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Thema: Kapitel 11: Hinter den Schatten der Maske

  1. #689
    Meisterspieler
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    Shárynia fand schnell ihre Fassung schnell wieder, und auch Shaskara war zwar geschockt, aber nicht ernsthaft verletzt. Also hatte sie recht behalten, auch wenn sie die Wahrscheinlichkeit als sehr gering eingestuft hatte. Diese Falle war äußerst perfide getarnt gewesen, doch sie konnte sich nicht des Eindrucks erwehren, dass sie nicht automatisch zugeschnappt hatte, sondern gezielt aktiviert worden war - als hätte sie darauf gewartet, dass Shárynia in sie tappte. Doch sie hatte vorgesorgt und deshalb nur einen kleineren Teil ihrer Macht angewandt, um sicherzugehen. Ihre Vorsicht hatte sich bezahlt gemacht, der Effekt wäre unbestreitbar umso verheerender gewesen, je stärker sie sich an Shaskara gebunden hätte.
    Sashka keines Blickes würdigend - ihre Mahnung zu mehr Vorsicht war zwar nicht unerheblich, aber überflüssig - wandte sich Shárynia wieder allein ihrer Patientin zu. An Aufgeben dachte sie nicht, sie würde dem Todesengel, oder was auch immer seine Arme nach der Halbelfe ausstreckte, entgegentreten. Ihr Trotz war erwacht, denn es galt, ihre Prinzipien zu verteidigen. Und dazu zählte auch, den Ssarfey keinen Triumpf zu gönnen.
    Erst einmal galt es, die magische Fall ausfindig zu machen und zu entschärfen, ehe sie sich wieder der Heilung widmete. Das bedeutete allerdings, erneut in diese Falle zu tappen, wenn auch nur zum Schein. Auf Täuschungszauber würde sie vermutlich anspringen, wenn man es denn geschickt anstellte un auch Risiken einging. Daher würde sie sich nicht hinter der Illusion verstecken, sondern tatsächlich einen Teil des Zauber wiederholen, auf den die Falle reagiert hatte.
    Also begann sie erneut mit dem, worin sie soeben unterbrochen worden war, nicht zum Schein, sondern tatsächlich in seiner Vollkommenheit - nur schwächer. Langsam baute sich ein Bild auf, Energie floss, und schon bald hatte sie das Niveau erreicht wie zuvor. Wenn die Falle also automatisch funktinierte, müsste sie jetzt reagieren. Es blieb zu hoffen, dass es auch so war, wie es sich Shárynia erhoffte, denn andernfalls würde sie Shaskara nur schwer helfen können. Sie würde sich auf die Suche nach dem Auslöser machen müssen, wenn sie nicht gar gezwungen war, auf gut Glück zu handeln. Dach egal, was es war, es würde ihre Patientin noch stärker strapazieren und konnte für sie tödliche Folgen haben...

  2. #690
    Heavenly Wind
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    {woanders}
    Mut hat sie brummte R'shtars düstere Stimme.
    ...und umsichtig ist sie auch die Flügel der Feegestalt stellten sich auf und bewegten sich vor und zurück, so schnell, dass man es kaum sehen konnte. Schließlich schwebte sie einige Schritt oberhalb des Bodens, direkt neben dem gigantischen roten strahlenden Auge R'shtars.
    ...du zögerst?
    In der Tat
    Du willst sie verunsichern?
    Für alles gibt es die rechte Zeit, Adair'hr.
    Hast du Angst? feixte die Fee, die dabei rasch auf die andere Seite des riesigen Schädels schwirrte.
    Red' keinen Unsinn donnerte die Stimme R'shtars und aus seinem Maul fuhr eine schwarze Staubwolke, die das Bild schlagartig in Stücke riß. Diesen Ausbruch düsterster Energie würde man zweifelsfrei bemerken.
    Paß auf - du bringst sie um!
    Da hatte das Feenwesen durchaus recht - allerdings war R'shtar ohnehin mehr geneigt, verbrannte Erde zu hinterlassen, wenn man sich schon zurückziehen mußte - und dass ein Rückzug anstand, war unausweichlich. Und das haßte R'shtar schon seit Alters her, denn es widersprach allem, was noch Bedeutung hatte.


    {zeitgleich auf der Lichtung im Wald}
    Sashka betrachtete das Vorgehen der Devanthar ziemlich ungerührt. Mitgefühl oder Sorge empfand sie nicht, während sie ihre Fähigkeiten abschätzte. Sich einem Todesengel oder seiner Macht sehenden Auges zu stellen, zeugte von großem Mut oder Wahnsinn... es würde sich schon herausstellen, ob Sharynia eher zum einen oder zum anderen tendierte. Sashkas Augen wirkten golden und funkelten, während sich ihr Körper nicht im mindesten rührte, man konnte sie nicht einmal atmen sehen. War sie überhaupt noch geistig anwesend?
    Selbstzweifel, Formwandler? sagte sie plötzlich völlig unerwartet mitten in die Unterhaltung von Arindor und Shyraska hinein. Sie konnte also doch wahrnehmen, was sich um sie herum tat.
    Oder Enttäuschung? Schiebe das zur Seite, du wirst die Gelegenheit haben, Thra'ell angemessen für seine Taten zu danken. Er ist zwar geflohen, nur das wird ihm auch nicht helfen - genau genommen wird er in ein Grab steigen, dass er sich selbst ausgehoben hat. Fragt sich nur, wer ihn dort hineinstößt.
    Dabei blickte sie auf die Devanthar, die diese Worte nicht einmal mitbekommen hatte, so vertieft war sie in die Heilung. Die Gewissheit und Ruhe mit der Sashka das sagte, wirkte erschreckend - es klang so, als wäre es bereits geschehen, als hätte Thra'ell einen tödlichen Fehler begangen, der ihn einholen würde, egal wie weit er auch floh.
    In dem Moment zuckte der Körper der Halbdevanthar wie unter einem äußerst schweren Krampf. Was immer da in ihr war, wehrte sich anscheinend.


    {bei Khelad und Na'Ralee}
    Sie schlug die Augen schlagartig auf, als der Zwerg sie ansprach.
    Keine Sorge ich bin wach flüsterte sie. Mittlerweile hatte sie es viel besser im Griff, auch wenn sich zuweilen noch eine gewisse Desorientierung einstellte.
    Ich hab' nur grad... sie stockte kurz, dann blickte sie sich um, als hätte sie etwas gehört.
    ...er ist in Unterland.
    Na'Ralees Hand griff nach dem Zwerg und zog ihn etwas dichter zu sich heran, so dass der Fuhrmann ihre Worte nicht hören konnte. Sie hätte auch mittels Telepathie mit dem Zwerg kommunzieren können, aber mittlerweile kannte sie das Unbehagen, dass er jedes Mal empfand und respektierte es.
    Wir müssen uns beeilen.


    {irgendwo in Unterland}
    Die beiden Zwerge starrten den riesigen Mann vor sich giftig an und erhoben ihre Streitäxte.
    Solche wie Ihr sind hier nicht erwünscht! Trollt Euch!
    Der Mann, in eine schlichte, schmucklose Robe gekleidet und dabei auf einen einfachen Wanderstab gestützt, machte allerdings keine Anstalten, der doch mehr als deutlichen Aufforderung nachzukommen.
    Solche wie Ihr auch nicht murmelte er als Antwort... dann machte er einen Schritt auf die beiden zu - Wahnsinn mochte man meinen, doch er schob die zwei streitlustigen und offensicht ziemlich betrunkenen Raufbolde einfach mit seinem Stab auseinander, ohne dass die sich dagegen wehrten. Er wandte nicht einmal Kraft auf, es war, als würden sie wie von einer unsichtbaren Hand beiseite gezogen. Und als die zwei sich nach einiger Zeit verdutzt ansahen, war dieser seltsame fremde schon lange wieder ausser Sichtweite.

  3. #691
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    Selbstzweifel sind mir kaum bekannt. Jedenfalls nicht bei meiner Person. Aber ich bin in der Tat etwas enttäuscht, das ich nicht mitkämpfen konnte. Vielleicht hätte ich helfen können, vielleicht auch nicht. Doch der Kampf ist vorbei, und daran vermag ich nichts zu ändern, esseidenn, mir wird auf einmal die Macht gegeben, Die Zeit anzuhalten. Er konzentrierte sich, machte eine angestrengte Miene, bis sich sein Kopf auf einmal mit einem lauten Ploppen in den eines Hahns verwandelte.
    Sobald sein Schädel wieder seine ursprüngliche Form angenommen hatte, meinte er nur trocken Sieht schlecht aus. Also werde ich wohl erst im nächsten Kampf von echtem Nutzen sein.

    >>Im Händlerwagen<<

    Wer ist in Unterland? Ist er eine Bedrohung? Khelad war auf einmal aufgeregt. So plötzlich war sie noch nie einem solchen Gesichtsausdruck erlegen gewesen. Es musste etwas passiert sein, doch der Zwerg konnte aus ihren Zügen nicht erschließen, ob es etwas schlimmes oder etwas gutes war... Rede, Na'Ralee, sag mir, wer in Unterland ist, und ob er eine Gefahr für uns darstellt!

  4. #692
    Heavenly Wind
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    {Auf dem Weg, kurz vor Unterland}
    Na'Ralee blickte sich ängstlich um, als würde sie nach jemandem Ausschau halten, der die beiden beobachten konnte. Das war natürlich kompletter Unsinn, denn sie saßen unter einer nach drei Seiten geschlossenen Plane.
    Ich spüre ihn. Er hat das schwarze Herz bei sich. Ich weiss, dass er dort ist. Thao'bran nitha'em... flüsterte sie ganz leise, gerade die letzten Worte... der Zauberer erwartet uns.

  5. #693
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    "Du brauchst dir keine Vorwürfe zu machen, im Prinzip hat sich keiner außer Sashka, deinem Schutzdämon und Shárynia in den Kampf eingemischt., da ist es völlig egal, ob du bewusstlos warst oder einfach nur dabei gestanden hast, ohne etwas zu tun, so wie es bei mir der Fall war", entgegnete Shyraska beschwichtigend. Sein Blick wanderte erneut zu Shaskara und Shárynia. Die Devanthar schien ihr Handwerk zu verstehen, und das in jeder Hinsicht. Die Unterbrechung hatte sie nicht beeindruckt, sondern eher dazu gemahnt, ihre Strategie zu wechseln. Was sie nun tat, war für Shyraska zwar nicht nachvollziehbar, doch er erkannte ohne Mühe, dass sich die Devanthar nicht nur redlich bemühte, sondern auch Erfolg zu haben schien.
    Und kämpfen konnte sie auch, das hatte sie bestätigt, und zwar auf spektakuläre Weise. Es hatte ihn anfänglich gewundert, dass zwei derart magisch begabte Individuen auf eine der archaichsten Weisen, nämlich im bewaffneten Zweikampf, gegeneinander antraten, doch zuletzt hatte er die Strategie verstanden, die dahinter gesteckt hatte: Als die klinge Thra'ell berührt hatte, hatte sie unter Funkenregen schwere Wunden verursacht, gänz so wie Eisen den Shi-Handan verletzt hatte. Hatte Talmakira nicht erwähnt, dass Thra'ell Dämonen in sich gebannt hatte? Wenn ja, dann war es sehr wahrscheinlich, dass es sich um einen ähnlichen Zauber gehandelt hatte.
    Vermutlich hatte sie die HGruppe auch unterschwellig bei ihren Versuchen, den Geisterwolf zu besiegen, unterstützt - das erklärte, warum es ihnen trotz allem so leicht gefallen war, und auch die große Macht, die geflossen war.
    Trotz allem waren drei der Gruppenmitglieder gestorben. Hatte Shárynia sie im Stich gelassen? Nein, auch wenn es sich bei ihr um eine Devanthar handelte, schien sie ihren Verbündeten gegenüber äußerst loyal zu sein. Sie hatte ihre Kräfte einfach nicht voll entfalten können, andernfalls hätte sie ihre Tarnung aufgegeben. Sie hatte den Shi-Handan lange zurückgehalten, indem sie seinen eigenen Fesselzauber aufrecht erhalten hatte, sonst hätte sich die Bestie schon viel früher befreit. Doch es hatte nicht ganz gereicht. Ein Shi-Handan war schließlich kein Gegner, dem man häufig begegnete, so dass jeder der Beteiligten überrascht gewesen war.
    Mit Shaskara ging plötzlich eine Wandlung vor. Das war nicht verwunderlich, doch erweckte es keinen positiven Eoindruck. Hatte er sich vielleicht doch in Shárynia getäuscht?


    Shaskaras Körper bebte. Doch so schmerzhaft das auch sein mochte - und das war es mit Sicherheit -, es war gut so. Shárynias Falle hatte zugeschnappt, sie konnte das Spiel auch umgekehrt spielen und das, wie sich zeigte, mit Erfolg.
    Durch den Körper der Halbelfe floss schlagartig eine große Menge magischer Energie, formte sich und umhüllte die Ausläufer dessen, was den Zugriff auf Shaskara verwehrte. So schwierig Shárynia es zuordnen konnte, so fühlte sie doch eindeutig, dass es von einem Ssarfey ausging, welcher auch immer es war. Nun hatte sie ihn aus der Deckung gelockt, und ihr Griff wurde immer stärker und unerbittlicher, und im selben Maße zog sie an der Essenz, die sie so umklammert hielt.
    Doch noch war nichts entschieden, mit einem Ssarfey war nicht zu spaßen. Er würde sich wehren, und es war nicht ausgeschlossen, dass es ihm gelingen würde. Nun hieß es, keinen Millimeter nachzugeben, sondern hart zu bleiben und ihre Konzentration aufrecht zu erhalten.
    Shaskaras Körper verkrampfte sich immer weiter, sie begann zu schwitzen, immer stärker und stärker. Auch die Schmerzen, unter denen sie litt, nahmen zu, doch darauf konnte Shárynia keine Rücksicht nehmen. Sie war weit gekommen, jetzt hieß es, ihr Werk zu vollenden...

  6. #694
    Heavenly Wind
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    {woanders}
    Schau an... das war ein kluger Zug.
    In der Tat.
    Kann sie jetzt sehen?
    Ja.
    Es wird ihr nicht gefallen. spottete die Ti'a.
    Wohl kaum. erwiderte R'shtar.
    Dann sollten wir etwas dagegen unternehmen, oder?
    In der Tat. lautete die lakonische Antwort, während die Fee direkt vor den Augen R'shtars herumtänzelte. Dann drehte sich das zerbrechliche Wesen um und noch in der Drehung wuchs ihre Gestalt auf das dreifache an, so dass ihre Füße wieder den Boden berührten, während die Flügel verschwanden und sich die Haut immer weiter verdunkelte, bis sie pechschwarz war, durchpulst von rubinrot leuchtenden Tätowierungen. Ein düstere Robe verhüllte nun ihre schemenhafte Gestalt, lediglich die blutroten Augen strahlen unter der Kapuze hervor. Eine skelettierte Krallenhand schnellte hervor.


    {im Bewußtsein Shaskaras}
    Genau das konnte auch Sharynia nun sehen... die Krallenpranke drang durch ihren Schutz, erst eine einzelne Klaue, dann der Rest, gefolgt von einem halb skelettierten Arm, an dem Reste verfaulten Fleisches saßen. Schließlich folgte eine Kapuzengestalt, so stellte es sich für sie dar. Dieses Wesen trat einfach aus der Umklammerung heraus, mitten hindurch, und es schien sie noch nicht einmal sonderlich zu kümmern. Da war etwas geschehen - irgendwas hatte sich verändert. Reagierte es anfangs auf die Energie, mit der Shaskaras Körper überflutet wurde, ebbte das nun immer mehr ab und schon nach kurzer Zeit schien es sich fast schon davon zu ernähren. Sharynia würde diesen Versuch schnellstens stoppen müssen...
    Die Präsenz, oder was immer es auch war, äußerte sich nicht, gab keinerlei Zeichen der Verständigung von sich, so als hätte es Sharynia auch nicht das geringste zu sagen. Warum auch, es war ja offensichtlich, worauf das ganze hinauslief - da war es sinnlos sich erst darüber zu unterhalten. Und so wie die Devanthar versuchte, mit ihrer Kraft den geschwächten Zustands Shaskaras zu bessern, so regte sich nun das, was dafür verantwortlich war, um dagegen Maßnahmen zu ergreigen. Anstatt die Devanthar an ihrem Versuch zu hindern, ließ es sie erstaunlicher weise gewähren. Im Gegenteil, es riß und zerrte an ihr, wie ein Strudel, gierig und hungrig, auf bizarre Weise betörend schön, denn es benebelte ihr sämtliche Sinne und frass sich zeitgleich immer tiefer in den Verstand. Ein trauriges Lied, dass von äonenaltem Schmerz kündete... und einen dazu zwang zu tanzen. Es lud sie ein, noch tiefer in das Wesen von Shaskara einzudringen, immer tiefer. Und zeitgleich streckte es seine Fühler aus in Richtung von Sharynias Verstand, so dass sie drohte die Übersicht zu verlieren. Ein Teil riß an ihr, ein anderer drängte vorwärts gegen ihre Abwehr, ein weiterer wich ihren zahlreichen Versuchen aus, von ihr gepackt zu werden.


    {auf der Lichtung}
    Sashka hielt ihre Hand immer noch über den Körper Shaskaras und bewegte sich nicht, während die beiden anderen schon zitterten. Man konnte sehen, dass sich dünne schwarze Linien wie Würmer unter der Haut der Devanthar überall durch ihren Körper fraßen. Offensichtlich versuchte das, was immer Shaskara fest im Griff hatte, sich ein weiteres Opfer zu holen und das recht erfolgreich.
    Das könnte ein Problem werden kommentierte sie immer noch seelenruhig, so als würde gerade nichts wirklich besonderes geschehen Es infiziert sie. Eure Freundin hat überlebt, weil sie nur zur Hälfte ein Silberblut ist. Bei ihr jedoch... Sashka vollendete den Satz nicht. Mußte sie auch nicht, denn es war klar, was das bedeutete. Wenn Sharynia versagte, würde sie diesen Versuch mit ihrem Leben bezahlen.


    {irgendwo in den Höhlen von Unterland}
    Sie hatte schon auf ihn gewartet. Er hatte ihr gesagt, dass sie dort bleiben sollte, bis er herausgefunden hatte, wo sich die Assassinen aufhalten würden. Das hasste sie jetzt wirklich. Diese Warterei... wenn er meinte, es wäre notwendig, dass die sich in dieser schmutzigen und vom Sickerwasser feuchtkalten Höhle verstecken müsse, dann würde er schon seine Gründe dafür haben. Sie starrte an die Decke der Halle wo sich an mehreren Stellen Tropfsteine befanden, die ihren Gegenstücken am Boden langsam entgegenwuchsen. Nach einer Weile stand sie genervt auf und wanderte planlos im Kreis umher...
    Prüfung? murrte sie.
    ... was zur Hölle mach ich hier eigentlich?! zischte sie gelangweilt und ungeduldig.
    Schließlich zog sie ihr Schwert und betrachtete die düster schimmernde Klinge, fuhr mit dem Fingernagel darüber, so dass sich ein kratzendes Geräusch zwischen die seltsame Melodie der Wassertropfen zwängte. Dann schloss sie die Augen und atmete einmal tief durch, die Höhle in ihrem Geist nachstellend und sich einen Weg hindurch suchend - auf einmal fasste sie die wuchtige Waffe mit ganzer Kraft und wirbelte herum, einem Tanz gleich, es krachte und polterte während Funken sprühten. Dann verharrte sie - er war totenstill als sie die Augen wieder öffnete. Sie hatte die Tropfsteine vollkommen zerschmettert, ihre Bruchstücke lagen zerborsten überall verteilt.
    Ein langsamen Händeklatschen ließ sie hochschrecken.
    Beeindruckend sein spöttischer Unterton sprach Bände die Stalagmiten sind ja wirklich keine Gegner für dich.
    Sie wischte einige Splitter von ihrer Schulter und strich sich die Haare aus dem Gesicht
    Man sollte sie nicht unterschätzen. Im Rudel sind sie tückisch... erwiderte sie trocken.
    Wirst du mir jetzt endlich sagen, auf was wir... nein ich, hier eigentlich warte?
    Geduld... wenn meine Informationen stimmen, wird es hier bald ebenso ungemütlich wie in den Außenbezirken von Usilgath. er setzte sich auf einen herausgebrochenen Findling Irgendwer stellt zu viele Fragen und irgendwem paßt das ganz und gar nicht. Ich schätze, die nächsten Tage werden recht unterhaltsam. Und für dich eine hervorragende Übung, meine Liebe. Sozusagen eine Feuerprobe, die zeigen wird, ob die Mühen fruchten.
    Wird auch Zeit - ich bins leid diese Felsen anzustarren.

  7. #695
    Meisterspieler
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    Shárynia fluchte, ihr Körper bebte und ihr Gesicht verkrampfte sich. Nachdem sie bemerkt hatte, wie gut diese Falle getarnt gewesen war, hatte sie damit gerechnet, dass sie auch äußerst effektiv war. Der Urheber dieser Seuche hatte offenbar einen Teil von sich, eine seiner Verkörperungen, in Shaskara gebannt, und die nahm nun Gestalt an. Die Frage war, wie groß die gesamte Kraft diese Verkörperung war und wie weit sie anwachsen konnte...
    Die Gestalt, die sich ihr gezeigt hatte, legte erneut die Vermutung nahe, dass es sich bei dem Urheber der Erkrankung tatsächlich um Xerthys handelte, auch wenn Krankheiten so gar nicht zu seinen sonstigen Strategien passen wollten. Trotz allem wäre das ein Vorteil, denn Shárynia hatte mittlerweile gelernt, Xerthys einzuschätzen, daher hatte sie bereits eine Vermutung, wie sie ihm am besten begegnen sollte.
    Doch zuerst hieß es zu verhindern, dass er sich noch weiter in ihrem Körper und ihrem Geist einsiedelte. Befall und Beeinflussung zu widerstehen mochte vielen Wesen schwerfallen, für eine Devanthar hingegen stellte das nur selten ein Problem dar, auch wenn sich Shárynia eingestehen musste, dass sie es noch nie mit einem derart starken Versuch zu tun gehabt hatte. Doch sie hatte vieles erwartet und war vorbereitet.
    Ihr Geist verschloss sich, ihr Kraftstrom wurde deutlich schwächer und senkte sich bis auf ein Minimum, das die Verbindung zwischen ihr und ihrer Patientin gerade noch aufrecht erhielt, denn je mehr Magie floss, desto leichter war es für ihren Gegner, in sie vorzudringen.
    Um eben diese Verbindung legte sich ein magischer Schutzschirm, der ein weiteres Vordringen über eben diese Verbindung unterbinden sollte.
    Shárynia begann zu schwitzen, doch sie bewegte sich keinen Millimeter von der Stelle. Man sah und man fühlte, welche Kraft sie aufwandte, um ihrem Gegner aus ihrem eigenen Körper zu bannen und ihn gleichzeitig keinen Rückzug in Shaskaras unergründliches Wesen zu gewähren. Die Temperatur in Shárynias weiterem Umfeld nahm spürbar ab, während sie um die Devanthar herum deutlich anstieg. Dann begannen die Linien, die der Ssarfey-Bote durch ihren Körper gezogen hatte, zu vibrieren und zu pulsieren, bis sich der Effekt umkehrte in das Wesen so langsam aus ihrem Körper getrieben wurde.
    Sobald sie das unter größeren und weniger großen Anstrengungen geschafft hatte, schloss sie ihren Geist und ihren Körper vollends ab. Das Wesen befand sich nun irgendwo zwischen den beiden Frauen und konnte weder vor noch zurück, denn die Verbindung war blockiert. Vorerst.
    Shárynia atmete auf. Das war knapp gewesen, doch sie war noch lange nicht an ihrem Ziel angekommen. Jetzt hieß es, die todesengelgleiche Präsenz zu vernichten, und dieses Vorhaben würde sich als deutlich schwieriger erweisen. Wer wusste schon, wie stark der Teil des Todesengels war, mit dem sie sich anlegte - oder wie stark er werden konnte?
    Durchatmen, weiter. Shárynia schloss die Augen und konzentrierte sich. Es wurde noch kälter...

  8. #696
    Heavenly Wind
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    {Lichtung, Realität}
    Sashka beobachtete jeden Zug, der Devanthar mit wachsamen Augen. Wenn sie scheitertete und die Präsenz von ihr Besitz ergriff, würde sie für alle zur Gefahr werden. Sie beobachtete auch die Züge der düsteren Kraft, die sich zweifelsfrei dort befand. Dass sie dort war, hatte sie lange vorher gewußt, schon in Tylenia.
    Wie lange kannst du das aushalten?
    Sashkas Stimme klang gleichmütig - die Frage war auch eher rethorisch, denn die Antwort belief sich bestenfalls auf eine Minute, so fordernd war es, dieser Präsenz die ständigen, unermüdlichen Versuche eines Übergriffs zu verwehren.
    Wenn du es beenden willst, beende es.
    Riet sie ihr gerade zur Aufgabe? Sashka war nicht dafür bekannt, dass sie in einem Kampf aufgab, so dass sie sicher auch jetzt keinerlei Gedanken daran verschwendete - vielleicht war das nur ihre Art, die Devanthar auf einen möglichen Weg hinzuweisen.
    Dein Gegner ist stärker als du und hat hier nur eines zu verlieren, Kind... das mußt du ihm wegnehmen, sonst wirst du ihn nicht los.
    Was meinte sie damit? Was hatte der Todesengel zu verlieren...

  9. #697
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    >>Auf dem Wagen nahe Unterland<<

    Khelad machte dem Wagenfahrer indessen mächtig Feuer unter dem Hintern. Na'Ralee's Prophezeiungen hatten sich bisher immer bewahrheitet. Wenn sie meinte, man müsse sich beeilen, dann musste das mehr oder weniger wertvolle Gut des Händlers eben leiden. Es tat ihn zwar Leid um den Händler, der erst verneinte, doch als Khelad mit dem Satz Komm schon, beeil dich gefälligst! Wenn wir in den nächsten 4 Stunden in Unterland ankommen, so wird alles, was auf dem Weg dorthin beschädigt wird, von mir höchstpersönlich ersetzt! daherkam, ließ der Händler auf einmal mit sich reden. Die Verhandlungen wurden jedoch schneller beendet, als dem Händler lieb war, als Khelad seine doppelköpfige Streitaxt zog und gefährlich raunte Beweg dich, oder ich zwinge dich dazu. Alles was zu Schaden kommt wird ersetzt. Das wird dir hoffentlich genügen. Wenn wir nicht so schnell wie möglich in Unterland ankommen, so wirst du für alles schreckliche, was ab heute in diesem Land vor sich geht, die Verantwortung übernehmen müssen!

  10. #698
    Contractor Benutzerbild von Chrono Chrusader
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    Shinara war sich sicher, dass niemand auf sie achten würde und entfernte sich von den anderen. Ihr Weg war nicht länger der ihre-Thra'ell interessierte sie nicht. Sie löste sich langsam in düsteren Schlieren auf und verschwand, hinterließ nichts als ihr sanftes Flötenspiel, dessen letzten Töne im aufkommenden Wind verklangen.

  11. #699
    Meisterspieler
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    "Warten wir's ab!", entgegnete Shárynia mit einem ob ihrer Anstrengung gequälten Lächeln. Das bezog sich allerdings allein auf die Äußerung Sashkas, sie sei dem Todesengel nicht gewachsen - sie war da nämlich anderer Meinung, doch es würde knapp werden.
    Eine Strategie musste her, und Sashka hatte ihr soeben eine Möglichkeit eröffnet, was sie tun konnte, eine Möglichkeit zudem, die sich gar nicht schlecht anhörte, und sie würde das Problem auf ihre Art und Weise angehen. Täuschung und Wirklichkeit lagen oft nahe beieinander, so nahe, dass es selbst für einen Todesengel schwer werden konnte, dazwischen zu unterscheiden, das hatte sich schon mehrfach gezeigt, vor allem, wenn die beiden Aspekte ineinander übergriffen.
    Sie konnte sich keinen Misserfolg leisten, die Gefahren, die damit einhergingen, waren selbst für sie nur schwer abzuschätzen, doch sie konnte sich sicher sein, dass der Tod ihrer Patientin nicht das Schlimmste war, das ihr widerfahren würde. Doch die Chancen, dass das funktionierte, was auch immer sie sich erhoffte, standen gut - schon oft genug hatte sie es geschafft, auch die mächtigsten Todesengel hinters Licht zu führen, wenn auch nur für kurze Zeit. Doch viel Zeit brauchte sie auch nicht.
    Shárynia konzentrierte sich erneut und intensiver. Der Todesengel konnte das spüren, denn der Griff um ihn lockerte sich ein wenig, dann fokussierte sich eine große Menge an Magie um sie. Die Luft war geladen, man konnte es förmlich spüren.
    "Komm zu mir - keine Sorge, es ist nur für kurze Zeit...", erklang es in Shaskaras Kopf. Der Halbelfe ging es mittlerweile sichtlich schlechter, auch wenn sie gerade noch bei Bewusstsein war, zehrte der Kampf nur allzu sehr an ihren Kräften. Lange würde sie es nicht mehr aushalten, selbst wenn Shárynia es schaffte, den Dämon, der von ihr Besitz ergriffen hatte, zu besiegen. Doch das ließ sich ja auch beschleunigen...
    Shaskara blieb nichts anderes übrig, als sich dem Willen der Devanthar zu beugen, was auch immer sie vorhatte. Sie gab sich der Macht hin, die die Essenz der Halbdämonin immer näher an sich zog. Gleichzeitig floss Energie, umschlang den Todesengel, der sich heftig wehrte, und vermutlich würde es ihm gelingen.
    So geschah es. Die Energie entlud sich schlagartig und mit verheerender Wirkung, Shaskara schrie auf. Lebensfunke, der sich noch in ihrem Körper befand, erlosch...


    //Keine Sorge, ich werde sie nicht einfach sterben lassen, das ist nur ein taktischer Schritt der Täuschung! ^^//

  12. #700
    Heavenly Wind
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    Sashka verzog nicht eine Miene, selbst dann nicht, als der Körper Shaskaras als Folge der unsichtbaren Entladung zitterte und Lichtbögen darüber liefen, als hätte ein Blitz den Körper der der Halbdämonin getroffen und sie getötet.


    {woanders}
    R'shtar zog seinen Kopf zurück. Beissender Ozongestank stieg in seine Nüstern und Funkenregen stob in alle Richtungen davon. Die Pranke des Wesens schoß hervor und zog an einer feurigen Sphäre.
    Das genügt wohl
    Er ließ das knisternde Bündel los, seine Pranke völlig versengt. Schmerzen war er gewöhnt, das kümmerte ihn schon lange nicht mehr. Sie waren eine Bürde der Lebenden, doch Leben und Tod hatte R'shtar lange hinter sich gelassen. Und auf Ti'a traf das ebenso zu. Sie richtete sich schnell auf, nachwievor zum Teil von gleißenden Lichtbögen illuminiert, die schwarzen, angesengten Flügel langsam hin und her bewegend, bis die stinkende Asche davon abfiel und sie wieder düster glänzten.
    Das hat weh getan knurrte sie, doch es klang eher genervt als wütend.
    Der Schmerz der Niederlage, Adair'rh? kommentierte R'shtar gewohnt bissig und trocken
    Ich habe nichts verloren und sie hat nichts gewonnen.
    In der Tat lachte R'shtar und streckte die inzwischen verheilte Pranke erneut aus, um der Elfe zu gestatten, zu seiner Schulter hochzusteigen. Sie allerdings, nun vollständig in ihrer wahren Gestalt, erhob sich aus eigener Kraft einige Schritt in die Luft.
    Komm. Das hier hat schon genug Zeit verschlungen und der Tag der Ernte ist nicht mehr fern. Die Wiederkehr muß vorbereitet werden.
    Du hast recht, die Zeit drängt brummte R'shtar und wandte sich ab, um zu gehen. Ti'a schwirrte dabei neben ihm, bis beide im endlosen Dunkel verschwunden waren.


    {Lichtung}
    Sashka hatte auch dieser Verzweiflungstat seelenruhig zugesehen. Faktisch hatte sie ihr ja geraten, den Tod zu benutzen. So machte sie es auch, wenn sie einen Besessenen vom Geist eines Dämons trennte - sie führte den Sterblichen nahe an die Schwelle des Todes und wartete auf ihre Chance. Das war riskant und selbst erfahrenen Magiern mißlang ein solcher Versuch dann zuweilen, was das Opfer in die Verdammnis stieß. Dieses Mal schien alles eine glückliche Wendung zu nehmen und der Todesengel hatte sich zurückgezogen. Ohne einen Fokus wie ein Seelenjuwel, war das nur logisch, denn wenn es ihm nicht mehr möglich war, sie an der Lebenskraft seines Opfers zu orientieren, mußte die Bindung irgendwann abreissen.
    Jetzt!
    Nur dieses eine Wort, dafür aber ungewöhnlich eindringlich gesprochen, hatte Sashka für Sharynia übrig.

  13. #701
    Meisterspieler
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    "Natürlich", entgegnete Shárynia kühl, die sich trotz aller Anstrengung diesen leicht bissigen Kommentar nicht hatte verkneifen können.
    Sie schloss die Augen. Der Lebensfunke in Shaskaras Körper war noch nicht gänzlich erloschen, doch hätte sie nur wenige Augenblicke länger gewartet, dann wäre es vermutlich zu spät gewesen.
    Einen Teil von Shaskaras Leben hatte sie in sich aufgenommen - vorsorglich und nur für den Zeitraum, den es brauchte, um den Ssarfey entgültig aus dem Körper seines Opfers zu bannen. Kehrte dieses Leben zurück, würde es bald wieder im Körper der Halbelfe zu brennen beginnen, mehr noch, nun, da der Todesengel seinen Halt verloren hatte, war Shaskara aller Wahrscheinlichkeit nach von ihrem Fluch erlöst, die Selbstheilung würde denn von sich aus einsetzen.
    Doch auch das überließ Shárynia nicht dem Zufal. Sie hatte Shaskaras Essenz, während sich diese in ihrem Körper befunden hatte, geformt und ihr die Saat der Devanthar eingepflanzt, die, wenn sie zu sprießen begann, ihrem angeschlagenen Immunsystem wieder auf die Sprünge helfen würde, ebenso wie sie ihr dabei helfen würde, schnell wieder zu Kräften zu kommen.
    Das Leben kehrte in Shaskara zurück, und das nicht nur sprichwörtlich, sondern tatsächlich. Noch war die Halbelfe sehr schwach, noch würde sie Zeit brauchen, um sich zu erholen, doch die Voraussetzungen waren geschaffen. Es würde nicht lange dauern, bis es ihr zumindest besser ging als noch vor wenigen Stunden.


    Shárynia atmete tief aus und ließ sich einfach zurückfallen. Um sie herum war der Boden völlig ausgetrocknet, so viel Kraft hatte sie der Kampf gegen den Ssarfey gekostet, doch erneut hatte sie es geschafft, einem Todesengel, womöglich einer Verkörperung von Xerthys, die Stirn zu bieten.
    Die Spannung, die in der Luft lag, lößte sich schnell auf, nun, da es vorbei war. Shárynia war erschöpft, sie hatte anfangs nicht gedacht, wie aufreibend der Zauber sein würde. Sie hatte sich geirrt, hatte nicht mit einem Ssarfey gerechnet, doch sie ging stets den Weg bis zum Ende, den sie einmal eingeschlagen hatte - es gab nicht viel, was sie daran hindern konnte.
    Nun aber hatte sie einen Großteil ihrer Kräfte aufgebraucht. Hätte sie anders gehandelt, wenn sie gewusst hätte, was auf sie zukäme? Das hätte bedeutet, ihr Ziel, Thra'ell zu besiegen, für kurze Zeit aufzugeben, nur um das Vertrauen der Gruppe und vor allem von Sashka zu erlangen. Immerhin konnte sich diese als wertvolle Verbündete erweisen.
    Es würde einige Zeit lang dauern, die Kräfte, die sie verbraucht hatte, wiederherzustellen. Nicht sehr lange, doch lange genug, um Thra'ell mehr Zeit zu teben, Gegenmaßnahmen zu treffen. Doch mit Sashka und einer ziemlich gut mit magischen Artefakten ausgerüsteten Gruppe auf ihrer Seite... Vielleicht erwies sich das als Vorteil, denn auch wenn noch nicht gesagt war, dass sich mit Sashka Beziehungen knüpfen ließen, hatten sie doch einen gemeinsamen Gegner. Das verband sie - vorerst...


    Shyraska ließ sich auf die Knie sinken und legte Shaskara die Hand auf die Stirn. Ihre Temperatur war leicht erhöht, nichts Kritisches, und weitere entsprechende Untersuchungen zeigten ihm, dass es ihr auch sonst gutzugehen schien. Sie war wohl nur erschöpft und schlief deshalb. Die Prozedur war ja auch aufreibend gewesen.
    Der Elf warf Shárynia einen Blick zu. Sie hatte sehr mutig gehandelt, fast selbstlos, und das verdiente Würdigung. Sie hatte sich dem Dämon gestellt, der von Shaskara Besitz ergriffen hatte, und nun hatte er den Beweis dafür, dass sie mit ihrer Vermutung recht gehabt hatte. Offenbar hatte sie Xerthys selbst für ihren Verrat bestraft. Einen Verrat, wohlgemerkt, den sie aus moralischen Gründen begangen hatte, und aus seiner Sicht war so etwas kein Verrat.
    Die Devanthar hatte viel gegeben und einmal mehr bewiesen, dass man kein Volk nach den Klischees beurteilen durfte. Er würde sich erkenntlich zeigen, ebenso wie es Shaskara tun würde. Doch noch behelligte er Shárynia nicht damit, erst musste sich zeigen, dass sie ihrer Patientin wirklich und wirksam geholfen hatte...


    //Und damit zurück zum Tagesgeschehen! Schreibt weiter! xD//

  14. #702
    Heavenly Wind
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    Sashka verharrte in ihrer Position auch nachdem die Heilung beendet war und Sharynia vor Erschöpfung zu Boden ging. Sie ließ sich auch von Shyraska nicht ablenken, der Shaskara untersuchte und hielt weiterhin ihre rechte Hand direkt flach über die Halbdämonin. Erst nach über eine Minute, Sharynia hatte sich so leidlich wieder aufgesetzt, erhob Sashka sich wortlos und ging einige Schritte um die immer noch am Boden liegenden Shaskara herum. Sie befand sich dann schräg hinter Sharynia und blickte über ihre Schulter nach unten auf die entkräftete Devanthar.
    DU willst Thra'ell vernichten.
    Diese Worte waren eine Mischung aus einer Frage und einer Feststellung, mit einem mehr als nur merkwürdig bohrenden Unterton.
    Dann hast du jetzt ein Problem.
    In Sashkas Stimme lag keine Ironie, keine Abfälligkeit oder auch nur der Hauch einer Emotion. Natürlich hatte die Devanthar ein Problem. Thra'ell war vieles... überheblich, größenwahnsinnig und machthungrig - und ein Feigling. Aber ein Dummkopf war er nicht. Da eine erneute Konfrontation unausweichlich schien, würde er nun alles aufbieten, was ihm noch zur Verfügung stand. Und das war ungeachtet seiner Verluste noch immer sehr viel... außerdem bestand die viel größere Gefahr darin, dass seine Anhänger den Fall ihres Meister überleben und untertauchen würden, um ihn eines Tages zu rächen. Von der Seuche, die er über das Land gebracht hatte, ganz zu schweigen - eine Seuche, die jeden in ein vor Haß sprühendes, unempfindliches Monster transformierte, der damit in Berührung kam. Haß, Zorn... wie geschaffen, um jemandem zu gefallen, der daran Gefallen fand. Ein erschreckender Gedanke. Spielte Thra'ell dem Herren des Hasses ohne es zu ahnen in die Hände? Oder hatte er diese schreckliche Seuche vielleicht sogar in dessen Auftrag erschaffen? Diese Frage würde wohl nur Thra'ell beanworten können. Immerhin würde es erklären, wie Xerthys und der Einsatz einer Seuche als Strafe für Shaskara zusammenpaßten... und auch, wie es ihm gelingen konnte, sie derart perfide an die abnormale Natur der Silberblüter anzupassen. Sashka wartete die Erwiderung der Devanthar gar nicht erst ab.

    Doch ich hätte eventuell eine Lösung dafür.

    Was immer sie damit auch meinte, sie schwieg zunächst und entfernte sich wortlos einige Schritte, vielleicht um ihre nächsten Züge abzuwägen.

  15. #703
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    "Würdest du dich bitte etwas konkreter ausdrücken?", entgegnete Shárynia mit einem Seufzer. Ihre Gegenüber behauptete mal wieder, mehr zu wissen, ohne dabei darauf einzugehen, um was es sich dabei überhaupt handelte. Doch der Devanthar fehlte mittlerweile der Nerv, Sashka alles aus der Nase zu ziehen, und das schien sie zu wissen.
    Es gab viele Probleme, die Thra'ell bereitete. Er war manchmal so unberechenbar, dann aber wieder das krasse Gegenteil, weil er sich fast ausschließlich von seinem Hunger steuern ließ. Seine Intention war stets dieselbe, seine Mittel dagegen äußerst vielseitig, und vermutlich spielte Sashka darauf an.


    //Keine Sorge, die übermächtigen Charaktere werden am Ende des Kapitels allesamt verschwinden - und dieses Ende ist in greifbare Entfernung gerück. Außerdem überlassen sie euch den Kampf, so gut ihr mithalten könnt, es wird sich also um keine "Two-Women-Show" handeln.
    Zur Beruhigung für den Wahnsinnigen: An Kämpfen wird es in nächster Zeit nicht mangeln! ^^//
    Geändert von The Dark One (12.1.08 um 12:11 Uhr)

  16. #704
    Heavenly Wind
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    Sashka erwiderte gar nichts darauf, was darüber Aufschluß gab. Stattdessen sagte sie lediglich Nein und schon bei diesem Wort umhüllte sich ihre Gestalt mit einem düster waberden Rauch, der sie binnen eines Augenblicks vollends verdeckt hatte und sich dann in alle Richtungen verflüchtigte. Von ihr fehlte allerdings jede Spur, nicht einmal ein Echo.

    //Soviel von mir

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