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Thema: Kapitel 11: Hinter den Schatten der Maske

  1. #369
    Heavenly Wind
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    Sashkas Blick verharrte nur einen Augenblick auf Shinara, tastete sie einmal von oben bis unten ab... taxierte sie. Sashka wußte bereits, was geschehen war - und genau genommen hatte sie es selbst verursacht. Damit war das zufällige Wiedersehen für sie nicht ansatzweise überraschend, zumal sie die Präsenz der Elfe wahrnehmen konnte, als diese sich näherte. Daher erwiderte sie die Frage lediglich durch ein knappes Gut... denn wenn sie sich daran auch nur fragmentarisch erinnerte, hatte der Bann den Tod des Fleisches überwunden - und so sollte es sein. Dann wandte sie sich wieder dem Paladin Lucis zu, der mit einer Erwiderung sichtlich zögerte, unsicher, was er von der Lage halten sollte und an wen er da geraten war.

  2. #370
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    Ein ungutes Gefühl stieg in Lucis auf. Das lag zum einen daran, dass er sich mehr und mehr von den verschiedensten Leuten, die allesamt auf Seiten Sashkas zu stehen schienen, umzingelt fühlte, zum anderem - und vor allem - daran, dass er für diese Leute ein offenes Buch zu sein schien. Und gerade diese Tatsache gefiel ihm nicht, er war offenbar in etwas hineingeschlittert, das ihm eine bedeutende Rolle zuwieß, und er schien als einziger nicht zu wissen, um was es sich handelte. Doch da war noch etwas...
    Obwohl - er hatte natürlich bereits eine Ahnung, um was es ging. Diese Seuche, der Ring... Er konnte sich durchaus vorstellen, was er damit anfangen sollte, offenbar hatten sie einen gemeinsamen Gegner, der sich überdies noch mit Sangirion angelegt und einen Rückschlag einzustecken gehabt hatte. Er kannte den Dämon, zu seinem Leidwesen, denn er hatte schon einmal mit ihm zu tun gehabt und das lag nicht allzu weit zurück.
    Viel mehr Sorgen machte ihm die Tatsache, dass Sangirion denjenigen getötet zu haben schien, der ihm sein Schwert gestohlen hatte. Was war mit Azurewrath geschehen?
    All das war für ihn erst ins Rollen gekommen, als er in einem kleinen Dorf Unterschlupf gesucht hatte, in dem bereits etliche Bewohner an einer sonderbaren Seuche erkrankt waren. Er hatte sich auf den Weg gemacht, dieser Seuche auf den Grund zu gehen, und damit hatte es begonnen.
    Schließlich nickte der Paladin langsam. "Gehe ich recht in der Annahme, dass Ihr meine Hilfe beanspruchen wollt, um die Spur des Urhebers dieser Seuche aufzunehmen?", erkundigte er sich, in seiner Stimme lag noch immer Skepsis. "Und könntet Ihr mir bitte verraten, was mit meinem Schwert Azurewrath geschehen ist?"

    Lanarys schüttelte nur den Kopf. Diese Frau war seltsam. Und sie schien sowohl sie selbst als auch Sashka zu kennen.
    Da sie nichts bestellt hatte, stand sie einfach von ihrem Tisch auf und folgte Timdor und dieser Shinara ins Fraie, wo sich bereits eine größere Versammlung um Sashka und einen Fremden Menschenmann gebildet hatte. In der Tat verging momentan kein Tag, an dem sich nichts Außergewöhnliches ereignete...

  3. #371
    Heavenly Wind
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    Auch Sashka bemerkte die "Versammlung" in ihrer Nähe. Das würde schnell die Aufmerksamkeit anderer erregen, zumal es mittlerweile in Strömen regnete und sich ein starkes Gewitter ankündigte.
    Die Antwort auf deine erste Frage lautet ja... erwiderte Sashka ...die Antwort auf deine zweite Frage jedoch hat ihren Preis. Wenn du mir sagst, was du über die Seuche weisst und wo ich denjenigen finde, der dahinter steckt, dann wirst du von mir erfahren, was mit dem Schwert geschah...
    Sashka schloss ihre Finger um den Ring, so dass er nun in ihrer geballten Faust verborgen war. Es knisterte merklich darin.

  4. #372
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    Seuche... ja, Nagah hatte davon erzählt. Und auch Shinara kannte diese Seuche. Nichts hatte sich in der Zeit, die ihre Existenz auf Erden weilte, verändert. Absolut nichts... Eine Seuche jagte die nächste... was sollte diesmal anders sein? Eine ihr wohl bekannte Stimme drang in ihre Gedanken. "Shinara... wo bist du?" Die Elfe schloss kurz die Augen. Vor ihrem geistigen Auge erschien Rohazor, der suchend durch die Wälder um Tylenia streifte. "Bleib, wo du bist, Rohazor. Ich komme, sobald ich hier fertig bin. Vielleicht reisen wir nicht alleine. Noch ergab für sie Sashkas Benehmen keinen Sinn, doch was sie dort hörte, konnte Shinara nicht ausser Acht lassen. Sangirion... fast war ihr so, als würde sich eine Geschichte wiederholen... zu einer anderen Zeit, wohlgemerkt und mit anderen Beteiligten. Hinter sich bemerkte Shinara Lanarys. Sie wandte sich zu ihr um und sah die Elfe an. Stumm formten ihre Lippen die Worte: "Weisst du etwas über die Dunkle Bruderschaft?"

  5. #373
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    Lucis seufzte. Das war anzunehmen gewesen, und möglicherweise war es der einzige Weg. Er war in dieser Hinsicht mehr oder weniger völlig auf Sashka angewiesen, denn solange sich der Ring in ihrem Besitz befand, konnte er nicht viel tun. Vielleicht konnte er ihn ja stehlen? Diese Vorstellung hatte etwas Verlockendes, obgleich er seinem Ehrenkodex natürlich zutiefst widersprach. Nicht nur deshalb verschwendete er keinen weiteren Gedanken daran, denn als er Sashkas Blicke bemerkte, hatte er das Gefühl, dass diese Idee doch nicht allzu gut war, offenbar schien die Frau auf alles gefasst zu sein.
    Die andere Alternative war, sich auf gut Glück auf die Suche zu machen. Doch diesen Gedanken verwarf er gleich wieder. Er hatte keine Anhaltspunkte, abgesehen von Sangirion, doch mit diesem Dämon hatte er bereits einmal Bekanntschaft gemacht und legte keinen Wert darauf, dass sich das wiederholte. Nein, so sehr es ihm auch missfiel, die einzige sichere Alternative war, auf die Forderung Sashkas einzugehen. Allerdings war ihm klar, dass die Frau ihm den Ring auch dann nicht überlassen würde, wenn sie von ihm erfahren hatte, was sie wissen wollte, denn auf der Suche würde er unerlässlich sein.Und so würden sich ihre Wege ohnehin früher oder später kreuzen und gemeinsam verlaufen, also war diese Alternative die einzig sinnvolle.
    Schließlich nickte Lucis verhalten. "Es bleibt mir wohl keine andere Wahl, als Euch die gewünschten Informationen zu verraten. Doch das sollten wir an einem Ort besprechen, an dem wir mit Sicherheit ungestört sind."

    Lanarys hatte Shinaras stumme Botschaft erhalten. Mehr und mehr begann sie diese Frau zu verwundern. Was hatte sie nun mit der Dunklen Bruderschaft zu tun?
    Sie schüttelte unmerklich den Kopf. Es war zwar gelogen, wenn sie von sich behauptete, nichts über die Bruderschaft zu wissen, aber solange sie die Frau nicht einschätzen konnte, würde sie ihr nichts verraten, zumal sich in ihrer Gruppe ein offenbar flüchtiges Mitglied dieses Geheimbundes aufhielt. Wer sagte ihr, dass diese Shinara nicht in Wirklichkeit eine Attentäterin war, die man auf Shaskara angesetzt hatte oder in Kontakt mit der Bruderschaft stand?

  6. #374
    Heavenly Wind
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    Sashka war es relativ egal, wo Lucis reden würde - solange er dies nur kurzfristig tat.
    Mir ist ein Ort dem anderen gleich. Bitte...
    Sie lächelte fast gleichmütig, während sie andeutete, er möge voraus gehen. Sie hatte auch allen Grund dazu Geduld zu haben, nun da sie dem Ziel bereits einen erheblichen Schritt näher gekommen war. Ob die anderen ihnen folgen würden, war ihr egal. Doch die Neugier würde wohl das ihre tun.

  7. #375
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    Lanarys hatte vielleicht nur kurz geblinzelt. Von einer Sekunde zur anderen stand Shinara neben ihr. "Silbernes Blut weist den Weg", flüsterte sie. Im nächsten Augenblick war Shinara wieder in der Taverne verschwunden. Durch den Regen konnte Lanarys nicht erkennen, was sie dort drinnen tat. Krachend rollte Donner über die Stadt. Ein Blitz zuckte zwischen den Wolken. Woher hatte sie das nur gewusst?

    Als der Donner anrollte, war Shinara längst drinnen. Sie hoffte, dass Rohazor einen sicheren Unterschlupf gefunden hatte. Sie liess ihren Blick durch die Taverne schweifen. Eine Gruppe Spielmänner war eingetroffen. Vorhin hatte die Elfe sie nicht bemerkt. Unversehens stimmte die Elfe mit ihrer Flöte mit ein, als die Männer anfingen, zu spielen. Im Kamin loderten die Flammen vor sich hin. Die Spielmänner waren überrascht, aber auch erfreut. Eine so schöne Begleitung bekam man nicht jeden Tag.
    Mit ihren Gedanken war die Elfe jedoch vollkommen woanders. bei Rohazor und der Dunklen Bruderschaft, Sangirion und der Seuche.

  8. #376
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    Silbernes Blut? Was auch immer Shinara damit hatte sagen wollen, es hatte offenbar etwas mit den Devanthar zu tun, von denen es hieß, ihr Blut sei silbern. Ein seltsames Volk war das, sie galten als einzigartige Meister der Magie, ebenso aber auch als heimtückisch und egoistisch, wenn man den alten Schriften glauben konnte, denn wesentlich mehr existierte über die "Täuscher", wie man sie nannte, nicht, zumindest war es nicht zugänglich für die Öffentlichkeit.
    Doch Lanarys konnte sich vorstellen, was Shinara damit sagen wollte. Dieser Gedanke gefiel ihr jedoch nicht, denn in Bezug auf die Dunkle Bruderschaft konnte das womöglich bedeuten, dass sie auf Shaskara anspielte. Dass die Elfe keine reine war, sondern, zumindest zum Teil, von den Devanthar abstammte, dessen war sich die Waldelfe mittlerweile sicher, und wenn Shinara das meinte und tatsächlich für die Bruderschaft arbeitete, dann mochte das schlimme Folgen für Shaskara haben. So beschloss sie, die Elfe nun zu beobachten. Wozu beherrschte sie die Sprachen der Natur? Es bedurfte nur eines einfachen Wortes der Macht und schon hatte sich eine kleine Spinne in den Haaren der Elfe eingenistet, um Lanarys über alles zu informieren, was Shinara tat...

    Lucis zögerte. Im Grunde gab es in ganz Tylenia keinen Ort, an dem er vor Beobachtungen und Lauschangriffen sicher war. Vielleicht sein eigenes Zimmer? Er hatte es erst am Morgen mit einem Siegelzauber, einer der wenigen Formen der Magie, die er beherrschte, gegen die meisten Spionageakte abgesichert. das war im Moment die einzige Möglichkeit.
    Mit einer Handbewegung bedeutete der Paladin Sashka, ihm zu folgen. Glücklicherweise lag die Herberge nicht allzu weit von hier entfernt.

  9. #377
    Heavenly Wind
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    Sashka folgte dem Paladin zu seinem Unterschlupf in der kleinen Herberge am Park. Auf dem Weg dorthin sagte sie kein einziges Wort, ihre Blicke ruhten aber unentwegt auf dem jungen Mann vor ihr. Als sie dann die Herberge betraten, war es für den Wirt zunächst kein ungewöhnliches Ereignis, seinen Gast in Begleitung einer hübschen jungen Frau die Stufen zu seinem Raum hinaufgehen zu sehen. So etwas kam häufiger vor. Insgeheim mochte er wohl denken, dass der junge Mensch nicht nur einen erlesenen Geschmack hatte, sondern auch ein geradezu unverschämtes Glück... die Wahrheit sah freilich anders aus, aber woher sollte er das auch ahnen.

    //keine Ahnung wer alles mitgeht (oder ob überhaupt)... falls es ein paar mehr sind, wird der Wirt zunächst irritiert, dann schockiert gucken

  10. #378
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    Arindor folgte Sashka, nachdem er dem Zwerg lächelnd erklärt hatte, das er keine Messer brauche-Er sei genug geschützt. Eine für den Zwerg wahrscheinlich mehr als Rätselhafte Antwort. Von Khelad wusste der Dunkelelf, das Magie den Zwergen nicht behagte. Es mochte dennoch einige Zwergenmagier oder Runenmeister (Oder wie auch immer sie diese nannten) geben.
    Er folgte der Frau durch die bereits von Regen vollgelaufenen Straßen, Zrathor immer hinter ihm. Als er in einer Herberge ankam, nicht weit von der ihrigen entfernt, folgte er den beiden Auf das Zimmer das Paladins. Eine relativ starke Magische Aura umspielte den Raum... Merkwürdig, doch nichts ungewöhnliches. Wahrscheinlich verschloss es den Raum vor magischen Einwirkungen oder Spionage...

  11. #379
    Ich lebe wieder... Benutzerbild von ~LORD°K~
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    Rigson ahnte das es sich bei den beiden um magier handelte, und steckte das messer geschwind ein...die sache mit der Seuche hatte ihn stutzig gemacht. Denn auch er hatte die folgen derer gesehen. Und so folgte er dem gespann bis zu der Behausung. Blieb jedoch unten beim Wirt stehen, da er es für foreingenommen hielt sich leuten aufzudrängen. Er war zwar ein zwerg aber das musste ja nicht bedeuten das er keine manieren hatte, er würde eine helfende hand sein wenn sie gebraucht wird. Zumal es anscheinend sehr gefährlich sein musste, nach allem was die Abenteurer erwähnt hatten...Sangirion der eis Dämon, die Säuche...

    Der wirt sah den anderen nach, und dann über den tresen, zu dem zwerg...
    Dieser erwiederte den blick...-Was ist guter man?- der wirt schüttelte den kopf, leicht verängstigt...und Rigson sah auf sein Jagtmesser...das eingearbeitete Magische siegel vibrierte leicht in seiner fassung, Magie? ja es schien als wenn dieser ort verzaubert sei... Sein blick folgte noch kurz den anderen bis diese oben verschwanden.

  12. #380
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    Auch Lanarys war Lucis gefolgt, allerdings, so wie Arindor, in einem gewissen Abstand, so dass es für den Wirt so erscheinen mochte, als gehörten die Personen nicht zusammen. Das hatte einen bestimmten Grund, denn die Walelfe konzentrierte sich auf die kleine Spinne, die in Shinaras Haaren saß und herausfinden sollte, ob diese Elfe womöglich im Auftrag der Bruderschaft handelte.
    Dennoch machte der Wirt keine Anstalten, sie aufzuhalten, als sie den Flur betraten, der zu den Gästezimmern führte.
    Kurz bevor Arindor hinter sich die Tür schließen konnte, huschte Lanarys in den Raum und warf den übrigen Mitgliedern ihrer Gruppe, inklusive Lucis, gleichsam skeptische wie erwartungsvolle Blicke zu.
    Dieser schien das zu bemerken, und als er sich sicher war, dass das Zimmer auch wirklich verriegelt war, atmete er sichtbar aus und ließ sich auf dem Bett nieder.
    "Also gut", begann der Paladin mit einem Seufzer, "Mir bleibt wohl keine andere Möglichkeit, als die ganze Geschichte zu erzählen. Ich gehe davon aus, dass Ihr Euch noch lebhaft an den Angriff der Goblins auf Mittelstadt erinnern könnt. Etwa zu dieser Zeit, zumindest kurz darauf, gelangte ich in ein Dorf in der Menschenwelt in der Nähe von Orkwacht, es hieß Erzelingen. Diese Formulierung verwende ich absichtlich und werde sie gleich näher erläutern.
    Ich beabsichtigte, dort eine Nacht zu verbringen, doch noch bevor ich mich zur Nachtruhe zurückziehen konnte, wurde mir klar, dass dort etwas nicht stimmte, gelinde ausgedrückt. Eine grausame Seuche hatte zahlreiche Dorfbewohner infiziert, so viel war mir klar, als ich nachts durch die Gassen streufte, um meinem Gefühl nachzugehen. Der Friedhof quoll über, so viel war deutlich zu erkennen, und die Geräusche, die aus einigen Häusern trotz der späten Stunde an mein Ohr drangen, klangen alles andere als gesund. Ich musste verschwinden, sofort, diese Seuche würde auch vor einem Templer nicht Halt machen, doch ehe ich mich versah - ich hatte gerade meine Sachen wieder zusammengepackt - wurde ich hinterrücks von vermummten Gestalten angegriffen, die mir an den Kragen wollten. Ich weiß nicht, um wen es sich dabei handelt, nicht einmal, ob es mMenschen waren. Offenbar sollte nichts von dem, was in diesem Dorf vor sich ging, an die Öffentlichkeit dringen.
    Zwar konnte ich entkommen, musste dabei jedoch einige Dinge zurücklassen - mitunter mein Schwert Azurewrath, das sie mir entrissen haben. Seine Präsenz habe ich in diesem Augenblick aus den Augen verloren, jedoch konnte ich mir die durchaus auffällige Aura des Ringes genau einprägen. Diese Aura hat mich letztlich zu Euch geführt."
    , erklärte der Paladin und endete mit einem Seufzer. Das war auch nicht verwunderlich, denn diese Gesichte klang mehr als nur spektakulär.
    "Allerdings führte mich mein Weg auch Kurzzeitig wieder zum Ausganspunkt zurück: Ich beschloss, trotz der Gefahren in Erzelingen - dieser Ort heißt übrigens so, weil es dort angeblich früher große Eisenerzvorkommen gegeben haben soll - dort die Spur der Vermummten wieder aufzunehmen. Also hoffte ich, dort seine Spur wieder aufnehmen zu können, auch wenn es mir natürlich nicht behagte ein Dorf zu betreten, in dem eine so grausame Seuche wütete, die schon bei meinem ersten Aufenthalt dort Dutzende Opfer verschuldet hatte. Ich frage mich noch heute, was mich dazu bewegt hat, so einen irrsinnigen Entschluss zu fassen.
    Dennoch stellte sich heraus, dass mir keine Gefahr mehr drohte."

    In Lucis Stimme klang nun ein ebenso sarkastischer wie bitterer Unterton mit.
    "Das Dorf existiert noch, seine Bewohner hingegen sind bis auf den letzten Mann tot. Niemand begegnete mir, als ich mich dem Dorf lansam näherte, und als ich mich vorsichtig näherte und dann begann, das Dorf nach Überlebenden zu durchsuchen, entdeckte ich niemanden. Nichts. Keine Leichen, keine Knochen, keine Kleidung. Die einzigen menschlichen Überreste, die überall zu finden waren, waren Zähne."
    Lucis machte eine Pause, er musste um seine Fassung ringen. Wer konnte ihm das auch verübeln? Was er da erzählte, klang schlichtweg grauenvoll.
    "Wenigstens konnte ich die Spur des Ringträgers wieder aufnehmen. Das war vor gerade einmal einem Mond. Seitdem bin ich diesem Mann - zumindest das konnte ich eindeutig feststellen - stets gefolgt. Dieser Weg führte mich letztlich hier her nach Tylenia."

  13. #381
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    In der Taverne war ein kleines Fest im Gange. Die Spielleute und Shinara standen in der Mitte des Schankraums, umringt von den Gästen, die im Takt klatschten und lauthals mitsangen. Obwohl sie so gefühlvoll spielte wie immer, beobachtete die Elfe die Gäste eingehend. Einer der Spielmänner packte sie mit seiner grossen Hand um die Hüfte, zog sie zu sich heran und wirbelte mit ihr im Kreis. Mit der freien Hand spielte er seinerseits auf einer kleinen Flöte. Shinara liess es geschehen; sie hatte es schmerzlich vermisst, mit einer Gruppe zu spielen. Gerade als sie aufhörte, sich zu drehen, fiel ihr Blick auf eine vermummte Gestalt, die teilnahmslos dasass. Sie merkte sich die Gestalt und spielte munter weiter. Schliesslich steckte sie die Flöte weg und tanzte mit dem Flötenspieler. Er hatte ziemlich viel Kraft und starke Arme. Shinara nahm an, dass er nicht nur Flöte spielen konnte. Der Wirt freute sich über die versammelten Spielleute. Besser hätte das Geschäft nicht sein können. Draussen gewitterte es, Spielleute hatten sich eingefunden und dazu ein Haufen Leute, die Schutz vor dem Regen gesucht hatten. Nagah war schwindlig von dem Herumgewirble, der Elfe jedoch machte es nichts aus. Auch wenn sie die jungen Rassen hasste, sie liebte das Feiern. Eine Feier unter Drachen hatte sie jedoch am meisten genossen, trotzdem liess sie es sich nicht nehmen, hier mit Spielleuten die Gäste zu unterhalten.

    Die Spielleute machten Pause. Sie wollten sich erfrischen und ein bisschen ausruhen. Der Wirt bot ihnen Räumlichkeiten an und gab ihnen die Schlüssel zu den Bädern. Auch Shinara bekam zwei Schlüssel; einen für das zweite Bad, einen für ein Zimmer. Die Elfe begrüsste die Aussicht auf ein Bad. Nur mit einem Tuch bekleidet, das sie in einem Schrank im Zimmer gefunden hatte, betrat sie das Bad im Untergeschoss des Wirtshauses. Die dunkle Gestalt folgte ihr. Shinara liess die Tür einen Spalt offen. Die Gestalt bemerkte dies und linste hindurch. Die Elfe liess das Tuch zu Boden gleiten. Auf ihre Schulterblätter waren geschlossene Drachenflügel tätowiert. Zwischen den Flügeln war ein Kreis, mit seltsamen Symbolen und drei Kommata in der Mitte, die einen zweiten Kreis formten. Das Haar hatte die Elfe zu einem Dutt gebunden. Die Gestalt lehnte sich vorsichtig an die Tür. In diesem Moment setzte Shinara wieder ihren Blitzschritt ein. In Sekundenbruchteilen war sie bei der Gestalt, zog sie in das Bad und schloss die Tür. Mit einem Ruck riss sie der Gestalt die Kapuze des Umhangs vom Kopf. Zum Vorschein kam ein hübsches Menschenmädchen mit verwuschelten blonden Haaren. Sie starrte Shinara angsterfüllt an. In dem Blick der Elfe war keinerlei Gefühl zu sehen. Das Mädchen war verängstigt und überwältigt zugleich von der Stärke und Schönheit dieser Elfe. "Wer bist du und was willst du von mir?" Die Kälte, mit der Shinara dies eindringlich flüsterte, liess keinen anderen Schluss zu als den, dass das Mädchen sterben würde. "Bitte, tut mir nichts. Ich sage Euch alles, was Ihr wollt. Bitte..." Tränen stiegen ihr in die Augen. "Dann sag mir, was ich hören will!", zischte die Elfe bedrohlich. "I..ich bin Mara und... und ich wurde hergeschickt um... um Euch zu töten.." "Wer hat dich geschickt?" Die farblosen Augen Shinaras verengten sich zu Schlitzen. "Der Fürchterliche Vater.." Shinara wandte sich ab. So weit war die Bruderschaft also bereit, zu gehen, nur um sie daran zu hindern, ihren Plan mit den Lanzen zu durchkreuzen? Mara versuchte, zur Tür zu kriechen, als Shinara sie an den Haaren packte und kraftvoll zurückriss. Das nächste, was Mara spürte, war ein harter Schlag in den Unterleib. Keuchend und wimmernd blieb das Mädchen liegen. "Du bist noch jung und weisst nicht, was du tust... ich werde dich vorerst am Leben lassen. Im Gegenzug", Shinara hockte sich vor Mara und hob ihr Kinn, "wirst du mir dienen. Hast du das verstanden?" Mara nickte. "Schön. Dann komm, zieh dich aus und nimm ein Bad mit mir. Erzähl mir alles, was du weisst." Zögerlich folgte Mara der Aufforderung. Diese Frau war ungeheuerlich, direkt unheimlich. Der Schreck sass tief in ihren Gliedern. Mara wusste nun, was Todesangst war. Und sie wusste, dass sie jederzeit getötet werden konnte. Zu den anderen konnte sie nicht mehr zurück, von Shinara nicht weg. Zufrieden liess sich die Elfe ins Wasser sinken. Genüsslich tauchte sie vollständig ein und genoss das Gefühl des warmen Wassers. Sie hörte, wie Mara sich neben sie setzte. Shinara tauchte wieder auf und Mara begann, zu erzählen.

  14. #382
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    Staxx wachte unter heftigen Schmerzen auf. Sein Körper war ziemlich kalt, er konnte nicht feststellen wieso. Erst spät fiel ihm wieder verschwommen ein, das dieser Dämon in der Kanalisation ihn angegriffen hatte. Und nun? Nun fand er sich, scheinbar alleine, in einer Art Kneipe oder Pension wieder. Er wusste nicht einmal, ob er überhaupt noch in Tylenia war, was er jedoch auch nicht bezweifeln wollte. Der Junge stand langsam auf, um sich nicht unter den Schmerzen zu überanstrengen.
    Na, ganz toll. Erstmal die Anderen suchen, dachte er und verließ den Ort, wo er auch immer gerade war.

    Serafin indess suchte in diversen Läden und Marktständen nach verdächtigen Personen. In einem Kräuterladen hatte er schon, sozusagen, seinen ersten Hinweis gefunden: Irvene war hier gewesen. Zum Einen erkannte Serafin dies, da sein grünes Juwel an einer bestimmten Stelle aufleuchtete, vermutlich da, wo Irvene stand, zum Anderen, da einige Elfen außerhalb des leer stehenden Gebäudes leise tuschelten und vor diesem verharrten. Von hier aus musste er die Nachricht an Staxx, Reaper und ihn gesandt haben. Nun war Serafin auf dem Bazar der Ortschaft. Mehrere kleine Marktstände voller Lebensmittel, Schmuck und dem ein oder anderen Schnickschnack. Einigen Trödler boten an der Ecke gestohlene Ware an, ohne auch nur von einer Person darauf angesprochen zu werden, und so mancher Zwerg lief auf ihn zu und künstelte ihm vor, wie zufrieden er doch mit dem Produkt eines bestimmten Händlers sei. Den ganzen Bazardurchgang konnte Serafin nichts Auffälliges ausmachen, also "lieh" er sich einen köstlichen roten Apfel von einer der kauflustigen Elfinnen und saß sich auf einen Stapel Kisten in der Nähe, auf dem er genüsslich in seine Frucht biss.
    Wahrscheinlich hat er die Stadt schon verlassen, aber trotzdem ist es besser wachsam zu bleiben. Vielleicht sind noch ein paar seiner Handlanger hier und warten nur darauf, dass Staxx hinter einer Ecke hervorkommt, um ihn zu erdrosseln. Aber der pennt ja noch in der Kneipe, was kann da schon groß passieren?, dachte er. Gedanklich wiederholte er Der schläft ja noch in der Kneipe... und wenn nicht? Wenn er sich schon erholt hat? Vielleicht sollte ich mal nach ihm sehen, aber möglicherweise sucht er mich auch... ach was, der sucht sicher zuerst nach den Anderen aus seiner Gruppe. Und die vergessen mich dann und lassen mich hier in Tylenia zurück. Nix da.. Serafin aß den Rest seines Apfels auf und sprang von dem Kistenturm, danach bog er um eine Ecke, um Staxx und seine Freunde zu suchen.

  15. #383
    Heavenly Wind
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    Während Lucis seine Geschiche erzählte, hörte Sashka aufmerksam zu. Sie blickte ungerührt zu ihm, so als wäre es für sie alltäglich, solche Schauergeschichten zu hören. Sie nickte hin und wieder stumm und liess den Paladin reden. Als er dann vermeintlich fertig war, blickte sie kurz zu den anderen und sah in deren Gesichtern Unbehagen. Das war allerdings wenig verwundlich, denn Erzelingen und Grundlingen waren recht weit voneinander entfernt, was bedeutete, dass die Seuche sich sehr schnell ausbreitete.
    Erzelingen - von einem Vorfall dort habe ich gehört... kommentierte sie seine Geschichte zunächst nur knapp. Dann schwieg sie einen Moment. Er hatte ihr also nichts neues erzählen können...oder doch?
    ...allerdings deutete gar nichts auf diese Seuche hin, als ich dort war. In dem Ort lebten Menschen und ein paar Halbelfen - insgesamt recht wenig Einwohner für ein Dorf dieser Größe, wenn ich es im Lichte der neuen Information überdenke. Dennoch erschien alles normal und das war erst vor einigen Tagen. Wenn aber die Ereignisse, von denen du uns hier berichtest, vor einem Mond geschahen, wäre es gut möglich, dass man sich dieses Dorf als "Test" aussuchte ... und man hat dort "aufgeräumt" und die Spuren beseitigt. Das würde nur Sinn ergeben, wenn es nötig wäre, einen solchen Aufwand zu betreiben... kaum jemand schert sich um ein unwichtiges kleines Dorf in der Provinz. Wer immer dafür verantwortlich ist, muß großes Interesse daran gehabt haben, dass sich niemand umsieht und unbequeme Fragen stellt. Es kann nichts damit zu tun haben, die Seuche geheim zu halten, da sie nicht zu verheimlichen wäre und sich im Gegenteil recht offen ausbreitet. Es muß also einen anderen Grund für diese Umsicht geben, mit der in Erzelingen vorgegangen wurde. Ich vermute, das kleine Dorf ist wichtiger, als ich bislang annahm...
    Sashkas Worte liessen keinen Schluss zu, wie sie zu dieser Geschichte stand. Sie wirkte ruhig. Sie hatte eine neue Spur gefunden. Eine die zurück führte, vielleicht bis zum Ursprung der Seuche. Vielleicht war man deshalb so vorsichtig, weil das Dorf zu "nahe" am Zentrum, an der wahren Quelle des Übels, lag.

  16. #384
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    "WAS?!" Shinara fuhr hoch und beeilte sich, aus dem Bad zu kommen. In Windeseile schlang sie sich ihr Tuch um den Körper und war auch schon in ihr Zimmer verschwunden. Verdattert blieb Mara kurz sitzen, dann sah auch sie zu, dass sie trocken und angezogen aus dem Bad kam. Hektisch schlüpfte Shinara in ihre Klamotten und sprang die Treppe hinunter. Unten wartete Mara. Ihr Haar war noch nass und die kleidung sass nicht ganz richtig; sie musste sich ebenfalls sehr beeilt haben. Im Laufen öffnete die Elfe ihr Haar und zog Mara mit sich. Es blieb keine Zeit mehr. Eine tote Spinne fiel zu Boden, tropfnass. Die beiden Frauen waren so schnell auf und davon, dass der Wirt sich fragte, was denn los sei.

    //btw, suchen Shyraska und Shaskara die anderen? oder hab ich mich verlesen?

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