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Thema: Kapitel 11: Hinter den Schatten der Maske

  1. #705
    Meisterspieler
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    //Ich komm mir grad wie in Sozialkunde vor...//


    Erneut seufzte Shárynia. Sashka bildete sich sichtlich sehr viel auf sich ein, ein recht egozentrisches Weltbild, das sie auch zu verteidigen wusste. Wenn sich ihr Verdacht bestätigte, dann hätte sie auch dafür eine Erlärung - eine Erklärung, auf die sie gerne verzichten würde.
    "Was auch immer ihr vorhabt, ich werde mich nun ziemlich bald auf die Suche nach Thra'ells Versteck machen, weit ist es sicherlich nicht entfernt.", begann die Devanthar, während sie wieder aufstand. Sie wirkte schon nach wenigen Minuten wieder so vital wie vor der Prozedur. "Folgt mir oder lasst es sein, doch seid euch darüber im Klaren, dass es reiner Selbstmord ist, Thra'ell ohne ein Minimum magischer Kenntnisse gegenüberzutreten, das würde das Gelingen der ganzen Mission gefährden. Nur, wer stark genug ist, kann einen Beitrag leisten, denn Thra'ell ist äußerst gefährlich, wie ihr hoffentlich gemerkt habt."
    Sie blickte zu Sarok, der sich mittlerweile wieder erholt hatte. "Es tut mir leid, aber unser gemeinsamer Weg endet hier. Ihr wart treue Gefährten, fähig, keine Frage, aber das Folgende übersteigt eure Fähigkeiten bei Weitem. Ich will euch nicht noch weiter in Gefahr bringen, denn mein Pflichtbewusstsein gegenüber euch, die ihr durch mich leider zu viel Leid erfahren habt, ist mein Schwachpunkt. Findet Thra'ell das heraus, seid ihr in tödlicher Gefahr und am Ende bliebe mir womöglich nichts anderes übrig, als euch für ein größeres Ziel zu opfern - und das will ich nicht. Bleibt hier, um euretwillen. Ihr habt gesehen, zu was er fähig ist und ich will nicht, dass ihr das Schicksal von Verotres, Yiraia und Kadvar teilt. Ich kann es nicht ungeschehen machen, aber ich kann euch vor einem ähnlichen Schicksal bewahren, wenn ihr auf mich hört."
    Shárynias Worte waren so offen gewählt und gesagt, dass keiner der Anwesenden daran zweifelte, dass es stimmte, was sie erklärte. Und es haftete ihnen auch ein trauriger Unterton an, denn offenbar gestand sich die Devanthar die Schuld am Tod ihrer drei Kollegen ein - auch wenn das gespielt sein konnte, doch davon konnte man mittlerweile nicht mehr mirt voller Überzeugung ausgehen.
    Schließlich nickte Sarok. "Du hast recht", erklärte er mit matter Stimme, "Wir könnten dir nicht helfen, wir würden keinem helfen. Du hast alles durcheinander gebracht und ich weiß nicht, ob ich dich deshalb noch immer schätzen kann, aber diesmal höre ich auf dich. Vielleicht sehen wir uns eines Tages ja unter... erfreulicheren Umständen wieder. Leb wohl, Mervana."
    Shárynia blickte Sarok noch einen Augenblick lang an, es schien, als würde sie ein stilles Zwiegespräch mit ihm führen, dann lächelte sie, doch es war ein trauriges Lächeln. "Ich stehe tief in eurer Schuld. Wenn wir uns eines Tages wieder treffen, und davon gehe ich aus, werde ich euch vergelten, so gut ich kann. Lebt wohl."
    Mit diesen Worten wandte sich Shárynia wieder Sashkas Truppe zu. "Nun, habt ihr euch entschieden?", erkundigte sie sich, doch sie kannte die Antwort bereits. Selbst Shaskara, die noch vor wenigen Minuten bewusstlos am Boden gelgen hatte, hatte sich aufgerichtet und stand nun auf wackeligen Beinen vor ihr. Ihr Zauber hatte gewirkt, ihre Selbstheilung war schnell wieder eingetreten und innerhalb weniger Stunden hätte sich die Halbedämonen bereits wieder weitgehend erholt, schließlich trug sie einen Albenstein bei sich. Doch ob die Zeit, die sie hatten, dazu reichte, wagte Shárynia zu bezweifeln. Sie würden sehen.

  2. #706
    Heavenly Wind
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    {Nai'Ssur - Höhlen}
    Sie tauchte so überraschend auf, dass es selbst ihn mehr als erstaunte, denn er hatte sich zur Ruhe gebettet, als sie ihn durch die Offenbarung ihrer bloßen Anwesenheit ziemlich unsanft aufweckte.
    Du möchtest Bhe'lai Naliadra Ivv'nukhar? begrüßte er sie noch halb im Schlaf.
    Für kurze Zeit, ja...
    Jedem anderen würde ich einen solch dreisten Wunsch abschlagen... grollte der riesige Drache, doch drehte sich und griff mit seiner mächtigen Pranke tief in den Berg aus angehäuften Schätzen, bis schließlich ein kleiner metallener Kasten zum Vorschein kam, den er dann vorsichtig in die Hand Sashkas legte.
    ...er ist unruhig in letzter Zeit.
    Der Kasten ruhte warm, sogar heiß darin, Sashkas Haut rötete sich etwas, doch Schmerz empfand sie nicht.
    Du bekommst ihn bald zurück.
    Ich weiss. Doch nun lass mich ruhen. Was du von mir verlangst wird schwer genug werden. grunzte der Drache und rollte sich wieder zusammen, während sie so schnell verschwand, wie sie erschienen war.


    {am Portal im Wald, etwas später}
    Sashka näherte sich dem Steinkreis, an dem Thra'ell das Portal zu seinem Versteck eingerichtet hatte. Was mit sich führte, würde eine böse Überraschung werden. Sie öffnete den Kasten, aus dem ein gleißendes, blendendes Licht trat, dass die ganze Lichtung überflutete. Und sofort stieg die Temperatur erheblich an, so dass der Schnee in weitem Umkreis zu schmelzen begann.
    Die Pfade zu mißbrauchen... ein kluger Zug. lächelte sie, in die Schatulle greifend. Man konnte es kaum sehen, doch ihre Hand umschloss einen faustgroßen Stein, goldgelb mit reichhaltigen Verzierungen. Er glühte wie die Sonne selbst und Sashka konnte die enorme Hitze selbst durch ihren Schutzschild spüren.
    Aber das kann ich auch, und besser. während sie sich konzentrierte, um etwas zu entfesseln, dass man noch in Meilen Entfernung spüren würde.
    Na los... fügt Euch. zischte sie.

    //die anderen Albensteine werden darauf regieren, wenn Sashka den Albenstern am Portal aktiviert. Abgesehen davon kann man die Lichterscheinung durchaus noch aus einiger Entfernung wahrnehmen.

  3. #707
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    "Ich werde nicht hierbleiben während eine Frau in den Kampf zieht. Vor allem wenn man von so einer schönen Frau wie dir spricht."

    Serafin bemühte sich, möglichst romantisch zu klingen, auch wenn er wusste, dass dieser Zeitpunkt zu ungünstig dafür war.

    Staxx schämte sich für Serafin und hielt sich die Hand an den Kopf.

    So ein Vollidiot.

    Er wollte Serafin auf das Schienbein treten, doch plötzlich lenkte ihn ein Licht ab, das aus dem Wald kam.
    Geändert von Gutester (13.1.08 um 14:11 Uhr)

  4. #708
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    "Glaub mir, wenn du mein wahres Gesicht kennen würdest, würdest du anders urteilen", entgegnete Shárynia unbeeindruckt. "Außerdem würde ich gerade dir dazu raten, dich nicht einzumischen, du bist schließlich selbst nach den Maßsstäben der Menschen ein Grünschnabel", fügte sie dann trocken an, als sie plötzlich eine starke Erschütterung im magischen Netz spürte - eine Erschütterung, die sich auf sie übertrug und in ihr schwang.
    "Da versucht gerade jemand, mit einem mächtigen, aber instabilen Albenstein einen Weg im Pfadnetz zu öffnen", stellte Shárynia nüchtern fest, "Offenbar ist uns eure Freundin auf der Suche nach Thra'ells Versteck zuvor gekommen. Ich werde jetzt gehen, es ist mir im Grunde egal, ob ihr mitkommt oder nicht, doch seid versichert, dass ihr alles auf eigene Gefahr macht."
    Mit diesen Worten wandte sich die Devanthar ab, in Richtung des gleißenden Lichtes. Das machte es für niemanden schwer, den Ort zu finden, von dem diese Magie ausging, doch noch deutlicher war diese zu spüren.


    Shaskara hatte sich mittlerweile aufgerichtet. In der Tat, es ging ihr bereits deutlich besser als zuvor, doch sie fühlte sich noch immer sehr benommen, ihr Geist war umnebelt, ihr Körper war erschöpft, doch all ihre Erschöpfung wich allmählich von ihr. Albensteine waren nützliche Artefakte...
    Plötzlich begann der Kristall zu glühen und ein brennender Schmerz durchzuckte ihren geschwächten Körper, blendete sie wie ein imaginärer Lichtschein. Shaskara schrie leise auf, hatte sich aber so weit unter Kontrolle, um nicht vor Schreck in die Knie zu gehen.
    Dennoch, der Schmerz hatte auch eine positive Wirkung - er riss sie aus ihrer Erschöpfungsstarre, befreite ihren Geist von den Nebeln, die ihn trübten. Plötzlich sas die Halbelfe wieder alles in alter Klarheit und Schärfe, und noch dazu fühlte sie sich wieder wach, ihrer Kräfte vollauf bewusst.
    So hatte es also noch etwas Gutes gehabt, eng an einen Albenstein gebunden zu sein, und gerade die Tatsache, dass er eher zu den Instabilen zählte, erwies sich nun als positiv, denn gerade die instabilen Albensteine reagierten besonders heftig auf magische Entladungen ihrer Artgenossen...

  5. #709
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    Tja, und weg is´ sie. Schade, hätte schön werden können.

    Serafin wollte etwas sagen, doch Staxx kam ihm zuvor.

    "Was meint ihr, sollen wir ihr folgen?"

  6. #710
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    Sashkas Hand rauchte förmlich, der Albenstein was siedend heiss. Doch das schien sie wenig bis gar nicht zu kümmern.
    Nun mach schon... fluchte sie ungehalten.
    Der Albenstein wehrte sich, ebenso wie die Pfade selbst sich mit aller Kraft dagegen sperrten. Das war auch kein Wunder, denn Thra'ell hatte seinen eigenen Albenstein benutzt, um den Schutz für sein Versteck zu formen. Nichts drang hinein... ein Kraftfeld um sein Lager zu schützen, vor Blicken und ungebetenen Gästen. Ein mächtiger Zauber, gespeist von der Energie der Pfade. Doch das sollte sich ändern. Sashka erhob ihre Stimme... um zu singen. Ein Stimme von faszinierender Schönheit, unweltlich hallend wie ein Chor und erfüllt von emotionaler Kraft, die einen mitzureissen drohte. Und mit jedem Vers strahlte der Albenstein ein wenig mehr... schließlich bebten die Steine zu ihren Füßen, der ganze Waldboden zitterte, als der Albenstern sich öffnete - aber nicht zu einem Tor. Eine Lichtsäule bohrte sich aus dem Boden, himmelhoch und massiv wie ein Burgturm. Und immer noch, trotz des tosenden Donnerns der Energiesäule, konnte man Sashkas Stimme deutlich hören. Die Worte harmonierten mit dem Pulsieren des Albenstern, entriegelten das, was die Energie des Pfadnetzes aus der Welt entrückte und banden sie in eine Form, die im Diesseits wirken würde. Schliesslich zog sich die Energiesäule in sich zusammen, langsam, wie unter heftigem Aufbegehren. Auf Sashkas Gesicht jedoch zeichnete sich ein zufriedenes Lächeln ab. Was immer ihr Ziel war, es schien erreicht - oder wenigstens in greifbare Nähe gerückt. Das Glimmen des Albensteins in ihrer Hand war verloschen, nun erkannte man erst, dass es ein riesiger Bernstein war, über und über verziert mit Runen, kunstvoll mit Intarsien aus purem Gold versehen. Sein Glanz aber war erloschen, bis auf einen winzigen Funken, der tief in seinem Innersten glühte. Doch das genügte schon, seine verbliebene Kraft würde ihr den weiteren Zugriff erlauben.
    Sehr gut
    Was sie auch getan hatte, nun hielt der Albenstern selbst es aufrecht, gebunden an den Bernstein, der ihre Hand fast verkohlt hatte und das trotz ihres Schutzschildes. So nahm sie ihn nun in ihre linke Hand und wartete, während sich die rechte langsam regenerierte, bis nichts mehr davon zu sehen war. Doch noch immer war der Bernstein kochend heiß... und um Sashka herum hatte die Hitze ihre Auswirkungen hinterlassen. Der Schnee war in weitem Umkreis geschmolzen, ja verdampft und das Buschwerk knochentrocken wie nach mehrmonatiger Dürre, so dass es zu brennen begonnen hatte.

  7. #711
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    Arindor, beeindruckt von der Macht, die die Lichtsäule ausstrahlte, trat ein paar Schritte zurück. Als er sich gefasst hatte, meinte er kurzum Thra'ell hat mir anscheinend durch die Seuche, die er in die Welt gesetzt hat, die Hand genommen. Er wird bezahlen. Durch eben diesen Arm...

    Er betrachtete wehleidig die Primatenhand, die ab und zu ihre Form änderte. Ein kurzer Gedanke brachte sie dazu, zu verschwinden. Den zusammengewachsenen Armstumpf sachlich betrachtend, formte sich ein inbrünstiger Hass gegen den Mann, der das getan hatte... Er würde ihn leiden lassen, wenn er dazu fähig war. Leiden, drei- oder viermal so sehr wie er gelitten hatte, als er die Hand verlor... Er ging zu Shárynia und fing an, zu reden. Kurz bevor er bei ihr ankam, murmelte er noch kurz Tra'rag seth Ssu'karna. Und schon wandt er sich um sie herum und blickte ihr in die Augen. Shárynia, Mervana oder wie auch immer euer richtiger Name ist. Wie die anderen gesehen haben, bin ich relativ misstrauisch gegenüber Fremden, die meinen, sie müssten uns helfen. Und auch dir gegenüber werde ich kein wahres Vertrauen empfinden können. Das, was du an Shaskara geleistet hast, und die offene Ehrlichkeit, mit der Sarok dich als Gefährtin bezeichnete, sprechen möglicherweise für dich. So will ich dich fragen: WIRST du uns zur Seite stehen, ohne uns zu verraten?
    Durch den Zauber, den er zuvor gewirkt hatte, würde er merken, ob sie die Wahrheit sagte. Ihm würde keine Lüge entgehen. Ihm fiel ein, das er dasselbe auch bei Talmakira hätte machen können, doch dafür war es jetzt bei weitem zuspät...

  8. #712
    Heavenly Wind
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    {nahe Unterland}
    Na'Ralee spürte die Erschütterung im Pfadnetz - trotz der großen Entfernung, Sashkas Armreif und ihrem Kettchen. Es war unüberhörbar, denn was Sashka dort getan hatte, war ein direkter Zugriff auf das, was die Energie der Pfade bündelte. Sie mußte einen Albenstein mit einer der alten Formeln dazu gezwungen haben... anders war es nicht zu erklären. Die Elfe zuckte zusammen und riß ihre Augen weit auf... so verharrte sie fast eine Minute, die Hand an ihr Kettchen gelegt. Und sie summte, summte das Lied, dass Sashka in der Ferne sang, denn sie konnte es hören - die Pfade trugen ihre unwiderstehliche Stimme über die Weiten hinweg zu ihr. Schließlich lächelte Na'Ralee entspannt und blickte den verwunderten Zwerg vor ihr mit glasigen Augen an.
    Könntest du es nur hören... diese Stimme.
    Eine Träne lief über ihr Gesicht. Aber es war keine Träne der Trauer, sondern ein Ausdruck der Freude. Sie hatte die Stimme so klar vernommen, als hätte sie direkt daneben gestanden und hatte bisher an ihrer Entscheidung zuweilen gezweifelt, so war sie nun endgültig davon überzeugt, die richtige Wahl getroffen zu haben.
    Es wird alles gut werden. Ich habe es gesehen. Ich hatte immer Zweifel, ob mein Handeln richtig war, aber jetzt nicht mehr. Sie wird die Pfade heilen denn sie hat es versprochen. Es war richtig, sie darum zu bitten, auch wenn der Preis dafür sehr hoch ist. Viel höher, als ihr alle ahnt. Ich werde ihn für Euch bezahlen...
    Sie sah auf einmal sehr ernst auf den Zwerg.
    ...ich muß dich um einen Gefallen bitten. Aber nicht jetzt. Wir sollten unseren Fahrer nicht in die Sache hineinziehen. Es wäre besser, wenn wir nicht mit ihm in Unterland einziehen. Besser für ihn und besser für uns beide. Besser für uns alle. Sag ihm bitte, er soll an der kleinen Brücke halten, denn ich habe ein ungutes Gefühl. Wir müssen allein gehen.
    Na'Ralee war noch niemals im Reich der Zwerge gewesen und doch wußte sie wohl, dass ein Bach einige Meilen vor Unterland die Strasse kreuzte, den man vor einigen Jahren mit einer festen Steinbrücke überbaut hatte, gerade noch außerhalb der Sichtweite der Stadtmauern.

  9. #713
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    Nachdem Khelad dem Fahrer bedeutet hatte, seine Passagiere an der kleinen Steinbrücke "Bachschau" anzuhalten, meinte er nur Wenn du meinst, das es nötig ist. Nur eines tut mir leid: Ich habe den Händler anscheinend ganz umsonst Beine gemacht. Ein entschuldigender Blick in Richtung des Fahrers ließ diesen aufhorchen, und er meinte nur Wenn es so wichtig war, dann war es richtig, mich zu hetzen. Und es wäre schön, wenn ich nicht "da hinein" gezogen würde. Ich habe mit geheimnis- und gefahrvollem nichts zutun. Wer ist "Sie"? Raunte er Na'Ralee fragend zu...

  10. #714
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    //@Zelles: Vergiss es - Shárynia ist zu sehr Devanthar und zu erfahren, als dass sie sich von einem nicht einmal hundert Jahre altem Magier in die Karten schauen ließe! Arindor wird merken, dass sie nicht lügt, aber auch nur deshalb, weil sie es zulässt, bilde dir nicht ein, dass das immer klappt! ^^//


    "Ja", entgegnete Shárynia nüchtern, fast beiläufig, um dann ein wenig konkreter zu werden: "Du bist skeptisch, und das ist auch gut so - meistens. Doch wärst du vorhin nicht einige Zeit lang ausgefallen, wüsstest du, dass du dich in dieser Hinsicht nicht sorgen müsstest. Thra'ell und ich sind erbitterte Rivalen, das muss reichen."
    Mehr sagte Shárynia tatsächlich nicht, sie wandte sich von Arindor ab und stattdessen Sashka zu.
    "Wir können?", mutmaßte sie mit Blick auf den Albenstern. Das Portal war äußerst instabil, so stark waren die Energien, die es bildeten. Es konnte womöglich jederzeit in sich zusammenbrechen, wenn man nicht vorsichtig war...


    Shyraska betrachtete den Albenstern mit einer Mischung aus Misstrauen und Bewunderung. Das Portal war äußerst geladen, gelinde ausgedrückt. Vor allem wunderte es den Elfen, woher Sashka auf die Schnelle einen so großen Albenstein besaß - die ganze Zeit hatte sie ihn nicht mit sich geführt, dafür war er zu groß.
    Andererseits überraschte es ihn nicht, dass Sashka überhaupt so ein Juwel besaß, auch enn sie zu den seltensten Objekten überhaupt gehörten.
    Doch das war jetzt nur nebensächlich. Wie es aussah, stand eine neue Begegnun mit Thra'ell unmittelbar bevor. Nun hieß es, einen Vorstoß in die Höhle des Löwen zu wagen.


    Lanarys war die Situation nicht ganz geheuer. Zu viel war in den letzten Augenblicken geschehen, selbst gemessen an ihrem sonstigen "Alltagsprogramm". Was würde sie jetzt erwarten? Die Waldelfe bezweifelte, dass sie eine große Hilfe sein würde...

  11. #715
    Heavenly Wind
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    Sashkas Hand hielt den Bernstein fest umschlossen, selbst jetzt noch strahlte er eine geradezu ebstossend unnatürliche Wärme aus. Sashkas Miene wirkte ernst, aber ruhig.
    Thra'ell hat sich in seinem Lager verschanzt. Er hat es mit einem mächtigen Zauber geschützt, gespeist von der geballten Energie der Pfade. Er hat seinen Albenstein mißbraucht, um dieses Bollwerk zu formen. Eigentlich eine kluge Strategie... allerdings hat er nicht damit gerechnet, dass es noch andere gibt, die über das nötige Wissen verfügen.
    Sie lupfte den Bernstein einige Male in ihrer Hand und fing ihn spielerisch wieder auf.
    Sein Zauber sollte verhindern, dass irgendjemand in sein Lager eindringt oder es ausspioniert, solange er dort ist. Doch ich habe den Effekt seines Bannsiegels umgekehrt. Nun kann niemand mehr das Lager verlassen, solange Thra'ell lebt. Er sitzt in der Falle und kann nicht fliehen und nur dieses Portal hier, dass er geschaffen hat, führt hinein. Wenn ihr hinein gegangen seid, kommt auch ihr nicht mehr raus. Jedenfalls so lange nicht, bis ihr Thra'ell getötet habt.
    Nun blickte sie auf Sharynia und lächelte.
    Du wirst also deine Rache bekommen, oder sterben, Silberblut. Deine Motivation bezweifle ich nicht. Auch nicht deine Fähigkeiten. Allerdings vertraue ich dir nicht. Was du für Shaskara getan hast, war gut. Dennoch... damit hast du mir nur gezeigt, wie entschlossen und stark du bist. Ob man dir aber trauen kann, steht weiterhin in Frage. Aber ich gebe dir die Gelegenheit, dich zu beweisen.
    Sie zeigte auf das funkelnde Portal.
    Thra'ell besitzt zwei Dinge, an denen ich interessiert bin. Eine mondsilberne Maske, die sein Gesicht beständig verbirgt und einen tropfenförmigen Rubin, den man "Flammenträne" nennt. Diese beiden Objekte wirst du mir aushändigen, das versprichst du mir jetzt. Wenn du das tust, lasse ich dich hindurchgehen und werde dafür sorgen, dass du ankommst. Andernfalls führt dich das...
    Ihre Hand strich sanft über den funkelnden Energiewall, der daraufhin vibrierte und Funken versprühte, dass es einem mulmig werden konnte.
    ...naja, das willst du nicht wissen. Wisse jedoch dies: Ich werde nicht mit Euch gehen, denn nur wenn ich hier bleibe, kann ich verhindern, dass Thra'ell seinen Albenstein verwendet, um erneut zu fliehen. Wenn Thra'ell stirbt, wird der Bann erlöschen. Dann könntest du die beiden Artefakte an dich nehmen und einfach verschwinden - ich würde dich nicht aufhalten. Du könntest also beides bekommen, deine Rache und die Relikte. Oder du hältst dein Wort. Das ist die Wahl, vor der du stehst. Ich werde dir nicht drohen und dich nicht zwingen oder eingreifen. Es wird allein deine Entscheidung sein, nicht meine. Wähle klug, du hast nur eine Chance. Also, Silberblut... werdet ihr mir diese Artefakte überlassen, wenn Thra'ell besiegt ist?
    Sashkas Hand berührte das Portal erneut. Es war klar, dass sie eine Antwort der Devanthar wollte und dass ihre Antwort mit einer Konsequenz verbunden sein würde - wie auch immer diese aussah.

  12. #716
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    "Ich habe kein Interesse an den beiden Objekten, weder an der Flammenträne noch an Ri'alvas' Maske. Sie beide sind verdorben und haben mehr Leid gebracht als Nutzen. Die Maske gehört zerstört, der Albenstein weggesperrt und gereinigt. Doch sein Schwert wirst du mir überlassen, es ist weit mehr Wert, als du vielleicht ahnst, jedenfalls für mich. Wenn du mir versprichst, dass du genau so mit den Artefakten verfährst, werde ich dir mein Wort geben."
    In Sashkas Ohren mochte diese Forderung unerhört klingen, doch es war die einzige Art und Weise, auf die man mit diesen Objekten sinnvoll verfahren konnte, und wenn Sashka so vernünftig war, wie Shárynia schätzte, hatte sie damit dasselbe vor, oder zumindest etwas Ähnliches. Jeder andere Weg barg zu viele Risiken, Maske und Albenstein hatten schon zu oft den Weg in die falschen Hände gefunden. Wenn Sashka, wie sie es behauptete, sie nicht aufhalten würde, dann würde sie es selbst tun, auch wenn sie sich damit viele Chancen verbaute und nur allzu viel zunichte machte. Doch hier musste sie Prioritäten setzen.

  13. #717
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    He He He ein leises Lachen von einem geradezu bezaubernden Schmunzeln begleitet.
    Als hätte Sashka diese mehr als dreiste Forderung tatsächlich amüsiert
    Du bist nicht unbedingt in der Position, Forderungen zu stellen. Wirst du mir die beiden Artefakte aushändigen - kein Wenn, kein Aber, kein Falls, kein Vielleicht... Ja oder Nein?
    Sie zog die Hand vom Portal zurück und es wurde sichtlich schwächer.

    Sashka würde es vermutlich zusammenbrechen lassen, wenn ihr die Antwort nicht gefiel.

  14. #718
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    "Ich muss sichergehen, dass die Objekte nicht in falsche Hände geraten", entgegnete Shárynia ungerührt, "Und notfalls finde auch ich einen Weg in das Pfadnetz und in Thra'ells Versteck, wenn ich mir nicht sicher sein kann, was du mit den Artefakten vorhast. Nun gut, da du augenscheinlich nicht viel von uns Devanthar hältst, bin ich geneigt, deinen Forderungen nachzugeben, da ich ahne, was du damit planst, doch sichergehen kann ich nicht. Zerstöre die Maske, dann ist mir auch egal, was du mit dem Albenstein anstellst, denn er stellt das kleinere Übel dar."
    Kompromisse schließen konnte Shárynia, auch wenn das hieße, nachzugeben. Blinder Gehorsam ohne Wenn und Aber war ihr zutiefst zuwider, sie war bereits von einem Teil ihrer Forderung abgewichen, doch nun erwartete sie eine halbwegs klare Antwort Sashkas, was sie mit der Maske vorhatte.

  15. #719
    Heavenly Wind
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    Du kannst nicht sicher sein, denn ich könnte genauso gut lügen wie du. Was hättest du damit gewonnen?
    Und damit hatte sie natürlich absolut recht.
    Darum gibt es keine Bedingungen, nur Vertrauen gegen Vertrauen - ein simples Ja oder Nein, sagte Sashka.
    Das war zwar äußerst kompromislos, aber immerhin ging sie selbst ein immenses Risiko damit ein, wenn es stimmte, was sie sagte. Wenn Sashka sie wirklich nicht daran hindern würde, mit Maske und Albenstein zu verschwinden, war ihr Risiko sogar äußerst hoch, zumal dann, wenn sie wirklich alle Devanthar für Lügner und Betrüger hielt. Und ließ sie der Devanthar nicht ganz klar die freie Wahl - sich an ihr Wort zu halten und Sashka zu vertrauen oder sicher zu gehen und selbst zu tun, was ihrer Meinung nach getan werden mußte?

  16. #720
    Meisterspieler
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    Shárynia seuzte. Es war zwecklos, mit dieser Frau zu verhandeln, doch so leicht gab sich die Devanthar noch nicht geschlagen.
    "Ich würde gerne wissen, ob sich das Angebot auch für mich lohnt, denn bei einem Angebot, von dem man nicht weiß, welche Folgen das eigene Handeln haben kann, sollte man vorsichtig sein, ob man es eingeht, wenn du verstehst, was ich meine."
    Natürlich war diese Bemerkung überflüssig, sie war von rhetorischer Spitzfindigkeit, und normalerweise wirkte das, auch wenn sie ihren magischen Einsatz in Grenzen hielt. Bei Sashka war das hingegen freilich überflüssig, doch es sollte auch in ihrem Interesse liegen, dass Shárynia ihr vertraute. Kam Sashka ihr nicht ebenfalls entgegen, würde es sich die Devanthar überlegen, ob sie nicht vielleicht doch log, auch wenn sie Sashka zutraute, dass sie ihr dann trotz aller Worte eine Falle stellte. Das war die eigentliche Prüfung, mit der sie sich konfrontiert sah, denn würde sie mit den Gegenständen abhauen, dann wäre keiner der beiden geholfen. Doch Shárynia war nicht bereit, von ihren Plänen abzuweichen, wenn ihre Gegenüber sie nicht ebenfalls in ihre Pläne einweihte, zumindest ansatzweise...

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