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Thema: Kapitel 11: Hinter den Schatten der Maske

  1. #561
    Mehr Schlecht als Recht Benutzerbild von Zelles
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    Die Waldratte blinzelte. Alles war so schnell geschehen. Erst hatte Talmakira Lucis erstochen und wurde daraufhin von Timdor beschuldigt, ebenfalls ein Devanthar zu sein. Dies ließ sich nicht ausschließen, und so wuchs das Misstrauen gegenüber der Fremden, die so offensichtlich versuchte, die Gruppe in eine Falle zu locken... Er würde wachsam sein. Würde ein falsches Wort fallen, oder würde sie auch nur versuchen, den anderen etwas anzutun, würde er sie zermalmen... Die wenigen zweifelhaften Argumente, die Talmakira zu ihrer Verteidigung vorzubringen hatte, waren weniger als hilfreich in einer solchen Situation. Schließlich befahl sie anscheinend einem wütenden Magier, seinen Stab niederzulegen (Was mehr als nur Verrücktheit offenbahrte.)

    Die andere Waldratte zuckte immernoch. So biss Arindor in deren Schwanz und zog sie weg, offensichtlich, um sie zu fressen. Von irgendetwas musste er schließlich auch leben...

    //Uuuh, tierische Instinkte^^

  2. #562
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    Timdors Augen flackerten kurz zur wiedererwachten Sashkara, bohrten sich aber sofort wieder in Talmakiras.

    Es mag sein, das er wirklich verschwunden ist. Ich kann es nicht nachprüfen und wüsste auch von keinem in der Gruppe der zu so etwas in der Lage ist. Warum habt ihr ihn nicht sofort bloßgestellt frage ich mich? Ihr lasst uns, wohlbemerkt über Nacht, in der Obhut eines Täuschers, der uns in eine Falle locken will? Ihr müsst euch ja recht sicher vor ihm gefüht, oder auf einen Moment gewartet haben, der euch, wie jetzt, als Retterin dastehen lässt, um unser Vertrauen zu gewinnen. Timdor ließ ein kurzes Lachen ertönen und packte seinen Stab fester. Ihr denkt euch lieber bessere Ausreden aus, den ich kaufe euch nicht ab was ihr mir da anbietet.

  3. #563
    Heavenly Wind
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    Sashkas Blick verengte sich, nun starrte sie die Frau unverhohlen an. Blicke wie eisige Klingen. Man konnte es nur einen Augenblick erkennen, das orange Glühen in ihren Augen, dann flaute es ab.
    Er hat ganz recht. Eine schöne Geschichte - und allzu praktisch, da wir sie nicht überprüfen können. Ich glaube von all dem nur, dass der da tot ist. Na'Ralee sagte, dass er sterben würde, noch ehe ich mein Ziel erreiche. Das ist eingetreten. Sehr bedauerlich, dass sie nicht hier ist, um die Lügen von der Wahrheit zu trennen...
    Der zynische Unterton in ihrer Stimme war nicht zu überhören - fast schien es so, als würde sie die Meinung Na'Ralees für ihre Einschätzung gar nicht wirklich benötigen. Wußte sie am Ende etwas über die Fremde, was sie den anderen bis dato verschwiegen hatte? Oder konnte Sashka sogar selbst in den Gedanken anderer lesen? Es wäre eine Erklärung dafür gewesen, wie sie es in Grindlingen geschafft hatte, zu Na'Ralee durchzudringen und sie zu beruhigen. Die Antwort darauf war in jedem Fall ein Problem.

  4. #564
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    "Nun gut. Habt ihr jemals davon gehört, dass man seine Ziele genau untersuchen sollte, ehe man überstürzt handel? Ich habe Lucis auch in der Nacht keinen Moment lang aus den Augen gelassen. Schließlich sollte er ganz sicher sein, uns in eine Falle locken zu können, damit sein Meister umso mehr überrascht daüber ist, was soeben passiert ist. Ich werde mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, ich werde handeln."
    Talmakira machte eine Pause und sah jedes einzelne Gruppenmitglied erwartungsvoll an.
    "Was werdet ihr nun tun? Werdet ihr mich töten, oder werdet ihr euch damit begnügen, mich davonzujagen? Glaubt mir, es wird euer Leben nicht leichter Machen. Lucis, oder genauer genommen Tániak-tal Víanah, war nur ein unbedeutender Köder. Schon vor dem Augenblick, da er eure Spur aufgenommen hat, habt ihr euch tiefer in diese Angelegenheit verstrickt, als euch lieb ist. Was glaubt ihr denn, welche Rolle der Shi-Handan übernommen hat? Euer Gegner wird euch weiter verfolgen, bis er euch eingeholt hat. Und dann kann ich für nichts garantieren. Ich bin gewillt, euch alles zu erzählen, von dem ich weiß, dass es für euch von Belang ist, doch dazu müsst ihr mir auch zuhören."
    Talmakira war ruhig geblieben, auch wenn ihr Ablenkungsmanöver offenbar fehlgeschlagen war. Auch ihr war sicherlich aufgefallen, welche abschirmende Präsenz von Sashka ausging, und nun war sie offenbar bereit, die Wahrheit zu sagen. Oder war alles zuvor nur ein Spiel gewesen, um sie zu testen? Shyraska ahnte bereits, dass Talmakira eine Vorliebe dafür hatte....
    Geändert von The Dark One (20.11.07 um 16:11 Uhr)

  5. #565
    Heavenly Wind
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    Sashka lächelte, während sie ihr Gegenüber musterte.

    Die größte Schwierigkeit beim Katz-und-Maus-Spiel ist, zu wissen wer die Katze ist, meine Liebe. Je eher wir auf den Meister dieser Mißgeburt treffen, desto besser. Von daher wäre ich überaus interessiert gewesen, die Falle zu sehen, die man extra für uns aufgestellt hatte. Bedauerlich, dass mir diese Gelegenheit meinen Widersacher zu studieren, entgangen ist. Sie es wie es ist, ich gebe dir noch eine Gelegenheit, uns die Wahrheit zu erzählen. Ich rate dir, sie zu nutzen. Sei nicht so töricht zu denken, dass hier wäre nur ein Spiel und ich wüßte nicht, wer mitspielt. Sei versichert, ich habe meine Methoden, um aus dir herauszubekommen, was ich wissen will.

    Was sie genau mit ihren Worten meinte, ließ Sashka offen, allerdings zog sie im Verlauf ihrer wenigen Worte einen der beiden Klingenreifen hinter ihrem Rücken hervor. Die gefährliche Waffe vibrierte in ihrer Hand, was ein deutliches Zeichen dafür war, dass sie es trotz des milden Lächeln todernst meinte.

  6. #566
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    "Daran zweifle ich nicht", entgegnete Talmakira lächelnd. Der Anblick der ringförmigen Klinge schien sie nicht im Geringsten zu beunruhigen.
    "Angefangen hat es, als ihr dem Shi-Handan begegnet seid. Was glaubt ihr, dass euer Gegner von euch will?"
    Forschend wanderte ihr Blick zu Shyraska und Shaskara. Der Elf wusste bereits, was das zu bedeuten hatte.
    "Ganz recht, ihn interessieren eure Albensteine. Glaubt ja nicht, dass mir entgangen ist, was ihr da mit euch herumtragt", fuhr Talmakira fort. "Der Shi-Handan hat es herausgefunden, seine Aufgabe bestand nun darin, euren Schwachpunkt ausfindig zu machen. Dieser Schwachpunkt hatte einen Namen: Lucis Aganor. Warum auch immer ihr ihn gesucht habt, er hat es sich zunutze gemacht und seinen Spion zu euch geschickt. Ihr seid ihm auf den Leim gegangen."
    Talmakira machte eine kurze Pause, dann fuhr sie fort: "Das Lager in Austädt war natürlich eine Falle. Niemand, der klaren Verstandes ist, würde versuchen, in ein Lager, in dem es möglicherweise vor Devanthar wimmelt, einzudringen. Ich habe so getan, als würde ich das übersehen, um den Verräter in trügerische Sicherheit zu wiegeln. Offenbar war er nicht sehr fähig, wenn er davon nicht viel mitbekommen hat. Alles, was ich getan habe, diente dazu, meine Gegner aus dem Versteck zu locken. Vor dem Lager hätte man uns nämlich abgefangen und uns in einen Kampf verwickelt. Ich schätze, der Shi-Handan wartet ebenfalls auf uns. Diese Bestie ist eine Perversion der Macht ihres Meisters, eines Wesens, das sich mir einfach nicht in seiner ganzen Gestalt erschließen will. Er stellt mich vor ein Rätsel, und ich habe ihn gehofft, ihn so aus seinem Versteck locken zu können."

    Shyraska stutze. Was Talmakira da erzählte, bedeutete nichts anderes, dass sie die Gruppe als Köder hatte einsetzen wollen. Sein Gefühl verriet ihm zwar noch immer, dass sie ihnen nichts Böses wollte, doch allein die Tatsache, dass sie so offen darüber sprach, ließ ihn nur staunen. War ihr nicht klar, dass sie schon mit dem Rücken an der Wand stand, oder hatte sie noch ein As im Ärmel? Immerhin musste ihr doch klar sein, wie sehr man ihr misstraute.
    Andererseits sprach sie zumindest offen und direkt darüber. Warum nur? Jedenfalls schien sie nun die Wahrheit zu sagen, auch wenn das schmerzhafte Folgen für sie haben könnte. Doch vielleicht war sie auch eine zu wichtige Informationsquelle. Sie schien ihrere Gegner gut zu kennen. War das ihr Schild?

    "Wollt ihr noch mehr wissen? Sicherlich interessiert euch, was ich über den Meister des Shi-Handan weiß. Er ist immerhin unser gemeinsamer Gegner, und ich hatte nicht vor, euch einfach ihm auszuliefern", fuhr die Frau ungerührt fort.


    //Ich seh schon, es liegt mir weder im realen Leben, noch im RPG, mich zu verstellen. Ich werde in Zukunft wieder auf mich selbst vertrauen und weitere Verstrickungen zu vermeiden. Ich stell mich einfach zu ungeschickt dafür an! xD//
    Geändert von The Dark One (20.11.07 um 17:43 Uhr)

  7. #567
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    Arindor schnaubte. Egal, was die Frau sagen würde... Für ihn wäre sie immernoch die selbe Verrückte wie aus dem Dorf. Nichts, was sie sagte, war wirklich bewiesen und damit konnte es immernoch alles eine einzige große Lüge sein. Er würde ihr nicht vertrauen, bis sie nicht etwas hervorbrachte, das sie aus diesem Verdacht erlöste. Er wich etwas weiter ins Laub zurück und verstärkte seinen Zauber, der verhinderte, das ihn jemand spürte, noch weiter. Wenn diese Frau ein Devanthar war, so hatte sie längst gespürt, das er noch in der Nähe war. Nun aber dürfte sie ihn nicht mehr entdecken. Dafür war dieser Zauber inzwischen ganz schön Kräftezehrend...

  8. #568
    Heavenly Wind
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    Sashka wirkte gelangweilt Erzähle mir etwas, dass ich noch nicht weiss lautete ihre knappe Antwort, während sie zu der Leiche des Devanthar ging. Dann zog sie ein Fläschchen mit einer seltsamen rostroten, blutähnlichen Substanz hervor, goß es über dem Kadaver aus und sah genüßlich zu, wie sich die Reste binnen einer halben Minute in eine stinkende, amorphe Masse verwandelten, von der am Ende nur Asche übrig blieb. Dann drehte sie sich um, und noch ehe jemand reagieren konnte, hatte Talmakira den Klingenreif direkt an der Kehle. Es war, als hätte Sashka sich wie im Zeitraffer bewegt, man konnte die Drehung nicht einmal richtig wahrnehmen, es schien fast so, als hätte sie zwei Körperposition zur gleichen Zeit eingenommen.
    Ich fürchte die Devanthar nicht. Und den Shi-Handan auch nicht. Du hast mich durch dein Eingreifen um meine Beute gebracht und ich hoffe für dich, mein Kind, dass du mehr anzubieten hast, als das bisher Gesagte.
    Der Klingenreif saß direkt an Talmakiras Kehle, und trotz der Geschwindigkeit mit der er dorthin gelangt war, hatte Sashka sie nicht verletzt, obwohl es ihr sehr leicht möglich gewesen wäre, die Frau zu enthaupten. Es war deutlich zu sehen, dass Sashka unzufrieden war, sogar höchst unzufrieden und was eine schlecht gelaunte Sashka anrichten konnte, hatte Lanarys schon in Tylenia vorgeführt bekommen. Wider erwartend ließ Sashka die Ringklinge dann ganz langsam sinken. Bei der Geschwindigkeit, mit der sie sich scheinbar blitzartig bewegen konnte, hieß das aber keinesfalls, dass sich Talmakira damit außer Gefahr befand. Selbst als Sashka sich wortlos abwandte, um sich einige Meter von ihr zu entfernen, so dass sie in der Nähe von Timdor stehen blieb und ihm sichtlich anerkennend zunickte, während der Magier noch immer den Stab drohend in Richtung der Fremden erhoben hatte.

  9. #569
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    Talmakira hatte sich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen, zumindest merkte man ihr nichts an, das Zweifel daran erweckt hätte. Ihr Lächeln war nicht verflogen, doch darin lag nun mehr als nur ein Hauch von zynischer Kälte, als sie antwortete: "Deine Beute ist auch meine Beute. Sag mir, woher ich wissen soll, was du bereits weißt. Verrate mir, was du bereits herausgefunden hast, damit uns eine weitere Eskalation erspart bleibt."
    Die Frau verschränkte die Arme vor der Brust und ging demonstrativ einen Schritt auf Sashka zu. "Ich werde dir wohl nichts Neues erzählen, wenn ich dir berichte, das der Qesh Avv'Aath dahintersteckt, eine fanatische Sekte, die nur nach dem Prinzip handelt, das da sagt: Folge mir oder stirb. Diese Sekte ist wie eine Seuche, und natürlich geht das Unheil, das Erzelingen ausgelöscht hat, auf dieselbe zurück. Man muss das Übel an seiner Wurzel ausmerzen, und über Thra'ell-navár, das Oberhaupt des Qesh Avv'Aath, weißt du sicher noch nicht viel. Er ist es, den ich suche, den ich vernichten will."

  10. #570
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    // von TDO geninjaed, passt aber immernoch einigermaßen ^^

    Es gibt schrecklichere Dinge als Shi-Handan zwischen Himmel und Erde. Timdors Blick wurde einige Herzschläge glasig und unfokussiert, als würde er etwas in weiter Ferne betrachten. Viel schlimmer...

    Er bemerkte Sashkas Geste und richtete erneut seine ganze Aufmerksamkeit auf Talmakira. Sie wirkte immernoch gelassen, trotz Sashkas beeindruckendem Manöver. Und langsam war er es Leid hier herumzustehen und sich mit einer fremden zu streiten, die gerade selbst zugegeben hatte sie alle unwissend in eine Falle tappen zu lassen.

    Ein Vorschlag zur Güte. Ihr erzählt uns was ihr über diesen Meister wisst und warum ihr so versessen darauf seid ihn zur Strecke zu bringen, dass ihr unser aller Leben in einem Hinterhalt aufs Spiel setzt. Im Gegenzug werde ich in Erwägung ziehen, euch nicht für euren geplanten Verrat in kleinen Fetzen von hier bis nach Erzelingen zu verteilen.

    Die Spitze des immernoch auf Talmakira gerichteten Stabs glühte bedrohlich auf. Timdor hatte natürlich nicht wirklich vor eine nennenswerte Menge seiner magischen Macht einzusetzen, wenn ein Shi-Handan in der Nähe lauern könnte. Aber ein so kleiner Trick sollte eigentlich nicht weiter zu spüren, als zu sehen sein.

    Redet ihr freiwillig? Oder... Auf seinen Zügen zeigte sich ein vollkommen humorfreies lächeln ...muss ich anfangen bis 3 zu zählen?
    Geändert von Murdog (20.11.07 um 20:17 Uhr)

  11. #571
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    "Was dann?"
    Talmakira ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und blickte Timdor herausfordernd an. Das Glühen an dessen Stab erlosch im selben Augenblick.
    "Weißt du, ich rede lieber ohne Druck. Sieh es als Entgegenkommen, dass ich überhaupt bereit bin, euch alles zu erzählen. Ihr habt euren Nutzen bereits für mich erfüllt, indem ihr den Devanthar, der Lucis Gestalt angenommen hatte, auf euch aufmerksam gemacht habt. Für mehr brauchte ich euch nicht, ich könnte nun genauso gut auf Nimmerwiedersehen verschwinden, glaub es mir. Doch wir können ebenso völlig frei miteinander reden."
    Talmakiras Lächeln war mittlerweile einem ernsten Gesichtsausdruck gewichen.
    "Thra'ell interessiert euch also. Nun, er war einmal ein Devanthar, heute ist er viel mehr, und doch weit weniger. Er ist zu etwas geworden, das ich nicht genau beschreiben kann. Sein Machthunger hat ihn stets geblendet, er ist zu allem bereit, wenn es darum geht, noch mächtiger zu werden. Dafür hat er sogar seine Seele verkauft. Unter den Devanthar erzählt man sich nämlich die Geschichte des Ri'alvas, eines Silberblutes, das sich mit den Ssarfey messen wollte. Ri'alvas war mächtig, und so tötete er Thírua, eine reinblütige Obere, durch überlegene Macht und eine niederträchtige List. Thírua, die Fürstin des Verrats, verfluchte ihn darauf und binnen weniger Tage starb der mächtige Devanthar eines qualvollen Todes. Sein Hass brannte sich in seine Überreste ein, so auch in seine Maske. Sein Geist strebt noch heute nach Vollendung seines Werkes. Thra'ell hat seine Maske gefunden. Ihr könnt euch ausrechnen, was er nun plant, und dass seine Macht enorm ist.
    Doch das allein ist es nicht. All sein Streben richtet sich danach, seine Macht zu mehren, sein Tun verfolgt kein anderes Ziel. Seine Sekte hat er nicht nur aufgebaut, um Kontrolle zu erlangen, nein. Er sinnt nach jedem Lebenslicht, er würde der ganzen Welt am liebsten das Leben entreißen, wenn er es bräuchte, um stark genug zu werden. Denn obgleich er einst ein Devanthar war, hat er grauenvolle Pakte geschlossen und Dämonen in sich gefesselt, um sie für seine Ziele zu nutzen. Es ist ein klares Ziel, die Vollendung des Planes, den Ri'alvas einst ersonnen hat, doch der Weg dorthin ist mit unzähligen Leben gepflastert, die er opfern muss, um die Ssarfey zu vernichten und somit alle Konkurrenten auszuschalten. Es geht ihm nicht um Herrschaft, die Maske hat ihn geblendet, Ri'alvas will durch ihn seinen Zorn die ganze Welt spüren lassen, bis seine einstigen Peiniger restlos vernichtet sind.
    Er bedroht jedes Wesen, das atmet, das lebt, und so ist er eine Gefahr, die jeden von uns betrifft. Was wollt ihr noch wissen? Seine Existenz duldet keine weiteren Existenzen neben ihm, was das angeht, so sitzen wir alle im selben Boot."
    Geändert von The Dark One (20.11.07 um 21:19 Uhr)

  12. #572
    Heavenly Wind
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    Sashka betrachtete Talmakira. Ihr Gesicht verriet nicht, was sie dachte, es war beinahe versteinert, kein Zeichen von Leben darin und ihre Augen wirkten völlig kalt. Als wäre sie gerade ganz woanders. Es war klar, dass sie entweder darüber nachdachte, Talmakira kurzerhand zu töten und die Suche selbst wieder aufzunehmen, oder dass sie gerade dabei war, zu überprüfen, ob die Frau die Wahrheit sagte.
    Qesh Avv'Aath... dreifach verfluchter Unrat. Devanthar, man sollte Euch alle... murmelte sie, stockte aber, als der Glanz ganz plötzlich in ihre Augen zurückkehrte, als wäre nichts gewesen. Stattdessen legte sie Timdor die Hand auf die Schulter des Arms, in dessen Hand er den Stab hielt, etwa in dem Moment, da Talmakira ihre Ausführungen beendet hatte. Der Zauberer fühlte eine seltsame Kraft wirken, von der er nur ahnte, aber nicht sagen konnte, woher sie stammte. Nur dass sie gewaltig war und was immer seine Energie vorher blockierte, würde ihn nun nicht mehr hindern.
    Weiter...
    Mehr sagte sie nicht, es war aber klar, dass sie noch immer nicht vollkommen zufrieden mit den Informationen war, die sie erhalten hatte. Timdor wiederum konnte sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Sashka sich sehr zurückhielt, bei dem was sie da gerade mit ihm tat und das erzeugte unweigerlich ein mehr als ungutes aber auch seltsam beruhigendes Gefühl.

  13. #573
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    "Also gut", begann die Frau aufs Neue, "Thra'ells Macht ist gewaltig, doch er versteckt sich in den Schatten. Seine Präsenz lässt sich nicht erkennen und blieb bislang auch mir verborgen- Glücklicherweise gilt dasselbe auch umgekehrt."
    Talmakira seufzte. "Darum musss ihn ihn aus seinem Versteck locken, und dazu brauche ich Köder. Die Albensteine bieten sich dazu bestens an. Er besitzt bereits einen, doch seine Macht hat er bereits fast verzehrt. Zwei weitere Exemplare und er wird in der Lage sein, selbst Xerthys oder Sivarnak zu vernichten.
    Neben seinem Albenstein, der Flammenträne, speist er seine Macht natürlich auch aus der Maske und aus der ganzen Welt. Wo er sich auch immer gerade befindet, saugt er alle Macht an sich, doch selbst diese Verzerrung ist nur schwer zu erkennen. Die Macht, die ihn dazu befähigt, ist der Yingiz, den er in sich gebannt hat und der nach immer mehr Macht strebt. In seiner Nähe stirbt alles Leben, das es wert ist, seine Macht zu mehren.
    Alles zieht er auf sich, und dennoch ist die Spur des Dämons nur schwer zu verfolgen. Vielleicht liegt es daran, dass er durch das nichts wandelt, er ist dazu durchaus befähigt. Der momentane Zustand der Albenpfade kann seine Spuren gut verwischen."

  14. #574
    Heavenly Wind
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    Sashka zuckte nicht einmal mit der Wimper bei diesen Worten.
    Wenn er tatsächlich vorhat, Xerthys und Sivarnak zu vernichten, frage ich mich ernsthaft, ob man ihn davon abhalten sollte... kommentierte sie Talmakiras Worte abfällig... es war allerdings nicht ganz klar, ob ihr Mißfallen den Ausführungen der Frau, der Frau selbst, ihrem Gegner oder den just erwähnten Todesengeln galt.
    Wie auch immer, wenn all das stimmt, was du hier sagst... woher hast du deine Informationen? Wenn er wirklich so versteckt und unauffindbar ist - und das ist er ja offensichtlich - warum sollte dann ausgerechnet eine Aussenstehende in diese Pläne und seine Möglichkeiten derart gut eingeweiht sein?
    Der Argwohn in Sashkas Stimme war unüberhörbar und sie hatte auch wirklich allen Grund dazu. Denn noch immer konnte all dies eine äußerst hinterlistige Täuschung sein, um Verwirrung zu stiften und vom wahren Sachverhalt abzulenken. Sashka stellte die Frage zwar aus anderen Gründen, doch es war klar, dass sie eine plausible Antwort darauf erwartete. Talmakira würde wohl nur eine Chance, sie zu überzeugen... die Wahrheit.

  15. #575
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    "Unwahrscheinlich. Denn welche Folgen hätte es, wenn sich das Machtgefüge derart verschiebt? Alles, was Thra'ell stärkt, passiert zu unseren Ungunsten, egal, was es ist", entgegnete Talmakira ernst. Auf Sashkas Frage ging sie zunächst nicht ein. Erst nach einige Augenblicken antwortete sie: "Du möchtest also wissen, warum ich Thra'ell so gut kenne. Die Antwort darauf ist so einfach und doch so schwer. Ich kannte ihn schon, bevor er die Maske aufgesetzt hatte, und schon damals war er von Neid und Ehrgeiz zefressen. Er scheute nichts, um seine Konkurrenten zu übertrumpfen.
    Einige ahnen bereits, worauf ich hinaus will. Diesen sei gesagt, dass es Dinge gibt, die schlichtweg inakzeptabel sind. Thra'ell bedroht uns alle, er macht keine Unterschhiede zwischen möglichen Verbündeten und entschiedenen Gegnern, alles muss vernichtet werden, was ihm im Wege steht. Vor allem zähle auch ich dazu als seine ewige Gegenspielerin, der es auf ein Gleichgewicht ankommt, um die Dinge zu sichern und zu bewahren. Thra'ell hat in einer solchen Welt keinen Platz. So war es schon immer zwischen uns, in all der Zeit, in der wir uns nun kennen, und so wogt unser Konflikt schon viel zu lange. Ich schätze, ihr ahnt bereits, auf was ich hinauswill. Unter jedem Volk gibt es solche und solche, egal ob unter Devanthar, Ssarfey, Elfen oder Menschen."
    Geändert von The Dark One (20.11.07 um 22:52 Uhr)

  16. #576
    Contractor Benutzerbild von Chrono Chrusader
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    Shinaras Stimme war kaum mehr als ein kaltes Flüstern, in dem mehr als nur Wut mitschwang. Es war kalter, blanker Hass. "Ich hätte niemals zu träumen gewagt, ein zweites Mal mit Thra'ell in Kontakt zu geraten. Oder besser, mit seinem Schandfleck von Organisation." Unbewusst legte sie ihre Hand auf ihren Unterleib. Ihre Augen glühten kalt, ihre farblose Iris schimmerte eisblau. "Die Ssarfey... sind einer der Schlüssel. Die Drachen... und schließlich auch..." Die Elfe fixierte Shaskara, schien sie mit ihrem Blick zu fesseln. Die Halbdevanthar fröstelte, glaubte zu fühlen, wie sich unirdische Kälte durch ihren Körper fraß. "Ashna, ni rivesen tantu. Ne hora, athahu Thra'ell..." (Was auch kommt, ich ruhe nicht, bevor er von der Erde getilgt ist. Ich freue mich auf das Zusammentreffen, Thra'ell). Inzwischen ließ die Kälte in Shaskara nach, wenn auch unmerklich. So machtvoll Shinara auch war, sie schien sich nicht ganz unter Kontrolle haben. Irgendetwas stimmte nicht mit ihr. Auch Mara war es nicht entgangen. So kurz sie ihre Herrin auch kannte, sie hatte Shinara als kühle, stolze Elfe kennengelernt, nicht als eiskaltes Wesen, das vor Hass verzehrt zu werden schien. Rohazor schüttelte sich und legte sich inmitten der Gruppe nieder, damit Shinara absteigen konnte, wenn sie wollte. "Da fällt mir ein", sagte sie ausdruckslos, "Wer gibt uns beziehungsweise mir nicht die Garantie, dass Ihr auch ein Devanthar seid und kein... Mensch.", schloss sie in einem abfälligen Tonfall und fixierte jetzt Talmakira.
    Geändert von Chrono Chrusader (20.11.07 um 22:55 Uhr)

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