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Thema: Kapitel 11: Hinter den Schatten der Maske

  1. #289
    Heavenly Wind
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    Benutzerbild von £exa
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    Sashka sah kurz auf den Ring und dann wandte sie ihren Kopf ein Stück und blickte zu Arindor hinunter.
    Von mir aus.
    Erwiderte sie gelangweilt, ihre Hand schnellte vor, ohne dabei hinzusehen. Sie schnappte den Ring, noch ehe der Dämon reagieren konnte. So schnell war nicht einmal ein Uriq'Tesh. Dann trat sie einen Schritt zur Seite.
    Bedien dich... der Wechselbalg wird sich nicht wehren, da machst du wirklich ein sehr gutes Geschäft.
    In ihrer Stimme schwangen Spott, Hohn und Ironie mit, wie selten zuvor.

  2. #290
    Meisterspieler
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    In Lanarys kam Verzweiflung auf. Was tat Sashka da? Sie würde Arindor doch nicht ernsthaft diesem Dämon überlassen! Oder trieb sie ein psychologisches Spielchen mit ihm.
    Was es auch immer war, die Waldelfe konnte nicht einfach unbeteiligt zusehen, was sich nun ergeben würde. Sie musste eingreifen, auch wenn es möglicherweise sinnlos sein würde oder wenn ihr Angebot auch noch zo lächerlich war.
    "Sagtest du nicht, du seist ausschließlich an dem Kopf des Meisters von diesen Betrügern interessiert?", warf Lanarys ein, sie gab sich Mühe, ihre Stimme nicht allzu zittrig klingen zu lassen. "Was ist, wenn du anstelle des Kopfes unseres Gefährten diesen erhältst?"
    Vielleicht war dieser Versuch sinnlos, vielleicht konnte sie so aber auch Zeit gewinnen...

    //@Lord: Demnächst bitte deinen Posteingang prüfen, sobald ich mich mit Botox geeinigt habe, erhälst du den Rest! *gg*//
    Geändert von The Dark One (16.9.07 um 14:33 Uhr)

  3. #291
    Ich lebe wieder... Benutzerbild von ~LORD°K~
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    Du hast Mut, mich einfach um meinen Lohn bringen zu wollen!, höhnte Sangirion, an Lanarys gewandt. Würde ich nicht wissen, dass du eine solche Vereinbarung nicht einhalten kannst, würde ich glatt darauf eingehen.
    Und warum glaubst du, dass wir das nicht könnten?, warf Lanarys ein, ihre Stimme klang nun skeptisch.
    Sangirion lachte laut auf.
    Warum? Närrin! Dieser Gegner ist bei weitem zu stark für euch!
    Er schüttelte nur seinem Kopf, dabei grinste er amüsiert. War dieses Elfenweib wirklich so einfältig, oder tat sie tatsächlich alles, um ihren Gefährten zu retten?
    Gemeinsam konnten wir dich bedrängen und wenn du mit diesem Gegner fertig wirst, dann sollte uns das doch wohl auch gelingen, hielt Lanarys dagegen und Sangirion lachte erneut schallend auf. Da hatte er seine Bestätigung - sie war mehr als töricht.
    Dein Mut scheint nur noch von deiner Dummheit übertroffen zu werden, wenn du ernsthaft glaubst, gegen dieses Pack etwas ausrichten zu können, entgegnete der Dämon höhnisch und schüttelte erneut den Kopf. Ja, die Elfe war eindeutig verrückt.
    Ahja... dann sei so gut und verrate mir doch etwas mehr über dieses "Pack", äußerte sich Sashka kurzerhand, ehe Lanarys erneut etwas erwidern konnte. Sie hatte den Worten bislang mit nahezu ausdrucksloser Miene zugehört und sich mit dem eben erhaltenen Siegelring beschäftigt.
    Der Dämon stutze und blickte Sashka daraufhin an - eigentlich schien sie mit der Gruppe nichts zu tun zu haben, sie verstand offenbar die Gedanken eines Dämonen, sonst hätte sie ihm nicht den Kopf des Formwandlers so bereitwillig angeboten. Wenn sie aber gemeinsame Sache mit der Gruppe machte, würde es sich vielleicht doch lohnen, ihnen mehr über die Angelegenheit zu verraten. Die Frau war sicher keine normale Menschenkriegerin.
    Unsere Interessen ähneln sich möglicherweise, Dämon. Wir werden wohl bald ebenfalls auf dieses "Pack" stossen und wenn du ihren Anführer willst, nun, dann solltest du eventuell dein Wissen preisgeben, um einen dir genehmen Ablauf der Dinge sicherzustellen. Immerhin läuft DIR die Zeit davon, nur wenige Tage noch. Und wenn du in neun Monaten wieder hier bist, könnte es für deine Rache zu spät sein. Der Schädel des Wechselbalgs nützt dir dann auch nichts mehr. So wie ich es sehe, Dämon, hast Du fast nichts zu verlieren und sehr viel zu gewinnen, fuhr die Kriegerin fort, und Sangirion konnte im Grunde nicht leugnen, dass die Frau mit ihren Aussagen recht hatte. Er atmete tief ein, es wirkte so, als sei er dadurch wieder sehr gereizt. Doch der flüchtige Eindruck verschwand rasch.
    Also gut, da habt ihr eure Informationen. Ich habe herausgefunden, dass dieses Pack einer Sekte angehört. Sie verehren einen Götzen aus alten Zeiten und der oberste Priester ist zugleich auch ihr verfluchter Meister. Was sie wollen, weiß ich nicht und es schert mich nicht. Aber sie haben etwas mit den Krankheiten zu tun, die sich von Osten des Menschenlandes her auszubreiten beginnen... unter ihren faulenden Kadavern befand sich nämlich ein Glasröhrchen mit einer stinkenden Substanz. Das ist sicherlich nicht alles, aber es reicht mir..., erklärte er genervt, fuhr dann jedoch fort:
    Ich halte es nach wie vor für unwahrscheinlich, dass ihr etwas gegen den Kopf der Betrüger ausrichten könnt. Deshalb werde ich nicht so einfach auf meinen Tribut verzichten.
    Seine Stimme klang wieder kalt, fordernd. Natürlich war der Kopf dieses widerlichen Meisters ein verlockenderes Angebot als der häßliche Schädel eines dahergelaufenen Gestaltenwandlers, nur wer sagte ihm, dass diese Sterblichen am Ende nicht einfach verschwanden, wenn er diesem Angebot zugestimmt hatte? So einfach würde es nicht werden, er brauchte eine Sicherheit. So sah er zu Sashka, der er zwar arg mißtraute, aber zeitgleich noch am ehesten zutraute, es zu verstehen.
    Geändert von ~LORD°K~ (16.9.07 um 20:20 Uhr)

  4. #292
    Heavenly Wind
    霧の艦隊
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    Noch während der Dämon sie anstarrte, torkelte ein seltsam gekleideter Mann mit einem kleinen Leuchtkristall um den Hals in den Tunnel, direkt an Sangirion vorbei. Es war der Abenteurer, den Na'Ralee und Sashka schon einige Zeit zuvor getroffen hatten, er wirkte völlig verwirrt und desorientiert.

    Wer ist das jetzt? Noch mehr von Euch?

    Sashka untersuchte den goldenen Siegelring weiter äußerst gründlich, denn er verströmte eine finstere, kalte Aura. Ohne aufzusehen murmelte sie einige seltsame Worte, als plötzlich der durch den Tunnel taumelnde Glücksritter fast ungebremst gegen sie stieß. Offensichtlich hatte Na'Ralees Gedankenschlag bei ihm mehr durcheinander gebracht, als es beabsichtigt gewesen war. Er blickte sie verstört an und lallte einige Worte, doch noch bevor er etwas tun oder sich verständlich machen konnte, hatte Sashka ihn am Hals gepackt, hob ihn daran röchelnd fast eine Elle hoch über den Boden, und das mit nur einer Hand. Sie hatte etwas bemerkt, was sie zuvor komplett übersehen hatte. Er roch nach Fäulnis, nach der Seuche, wenn auch nur sehr schwach. Plötzlich knackte es laut.

    Deine Anzahlung

    Sie warf den leblosen Körper ohne weiter hinzusehen direkt vor die Füsse Sangirions. Der Kriegerin war es egal, wer der Kerl war und dass er vermutlich nur durch unglückliche Umstände in die Situation geraten war. Er war verseucht, hatte sich irgendwo mit der Pestilenz infiziert, und nachdem nun eine dunkle Brühe aus seinen Augen quoll, konnte man das auch deutlich erkennen.

  5. #293
    Meisterspieler Benutzerbild von Murdog
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    Timdor wurde es langsam zuviel. Er war hierhergekommen um Arindor vor seiner eigenen Dummheit zu retten und nun geriet die Lage immer weiter ausser Kontrolle. Erst wollten diese Unbekannten, mit denen der Gestaltwandler unterwegs war selbigen feige und ehrlos opfern um ihr eigenes Leben zu retten und nun hatten sie einen anderen Menschen kaltblütig ermordet. Als "Anzahlung"... Timdor wusste zu wenig um einschätzen zu können wie es nun weitergehen würde, aber er würde Arindor nicht hier unten sterben lassen. Dafür war es einfach zu interessant zu beobachten, in was für ein Fettnäpfchen er wohl als nächstes treten würde.

    So stieß er sich von der Kanalwand ab, ging langsam auf den Dämon zu und verkündete dabei:

    Diese Feier wird mir allmählich zu heiß. Ich weiß nicht wie ihr es geschafft habt einen derart hochrangigen Dämon so zu verärgern und offen gestanden ist es mir auch egal, aber so wie ihr euch aufführt könnt ihr auf meine Hilfe nicht zählen.

    Er blieb neben Arindors am Boden liegender Gestalt einige Schritt vor dem Dämon stehen, blickte zu ihm auf und fügte in einer der Sprachen der Dämonen hinzu.

    Tarr'dieck Kezz Kain, Ssangirion. Ul-Ukior Ezz ent.

    Mit einem schiefen Grinsen über die Schulter wechselte er zurück in die Gemeinsprache.

    Ach übrigens, Arindor braucht ihr doch nicht mehr, oder?

    Sein rechter Stiefel landete auf Arindors Brust und beide lösten sich innerhalb weniger Sekunden in Rauch auf.

    Timdor lieferte Arindor in der Stadt bei einem Medikus ab und verschwand, nachdem er dem Heiler einen geradezu obszönen Preis gezahlt hatte um über die Dunkelelfische Abstammung des Patienten hinwegzusehen, abermals zu dem Ort, den er zu Arindors Rettung so überhastet verlassen musste. Er hatte noch viel zu lernen und sein Meister würde wahrscheinlich wie immer äußerst ungehalten sein. Ein kleiner Preis, für die Fortschritte, die er machte und bald würde seine Ausbildung endlich beendet sein...
    Geändert von Murdog (17.9.07 um 00:29 Uhr)

  6. #294
    Heavenly Wind
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    Sashka hätte den Magier leicht stoppen können. Sie tat es allerdings nicht, da es ihr nur recht war, wenn er mit dem Formwandler verschwand. Das bedeutete, dass man ihn nicht würde raustragen müssen, denn sie hätte ihn nicht aus dem Kanal teleportiert und die anderen hätten ihn kaum dort gelassen.
    Sind wir dann fertig oder hast du eventuell vergessen, irgendetwas zu erwähnen?
    Sashka fragte den Dämonen geradeheraus und bedeutete den anderen zugleich, von dort zu verschwinden. Für den Moment wollte sie die allfälligen Fragen der Leute nicht beantworten.

  7. #295
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    Timdor verschwand mit Arindor wie er aufgetaucht ist. Zu schade, dass r nicht an Staxx gedacht hat.... So blieben nur noch Staxx und Lanarys, und natürlich Sashka, die aber eher schien, als wolle sie die ganzen Leute loswerden. Na dann... Meinen Kopf hab ich noch, also muss ich zusehn, dass die Übrigen ihn auch behalten.. Lanarys und Sashka konnten sehr gut für sich selbst sorgen, also musste Aegnor noch Staxx helfen.

    Er bückte sich über den ohnmächtigen Kämpfer und murmelte etwas, berührte ihn kurz und stand auf. Staxx' Umrisse wurden flau und Rauchartig, und um seinen Körper schienen sich Dampfschwaden zu bilden. Mit einem weiteren Zauber beschwo Aegnor eine leichten, heraufsteigenden Wind der den gasförmigen Staxx zwischen dem Gullideckel und der Straße trug, und ihn dann wie ein Luftkissen leicht über den Boden hielt.

    Dasselbe im Grünen für den noch wachen Menschen, auf er nahm dieselbe Form an und folgte Staxx durch den Gullideckel. Auf der Oberfläche festigte er sich wieder, ehe er dann eine kleine Illusion schuf, die ihn selbst als Alter, Pfeife rauchender Mann und Staxx als Pfeifenauch erscheinen ließ.


    "Der schwarze Merach" war eine typische Taverne, die von einer Zwergenfamilie geführt wurde. Zwar nicht das beste für einen Verwundeten, abe immerhin der nächstbeste Ort, wo man ein Zimmer mieten konnte. Hinzu kan. dass man unter angetrunkenen Zwergen schwer misstrauen erwecken konnte - und das würde er, wenn er mit einem sterbenden Staxx auftauchen würde. So zeigte man ihm sein Zimmer und Aegnor zahlte im voraus für die Nacht. Einmal in Ruhe, vergweisserte er sich, dass alle Eingänge und Läden geschlossen waren, ehe er die Illusion fallen ließ und Staxx per Brise auf das Bett beörderte. Als er seinen Gefährten wieder zu Matiere werden ließ, fingen seine Wunden wieder an zu bluten, was die Bettlaken kurzerhand beschmiert aussehen ließen. Jedoch störte das Aegnor nicht, wichtig war seine Wunden zu schließen. So gut er konnte band er seine Staxx' Wunden un ddesinfizierte alles mit Alkohol, das er sich aus seinem Wasserschlauch hinaus "beschaffte". Mit vielen Schwierigkeiten erinnerte er sich an seine Verbindungslehre und schaffte es, alle Blutungen aufzuheben, die er äußerlich sah.


    Als er alles getan hatte, was er nur tun konnte, sandte er eine Nachricht an Lanarys, mit auf dersleben Art und Weise, wie er es Wochen zuvor mit Timdor getan hatte. Eine leichte Brise trug Aegnors und Staxx' Aufenthaltsort an Lanarys, sollte sie sich immer noch in der Stadt befinden. Ansonsten hieß es abwarten.
    Geändert von Archfiend (17.9.07 um 15:44 Uhr)

  8. #296
    Ich lebe wieder... Benutzerbild von ~LORD°K~
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    Er sah den verschwindenden nach...erstrecht dem zauberer...
    Tarr'dieck Kezz Kain, Ssangirion. Ul-Ukior Ezz ent. wiederholte er...
    dann fügte er hinzu... Ka'harr Saahi Ul-magicuu...


    Soll mir recht sein...wenn ihr euch aus dem staub macht...
    Er blickte zu dem verseuchten toten herunter...
    Du willst mich warlich beleidigen...Kriegerin, und mal unter uns
    Dieses Pack hat meine diener nicht auf dem gewissen?

    Das warst sicher du...Kann mir aber egal sein denn
    Ich werde nun meinen zielen nachgehen...und das nächste mal keine gnade
    gewähren, und zum letzten..
    .Und dabei sah er sashka fest an.
    Legio, wenn er seine zeit antritt...seid alle weit genug weg!
    Er lachte hallend und es wurde eiskalt, das wasser schien gar keine zeit zu haben zu gefrieren und es splitterte und barst. Selbst sashka spührte die kälte
    und Sangirion verschwand im dunkel...

  9. #297
    Heavenly Wind
    霧の艦隊
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    Die Kriegerin beeindruckte das nicht. Ihre abfällige Geste war keinesfalls eine Beleidigung, sondern ein direktes Versprechen... die Anzahlung zu leisten, hieß auch den Rest folgen zu lassen - wenn die Zeit dafür reif war. Das würde der Dämon noch merken. Sashkas Armierung veränderte sich, nachdem der Dämon verschwunden war, so perlten die Eissplitter, die sich darauf abgesetzt hatten nun an einem hauteng sitzenden Gewand aus bläulich schimmerndem Stoff ab. Wußte man es nicht besser, konnte man sie für eine Edelfrau halten, oder eine Priesterin, wären da nicht die beiden Ringklingen, die sich nun unter einem Umhang verbargen und dort heimtückisch blitzten. Sashka wischte gerade die letzten Reste Eis von ihrer Handarmierung, die sich im Gegensatz zum Rest der Kleidung nicht verändert hatte, als sich Na'Ralees Gestalt aus einem Wirbel schwarzen Nebels direkt neben ihr herausformte. Die Hochelfe hatte schon fast die ganze Zeit dort gestanden und niemand hatte es bemerkt. Sie sah zunächst kurz auf den Toten herab, dann auf Sashka.
    War das wirklich nötig?
    Für Tylenias Fortbestand? ... Ja.
    Sashka streute ein silbernes Puder über dem Kadaver aus und dieser ging sofort in Flammen auf.
    Wer ist Legio?
    Sein "Bruder"... aber das ist irrelevant. Komm jetzt, wir haben erfahren, was es zu erfahren gibt - hier gibt es nicht lohnenswertes mehr.
    Was ist mit...? sie zeigte auf Shin und Lanarys.
    Sie sieht aus, als könne sie allein gehen... und ihm sollte es eine Lehre sein, sich nicht mit Feinden anzulegen, deren Stärke er nicht kennt.
    Willst du ihn hier sterben lassen?
    Ha, das würde ihr so passen... lachte Sashka, ging einige Schritte zu ihm herüber und hockte sich neben ihm hin. Ihre Hand strich einmal ganz sanft durch seine Haare, danach war sie völlig blutverschmiert. Die Kriegerin blickte auf ihre Hand, und das Blut verschwand wie von Geisterhand, so als ob es aufgesogen worden war. Sie strich erneut mit der bloßen Hand durch seine Haare, umspielt von einem dunklen Schatten und als sie ihre schlanken Finger diesmal zurückzog klebte keinerlei Blut daran.
    Das sollte genügen, sie wird uns schon finden murmelte sie und erhob sich wieder. Das ganze hatte etwas seltsames, surreales. Auf der einen Seite hatte sie den Glücksritter ohne Skrupel getötet, obwohl er ihr nichts getan hatte - und andererseits heilte sie anscheinend die Wunden des Elfenjungen, der sie noch vor wenigen Stunden angegriffen und den sie daraufhin fast getötet hatte. Nur warum sprach sie dann von "ihr" und nicht von "ihm"... ganz abgesehen von der Tatsache, dass es ohnehin seltsam war, dass die Kriegerin anscheinend neben ihren bis dato schon gezeigten Talenten auch über heilende Kräfte verfügte.

  10. #298
    Meisterspieler
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    Lanarys konnte nur den Kopf schütteln, sie verstand Sashka immer weniger. Warum hatte sie diesen armen Tölpel einfach kaltblütig getötet? Er hatte als Tribut für den Dämon dienen müssen, doch hatte die Waldelfe im Vorbeigehen auch noch mitbekommen, dass sein Tod den Fortbestand Tylenias bedeuten sollte. Oder zumindest so ähnlich.
    Täuschte sie sich, oder hatte sie ein dunkles Sekret aus seinen Augen quellen sehen? Wenn ja, dann war er möglicherweise an derselben Krankheit erkrankt wie der Waldläufer, dem sie auf ihrem Weg nach Grindlingen begegnet waren. Damals hatte sie eine Probe dieses Sekrets mitgenommen. Nun begann sie sich damit unwohl zu fühlen, denn es steckte noch immer in einer ihrer Taschen, sie hatte es nicht im Hotel zurücklassen wollen, das war ihr zu unsicher. Und auch wenn ihre Röhrchen bruchsicher waren, traute sie dem Frieden nicht.
    Sie drehte sich wieder um, wandte sich an Sashka, der sie das Röhrchen entgegen hielt. "Ist das der Grund?", begann sie skeptisch, deutete dabei auf die brennenden Überreste des Mannes. "Wenn es so ist, dann vernichte es bitte für mich."
    Sie hielt ihr das Röhrchen weiterhin auffordernd entgegen.



    --- zur gleichen Zeit, andernorts ---

    Vor Thra'ell-navár, den Mann mit der silbernen Maske, traten vier verschleierte Gestalten. Ihre Kleidung wies sie als Assassinen aus, und der Rabenkopf, der die Gürtelschnalle eines jeden von ihnen zierte, machte klar, in wessen Dienst sie standen.
    "Hier sind die vier, die sich zu tief in unsere Angelegenheiten eingemischt haben, Meister", erklärte die Frau, die hinter den Attentätern herging. Ihre Hand funkelte sonderbar, doch dieses Funkeln erlosch, sobald sie die vier Gestalten ihrem Meister gegenübergestellt hatte. Offenbar hatte die Frau einen Fesselzauber angewandt und damit handelte es sich bei den Assassinen um Gefangene.
    "Danke, Vínnatar, du kannst gehen", engegnete der Maskierte mit einer Stimme, die keine Emotionen verriet, mehr noch, die eine Kälte verbreitete, die jedes Gefühl erstickte.
    Die Angesprochene nickte daraufhin nur und war schon bald in der Dunkelheit verschwunden, die jenseits der Feuerschalen herrschte, die nur den Ort erleuchteten, an dem der Maskierte stand.
    Mehrere Sekunden herrschte Stille, der Mann mit der Silbermaske machte keine Anstalten, irgendetwas zu unternehmen, er stand da wie versteinert. Eine spürbare Spannung lag in der Luft, und die vier Assassinen schienen allmählich nervös zu werden.
    Dann riss der Maskierte ruckartig seinen Arm in die Höhe, die Finger seiner Hand beschrieben eine würgende Geste. Einer der Gefangenen wurde in die Höhe gerissen und zappelte hilflos einige Zentimeter über dem Boden, während er mit seinen Händen seinen Hals umklammert hielt und kläglich nach Luft zu schnappen versuchte.
    "Ihr glaubtet wohl, ihr könntet hier so einfach herumspionieren", grollte Thra'ell-navár und hob seine Hand noch weiter empor. Der Attentäter zappelte nun über einen Meter über dem Boden.
    "Eines muss man euch lassen. Ihr seid verdammt schnell auf unsere Fährte gestoßen. Glücklicherweise war das nur reiner Zufall, an unserer Geheimhaltung liegt es nicht, denn ich hatte euch bereits erwartet. Wenn ihr wüsstet, welche Genugtuung es mir bereitet, euch nun hilflos mir gegenüber zu sehen. Die Dunkle Bruderschaft gehörte noch nie zu denen, die ich fürchtete!"
    Die Stimme klang kalt und dennoch war sie voller Spott. Der Griff des Maskierten wurde immer enger, und allmählich erstarben die Bewegungen des Mannes, den er so ergriffen hatte. Sein Leben war ausgehaucht - um plötzlich wieder in die erschlafften Glieder des Mannes zurückzukehren. Mit einer gekonnten Bewegung entwand er sich dem telekinetischen Würgegriff und im selben Augenblick schleuderte er ein Wurfmesser nach seinem Peiniger - doch da hatte er sich verrechnet, denn das Geschoss glitt einfach durch den Körper des Maskierten, als sei Thra'ell-navár nur ein Geist!
    Irritiert sah sich der Assassine, der mittlerweile wieder fest auf dem Boden stand, um. Wie Nebel verschwommen die Konturen seines Gegenübers, um sich dann wieder zu festigen. Ein Kreischen ertönte, das nicht von dieser Welt zu kommen schien, und im Boden öffnete sich ein Spalt, in dem nur Dunkelheit zu herrschen schien. In diesem Spalt verschwand der Assassine, der soeben noch einen Angriff gewagt hatte. Sein verzweifelter Schrei hallte noch lange in den Ohren aller Beteiligter wider, auch nachdem sich das Tor wieder geschlossen und den Unglücklichen in das Nichts gerissen hatte.
    "Euer Meister hat gut für euch gesorgt, als er euch diese 'Notvorräte" an Lebenskraft mitgegeben hat. Leider bringt das euch nicht viel, denn ihr versteht sicher, dass ich kein Risiko eingehen kann. Selbst eure Leichen könnten Scarthes noch zu viel über mich erzählen, und wenn er es weiß, dann weiß es auch sein Meister Xerthys, und das wollen wir doch nicht!", erklärte der Maskierte mit einem zynischen Unterton. Die übrigen Assassinen hatten sich derweil eng aneinander gedrängt und ihre Kurzschwerter erhoben, ein lächerlicher Versuch, das unvermeidliche aufzuhalten. Doch immerhin schienen sie ihre Ängste unter Kontrolle zu haben.
    "Was willst du von uns?", warf einer der Dunkelelfen voller Verachtung ein, und Thra'ell-navár schien diese Frage zu amüsieren.
    "Nur zwei Dinge", begann er, und sein Tonfall bestätigte den Eindruck, den er erweckte, zynisch, amüsiert und spöttisch.
    "Erstens: Dass mein kleines Geheimnis weiter vor euren Meister verborgen bleibt..."
    Er machte eine Pause. Eine fast greifbare Spannung lag nun in der Luft.
    "Und zweitens..." - aller Sarkasmus und Hohn wich aus seiner Stimme, die nun wieder eiskalt klang - "Euer Licht!"
    Der Maskierte breitete seine Arme aus, und im selben Augenblick schossen hauchdünne Fäden silbernen Lichts auf die drei kümmerlichen Gestalten zu, schienen sich zu durchdringen. Dann begannen die Fäden golden zu schimmern und zu pulsieren. Langsam begannen die Assassinen zu zittern und einer nach dem anderen stürzte zu Boden.
    "...Bestie...", entglitt es einem der Assassinen mit zittriger, kraftloser Stimme, während er immer weiter in sich zusammensackte, bis er letzten Endes wie seine Kameraden reglos liegen blieb.
    Ihre vertrocknete Haut hatte sich über die Knochen gespannt, sie wirkten regelrecht vertrocknet.
    Thra'ell-navár wirkte zufrieden. Oh ja, er liebte es, auf so grausame Art seine grenzenlose Macht zu demonstrieren, auch an den unwürdigsten Geschöpfen. Er trat einige Schritte zurück, bis er fast gänzlich von den Schatten eingehüllt worden war, und ließ sich auf einem schlichten Holzstuhl nieder, zumindest soweit man es bei diesen Lichtverhältnissen erkennen konnte.
    "Vínnatar, schaff sie mir aus den Augen!", grollte der Maskierte, und im nächsten Augenblick erklang das Knarren einer Tür, gefolgt von schnellen, gedämpften Schritten...



    --- in Xerth, zur selben Zeit ---

    Etwas stimmte nicht, das konnte Scarthes eindeutig spüren. Er hatte die Fährte vierer seiner Spione verloren, sie war einfach erloschen. Waran sie in einen Hinterhalt geraten? Das wäre nichts Neues, zudem waren die vier entbehrlich. Dennoch beunruhigte das Verschwinden natürlich, denn offenbar waren sie bereits weit gekommen - zu weit, für den Geschmack seines Gegners. Wer war es bloß, wer war dafür verantwortlich? Freundlich gesonnen war er ihnen keinesfalls. Er musste der Sache auf den Grund gehen, doch wo sollte er damit anfangen? Der letzte Aufenthaltsort der vier ließ sich nur schwer ausfindig machen, selbst für ihn. Sicher hatte das sein Gegner gewusst.
    Wenigstens hatte er Vaskharyn und damit die andere Fährte noch im Auge. Er war weit gekommen. Firnhain, dort hatte er Ìru'nnas Spur verloren, doch auch wenn sie über die Pfade verschwunden war, sein Meisterspion würde die Verräterin früh genug finden. Es boten sich etliche Alternativen, doch niemand konnte Ìru'nna so gut einschätzen wie Vaskharyn. Es konnte nicht mehr lange dauern, bis er sie fand...



    //Sry, aber ich muss diverse Dinge über die Bühne bringen! *gg*//
    Geändert von The Dark One (17.9.07 um 23:10 Uhr)

  11. #299
    Heavenly Wind
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    Sashka wandte zunächst nur ihren Kopf in Richtung von Lanarys. Ihr Nasenflügel verzog sich leicht, man konnte es kaum erkennen. Dann nahm sie das Röhrchen und öffnete es. Die Substanz stank geradezu bestialisch - war allerdings schon lange nicht mehr gefährlich.
    Anscheinend bist du nicht ganz so töricht, wie der Rest deiner illustren Freunde. Natürlich war das der Grund. Ihm war nicht zu helfen, doch er hatte Glück, dass sein Leiden nur kurz währte.
    Sie warf das widerlich riechende Röhrchen mitten in die Flammen, die den Rumpf des Toten mit ungewöhnlicher Gluthitze förmlich aufzehrten.
    Du verstehst die Zusammenhänge nicht und es wundert mich nicht, es ist nicht Deine Schuld. Irgendwann wirst du verstehen, aber dann wird es zu spät sein. Selbst dir dürfte klar sein, dass es aufgehalten werden muß. Das hat seinen Preis, sicher... und den bezahlt niemand gern, aber es ist besser jetzt einen geringen Preis zahlen, als später... nunja.
    Mit diesen Worten blickte sie nach oben zur Decke der Kanäle, die sich unter der gesamten Stadt entlangzogen. Unter der gesamten Stadt... und Lanarys begriff, was Sashka ihr damit sagen wollte. Nachdem der Kadaver des Mannes fast vollständig verbrannt war, kniete die Kriegerin neben seinen schwelenden Überresten und stocherte darin mit blosser Hand herum. Schließlich zog sie einen kleinen, verrußten Gegenstand aus Metall hervor, kaum größer als ein Goldstück, verformt und doch waren Reste einer silbrigen Substanz zu sehen.
    Gieriger Idiot...
    Anscheinend war dieses seltsame Metallstück einmal ein Anhänger gewesen, der Mann mußte ihn gefunden und für wertvoll gehalten haben, vermutlich wo Sangirions Diener laut dessen Aussage ein kleines Massaker angerichtet hatten. Er hatte ihn nichts ahnend eingesteckt und damit sein Todesurteil unterzeichnet. Das seltsame Metall zerfiel auf der Hand der Kriegerin zu Asche.

  12. #300
    Contractor Benutzerbild von Chrono Chrusader
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    967
    Ohne jeglichen Plan wandelte Shinara durch ein dem Tal nahes Wäldchen. Es war ziemlich finster dort und es wurde sich erzählt, dass in dem Wald Dämonen hausten. Schatten huschten hin und wieder durch die Bäume. Der Wind pfiff eine melancholische Melodie und das Blätterrauschen verursachte normalen Wesen Gänsehaut. Doch die wiederauferstandene Elfe kümmerte es nicht. Wie ein Wesen aus einer anderen Welt erschien sie, geisterhaft und unheimlich. Ihr Totenkleid war wieder trocken. Die Schatten begleiteten sie auf ihrem Weg. Plötzlich blieb Shinara stehen. Eine Schlange kroch aus dem Dunkel auf sie zu. "Nagah!" Die Stimme der Elfe klang beängstigend weltfremd und kalt. Sanft lächelnd streckte die Elfe ihren rechten Arm aus. Zutraulich wickelte sich die Schlange um den Arm. "Herrin Shinara. So lang ist es bereits her. Ich hatte ehrlich gesagt nicht einmal zu träumen gewagt, Euch wiederzusehen." "Ach Nagah... glaubst du wirklich, ich wollte wiederkehren? Mein Gefühl sagt mir so vieles... die Tochter tot, die Freunde auch, die Schule zerstört... ich wollte weder zurückkommen noch wiedergeboren werden!" Der Schmerz stand ihr ins Gesicht geschrieben. "Verzeiht. Doch meine Freude war zu groß als dass ich daran gedacht hätte." Sanft strich Shinara der Schlange über den Kopf. "Du konntest es nicht wissen. Dir gebe ich nicht die Schuld. Nun komm. Es gibt viel zu tun. Dieser Körper muss wieder in Hochform gebracht werden. Und du wirst mir alles über das Leben meiner Wiedergeburt erzählen." Das weiße Totenkleid verschwand in den Schatten des Waldes. Bald war es nicht mehr auszumachen.

    In entegengesetzter Richtung marschierten zwei dunkel gekleidete Männer. Ihre Statur wirkte mehr als bedrohlich und die wuchtigen Waffen, die sie mit sich führten, waren ebenso angsteinflößend wie ihre Gesichtsausdrücke. Aus der Ferne erkannten sie plötzlich einen weißen Schimmer. Sicherheitshalber legten sie Hand an die Griffe ihrer Waffen. Beim näherkommen erkannten sie nun neben dem weiß die Farbe von Blut. Langes, rotes Haar umwehte die leichenblasse Frau, die ihnen entgegenkam. An ihrem Arm trug sie eine Schlange. ABwehrbereit gingen die dunklen Wanderer in Verteidigungsposition. Ungerührt marschierte die Elfe geradewegs zwischen ihnen durch. Ein eisiger Hauch folgte ihr. Die Kälte brannte auf der Haut. Die beiden drehten sich um. Sie blieb stehen und blickte zurück. Die farblosen Augen gaben dem kleineren der beiden den Rest. In Panik zog er seinen Hammer und rannte auf Shinara zu. Diese blieb ruhig stehen. Im letzten Augenblick duckte sie sich unter dem seitlichen Hammerschlag hindurch und bewegte sich mit einem Sprung hinter den Angreifer. Mit schnellen Schlägen zielte sie auf die freiliegenden Schwachstellen seines Körpers. Sie brachte ihn nicht um. Das war er ihr nicht wert. Mit starrem Blick ging er zu Boden. Der Hammer fiel in die weiche Walderde. "An deiner Stelle würde ich umkehren. Auf der anderen Seite erwartet euch beide nichts als der Tod, in vielen Gestalten." Hastig griff sich der Fremde seinen Freund. Wenn jemand, der von der anderen Seite kam, eine derartige Kampfkraft besaß... es war zu riskant. In angemessenem Abstand folgte er Shinara durch den Wald. 'Ich muss zusehen, dass ich in diese Stadt komme, deren Bild mir immer wieder vor den Augen aufblitzt.', dachte sie. Shinara beschleunigte ihre Schritte.
    Geändert von Chrono Chrusader (21.9.07 um 18:24 Uhr)

  13. #301
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    Sashka nickte, so als ob sie überlegte, was zu tun wäre und dabei in Gedanken versunken war.
    Na'Ralee? rief sie die Hochelfe zu sich.
    Lucis Aganor... wo steckt der?
    Die Hochelfe schloss die Augen.
    Ich sehe nur die Finsternis erwiderte sie nach einer Weile und atmete tief ein doch Boten nähern sich, von zwei Seiten. Beide sind vom gleichen Blut, aber es teilt, anstatt sie zu wereinen.
    Das heisst, es gibt zwei Parteien?
    Ja.
    Die folgenden Worte waren mehr als verwirrend für alle, die den beiden zuhörten. Sashka drückte sich dabei ähnlich rätselhaft aus wie Na'ralee, jedoch schienen beide einander durchaus zu verstehen, selbst wenn der Sinn im Dunklen blieb. Mit Mühe konnte man erschliessen, dass anscheinend mehrere Gruppen großes Interesse an der Lage zu entwickeln schienen, und sich die Wege einiger in naher Zukunft mit dem der Gruppe kreuzen würden. Schließlich nickte Sashka knapp.
    Du siehst besorgt aus, Kind.
    Ich würde gern nach Shaskara sehen
    Geh nur. Ich muß vor unserem Aufbruch ohnehin einiges klären.
    Mit diesen Worten legte sie der Hochelfe die Hand auf die Schulter. Einen Wimpernschlag später verschwand sie, ihr Körper umhüllte sich mit schwarzem Nebel und dieser verflüchtigte sich in alle Richtungen.

    Na'Ralee ließ die anderen zurück und ging langsam in Richtung des Ausstiegs.

  14. #302
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    //Zeit für ein wenig Wahnsinn^^

    Schatten...
    Eine einzige, große Welt aus Schatten bot sich ihm dar, als wäre er in eine Welle aus Dunkelheit gezogen worden und nicht wieder daraus emporgestiegen...
    Er sah seinen Bruder... Viele Male sah er ihn, wie er und sein Bruder vor dem kleinen, ärmlichen Haus ihrer Sippschaft die Zeit miteinanderverbrachten.
    Dann sah er Feuer... Feuer, das alles verschlang, Alles verschlang, was er je liebgewonnen hatte... Feuer, das Alles vernichtete, was seine Vorfahren aufgebaut hatten... Dann Eis... Eis, das seinen Bruder hinrichtete, das einzige, was von seinem einstigen Leben noch übrig war... Alles... Alles dahin, fortgespült von Wahnsinn und Zerstörung, von Verfall und Tod...
    Er schlug die Augen auf. Er konnte es selbstverständlich nicht sehen, doch der Medicus, der ihn behandelte, schrie erschrocken auf. Die Augen des Dunkelelfs glühten in einem tiefen, kalten violett. Sie starrten dem Elfenmediziner direkt in die Augen, und auch wenn dieser die Lider schloss, so sah er doch diese kalten, grausamen Augen, die soviel Leid und soviel Zerstörung miterlebt hatten und doch nicht verloschen waren...
    Erradrassad... Xelkor, Skal'eth... Ugrad'grath Larr'gath. Ur'lag un' Sekol'gath seth Xialva!
    Er stieß den Mann mit einem übernatürlichen Stoß gegen die gegenüberliegende Wand, während er sich verwirrt umblickte. In einer Ecke sah er ein leichtes Flimmern, als würde dieser Punkt nur vorgeben, nicht dort zu sein...
    Rai'en un' Athrindar! Eine Kugel aus gierig zuckenden Flammen bildete sich in der Rechten des Dunkelelfen. Er konnte sie kaum kontrollieren, und so ließ er sie lieber jetzt los als von ihr verschlungen zu werden... Er würde sich nicht dem Feuer ergeben... Er würde es zu seinem Diener machen, es zu seiner Gefolgschaft hinzufügen...
    Die Flammenkugel schoss durch den Raum auf das Flimmern zu, bevor es, kurz bevor es auftraf, zerplatzte. Es musste ein Magier sein...
    Zag'rar... Treg'run Mel'mur...
    Der offensichtlich unsichtbare schoss auf ihn zu, bevor er den Zauberspruch beendet hatte, und traf ihn mit etwas Stumpfem in den Bauch, sodass dem Dunkelelfen die Luft ausblieb. Dann legte sich eine Hand auf dessen Mund und eine Andere drehte den Kopf gewaltsam nach links, wo Arindor den bereits verwesenden Hochelfischen Heiler sah. Sein Zauber war anscheinend mächtiger gewesen, als der Dunkelelf es bedacht hatte... Er hatte einen Unschuldigen getötet, und eine Art Schutzgeist des Ermordeten war gekommen, um ihn, den Mörder, von seiner Schuld zu erlösen... Dann traf ihn etwas Hartes gegen die Schläfe. Die Hände lösten sich, und Arindor fiel erleichtert zur Seite... Erleichtert darüber, sich bald keine Sorgen mehr machen zu müssen... Das letzte, was er hörte, war eine dunkle, kaum zu verstehende Stimme. Er konnte nicht wirklich verstehen, was der Unsichtbare sagte, aber es hörte sich an wie ...In Gefahr... Musst weg hier...
    Geändert von Zelles (2.10.07 um 14:47 Uhr)

  15. #303
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    Lanarys hatte dazu nichts mehr gesagt. Zwar konnte sich die Waldelfe vorstellen, dass Sashka alles tat, um zu verhindern, dass sich diese Krankheit zu einer Seuche entwickelte, dennoch missfiel ihr, gelinde ausgedrückt, die Skrupellosigkeit, mit der die Kriegerin das tat.
    Gedankenversunken wanderte sie durch die unterirdischen Gewölbe der Kanalisation. Unter ihnen war während des Kampfes der Boden eingestürzt und so waren sie in die Tiefe gestürzt, also blieb nur der direkte Weg nach oben, denn die Gefahr, sich bei der Suche nach einem anderen Weg zu verlaufen, war viel zu groß. Doch nicht umsonst beherrschte sie Levitationszauber, mit denen sie ihr Gewicht so weit reduzieren konnte, dass sie leichter war als die Luft. Also konzentrierte sie sich...

    Als Lanarys wieder in ihrem Zimmer angekommen war, ließ sie ihren Unsichtbarkeitszauber fallen. Sie hatte nicht in diesem heruntergekommenen Aufzug die Geststube betreten wollen, alle Augen hätten sich auf sie gerichtet. Auch den Geruch ihrer Kleidung hatte sie unterdrückt.
    Im Zimmer angekommen, entledigte sie sich ihrer Kleidung sofort und warf sie in den Kamin, der zur Standardausstattung jesdes Zimmers zu gehören schien. Eigentlich war das äußerst leichtsinnig, doch er erfüllte seinen Zweck.
    Zwar rauchte es ein wenig und roch verbrannt, aber das verging sehr bald.
    Auf ein Bad in den Thermen konnte sie verzichten, sie als Elfe war immun gegen Schmutz und andere Verunreinigungen. Ihr Volk genoss zwar die Bäder in den Thermen, doch handelte es sich dabei weniger um einen reinigenden, als um einen dem Wohlempfinden dienenden Akt.
    Nacdem sie sich ihre einfache Nachtkleidung, die sie sich ebenfalls an diesem Tag besorgt hatte, übergezogen hatte, ließ sie sich erschöpft ins Bett fallen.


    Da war er. Der Ring. Fabelhaft! Sie gaben ihm eine Chance, sich ihnen zu offenbaren. Demit würde er zwar bis morgen warten müssen, doch wenigstens hatte er so genug Zeit, sich eine plausible Begründung einfallen zu lassen, sich ihnen zu erkennen zu geben. Doch eigentlich war das ganz einfach.
    Zufälle waren das aber auch! Dass sie diesen Ring von Sangirion erhalten hatten, kam ihm mehr als nur gelegen...

  16. #304
    Ich lebe wieder... Benutzerbild von ~LORD°K~
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    Er...war nicht mehr bei sinnen...der schmerz ein wesen in sich zu haben das entfesselt ist lies ihn wahnsinnig werden, anders herum litt der schatten auch qualen da er diesem Körper nicht entfliehen konnte...
    Sollte er doch einst dien körper beleben...aber das magische ritual ging damals schief...und er war in dem körper gefangen, nun hatte dieses mädchen einen der bannsprüche vernichtet...also musste sie den zweiten auch auslöschen können...

    Nun suchte er schon fast einen tag in diese kleinen stadt nach dieser kleinen göre...hatte Gardisten am hacken, unschuldige Frauen angegriffen... Und diese schmerzen... er hatte es aufgegeben, welch unwürdige art zu sterben für ein Schattenwesen. Seine eigene Kraft würde ihn verzehren...

    So hatte er sich in eine gasse verzogen, im schutze der dunkelheit.
    da ruckelte es am Gullydeckel...schwach blickte er auf.

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