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Thema: Kapitel 11: Hinter den Schatten der Maske

  1. #785
    Meisterspieler Benutzerbild von Gutester
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    Stress nicht.

    Das war Staxx´ knappe telepathische Antwort auf Zrathors Anmerkung. Serafin musste die Sache unter Kontrolle haben.

    Doch das hatte er nicht ganz. Serafin schlug zwar mit der Klinge auf Thra'ell, oder eben dessen Abbild, ein, doch dieses wich gekonnt aus und schleuderte ihn immer wieder und wieder auf telekinetische Weise auf Distanz.

    "Kommst dir wohl toll vor, hm?"

    Serafin spurtete schneller als zuvor auf den Thra'ell-Klon zu, und im Lauf rammte er ihm die Klinge in Richtung Schädel. Thra'ell wollte sich nach hinten fallen lassen, um auszuweichen, doch das minderte nur den Schaden des Angriffs. Serafin hatte seinen ersten Treffer gelandet und ein Schnitt war in Thra'ells Maske zu sehen. Dieser sah ihn erzürnt an, just in diesem Moment wurde Serafin wieder auf Distanz gebracht.

    "Hey, du verdammter Feigling!"
    Geändert von Gutester (7.2.08 um 22:25 Uhr) Grund: Gesicht, Maske, Partyhut... Scheißegal, Hauptsache ich hab getroffen. xD

  2. #786
    Meisterspieler
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    //Gesicht? Thra'ell trägt eine Maske, der Stich wird wohl abgeprallt sein! Bitte editieren.//


    Es war erstaunlich, dass Serafin einen so präzisen Treffer hatte landen können, doch den gewünschten Effekt hatte er nicht erzielen können, denn die Attacke war an der Silbermaske abgeprallt.
    Währenddessen hatte sich Shaskara vorbereiten können. Immer wieder zuckten Blitze über ihren Körper, um ihre Hände hingegen konzentrierten sie sich. Jetzt hieß es: Alles oder nichts!
    Die Halbelfe riss ihre Hände vor. Plötzlich war der ganze Raum erfüllt von gleißenden, zuckenden, hellgelben Blitzen. Die Spannung, die in der Luft lag, war greifbar, die Temperatur hatte deutlich zugenommen. Thra'ell konnte dieser gewaltigen, flächendeckenden Entladung nicht ausweichen und wurde schwer getroffen, er ging in die Knie, doch auch Shaskara hatte dieser Zauber sehr angestrengt, so dass sie ebenfalls zusammenbrach. Die übrigen Gruppenmitglieder hatte der Angriff dagegen anscheinend nichts ausgemacht, Shárynias Schutzzauber war anscheinend äußerst effizient.
    "Jetzt!", sandte die Halbelfe an Serafin. Er hatte nun leichtes Spiel, Thra'ell war anscheinend paralysiert...


    //Wenn Wahnsinniger heute nicht mehr schreibt, dann bitte ich darum, nicht mehr weiterzuschreiben. Wahnsinniger hat allerdings das Privileg, jederzeit darauf antworten zu dürfen, ich erwarte nämlich seinen Beitrag, wenn ich zurückkomme! *gg* Für den Rest gilt: Bitte bis dahin pausieren! ^^//
    Geändert von The Dark One (11.2.08 um 18:20 Uhr)

  3. #787
    Meisterspieler Benutzerbild von Gutester
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    Serafin zögerte keine Sekunde und rannte erneut mit vollem Tempo und ausgestreckter Klinge auf das Abbild Thra'ells zu. Er erwartete nicht, dass es so leicht werden würde, glaubte, die Täuschung hätte noch ein Ass im Ärmel... doch dem war nicht so. Serafins Klinge traf. Ein Traumtreffer. Die Klinge bohrte sich in den Oberleib des Klons, der sofort zu Boden ging.
    Serafin zog seine Klinge heraus, wobei er sich mit dem Fuß an Thra'ell pressen musste, was ihm auch nichts ausmachte. Das letzte Abbild war besiegt.

    Et voíla.

  4. #788
    Contractor Benutzerbild von Chrono Chrusader
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    [Die Wahnsinnshalle- Spiegelbilder der Vergangenheit]

    Spiegel. Shinara stand inmitten eines kleinen runden Raums voller Spiegel. Sie wandte ihren Blick um und sah sich in keinem der Spiegel- bis auf einem einzigen. Sie trat auf den Spiegel zu und betrachtete ihn genauer. Die Oberfläche des Spiegels kräuselte sich und eine silberne Hand entwuchs dem Spiege, packte die Elfe und zog sie mit sich.

    Shinara stand mitten auf einer Lichtung. Sie kannte diesen Ort- viele Erinnerungen verbanden sich damit. Eine kleine Elfe war auf der Lichtung. Sie hatte blutrotes Haar und farblose Augen. Die kleine Shinara schien sie direkt anzusehen. Die Erwachsene ging auf ihr kindliches Ebenbild zu, doch nichts passierte. "Sie ist nur ein Schatten der Vergangenheit! Hier war noch alles in Ordnung..." Die Lichtung begann sich rasch um sich selbst zu drehen und hielt urplötzlich an. Eine fast erwachsene Shinara stand nun auf der Lichtung, mit zerfetzten Kleidern und Wunden von Kämpfen am Körper. Sie war von mehreren dunklen Gestalten umringt. Shinaras Augen weiteten sich- sie kannte diese Szene zu gut!

  5. #789
    Heavenly Wind
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    {Erzelingen, gegen Abend des nächsten Tages}
    Schon bevor sie die Hügelkuppe überquert hatten, dämmerte es. Mittlerweile brach die Nacht herein. Rekan Agrith hatte das Lager aufbauen lassen, etwas abseits der verkohlten Ruinen. Zwar hatte er sich einen groben Überblick über die Verwüstungen verschafft, doch an eine Untersuchung im Fackelschein war nicht zu denken. Eines war jedenfalls klar - diese Zerstörungen hatten keine Orks angerichtet, und Menschen auch nicht. Keine Leichen weit und breit, die Häuser vollkommen in Schutt und Asche gelegt, als wären sie von innen heraus auseinander gesprengt worden. Was immer das verursacht hatte, war so gewaltig gewesen, dass es den Ordensmarschall ängstigte und das kam in der Tat nicht sehr oft vor. Natürlich bewahrte er Haltung vor seinen Männern, doch innerlich sah es anders aus. Er zog seinen Adjutanten Ondral und Marek, seinen erfahrensten Inquisitor beiseite und beriet sich abseits der übrigen Paladine mit ihnen, während die anderen das Feldlager errichteten.
    Marek... begann er ...Ondral... ihr seid hier meine beiden besten und erfahrensten Männer. Ich wünsche Eure Meinung zu diesen Verwüstungen zu hören.
    Im Vertrauen, Meister... ich bin unsicher... ich denke wir sind alle der gleichen Meinung, dass die Orks das da nicht getan haben. Es gibt hier keinerlei Spuren von Kriegsgerät, hätte man Schleudern oder Rotzen eingesetzt, müßten noch Reste von Munition zu finden sein. Es gibt auch wie es scheint keinerlei Leichen in diesem Dorf... schilderte Ondral seine Erkenntnisse.
    Dem muß ich beipflichten, Rekan. Wir können davon ausgehen, dass etwas Unnatürliches diese Verwüstungen angerichtet hat. Der Einsatz eines starken Barrierezaubers in diesen Ausmaßen spricht für ein hohes Maß an Fachwissen - es ist ganz sicher nicht das Werk eines dahergelaufenen Schwarzkünstlers. Die ganzen kleinen Krater sind um die Häuser massiert. Es ist eindeutig, dass sie gezielt die Gebäude zerstört haben. Wäre das Gebiet mit schwerer Artellerie beschossen worden, dann wären die Krater sehr viel mehr getreut. sagte Marek nach einem Augenblick des Schweigens und Nachdenkens.
    Er hat Recht, alles viel zu präzise, um durch normales Kriegsgerät verursacht worden zu sein. Außerdem habe ich das hier gefunden....
    Ondral zog einen verkohlten Gegenstand aus der Tasche, eine geschmolzene Keramikscherbe.
    ...das Feuer muß enorm heiß gewesen sein, um so etwas anzurichten.
    Rekan Agrith nahm die Scherbe zwischen seine Finger und roch daran.
    Schwefel...
    Allerdings. Das ist überall im Ort so. Jedoch spüre ich keinerlei Reste dämonischer Präsenz. Bei diesen Ausmaßen müßte man das aber erwarten können, wenn schwarze Magie eingesetzt worden wäre. Und da die nächsten Feuerberge sehr weit im Norden und Südwesten liegen, läßt das nur einen möglichen Schluß zu...
    Agrith nickte stumm... er wußte, was das bedeutete.
    Sagt den Männern, sie sollen doppelte Wachen aufstellen und sich von den Ruinen fernhalten, bis wir genaueres wissen. Laßt mich allein... ich werde meditieren, stört mich nicht.
    Ein gleichzeitiges "Jawohl, Rekan" beendete das Gespräch und die beiden machten sich auf, ihre Befehle auszuführen, während der Ordensmarschall ein kleines Gebetstuch ausbreitete und sich zur Meditation hinkniete.

  6. #790
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    Das letzte Abbild Thr'ells war geschlagen, und wie die beiden ersten stob es einfach wie Nebel auseinander. Der Raum erbebte plötzlich, die Runenzeichnungen an den Wänden begannen zu flackern. Die Vernichtung des letzten Abbilds hatte entweder tiefgreifendere Folgen gehabt - oder Thra'ell wollte erneut seine Macht demonstrieren. Die Abbilder konnten schließlich nicht mehr gewesen sein als eine Spielerei, um das tatsächliche Zusammentreffen hinsauszuzögern.
    Donnergrollen erhob sich, Staub rieselte von der Decke un die Temperatur sank schlagartig ab. Erst nach einigen Augenblicken veränderte sich der Donnerhall, Worte erklangen, laut und grollend.
    >> Dies war nur der erste Schritt, denn ihr wisst nicht, was ihr euch damit aufgeladen habt! <<
    Waren diese Worte tatsächlich nur Bluff? War es ein verzweifeltes Aufbegehren oder hatte Thra'ell tatsächlich noch einen Plan in der Hinterhand? Mit Sicherheit.
    Langsam wurden Konturen in der Dunkelheit erkennbar. Zuerst erkannte man ein Paar weit ausgebreiter Flügel, dann schier grotesk lange Gliedmaßen, mit gewaltigen Klauen besetzte Pranken und schließlich einen Kopf, aus dem sich gedrehte Widderhörner wandten.
    Die Silhoutte wurde deutlicher. Nun erkannte man das Blitzen von Silber und von dunkelblauen Augen - sie wollten so gar nicht zur Erscheinungsform der Kreatur passen.
    Die Dunkelheit lichtete sich um das Wesen. Es schien keine Ähnlichkeit mehr mit Thra'ell zu haben, eher glich es einem finsteren Erzdämon, der aus den Kerkern Verdamons ausgebrochen war, wäre da nicht die Silbermaske gewesen, die die Stirn der Wesenheit zierte, und die weite Kutte, in die sie noch immer gehüllt war. Darüber hinaus wirkte Thra'ell trotz oder gerade wegen seiner nun ausgemergelten Gestalt deutlich größer, auch wenn er nicht wesentlich gewachsen zu sein schien - schon bei ihrem Ersten Aufeinandertreffen hatte der Devanthar mit annähernd zweieinhalb Metern Größe beeindruckend gewirkt. Die nachtschwarze Haut, die gewaltigen Schwingen, der riesige Kopf mit den beeindruckenden Hörnern, die dämonische Fratze, die sein Gesicht darstellte, die fingerlangen Zähne, die aus dem Maul ragten und die unnatürlich langen Arme, ebenso wie die angewinkelten, fast verdreht wirkenden Beine und schließlich die mit mehr als fingerlangen Klauen besetzten Pranken und Füße, all das verlieh dem Devathar ein wahrhaft beängstigendes, monströses Erscheinungsbild.
    >> Es ist nun zu spät, noch etwas zu ändern. Euch erwartet der sichere Tod, wenn sich eure Freundin nicht rasch etwas einfallen lässt, um ihn hinauszuzögern. Sie wird euch nicht retten können, ebenso wenig wie sich selbst. Euer Td wird mich mit Genugtuung erfüllen und mir eine Macht bescheren, der nichts mehr standhalten kann! <<
    Der Dämon schlug mit seinen Flügeln, nur einmal, doch weit ausholend und kräftig, dann nutzte er den Schwung und schoss mit angelegten Schwingen und ausgestreckten Armen geradewegs auf Arindor zu...


    Noch immer quollen Goldfäden durch den Raum, die sich um Thra'ell herum konzentrierten, wo auch immer er sich gerade bei seiner rasenden Geschwindigkeit befand. Arindor musste schnell handeln und ausweichen, um seinem Gegner zu entgehen, denn Shárynia wusste, dass er Thra'ells Angriffe weder abwehren, geschweige denn darauf reagieren konnte. Von seinen Klauen ging eine tödliche Kälte aus - dieselbe Kälte, die man auch in der Anwesenheit eines Shi-Handan verspürte, nein, noch intensiver. Doch Arindor musste seinem Gegner nur noch einige Augenblicke lang ausweichen, dann war Shárynia so weit...
    Die Lebenslichter, die durch den Raum schwirrten, verlagerten ihren Zielpunkt und schaarten sich um die noch immer meditierende Devanthar, die von ihnen eingehüllt wurde. Thra'ell schien das entweder nicht zu bemerken, oder es war ihm mittlerweile eegal. Denn würde ihn die Überraschung mit noch tödlicherer Wucht treffen. es war nicht mehr viel, nur noch wenige atemzüge, bis der Wechsel vollzogen war, denn Shárynia hatte den Schwerpunkt der Macht ihres Gegners verlagert. Der Vorstoß war getan, er musste nur noch abgeschlossen werden, und das war eine Frage von Sekunden. Dann würde Thra'ell aufhören zu existieren...
    Geändert von The Dark One (12.2.08 um 15:29 Uhr)

  7. #791
    Heavenly Wind
    霧の艦隊
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    {Abends in Erzelingen}
    Agrith meditierte ungewöhnlich lange - er hatte seine rituellen Handlungen in der letzten Zeit vernachlässigt. Andravil würde es ihm nachsehen, denn er hatte in ihrem Namen Recht und Ordnung wiederhergestellt. Dennoch war es um seine Konzentration nicht gut bestellt. Plötzlich nahm er durch seine geschlossenen Lider ein seltsames Flackern wahr, zugleich mit einer wohligen Wärme, die in ihm aufstieg. Er öffnete ganz langsam die Augen. Da saß sie, direkt vor ihm auf einem dicken Findling, im Schneidersitz und lächelte.
    Du erwartest nicht ernsthaft Antworten auf diese Fragen, oder doch? feixte Ti'a.
    Hättest Du denn welche für mich?
    Er kannte die Antwort. Natürlich nicht. Jedenfalls nicht so ohne weiteres. So war sie eben, nicht sonderlich mitteilsam, man mußte ihr die Worte abringen, jedes einzelne. Das hatte er im Laufe der Jahre über Ti'a gelernt. Es war das einzige, dessen er sich bei ihr sicher war. Allerdings sprach ihre Anwesenheit Bände - sie erschien nur dann, wenn es wichtig war zu erscheinen. Die Fee strich ihr schwarzes Haar hinter die Ohren und grinste.
    Wenn du richtigen Fragen stellst... vielleicht.
    Können wir dieses Spielchen nicht wenigstens ein Mal auslassen? Es ist wahrlich nicht die Zeit für Rätsel und Andeutungen. Ich brauche Antworten. Wenn du mir was zu sagen hast, sprich... oder lass mich in Ruhe.
    Hättest du wohl gern... wer hat mich denn hergerufen, weil er angeschwiegen wird, hmm?
    Ti'a hüpfte von ihrem Stein und stolzierte ganz langsam zu Agrith herüber, der noch immer in seiner Meditationshaltung verharrte. Schließlich stand sie direkt vor ihm, mit sanft schlagenden Flügeln, nicht mal eine Armlänge entfernt und legte ihm ihren Zeigefinger gegen den Plattenpanzer.
    Tja, mein Lieber... ich glaube, das warst du.
    Mit dem letzten Wort wurde er nach hinten gestossen und längs auf seinen Rücken geworfen. Sie hüpfte zeitgleich hoch und stand sogleich mitten auf seinem Oberkörper, wo sie sich langsam triumphierend hinsetzte. Er konnte sich nicht rühren. Es wäre natürlich leicht gewesen, um Hilfe zu rufen, aber das hätte keinen Sinn gehabt. Sie spielte eines ihrer Spielchen, das war klar. Wenn sie ihm wirklich hätte schaden wollen, konnte sie es tun, egal, was er anstellte oder wie viele Männer er zu sich rief. Er hatte schon gesehen, was passierte, wenn die Fee wütend wurde und was sie dann anrichten konnte.
    Zieh nicht so ein vergnatztes Gesicht. Ich bin immerhin hier. Ich kann dich gut leiden, großer Paladin, aber wenn ich dir schon helfe, dann zu meinen Bedingungen.
    Tilauera...
    Ohhhh...du hast meinen Namen geübt? lächelte sie butterweich.
    ...das war nicht ganz perfekt, du mußt das "e" noch ein wenig in die Länge ziehen.
    ...bitte, diese Position ist... er hustete ...unbequem.
    Hm? ... entschuldige. Ich vergaß, du liegst nicht gern auf dem Rücken. Geht mir auch so, ungesund für die Flügel... schmunzelte sie, hüpfte dabei hoch und schwebte einen Schritt zurück, so dass er sich wieder aufrichten konnte. Und während er das tat, wechselte sie ihre Gestalt - direkt vor seiner Nase. So hatte er sie vor Jahren kennengelernt, eine junge Waldläuferin mit kupferroten Haaren. Die folgende Stunde verbrachte er dann damit, ihr mühsam einige Wissenfetzen aus der Nase zu ziehen, das haßte er am meisten. Sie liebte ihre Spielchen. Wenigstens erzählte sie ihm, was in Erzelingen geschehen war. Die ganze Wahrheit freilich nicht, doch so viel, dass er mit den Antworten zufrieden war.
    Du bist ziemlich verspannt... flüsterte sie ihm ins Ohr, seinen Nacken mit ihren warmen Händen massierend.
    Sitz du mal zwei Tage ununterbrochen im Sattel...
    Ah, danke, da fliege ich lieber... hauchte ihre Stimme noch, dann spürte er eine wohltuende Wärme, die sich nahe hinter ihm ausbreitete... ihre Hände hatten ihn losgelassen, sie huschte um ihn herum, wieder in ihrer Feengestalt.
    Ahja... bevor ich's vergesse: das Ärgernis mit der Seuche ist aus der Welt geschafft.
    Aber... was... wie...? stotterte er.
    Ich würde vorschlagen, du reist morgen früh nach Austädt und schaust dich in einem gewissen Handelskontor genau um. Du wirst einige sehr aufschlussreiche Dokumente finden. Bis zum nächsten Mal, mein stolzer Paladin...
    Dabei hauchte sie ihm einen Kuss zu und verschwand in einem glitzernden Funkenregen direkt vor seinen Augen. Keinen Moment zu früh, denn Ondral näherte sich, um nachzusehen, was den Marschall so lange in Anspruch nahm. Er würde tun, was sie ihm geraten hatte. Im Laufe der Zeit hatte er gelernt, dass man ihr stets glauben konnte, wenn sie etwas sagte - auch wenn er bisweilen zunächst kein Wort verstand, es klärte sich meist sehr schnell auf.

  8. #792
    Mehr Schlecht als Recht Benutzerbild von Zelles
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    Arindor öffnete die Augen. Er sah eine hässliche Fratze vor sich. Gerade eben noch hatte er Energie aus den Magischen Steinen gesogen, die er mit sich führte, und nun sprang ihn auch schon eine nach Erzdämon aussehende Entität an. Doch die Steine Hatten seine Macht nach den Kunststücken, die er vorher ausgeführt hatte, wieder aufgefüllt. So sprach er leise Worte, die sich zum Ende hin zu Worten formten, die er Thra'ell förmlich entgegenbrüllte. Mit einem Schlag wurde sein Körper kalt wie Eis... Solches Eis, in das er sich nun verwandelte. Sein Gesicht wurde durchsichtig, seine Haare formten sich zu kleinen Eissplittern, und seine Rüstung wurde kalt wie Schnee an einem frostigen Wintermorgen auf der Spitze der Drachenzunge (Eines hohen Berges in der Nähe von Unterland). Trotzdem versuchte er, Thra'ell bestmöglich auszuweichen...

    Zrathor indessen konzentrierte seine Macht weiter. Wenn ihr Beistand benötigt, sagt es nur, Devanthar... Sandte er eine telepathische Botschaft an Sharynia. Sie schien, als würde sie gerade ein sehr schwieriges und kräftezehrendes Ritual durchführen. Es war gutmöglich, das sie die Hilfe des Schutzdämonen benötigte...

  9. #793
    Meisterspieler
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    Arindor war gerade noch ausgewichen, doch sein Gegner blieb hartnäckig. Silbrige Klauen blitzten, denn immer wieder schossen die Pranken nach vorne und drängten Arindor zurück. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Elf einen Fehler beging, einen Fehler, der Zweifellos tödlich sein würde.
    Doch dem wolllte Shaskara nicht tatenlos zusehen. Diesem Dämon musste doch irgendwie beizukommen sein!
    Ein leises Pfeifen erklang, Wurfmesser sausten durch die Luft, noch immer glänzte das Metall in einem ungewöhnlichen Grauton. Der Störzauber war noch aktiv und konnte vielleicht etwas ausrichten.
    Zu früh gefreut. Ein fast beiläufig wirkender Schlag mit den gewaltigen Schwingen genügte, um die Geschosse aus ihrer Bahn und zu Boden fliegen zu lassen. Der Wind breitete syich in der Halle aus und pfiff Shaskara um das Gesicht, im selben Augenblick spürte die Halbelfe einen brutalen Riss, der sie zu Boden schleuderte, wo sie, unfähig sich aufzurichten, liegen blieb. Und ihre neugewonnenen telepathischen Fähigkeiten verrieten ihr, dass es jedem anderen von ihnen auch so ergangen war - jedem bis auf Arindor, der sich noch immer mit seinem Gegner abmühte. Offenbar fand Thra'ell Gefallen daran, sich um jden von ihnen einzeln zu kümmern, und dann wollte er sich Shárynia wohl für den Schluss aufheben. Wunderte er sich etwa nicht, dass seine Gegnerin bisher noch nicht aktiv in den Kampf eingegriffen hatte? Sie plante doch etwas, das war offensichtlich! War er etwas zu selbstsicher geworden? Shaskara spürte nicht einmal andeutungsweise, was die Devanthar plante, doch irgendetwas musste sie vorhaben, und hoffentlich würde es nicht mehr allzu lange dauern...


    "Danke, Zrathor, doch ich bin nun fertig mit allem, was es vorzubereiten gab. Ihr habt gut gekämpft, doch den letzten Schritt muss ich gehen."
    Shárynia hatte sich erhoben, ihre Stimme erklang laut und deutlich, so dass jeder sie hören konnte - einschließlich Thra'ell. Der Dämon war stehen geblieben.
    "Ja, dich meine ich. Hast du gedacht, ich überlasse der Gruppe den ganzen Kampf gegen dich? In deiner Überheblichkeit hast du nicht bemerkt, was ich eigentlich vorhabe. Du hättest mich beseitigen sollen, als ich meditiert habe, doch auf dich ist Verlass. Du wolltest dir den Spaß bis zum Schluss aufheben, doch du hast damit das Schicksal gewendet und dein eigenes Ende besiegelt. Wie solltest du auch gemerkt haben, was ich plane?"
    Thra'ell hatte sich umgewandt und funkelte Shárynia wütend an. Diese erwiderte seinen Blick, und ein selbstzufriedenes Grinsen breitete sich auf ihren Zügen aus.
    "Wie solltest du auch Wissen, was ich vorhabe", fuhr sie fort, "Nie hättest du dir wohl träumen lassen, dass es so weit kommen würde, dass ich diese Fähigkeit beherrsche, die dir dein Leben lang verwehr geblieben ist. Dazu muss man schließlich reinen Blutes sein. Wie ich."
    >> Es reicht! <<, fauchte Thra'ell, seine Augen spiegelten unbändigen Hass wieder, >> Du hast dich ein letztes Mal über mich lustig gemacht, Shárynia - nie wirst du meine Macht erringen können, denn ich trage das wahre Erbe unserer Urahnen in mir! Fahr zur Hölle!"
    Thra'ell stieß sich erneut vom Boden ab, seine unbändige Wut beschleunigte seinen Sturzflug und blanker Hass brannte in seinem Blick. Er schoss geradewegs auf Shárynia zu.
    Und erreichte sie nicht.
    Shárynias Grinsen wurde gehässiger, die Luft um sie herum hatte zu wabern und zu flimmern begonnen wie in der Hitze eines Lagerfeuers, nur extremer. Ihre Konturen verzerrten sich.
    "Du wirst zur Hölle fahren!", brüllte sie, während sie ihre Hände nach vorne riss.
    Ein lauter Knall ertönte, und im selben Augenblick wurden unbändige Energieen entfesselt. Niemand sah es, niemand hörte es, doch jeder spürte es. Sie durchdrangen jeden einzelnen, schockten ihn, zehrten an seiner Essenz. Ein Aufschrei erklang aus vielen Kehlen, die Qualen wurden unerträglich.
    Doch das war harmlos im Vergleich zu dem, was mit Thra'ell geschah. Der Dämon hatte seine Gegnerin fast erreicht, nur noch wenige Zentimeter trennten seine Klauen von Shárynias Gesicht - da begannen sie unter lautem Zischen zu verdampfen. Und nicht nur seine Klauen...
    Schockiert blickte Thra'ell an sich herab, riss den Kopf zur Seite, in den Nacken - überall begann sein Körper unter Zischen, sich aufzulösen, als bestünde er nur aus Wasser, das man in den Krater eine Vulkans kippte. Erst die die Pranken, dann die Flügel, dann die Beine, dann die Arme, schließlich der Rumpf, alles verdampfte, wich aus den Kleidern wie heiße Luft.
    Thra'ell brüllte auf, warf Shárynia einen letzten blick zu, in dem purer Hass lag. Das letzte, was er sah, war, wie sich vor seinen Augen Shárynia ebenfalls auflöste. In ihrem Blick lag noch immer die Selbstherrlichkeit, die er so sehr an ihr gehasst und die er unterschätzt hatte. Dann war er verschwunden, und mit ihm seine ewige Kontrahentin, als hätten sie nie existiert.
    Ein metallenes Klirren erklang. Seine Maske war zu Boden gefallen, neben seine Kutte, aus der es ihn förmlich herausgebrannt hatte, und neben seinem finster funkelndem Rubin, den er bis zuletzt bei sich getragen hatte. An Shárynia hingegen erinnerte nicht einmal ein Wimpernhärchen.
    Noch war das Spektakel allerdings nicht vorbei. Ein Zischen erklang, von überall stoben Energieen aus dem Raum, genau auf den Punkt zu, an dem sich Sharynia zuvor befunden hatte. Dort trafen sie sich, ein greller Lichtblitz und dumpfes "Buff" ertönte, gefolgt von einem leisen Klirren. Eine silbrige Perle lag auf dem Boden, dann war es vorbei.
    Endgültig?

  10. #794
    Heavenly Wind
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    {Im Wald bei Austädt, später ... }
    Sashka lächelte... ein düsterer Nebel umgab sie, weite schwarze Schlingen aus Rauch, die ihren Körper umströmten und sich ineinander wanden. Sie saß nur da und fixierte den Albenstern, Funken sprühten und Lichtbögen tanzten über den geborstenen Steinen. Sie betrachtete die maroden Steinplatten, als würde sie etwas in den wirbelnden Blitzen erkennen können.
    Irgendwie unbefriedigend
    In der Tat erwiderte Sashka mit stoischer Ruhe, während ihre Hand sich auf die Steinplatte legte.
    Wir hätten es tun sollen.
    Bist du mit dem Resultat unzufrieden?
    Er hatte den Tod nicht verdient...
    Du hättest ihn leiden lassen.
    Natürlich. Zehn Khar'em... mindestens. Besser fünfzehn! Das da war keine Strafe, sondern ein Gnadenakt.
    Damit war sie wieder allein. Es war an der Zeit, die anderen zurückzuholen.Und so sehr sie es auch genossen hätte, die Devanthar dort für alle Zeiten einzukerkern, gab es andere Dinge zu bedenken. Sie hätte die beiden Artefakte nun mit Leichtigkeit an sich bringen können. Doch die Entscheidung darüber lag in den Händen der anderen. Die Entscheidung darüber und über etwas anderes... doch das würden sie erst später erfahren. Außerdem war es noch nicht vorbei... daher hielt sie das Bannfeld auch weiter aufrecht.

    {Silanpal, die Flüstergalerie}
    Camaera hatte lange mit den Chronisten gesprochen. Nun war sie sicher. Sie hatte etwas gesehen, das gar nicht existieren durfte... eine Fee. Und dabei hatte sie immer geglaubt, dass diese Wesen vollkommen aus der Welt verschwunden waren. Selbst in der Zeit der Alben gab es nur Mythen über die Feen... Legenden, Dichtungen... keiner hatte je eine Fee gesehen. Die Fee hatte einen Yingiz vernichtet und einen ihrer Wächter in N'Salay gerettet. Das war etwas, dass ihr Hoffnung schenkte, denn es hieß, dass die Feen ebenso mächtig waren, wie die großen Drachen. Wenn das stimmte und diese Fee alles andere als ein Freund der Yingiz war, dann hatte das Sadryn vielleicht bereits eine mächtige Verbündete, ohne von ihr zu wissen. Diese Information mußte sie weitergeben... es war lebenswichtig.

  11. #795
    Meisterspieler
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    Shaskara schreckte hoch. Was für eine Macht hatte Shárynia bloß freigesetzt! Sie hatte es gespürt, als wäre sie selbst von der Entladung fast verzehrt worden. Es war ein grauenvolles Gefühl gewesen, und es hatte ein Echo hinterlassen, das noch immer in ihrem Geiste widerhallte.
    Mühsam richtete sich die Halbelfe auf. Das musste eine Machtwelle gewesen sein, eine der tödlichsten Fähigkeiten, die ein Devanthar erlernen konnte, und diejenigen unter den Täuschern, die diese Attacke beherrschten, waren dünn gesät. Kein Wunder, dass Shárynia Thra'ell derart überrascht hatte. Dieser Angriff war zu mächtig gewesen, zu selten, um damit rechnen zu können, selbst wenn die Meditation der Devanthar etwas Großes hatte vermuten lassen. Thra'ell war sich zu sicher gewesen, und das war sein Fehler gewesen. Doch hatte er tatsächlich etwas dafür gekonnt, das scheinbar Unmögliche nicht zu erwarten?
    Die Machtwelle war tödlich, in beide Richtungen, wenn man nicht aufpasste. Doch hatte sich Shárynia tatsächlich geopfert? Sie war so selbstsicher gewesen, selbst in dem Augenblick, als sie sich völlig aufgelöst hatte. Sie konnte doch nicht einfach tot sein!
    Ein Knistern ertönte, erst leise, dann immer lauter, Funken sprühten von der Decke, aus den Wänden, die noch immer mit blutigen Runen verziert waren, und Dunst begann den Raum einzuhüllen. Das war kein gutes Zeichen!
    Rasch hechtete Shaskara an den Ort, wo sich noch vor wenigen Augenblicken Thra'ell und Shárynia gegenübergestanden hatten. Da lagen eine zerrissene Kutte, ein blutroter Rubin, ein silbernes Schwert und schließlich das Markmal, das Thra'ell vor allem anderen ausgezeichnet hatte: Die mit erbsengroßen Rubinen und Saphiren verzierte Silbermaske. Nicht weit davon lag auch die silberne Perle, die zum Schluss zu Boden gefallen war. All das fand Platz in Shaskaras Umhang, den sie sich von den Schultern gerissen und zu einem Sack gebunden hatte!
    "Wir haben, was Sashka wollte, es wird höchste Zeit, dass wir zurückkehren!"
    Mittlerweile erfüllten schrilles Kreischen und dumpfes Grollen die Gänge und Shaskara hatte Mühe, mit ihrer Stimme gegen das Getöse anzukommen, das immer unerträglicher wurde. Wenn sie nicht bald von hier verschwanden, würden sie sternen, egal wie, doch mit Sicherheit. Sie konnten jetzt nicht weiter auf Shárynia warten, sie konnten hier doch nichts ausrichten. Wenn, dann fand die Devanthar sie und nicht umgekehrt. Nun mussten sie zurück an den Ort, an dem sie dieses Gewölbe betreten hatten, wenn sie sich nicht in diesem Labyrinth verliefen...
    Die anderen schien bereit, und Shaskara stürmte los. Staub rieselte von der Decke, hin und wieder fielen kleiner Brocken herab, während das Donnern immer weiter an Kraft gewann.
    Sie rannten an vertrockneten, dürren Leichen vorbei, denen das Fleisch wie von den Knochen geschmolzen schien, während die Haut brüchig und aufgerissen war, das Gesicht zu einer Maske des Schreckens verzerrt. Dutzende waren es, und sie befanden sich in jedem Gang. Wie brutal musste Thra'ells Ritual nur gewesen sein!
    Hinter ihnen krachte ein Steinquader aus der Decke und schlug auf den Boden. Von der Decke selbst sah man nichts mehr, sie war bereits gänzlich von nebligem Dunst verhüllt, und dieser Dunst stieg immer weiter hinab und ließ Shaskara husten.
    "Beeilt euch, wir müssen hier weg!"
    Sie röchelte das mehr, als dass sie es sagte. Staub trocknete ihre Kehle aus, schnürte ihr den Hals zu.
    Dann passierte es: Vor ihren Füßen, gerade, als sie durch ein Tor schreiten wollte, brach ein weiterer Felsquader aus der Decke, gefolgt von weiteren, die den Durchgang versperrten. Verdammt! Shaskara hatte sich zwar den Rückweg eingeprägt, doch damit hatte sie, verflixt nochmal, nicht gerechnet. Die Trümmer mussten weg, und zwar schnell!
    "Könnte jemand... mal mit anpacken!", hustete sie, um Fassung bemüht. Es wurde immer brenzliger, und dabei hatte sie noch gar nicht die Energieen bemerkt, die sich in ihrem behelfsmäßigen Beutel zusammenbrauten. Noch war nicht viel davon zu spüren, doch das musste nichts bedeuten...
    Geändert von The Dark One (13.2.08 um 17:03 Uhr)

  12. #796
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    //Wie unvorhersehbar Spontanes Einstürzen des sonst massiven Tempels am Filmende.

    Zrathor hatte seinen Machtfluss abbrechen lassen, als er sah, was für ein schnelles Ende Thra'ell gefunden hatte. Genauso wie Arindor musste er seinen Angriff abbrechen, bevor er überhaupt angefangen hatte, um dem Einstürzen dieser Ruine zu entfliehen. Nun aber bildete sich ein Hindernis heraus: Steine versperrten den Weg. Lass mich das nur machen. Mit ein paar schnellen Worten war Arindor in dasselbe Material verwandelt, das ihnen den Weg versperrte, und ließ eine riesige Steinfaust gegen den Wegblockierer prallen, der die Steine aus dem Gang herauspflügte und einige davon bis an das andere Ende des Ganges rollen ließ. Er machte eine Auffordernde Bewegung mit den unförmigen Steinpranken, und setzte sich in Bewegung...

  13. #797
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    Natürlich! xD
    Aber ernsthaft: Eine einfache Rückkehr wäre doch viel zu unspektakulär!
    Übrigens hoffe ich, dass ihr noch immer so kampfbereit seid, wie ihr es gegen Thra'ell wart! ^^



    "Danke!", keuchte Shaskara, die ihr Tempo immer weiter erhöhnte, Sie mussten hier verschwinden, koste es, was es wolle!
    Ein Blick über die Schulter verriet ihr, dass die Gruppe vollzählig war. Bis eben auf Shárynia. Der Gedanke an sie hatte etwas Beklemmendes. Sie konnte sich nicht geopfert haben!
    Eine Biegung nach rechts, geradeaus, den langen Korridor entlang. Vor ihnen lag noch ein langer Weg. Das stimmte so zwar nicht ganz, doch so, wie das Gewölbe mittlerweile erzitterte, konnten Sekunden entscheiden. Was waren da erst fünf Minuten!
    Ihr weg führte sie erneut nach rechts. Vor ihr zweigten drei Wege ab. Und sie konnte sich nicht mehr erinnern, welcher der richtige war!
    "Verdammt!", fauchte sie und sah sich gehetzt um. Die Markierungen, die Shárynia hinterlassen hatte, waren verschwunden, nichts mehr war zu spüren, erst in mehreren Dutzend Schritt Entfernung, und welchen Gang sie wählen musste, um dorthin zu gelangen, war nicht festzustellen. Der rote Faden, den die Devanthar gespannt hatte, war gerissen.
    In diesem Augenblick spürte sie eine unnatürliche Kälte, die ihre Hände umhüllte. Sie blickte an sich herab. Nebelschwaden drangen aus dem provisorischen Beutel, in dem sie Thra'ells Hinterlassenschaften transportierte. Konnte das etwa sein?
    Fast panisch öffnete sie ihren Umhang. Nebel quoll ihr entgegen, raubten ihr für einen Moment die Sicht. Dann erkannte sie, was es war. Der Nebel ging von der kleinen Silberperle aus, ebenso wie die Kälte.
    Vorsichtig berührte die Halbelfe das unscheinbare Kügelchen. Es war eiskalt.
    Sie nahm es zwischen Daumen und Zeigefinger und maß es prüfend. Die Oberfläche hatte sich komplett in Nebel verwandelt. Was ging da vor?
    Hinter ihr krachte ein weiterer Steinquader zu Boden, Staub rieselte zu Boden und hätte ihr fast den Atem geraubt, wirkte nicht die Feuchtigkeit des Nebels dagegen.
    Die Perle erzitterte, erst ungleichmäßig, dann begann sie starr zu vibrieren. Die Temperatur sank schlagartig, auch in der Umgebung, und Shaskara ließ das Kügelchen mit einem leisen Aufschrei fallen.
    Es erreichte den Boden nicht. Schwebte einfach auf Bauchhöhe vor ihr. Der Nebel, der von ihm ausging, zog sich zurück und verdichtete sich im unmittelbaren Umkreis. Immer dichter wurde er, und bald konnte man nicht mehr durch ihn blicken. Dann zeichneten sich Konturen ab, eine Gestalt wuchs in die Höhe, über zweieinhalb Meter, schlaksig, mit viel zu langen Armen und Beinen, komplett aus Nebel, aus dem, auf Kopfhöhe, zwei dunkelblaue Augen aufblitzten. Mehr war nicht zu erkennen.
    Shaskara war starr vor Entsetzen stehen geblieben und blickte das Wesen aus weit aufgerissenen Augen an. Da wurde sie von einer unsichtbaren Kraft ergriffen, die Luft wurde ihr aus den Lugen gepresst. Sie versuchte zu schreien, doch ihrer Kehle entkam kein Laut. Die Kraft riss sie in die Höhe, wo sie brutal gegen die Decke prallte und dann einfach zu Boden fiel. Es knirschte, und die Halbelfe blieb reglos liegen...
    >> Shárynia! <<
    Die Stimme der Gestalt war wie ein Donnergrollen, von unbändigem Hass erfüllt und ohrenbetäubend.
    >> Wo ist diese Missgeburt, die mir das angetan hat? Du sollst verrecken, Shárynia! <<
    Kein Zweifel: Vor ihnen stand Thra'ell. Wie hatte er Shárynias Attacke überleben können? Da stellte sich jedoch die Frage, ob er überhaupt noch lebte. Noch immer hatte er keine feste Gestalt angenommen, seine Konturen verschwammen in den Nebelschleiern, die eben diesen Körper bildeten.
    >> Ihr! <<
    Nur dieses eine Wort, in dem pure Verachtung lag. Thra'ell blickte nun die Gruppe direkt an. Vor seiner Gestalt schwebte die Maske empor und fügte sich in seinem Gesicht ein. Etwas ähnliches geschah mit dem Albenstein und dem Schwert.
    >> Wie es aussieht, ist eure Freundin entweder feige oder tot. Dann werde ich mich eben mit euch begnügen müssen! <<
    Der Dämon brüllte laut auf, dann sank die Temperatur plötzlich schlagartig, ebenso der Druck. Mehrere Steinquader fielen von der Decke. Sie wurden von einer Welle erfasst, die den ganzen Druck des Raumes auf sich konzentrierte, und schossen nun geradewegs auf die Gruppe zu...


    Ihr habt nun die Ehre, Thra'ell den letzten Schlag zu versetzen! ^^
    Dazu einige Informationen:
    1. Er ist nicht mehr im Vollbesitz seiner Kräfte, Shárynia hat ihm böse zugesetzt.
    2. Die Silberperle, die sich noch immer in seinem Körper befindet, ist sein Schwachpunkt, aber daran werdet ihr nicht so leicht kommen. Es gibt zwei Möglichkeiten: Verlasst euch darauf, dass eure Waffen noch immer leicht mit dem Störzauber beladen sind, oder versucht, ihm seine Klinge zu entwenden, um sie ihm in die Brust zu stoßen, um das Kügelchen zu erwischen. Streifen kann auch sehr schmerzhaft sein! ^^
    Geändert von The Dark One (13.2.08 um 20:56 Uhr)

  14. #798
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    Staxx hatte es schon fast zu leicht gefunden, sich im vorherigen Kampf nur vorzubereiten und dann nicht aktiv am Kampf teilzunehmen. Doch er war immer noch "aufgeladen". Die Beschwörung konnte noch immer vollzogen werden.
    Staxx´ Timing war perfekt. Thra'ell griff die Gruppe mit einer Art Druckwelle an und Staxx schützte diese durch die Beschwörung.
    Asmodeus war frei.

    Yeeeeees, Round 1: Fight! xD
    Geändert von Gutester (14.2.08 um 16:05 Uhr)

  15. #799
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    Die Barriere mochte zwar helfen, die Steinquader aus ihrer Bahn zu lenken, so dass sie gegen die Wände krachten, doch die Druckwelle ließ sich dadurch nicht aufhalten: Mit brachialer Gewalt raste sie auf die Gruppe zu, der Schutzmall nahm ihr nur einen Tel ihrer Wucht.
    Vielleicht das, was tödlich gewesen wäre.
    Doch auch so war der Entladung, die alle Wut Thra'ells in sich aufgenommen hatte, wenig entgegenzusetzen. Jeder einzelne wurde von den Füßen gerissen, flog einige Meter durch die Luft und schlug irgendwo in den Gängen unsanft auf.


    Shyraska hatte sich schnell wieder erholt, auch wenn er sich nach dem ersten Kampf gegen Thra'ells Abbild noch immer nicht auf der Höhe befand.
    Er blickte sich um. Niemand schien ernsthaft verletzt zu sein, aber wie mochte das ausgehen? Wie mächtig war diese Form des Devanthar, dem sie gegenüberstanden und, mindestens ebenso wichtig, wie lange hielten die Gänge noch stand, bevor sie völlig in sich zusammenstürzten.
    "Lanarys, kümmere dich um Shaskara, schnell!", kommandierte der Elf barsch, ohne sich umzudrehen. Ganz und gar hatte er sich auf Thra'ell konzentriert, dessen Gestalt allmählich im Dunst, der sich von der Decke aus immer weiter ausbreitete, nur noch schwer zu erkennen war.
    Erneut krachte ein Gesteinbrocken aus der Decke und stürzte genau in die schemenhafte, gerade noch zu erkennende Gestalt des Dämons. Er drang einfach durch den Körper, als bestünde er tatsächlich nur aus Nebel. Wie war diesem Gegner nur beizukommen? Auf Shárynias Hilfe, die verhinderte, dass er sich neut dematerialisierte, konnten sie nicht vertrauen. Wie war der Dämon nur ihrer Attacke entkommen? Die Energien, die sie entfesselt hatte, waren grauenvoll gewesen. Sollte es zuletzt sie gewesen sein, die ihrem Zauber zum Opfer gefallen war, und nicht ihr Ziel. Das konnte, durfte nicht sein!
    Thra'ell hatte einfach nur dagestanden, ohne zu reagieren. Hatte ihn der Angriff bereits derart ausgelaugt, dass er nicht reagieren konnte, oder suchte, erwartete er etwas?
    Shyraska entschied sich dafür, die zweite Alternative für wahrscheinlicher zu halten. Doch was war es dann? War Thra'ell nicht voller unbändiger Wut, die sein Handeln bestimmte?
    Unschlüssig stand der Elf da, sein Blick wanderte vom Devanthar zur Gruppe und blieb an Staxx hängen. Was auch immer er getan hatte, es strahlte große Macht aus. Würde es etwas helfen? Das konnten sie nur feststellen, wenn einer von ihnen einen Angriff wagte...

  16. #800
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    Ohh, ja, wir mussten ja unbedingt die silberne Murmel mitnehmen... Das war sooo klar. Brummte Zrathor zynisch, als er die gerade verflogene Energie wieder bei sich sammelte. Knisternde, umherschiessende Blitze legten sich um seine Hand, die nun die Augen berührte, die auf seiner Rüstung prankten. Dieser verschlossen sich vorerst.
    jetzt reicht es mir, du verfluchter Unruhestifter! Wieso kannst du nicht einfach sterben?! Mit diesen Worten sprang Zrathor zu Arindor herüber. Der riesige Felsgolem war von der Macht der Druckwelle umgestoßen worden und lag nun rücklings auf dem Boden. Er versuchte gerade, sich wieder aufzurichten. Erst als Zrathor mit anpackte, gelang es. Dann legte ihm der Dämon die Hand auf die Hüfte (Um sie ihm auf die Schulter zu legen, war Arindor im Moment zu groß). Daraufhin schoss ein Strom, bestehend aus Gedanken durch Arindor's Gedächtnis. Tausende verschiedener Formeln brannten sich in seine Gedanken, als ein weiterer Teil von Zrathor's Macht in ihm gefestigt wurde. Ich glaube, es ist Zeit, zu gehen... Wenn du meinst, es wäre nötig, so gehe in dem Wissen, mir gute Dienste geleistet zu haben. Du hast deine Aufgabe erfüllt, und ich entlasse dich aus meinen Diensten. Du bist frei, zu gehen, wohin du willst. Mit diesen Worten öffneten sich die Augen auf Zrathor's Rüstung schlagartig. Seine Rüstung rumorte und vibrierte, als weitere Augen sich darauf öffneten, bis sie beinahe seine gesamte Rüstung bedeckten. Schmale, rot-violett leuchtende Augen, die nun allesamt den wieder zusammenwabernden Thra'ell ins Visier nahmen. Ich glaube, das wird nötig sein... Lebe wohl. Kehre gesund nach Haus. Die Augen glühten auf, und sandten dünne schwarze Lichtstrahlen aus, die wie Luftschlangen hinter Zrathor herflogen als er auf Thra'ell zustürmte. Dieser lächelte nur hämisch (Es war kaum zu erkennen) und ließ eine weitere Energiewelle auf den Dämonen zuschießen. Diesen kümmerte es offenbar kaum, denn die schwarzen Lichtstrahlen, die hinter ihm herflogen, schossen nach vorn und bildeten einen undurchsichtigen, dünnen Schutzwall, der die Macht abhielt, mit der der Devanthar ihn da beschießen wollte...
    Thra'ell wiederholte dies, mit der offensichtlichen Hoffnung, der Schutzwall würde unter seinen beständigen Bemühungen zerbersten. Doch er hielt, bis Zrathor kurz vor seinem Feind angekommen war. Der Dämon sprang auf Thra'ell zu, der ihm die Klinge entgegenhielt. Er spießte den uralten Schutzdämon glatt auf. Das Schwert durchtrennte die Stellen, an denen bei normalen Menschen wichtige Organe gewesen wären, als gäbe es die Rüstung, die Zrathor trug, garnicht. Doch Zrathor packte das Schwert, und zog sich daran näher an den Devanthar heran. Dann hob er die Linke und schob das Visier nach oben... Ein violettes Leuchten überzog die Maske Thra'ells, als die dunklen Energiebahnen eine Kugel um die beiden bildete und sie sich einverleibte. Zrathor löste sich auf, die Rüstung, die Augen und schließlich das Gesicht wurden von der dunklen Kugel aufgelöst. Die Bahnen mussten Thra'ell jegliche Energie bis zum Erbrechen hin ausgesogen haben. Bis ihn die Kugel wieder freigab... Der Dämon, der Schutzdämon, der Arindor mehrmals das Leben gerettet hatte, war gegangen, um den Gegner entscheidend zu schwächen, der der Gruppe nun den Weg versperrte...

    //Falls was nicht passt: Beschweren, dann wirds geändert. Thra'ell lebt noch genug für alle. Nur Zrathor ist weg, und hat (hoffentlich) geholfen, Thra'ell zu schwächen. Entscheidend zu schwächen. Wodurch die anderen leichtes Spiel mit ihm haben werden.
    Geändert von Zelles (16.2.08 um 00:29 Uhr)

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