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Thema: Fire Emblem - Path of Radiance

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    Hungrig von Träumen Benutzerbild von Tabitha-Lee
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    Text Fire Emblem - Path of Radiance

    Fire Emblem - Path of Radiance


    Genre: Strategie Rollenspiel
    Hersteller: Intelligence Systems
    Publisher: Nintendo
    Sprache: Englisch mit deutschen Untertiteln
    Auswahl zwischen 50 und 60 hz möglich
    Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel
    Erschienen für GC, GBA und DS
    Erscheinungs-Datum: Herbst 2005

    Story

    Wie alle Fire Emblem Geschichten, so spielt dieses ebenso in Tallion. Der Rahmen der Geschichte ist schnell erzählt: Bösewicht aus Land A fällt in friedlichem Land B ein, Prinzessin kann fliehen, kommt unterwegs beim Helden vorbei, nimmt ihn mit und holt Verstärkung aus Land C, kommt nach Hause zurück und macht Bösewicht und Land A platt - Und wenn sie nicht gestorben sind...

    Halt halt halt - stoop, da ist aber doch noch mehr! Also erstmal: der Held, Ike, findet die Prinzessin bewußtlos im Wald (nicht die Prinzessin den Helden). Und da dieses Land technisch nicht so weit entwickelt ist, gibt es keine Fotos, kein Viedo, kein Fernsehen, was ich sagen will: Ike glaubt zunächst nicht, dass die grünhaarige Tante, die er im Wald findet, (siehe Bild 1) die Prinzessin ist, bis es jemand bestätigt. Daraufhin ist er von der Idee besessen, die Prinzessin zum Land der Verbündeten zu bringen, was nicht so einfach ist, denn er kann nicht einfach zum Flughafen gehen, ein Flugticket kaufen und sie in den Flieger setzen.

    Er muss mir ihr zu Fuß durch den Wald, dann auf ein Schiff und durch unruhige Gewässer und unbekanntes Land. Hier leben Wesen, die sowohl die menschliche Gestalt annehmen können, als auch eine tierische. Ein Volk kann sich in Raubkatzen, ein anderes in Krähen, ein drittes in Falken, ein viertes in Reiher und ein fünftes in Drachen verwandeln. Jedes dieser Völker hat so seine Querelen mit den anderen, aber ganz besonders verhaßt sind die Menschen, also die Nur-Menschen, denn sie versklavten einst die Wesen, die die tierische Gestalt annehmen können.

    Das bedeutet, dass Ike immer wieder beweisen muss, dass er keinerlei Haß hegt noch schlechte Absichten, sondern, dass sie zu ihrer aller Sicherheit gemeinsam gegen den Bösewicht kämpfen müssen, der die Länder mit Krieg überzieht.

    Zwischendurch, fast nebenbei, erfährt der Held von einem Emblem, in dem ein böser Gott gefangen ist und das eine große Gefahr darstellt. Und langsam erkennt man: es geht dem Bösewicht nicht einzig darum, die Länder einzunehmen, sondern das Medallion in die Finger zu bekommen. Glücklicherweise taucht dieses Medallion beim Helden auf und man wähnt es in sicheren Händen, als es urplötzlich verschwindet. Dafür kann es nur einen Grund geben: hier ist in den eigenen Reihen ein Verräter am Werk.

    Wie die Sache ausgeht, sollt ihr selbst herausfinden. An dieser Stelle will ich nicht mehr verraten.

    Kampfsystem

    Das Kampfsystem ist rundenbasierend. So. Und was noch? Der erfahrene Strategieexperte möge jetzt Nachsicht mit mir üben, wenn ich zu meiner etwas naiveren Ausdrucksweise Zuflucht suche. Dies ist nämlich mein erstes Strategiespiel.

    Anders als in den Vorgängern ist hier das Schlachtfeld 3 dimensional. Wie in einem Strategiespiel üblich ist auf dem Boden ein Netz aus Quadraten. Diese Quadrate legen 1. die Größe des gesamten Schlachtfeldes fest und 2. wird hier der Bewegungsradius der einzelnen Figuren angezeigt (siehe Bild 2). Das bedeutet, dass man die Bewegung und Positioniereung mit Hilfe dieses Gitters vornehmen muss und mehr als in allen anderen Spielen, von denen ich gehört oder über die ich gelesen habe, ist es hier wichtig, WO jemand steht.

    Warum ich das so betone? Hier kommen wir zu einem weiteren Charakteristikum des Kampfsystems: ein Charakter, der im Kampf stirbt, ist NICHT wiederzubeleben. Er ist für immer aus dem Spiel verschwunden. Das bedeutet: reloads ohne Ende, wenn ein Charakter stirbt, den man unbedingt behalten will, bzw. der einem ans Herz gewachsten ist.

    Hier kommen wir nämlich gleich zu einem 3. Charakteristikum: ich bin versucht zu sagen es gibt Charaktere wie Sand am Meer, aber ganz so heftig ist es dann doch nicht. Allerdings sehr viele. Man muss sich entscheiden, welche man auflevelt und welche nicht, denn man kann nur eine begrenzte Anzahl im Kampfteam haben und auch zwischendurch nicht automatisch auf andere Charas wechseln.

    Das 4. Charakteristikum ist das Aufleveln: man levelt bis Stufe 20 und dann passiert entweder gar nichts mehr oder der Charakter wechselt in eine andere Klasse. Ein Beispiel: ein Mönch wird zum Bischof, ein Pegasus-Ritter zum Falkenritter, eine Schwertkämpferin zur Schwertmeisterin, etc. Dadurch werden die Attribute erhöht und manche Charktere können unter bestimmten Bedingungen eine Comboattacke ausführen. Außerdem bekommt der Charakter neue Kleidung. Je höher der Rang, desto prunkvoller und farbenprächtiger die Ausstattung. Ich weiß nicht, ob sich die Pferde generell auch verändern, allerdings wird ein Pegasus zum Einhorn-Pegasus. Sobald man in eine andere Klasse gewechselt hat, fängt man wieder mit Level 1 an.

    Wenn wie im ersten Fall erwähnt, keine automatische Hochstufung erfolgt, kann man Meistersiegel auf den Charakter anwenden, die ab Level 10 jederzeit benutzt werden können. Dieses Meistersiegel stuft den Charakter eine Klasse hoch. Man kann diese Meistersiegel also auch benutzen, wenn man dringend einen Charakter braucht, dieser aber mit seinem Level zu schwach für einen Kampf wäre, wie ich es zu Beginn mit den Heilern empfunden habe. Heiler (Prieser, Geistliche genannt) verteidigen sich nicht , so lange sie eine niedrige Klasse haben, so dass man sie stets in Sicherheit bringen muss, was in der Hitze des Kampfes oft nicht ganz einfach ist.

    Die Erfahrungspunkte, die ein Charakter während eines Kampfes verdient, werden sofort vergeben und so steigen die Charaktere auf dem Schlachtfeld auf. Glücklicherweise gibt es zusätzlich am Ende einer Schlacht gesammelte Erfahrungspunkte, die man an wahlweise verteilen kann, so dass man schwächere Charaktere in ihrer Entwicklung unterstützen kann.

    Leider gibt es keine Nebenquests oder Trainingspunkte, so dass man schwächere Charaktere hochleveln könnte und dadurch ist man auf die Bonuspunkte extrem angewiesen. Allerdings kann man Waffen schmieden und dadurch auch schwachen Charakteren mit einer guten Waffe auf die Beine helfen.

    Grafik

    Die Figuren sind im Manga-Stil gezeichnet, entbehren aber größtenteils jeglichen Kitsch und gefallen mir sehr gut. Sie haben alle etwas spezielles, eine persönliche Note.

    Ich will es gleich vorweg schicken: die Geschichte wird überwiegend in 2 dimensionalen Bildern erzählt (siehe Bild 3). Man hat einen der Situation entsprechenden Hintergrund (entweder ein Zelt, ein Schloß oder eine Bauernkate ...) und davor sind Bilder von den Gesprächsteilnehmern, durch die die Geschichte erzählt wird. Unterhalb der Personsonenbilder am unteren Bildschirmrand sind die Textfelder. Im großen und ganzen tut das der Geschichte keinen Abbruch.

    Außerdem gibt bei besonderen Anlässen einige wenige Cutszenen, die wirklich wunderschön sind. Ein richtiges Bonbon.

    Die Animation der Pferde, Raubkatzen, Wyvern und Vögel ist durchweg gelungen, auch wenn ich manchmal darüber schmunzeln muss, wie die Pferde rückwärts springen. Mir gefällt auch die Gestaltung der Wesen und Menschen und ich würde manchmal gern mehr von ihnen sehen, aber dies ist ja schließlich kein Adventure sondern ein Strategiespiel.

    Die Kampfschauplätze sind abwechslungsreich. Sie spiegeln die Reise wieder, auf der man unterwegs ist: Wald, Dorf, Hafen, Schiff, Wüste, Sumpf und Gebirge im Schnee - es ist alles dabei und interessant gemacht: im Sumpf sind beispielsweise Ruinen und der Schiffskampf erinnert mich ein bisschen an Suikoden IV.

    Fazit

    Fire Emblem ist eine gelungene Fortsetzung der Serie. Was mich wirklich überzeugt hat, ist die Art und Weise, wie Verhandlungen ablaufen, wenn ein gegnerisch eingestellter Charakter für die eigene Sache gewonnen werden soll. Außerdem gibt es immer Gründe und Hintergründe für eine Schlacht, so dass man nicht einfach nur draufkloppt, um zu gewinnen, sondern gleichzeitig ein bestimmtes Ziel verfolgen muss.

    Die Kämpfe selbst sind nicht allzu schwer, sobald man sich in die Methoden eingewöhnt hat, die Grafik und die Atmosphäre stimmen.

    Problematisch ist, dass ein Charakter nicht wiederbelebt werden kann und dies ist wirklich der größte Schwachpunkt.

    Ein weiterer Schwachpunkt ist, dass man keine Möglichkeit hat, Nebenmissionen zu machen und dabei gezielt aufzuleveln, man wird praktisch von Kampf zu Kampf vorwärts geschubst, ohne irgendeine Wahlmöglichkeit zu haben. Ich wünsche mir, dass die Hersteller sich dies für das nächste Fire Emblem mal überlegen.

    Für jeden, den es nicht abschrecken kann, mal den einen oder anderen Charakter zu verlieren, sei dieses Spiel empfohlen, besonders gilt meine Empfehlung für den GBA bzw. DS. Da es allerdings noch recht teuer ist, würde ich entweder warten oder ruhig zu einem gebrauchten Spiel greifen.

    Bild 1: die Prinzessin
    Bild 2: Kampfraster
    Bild 3: Geschichte
    (copyright Nintendo)
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    Geändert von Tabitha-Lee (10.2.06 um 00:05 Uhr)

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