Morrowind ("Game of the Year" Edition inkl. Tribunal und Bloodmoon)

Genre: Rollenspiel in 3rd oder 1st-Person Ansicht


Kurze Spielerläuterung:
Man beginnt dieses Rollenspiel an Bord eines Gefängnisschiffes und wird ohne einen Plan an der Küste Vvardenfells, im Dörfchen Seyda Neen abgesetzt. Nach einer Befragung durch kaiserliche Beamte (die Charaktergenerierung) wird man in die Freiheit entlassen - in der Hand ein Päckchen, das man dem neuen Arbeitgeber (einem Meisterspion in Diensten des Kaisers) übergeben soll. Und genau an dieser Stelle ereilt einen das, was Morrowind ausmacht - eine nie geahnte Freiheit der Entscheidung. Man kann dieser Hauptquest nun folgen... oder nicht. Das Spiel folgt keiner festen Abfolge von Orten, Plätzen und Aktionen. Innerhalb einzelner Quests bzw. Questlinien ist das natürlich so, aber wann man welche Questlinie beginnt, ist nahezu komplett dem Spieler überlassen. So kann man sich frei in der Welt bewegen, sich Gilden und Organisationen anschliessen, und in deren Rängen aufsteigen, das Land erforschen, Erfahrungen sammeln und wertvolle Schätze bergen und vieles mehr. Daher kann es leicht passieren, dass man wochenlang spielt, ohne die eigentliche Mainquest von Morrowind zu beginnen. Was den Spieler anfangs mitunter verwirrt und vor die Frage "Was mach ich eigentlich zuerst?" stellt, wird ihm später einen enormen Spaß machen, denn gerade diese große Handlungsfreiheit macht den Reizes von Morrowind aus.

Die eigentliche Story ist kurz erzählt, es geht um einen uralten Fluch, einen Möchtegern-Gott, den man besiegen muß. Man spielt den wiedergeborenen Helden einer längst vergangenen Epoche, der auf alte Weggefährten trifft, die ihn betrogen und heute die Götter Vvardenfells sind. Man geht einen steinigen Weg vom absoluten Niemand (um es im engl. Original zu zitieren: Outlander N'Wah) bis hin zum überall gefeierten Volkshelden und Befreier. So knapp wie ich es hier widergebe, spielt sich das ganze natürlich ingame nicht ab, wenn man sich darauf einläßt, wird man feststellen, wie komplex und verwoben die Hintergrundgeschichte von Morrowind doch in Wirklichkeit ist

Tribunal™ fügt dem Spiel die Hauptstadt Morrowinds hinzu, Mournhold. Sowie die mechanische Stadt Sotha Sil. Dazu kommen etliche neuartige Kreaturen, Rüstungen, Waffen und eine neue Mainquest um König Helseth und die Göttin Almalexia.

Bloodmoon™ fügt dem Spiel die eisige Insel Solstheim hinzu. Sie ist für hochstufigere Charaktere gedacht, man kann zum Werwolf werden und etliche neue Quests erfüllen, darunter eine spannende Mainquest, die dem Spieler offenläßt, ob er sie "gut" oder "böse" spielen will.

Das wirklich Besondere an Morrowind ist, das Bethesda und UBI-Soft dem Spiel das TES III Contruction Set beigelegt haben, ein mächtiges Tool, mit dem man relativ komfortabel eigene Erweiterungen zu Morrowind erstellen kann. Das erklärt die Fülle von inoffiziellen Erweiterungen, die es für das Spiel inzwischen gibt, sie reichen von Stylemods, die das Aussehen von Leuten und Landschaft ändern, über neue Waffen, Rüstungen, Charaktere, Rassen, Quests, Gebäuden und Dingen, die einem Spiel erleichern, die Schwierigkeit erhöhen oder den Realismus steigern bis hin zu Total Conversions, mit denen man quasi ein komplett neues Spiel bekommt. Allein diese Bandbreite garantiert sehr langes Spielvergnügen.

Systeme: PC, XBox

PC Mindestanforderungen (laut Hersteller)
Speicher: 128 MB RAM (WinME/98 SE) bzw. 256 MB RAM (Win XP/2K)
Prozessor: 500 MHz Intel Pentium III, Celeron, oder AMD Athlon Prozessor
CD-Rom: 8-fach CD/DVD-ROM-Laufwerk
1 GB freier Festplattenspeicher
DirectX 8.1 oder höher
Grafikkarte: 32MB Direct3D kompatible 32-bit (DirectX 8.1 komp. Treiber)
Soundkarte: DirectX 8.1 kompatible Soundkarte
Tastatur, Maus

realistische Minimalkonfiguration
Speicher: minimal 512 MB RAM unter Windows 2000 oder XP
Prozessor: 1200 MHz Intel Pentium III (oder mehr)
ca. 2 GB freier Festplattenspeicher (für zusätzliche Plugins und komplette Editordaten)
Grafikkarte: Unter GeForce 2 läuft gar nix aber generell gilt:
je größer, je besser, denn die lausige Engine ist extrem hungrig, besonders bei AlphaMaps. Zudem sollte die Karte Pixel Shading unterstützen und wenigstens 64 MB Speicher haben, sonst ist die Optik wirklich alles andere als schön.


Tipp:
Das Spiel gibt es auch als komplett deutsche Version, jedoch sollte man, sofern einem die englische Sprache kein allzu großes Problem bereitet, die euro-englische Version benutzen. Der Grund dafür ist schnell erklärt: Es gibt erheblich (!) mehr inoffizielle Erweiterungen (Mods & Plugins) für die englische Version und diese sind nicht so problematisch, wie einige aus dem englischen ins deutsche konvertierte Versionen. Zudem enthält die englische Version deutlich weniger an mir bekannten Bugs (zumindestens keinen, der sich nicht beheben ließe).

Einige Screenshots:
KLICK - Balmora im Morgengrauen (einer der größeren Orte)
KLICK - eine schöne Landschaft
KLICK - kleines Gefecht
KLICK - eine Ruine im Vulkan
KLICK - Bloodmoon, Wolfsrudel
KLICK - Tribunal, Mournhold High Temple - Date mit Almalexia
KLICK - Castle Ebonheart Harbour

Alle diese und viele weitere Bilder findet ihr in DIESEM und DIESEM Thema bereitgestellt.
Einige Bilder sind aus Mods und Plugins, aber sie vermitteln einen guten Eindruck von den Möglichkeiten des Spiels.