Seite 20 von 51 ErsteErste ... 111213141516171819202122232425262728293949 ... LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 305 bis 320 von 813

Thema: Kapitel 11: Hinter den Schatten der Maske

  1. #305
    Heavenly Wind
    霧の艦隊
    Benutzerbild von £exa
    Im Spiele-Forum seit
    Dec 02
    Beiträge
    8.111
    Na'Ralee betrachtete ihn, wie er sich in die Gasse verdrückte und dort den Einstieg in die Schächte beobachtete. Seine Gedanken waren ungewöhnlich leicht zu lesen. Er suchte hier nach Erlösung. Wie sinnlos... er wollte einfach nur aus seinem Gefängnis befreit werden und würde doch nichts anderes als seinen Tod finden. Nun hockte er da, hoffte, dass sie aus den Sielen hinaufstieg und ihm in die Arme lief. Dabei war sie schon einige Strassen westlich aus den Tunneln an die Oberfläche zurückgeklettert.
    Schlaft ein ihr Leut... bald kommt die Zeit summte sie.
    Sie wandte sie von Scarscin ab und machte sich auf den Weg, um zu Shyraska und Shaskara zu gehen. Der verfluchte Elf würde ihr folgen, irgendwann. Und dann würde er sterben. Schwarzes Feuer, brennendes Eis, der Hauch des Todes. Sie wußte nicht, wie es geschehen würde. Aber sein Leben würde enden - noch in dieser Nacht...

  2. #306
    blubb °o untergetaucht Benutzerbild von Archfiend
    Im Spiele-Forum seit
    Mar 04
    Ort
    Burgen des Chaos, mit den lieben Grüßen des Abyss
    Beiträge
    738
    Anscheinend hatte Lanarys nichts von Aegnors Nachricht mirbekommen. Ob sie sie nicht hörte oder ob der Zauber sie nicht erreichte, war glaichgültig, nun saß er mit dem bewusstlosen Staxx in einem Tavernenzimmer. Die einzig gute Neuigkeit war, dass Letzterer nicht weiter blutete, die schlechte, dass er keine Anstalten zu machen schien, aufzuwachen. Die weitere schlechte war, dass Aegnor nicht die leiseste Ahnung hatte, wo sich die anderen nur befinden konnten. Höchste Zeit also einen kompetenten Heiler zu inden, der den Kämpfer wieder auf beinen setzte.

    Der Wirt schien erfreut, den alten Mann eine weitere Nacht als Kunden zu haben. Jedenfalls erfreute es ihn, dass dieser alte Man scheinbar nicht lahm mit der Münze umging und ein Genießer der zwergischen Kochkunst war, welche in diesen "verfluchten Elfenwäldern" recht selten waren. Fearùn hatte eben den Dreh raus. Er hieß Wilfred Fernfuß und war ein wandernder Mönch einer Reisegöttin. Er verbrachte viele Jahre in den diversesten Abteien, jedoch war seine beste zeit in Errinnerung mit diesen Bier-Mönchen, die sowohl Kampfkunst als auch Trinkkunst ihren Jüngern beibrachten. Das alles unter einem kriegerischen Biergott zu Ehre, der den meisten Leuten und Büchern unbekannt ist und allen Anschein nach ein Zwerg sein musste, obwohl seine Rasse nicht bewiesen wurde. Aus dieser interessanten geschichte und nach einer kleinen Vorführung Wilfreds (Aegnors) Kampf- (Magie-)künsten (die darin bestanden, zwischen jedem Humpen Ziegel mit seinen Zehen zu brechen) schloss der Wirt des schwarzen Merach, dass der alte Mensch doch ein intressanter Kunde sei. So behielt Aegnor dasselbe Zimmer für die nächste Nacht und schaffte es, den Wirt davon abzuhalten, in seinem Zimmer zu gehen.

    So konnte Aegnor ungestört auf Beutezug gehen, um Staxx einen anständigen Heiler bezahlen zu können.

  3. #307
    Heavenly Wind
    霧の艦隊
    Benutzerbild von £exa
    Im Spiele-Forum seit
    Dec 02
    Beiträge
    8.111
    Er folgte ihr nicht, während sie scheinbar planlos durch die Gassen wanderte und sich dabei umsah. Mittlerweile war es tiefe Nacht und kaum jemand bewegte sich noch in Tylenia, von einigen betrunkenen Menschen und ihren uniformierten Begleitern abgesehen. Na'Ralee summte ein fröhliches Liedchen, während sie sich jenem Haus näherte, in dem sie Shaskara wähnte.

    {woanders}
    Er schritt die Höhle wieder und wieder ab. Hier hatte es begonnen, Jahrhunderte zuvor. Hier hatten sie den Bund geschlossen, der sie für immer aneinander kettete. Er legte seine Hand auf den großen, kreisrunden und pechschwarzen Basaltblock, der sich in der Mitte zwischen den meterdicken Kristallsäulen erhob und ließ dessen Aura auf sich einwirken. Ja, die Zeit war gekommen, diesen Ort ein weiteres Mal zu nutzen. Nur hier konnte es gelingen, nur hier würde es ihnen überhaupt möglich sein. Damals war es einfacher gewesen, er hatte die alten Riten benutzt, jene düsteren dämonischen Formeln, auf deren Kenntnis allein an manchen Orten schon der Tod stand. Doch dieser Ort beugte sich ihm nicht. Wie schon damals würde es den Einsatz einer Kraft benötigen, über die selbst er nicht gebot. Er brauchte den alten Drachen, damals und erneut. Als er sich wieder aufgerichtet hatte, legte sie die Arme von hinten um ihn und legte ihren Kopf auf seine Schulter.
    Es wird dieses Mal viel schwieriger.
    Ja. Dennoch... es muß getan werden.
    Du konntest ihn überzeugen?
    Ich denke nicht, aber er wird trotzdem helfen.
    Hm...
    Ist sie so weit?
    Noch nicht. Sie weiss nicht, was sie erwartet und ich will sie nicht einweihen. Noch nicht, noch ist Zeit.
    Ja, vielleicht... allerdings sind die Dinge in Bewegung gekommen.
    Er machte eine Art winkender Bewegung mit seiner Rechten, nach der sich ein kleines Nebelwölkchen aus dem Nichts bildete. Beide sahen aufmerksam hinein.
    Hmm... murmelte P'Tera und zog ihren Kopf zurück.
    Mhm... nickte der Magier.

    //*gähn*

  4. #308
    Ich lebe wieder... Benutzerbild von ~LORD°K~
    Im Spiele-Forum seit
    Jan 07
    Ort
    Hamburg, germany, Germany
    Beiträge
    1.499
    Der kleine Zwerg stapfte durch den schnee...besonnen mit kleinen schritten
    kam er seinem Ziel immer näher...In Tylenia wollte er nur kurz rast machen.
    Er hatte einige Aufträge zu beenden. Unteranderem dem Waffenladen in
    dieser Stadt aufzusuchen...da interesse besteht wie er durch einen boten erfahren hatte. So schleppte er sein gesammtes Repertoirre meisterhafter waffen
    mit sich herum. Wirklich schöne stücke, aus seltensten und edelsten Materialien. Angst vor dieben hatte er nicht, erstens sind Zwerge sehr wehrhaft, und gerade er hatte sehr viele sehr wichtige und einflussreiche freunde. Drael schnaubte...er mochte schnee nicht, und dann hatte sich sein Reittier auch noch einen schnupfen eingefangen!

    Nur Tylenia wollte er meiden, da er erstens von der Existenz des Dämonen Sangirion wusste, und weil auch viele andere zwielichtige gestalten zur
    zeit hier herumtollten...

    //der einstieg meines 2nd Charas...
    Geändert von ~LORD°K~ (2.10.07 um 10:05 Uhr)

  5. #309
    Heavenly Wind
    霧の艦隊
    Benutzerbild von £exa
    Im Spiele-Forum seit
    Dec 02
    Beiträge
    8.111
    Trotz des Gefühl, dass man sie beobachtete, geschah nichts. Na'Ralee hatte das Haus erreicht, in dem sich Shaskara noch immer aufhielt. Sie betrat es ohne zu zögern, nachdem sie festgestellt hatte, dass die Tür unverschlossen war. Shakti und Shyraska befanden sich noch immer dort, am Krankenbett der Halbdämonin, der es anscheinend immer noch nicht besser ging. Sie hatten sich ganz auf die Patientin konzentriert und bemerkten nicht, dass die Hochelfe sie beobachtete.
    Konnte sie Euch mitteilen, was geschehen ist?
    Na'Ralee Frage wirkte kalt, es schien beinahe, als würde sie sich gar nicht dafür interessieren, ob Shaskara überlebte, sondern nur dafür zu erfahren, was mit ihr passiert war.

    //Lord? Passe bitte die Daten deines Zwergen an - so geht das nicht, er ist zu groß und zu jung. Und noch was... wenn er wirklich so viele Waffen mit sich rumschleppt, kann er sich kaum bewegen. Das wär so, als würdest du zehn Lanzen auf einmal tragen - die kann er gar nicht alle transportieren, zumal er selbst noch bewaffnet ist, da braucht er ein Muli ^^ Außerdem solltest du die Aktion bzgl. Nala in Angriff nehmen - andernfalls wirst du erstmal keine Gelegenheit dazu haben.

  6. #310
    Meisterspieler
    Im Spiele-Forum seit
    Jan 04
    Beiträge
    2.741
    Shyraska nickte bedächtig. Er war es mittlerweile gewohnt, dass dieses Orakel aufzutauchen und zu verschwinden beliebte, wie es ihm gerade in den Kram passte, also hatte ihn das Erscheinen der Hochelfe auch nicht sonderlich beeindruckt. Seine Gedanken kreisten ausschließlich um Shaskara.
    Es war dem Elfen gleichgültig, ob Na'Ralee sich mit dieser Aiskunft zufrieden geben würde, er traute dem psychisch offenbar sehr labilen Orakel nicht wirklich. Vielleicht durchsuchte es ja ín diesem Augenblick seine Gedanken, um das herauszufinden, was er mnicht verraten hatte. Doch die Hochelfe hatte ihn nur nach dem Ob gefragt, nicht nach dem Was.

  7. #311
    Heavenly Wind
    霧の艦隊
    Benutzerbild von £exa
    Im Spiele-Forum seit
    Dec 02
    Beiträge
    8.111
    Das ist gut... kommentierte sie ebenso ungerührt. Tatsächlich las sie in seinen Gedanken, erkannte die Besorgnis und auch das, was die Halbdämonin ihm zwischenzeitlich mitgeteilt hatte. Es war leichter, seine Erinnerungen zu lesen, als die Shaskaras, die nachwievor hinter einem Schleier aus endloser Dunkelheit verborgen waren. Sie brauchte sich nicht einmal besonders anzustrengen, da er ohnehin ständig an sie dachte... so erfuhr Na'Ralee schließlich auch, dass man Shaskara entrissen hatte, wo sich die Robe befand und auch dass sie davon ausging, dass Xerthys dafür zu verantworten war.
    ...allerdings...
    Sie sprach dieses eine Wort sehr langsam und näherte sich dabei dem Bett.
    ...ist es bedauerlich, dass all die Mühe umsonst war. Sie hat versagt.
    Sie strich der Kranken eine Haarsträne aus dem Gesicht, in ihrer Stimme lag allerdings kein Hauch des Vorwurfs, nicht einmal Enttäuschung. Es war eine rationale und nüchterne Betrachtungsweise.

  8. #312
    Contractor Benutzerbild von Chrono Chrusader
    Im Spiele-Forum seit
    Jan 06
    Ort
    Everywhere
    Beiträge
    967
    Shinara hatte das Ende des Waldes erreicht. Ihr Verfolger verhielt sich unauffällig. Das war auch gut so. Sanft rotes Licht fiel Shinara entgegen. Als sie entgültig aus dem Wald trat, sah sie den Ort unter sich brennen. Mitten zwischen den Häusern tobte ein roter Drache. Er war für seine Art noch recht klein, das konnte die Elfe erkennen. Aber irgendetwas war seltsam. Nie in ihrer gesamten Existenz war ihr ein Drache begegnet, der solch eine Wut an den Tag legte. Als sie genauer hinsah, in seine Augen, erschrak sie. Der Drache hatte keine Pupillen! Etwas stimmte absolut nicht. Trotzdem wollte sie sich gerade abwenden, als ihr Blick auf ein kleines Mädchen fiel, das von Flammen eingeschlossen war. Die ängstlichen Schreie genügten, damit die Elfe ihre Meinung änderte. Sie stürmte in den Ort hinunter. Geschickt wich sie den glühend heißen Flammen aus. Sie verschwand kurz, tauchte woanders wiederauf, verschwand wieder. Wie ein Geist oder Dämon bewegte sie sich durch den Ort. In letzter Sekunde, bevor ein herabstürzender Dachbalken das Mädchen getroffen hätte,riss Shinara sie weg. Doch diesmal war sie nicht ganz so schnell. Gerade als sie verschwand, traf sie ein Stück des herabfallenden brennenden Balkens. Sie verzog jedoch keine Miene. Sie brachte das Kind sicher aus dem Dorf und eilte sofort zurück. Der Drache bäumte sich hoch auf. Shinara sah ihn sich an. Dann bemerkte sie etwas seltsames. In seinem Nacken steckte etwas. Wie der Blitz sprang sie am Körper des Drachen hoch, über Dächer und landete schwankend auf dem Drachen. Shinara war völlig außer Atem. Trotzdem zog sie mit aller Kraft die seltsame Lanze aus dem Drachennacken. Ein letztes Mal bäumte sich der Drache auf. Erschöpft legte er sich nieder. Über seine Schuppen rutschte die Elfe vorsichtig hinunter. Mit der Lanze in der Hand stellte sie sich vor das Drachenauge. Die Pupille war wieder da. "Wer... bist du nicht Shinara, die Blitzgöttin? Ich dachte, du wärest tot." Shinara schüttelte den Kopf. "Ich bin wieder da. Rohazor, alter Freund. Was ist geschehen?" "Du beherrschst die Sprache meines Volkes immer noch. Das freut mich." "Lenk nicht ab. Was ist passiert?" "Ich weiß es nicht mehr. Alles, woran ich mich erinnern kann, ist eine Gruppe dunkel gekleideter Menschen, mit genau dieser Lanze... danach erinnere ich mich nur an einen ungewöhnlichen Schmerz, der mich rasend machte." Zärtlich strich ihm Shinara über die Nüstern. Sie legte ihren Kopf an seinen und schloss die Augen. Der Drache ließ sie gewähren. Er war einfach nur glücklich, wieder frei zu sein. "Hör zu, mein Freund. Ich muss dringend nach Tylenia. Kennst du diesen Ort?" Der Drache hob seinen massigen Schädel. "Natürlich kenne ich diese Stadt. Ich bringe dich gerne hin, wie in alten Zeiten. Würde es dir etwas ausmachen, mich davor zu Tyrcanor zu begleiten?" Shinara schüttelte lächelnd den Kopf. "Ich wollte ihn immer schon mal sehen. Natürlich begleite ich dich. Und dann", sie ballte die Fäuste, "geht es nach Tylenia. Ganz wie damals." Der Drache ließ sie aufsteigen. Sie suchte sich ihren Lieblingsplatz in seinem Rückenkamm und hielt sich gut fest. Mit mächtigen Flügelschlägen erhob sich der Drache. Der Wind, den Rohazor verursachte, war stark genug, die Flammen der umliegenden Häuser auszupusten. Rohazor stieß sich kraftvoll vom Boden ab. Wichtig war erst einmal, aus dem Ort zu entkommen. Eine Stunde Flug musste reichen, dann konnten sie rasten. Shinara drückte sich an den Kamm und schloss die Augen. Ihre Blitzschritte hatten sie zuviel Kraft gekostet. Sie war vollkommen aus der Übung. Bald schon schlief sie ein und sah nichts von dem Land unter ihr.
    Geändert von Chrono Chrusader (30.9.07 um 10:41 Uhr)

  9. #313
    Heavenly Wind
    霧の艦隊
    Benutzerbild von £exa
    Im Spiele-Forum seit
    Dec 02
    Beiträge
    8.111
    Shyraska hatte geschwiegen... das war Na'Ralee gleichgültig, da er irrelevant war. Und da Shaskara die Robe vermutlich verloren hatte, war auch sie gänzlich irrelevant geworden. Sie nahm den Albenstein der Halbdämonin vorsichtig in ihre Hand und betrachtete ihn mit glänzenden Augen.
    Du bist so still...
    Sie redete nicht mit dem Dunkelelfen neben sich oder der alten Heilerin, sondern richtete ihre Worte an den Albenstein, so als könne er antworten. Plötzlich schloss sie die Augen.
    B'thliel am'cca, mhe evoc te, tia'em eth alith P'Har
    Die Worte der Hochelfe klangen merkwürdig... fremdartig und doch vertraut. War das Albisch? Sie flüsterte in einer Sprache, die keiner der beiden verstand, doch es jagte ihnen kalte Schauer über den Rücken. Und mit einem Male erstrahlte der Albenstein von Innen heraus in einem grellroten Licht... man konnte es gegen sein Leuchten kaum sehen, aber winzige Lichtfäden flossen aus der Hand der Elfe in den Stein. Was immer sie da tat... anscheinend führte sie ihm Energie zu. Nur wie tat sie es? Und noch viel wichtiger... woher nahm sie sie? Sie wirkte nach Außen so schwach, war das eine Fassade? Vermutlich... nur was war es dann, dass sich dahinter verbarg? Sie wirkte auch nicht labil oder usicher - im Gegenteil, sie schien ganz genau zu wissen, was sie wollte. Schließlich, der Bergkristall glänzte und funkelte wieder so, wie es sich gehörte, legte sie ihn vorsichtig auf Shaskaras Haut zurück.
    Sher tia'sarh mhe. Na'teh...
    Das waren ihre letzten Worte, ehe sie ihren Kopf anhob, sich umdrehte und wortlos das Zimmer verliess. Shakti blickte Na'Ralee hinterher, bis sich die Tür hinter ihr schloss Na'teh... auch dir Kind flüsterte sie. Obwohl die Heilerin nicht wußte, was das Mädchen wirklich gesagt und getan hatte, ein "Leb wohl" erkannte man am Klang der Stimme.
    Kaum hinter der Ecke atmete Na'Ralee tief durch und trat einen weiteren Schritt nach vorn. Sie wollten nicht hören, dann war es sinnlos, zu ihnen zu sprechen. Diesen Leuten hatte sie nichts mehr zu sagen. Nicht das geringste. Andere aber würden zuhören. Das Herz... suche das Herz. Finde... das Herz. murmelte sie, während ihr Körper von Innen zu leuchten begann wie die Sonne. Und als das Licht sich legte, war sie fort. Ganz einfach so.

    //viel Spass dann noch...

  10. #314
    Contractor Benutzerbild von Chrono Chrusader
    Im Spiele-Forum seit
    Jan 06
    Ort
    Everywhere
    Beiträge
    967
    Rohazor ließ den verbrannten Ort schnell hinter sich und legte an Tempo zu. Eine Flut von Gedanken ging ihm durch den Kopf. Was wollte er Tyrcanor sagen? Dann kam ihm die rettende Idee. Mit neuer Zuversicht setzte er seinen Weg zu der Stätte des Archedrachen fort.

    Shinara wachte auf, als sie spürte, dass die gleichmäßige Wellenbewegung des Drachenrückens aufgehört hatte. Ein Ruck ging durch Rohazor, als sie landeten. "Entschuldige, dass ich dich so unsanft geweckt habe. Wir hatten wohl Glück. Der Hort Tyrcanors liegt vor uns." Mit einem Schlag war Shinara hellwach. Sie rutschte vom Drachenrücken und machte ein paar Schritte in Richtung des Höhleneingangs, der sie wie ein riesiges, dunkles Maul zu verschlingen drohte. Aus dem Inneren erklang ein tiefes Schnaufen. Die Elfe glaubte, das Land selbst Atmen zu hören. In diesem Augenblick fühlte sie die erdrückende Kraft dieses Wesens. "Bleib dicht bei mir, Rohazor." Dicht gefolgt von ihrem schuppigen Freund betrat die Elfe die Höhle. Finsternis verschluckte sie vollkommen.

    Shinara wusste nicht, wie lange sie in fast vollkommener Dunkelheit, einzig erleuchtet von Rohazors Feuer, geirrt war. Doch endlich standen die zwei vor ihm. Majestätisch erschien Tyrcanors gigantisches Haupt aus dem Dunkel der Höhle. "Ehrwürdiger Tyrcanor, erlaubt uns bitte, das Wort an Euch zu richten. Ich bin Shinara, die Blitzgöttin, und das ist Rohazor..." "... ihr Partner und Freund in alle Ewigkeit."
    Das Anlitz Tyrcanors zeigte keine Reaktion, reglos musterte er die beiden Eindringlinge. So ging es zehn Minuten. Schließlich donnerte ein Gedanke durch die Höhle und liess die Elfe erschrocken zusammenfahren, ebenso den neben dem Tyrcanor fast zwergenhaft wirkenden roten Drachen an ihrer Seite.
    "Von dir habe ich gehört. Und du, Nestling... schweigst besser. Sag, was Du zu sagen hast, dann geht."
    Shinara seufzte erleichtert. "Wir brauchen euren Rat, ehrwürdiger Tyrcanor. Als ich aus dem Tod wiederkehrte, begegnete ich Rohazor. Dies war vor einigen Stunden. In seinem Rücken steckte eine seltsame Lanze, die ihn in den Wahnsinn trieb. Ich habe ehrlich gesagt Angst um unsere Brüder und Schwestern, dass ihnen das gleiche Schicksal widerfährt. Und genau hier werden wir Eure Hilfe brauchen. Auch wenn Euch vielleicht nichts an den anderen Drachen liegt. Doch die Menschen haben kein Recht, Hand an das Alte Volk zu legen."
    Tyrcanor verzog nicht eine Miene, sein Haupt aber senkte sich. Er erfasste die Gedanken der winzigen Kreatur vor ihm.
    "Du nennst uns deine Schwestern und Brüder?"
    Seine Frage drückte ihren Verstand förmlich zusammen. Sie war nicht ernst gemeint, denn er wußte bereits, was sie darauf erwidern würde. Sie sollte dadurch ihren Platz erkennen und ihre Anmaßung überdenken. Shinara erwiderte flüsternd, aber mit Sicherheit in der Stimme:
    "Ich lebte lange unter dem Alten Volk. Als Kind hatte ich unglaubliches Glück. Rohazors Vater, Me'rathor, nahm sich meiner an. Nicht die Elfen sind mein Volk, sondern die Drachen. Ich verabscheue die Sprache der neuen Völker."
    Der uralte Drache schwieg zunächst, seine riesigen Augen lasteten auf der Elfe und das machte ihr Angst. Keine Frage, wenn ihm nicht gefiel, was sie gesagt hatte, würde ihm ein einziger Stoß mit seinem Horn genügen, um sie zu den Ahnen zu schicken.
    "Du besitzt etwas, das ich selten sehe. Unbezwingbarer Wille und einfache Weisheit. Und du sorgst dich um diesen Nestling... das ist gut, er hat noch viel zu lernen. Dein Ansinnen ist aufrichtig, darum werde ich deiner Bitte folgen. Suche jene, welche der Bruderschaft getrotzt haben. Silbernes Blut zeigt dir den Weg. Wenn du sie siehst, wirst du es wissen. Nun geht, ich habe Euch nichts mehr zu sagen."
    "Vielen Dank, Ehrwürdiger."
    Shinara und Rohazor drehten sich um. Tyrcanor sah dem weißen Totenkleid hinterher. Kurz bevor sie wieder ins Licht traten, glaubte Shinara, etwas zu hören, was seit langer Zeit niemand vom Archedrachen vernommen hatte. Viel Glück auf eurer Reise, Sterbliche.

  11. #315
    Ich lebe wieder... Benutzerbild von ~LORD°K~
    Im Spiele-Forum seit
    Jan 07
    Ort
    Hamburg, germany, Germany
    Beiträge
    1.499
    //Indess vor Tylenia//

    Rigson hatte das dorf passiert in dem vor einiger zeit, wie er vermutete, sein alter bekannter Sangirion gewütet haben muss. Wie er diesen Dämon nicht ausstehen konnte. Größenwahnsinnig, und machtbesessen war er. Zum glück hatte er nicht die mittel und wege...-ein glück ist er nicht vom schlage legios- grummelte er in seinen Bart. Der ritt auf Drael war etwas holperig, das sie unter dem schnee den weg verlohren hatten, das war jedoch nicht schlimm denn Tylenia war bereits in sicht.-Na, sie an...da machen wir rast mein Kleiner- er tätschelte Drael's nacken, worauf dieser schneller wurde. -Im schwarzen Merach, gibt es bestimmt ein schönes dunkles Zwergenbier, und für dich ne Ziege-

    Kurze zeit später kamen sie an, und er führte Drael unter den skeptischen Blicken des Wirtes in die Stallungen.-Wenn der an die anderen Tiere....- Wo denkst du hin, er ist schließlich erzogen...- Mit diesen Worten begab sich Rigson Halin in die Kneipe, bestellte sich ein Maas und ließ die Blicke schweifen...und spitzte die Ohren. Es waren zwar um diese zeit wenige gäste da aber die hatten einiges zu erzählen.

    ...ein zierlicher junge, mit einer schwehr verletzten frau...aufständische...ermordete Gardisten...Ein kampf zwischen eine assasine und einem Sandwesen...Diebe...riesenratten, hohes Kopfgeld...

    Das gespräch über die assassine, zwischen den beiden mutmaßlichen augenzeugen vertiefte sich...-Das ist wirklich viel selbst für Tylenia- dachte Rigson sich und leerte seinen krug. Der zweite folgte ohne das ein wort gewechselt wurde. Und er hörte den beiden am fenster wieder zu...

    ...unheimliche dinge, die hier geschehen...ein blondes mädchen mit einer unheimlichen aura...ganze Bande von vagabunden...in der stadt noch sicher?...ohne waffe aus dem haus gehen?...Diese Kriegerin in dieser Rüstung...hast du diese leuchtenden...ringe...

    Rigson horchte auf, nicht das klägliche quieken der Ziege und das knacken aus dem stall, nein...Ringwaffen...er grübelte-Wenn sie hier ist? aber was sollte sie hier, selbst Sangirion wäre unter ihrer Würde. Aber es hört sich danach an...-
    Er lehnte sich zum Wirt...und redete mit ihm...danach ging er zu Drael und band das gepäck von seinem rücken...dieser schmatzte gerade genüsslich in den Innereien der Ziege, die hatte Rigson teuer dem Wirt abschwatzen müssen.-Lass es dir schmecken,kleiner- Mit den worten schleppte er seine ware in das gemietete zimmer und hängte ein vergilbtes Plakat an die Tür des schwarzen Merachen...

    RIGSON HALIN
    MEISTERSCHMIED VOM
    Clan der Alebrylla
    NUR HEUTE VERKAUF UND REPARATUR

    dann ging er zufrieden hinein...

  12. #316
    Mehr Schlecht als Recht Benutzerbild von Zelles
    Im Spiele-Forum seit
    Dec 03
    Ort
    Imperial City (Berlin)
    Beiträge
    1.926
    //MONSTERPOST!^^

    Dunkelheit... Mal wieder. Einmal wieder hatte sie ihn aus dem Bewusstsein herausgerissen. Er sah viele Dinge... Zu guter letzt seinen Bruder, der vor dem immernoch brennenden Haus ihrer Eltern stand und flüsterte... Er hörte genauer hin.
    Räche mich... Räche mich...
    Seine Stimme verfolgte ihn... verfolgte ihn selbst dann noch, als er davon rannte, weit, weit weg. Er wollte ihm nur noch entfliehen. Er wollte...
    Dann bekam er eins mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen. Darauf folgte ein weiterer Schlag.
    Er schlug die Augen auf. Er lag mehr oder weniger weich in einem dunklen Raum. So dunkel, das seine Augen das Licht nicht durchdringen mochten. Uthrith'zar...
    Eine schwarz gepanzerte Hand legte sich an seine Kehle. Zaubere, und du stirbst. Die Magie verflog ungenutzt. Arindor sah, wie zwei rotglühende Augen in seine starrten. Er sah ein weiteres, matt rotleuchtendes Augenpaar, sobald er an dem Fremden herabblickte. Er keuchte und rang nach Luft. Seine Hände fuhren zu der Klauenbewehrten Pranke, die seinen Hals gefangen hielt. Als er die Hände um sie legte, drückte er zu. Doch der Fremde ließ nicht locker. Lass... Mich... Los...!
    Der Griff lockerte sich ein wenig. Du hast Glück, das du noch am Leben bist, törichter Dunkelelf.
    Was kümmert es dich, der du als Fremder in die Kammer kamst, in der ich lag, und mich entführt hast?
    Es kümmert mich wegen eines Versprechens. Wegen eines Eides.
    Was für ein Eid? Ein Eid, mich zu entführen?
    Ein Eid, dich zu schützen. Du führst ein Artefakt mit dir, das Jahre lang in falschen Händen lag. Ein Zauber wurde darauf gelegt, den zu beschützen, der das Artefakt verdient hatte.
    Der Dunkelelf staunte nicht schlecht. Welches Artefakt meinte er wohl? Und wer war er? Und vorallem, was war er? Wollte er ihn umbringen, oder sagte er die Wahrheit? Ich kann dir keinen Glauben schenken, solange du mir nicht sagst, was du bist, wie du heisst und woher du kommst. Und wo wir gerade dabei sind, kannst du mir auch sagen, welches Artefakt du meinst?
    Ich trage einen Namen, den du niemals aussprechen könntest. Doch du kannst mich Zrathor nennen. Woher ich komme und was ich bin, spielt für dich keine Rolle. Die Hauptsache ist, das ich dich beschützen werde, mit allen Kräften, die mir zur Verfügung stehen, bis du mich freigibst. Außerdem weisst du genau, welches Artefakt ich meine.
    Arindor dachte zuerst an seinen Stab Thrânduil, dann an Seth'Rael... Doch schließlich kam ihm der Runenbogen in den Sinn. Da er glaubte, keine eindeutige Antwort von Zrathor zu erhalten, ließ er die Fragerei sein und meinte nur Ich kann es mir denken. Und, warum gedenkst du, war es nötig, mich bewusstlos zu schlagen? Wo bin ich hier?
    Es war nötig, da du sonst kaum mitgekommen wärst. In deinem Zustand hättest du mich womöglich angegriffen. Du bist hier in einem kleinen Versteck außerhalb der Stadtmauern Tylenias.
    Ich halte dich immernoch für eine nichteinzuschätzende Bedrohung. Wieso glaubst du, ich würde dich nicht angreifen?
    Eben. Ich bin eine nicht einzuschätzende Bedrohung. Ich könnte stärker sein als du. Ich glaube, das reicht als Antwort.
    Um seine Worte zu bestärken ließ er Arindor los und breitete die Hände aus. Du kannst gerne versuchen, mich zu vernichten. Nur lass dir eins gesagt sein: Wenn du es versuchst, wirst du es nie wieder versuchen können.
    Der Dunkelelf rieb sich den Nacken. Die Klauen Zrathor's hatten ihm in die Haut geschnitten. Er setzte sich auf und blickte sich um. An einer Wand des kleinen Raumes lehnten ein Schild, der fast so groß war wie der Dunkelelf selbst, und ein Schwert, das er nur zweihändig führen könnte. Er gewöhnte sich langsam an die Dunkelheit, doch es war ihm immernoch nicht möglich, Zrathor genau zu betrachten. Eine ständige, undurchdringliche Finsternis umgab ihn, und machte seine Züge unkenntlich. Nur eins war klar erkennbar: Er war groß. Fast schon übermenschlich groß und muskulös. Arindor dachte garnicht daran, sich mit diesem Monstrum zu messen.
    Und nun? Ich muss zu meiner Gruppe. Und ich hoffe für dich, das sie dich nicht gleich in Scheiben schneiden wird.
    Wenn du es wünschst, können wir zurückkehren. Doch ich würde es bevorzugen, wenn du dein Gesicht veränderst. Ich werde nicht wieder sichtbar, bevor wir die Stadt verlassen haben.
    Mit diesen Worten öffnete er einen Durchlass im Boden, nahm Schild und Schwert von der Wand und fing an, den Tunnel zu betreten. Arindor folgte ihm nicht, bevor er sich nicht vergewissert hatte, das er noch Schwert, Stab und Bogen dabeihatte. Zrathor musste sie für ihn aus dem Behandlungszimmer mitgenommen haben. Dann trat auch er ins ungewisse Dunkel der Unterwelt...

  13. #317
    Heavenly Wind
    霧の艦隊
    Benutzerbild von £exa
    Im Spiele-Forum seit
    Dec 02
    Beiträge
    8.111
    {irgendwo nahe Aurania}
    Sie fiel aus dem Albenstern, so unsanft, wie sie auf den Pfad gekommen war. Eine gräßliche Art zu reisen. Glücklicherweise hatte es keiner bemerkt, denn der Knotenpunkt lag tief im dichten Wald. Mit Kopfschmerzen und zitternden Gliedern richtete die Hochelfe sich auf. Die anderen würden ohne sie besser zurecht kommen und Sashka hatte nun, was sie brauchte. Na'Ralee betrachtete ihr Geschenkt, den düster glänzenden Armreif, den sie noch immer an ihrem Handgelenk trug. Sie konzentrierte sich darauf und wie schon einmal hüllte sich ihr Körper in dunkle Schatten. Der Schattenschild verbarg sie vollständig, Ihre Manipulation war vielleicht bemerkt worden und so würde man sie nicht mehr finden. Das würde ihr helfen, Aurania zu erreichen, ohne von Banditen oder anderen Verfolgern behelligt zu werden. Dort würde sie warten... bis zum Morgen. Irgendwie mußte sie ja zu ihnen gelangen und mit der Hilfe des griesgrämigen Zwergs war ihr das vielleicht in Kürze möglich... so stapfte sie durch den Wald und blickte nicht zurück... zur Hölle mit ihnen, ich will nicht, ich hab das nie gewollt dachte sie zornig.

    {Nai'Ssur, Wasserfälle}
    Eine sternklare Nacht... gute Nacht, um zu jagen. Ein tiefes, urgewaltiges Donnergrollen fuhr über den Himmel und ließ scheinbar selbst die Sterne am Firmanent erzittern. Mit einem lauten Dröhnen und unter starken Vibrationen bahnte sich etwas gigantisches seinen Weg bis zum Krater des Bhar Nai'Ssur. Dann erhob sich ein dunkler Umriß in den Nachthimmel, umspielt von sanften Luftspiegelungen. Das infernalische Brüllen Tyrcanors konnte man sicher noch in Dutzenden Meilen Entfernung hören, vielleicht warf es sogar die Einwohner Firnhains aus dem Schlaf. Einige Augenblicke verharrte der riesige Körper wie schwerelos am Himmel direkt über dem brodelnden Kratergrund, dann brachten ihn mehrere Schläge mit den Schwingen, deren Windstoß man noch am Boden spüren konnte, auf Höhe. Mit donnerndem Rauschen schoss der Drache herab und raste im Tiefflug gen Westen zu seinem Jagdrevier im östlichen Orkland davon. Im Vorbeiflug, knapp über dem Boden, öffnete er sein riesiges Maul und riß einen Braunbären, der nicht rechtzeitig in den Wald hatte flüchten können, mit sich in Luft, wo er ihn am Stück verschlag, ehe er dann langsam wieder an Höhe gewann und am Horizont verschwand.

    //Happa Happa Ham Ham

  14. #318
    Meisterspieler
    Im Spiele-Forum seit
    Jan 04
    Beiträge
    2.741
    Der Albenstein auf Shaskaras Brust begann plötzlich zu pulsieren, ganz leicht und gleichmäßig, wie ein Herz, das schlägt. Er strahlte mit jedem Herzschlag Wellen rotgoldenen Lichts aus, dann endete es. Mit Shyraskas Albenstein hatte es sich nicht anders verhalten. Etwas war mit den Albenpfaden geschehen, so viel war sich, die Frage war nur: Was war es?
    Mittlerweile wunderte den Elfen jedoch gar nichts mehr, wenn Na'Ralee sich ihnen zeigte, geschahen häufig Dinge, die man sich nicht erklären konnte. So hatte er gar nicht erst gefragt, wie die Elfe es geschafft hatte, die Energien Shaskaras Albensteines wieder aufzufüllen. Solche Zauber gab es freilich, sie zogen ihre Kraft direkt aus den Pfaden und übertrugen sie auf die Steine, aber sie waren äußerst kompliziert, zumindest sagte man sich das, denn sie waren quasi unbekannt, da sie von den wenigen, die sie beherrschten, streng gehütet wurden. Dass Na'Ralee einen solchen Zauber beherrschte, verwunderte ihn daher nicht weiter, so wie ihn mittlerweile nichts mehr verwunderte, was das Orakel an Wissen und Fertigkeiten preisgab. Es war jedoch seltsam, dass sie sich selbst um den Albenstein gekümmert hatte, obwohl sie sonst wie allergisch darauf reagierte.
    So wandte er sich wieder Shaskara zu. Ihr Zustand hatte sich ein wenig verbessert, vielleicht lag das ja daran, dass ihr Unterbewusstsein nun eine engere Verbindung mit dem Albenstein aufgebaut hatte und nun die nötige Energie aus dem Stein bezog. Hoffentlich war es so.



    --- zur gleichen Zeit in Sitia ---

    Unruhig lief die weißgewandete Hochelfe in ihrem Arbeitszimmer umher. "Etwas läuft ganz gewaltig aus dem Ruder...", murmelte sie vor sich hin. Ihre Stirn hatte sie in Falten gelegt, ihre Hände vor der Brust verschränkt. "Die Pfade werden von immer stärkeren Erschütterungen heimgesucht, gerade jetzt, da sie ohnehin schon instabil sind. Verfluchte Ssarfey, sie haben alles zunichte gemacht!", fluchte sie, während sie sich auf dem Stuhl vor ihrem Sekretär niederließ und ihren Blick auf eine silberne Kette richtete, die vor ihr auf dem Pult lag. "Sowohl der Nexus in P'Tyris als auch der Nexus in N'Salay sind zerstört, der Bann, der uns beschützen soll, ist zerbrochen, und als ob das nicht schon genug des Übels ist, ist sogar das Pfadnetz schwer getroffen worden und droht nun immer mehr sich aufzulösen. Und dann sind wir den Yingiz schutzlos ausgeliefert! Was planen diese Bestien denn noch!?"
    Die Stimme der Elfe spiegelte Ratlosigkeit ebenso wie Wut wieder. Das ging nun schon seit Wochen so, und jedes Mal, wenn neue Nachrichten eintrafen, dass Todesengel in Sadryn gesehen worden waren, verschlechterte sich die Laune der Hochelfe in dem Maße, in dem ihre Anspannung wuchs. Nun kamen auch noch die sich häufenden spürbaren Störungen im Pfadnetz hinzu, das sie alleine nicht zu flicken vermochte, selbst wenn es in Selenia wohl keine Magierin gab, die sich auf solch vortreffliche Weise mit der Magie der Alben auskannte. Doch außer Antanaéra, der Großfürstin des Waldvolkes, hatte sie keine Unterstützung finden können. Sie war ebenfalls eine mächtige Magierin, vor der die Hochelfe großen Respekt hatte, doch das reichte einfach nicht aus. Und nun war auch noch eines der wichtigsten Orakel Selenias getötet worden und dessen Erbin unauffindbar, wiewohl sie mit Sicherheit noch lebte. Doch sie entzog sich ihrem Blick, obwohl sie Dutzende von Spionen ausgesandt hatte, um die Elfe aufzuspüren, selbst Almaton, den Kommandanten der Leibwache, ihren engsten Vertrauten.
    Damit war sie den Bedrohungen, die nicht nur sie, sondern ganz Sadryn, ganz Selenia betrafen, schutzlos ausgeliefert. Das Orakel in Silanpal vermochte die Zukunft nicht zweifelsfrei zu deuten, sie waren auf ein weiteres Orakel angewiesen.
    Die blonde Frau, die ihr gegenüber saß, hatte bislang geschwiegen. Es mochte verwundern, dass sich eine Menschenfrau und eine Hochelfe so nahe kamen, zumal es sich bei dieser Hochelfe nicht um irgendeine beliebige handelte. Gerade deshalb mochte die Aura gegenseitiger Akzeptanz und Verbundenheit, die beide umgab, auf einen Fremden unerklärlich wirken.
    Auch die blonde Frau schien intensiv nachzudenken, die Sorgen der Hochelfe zu teilen. "Ich werde mich auf die Suche nach Thra'ell machen", begann sie und ihre Gesprächspartnerin sah sie skeptisch an.
    "Wozu? Meinst du nicht, wir haben im Augenblick andere Sorgen?"
    "Thra'ell ist ein Teil unserer Sorgen, unterschätze ihn auf keinen Fall. Wir müssen zuerst ihn beseitigen, ehe wir uns den anderen Problem zuwenden. Erinnerst du dich nicht an den Orakelspruch?"
    "Folge dem Weg der alten Feindschaft. Er beginnt mit der Freundschaft und führt dich ins Licht. - Aber woher willst du wissen, dass das Orakel damit Thra'ell gemeint hat?"
    "Du weißt, dass ich recht habe, die spürst es so wie ich. Ich verstehe, dass du dich an mich klammerst, jetzt, in dieser schweren Zeit, doch wenn wir jetzt nichts tun, verpassen wir womöglich die entscheidende Gelegenheit. Stillstand kann nicht zum Sieg führen."
    Die Hochelfe seufzte und schüttelte den Kopf. "Du hast ja recht, du musst es wagen. Doch du musst auch meine Sorgen verstehen."
    Die Menschfrau lachte hell auf, doch es war ein zynisches Lachen. "Ich teile meine Sorgen mit dir, ich tue das für dich, nicht für mich, und das weißt du auch!"
    Die Hochelfe nickte bedächtig. "Natürlich, und gerade weil es meine Sorgen sind, kann ich nicht loslassen. Ich vertraue dir schließlich."
    Auch die Menschenfrau nickte und warf der Hochelfe einen dankbaren Blick zu, den diese erwiderte. Damit war alles zwischen den beiden geklärt. Dann erhob sich die Menschenfrau und trat durch die Tür. Ihre Wege würden sich so schnell nicht mehr kreuzen.



    //Jetzt wäre Zeit für einen Zeitsprung! *gg*//
    Geändert von The Dark One (22.1.08 um 17:03 Uhr)

  15. #319
    Heavenly Wind
    霧の艦隊
    Benutzerbild von £exa
    Im Spiele-Forum seit
    Dec 02
    Beiträge
    8.111

    Achtung: - ZEITSPRUNG -

    {am nächsten Morgen, Gasse...}
    Er war betrunken, der leere Weinsack baumelte in seiner Hand und mit der anderen stützte er sich an der Hauswand ab, um seinem Magen Ruhe zu geben. Er hörte ein Rauschen, als sie sich direkt hinter ihm materialisierte und als er sich dann umdrehte und in ihre Augen sah, fuhr er zusammen und er mußte sich vor Schreck beinahe übergeben. Doch bevor das passieren konnte, hatte er ihre rechte Hand am Haaransatz sitzen und wurde unsanft gegen die Hauswand geschubst, wo er ohnmächtig zu Boden ging...
    Barbaren... fuhr ihr gleichgültig durch den Kopf. Na'Ralee war fort, sie konnte es spüren... oder besser: nicht spüren. Das Orakel hatte den Armreif mitgenommen, Es war jedoch kein Verlust, eher von Vorteil. Es gab noch viele wie ihn. Nur dadurch, dass Na'Ralee ihn mitgenommen hatte, würde sie die Elfe leicht wiederfinden können, wenn es nötig wäre. Den Ring zu verlieren, wäre unerfreulicher gewesen.
    So, Paladin. Dann wollen wir sehen, ob man sich auf die Worte eines Orakels verlassen kann...
    Mit dieser recht ungehaltenen Gemurmel verliess sie die Gasse.

  16. #320
    Mehr Schlecht als Recht Benutzerbild von Zelles
    Im Spiele-Forum seit
    Dec 03
    Ort
    Imperial City (Berlin)
    Beiträge
    1.926
    Arindor schlug die Augen auf. Er lag in einem nur vom Morgenlicht erhellten Zimmer einer Herberge oder eines Hauses. Nachdem er sich aufgesetzt hatte, fuhr er vor Schreck zusammen, als er die große, Schwarze Gestalt Zrathor's in einer Zimmerecke stehen sah wie eine eingefärbte Steinstatue.
    Wirst du mich von nun an IMMER bewachen?
    Er nickte. Arindor stand auf. Er hatte sich in die erstbeste Herberge begeben, die er gesehen hatte, als er aus dem Tunnel Zrathor's gestiegen war. Es war der schwarze Merach gewesen. Er hatte gehofft, wenigstens Khelad hier anzutreffen, doch der Zwerg war abgereist. So hatte der Wirt es jedenfalls erzählt. Außerdem habe der Gerüstete einen Brief für ein Mitglied seiner Gruppe hinterlassen. Arindor hatte den Brief, auf dem auf der Vorderseite "An Na'Ralee" geschrieben stand, eingesteckt, um ihn der Hochelfe auszuhändigen, wenn er sie das nächste mal sah.
    Nun, ich schätze es wird Zeit, nach den Anderen Ausschau zu halten.
    Meinte er zu sich selbst, während er die Rüstung anlegte. Er war es zwar nicht gewohnt, sich tarnen zu müssen, bevor er aus dem eigenen Zimmer trat, doch es war besser, als umgebracht zu werden, weil man ein Dunkelelf war.
    Er färbte seine Haare blond, seine Haut milchig weis und seine Augen blau.
    Ich nehme an, das du mir folgen wirst?
    fragte er die schwarze Statue zu seiner Linken. Er konnte nun mehr von Zrathor's Gestalt erkennen. Er steckte in einer außergewöhnlich gut gearbeiteten, schwarzen Ganzkörperrüstung. Eine große Fratze war in die Brustpanzerung eingearbeitet worden, deren Augen matt rot leuchteten. Ebenso gearbeitet waren die Knieplatten. Die Rüstung sah eindrucksvoll aus. Eindrucksvoller als jede Rüstung, die Arindor bisher gesehen hatte.
    Zrathor nickte. Wenn ich du wäre, würde ich mich lieber tarnen. Bei deiner Gestalt würden die die Leute sofort angreifen.
    Mit einem weiteren Nicken verschwand der Stille. Nur ein leichtes Wabern zeugte von seiner Anwesenheit.
    Arindor verließ sein Zimmer und setzte sich in den Schankraum der Taverne, wo er sich neben etwas zu Essen auch Wasser bringen ließ, was den Zwergenwirt verwunderte (So etwas bestellten nicht viele Leute bei ihm). Doch der Dunkelelf bekam, was er sich bestellt hatte.

Ähnliche Themen

  1. NWN Schatten von Undernzit Kapitel 2, Transportable Tür
    Von korrbagg im Forum Neverwinter Nights
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 20.4.07, 09:40
  2. The Suffering ties that bind - Grafikfehler/Kapitel 11
    Von xboxgamer im Forum Action & Adventures
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 25.6.06, 08:00
  3. Hilfe bei Kapitel/Stunde 11
    Von Yazoo82 im Forum Project Zero
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 7.3.06, 18:48
  4. gebetsbeutel (schatten v. undernzit: kapitel 2)
    Von Xeros im Forum Neverwinter Nights
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 5.3.06, 18:59
  5. NWN Schatten von Undernzit Kapitel 1 - HIILLFFEE!!
    Von lomir im Forum Neverwinter Nights
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 24.8.04, 12:17

Lesezeichen

Forumregeln

  • Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
  • Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
  •