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Thema: Kapitel 11: Hinter den Schatten der Maske

  1. #641
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    Shyraska's Stimme weckte Arindors ohnmächtigen Geist. Immernoch eingeschlossen in einen inzwischen rostigen und knirschenden Eisenpanzer, versuchte er, sich zu bewegen. Beine... Keine Reaktion. Hände... Keine reaktion. Ein Gefangener seines eigenen Körpers... Doch dann spürte er, wie eine wohltuende Wärme von Shyraska und Shaskara ausging, die beide meditierend auf einem Stein saßen. Sie taute seine Gliedmaßen auf, wärmte seine Gedanken und gab ihm Kraft. Jene Kraft strapazierend bewegte er langsam den senkrecht gestreckten Arm, der eigentlich heruntergesunken wäre. Er hätte den Shi'Handan einfach in den Boden gerammt, hätte dieser ihn nicht fast komplett eingeforen...
    Er hob die Rechte vor die Augen. Ein merkwürdiges, schwaches, grünes leuchten überzog die klobige, eiserne Handfläche, und er spürte, das ein schwaches (Jedoch stärker werdendes) Energieband von den beiden Elfen ausging, die ihn aufgetaut hatten.

    Er sah den Shi'Handan, wie er langsam begann, sich wieder zu bewegen. Die optimale Chance bot sich ihm genau... JETZT!
    Er holte weit aus, drehte den metallenen Oberkörper zur Seite, um so viel Schwung wie möglich zu holen. Daraufhin schoss seine Hand nach vorn und schlug mit einer Kraft, die einen Berg um einen Meter nach hinten geschoben hätte, auf den Baum. Dieser hatte einer solchen Kraft nichts entgegenzusetzen und flog glatt abgerissen davon. Er riss auch andere Bäume mit (Mindestens 3 oder vier), die dann irgendwo im Wald zum erliegen kamen.

    //Oft kann Arindor sowas nicht durchziehen. Wenn er den Shi'handan jetzt nicht getroffen hat, dann wird er ihn auch nicht mehr treffen. Esseidenn, es ist ein SEHR schwerfälliger Shi'Handan^^

  2. #642
    Heavenly Wind
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    Sashka hielt ihre beiden Gegner nachwievor von den anderen fern. Die Kälte machte ihr scheinbar wenig aus, ebenso wie den Infizierten. Als die Frostaura dann verschwand, hatte es gleichsam keinen nennenswerten Einfluß auf die drei. Während sie einen ihrer Gegner mit den Schwertern auf Distanz hielt, liess sie den zweiten herankommen. Gerade wollte der zum Schlag ausholen, da drehte Sashka sich blitzschnell weg, duckte sich dabei und die Klinge des Angreifers zog über sie hinweg. Noch halb in der Drehbewegung verlagerte sie ihr Gewicht auf einen Fuß und hob den anderen an. Kaum hatte sie die Drehung vollendet, trat sie zu und traf ihren Gegner mit voller Wucht. Der flog in hohem Bogen durch die Luft als hätte er frontal Bekanntschaft mit einer Kriegsramme gemacht. Sashka hatten den Tritt offensichtlich magisch verstärkt. Der Zombie krachte gegen einen morschen Baum und landete damit direkt in der Flugbahn des Shi-Handan, den Arindor durch seine Aktion gerade eben umgeworfen hatte... was dann passierte, sah wirklich gräßlich aus.

    Der Körper des Mannes verformte sich abnormal, seine Glieder verbogen sich unter enormem Druck, ein grausliges Brüllen hallte durch den Wald. Das schwarze Blut wurde ihm buchstäblich aus den Adern gesaugt. Der Shi-Handan absorbierte seine Energie. Allerdings bekam ihm das nicht gut. Er heulte wütend auf, denn diese widernatürliche und verseuchte Lebenskraft war pures Gift, selbst für ihn. Man sah schwarze schlieren durch seine Gestalt laufen. Der Shi Handan hatte offenbar große Schmerzen und war für einen Moment von der Aktion gleichsam verwirrt, benommen und desorientiert.

    Inzwischen hatte sich Sashka wieder aufgerichtet, rammte dem anderen Mann ihre beiden Schwerter ruckartig quer durch den Brustkorb und scherte sie auseinander, was den Körper unter lautem Krachen in zwei Hälften spaltete. Sein öliges Blut spritzte dabei durch die Gegend, und traf auch sie. Allerdings schien ihr das nicht allzu viel auszumachen, auch wenn es wild dampfte und brodelte. Ein silberblauer Schimmer umspielte ihre Haut an der Stelle, wo das Blut sie getroffen hatte. Was immer es auch war, es schien sie wirksam vor den Folgen der Seuche zu schützen. Sie warf die beiden Schwerter fort und wischte das verseuchte Blut einfach mit bloßer Hand von ihrer Haut ab, auch dabei gab es bläuliche Blitze und Funken. Dann wandte sie sich dem röchelnden Kadaver zu. Wider Erwarten war der noch nicht tot, im Gegenteil, seine Hälften versuchten, sich wieder zu verbinden. Doch bevor sie zusammenwachsen konnten, streute Sashka ein silbriges Pulver darüber, was das Blut spontan in Brand setzte. Das gräsliche Kreischen, dass der Untote von sich gab, als ihn die kalten Flammen langsam aufzehrten, erinnerte einen unweigerlich an das Geschrei eines Ssarfey, auch wenn es doch bei weitem nicht eine so markerschütternde Wirkung hatte.

    Schließlich blickte Sashka in Richtung der anderen - hatten sie ihre Chance spontan genutzt, um den verwirrten Dämon anzugreifen und ihm weiter zuzusetzen?

  3. #643
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    Der Shi-Handan hatte Mühe, sich auf den Beinen zu halten, doch da war noch mehr: Der ganze Körper, wenn man die geisterhafte Hülle so nennen mochte, begann zu pulsieren, und das in ruckartigen, unregelmäßigen Stößen. Jedes Mal, wenn das passierte, stoben Funken in alle Richtungen und die Bestie schien sich kurzzeitig zu verkrampfen. Und jedes Mal schienen sich die Nebelschwaden dabei zu lichten, um stattdessen einen Körper aus Fleisch und Blut zu weichen. Offenbar hatten Arindor, Shyraska und Shaskara ganze Arbeit geleistet, der Zauber schien das empfindliche Gefüge, das den Yingiz in einen Körper gebannt hatte, schwer beschädigt zu haben.
    Der Geisterwolf dachte jedoch gar nicht ans Aufgeben. Jedes Mal, wenn sein Körper von einem dieser Krämpfe gepackt wurde, begannen seine Augen noch mordlustiger zu funkeln. Er brauchte neue Lebenskraft, sein Körper würde sterben, und dann wäre auch er hilflos...
    Die Bestie spannte sich, dann sprintete sie los, nahm Anlauf - und schoss genau auf Shyraska zu, auf den Elfling, der ihr schon genug Schaden Angerichtet hatte. Den wütenden Kiefern würde er nicht entgehen, seine Meditation hatte ihn nur allzu weit von der Realität entfernt...


    //Wenn Arindor jetzt gezielt zuschlägt, ist der Shi-Handan hinüber, die Albenkraft reicht noch. Jetzt ist der Dämon am gefährlichsten - und am verletzlichsten.//

  4. #644
    Heavenly Wind
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    //wenn nicht er, dann notfalls jemand anderes - btw. will Lanarys nichts machen? ^^

    Sashkas Blick verengte sich, als der Shi-Handan lossprintete. Ihre Hand griff hinter ihren Rücken und jeder wußte, was diese Geste bedeuten mußte. Sie würde ihren Klingenring werfen, die Waffe, die den Dämon schon einmal vertrieben hatte. Doch sie zögerte. Das allerdings nicht, weil sie fürchtete, das Ziel zu verfehlen - sie hatte schon demonstriert, wie präzise diese Mordwerkzeuge waren. Auch war es unwahrscheinlich, dass sie nicht das Risiko eingehen wollte, jemand anderes zu treffen - das war kaum möglich, dazu schien die Ringklinge viel zu genau ihrem Willen zu folgen. Es war wohl vielmehr so, dass sie den finalen Streich nicht ausführen wollte und nur darauf wartete, was die anderen taten. Das konnte lediglich den Grund haben, dass der wahre Gegner diese Situation vermutlich beobachtete und nur das erfahren sollte, was sie ihn wissen lassen wollte.

    //Die Frage ist, was die überlebenden Söldner danach noch machen wollen...Sashka ist ziemlich mißtrauisch aus gewissen Gründen.

  5. #645
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    //Meine Beschreibung hat übrigens net geheissen, das er den Futzie verfehlt hat. Was is aus den Fliegenden Bäumen geworden, und wie is das Vieh ausgewichen?^^

    Arindor stutze. Wie hatte der Shi-Handan DIESER Attacke ausweichen können? Er konnte sich gerade erst wieder bewegen, und sprang nun hinter Arindor auf Shyraska zu. Ein Gedanke genügte... Arindors Kraft verringerte sich langsam aber sicher, und durch diesen Zauber würde sie nur allzu stark verringert werden... Doch er musste es tun. Shyraska war ihm zu wichtig und ein zu vertrauter Freund, als das er ihn nun von diesem Vieh umgebracht sehen wollte. Der Gedanke, ein schnell gedachtes Sher'kor Tro'rrarg! Ließ sich ebenso schnell merken. Sein gesamter Körper beschleunigte auf einen Schlag. Der gewaltige Eisenkörper drehte sich schneller als der Wind um und schoss hinter dem Shi'Handan her. Bevor dieser Shyraska erreichte, flog die Faust des Eisengolems von der rechts heran, traf den Shi'Handan mit Wucht in die Seite und schleuderte ihn davon. Das MUSSTE ihn verletzt haben. Wenn nicht, dann würden Arindor die Ideen ausgehen, bevor er wirklich welche gehabt hatte...

  6. #646
    Heavenly Wind
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    Die Hand Sashkas ließ den Klingenreif wieder los, als sie sah, was Arindor getan hatte. Der Shi-Handan wurde erneut hart getroffen und dieses Mal taumelte die Kreatur benommen zur Seite, stürzte hin und zuckte wie unter einem heftigen Anfall. Sashka blickte einen der Söldner an.
    Du da! Schnell... rief sie ihm zu ...dein Schwert. Ramm es ihm ins Herz ehe er sich erholt!
    Doch der Mann zögerte, dem Befehl der ihm fremden Frau zu gehorchen. Natürlich hatte er keine Skrupel dieses Biest zur Hölle zu schicken, doch da gab es ein Problem. Wo war das Herz bei diesem widernatürlichen Ding, das keine feste Form zu haben schien.
    Sofort! herrschte sie ihn an.

  7. #647
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    Mara stützte ihre Herrin und näherte sich, so schnell sie konnte, auf deren Geheiß hin dem Shi-Handan. Shinara atmete schwer und Kältewölkchen stoben von ihrem Mund auf, obwohl es gar nicht so kalt war. Ihre sowieso schon blasse Haut schien noch blasser geworden zu sein, doch ihre Augen funkelten vor Entschlossenheit. Sie hielt immer noch das Menschenschwert in ihrer linken Hand. Sie löste sich, als sie nahe genug war, aus Maras Stütze, reichte ihrer Dienerin ihr schwarzes Schwert und packte mit zitternder Hand das Eisenschwert fester. Sie blieb über dem Gesiterwolf stehen und stieß die Klinge durch den Leib des Dämons, wieder und wieder. Ihre Augen schimmerten scheinbar vor... ja, vor Freude! Die Elfe schien sich zu freuen, diesem starken Gegner den Rest zu geben. Irgendwann würde sie schon das Herz treffen. Es schien sogar so, dass sie absichtlich eine Weile wie suchend zustach, um den Dämon leiden zu sehen. Doch schließlich und endlich versank die Klinge im Herzen der Bestie.

    //so.... schluss, aus, Ende... der Dämon hat genug genervt

  8. #648
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    Funken stoben, doch als die Klinge in die Brust der Bestie glitt, versiegte der Funkenregen. Aus hasserfüllten Augen blickte der Shi-Handan seinen Gegner an, dann begann er, sich wie Nebel aufzulösen und war schließlich verschwunden, als wäre nie etwas vorgefallen.
    Shinara war ihrem Kampfrausch verfallen und hatte offenbar nicht bemerkt, wie sehr sie die Schläge, Hiebe und Stiche ausgelaugt hatten. Der Sieg über den Shi-Handan hatte seinen Preis gekostet...


    Shyraska konnte es kaum glauben. Sein Zauber hatte offenbar ganze Arbeit geleistet, und Arindor hatte sich gut geschlagen. Zuletzt hatte er ihn sogar gerettet...
    Er war noch zu benommen von seiner Meditation, um klar denken zu können. Langsam richtete er sich auf, ihm war schwindelig. "Danke...", raunte er matt.


    --- in der Nähe ---

    Das konnte doch nicht wahr sein! Der Shi-Handan war besiegt worden, ohne dass diese Furie von Menschenfrau mitgewirkt hatte? Irgendetwas war dort vorgefallen, etwas, das ihm entgangen war. Die einfache Kombination aus unreinem Eisen und Albenmagie hätte niemals seinen Bann brechen können!
    Thra'ell-navár war wütend, das merkte man ihm an. Die Luft um ihn herum schien geladen, hochexplosiv. Nun, wenn er vorhatte, sich ein Bild der Lage zu machen, würde das jeder zu spüren bekommen, der sich in seiner Reichweite befand...
    Geändert von The Dark One (28.12.07 um 16:56 Uhr)

  9. #649
    Heavenly Wind
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    Sashka betrachtete die unwirkliche Szene doch mit gewisser Genugtuung, fast konnte man meinen, ein Lächeln würde sich auf ihren Lippen abzeichnen. Die Attacke war abgewehrt und die Angreifer vernichtet worden. Sie war in der Tat zufrieden mit diesem Resultat. Mehr noch, sie war sogar erfreut. Ein derart unerwarteter Ausgang konnte leicht eine ebenso unerwartete Reaktion provozieren.
    Nicht übel... schmunzelte sie, während sie sich umsah ...gar nicht übel.
    Sie hockte sich neben den von Shinara getöteten, vierten Verseuchten und benutzte auch bei seinen Überresten wieder ihr seltsames silbernes Pulver, dass den Körper sofort in Flammen aufgehen ließ. Das ganze passierte etwas abseits der anderen, die alle noch etwas fassungslos waren. Sashka betrachtete die Überlebenden dennoch mit wachsamen Augen, besonders die Söldner, die es nicht dahingerafft hatte.

  10. #650
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    "M..mein Schwert, Mara!" Fordernd streckte Shinara ihre Hand nach der schwarzen Waffe aus, die ihr die Dienerin mit Freuden aushändigte. Die Kälte, die dieser Klinge innewohnte, war dem Mädchen mehr als nur unheimlich. Shinara richtete die Spitze der Klinge auf ihr Herz und stieß sich das Schwert in den Körper, doch statt dass Blut floss, versank die Klinge einfach wieder in der Elfe und verschwand, als wäre sie nie da gewesen. Zitternd und schwer atmend, als wäre sie gerade eine Woche am Stück durchgerannt ohne stehen zu bleiben, sank die Elfe in das weiche Gras und war sofort eingeschlafen. Ihre Hand umklammerte immer noch das Eisenschwert, das den Dämon getötet hatte. Mara strich ihrer Herrin über das blutrote Haar und gönnte ihr die Ruhe von Herzen. Sie fragte sich zwar, wie sie Shinara hier wieder wegtragen sollte, aber im Moment gab es scheinbar noch ein paar Verletzte und/oder Erschöpfte mehr, die Ruhe bedurften.

  11. #651
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    Arindor verwandelte sich schweratmend zurück in einen Dunkelelfen. Um die Tarnung den Menschen gegenüber aufrechtzuerhalten, blieb ihm keine Kraft mehr. Gern geschehen... Du bist zu wichtig. Für uns... Für mich... Und für unsere Mission. Plötzlich fing er an, laut zu lachen, spuckte auf die Stelle, auf der der Shi'Handan als letztes gelegen hatte, und kippte völlig unerwartet hintenüber. Er war vor Schwäche bereits im Stand bewusstlos geworden. Als sein Kopf auf den Boden aufschlug, begünstigte dies nur das schnelle dahinschwinden von Arindor's Geist und Kräften. Er hatte die Bedrohung beseitigt, nur das zählte...

    Ich werde mich um ihn kümmern... Meinte Zrathor, der wieder aufgetaucht war. Er war auf geheiß seines Meisters dem Kampf ferngeblieben, damit Arindor seine Kräfte ausloten konnte. Es hatte beinahe zuweit geführt.
    Der Dämon hob den Dunkelelfen auf, als wäre er leicht wie eine Hand voll Stroh, und trug ihn ein wenig vom Kampfgeschehen weg, um ihn kurz darauf auf saubere Erde zu legen. Dann beugte er sich über ihn, und legte die Rechte auf Arindors Brust. Daraufhin begann er leise, dunkele Worte zu murmeln, bis Teile seiner Rüstung anfingen, zu Staub zu zerfallen und einen großen Ritualkreis um die beiden herum zu bilden. Die Löcher in seiner Rüstung schienen darauf durch eine undurchdringbare Dunkelheit abgeschirmt zu werden... Die Worte, die dem Kreis innewohnten, waren in einer Sprache geschrieben, die kaum jemand lesen konnte. Sie zogen sich vom Kreisrand langsam bis zu dessen Mitte, in dem
    sich Meister und Diener befanden...

  12. #652
    Heavenly Wind
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    {auf dem Weg nach Unterland}
    Na'Ralee hatte für einige Zeit geschlafen und angesichts der holperigen Strasse war das ein mittleres Wunder, doch sie hatte davor mehrere Tage kein Auge zugetan. Irgendwann hielt selbst die Finsternis, die stets in ihren Träumen auf sie lauerte, die junge Elfe nicht mehr davon ab, ihre Augen für eine kleine Weile auszuruhen. Ihrem geschundenen Verstand schenkte der Schlaf allerdings keine Erholung. Wie auch, ihre Träume führten sie an Orte, die sie noch nie gesehen hatte, zeigten Gesichter von Personen, die schon lange tot waren und Dinge, die sie gar nicht wissen wollte. Von all dem sah man nichts, sie sah so friedlich aus, wie sie zusammgerollt auf der Lastfläche des großen Fuhrwerks schlummerte und nur hin und wieder murmelte sie einige unverständliche Sachen, nur um dann wieder minutenlang zu schweigen. Khelad konnte nur dunkel erahnen, was sich wohl in ihrem Kopf abspielen mochte. Manchmal schnappte er ein bekanntes Wort auf, doch es ergab keinen Sinn für ihn. Dann aber sprach sie etwas, dass nach Zwergisch klang:
    Weisst du, wer ich bin? Sag mir... wer bin ich?
    Danach zuckte sie zusammen, wie unter den donnernden Schlägen eines Hammers, der mit voller Wucht auf einen Amboß krachte, so dass der Zwerg sich schon sorgte. Aber so schnell es gekommen war, verschwand es auch wieder und bald darauf schlug sie die Augen auf. Ihr Blick wirkte ein wenig verstört und der Welt entrückt. Dennoch schien sie bei Sinnen zu sein, sie deutete auf das kleine Bierfaß und den schweren Humpen, den der Zwerg zu seiner eigenen Verköstigung mitgenommen hatte.
    Ich könnte jetzt etwas davon vertragen... murmelte sie mit einem Blick, bei dem man unmöglich sagen konnte, ob sie das tatsächlich ernst meinte.

    {im Wald bei Austädt}
    Die Söldner kümmerten sich routiniert um ihre zum Teil schweren Verwundungen und danach um ihre gefallenen Kameraden. Offenbar war die Truppe schon längere Zeit zusammen und vom Fach, wenn man es so nennen wollte. Etwas aber war seltsam - Sashka, die normalerweise immer ruhig und gelassen war, wirkte, als würde sie auf etwas warten. Sie bewegte sich merklich unauffällig - so gut es jemandem wie ihr überhaupt möglich war unauffällig zu sein. Dabei musterte sie jeden der Anwesenden. Arindors Dämon schien sie dabei weniger zu stören, als die Söldner. Und deren Anführer, Sarok war sein Name, so hatten ihn seine Kameraden jedenfalls während des Kampfes gerufen, stellte sich schließlich aufrecht vor die Versammelten hin. Er war schon ein stattlicher Mann in seiner Rüstung.
    Also... begann er erstaunlich ruhig, nur um ein von einer Mischung aus Trauer, Wut und Verzweiflung getragenes ...was zur Hölle war das gerade? hinterher zu brüllen und seine starren Augen zeigten pure Mordlust. Verständlich, denn immerhin hatte er gerade einen Teil seiner Leute eingebüßt und fühlte sich von den Mitgliedern der Gruppe verraten. Schließlich hatten sie ihm eine Geschichte erzählt, die sich nach diesem Überfall nur als dreiste Lüge herausstellen konnte. Und dass die dämonische Kreatur, die den Tod seiner Kameraden zu verantworten hatte, ganz offensichtlich hinter denen her gewesen war, die nun vor ihm standen, hätte selbst ein blinder Idiot erkannt.
    Und ich rate Euch, mir kein weiteres Lügenmärchen aufzutischen oder, bei den neun Höllen, ich schick Euch in Fetzen dort hin, wo dieses gottverdammte Scheissvieh hergekommen ist.
    Die ausgesprochen schlechte Laune konnte man ihm nicht wirklich verübeln.

  13. #653
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    Es war Lanarys, die antwortete. Die ganze zeit über hatte sie sich im Hintergrund gehalten, denn irgendetwas hatte der Shi-Handan an sich gehabt, das ihr die Fähigkeit, in seiner Gegenwart klar zu denken, genommen hatte. Das hatte sie bereits bei ihrer ersten Konfrontation mit der Bestie deutlich gespürt.
    "Es hilft nichts...", begann die Waldelfe matt, "Wir werden verfolgt von diesem Dämon. Und nicht nur von ihm. Wollt Ihr die ganze Geschichte hören?"
    Ein Blick in das Gesicht des Söldnerhauptmannes verriet, dass er in dieser Hinsicht nicht mit sich reden ließ. Lanarys seufzte, dann fuhr sie fort: "Ihr wisst sicher von der Seuche, die sich hier in der Gegend rasend ausbreitet. Das Problem ist, dass noch weit mehr dahinter steckt. Jemand ist dafür verantwortlich, und weil wir offenbar etwas besitzen, das dieser Jemand in seine Gewalt bringen möchte, werden wir verfolgt. Dieser Jemand ist ein Devanthar..."
    Ein weiterer Blick genügte um zu erkennen, dass sich der Söldner damit noch immer nicht zufrieden gab. Sie würde wohl nicht drum herum kommen, ihm von den Albensteinen zu erzählen, das war sie ihnen schuldig - zumindest empfand sie so.
    Gerade, als Lanarys weitersprechen wollte, spürte sie eine eisige und lähmende Kälte, die ihren Köper ergriff. Es war dieselbe Kälte, die sie in Gegenwart des Shi-Handan gespürt hatte - nur intensiver. Konnte das sein?
    Panisch sah sich die Waldelfe um. Ein blick genügte, um ihr zu zeigen, dass es nicht nur ihr so erging. In den Augen des Söldnerhauptmannes erkannte sie ebenfalls Panik. Irgendetwas zehrte an ihrer aller Essenz.
    Nebel kam auf und nahm ihnen die Sicht. Doch als er sich langsam wieder legte, war eine weitere Gestalt unter ihnen aufgetaucht. Sie stand einfach vor ihnen, als hätte sie das schon immer getan, und blickte ihnen entgegen. All die Kälte schien von ihr auszugehen, sie schien alle Macht auf sich zu konzentrieren. Entsetzt bemerkte Lanarys, wie um die Gestalt herum das Gras, die Bäume und Die Büsche abstarben. Doch noch konnte sie nicht mehr erkennen.
    Erst langsam begann sich der Nebel weiter zu lichten. Nun konnte man Einzelheiten wahrnehmen. Die Gestalt war groß, sie trug eine dunkle Robe, die mit verschlungenen Linien verziert war, und ihr Gesicht war von einer Maske bedeckt, die matt silbern schimmerte.
    "Thra'ell!", zischte eine der Söldnerinnen wütend und ballte die Fäuste...


    //Um eines bitte ich euch: Haltet euch diesmal mit den Beiträgen zurück, ich werde nämlich eventuell erst morgen Nachmittag posten können und habe keinen Bock, später mit ansehen zu müssen, wie ihr bereits eine Situation geschaffen habt, aus der ich nicht mehr rauskomme. Ich will nur nicht, dass es so wird wie beim letzten Mal, dass sich die Geschichte in eine Richtung entwickelt hat, die sich als Einbahnstraße erweist, so dass ich nur noch zusehen kann, was passiert, ohne aktiv Einfluss auf meine Charaktere zu nehmen.
    Ihr könnt und sollt natürlich schreiben, doch wartet bitte auch in gewissem Maße auf mich! //
    Geändert von The Dark One (30.12.07 um 18:31 Uhr)

  14. #654
    Heavenly Wind
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    //werd's versuchen -> notfalls kann ich den Thread ja zwangsversiegeln

    Sashka hatte sich von den anderen zurückgezogen. So stand sie nun etwas abseits der Szene zwischen zwei alten, großen Bäumen - kaum dass sie die seltsame Energie spürte, zogen sich schwarze Schatten um ihren Körper. Es dauerte nicht mal einen Atemzug, da war ihre Gestalt kaum noch zwischen den Blättern auszumachen, und bald darauf war sie völlig verschwunden. Genau darauf hatte sie gewartet, darauf, dass der Gegner seinen Zug machen würde. Nun endlich hatte sie die Gelegenheit, ihn selbst zu studieren, seine Methoden und seine Fähigkeiten. Doch ihr Blick fiel zunächst auf die Söldnerin, die den ungebetenen Gast mit Namen angesprochen hatte...
    Familientreffen? dachte sie bei sich, als sie die Frau genauer musterte. Sie hatte die Hand bereits an einen der Klingenreife gelegt und diesmal zog sie ihn tatsächlich. Die Schneide der Waffe glimmte düster während sie in Sashkas Hand lag, fast so, als würde sie um ihren baldigen Eisatz wissen und ihn mit Spannung und Freude herbeisehnen. So bewegte Sashka sich langsam in eine bessere Position von der aus sie alle im Blick hatte - noch wollte sie nicht handeln, nicht bevor die verworrene Lage klarer geworden war.

  15. #655
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    Die plötzlich eintretende Kälte schien seltsamerweise die Lebensgeister der rothaarigen Elfe zu wecken. Sie schlug unvermittelt die Augen auf und erhob sich. Ihr sollte, ihrer zerrissenen Kleidung nach zu urteilen, sehr kalt sein, doch sie stand ruhig da, wohl wissend, dass das Schwert in ihrem Inneren die unirdische Kälte absorbierte. Sie starrte den Neuankömmling unverwandt an und lächelte innerlich. Sie war zwar lange nicht bei voller Kraft, aber einem kleinen Scharmützel war die kampfeslustige Frau nicht abgeneigt. Im Gegenteil....

  16. #656
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    "Dass man dich auch mal wieder trifft, Shárynia, das hätte ich nicht erwartet."
    Die Stimme des Maskierten war emotionslos, eisig und unnatürlich tief.
    "Lass mich raten: Du bist wegen mir hier."
    "Worauf du deine Maske verwetten kannst!", zischte Mervana, oder sollte man die Söldnerin besser Shárynia nennen? So hatte sie zumindest der Maskierte angeredet und es drängte sich der Verdacht auf, dass er damit voll ins Schwarze getroffen hatte. Was hatte das nur zu bedeuten?
    "Schön, dass wir uns mal wieder begegnen!"
    Die Stimme des Devanthar hatte nun einen eindeutig gehässigen Tonfall angenommen, "Es war zu erwarten, auch wenn ich jetzt nicht damit gerechnet hätte."
    "Spar dir die Worte, Thra'ell, du weißt, weshalb ich hier bin. Du bist in deinem Machthunger diesmal eideutig zu weit gegangen!"
    Die blonde Frau ballte die Fäuste, ihre blauen Augen blitzten wütend auf. Spätestens jetzt hatte jeder gemerkt, dass das Aufeinandertreffen der beiden keineswegs einen angenehmen Verlauf nehmen würde...
    "Meinst du, du kannst mich jetzt noch aufhalten? Du ahnst gar nicht, was seit unserer letzten Begegnung alles geschehen ist!"
    "Komm nur her!", zischte besagte Shárynia provizierend, ihre Augen glänzten nur vor Kampfeslust, "Du wirst dich wundern!"
    "Das wollen wir doch mal sehen!", entgegnete Thra'ell-navár mit einem ebenfalls provokanten Unterton. Er schien die offensichtliche Aufforderung zum Kampf ebenfalls mit Freuden anzunehmen...
    Plötzlich riss etwas an der Essenz jedes einzelnen, der das Vergnügen hatte, dieser Szenerie beizuwohnen. Auch die blonde Frau schien kurzzeitig davon überwältigt zu sein, fasste sich jedoch schnell wieder und zischte einige unverständliche Worte. Ein violettes Schimmern umgab nun jede einzelne Person, offensichtlich schirmte sie vor dem Angriff ab. Er hatte sich angefühlt wie die Präsenz des Shi-Handan, nur noch viel deutlicher.
    "Du mochtest schon immer große Auftritte, um darüber hinwegzutäuschen, dass es dir immer an einigen Dingen mangelte!"
    Der Maskierte ging auf diese Provokation nicht ein. "Alles hat sich geändert", entgegnete er kalt, "Überschätze dich nicht!"
    Der Maskierte riss seinen Arm nach vorne und stieß jener Shárynia ein Sphähre silbrig schimmernder Energie entgegen. Die Frau wich aus, die Sphäre wurde aus ihrer Bahn gelenkt und prallte gegen den Boden. Das Ergebnis war verheerend: In Sekundenbruchteilen wurde jede Person in der Nähe von einem Schwall eisiger, lähmender Kälte ergriffen. Der Boden riss auf, in einem Umkreis von mindestens zwanzig Metern war er völlig erstarrt. Wer sich zu diesem Zeitpunkt noch in der unmittelbaren Nähe der beiden befunden hatte, der hatte sicher eine noch grauenvollere Dosis der Kälte abbekommen...
    Dennoch schien es der Frau wenig auszumachen. Sie wirkte zwar ein wenig matt, doch sie dachte offenbar nicht ans aufgeben. "Du wolltest es ja so!", zischte sie wütend, riss ihre Arme hervor und schleuderte ihrem Gegner ein wahres Gewitter an bläulich schimmernden Blitzen entgegen...


    //Fortsetzung folgt.
    Btw.: Ich weiß, noch ein Name, der mit "Sh" beginnt! //

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