Die Musik ist klassisch orientiert aber mit flotten Rhythmen unterlegt, und ist zu jeder Zeit im Spiel angenehm. Das Intro sieht man sich bestimmt öfter an, allein schon, um die wunderbare Musik zu hören.

    Grafik


    Wie bei Wild Arms 3 wurde hier mit Cell-Shading gearbeitet, so dass die Figuren eine schwarze Umrandung haben. Die grundsätzliche Farbgebung beschränkt sich auf grau-braun mit einigen Farbklecksen (Nina ist weiß, Lin trägt knall blaues Outfit). Es ist der Tatsache Rechnung getragen, dass alle unter der Erde leben. Die Charaktere sind in Manga-Optik gestaltet und bestitzen eine riesen Portion Charme. Die Animation ist sehr flüssig und schnell, Ruy ist wohl der quriligste Geselle der BoF Reihe. Es gibt an der Grafik an sich nichts auszusetzen. Trotzdem will ich erwähnen, dass die Levelgestaltung etwas eintönig wirkt, da es ja in langen unterirdischen Gängen zur Sache geht. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Abwechslung gewünscht.

    Fazit


    Genau die Stärke dieses Spiels ist sein größtes Problem - das Kampfsystem. Wer die vorherigen Teile der Serie auf der PSone gespielt hat, wird sich hier schwer eingewöhnen. Bedauerlich fanden die meisten, dass der Drache so selten zum Zuge kommen darf. Das haben einige Capcom dann doch etwas übel genommen. Ebenfalls kritisiert wurde, dass das Kampfteam nur aus 3 Charakteren besteht.

    Persönlich fand ich nur schade, dass ich so wenig die Drachenpower sprechen lassen konnte, ansonsten hat mich das Spiel absolut überzeugt, nicht zuletzt wegen seinem hohen Wiederspiel-Wert. Schade, dass die Geschichte später nicht noch ein wenig über der Erde spielt. Mein Tipp: jeder, der es noch nicht gespielt hat, sollte das nachholen. Es kommt im Februar Breath of fire 3 für die PSP in den Handel. Wer plant, auf der PSP BoF zu zocken sollte im Hinterkopf behalten, dass Breath of fire: Dragon Quarter völlig anders aufgebaut ist. So kann man eine Enttäuschung leicht vermeiden.

    Wertung
    Grafik: 8
    Story: 7
    Musik: 8
    Gameplay: 8
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    Geändert von Tabitha-Lee (12.5.06 um 09:37 Uhr)

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