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Thema: Kapitel 11: Hinter den Schatten der Maske

  1. #657
    Heavenly Wind
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    Sashka befand sich immer noch außer Reichweite des Maskierten, beobachtete die beiden aber dafür umso schärfer.
    Sehr gut, vergeudet Eure Kräfte nur aneinander.
    Sie selbst würde in aller Ruhe abwarten. Thra'ells Kälteexplosion machte ihr nicht das geringste aus und warum sollte sie auch voreilig handeln? Je mehr die zwei sich gegenseitig angingen, desto weniger Probleme würde es machen, sie beide zu vernichten. Sashka würde lediglich die Reste entsorgen müssen und das ließ in ihr ein Gefühl der Zufriedenheit aufsteigen. Andere mochten ihre Rache selbst auskosten wollen, doch derartiger Sadismus war ihr fremd. Zwar hatte sie vor, die Seuche und ihren Verursacher aus der Welt zu schaffen, doch es war nicht wichtig, wer dem Treiben letztlich ein Ende setzte - die Hauptsache war, dass es endete. Es würde ihr genügen, dem Ende Thra'ells einfach nur beizuwohnen.
    So stand sie plötzlich in der Nähe von Shaskara und Shyraska, direkt zwischen ihnen und den beiden Kämpfenden. Zwar konnten die zwei sie nicht sehen, aber die Präsenz irgendeiner Kraft war deutlich zu fühlen, denn es wurde schlagartig wärmer, als sie in die Aura hinein trat. Etwas schirmte die unnatürliche Kälte ab dem Zeitpunkt von ihnen ab und warf quasi einen großen Schatten hinein.

  2. #658
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    Das Blitzgewitter schien keine ernstzunehmende Bedrohung für den Maskierten darzustellen, denn als es ihn traf, legte es sich im nahezu selben Augenblick, ohne sichtbare Schäden zu hinterlassen.
    "Soll das alles sein?", erkundigte er sich herablassend und höhnisch. "Ich bin entsetzt, wie 'stark' du geworden sein musst!"
    Shárynia ließ diese Provokation kalt, und ebenso kalt antwortete sie darauf: "Abwarten."
    Im selben Augenblick stürmte sie vor, zog ihr Schwert und beschrieb einen gewagten Salto, um darauf ihren Gegner mit einer Serie blitzartiger und abgehackter Angriffe zu attackierten. Diesem blieb zunächst nur die Möglichkeit, den Angriffen Auszuweichen, so schnell und unvorhersehbar waren sie und die Frau dachte keinen Augenblick lang daran, von ihrem Gegner abzulassen. Warum auch? Jetzt hatte sie einen wunden Punkt erwischt, jetzt gab sie den Takt vor - wenn auch nur für kurze Zeit, so viel war sicher. Thra'ell war vielleicht etwas überrumpelt, doch er würde nicht lange so mit sich spielen lassen.
    Das Spiel war nun zuende - das Schwert drang in die Schulter des Maskierten ein. Ohne Widerstand. Doch nichts passierte. Thra'ell lachte kalt, anstatt des Blutes drangen Nebelschwaden aus der Wunde und Shárynia zog die Klinge ruckartig zurück. Die Wunde schloss sich fast im selben Augenblick.
    "Ich bin beeindruckt, du hast den Nebelschleier also doch endlich erlern!", entgegnete die Frau mit spöttischer Stimme. "Ich habe dich tatsählich unterschätzt, doch das wird nicht noch einmal vorkommen!"
    Im selben Augenblick schoss Shárynia wieder nach vorne. Ihr entschlossener Gesichtausdruck verriet, dass sie es nun ernst meinte. Offenbar hatten alle Angriffe zuvor nur dazu gedient, die Macht ihres Gegners besser einschätzen zu können.
    Auch Thra'ell hatte mittlerweile seine Klinge gezogen, er war bereit. Nun wurde es wirklich gefährlich...
    Das Folgende passierte in einer derart atemberaubenden Geschwindigkeit, dass die Zuschauer dem Geschehen kaum folgen konnten. Wie ein Falke im Sturzflug führte die blonde Frau ihre Angriffe aus, Metall schlug auf Metall, als ihre wilden Stiche geblockt wurden. Es war nur schwer zu sagen, welcher der beiden Opponenten in diesem Kampf die Oberhand gewinnen würde - war es Shárynia, die mit einer Präzision, Intensität und Schnelligkeit attackierte, die ihresgleichen suchten, oder war es Thra'ell, der jeden Treffer souverän abwehrte und dabei keinen Zentimeter zurückwich?
    Gleichsam wie beeindruckend das Gefecht auch wirken mochte, er war nur ein Abbild des eigentlichen Kampfes, den die beiden auf einer höheren Ebene austrugen. Man konnte die Spannung, die in der Luft lag, regelrecht spüren...


    //Der Kampf wird doch wohl nicht spurlos an euch vorüber gehen? //
    Geändert von The Dark One (1.1.08 um 21:51 Uhr)

  3. #659
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    Zrathor spürte die Kälte zwar, doch weniger würde sie ihm denn Arindor schaden-Der Dunkelelf lag vor Kälte und Kraftlosigkeit zitternd am Boden und wand sich leise. Damit er nicht aus dem Ritualkreis rollte, musste der Dämon ihn festhalten. Es hätte fatale Folgen für sie beide, wenn das Ritual jetzt unterbrochen wurde... Es war jedoch die ideale Gelegenheit, denn Zrathor konnte sich vorstellen, das der Dunkelelf dem nicht zugestimmt hätte, und das er selten bewusstlos wurde. //Na aber klar doch ;P
    Sse'kum rek'tul'or Es'kadan Ben'alg'ur Rik'tae'dan Nakh Hal'vor Ji'enari... Tönten die dunklen Worte inzwischen immer lauter unter dem Helm hervor. Die Linien, die den Ritualkreis langsam vollendeten, zogen sich über Arindors Haut und über die Rüstung, während sie Zrathor's Rüstung in Ruhe ließ. Die Zeichen flackerten dunkelviolett auf... Es würde noch einige Zeit dauern, doch es würde Arindor helfen. Wäre er bei Bewusstsein... Er hätte dieses Ritual vermutlich niemals über sich ergehen lassen- Nicht nach so kurzer Zeit. Es würde ihn direkt an Zrathor binden, und ein Teil des Dämons würde in ihm verweilen, bis Arindor wünschte, das es aus seinem Körper verschwand. Es würde auch Zrathors Wissen auf Arindor übertragen und ihm Dinge ermöglichen, an die er bisher nicht einmal gedacht hatte. Das Wissen eines Jahrhunderte alten Urdamönen war einiges wert... Und der Dunkelelf würde es ihm irgendwann danken. Dann, wenn er die Kraft benutzen konnte. Bis dahin würde das bisschen Lebenskraft des Dämons, das er in den Körper Arindor's einspeisste, lediglich eine relativ geringe Erhöhung seiner Kräfte ermöglichen...

  4. #660
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    Verdammt, die kleine kann kämpfen.

    Serafins Blick fiel die ganze Zeit über auf die Kämpferin. Auch in Situationen wie diesen dachte er nur an Frauen, was ihn eigentlich selbst schockieren sollte. Doch so war er eben. Am liebsten wäre er aufgestanden und hätte diesen Kerl besiegt, um das Ansehen der Frau zu gewinnen, doch Serafin sah ein, dass er durch diese Kälte wie gelähmt war und so oder so keine Chance gegen diesen übermächtigen Maskierten haben würde.

    Staxx hingegen gab sich einfach der Kälte hin und lag am Boden. Der Fluch schirmte mögliche Schäden von ihm ab, und wer von den beiden den Kampf gewinnen würde, würde er schon merken. So lag er da und kämpfte mit der eisigen Temperatur, die immer stärker wurde, wenn einer der beiden Kämpfer ihm zu nahe kam. So konnte er auch leicht ausmachen, wo die beiden in etwa standen, was ihn ja eigentlich auch nicht interessierte.

  5. #661
    Heavenly Wind
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    Auf Zrathor und Arindor ruhten einige Augenpaar, wenn auch nur kurz. Energie floß. Das gefiel dem Maskierten, denn wenn die Energie so frei zwischen den Beteiligten floß, konnte der Gegenzauber seiner Feindin sie nicht vor seinem Zugriff darauf schützen. Und so nährte er sich ebenso an der Kraft, die der Dämon dem Dunkelelfen zur Verfügung stellen wollte. So mußte Zrathor sich nun weitaus mehr anstrengen, als er geplant hatte. Wollte er Arindor retten, würde er ein größeres Opfer bringen müssen. Würde er das aber tun, mußte das die Kraft des Maskierten ebenso stärken und damit vielleicht zum Nachteil der anderen sein. Das war ein recht gefährlicher Balanceakt, der sich leicht gegen ihn wenden konnte. Nun ruhte auch Sashkas eisiger Blick für einen Augenblick auf den beiden. Sie spürte die fließende Energie und welche beiden Ziele sie hatte. Sie überlegte schnell - ihr Blick wanderte zwischen den Kämpfenden und den im Ritual Gefangenen hin und her. Schließlich zog sie den zweiten Klingenreif und fixierte gleichzeitig den Maskierten UND Zrathor.

    //Sashka wird zuschlagen, so oder so... und sie wird hart zuschlagen. Ich würde in Deckung gehen ^^

  6. #662
    Contractor Benutzerbild von Chrono Chrusader
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    Shinara hatte nicht erwartet, ihre schwarze Klinge so oft hintereinander einsetzten zu müssen. Sie ersparte sich jedoch den umständlichen Griff zu ihrem Herzen und ließ die Klinge aus ihrer Handfläche hervorschnellen. Wenn schon, denn schon. Sie rammte das Schwert in den Boden und begann mit einer an sich simplen Formel, die eigentlich nichts weiter bewirken sollte, als einen Schild zu spannen, der gegen unirdische Kälte abschirmte. "Nan' al ek sun ash terro vi niv ras' telek tutur na' molek elu ka terro vi niv toto sihal shandi oka terro vas shev nunur salva tutur...." Die Worte, die sie sprach erschienen in Gestalt eisblauer Symbole, die ein Devanthar wohl noch entziffern konnte, ein jüngeres Wesen nie im Leben. Vom Schwert ausgehend erschien eine bläulich schimmernde Kuppel, die Lanarys, Arindor, Zrathor, Mara, Shyraska und Shaskara einschloss. Die Elfe zitterte zwar vor Anstrengung, hielt sich aber einigermaßen aufrecht. Da sie Mana von außerhalb absaugte und nur als Leitbahn fungierte, zehrte sie nicht von ihren eigenen Reserven, was sie viel stärker geschwächt hätte. Die Elfe spürte, wie es um sie ein wenig wärmer wurde, spürte zugleich jedoch auch das Sterben kleinerer Tiere in der Umgebung und sah das tote Fleckchen Gras unter sich. Das Absaugen des Mana kostete seinen Tribut an der Natur, und auch an den Anwesenden schien dieser "Manavampirismus" nicht ganz spurlos vorüberzugehen...

  7. #663
    Heavenly Wind
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    //Oops... das gibt Ärger für Shinara, Chrono ^^

    Als sich der Energieschild aufrichtete, blickte Sashka zunächst leicht irritiert durch die gleissende Barriere, die alle Anwesenden von den Streitern abschirmte. Ein kurzes Was zum... entfuhr ihr, dann bemerkte sie die glitzernden Funken, die über ihre Arme und den ganzen Körper liefen. Etwas versuchte, magische Energie von ihr zu rauben... die Funkenbögen illuminierten schließlich ihre gesamte Gestalt, so daß die Tarnung damit faktisch ausgehebelt war - man konnte ihre Umrisse allzu deutlich sehen.
    Bist du irrsinnig? herrschte sie Shinara an, doch die Elfe konnte das schon nicht mehr hören. Und Sashka konnte nicht eingreifen, denn ihr Schutz entzog sie ihrer Kontrolle - wie ein Reflex würde er sie unbarmherzig verteidigen, egal ob der vermeintliche Angriff ein echtes Problem war oder nicht. Ein Energiestrudel massierte sich um Shinaras zitternde Gestalt und brachte sie dazu, gellend aufzuschreien, denn es fühlte sich an, als würde man ihr jede Nervenfaser einzeln aus dem Leib reissen. Eine unsichtbare Kraft hob sie dabei einige Handbreit vom Boden hoch und ließ den zarten Körper der Elfe unter furchtbaren Schmerzen verkrampft und verbogen in der Luft schweben, von grellen Blitzen umspielt. Etwas saugte ihr gierig die mentale Energie aus, unerwartet und unkontrolliert. Ihr eigener Zauber wandte sich mit voller Wucht gegen sie.
    Sashka schien das Spektakel selbst überhaupt nicht zu beeinflussen - offensichtlich hatte sie sich mit einem uralten und sehr gefährlichen Schutzzauber umgeben, der sich nun fälschlicherweise mit aller Macht gegen Shinara wandte. Leider war ihre Tarnung mittlerweile nutzlos geworden, so dass sie den Schattenmantel von sich abfallen ließ. Da stand sie nun, mit ihren Waffen in den Händen und würde zuschlagen, ehe es zu spät war. Dann eben sofort... gab sie zischend von sich. Sashkas Unmut war durchaus verständlich, da Thra'ell durch dieses unerwartete Spektakel sicherlich vorgewarnt war und nicht mehr blindlings in ihre sorgsam aufgestellte Falle tappen würde. Was genau dort geschehen war, würde sich wohl seiner Kenntnis entziehen, das konnte man nur hoffen. Und nur sehr schnelles Handeln konnte das ganze eventuell retten. So setzte Sashka zu einer Drehbewegung an, die Klingenreife von schwarzblauen Blitzen umspielt, ihre Schneiden glühten gleissend weiss auf, als sie ausholte. Sie würde angreifen...

  8. #664
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    Langsam, aber stetig wurde Thra'ell immer weiter zurückgedrängt. Auch wenn er seine Schwertkampfkünste in diesem Zweikampf auf beeindruckende Weise zur Schau stellte, hatte er dem aggressiven und überlegenen Kampfstil seiner Gegnerin auf Dauer nicht viel entgegenzusetzen. Doch das musste nichts bedeuten...
    Im nächsten Augenblick riss der Maskierte seine Hand nach vorne. Eine Druckwelle ergriff die Frau, entriss ihr das Schwert und schleuderte sie davon. Shárynia entriss sich dem Zauber und landete auf ihren Füßen, der telekinetische Angriff hatte ihr weitaus weniger ausgemacht als wohl beabsichtigt gewesen war. Dennoch würde Thra'ell wohl mit dem Ergebnis zufrieden sein, er hatte es immerhin geschafft, seine lästige Angreiferin auf Distanz zu halten, wenn auch nur für kurze Zeit. Doch auf diese Sekunden kam es an...
    Die offene Energiequelle konnte Thra'ell nur schwer ignorieren. Es war ein Leichtes für ihn, seinen Hunger auf einen gewissen Punkt zu konzentrieren, doch viel effizienter war es, ihn in einem großen Umfeld wirken zu lassen. Kein Schild konnte seinem Zugriff auf Dauer standhalten. In Sekundenbruchteilen wurde es schlagartig wieder deutlich kälter. Jedes Wesen, das nun ungeschützt war, würde den sicheren Tod erleiden, und auch diejenigen, die auf den Schutz eines Machtschildes vertrauten, würden eine böse Überraschung erleben...
    Das alles war innerhalb der Zeit geschehen, die Shárynia gebraucht hatte, ihr Schwert wieder zu sich zu holen und Thra'ell erneut wie ein Falke im Sturzflug zu attackieren - innerhalb eines winzigen und doch so bedeutenden Augenblicks.
    Der Maskierte konnte die Angriffe wieder nur parieren, doch nun konnte man spüren, wie der Kampf eine Wendung nahm. Thra'ell umgab jetzt eine immer stärker werdende Aura der Macht, Shárynias Angriffe hingegen wirkten nun mehr wie verzweifelte Versuche eines energischen Schülers, der einem mächtigeren Meister gegenüberstand und sich immer weiter verausgabte. Dabei konnte man sehen, wie überlegen ihre Schwertkunst doch war - sie musste sich schnell etwas einfallen lassen, ansonsten würde auch ihr es schwer fallen, ihren Schild aufrecht zu erhalten. Denn auch wenn das Duell wie ein Schwertkampf wirkte, so fand der eigentliche Kampf doch auf einer höheren Ebene statt, auf der Thra'ell immer weiter die Oberhand gewann...
    Geändert von The Dark One (2.1.08 um 16:19 Uhr)

  9. #665
    Heavenly Wind
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    Das erneute Ansteigen der Aura Thra'ells war zu spüren - doch Sashka kümmerte das nicht... aus der Bewegung heraus ließ einen der Schattenmonde los. Das Ergebnis war ein grelles, schmerzhaftes Kreischen, dass beinahe die Ohren bluten ließ, zumal in direkter Nähe zu der Waffe. Sashka hatte den Klingenreif schon öfter benutzt, doch so intensiv war es noch nie gewesen. Die rotierende Schneide der furchteinflössenden Waffe strahlte greller als die Sonne, als sie auf den Devanthar und seine Gegnerin zuraste und dabei mit den Feuerlohen und Blitzen auf ein Vielfaches seiner Größe anwuchs. Sashka wirbelte weiter herum, während die erste Ringklinge schon flog und schleuderte auch die zweite direkt hinterher, mit dem gleichen gräßlichen Effekt. Doch der zweite Reif schoss nicht wie der erste direkt auf das Ziel zu, sondern rammte schon nach kurzem Flug einen kleinen Felsen von dem er zwar abprallte, ihn dabei aber krachend in zwei Hälften spaltete. Nun raste er auf einer kaum einschätzbaren Bahn von einer anderen Richtung heran, was es den Streihähnen nahezu unmöglich machte, beiden Waffen auszuweichen.

    Kaum hatte Sashka die Klingenreifen geschleudert, verharrte sie mitten in der Bewegung. ihre rechte Hand in Richtung der beiden haltend. Der Arm wurde von dunklen Rauchschwaden umspielt, die sich nach vorne zu den Fingern wanden und dort in einer dunklen Lanze zusammenliefen, die ebenfalls auf das Ziel zuraste. Nach wenigen Schritten fächerte sie sich wie ein Blitz auf und weiter und weiter, bis sie zu einem bestialisch aussehenden Hagelsturm aus tiefschwarzen Geschossen geworden war, die sich wie ein Netz hinter den Klingenreifen den Kämpfern näherten und dunkle, schemenhafte Schlieren hinter sich herzogen. Ebensolche schattenhaften Schlieren umspielten auch die Gestalt Sashkas, deren Augen dabei intensiv golden funkelten.

  10. #666
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    //MONSTERPOST

    Zrathor sah sich nicht um. Etwas zog eine ganze Menge Energie vom Ritual weg, das er soeben beinahe vollendet hätte. Würde er seine Konzentration nun auf den neu erschienenen Feind richten, so würden drei Attacken auf einmal auf diesen einprasseln und ihn garantiert treffen und wahrscheinlich vernichten. Doch er durfte Arindor nicht sterben lassen- Nicht jetzt, wo er gerade seine Lebenskraft mit eben diesem teilte. Es würde ihn mit in den Tod reissen. Mit einem letzten großen Energieschub vollendete er die Formel: Violath'garegh Yioul'lagrarg Hikro'suth Serbrathadh! Dunkler Schein umspielte Zrathor und damit auch Arindor. Und in diesem dunklen Schild, der Arindor vollständig vor der Kälte abschirmte, entbrannte ein Feuerwerk dunkler Energie: knisterne Energieblitze zogen zwischen den Wänden der beinahe schwarzen Kugel hin und her, versengten den Boden, wo auch immer sie hintrafen, und gaben immer wieder einen laut brüllenden, knallenden Ton ab, wenn sie auf Widerstand prallten. Die Sphäre breitete sich aus, bis sie ungefähr einen Durchmesser von fünfzehn Metern erreichte. Die Blitze wurden länger, kleine Funken erhoben sich aus dem ursprünglichen Ritualkreis und tanzten um Arindor herum. Sie konzentrierten sich umeinander tanzend zu einer dunkelrot aufflammenden Kugel, die nun über der Brust des Dunkelelfen kreiste.

    Dann fuhr sie mit einem lauten Knall in dessen Körper, durchflutete ihn in Sekundenbruchteilen und hob ihn hoch, bis er in einer ungefähren Höhe von 2 Metern über dem Boden schwebte. Alle Blitze fokussierten sich in der Mitte der Sphäre (Ungefähr 3 Meter senkrecht über Arindor's Körper). Dann schoss ein einzelner, einen halben Meter breiter schwarzer Blitz in den Dunkelelfen und vertrieb den roten Schein...

    Die Sphäre verschwand. Arindor fiel in Richtung des Waldbodens, wurde jedoch von Zrathor aufgefangen, der ihn daraufhin hinlegte. Womit das erledigt wäre...

    Der Zauber hatte ihn anscheinend weniger Energie gekostet, als es hätte vermuten lassen, denn er zog sein Schwert und ging langsam auf Thra'ell zu. Und nun zu dir, Fremdling, der das Ritual unterbinden wollte...
    Seine Rüstung war vom Ritual beinahe vollständig aufgelöst worden und wurde durch tiefschwarze, undurchdringliche Materie ersetzt. Nur die Teile, auf denen vorher rote Augenpaare geleuchtet hatten, waren geblieben, und eben jene Augenpaare leuchteten nun in einem dunkelvioletten Farbton. Er sah gefährlicher und blutrünstiger aus als je zuvor (Wenn das überhaupt möglich war) und strotzte merkwürdigerweise vor Energie. Ich habe mich nie so... Lebendig gefühlt... kam der stockende Satz mit merkwürdigem Unterton unter seinem Helm hervor, als er die Hand hob und sie betrachtete. Schwarz... Nur tiefes Schwarz war zusehen. Eine Schwert haltende Dunkelheit.
    Er war noch etwas weiter von dem Maskierten entfernt, als er eben diese Hand in dessen Richtung reckte. Ein breiter, dunkler Lichtblitz schoss auf Thra'ell zu. Gleichzeitig formten sich dicke schwarze Tentakel um seine Beine, die ihn fast bewegungsunfähig werden ließen. Er hatte kaum eine Chance auf Flucht...

    //Editierbar wenn nötig^^

  11. #667
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    Nun stürmte Thra'ell auf Shárynia zu. Ihr Schild war mittlerweile so schwach geworden, dass jetzt sie es war, die zurückweichen musst. Etwas Eiskaltes griff nach ihrem Herzen und ließ sie zurücktaumeln.
    Thra'ell wandte sich nun dem Schattenwesen zu. Mit beiden Händen fing er den Blitz ab, konnte dessen verheerende Wirkung deutlich abschwächen, wäre allerdings zurückgewichen, wenn ihn nicht das dämonische Wurzelgeflecht am Boden festhielt.
    Der Angriff hatte sicher nicht die Gewünschte Wirkung erzielt, an den Händen Thra'ells war er abgeprallt und verraucht, auch wenn desssen Hände nun schmerzten und es einen Teil seiner Energie gekostet hatte, diesen Angriff abzuwehren.
    Obgleich man sein Gesicht nicht sehen konnte, spürte man, dass er nun zufrieden war, und hätte er keine Maske getragen, hätte man wohl so etwas wie ein Lächeln auf seinen Zügen gesehen.
    "Das ist gut", antworte er zynisch und visierte Zrathor an. "Alles, was lebt, nährt meine Macht. Danke, dass du mir einen so praktischen Zugriff auf deine Macht beschert hast!"
    Thra'ells Hand schoss hervor, ballte sich zur Faust und zog sich ruckartig wieder zurück. Leben zu ergreifen war mit am einfachsten, selbst wenn diese häufig gut geschützt waren. Dieser Dämon besaß kaum Leben, doch seine Energievorräte waren immens. Der Elf, mit dem er verbunden war, war auch gleichzeitig dessen Achillesferse, über die sich an ihn rankommen ließe...


    Shárynia stöhnte auf, Thra'ell hatte ihr stark zugesetzt. Es war zwar ein Leichtes für sie, ihre Kräfte zu regenerieren, zumal ihr Gegner sich mittlerweile ein neues Opfer gesucht hatte, doch das Problem war, dass eben dieser Gegner noch weniger Probleme damit hatte, seine Reserven wieder aufzufüllen...
    Die Luft um sie herum begann zu verbrieren und zu knistern. Ihren Schutzschirm deaktivierte sie, er beanspruchte zu viel Energie und war nun, da Thra'ell seinen Zauber auf ein einziges Ziel konzentrierte, nicht mehr notwendig - zumindest vorerst.
    Man konnte sehen, wie Shárynia an Kraft gewann. In ihren Augen blitzte erneut die Entschlossenheit, die sie zu Beginn des Kampfes ausgestrahlt hatten.
    Doch plötzlich verharrte sie. Sie hatte etwas gespürt. Eine starke Erschütterung des magischen Gefüges in ihrer unmittelbaren Umgebung, und es war nicht Thra'ell, der dafür verantwortlich war...
    Dann sah sie es. Nicht mit ihren Augen, doch wer die Magie verstand, der hatte gelernt, seine Sinne hintenanzustellen. Und gerade noch rechtzeitig reagierte sie, doch die Reaktion kam dennoch einen Sekundenbruchteil zu spät.
    Der Klingenreif, der auf Thra'ell zuflog, schoss um Haaresbreite an ihr vorbei. Obwohl er sie nicht berührte, spürte Shárynia die Hitze und die finstere Aura, die er ausstrahlt, und das überdeutlich.
    Die Frau schrie auf. Dem Echo des Todes, das die Klinge verursachte, konnte selbst sie sich nur schwer entziehen. Vielleicht sogar gerade sie nicht. Und genau dieses Echo war es, das ihr diesen stechenden Schmerz zufügte. Es war nur kurz, in dem Augenblick, in dem sie das Geschoss passierte, doch es war überdeutlich zu spüren. Und das Echo hallte in dem Schweif wider, den das Objekt hinter sich herzog...
    Es dauerte nur einen Augenblick, da hatte sich Shárynia wieder gefasst. Ihr erster Blick wanderte zu Thra'ell. Die Rinklinge schoss unaufhaltsam auf ihn zu, und er bemerkte sie nicht. Zwar kam sie von hinten, doch selbst er musste das Echo spüren, oder war er etwa zu konzentriert damit, sein neues Opfer zu vernichten, das er mittlerweile weit von sich weggedrängt hatte und mit einer Serie an silbernen Blitzen attackierte? Von seinen lästigen Beinfesseln hatte er sich mittlerweile befreit.
    Plötzlich schoss Thra'ell zur Seite. Ein zweiter Klingenreif flog auf ihn zu und verfehlte ihn nur knapp, doch noch immer hatte der Maskierte die Klinge, die sich ihm von hinten näherte, nicht bemerkt.
    Doch nun war es zu spät. Thra'ell schrie auf, als ihn die Klinge in die Schulter traf und ihm sauber den Arm abtrennte.
    Shárynia wusste nur zu gut, dass ihn diese Verletzung nicht lange beeinträchtigen würde, doch sie konnte sich Lebhaft vorstellen, welch einen grausamen Widerhall diese Wunde hinterließ. Thra'ell wäre für einige Augenblicke wie gelähmt und ließe sich wohl leicht überwältigen, doch die Situation war zu prekär, um nun leichtfertig einzugreifen. Ihren Angreifer hatte Shárynia bereits ermittelt - es war eine Kriegerin, die die Gruppe, der sie begegnet waren, begleitete.
    Tatsächlich? - Natürlich war es nicht so, wie es wirkte. Diese Frau strahlte zu viel Kraft aus, um sie als Kriegerin zu bezeichnen. Ihre Präsenz war nur schwer wahrzunehmen, Shárynia fragte sich, ob dies selbst einem erfahrenen Magier möglich gewesen wäre. Und dennoch konnte sie diese Präsenz deutlich spüren. Sie hatte etwas eigenartig Vertrautes an sich...
    Die Hände der blonden Frau wurden umspielt von bläulichen Lichtern, doch noch hielt sie sich zurück. Jetzt in den Kampf zu stürmen wäre Wahnsinn, zumal die andere Frau offenbar noch lange nicht fertig mit dem war, was sie beabsichtigte, was auch immer es sein mochte...
    Doch es konnte nie schaden, sich auf den nächsten Angriff vorzubereiten...


    Thra'ell schrie auf, laut fluchend, doch er hatte sich schnell wieder gefasst. Anstatt Blut quollen silbrige Nebelschwaden aus dem Armstumpf, ebenso wie aus dem abgetrennten Körperteil. Es daurte nbicht lange, da berührten sich die Nebel, der Arm wuchs wieder am Körper fest. Doch Thra'ell wirkte niedergeschlagen und matt - so matt, dass er nicht einmal bemerkt hatte, wie sich um ihn eine große Anzahl tanzender Sphären versammelt hatten, die allmählich immer wilder zu flackern begannen...


    //Edit: Ich schätze, Thra'ell hat Zrathor ungewollt das Leben gerattet, indem er ihn soweit auf Distanz gehalten hat, dass ihn die Klinge um Längen verfehlt hat.//
    Geändert von The Dark One (4.1.08 um 14:43 Uhr)

  12. #668
    Heavenly Wind
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    Kaum hatten beide Klingenreife Thra'ell passiert, einer als gewollte Ablenkung haarscharf vorbei, der andere wie ein Richtschwert durch seine Gestalt hindurch, änderten sie ihre Flugbahn, schwenkten und beschrieben eine weite, elliptische Bahn, die sie langsam aber sicher umkehren liess. Wenn sie das taten, würde Thra'ell sie bald erneut zu spüren bekommen. Er konnte den dafür verantwortlichen Angreifer aber nicht wirklich sehen, auch wenn er sich denken konnte, um wen es sich handelte, ja handeln mußte. Dass diese Ringklingen sehr gefährlich waren, hatte ihm sein Shi-Handan schon berichtet - nur mit dieser furchtbaren Durchschlagskraft der Waffen hatte er nicht gerechnet. Nun erst verstand er den Respekt, den der Dämon davor gehabt hatte. Er wünschte sich, seine Gegnerin direkt von Angesicht zu Angesicht zu treten, dann würde er schon erkennen, wie ihr beizukommen war. Doch alles, was er in dem Moment ausmachen konnte war eine mehrere Raumschritt große, wabernde Energiewand aus vielen kleinen, blauschwarzen Geschossen, Rauchschwaden und dunklem Nebel, die wie ein riesiges Netz auf ihn zuschoss und die Sicht auf Sashka verstellte. Es waren nur undeutliche Schemen von seiner Position aus zu sehen und was immer ihm da entgegen kam, konnten seine Sinne nicht gänzlich erfassen. Besonders einladend sah es jedenfalls nicht aus, eher wie eine todbringende Falle, die ihn für die nächste Attacke der Klingenreifen festsetzen sollte. Den Eindruck mußte er haben, nun wo er die von Geisterhand gelenkte Bewegung der einen Waffe noch aus dem Augenwinkel verfolgen konnte, wie sie in weitem Bogen langsam Kehrt machte, um ihr Werk zu vollenden... es sah geradezu infernalisch aus was da durch die Luft raste - es fegte an einigen der anderen dicht vorbei, ohne ihnen auch nur ein Haar zu krümmen.

  13. #669
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    Shinara rührte sich nicht mehr. Wie vor einiger Zeit noch im See schimmerten ihre Augen matt und leblos. Ihr Körper schien in der Luft zu hängen. Tot wirkende Augen starrten in den Himmel. Aus ihrem leicht geöffneten Mund lief ein wenig Speichel. Mara vermochte nicht zu erkennen, ob sie überhaupt atmete. Die Blitze zuckten immer noch um ihren Körper, ließen ihr Schwert jedoch unberührt. Die Elfe war längst nicht mehr bei Bewusstsein. Der Siegelschmuck, den sie trug, hatte ihr gerade so das Leben gerettet, indem er ihr Bewusstsein aus ihrem Körper geschleudert hatte, der nun wie tot in der Klaue des Zaubers schwebte. Shinara selbst war nun weniger als ein Geist, eine Existenz ohne Macht und der einzige Weg, der ihr blieb, um zu überleben, bis ihr Körper wieder freigegeben würde, war, sich einen anderen Körper zu nehmen. Der Blick der unsichtbaren Elfenfrau fiel auf Mara.

    Das Menschenmädchen schrie gellend auf, als sie eine rasende Hitzewelle durchfuhr und sie innerlich zu verbrennen schien. Sie warf sich auf den Rücken, wand sich, ihr Körper zitterte, als stünde er unter heftigen Stromschlägen, dann lag das Mädchen still. Als sie sich wieder erhob, wirkte sie anders, entschlossen. Sie starrte einige Sekunden ihre Hände an und dann Shinaras Körper. Die Augen des Mädchens namen das Rot von Shinaras Augen an. Die Elfe im Körper Maras lächelte matt. Sie hatte es gerade noch geschafft. Doch nun beschäftigte sie die Sorge um ihren Körper.

    //wer was zu meckern hat, der tut's

  14. #670
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    Zrathor, enttäuscht von seiner schwachen Leistung durch den Energieblitz, sah gerade wie mehrere silberne Blitze auf ihn zuschossen. Ein dunkles, zischendes Lachen drang aus ihm heraus, als er beide Hände hob, und sich ein dunkelviolett leuchtender Energieschild vor ihm aufbaute, der die Strahlen von ihm und Arindor weg durch Spiegelung in Bäume, Sträucher und in den Himmel und den Erdboden schiessen ließ.
    Is das alles? Meinte er nur knapp, dann formten seine Hände eine Kugel. Zwischen ihnen glomm ein kleiner, strahlendroter Ball auf. Die Lichtstrahlen drangen durch Zrathor's Finger, als der Ball wuchs, bis er die Größe von Zrathors Kopf erreichte. Doch die Kugel vergrößerte sich weiter, bis sie einen Radius besaß, der so lang wie Zrathor's Arm war. Sie reichte fast auf den Boden, und als Zrathor sie mit den Worten Verrecke! losschoss, schrammte sie auf diesem entlang und riss eine Schneise hinein, die vermuten ließ, das dort demnächst nichts grünes mehr wachsen würde.
    Für den gelähmt scheinenden Thra'ell standen die Chancen wirklich schlecht, dieser Attacke auszuweichen. Und wenn er das tat, dann wurde er mit Sicherheit von diesen fliegenden Klingen der Fremden Frau vernichtet...

  15. #671
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    //Vielleicht sollte ich dich daran erinnern, dass Thra'ell in seiner Machtfülle einem Ssarfey wie Xerthys nicht wesentlich nachsteht! ^^//


    Thra'ell fluchte, doch seine Wut galt weniger der Attacke Zrathors als dem Netz aus Energie, das auf ihn zuraste, und den beiden Klingenreifen, die ihre Bahn immer enger zogen. Wenn ihm etwas gefährlich werden konnte, dann war es diese Frau, die er noch immer nur schwach ausmachen konnte, die es aber zweifellos war, denn diese Klingenringe gehörten zu ihr, so viel war klar.
    Im nächsten Augenblick verblasste Thra'ells Gestalt, bis der Maskierte völlig verschwunden war, und Zrathors Attacke verfehlte ihr Ziel. Diese Aktion hatte ohnehin nicht dazu gedient, der Attacke des Schattenwesens auszuweichen, die vergleichsweise harmlos war, nein, viel mehr machte ihm das Energienetz Sorgen, denn er konnte sich lebhaft vorstellen, was es damit auf sich hatte.
    Die Attacke passierte die Stelle, an der er soeben noch gestanden hatte, und hinterließ ein Echo, das nichts Angenehmes verhieß. Obgleich Thra'ell damit rechnen musste, dass es nicht bei diesem Angriff bleiben würde, tauchten seine Konturen schnell wieder wie aus dem Nichts auf, nur einen Schritt vor Zrathor, dessen Größe zwar ebenfalls beeindruckend war, der ihm jedoch nur bis zu den Augen reichte.
    "Jetzt wollen wir mal sehen, wie lange du mir stanhältst!", zischte Thra'ell wütend, der sich von diesem Dämon nichts bieten lassen würde, packte diesen grob am Hals und blickte ihm tief und unbarmherzig in dessen leuchtend rote Augen. Das tiefe Blau, in dem seine eigenen Augen funkelten, wollte so gar nicht zu seiner unheilvollen Präsenz passen.
    In seiner Hand hielt der Maskierte mittlerweile seinen rot funkelnden Albenstein. Das Licht, das von ihm ausging, war intensiv wie sonst nur selten, man konnte die unerbittliche Kraft spüren, die von ihm ausging und sich auf den Besitzer übertrug. Doch Thra'ell war blieb trotz allem Wachsam. Die Präsenz der Klingen spürte er, nun, da er darauf achtete, umso deutlicher, und er würde sich bei jedem Anzeichen eines Angriffs sofort zurückziehen.
    Der Druck auf den Körper des Schattendämons wurde stärker und verheerender. Was auch immer Thra'ell tat, er würde tatsächlich nicht viel Zeit brauchen, um Zrathor zu brechen, den Dämon, der gemeint hatte, er könne sich ernsthaft mit ihm anlegen. Erst beseitigte man die kleineren Probleme, die einen nur ablenken würden, wenn es um das Wesentliche ging. Und daher hieß es, Zrathor schnellstmöglich auszuschalten, doch gegen derlei Kreaturen hatte er natürlich ebenfalls einen Zauber parat...


    Shárynia sah dem Schauspiel noch immer nur zu. Zu gerne würde sie selbst mitmischen, denn schließlich war es ihr Ziel, Thra'ell selbst das Handwerk zu legen. Leider blieb ihr jedoch nichts anderes übrig, als auf die Ferne dem Geschehen zu folgen, denn Thra'ell war auf die Ferne fast nicht beizukommen, sofern man darunter Verstand, ihm mit purer Zauberkraft, und sei sie noch so mächtig, entgegenzutreten. Offenbar dachten noch weitere Personen so, und diesen Personen war es sichtlich egal, ob sie mögliche Verbündete in Gefahr brachten. Sie kämpften daher aus näster Nähe, mehr oder weniger.
    Der Schutzdämon machte ihr da am wenigsten Sorgen, für viel gefährlicher hielt sie die Frau, die sie noch immer nur schemenhaft erkennen konnte. Es glich einem Wunder, dass sie es schaffte, sich ihren durchdringenden Blicken weitgehend zu entziehen.
    Diese Wartere war eine Tortur. Allmählich wurde es Shárynia schließlich zu bunt, gewinnen konnte nur der, der Wagnisse einging. Wie ein Blitz schoss sie, ihr Schwert gezogen, in den Gefahrenzirkel, zog Thra'ell, der offenbar nicht damit gerechnet hatte, dass sie so rasch wieder zu Kräften kam, das Schwert über den Rücken. Funken sprühten und ein grauenvolles Kreischen erklang, fast so, als hätte man einen Shi-Handan mit einer Eisenklinge attackiert.
    Thra'ell fauchte kurz und ließ im selben Augenblick von Zrathor ab, der jedoch sichtlich geschwächt war, dann zog er erneut sein Schwert und stürmte auf Shárynia zu. Offenbar hatte er auch nicht damit gerechnet, dass sie über einen so vollendeten Störzauber verfügte, der ihm eine Wunde beigebracht hatte, die bislang noch keine Anstalten machte, sich zu schließen...

  16. #672
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    Das Energienetz verfehlte sein Ziel, zog aber unbeirrt weiter... auf die Bäume am Rande der Lichtung zu... Sashka hatte die Kontrolle darüber in dem Moment fallen gelassen, als sie bemerkte, dass Thra'ell dem Angriff ausgewichen war. Nun raste es unkontrolliert in die Umgebung, verfing sich zwischen den Büschen und umwickelte mit gräßlichem Kreischen die Stämme zweier mächtiger Eichen. Wie aberhunderte Bolzen bohrten sich die Geschosse durch das Holz, wieder und wieder, während das Netz sich immer enger zusammenschnürte... schließlich verschwand es zwar in einer erschreckend geräuschlosen Explosion schwarzen Rauchs, hinterliess aber zwei vollkommen durchlöcherte Stämme, die bedrohlich hin und her wankten, so instabil wie sie nun waren.
    Sashka indes fixierte ihren Gegner. Aus ihrem Körper traten an mehreren Stellen dunkle Rauchschwaden, die sich rasend schnell wie Schlangen um ihre ganze Gestalt wanden, während die Klingenreifen zu ihr zurück kehrten. Sie fing sie aus der Luft, und das mit einer Leichtigkeit, als wären es Spielzeuge. Dabei bewegte sie sich wie eine Akrobatin und kaum hatte sie beide Waffen wieder in ihren Händen, stockte sie in der Bewegung. Sie holte ein einziges Mal tief Luft, wobei die Rauchschlangen schlagartig deutlicher wurden. Dafür wirkte Sashka selbst nun verschwommen, unscharf, wie der Welt entrückt.
    Schön. Spielen wir.
    Mit diesen Worten wirbelte sie herum, als würde sie ihre Klingenringe werfen, doch stattdessen bewegte sie sich selbst, wobei das nur zu erahnen war, denn alles was man von ihr sehen konnte, war ein undeutlicher Schatten, der sich binnen einer Sekunde fast direkt zu Thra'ell bewegte, dort zwei kurze Lichtbögen erkennen ließ, die dem Gegner von grellem Funkenregen begleitet tiefe Wunden beibrachten und schon war der Schatten wieder mehrere Meter von ihm entfernt zwischen den zerstörten Bäumen. Das ganze hatte nicht einmal drei Sekunden gedauert.
    Sashka wurde nun wieder deutlich sichtbar und das just dem Moment, in dem die Stämme der zwei Eichen nachgaben und die Bäume unter ihrem eigenen Gewicht in sich zusammenbrachen, direkt auf die Lichtung stürzend. Sashka betrachtete, wie sich das Resultat ihrer kleinen Attacke auszuwirken begann, denn das ganze war so schnell passiert, dass Thra'ell die Verletzungen erst jetzt überhaupt zu spüren begann. Sashkas Augen verengten sich, als sie bemerkte, wie sich der Schmerz in ihm aufstieg. Dabei holte sie erneut tief Luft, diesmal allerdings mehrmals, was entweder ein Indiz war, dass sie die eben ausgeführte Blitzattacke angestrengt hatte... oder dafür sprach, dass sie etwas noch anstrengenderes vorhatte. Nur konnte man aus ihrer Haltung nicht im mindesten ablesen, was das war. Nicht einmal, als die umstürzenden Bäume donnernd auf die Erde schlugen, zuckte sie zusammen. Der kalte schwarze Rauch, der zunächst ganz unmerklich zu Thra'ells Füssen aus dem Erdboden stieg, war allerdings ein deutliches Indiz - auch wenn man keine Energie fühlen konnte.

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