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Thema: Echtes Echtzeit-Startegiespiel (Wir wollen)

  1. #1
    Profi-Spieler
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    Echtes Echtzeit-Startegiespiel (Wir wollen)

    Hi
    Also findet ihr diese Rundenbasierten Startegiespiele nicht auch blöde?
    Ich sehne mich nach ECHTEN Echtzeit-Strategiespielen, wie ZB. Empire Earth 1+2, AoE 1+2.
    Wo man erst eine Infrastruktur aufbaut und dann in den Krieg zieht.
    Wo sind diese Spiele hin?
    Supreme Commander hat es auch hinbekommen diesen Flair auf den heutigen Technikstandard zu übertragen (riesige Karten, schöne Grafik....).
    Wenn ich ein Rundenbasiertes spiel möchte, dann spiele ich lieber ein Brettspiel.
    Trotzdem werden immer mehr solcher Spiele hergestellt (civilisations, Total war.......)
    Sagt mir eure Meinung:
    Was haltet ihr von dem Aussterben der (actionlastigeren) Startegiespiele und der massiven Produktion von rundenbasierenden Startegiespiele?
    mfg

  2. #2
    Verehrt und Angespien Benutzerbild von Shintaro
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    Zitat Zitat von sceen Beitrag anzeigen
    Also findet ihr diese Rundenbasierten Startegiespiele nicht auch blöde?
    Nein, ich halte die rundenbasierenden Spiele ganz sicher nicht grundsätzlich für "blöde" - im Gegenteil : erst durch die Trennung von Schlachten und Wirtschaft ist es möglich, eine vollkommen neue Dimension und einen höheren Realitätsgrad zu erreichen.
    Ich habe nichts gegen die von dir angeführten Spiele, allerdings musst du eigestehen, dass beispielsweise die Größe der Wirtschaft in allen Beispielen schlichtweg nicht zu der des Militärs passt - auf die so erreichbare (und in etwa Age of Empires aber auch in Empire Earth nicht gerade allzu hohe) Bevölkerung setzt sich letztendlich immer aus - in Relation zur Gesamtheit der Einwohner - gigantischen Mengen von Truppen zusammen, die irgendwie von einer kleinen Gruppe Zivilisten ernährt und allgemein versorgt wird.
    Selbst in den Spielen, in denen der Aufbaupart noch eher groß geraten ist (beispielsweise Stronghold) fallen hier sofort krasse Unverhältnismäßigkeiten auf - und die einzige Art, auf die dies effektiv verhindert werden kann, scheint eine Trennung der zivilen und der militärischen Bevölkerung zu sein, wie sie beispielsweise bei Spellforce 1 und 2 durchgeführt wurde...

    Mit solchen Problemen hat beispielsweise die Total War-Reihe nicht zu kämpfen :
    Indem die Bevölkerung vom Kampfgeschehen getrennt wird (und lediglich die halbwegs realistischen und viel größeren Einwohnerzahlen verschiedener Städte angezeigt werden) vermeindet man diesbezügliche Ungereimtheiten. Da die errichtbaren Gebäude ja größtenteils nur auf der kampagnenkarte - und dort in Form eines Symbols/Bildes - angezeigt werden, kann man auch hier viel mehr Variationen und Unterschiede einbringen. Ein klassisches Echtzeit-Stretegiespiel muss zumeißt mit etwa zwanzig verschiedenen Gebäudetypen auskommen, wärend es dank dieses Tricks für die rundenbasierenden Konkurrenten leicht möglich ist, hunderte verschiedener Gebäude zur Verfügung zu stellen.
    Ein weiterer Vorteil der Reihe ist auch, dass man so das Aufeinandertreffen der Kulturen leichter erklären kann. Warum bitte kämpfe ich zum Beispiel in Age of Empires 2 als Spanier gegen die Japaner, wärend ich mich mit den Persern verbündet habe ? Und das auch noch in Skandinavien ?
    bei den Klassikern ist und bleibt also auch die viel zu geringe Größe der jeweiligen Karte ein Kritikpunkt - wärend die rundenbasierenden Spiele einfach eine Welt- oder Europakarte vorgeben und die Schlachten dann auf Karten angemessener Größe abspielen lassen. Natürlich kann ich auch in Spielen wie Medieval 2 als dänischer König das Maurenreich erobern, dann habe ich jedoch zuvor den rest Europas überrannt oder es gezielt auf diesen Bruch mit den eigentlichen Zielen ankommen lassen... das nennt man dann eben Handlungsfreiheit.
    Und dann gibt es da natürlich noch die Wirtschaft als solche - dass dort die neu aufgekommenen Titel mehr Möglichkeiten bieten sollte offensichtlich sein. Immerhin muss dort lediglich eine weitere Produktionskette in Form von neuen Symbolhaften Gebäuden erstellt werden, was theoretisch ohne weiteres dutzende verschiedener "Rohstoffe" und Produkte derselben ermöglichen würde. Die von dir bevorzugten Spiele müssen notgedrungen auf eine derartige Komplexität verzichten (Spellforce 1 bot immerhin acht verschiedene Rohstoffe, in Supreme Commander sind es soweit ich weiß nurnoch zwei) - oder kannst du dir fünfzig verschiedene Wirtschaftszweige auf einer Empire Eart-Karte vorstellen ?


    Zitat Zitat von sceen Beitrag anzeigen
    Ich sehne mich nach ECHTEN Echtzeit-Strategiespielen, wie ZB. Empire Earth 1+2, AoE 1+2. Wo man erst eine Infrastruktur aufbaut und dann in den Krieg zieht.
    Wo sind diese Spiele hin?
    Was haltet ihr von dem Aussterben der (actionlastigeren) Startegiespiele und der massiven Produktion von rundenbasierenden Startegiespiele
    Darauf kann ich nur antworten, dass diese Spiele nicht verschwunden sind :
    So wird die AoE-Serie wohl noch einmal fortgesetzt werden; das einigermaßen neue Strondhold 2 (bzw Stronghold Legends) floppte zwar, verhinderte aber nicht, dass demnächst auch in Deutschland eine Erweiterung für Crusader erscheinen wird und Starcraft 2 wurde ebenfalls angekündigt und für das "Strategie-und-Rollenspiel" Spellforce 2 ist immerhin das große Addon Dragonstorm erschienen. Zusammen mit dem von dir genannten Supreme Commander ergibt das doch insgesamt kein so schlechtes Licht, oder ?
    Vor allem dann, wenn man sich vor Augen führt, dass rundenbasierende Strategiespiele auch nicht gerade Massenware sind. Um die neuen Total War-Teile wurde lediglich mehr Rummel gemacht als um die Nachfolger deiner Favouriten, und das liegt nicht zuletzt an dem Erfolg, den die Spiele ja tatsächlich (und nicht zu Unrecht) hatten.
    Und zuletzt noch etwas : wieso bitte sind die klassisch aufgebauten Spiele actionreicher als eine riesige Schlacht in zum Beispiel Medieval 2 ? Dem kann ich nun garnicht zustimmen.

    Aber bevor du falsche Schlüsse aus meiner Argumentation ziehst :
    Ich selbst spiele mindestens so gerne klassisch aufgebaute Echtzeitstrategiespiele wie die neuen rundenbasierenden Titel - allerdings haben Reihen wie Age of Empires für mich mehr Widerspielwert.


    edit : mein Conter zeigt mir gerade die 1337 an
    Schweigen wird oft falsch interpretiert, aber nie falsch zitiert.
    F. J. Sheen

  3. #3
    Meisterspieler Benutzerbild von Herzog de Puce
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    Cool

    Rundenbasierte Strategie finde ich langweiliger, weil sie länger dauert und weniger Action bietet. Trotzdem spiele ich manche Spiele (Total War, Heroes Of Might And Magic) immernoch gerne.


    Total War möchte Ich verteidigen:
    Die Runden-Strategie macht vielleicht 50-60% des Spiels aus.
    Die Schlachten sind alle Echtzeit, weshalb mir Total War trotz allem gut gefällt.

  4. #4
    Profi-Spieler
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    134
    Danke für die schnelle Antwort. Ich muss wirklich eingestehen eine gute Argumentation.
    Mein Hauptproblem ist eigentlich nicht, dass die rundenbasierten spiele nicht soooooooo actionreich sind (denn sie sind z.T. actionreich), sondern dieses Rundengespiele. Es muss doch eine Möglichkeit geben die Vielfalt mit Echtzeit zu kreuzen, sodass ich wie in supreme commander die karte vor mir habe, gleichzeitig aber jeden moment auf ein geschehen reinzoomen kann und nicht schachbrettartig figuren verrücken muss (civilisations).
    Vielleicht rauszoomen auf "europakarte" (alles echtzeit), dann hat man eine taktische übersicht, gleichzeitig kann man aber irgendwohin ins geschehen eingreifen. Zugegeben, das wäre sehr CPU-lastig und I-net fähig wäre das höchstwahrscheinlich auch nicht, aber wär das nicht cool?

    Und um nochmal aufs Thema zurückzukommen: Zugegeben Total war kann spaß machen, aber das auf-die-nächste-runde-warten ist iwie schon nervig, wie wenn die CPU zu lahm ist und man auf jedes Area-laden ne minute warten darf. Ich empfinde das irgenwie als störend.
    Außerdem "Aussterben" ist vielleicht nicht der richtige Begriff, "Verkommen" triffts vielleicht besser (EE 3, wirklich eine Entäuschung und dann auch noch ab 18. ebenso Stronghold 2).
    oder kannst du dir fünfzig verschiedene Wirtschaftszweige auf einer Empire Eart-Karte vorstellen ?
    Achso und was die Wirtschafftszweige angeht: Auf EE II vielleicht nicht aber auf einem fiktiven EE 4 schon: damals lag es an der Hardware: man konnte soviel nicht darstellen, heute jdeoch ist das kein problem mehr.
    Der Trick wäre ein siedler mit einem AoE oder EE 2 zu kreuzen schätze ich.

    Ein weiterer störender Faktor ist, dass es in vielen spielen auch noch überflüssigerweise Helden gibt. Die sind meist nicht nur viel zu groß, sondern auch viel zu stark (gandalf - schlacht um mittelerde), das senkt den Realitätsgrad. Ich muss sagen, ich habe noch nie jemanden gesehen, der 1000 Männer umlegt. Besser ist ein elite-system.
    Von mir aus kann es eine besondere/spezial-einheit geben, aber die darf nicht übermächtig werden.
    mfg
    Geändert von sceen (12.6.08 um 19:25 Uhr)

  5. #5
    Meisterspieler Benutzerbild von 56er
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    Auch wenn es nicht Europa ist, Homeworld 2 bietet vieles von dem was du vorschlägst an. Man muss auf riesigen Karten seine Armeen befehligen, kann jederzeit in die taktische Sonsorenansicht wechseln, und das ganze Spiel läuft in Echtzeit ab (auch wenn der Aufbaupart teils eher an ein Rundenbasiertesspiel erinnert, weil es so lahm ist). Aber ansonsten bietet es ziemlich viele Ansätze zu dem was du gesagt hast.
    Es gibt auch eine Demo, die du dir dann mal ansehen kannst.


    56er
    92% of teens have moved onto rap. If you are part of the 8% that still listen to real music, copy and paste this into your signature.

    Einmal ging Chuck Norris tauchen, seit dem heißt Ariel nur noch Meerfrau......

  6. #6
    Profi-Spieler
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    134
    cool danke, werd mir mal ein paar infos holen, schaut aber ganz gut aus (nur leider weltraum, aber trotzdem...). Sogar die Grafik ist ganz in Ordnung.
    vielen Dank
    Sceen

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