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Thema: Werwolf VI ~ Der Turm von Sty`Nax

  1. #161
    ... Benutzerbild von Nicci
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    Das ist ja mal ein gutes Ergebnis ^^ Wir haben endlich einen Wolf erwischt und anscheinend kein Bürger verloren!!

    Von der Anzahl Spieler, die jetzt noch dabei sind, gehe ich mal davon aus, dass sich die Wölfe jetzt absprechen dürfen.

    Ich finde es zwar schon ein bisschen seltsam, dass keiner gefressen wurde. Entweder ist diese Nacht irgend eine gute, bürgerliche Sonderrolle aktiv geworden, und hat den zum fressen ausgesuchten Bürger vor dem Tod bewahrt... oder wir haben einen Werwolf mehr in der Runde. Ich hoffe natürlich sehr, das ersteres der Fall ist.

    Aus den Posts vom letzten Tag irgend was verdächtiges, pelziges abzuleiten ist jetzt furchtbar schwierig. Die Beiträge von gestern sind nämlich äusserst knapp verfasst -.-

    Daher würde ich vorschlagen, dass wir uns für die nächste Lynchung Jemanden anhand des gestrigen Schiessverhalten aussuchen. Da würde nämlich nur Dead Girl in Frage kommen.
    Sie war die Einzige, die auf mich geschossen hat. Ich gehe mal davon aus, dass sie den Werwolf Saim dadurch schützen wollte.

    Ich werde nochmals am Nachmittag hier rein schauen, vielleicht hat jemand noch eine andere Idee, wer noch ein Wolf sein könnte.

    Bis später!

  2. #162
    Elite-Spieler Benutzerbild von aDiEbOy
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    Also, wie Nicci sagte, isses schon schön, dass es so verlaufen ist, dass gestern nur ein Wolf gestorben ist.
    Aber jetzt gibt es NICHTS, an das wir uns halten können, um ein Opfer zu suchen.
    Bis auf den Schuss von Dead auf mich, aus dem man auch nicht wirklich was schließen kann...

    Werwölfe können alle sein, weil niemand irgendwas entscheidendes gesagt hat.
    Aber dennoch werde ich heute auf Divino Sambra schießen, weil ihr letzter Post mich an mein letztes WW-Sein erinnert hat

    aDiEu
    Asta la Vista

  3. #163
    Elite-Spieler Benutzerbild von Dead Girl
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    Nicci, ich hab gestern auf adb geschossen und nicht auf dich ^^'

    Naja, der Schuss gestern lag einfach daran, dass ich (wie schonmal gesagt) bei Saim nicht sicher war und deswegen auf jemanden geschossen hab, der zu dem Zeitpunkt meines Schusses noch nichts gesagt hatte <.<
    Und da blieben nur Romulus, BB und adb übrig >.>

    LG
    Neko
    Varulv

  4. #164
    Mitspieler Benutzerbild von Buster Blader 37
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    Ich weiß nicht recht...
    Ich vermute eher unter den Leuten die auf Saim geschoßen haben einen oder mehrere Wölfe.
    Zumindest halte ich es für wahrscheinlicher als wenn jemand allein gegen jemanden schießen würde.
    Ich sage das nicht um Dead zu beschützen, sondern nur um meine Zweifel an Niccis Theorie anzubringen.
    Auron: This is my story. And you´re not Part of it.
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  5. #165
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    Geht dich das was an?!
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    Von der Anzahl Spieler, die jetzt noch dabei sind, gehe ich mal davon aus, dass sich die Wölfe jetzt absprechen dürfen.
    Ich hab mir mal ne kleine Statistik zusammengemauschelt. Zu beginn des Spiel´s waren es 18 Teilnehmer. Jetzt sind wir nur noch zu 6. Von den „toten“ waren 3 Wölfe dabei und 1 -siegelwächter sowie 1 Vampir. Zu Anfang des Spiel´s bin ich von 4 Wölfen ausgegangen daher denke ich dass es nur noch einen gibt oder auch gar keinen mehr. Auch lässt mich der Gedanke nicht los dass es noch einen Siegelwächter geben könnte. Ebenso müsste noch ein oder sogar zwei Vampire im spiel sein.

    Was meinen Schuss angeht werde ich heute wohl einen Blindschuss abgeben müssen.
    Geändert von Divino sambra (29.7.07 um 18:24 Uhr)
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  6. #166
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    Das Problem Divino, ist leider nur das möglicherweise auch verwandelt wurde oder der Gezeichnete gefunden wurde, oder beides.
    Deswegen könnten es noch mehr Wölfe sein als du annimmst.
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  7. #167
    ... Benutzerbild von Nicci
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    Zitat Zitat von Dead Girl Beitrag anzeigen
    Nicci, ich hab gestern auf adb geschossen und nicht auf dich ^^'
    Uff! Entschuldigung! Irgendwie habe ich da auf der falschen Seite, in einem total falschen Thread geguckt.
    In diesem Fall zweifle ich natürlich ebenfalls ein bisschen an meiner Theorie von heute Morgen ^^'

    Sollen wir uns auf den "Riecher" von aDiEbOy verlassen, und auf Divi schiessen? - Weil er sich durch ihren Post an sein letztes WW sein erinnert fühlt? - Oder will er uns damit in die Irre führen, weil er selber ein Wolf ist?

    Ich habe echt keine Ahnung, auf wen ich schiessen soll... es gibt einfach kaum Anhaltspunkte.

    ...ich denke, ich schlisse mich einfach aDiEbOy an und hoffe, dass er mit seiner Beobachtung richtig liegt.

  8. #168
    Wir kommen in Frieden... Benutzerbild von darkgemini
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    Und wieder ein kleiner RPG Post, zu gestern Nacht ^^

    NACHT 5:


    Vollkommene Stille umgab sie, Lykana genoss das friedliche Gefühl. Dark hatte auf sie gewartet und sie über die neusten Ereignisse informiert, doch desto mehr sie erfuhr, desto erschöpfter wurde sie. Schließlich ließ er sie alleine und kurz darauf war sie eingeschlafen.
    Für einen winzigen Moment hoffte sie, dass alles nur ein Traum sei. Die Sonne stand mittlerweile am Zenit, draußen horchte sie dem Rauschen des Windes. Doch schnell holten sie die Erinnerungen ein, an Pius, Hector, und die zu treffende Entscheidung. Sie hatte lange genug gezögert, es war Zeit zu handeln!
    Zwanzig Minuten später strahlte Lykana ihre alte Würde aus. Ein weißes, schmales Abendkleid aus Seide betonte ihre Figur. Zahlreiche dezente Verzierungen aus Mondsteinen und Silber liefen an den Seiten herunter. Ein weißer Umhang vollendete das Kostüm. Das sehr lange, dunkelbraune Haar war hinter ihre Ohren gesteckt und fiel sanft herunter, dekoriert mit mehreren Perlen und Mondsteinen. Sie war bereit für das Ritual.
    Entschloss klopfte sie an Catherinas Tür, wartete jedoch nicht ab und trat ein. Die blonde Frau schien bereits auf sie gewartet zu haben.
    „Mir kam zu Ohren, dass ihr einen Angriff auf menschliche Siedlungen befohlen habt!“ sagte sie frei heraus. Catherina schien kurz ins Wanken zu geraten, fasste sich jedoch sogleich.
    „Ich entschied, dass es Zeit war zu handeln…!“ begann Catherina sich zu rechtfertigen.
    „Eine solche Entscheidung steht euch nicht zu. Der Hohe Rat hat meine Position bestätigt, somit habt ihr euch der Insubordination strafbar gemacht. Bis zur Durchführung des Rituals steht ihr unter Arrest!“
    „Eine solche Entscheidung steht euch nicht zu!“ fauchte die blonde Frau.
    „Haltet mich doch auf!“ erwiderte Lykana lächelnd und gefasst. Daraufhin hörte sie, wie jemand hinter ihr die Tür öffnete und eintrat.
    „Pius?!“ entfuhr es ihr, als sie den hoch gewachsenen Mann erkannte.
    „Ich konnte dich so nicht gehen lassen und bin Dir gleich darauf gefolgt!“ berichtete er. „Lass uns alleine!“ fuhr er an Catherina gewand fort. Wortlos eilte sie an ihm vorbei und schloss den Raum ab. Lykana erkannte, wie die Adelige sich ermahnen musste, nicht die Beherrschung zu verlieren.
    „An meiner Meinung hat sich nichts geändert!“ erwiderte Lykana kühl. „Was du getan hast ist durch nichts zu rechtfertigen!“
    „Wieso stellst du den Stellenwert Deiner Familie höher als den von anderen? Wie viele Werwölfe hast du bei der Suche nach dem Omega Hequtum bereits in den Tod geschickt, wie viele Menschen getötet?“ erwiderte Pius.
    “Ich war stets darauf bedacht, dass niemand umkommt. Du hingegen hast uns wissentlich geopfert. Das ist krank, doch ich werde mich mit Dir und Hector später auseinandersetzen. Jetzt gilt es erst einmal, diesen Alptraum zu beenden!“ Als sie an ihm vorbei laufen wollte, hielt er sie nochmals an ihren Schultern zurück. Wider traten Tränen in ihre Augen, doch dieses Mal zwang sich Lykana nicht zu weinen.
    „Glaub mir, wenn es einen anderen Ausweg gegeben hätte, hätte ich ihn gewählt!“ beteuerte er. Lykana glaubte sogar einen Anflug von Reue in seiner Stimme herauszuhören. Doch noch waren die Wunden zu frisch. Entschlossen schüttelte sie seine Hand ab. „Es gibt immer eine andere Wahl!“ Mit diesen Worten ließ sie ihn alleine im Zimmer zurück.
    Zaghaft trat Catherina wieder ein und lief direkt auf Pius zu.
    “Glaubst du sie wird es nutzen?“ fragte sie.
    „Ja. Wir haben sie genau da, wo wir sie hinhaben wollten. Lykana weiß nicht mehr, wem sie trauen soll. Ihr einziger Wunsch wird es sein, diesen Krieg zu beenden, und ihr Hass wird ihr den Weg zeigen.“ Zärtlich legte er Catherina eine Hand über die Schulter und sah ihr eindringlich in die Augen.
    „Ich wünschte, sie hätte mehr von Dir!“
    Catherina blickte zu Boden und schritt zur Seite. „Bitte, vergleich mich nicht mit ihr. Wir haben nur den gemeinsamen Vater, nichts weiter!“ erklärte sie voller Verachtung für Lykana.
    „Dennoch sollten wir nichts dem Zufall überlassen. Ein klein wenig zeitlicher Druck sollte genügen, um Lykanas Entscheidung zu beschleunigen.“
    Überrascht blickte Catherina auf.
    „Draußen, hinter der alten Steingrube, habe ich Soldaten postiert.“ fuhr Pius fort. „Reite zu ihnen, greift um Mitternacht den Turm an. Lasst niemanden am Leben!“
    Catherinas Gesicht erhellte sich merklich, als sie ihre neuen Befehle annahm.

    Buster ritt so schnell er konnte. Zwar hörte er keine Verfolger mehr hinter sich, aber das bedeutete nicht, dass sie nicht da waren. Er hätte Saim niemals mit reinziehen sollen, tief in seinem Inneren gab er sich selbst die Schuld am Tod seines Gefährten.
    Durch die monotone Reitbewegung fielen ihm zusehends die Augen zu, doch an Schlaf war nicht zu denken.
    Ein weiterer Fluss lag direkt vor ihm, glücklicherweise war der Wasserpegel nicht so hoch. Vorsichtig durchquerte er das eisige Gewässer, in der Hoffnung, so seine Verfolger abzuschütten.
    Nicht mehr lange und er würde Lemas erreichen.
    „Wartet!“ rief ihm eine Stimme zu. Überrascht blickte Buster auf und sah direkt vor sich eine Frau auf dem Boden sitzen. Sie sah nicht auf, ihr langes, weißes Haar fiel bis zur Erde herab. Etwas an der Frau stimmte nicht, erst bei genauerem hinsehen erkannte er Hinotos Erscheinung.
    „Ihr dürft nicht nach Lemas. Die anderen sind bereits nach Sty`Nax weiter gezogen.“ klärte sie ihn auf.
    Busters Zähne knirschte, er hätte einen anderen Weg einschlagen müssen, somit würde er erst mitten in der Nacht in Sty`Nax ankommen. Doch besser er erfuhr es jetzt, als erst in Lemas.
    „Bitte beeilt euch!“ bat ihn die Prophetin eindringlich. „Es bleiben nur noch wenige Stunden!“
    „Ist Rachel bei ihnen?“ fragte Buster.
    „Ja!“ erwiderte Hinoto traurig.
    „Danke!“ sagte er hastig, bevor er sein Pferd noch schneller antrieb. Die Situation hatte sich für ihn soeben deutlich verschlimmert. Er musste den Turm erreichen, doch ihm lief die Zeit davon.

    Langsam lief Dark die Stufen hinunter zum untersten Kellergeschoss, das Omega Hequtum in seiner linken Hand tragend. Seit Jahren wurden hier keine Gefangenen mehr gehalten, Stück für Stück waren die Zellen vermodert, das Holz verrottet. Dennoch war der große Vorraum hell erleuchtet, mehrere Kerzen sowie zahlreiche Fackeln brannten an den Wänden. Mitten im Raum erkannte er Lykanas Gestalt, niederkniend und betend.
    „Du bist seit mehreren Stunden hier unten, die Sonne geht bereits unter!“ sagte er zaghaft. Vorsichtshalber blieb er stehen, denn er wollte Lykana nicht stören, doch die Zeit drängte. Sie reagierte nach wie vor nicht, stütze sich mit einer Hand am Boden ab und hielt die Augen fest verschlossen. Ihr Antlitz stand im Widerspruch zur Umgebung, wie ein Engel, gefangen im Vorhof der Hölle.
    Dark sah sich das Gewölbe genauer an, aber außer alten Steinen gab es hier nichts besonderes, nichts, was er erkennen konnte. Und genau darin lag die Bedeutung des Turmes!
    „Jetzt verstehe ich! Deshalb dieser Ort!“ stellte er fest und trat neben sie.
    „Genau hier ist es damals geschehen.“ erklärte sie leise. „Natürlich bevor die Kerker ausgehoben wurden. Hier tötete einst Hector meine Familie. Alles nahm hier seinen Anfang…“
    „...und hier soll es enden!“ beendete Dark Lykanas Satz. Mit rot unterlaufenen Augen sah sie zu ihm rauf, ehe er ihr die freie Hand zum Aufstehen reichte.
    „Ich musste mich noch einmal verabschieden!“ erklärte sie, doch Dark zeigte ihr mit einer Geste, dass sie nichts erklären brauchte.
    „Oft ist das, was wir uns am meisten wünschen, am Ende das, was uns verschlingt!“ hallte Kanoes Stimme betonte durch das Gewölbe. Unauffällig erschien sie neben den beiden. „Diese Welt ist grausam. Ihr zwei hattet eine schwere Bürde zu tragen, es ist Zeit, eine bessere Welt zu erschaffen!“
    Alle drei sahen sich an und nickten zustimmend, anschließend nahm Lykana das Omega Hequtum von Dark und betrachtete das Objekt genauer. „Gehen wir, es ist Zeit es einzusetzen!“ Entschlossen schritten Beide die Treppen nach oben. Kurz vor der letzten Stufe hörte Dark ein Geräusch, doch der Raum war leer. Sein Instinkt ließ ihm keine Ruhe, irgendjemand befand sich noch immer hier unten. Vorsichtig lief er wieder herunter, während jede Fackel, die er passierte zu flackern begann. Zelle für Zelle wurde kontrolliert, jede Ecke inspiziert, doch er war alleine. Ü
    berrascht sah er einen größeren Sandhaufen in einem der Räume. Neugierig trat er heran und schob den Sand beiseite, doch darunter befanden sich nur weitere Felsen. Resigniert wand er sich ab um zu Lykana nach oben zu eilen, als er mit einem Fuß in dem Sand einsackte.
    „Was zum…!“ entfuhr es ihm, während er sich Halt suchend an einem rostigen Gitterstab festhielt. Mehrere Sandstränge schossen rauf und zogen ihn zu sich herab, ehe der Sandhaufen als ganzes in Bewegung geriet.

    Ungeduldig trippelte Rachel mit ihren Fingern auf einem kleinen Holzbrett herum. Die Schlösser in dieser Zelle waren gut gesichert, Mikako hatte an alles gedacht…fast!
    Rachels Vorhaben hatte funktioniert, zwar tat es ihr um die Anderen Leid, doch sich festnehmen zu lassen war der einzige Weg in da Gemäuer zu gelangen. Silences Verrat hatte ihren Plan sogar beschleunigt, sie musste die Wachen nicht erst auf sich aufmerksam machen. Doch sie hatte jetzt keine Zeit sich um Silence zu kümmern, im Grunde genommen war ihr die Frau egal. Sollte doch Pandora das kriegen, was sie verdiente. Rachel musste jemanden wesentlich wichtigeren aufhalten!
    Das Herumsitzen zerrte jedoch an ihren Nerven. Endlich hörte sie das erhoffte aufstöhnen eines der Wärter, gefolgt von einem dumpfen Aufprall. Kurz darauf klapperten die Schlüssel im Schloss und die vergitterte Tür wurde geöffnet.
    „Das wurde auch Zeit!“ stellte sie gereizt fest.
    „Kann ich etwas dafür, dass dich hier alle fürchten und du gesondert aufbewahrt wirst?“ erwiderte Balthazar.
    Rachel riss sich zusammen. Durch all die Kämpfe hatte sie den Umgang mit Anderen verlernt. Dankbar sah sie den Vampir an, tief in ihrem Unterbewusstsein hätte sie nicht damit gerechnet, dass er tatsächlich kommen würde um sie zu befreien und arbeitete schon an einem anderen Fluchtweg.
    „Wo ist Lykana?“ fragte die Jägerin.
    „In den obersten Stockwerken. Ich glaube sie will das Hequtum einsetzen.“
    „Vorher habe ich noch mit ihr abzurechnen!“ stieß sie hervor und schlich die Treppen rauf. Für einen kurzen Augenblick strahlte sie wieder die Gefahr aus, die Balthazar an ihr fürchtete, und gleichzeitig begehrte.

    Hastig wurden die Schlösser umgedreht und die Tür aufgerissen. Deborah wollte gerade wieder den Umhang vor ihr Gesicht ziehen, um ihre Augen vor dem Licht zu schonen, doch draußen herrschte Dunkelheit.
    „Es ist Zeit! Du musst raus!“ erklärte die Stimme ihres Retters ungeduldig. Die Vampirin trat hervor und erkannte einen jungen Mann, der jedoch zur Seite blickte.
    „Er handelte lediglich auf meine Anweisung!“ gesellte sich eine zweite Stimme, dieses Mal die einer Frau, hinzu. Schweigsam trat Silur beiseite und gab den Blick auf Baronin Mikako frei.
    „Du verdankst mir Dein Leben, vergiss das nie. Doch nichts ist umsonst in dieser Welt. Es gibt da eine junge Kopfgeldjägerin namens Nicci, sorge dafür, dass sie für mich nicht mehr zum Problem werden kann!“ befahl Mikako trocken.
    Wütend sprang Deborah die Adelige an, sofort zog Silur sein Schwert und hielt es an Deborahs Schläfe. „Und warum sollte ich euch nicht töten und so meine Freiheit erlangen?“ fragte die silberhaarige Frau, ohne vor Silurs Schwert zurückzuweichen.
    „Weil ihr Patterknife wieder sehen wollt!“ gab Mikako unbeeindruckt wieder.
    Deborahs eisblaue Augen verengten sich zu schmalen Schlitzen. Sie zögerte kurz, entschied sich dann jedoch von Mikako abzulassen. „Was habt ihr mit ihm gemacht?“ verlangte sie zu erfahren.
    „Das ist für Euch nicht weiter von Bedeutung. Patterknife braucht mich, verliert er meine Gunst, verliert er sein Leben.“
    Mikako holte ein Stück Pergament aus einer ihrer Taschen und warf es der Vampirin vor die Füße.
    „Hier findet ihr alle wichtigen Informationen. Sobald ich mir sicher bin, dass ihr eure Aufgabe erfüllt habt, erhält Patterknife das, was er verlangt. Und jetzt geht, die Zeit drängt, ich habe noch Wichtigeres zu erledigen!“
    Mikako musterte Deborah eindringlich, ehe sie sich Silur zu wand und beide gemeinsam den Korridor entlangliefen. Langsam beugte sich Deborah vor und nahm das Pergamentstück in die Hand, um die darin enthaltenen Zeilen in sich aufzunehmen.

    Catherinas Harre wehten um ihren Kopf. In silberner Rüstung saß sie auf einem dunklen Ross und betrachtete ungeduldig die sich verschiebende Mondsichel. Endlich war es Zeit für den Angriff. Mit einem lauten Aufschrei gab sie das Signal, ehe sich das Heer an Werwölfen hinter ihr in Bewegung setzte und auf den Turm zuritt. Ihre Ekstase wurde von den Alarmglocken des Turmes nur erhöht. Das Tor wurde verbarrikadiert, mehrere Geschütze aufgefahren.
    „Ihr Narren!“ spottete sie, hielt ihre Wölfe jedoch zurück. Im Kopf zählte sie die letzten Sekunden, es waren nur noch wenige Augenblicke bis Mitternacht. Ein kurzer Anflug von Zweifeln in Liliths Fähigkeiten stieg in ihr auf, als eine gewaltige Detonation die Grundmauern des Turmes erschütterte. Mit steigender Gier nach Blut, sah sie, wie das Tor sowie die es umschließenden Mauern in einem Flammenmeer zusammenbrachen, der Weg in den Turm lag frei. „Sehr gut, Lilith!“ flüsterte sie sich selbst zu, zog ihr Schwert und gab brüllend den Befehl zum Angriff.

    Hier etwas, dass euch die Auswahl erleichtern sollte, hatte gehofft er schafft es am WE on zu kommen (wie von ihm angekündigt ), nur wie ihr seht, wurde nix draus, drum:

    DARK´s TOMBOLA:

    Die Kanditaten:

    Romulus versus ...öhm...o.O Es gibt niemandem

    Nun, Ich ziehe den Namen aus der Losbox und O.O Überraschung? *Augen zusammenknfei*, *Nochmal drüber lesen*, aber es scheint zu stimmen...Ob ihrs glaubt oder net, unter all den Bewerbern:

    Gewonnen hat ROMULUS!!!!



    Der Gezeichnete Romulus wird wegen Inaktivität aus dem Spiel gebannt ^^


    Anbei, noch ist knapp eine halbe Stunde bis zur Lynchung: Es fehlen noch die Schüsse von Dead und Divi, nicht vergessen
    Geändert von darkgemini (29.7.07 um 19:32 Uhr)
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  9. #169
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    Tag 5:

    Ergebnis der Lynchung:

    Divi schoss auf Buster
    Buster, dead, Nicci und adb schossen auf divi

    Die Seherin Divino Sambra wurde gelyncht

    NACHTBEGINN



    Darks kleine Notizecke:

    Da ihr nur noch zu fünft seit *Hust*, bald nur noch vier *fg* beginne ich mal mit der finalen Story, spätestens Dienstag endet wohl das Game... Das RPG erfolgt somit in ca 3 finalen Teilen und ist nicht mehr auf Tag/Nacht aufgeteilt....Viel Spaß an die 5 Finalisten, hat mir bisher sehr viel Spaß gemacht *ggg*

    RPG folgt heute abend ^^
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  10. #170
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    Tja liebe bürger

    ihr habt euch selbst tief ins fleisch geschnitten, jetzt habt ihr keine seherin mehr.

    wer meine rolle als BM bekommt is mir sehr schwer gefallen zu entscheiden, da ihr alle Divi-feindlich seid trotzdem habe ich mich für Nicci entschieden, hoffe geht in ordnung, dark?



    Hier liegt die Seherin, Bürgermeisterin und Königin Sambra,
    die von den Bürgern, ohne jeglichen guten Grund ermordet wurde.
    Geändert von Divino sambra (29.7.07 um 20:13 Uhr)
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  11. #171
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    Klar, du hast freie Wahl...

    Damit ist die neue Bürgermeisterin Nicci Gratuliere zum Amt ^^
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  12. #172
    Contractor Benutzerbild von Chrono Chrusader
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    Der Sand kroch Darks Körper entlang. Er schien einen eigenen Willen zu haben. Bald schon flogen Dark die ersten Sandkörner in die Augen und gelangten in seine Atemwege. Heftiger Husten schüttelte den Pyromanen. Dann spürte er, wie der Sand seinen Hals umfasste. 'Das kann nicht sein', dachte er. Aber es war so. Der Sand an seinem Hals formte sich zu einer schlanken Hand. Von der Hand aus wuchs ein Arm, eine Schulter, ein Brustkorb, Unterleib, Beine, Füsse und in die andere Richtung ein Kopf mit Haaren, Augen, Nase und allem, was dazugehört. Bald stand vor Dark ein junger, weisshaariger Mann in schwarzen Lederklamotten. Der Kleidungsstil erinnerte Dark kurzfristig ein wenig an Patterknife, aber dann bemerkte er, dass das Leder dieses Mantels nicht so schwer war. Stumm formten Darks Lippen eine Frage: "Wer zum Teufel bist du?" Statt einer Antwort hob der Fremde nur seine Faust und liess sie auf Darks Gesicht zuschnellen. Ein dumpfer Schlag, gefolgt von einem heftigen Schmerz und einem Schrei. Der Fremde hatte Dark ein spontan blühendes Veilchen verpasst. Lässig warf er Dark in eine Ecke der Zelle. Keuchend setzte sich der Pyromane auf, als ein Stiefel seinen Weg zu seinem Magen fand. Mit einem Aufschrei krümmte sich Dark zusammen. "Weichei! Widerlicher Feigling! Ich werde dir zeigen, was Schmerzen sind." Die Augen des Mannes erschienen farblos, ohne jegliches Gefühl, nur Kälte und Hass. Er hob Dark wieder am Hals hoch und schleuderte ihn durch die Zelle. Er krachte mit seinem Rücken auf den harten Stein und bäumte sich auf vor Schmerz. Sein Kopf landete zufällig in einem Haufen gammligen Strohs, das das Schlimmste verhindert hatte. Wieder raste eine Faust auf Darks Gesicht zu. Als sie traf, hatte er das Gefühl, sein Kiefer zerbricht. Benommen versuchte er, davonzukriechen, als sich ein Stiefel auf seine Hand stellte. "Wo willst du hin? Ertrag den Schmerz wie ein Mann!" Dann drehte der Fremde seinen Stiefel auf Darks Hand. "Wer bist du?", keuchte Dark. Der Schmerz betäubte ihn. "Mein Name ist für dich uninteressant!", entgegnete sein Peiniger kühl. Dann trat er noch einmal zu. Dark hustete. Wieder wurde er am Hals aufgehoben. Die schlanken FInger schlossen sich um seine Kehle. "Nenn mir einen guten Grund, dich nicht hier und jetzt umzubringen", flüsterte der Fremde sanft. Seine Stimme kam Dark seltsam vertraut vor, doch er konnte sich nicht daran erinnern, wo er sie gehört hatte. Langsam schob sich das linke Knie des Fremden in Richtung seines Schritts. "Soll ich hochziehen? Wirst du dann anfangen, zu weinen und zu schreien? Mich anbetteln, dass ich aufhören soll? Wirst du versuchen, mich umzubringen, wenn ich dir den Rücken zudrehe?" Darks Augen weiteten sich, als er den heissen Schmerz spürte, den das Knie verursacht hatte. Tränen stiegen ihm in die Augen. Er wurde losgelassen und landete auf dem kalten Boden. Ohne ein weiteres Wort verliess der Fremde die Zelle und machte sich auf den Weg in die oberen Stockwerke des Turms. Die Drohung hatte gesessen, soviel stand fest. Töten konnte er Dark später immer noch.
    You can't take away my strength

    fix these broken veins

    there's nothing left to fight

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  13. #173
    Elite-Spieler Benutzerbild von ~Saim~
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    Sehr weiter nachreichend...

    Hier ruht Saim
    Wann werden die User endlich lernen, dass meine aktivtät nichts mit meiner Rolle zutun hat sondern nur mit meinem RL waren seine letzten Worte.

    Im Klartext war von Freitag bis heute auf nem Festival (Full Moon Festival) war richtig toll, trotzdem tut es mir leid, dass ich nicht richtig teilnehmen konnte.

    Ich werde jetzt wieder in der Versenkung versinken... bis irgendwann mal

    Dark trotzdem ein schönes Spiel und ein großes Danke an meine tollen mitwölfe, war eine klasse runde.

  14. #174
    Wir kommen in Frieden... Benutzerbild von darkgemini
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    Nacht 6


    Bürgermeisterin und Amor Nicci wurde gefressen.

    Die neue Bürgermeisterin wurde Dead Girl!

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    Geändert von darkgemini (30.7.07 um 11:44 Uhr)
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  15. #175
    ... Benutzerbild von Nicci
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    Hier ruht Nicci, die gefressen wurde, bevor sie merkte, dass sie Bürgermeisterin ist ^^

    Ich drück euch die Daumen, ihr Bürger!!

  16. #176
    Wir kommen in Frieden... Benutzerbild von darkgemini
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    In einem Labor an meiner Rache tüfftelnd...
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    Finale (Teil 1)


    Wütend wischte sich Dark über das Gesicht und schleuderte die Bluttropfen zu Boden. Sein Körper schmerzte, er fühle, wie seine Wange pochend zu schwellen begann. Langsam stand er auf, die Hände zu Fäusten geballt.
    „Wir brauchen ihn!“ erklärte Kanoe, die mittlerweile wieder erschienen war. „Damit haben wir den Dritten gefunden!“ stellte sie euphorisch fest.
    „Der Erdmagier!“ stieß Dark verächtlich aus und spuckte Blut. „Ich werde ihn am Leben lassen, aber er wird vorher lernen, was Leid bedeutet!“

    Zwar war das Tor zerstört und der Zugang zum Turm frei, doch die Soldaten der Königin kämpften verbissen. Zufrieden beobachtete Catherina, wie ihre Werwölfe gerade dabei waren einen Soldaten zu zerreißen. Die Flammen breiteten sich über die Untergeschosse aus, mehrere Bogenschützen sorgten mit ihren brennenden Pfeilen dafür, dass dies nicht verhindert wurde.
    Tim saß keuchend hinter einem Mauerrest. Er hatte den Weg bis hierher nicht zurückgelegt, um zu sterben. Doch seine Verletzungen hinderten ihn daran, aktiv am Kampf teilzunehmen. Die Todesschreie nahmen erschreckend schnell zu, er musste hier weg, sie alle wurden von den Wölfen im wahrsten Sinne des Wortes überrannt. Er kniff die Augen zusammen und gab sich einen Ruck. Vorsichtig rutschte der Jäger am Boden entlang, bis er das Ende der Mauer erreichte. Es waren nur wenige Meter bis zum Treppenaufgang, er musste nur schnell sein.
    Stück für Stück spähte er um die Ecke und blickte direkt in zwei blutunterlaufenen, rote Augen. Ihm stockte der Atem, als der Werwolf mit einem Ruck seine scharfen Zähne direkt in Tim Hunters Schädel grub.

    Mitfühlend blickte Zoper zu Pandora, die auf dem kalten Boden saß und vor sich hin starrte. Seit Stunden war die Nonne entweder in Gebete vertieft, oder grübelte vor sich hin. Zaghaft beugte er sich zu ihr rüber und tippte sie an der Schulter an.
    „Ist alles in Ordnung?“ fragte er.
    „Ich glaube, wir haben einen Fehler begangen!“ flüsterte sie ihm zu und zeigte, er solle sich vorbeugen, damit sie fortfahren konnte. „Wir haben Niccis Geschichte von Anfang an keinen Glauben geschenkt, doch was ist, wenn sie die Wahrheit gesagt hat?“
    „Das glaubst du doch nicht wirklich. Ich kenne Silence genauso gut wie du. Sie würde niemals einen Menschen verletzen. Was löst diesen Zweifel in dir aus?“
    „Mein Gewissen. Wir haben Nicci nicht einmal die Chance gegeben, uns ihre Version zu schildern. Und im selben Moment als sie von Mikako fort gebracht wurde, ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll, doch ich sah Silences Gesichtsausdruck, der mir einen kalten Schauer einjagte!“
    „Du machst dich nur selbst verrückt, das ist alles!“ beruhigte Zoper sie. „Außerdem …“ Er wagte nicht die Worte zu Ende zu sprechen, als erneut die Tür geöffnet wurde. Hastig rannte eine Frau die Treppen hinunter, ehe der Schlüssel ins Schloss gesteckt und ihre Zellentür aufgesperrt wurde.
    „Ihr seid frei, flieht!“ teilte ihnen Königin Sambra mit. Zögernd blickten sich die Insassen an. „Worauf wartet ihr?“ drängelte die Königin weiter. „Catherina hat mit dem Angriff auf den Turm begonnen. Wir erwarten zwar Verstärkung, doch es dauert noch bis diese eintrifft.“
    Dankbar rannten Adieboy, Silence, Lupita sowie Zoper und Pandora aus der Zelle. Schnell nahmen sie ihre alten Waffen an sich, die in einer kleinen Kammer gelagert wurden und sicherten den Zugang.
    „Wo ist Lykana?“ fragte Pandora die Königin.
    „Ich glaube sie wollte in die obersten Stockwerke.“ erwiderte Sambra und setzte sich hin.
    „Verbarrikadiert den Zugang, eure Hoheit. Wenn wir uns beeilen, seid Ihr hier sicher. Ansonsten kann uns nur noch der Glaube retten!“
    „Macht euch um mich keine Sorgen!“ erwiderte die Königin. „Ich komme zurecht, doch nun solltet ihr keine Zeit mehr verlieren!“
    „Beeil dich! Lykana wird nicht riskieren, das Hequtum zu verlieren!“ drängelte Lupita. „Aber sie rechnet nicht mit unserem Erscheinen, das müssen wir ausnutzen. Wir müssen sofort rauf!“.
    Pandora nickte Sambra zuversichtlich zu, ehe sie mit den Anderen hoch rannte. Erst jetzt gestatte sich die Königin zu weinen.
    Schnell näher kommende Schritte ließen sie jedoch sogleich verharren. „Wer ist da?“ fragte sie alleine stehend in den dunklen Korridor. Langsam löste sich ein Schatten heraus.
    „Ich bin es, Silur!“ gab sich Baronin Mikakos Gehilfe zu erkennen. „Eure Schwester hat mich beauftragt auf Euch zu achten, doch der Angriff lässt dies leider nicht mehr zu. Kommt mit mir, schnell!“ bat er die Königin und deutete in den Korridor.
    Sambra zögerte nicht lange, hob ihre Gewänder und lief ihm den modrigen Gang hinterher. In der vorletzten Zelle entdeckte sie eine kleine Öffnung in der Mauer, die in einen weiteren schmalen Gang führte.
    „Es ist ein alter Fluchttunnel. Er erstreckt sich bis zum alten Walpursteich.“ Erklärte Silur gehetzt und blickte immer wieder über die Schulter zurück. „Sobald ihr dort angekommen seid, lauft den kleinen Bach entlang, bis ihr eine alte, vom Blitz geschlagene Eiche seht. Biegt dort in westlicher Richtung in den Wald ein und lauft geradeaus, dort trefft ihr auf ein weiteres Lager der Widerständler. Ich hoffe, die Werwölfe haben es noch nicht gefunden, also geht mit Bedacht vor. Der Anführer wird euch helfen zu Eurer Familie sicher zurückzukehren.“
    Dankbar sah Sambra Silur in die Augen. „Aber was wird aus Euch?“ wollte sie wissen, doch der Mann winkte ab.
    „Macht Euch um mich keine Sorgen. Ich muss Eure Schwester finden, wir kommen schon zurecht. Doch nun sollet ihr gehen, die Zeit drängt!“
    Doch Sambra nahm noch schnell seine Hand. „Vielen Dank. Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute! Gebt Acht!“
    Erst jetzt hob sie ihr Kleid, ging auf die Knie und kletterte durch die schmale Öffnung. Als sie hindurch war begann Silur das Loch abzudecken.
    „Viel Erfolg!“ rief er ihr nach, bevor der letzte Stein an seinen Platz kam. Wie gerne hätte er die Königin begleitet, doch er musste zunächst Mikako finden. Wenigstens schaffte er es eine der Schwestern zu retten, doch er bezweifelte, dass er nochmals so viel Glück haben würde.

    Absichtlich betont streckte Shura ihren Körper und achtete darauf, dass sie in Patterknifes Blickfeld lag. Die nahe stattfindende Schlacht schien sie wenig zu beeindrucken. „Ich verstehe nicht, wieso du sie nicht alleine lässt. Dark will die Menschen vernichten, ob sie sich bekriegen, kann uns doch egal sein!“ setzte sie die Diskussion fort. Als er nicht antwortete, schritt sie mit einem aufreizenden Hüftschwung zu ihm und presste ihren Oberkörper an seinen. Zärtlich strich sie über seine Lippen. „Lass uns zurückkehren!“ Ihre Gesichter waren nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt.
    „Ich habe noch etwas zu erledigen.“ stieß er sie von sich. „Und ich werde Lykana und Dark eine so mächtige Waffe sicherlich nicht überlassen!“
    Er wartete einen unbeobachteten Augenblick ab, ehe er gefolgt von Shura den Gang durchquerte und die Treppen nach oben rannte.
    Mehrere Bluttropfen fielen auf den Boden, doch Deborah spürte den Schmerz nicht. Ihre Hand war fest um ihren Dolch gepresst, das Metall grub sich tief in ihr Fleisch.
    Hasserfüllt sah sie den beiden nach, Shura sollte mit ihrem Anschlag nicht so einfach davon kommen.
    Plötzlich wurde die Vampirin gepackt und auf den Boden geworfen. Mehrere Steinbrocken fielen auf sie herab. Gereizt drehte sie sich um und sah, wie sich eine dunkelhaarige Frau aufrichtete. Erst jetzt erkannte sie die Bolzen, die direkt über ihr in der Mauer steckten.
    „Ihr müsst besser aufpassen!“ mahnte Nicci. „Der Kampf tobt nicht nur draußen!“ Sofort zog die Kopfgeldjägerin ihr Schwert und stürzte sich scheinbar erneut in die Schlacht.
    Lächelnd sah ihr Deborah nach, dieses Mal auf eine bessere Deckung bedacht. Sowohl Shura als auch Nicci, beide Zielobjekte, liefen ihr buchstäblich in die Arme. Mit etwas Glück, konnte sie beide Probleme mit einem Schlag lösen.

    Catherina holte aus und zerteilte mit einem Schwerthieb einen der Wächter. Ein weiterer Mann versuchte sie mit einer Armbrust zu erschießen, doch sie war schneller und schlug ihm die Armbrust samt einem Stück der Hand ab. Schreiend sackte er zu Boden und hielt die blutende Wunde an sich gedrückt. Für einen kurzen Augenblick weidete sich die Werwölfin an seinem Leid, ehe sie mit ihrem Schwert ausholte, um ihn zu erlösen. Überrascht stieß sie auf Widerstand, ein weiterer Wächter war herangetreten und stellte sich schützend vor seinen Gefährten.
    Blanker Hass flammte in Romulus Augen auf, als er erneut ausholte und Catherinas Pferd verletze. Panisch bäumte sich dieses auf, doch Catherina riss die Zügel fester an sich und brachte es wieder unter ihre Kontrolle. Gerade noch rechtzeitig sah sie, wie Romulus erneut angriff, geschickt wehrte sie seinen Schlag mit ihrem Schwert ab. Gelassen hob sie ihren linken Arm und schoss einen kleinen Bolzen mitten durch die Schulter des Turmwächters. Überrascht fiel er rücklings auf den Boden und presste seine Hand auf die Wunde. Warmes Blut quoll zwischen seinen Fingern hervor.
    „Winselt um Gnade und ihr werdet verschont!“ lächelte Catherina kühl, doch Romulus erkannte an ihrem Gesichtsausdruck die Unwahrheit ihrer Aussage. Mit einem Ruck riss sie die Zügel hoch und stieß ihre Sohlen in ihren Ross, welcher sich sogleich aufbäumte. Romulus hob schützend seine Arme vor sein Gesicht, als das Pferd mit seinem ganzen Gewicht auf dieses niedertrat.

    „Ihr solltet endgültig überdenken, wem ihr loyal zur Seite steht!“ fuhr Lykana Lilith an. „Ich erkenne Euer Werk, das Tor habt ihr gesprengt!“
    „Ich habe Position bezogen!“ erwiderte die Dämonenfürstin. „Doch kann man dasselbe von euch behaupten?“
    „Vorsicht!“ senkte Lykana drohend ihre Stimme. „Ich habe euch befreit, und ich weiß auch, wie man euch wieder bannt!“
    Anschließend lief sie besorgt zum Fenster und blickte hinunter, doch Lilith gab nicht auf. „Setzt endlich das Hequtum ein!“ forderte sie.
    Nervös blickten sich Lykanas Soldaten in der Halle an. Die Tür war verbarrikadiert, sie warteten auf den Kampfbefehl, doch Lykana hielt sie zurück. Kurz bevor der Kampf anfing hatte sie alle in der großen Festhalle versammelt, doch das Warten zerrte an ihren Nerven. Die Diskussion trug sicherlich nichts zur Beruhigung bei.
    „Ich setze es ein, sobald Dark auftaucht.“ antwortete Lykana. „Wir werden diese Bürde gemeinsam tragen.“
    „Bald werden sie hier oben ankommen, ihr riskiert unseren Sieg!“ erwiderte Lilith ungerührt.
    „Und wenn schon!“ unterbrach Lykana sie schroff und wand sich ihr wieder zu. „Ich fürchte keinen Kampf. Es wäre ein friedliches Ritual gewesen, doch ihr musstet diesen Kampf anzetteln! Am Ende kriegt jeder das, was er verdient, vergesst das nicht!“

    Endlich erreichte Buster den Turm von Sty`Nax, doch seine schlimmsten Befürchtungen bewahrheiteten sich. Schon aus der Ferne sah er die Flammen, das Vorfeld glich einem Schlachthof. Überall lagen tote Soldaten, abgetrennte Gliedmaßen sowie verendete Pferde. Die blutüberströmte Landschaft wirkte Gespenstisch im Schein des Feuers. Die Zahl der menschlichen Leichen übertraf bei weitem die der toten Werwölfe.
    Buster erkannte, dass ein Großteil der Feinde bereits damit beschäftigt war die ersten Stockwerke des Turmes zu erobern.
    Er wusste, dass er viele seiner früheren Gefährten nicht mehr lebend wieder sehen würde, vielleicht verlor er selbst sein Leben, doch ihm war auch bewusst, dass jede Hilfe jetzt von Nöten war. Er bekreuzigte sich schnell, nahm die Zügel fest in die Hand und stürzte sich mit gezücktem Schwert auf den Feind, jederzeit bereit, sein Leben zu lassen, solange er sein Wissen weitergeben konnte.

    Dark rannte die Treppen rauf, er wusste, dass er zu spät war, doch der Erdmagier stellte eine erhebliche Bedrohung dar. Feine Sandkörner wiesen ihm den Weg. Endlich sah er das lange, gebundene weiße Haar sowie die schlanke Gestalt seines Widersachers. Er stand direkt vor der Tür zum Ballsaal, in dem sich Lykana aufhielt.
    Ohne Vorwarnung schleuderte Dark einen Feuerball gegen Chrono. Wie vermutet, wandelte dieser sich zu Sand und materialisierte sich erneut.
    „Hast du noch nicht genug?“ gab Chrono gelassen wieder. „Oder kannst du nur feige von hinten angreifen?“
    Unbeeindruckt schritt Dark auf Chrono zu. „Sagt der Richtige. Wer hat den einen Hinterhalt im Keller für mich vorbereitet? Jetzt will ich wissen, wie gut du ohne Überraschungseffekt bist!“
    „Ganz wie du willst, dieses Mal nehme ich keine Rücksicht!“ erwiderte Chrono und lief Dark entgegen.
    „Gerne!“
    Darks Augen verdunkelten sich. Zwei gewaltige Feuerstöße schleuderten Chrono gegen die Tür, die sofort nachgab. Die Teile, die nicht verbrannten, fielen in mehreren Splittern zu Boden. Überrascht blickten alle auf.
    Chrono sammelte ebenfalls seine Kräfte und erwiderte den Angriff, eine Explosion aus Sand und Feuer breitete sich aus, als sie aufeinander trafen.

    Unschlüssig blickte sich Pandora um. Glücklicherweise fielen sie nicht auf, die meisten Soldaten kämpften in den Untergeschossen oder verbarrikadierten die Treppenaufgänge, während die Zivilisten nach oben flüchteten. Panik ergriff Besitz von den Seelen der Menschen. Die Gruppe rannte immer weiter, doch sie verloren zu viel Zeit auf der Suche nach Lykana.
    „Wir müssen uns aufteilen!“ stellte Lupita fest.
    „Und was machen wir, wenn wir sie finden? Wir fünf sind ohnehin zahlenmäßig unterlegen!“
    „Wenn wir noch mehr Zeit verlieren, brauche wir uns diese Frage nicht mehr zu stellen.“ erwiderte Silence. Ohne auf die anderen zu warten rannte sie einen der Aufgänge hoch.
    „Also gut, wir übernehmen die östliche Seite! Helft ihr Silence!“ gab Pandora nach und machte sich zusammen mit Zoper und Lupita davon. Adieboy wartete, bis Pandora fort war, und sah in die Richtung, in die Silence gerannt war. Wortlos wand er sich ab und lief behutsam den Korridor in die entgegensetzte Richtung entlang. Dies war nicht seine Schlacht, eine wesentlich interessantere Spur hatte seine Aufmerksamkeit erregt.
    Ungeduldig wartete Silence oben auf die anderen. Dieses ständige Zögern reizte sie zusehends. Eine dunkle Vorahnung stieg in ihr auf, als sie erkannte, dass ihr niemand folgte. Schnell sah sie nach unten und erkannte, dass sie alleine war. Ein Lächeln bildete sich auf ihren zarten Lippen, jetzt musste sie sich keine Sorgen mehr darum machen, wie sie die Gruppe loswerden sollte. Entschlossen setzte sie ihren Weg fort, als ein lang anhaltender, ziehender Schmerz auf dem Rücken sie in die Knie zwang. Zufrieden zog Nicci ihre Peitsche zurück und packte Silences Kehle.
    „Es ist so weit, jetzt zahlst Du den Preis für Deine Verbrechen!“


    Darks kleine Notizecke:
    *Hust* Keine Diskussion, keine Schüsse , ^^ Haltet euch ran, sonst nutzt es die Gegenseite aus
    Geändert von darkgemini (30.7.07 um 17:50 Uhr)
    Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt~Mahatma Gandhi

    *Die Königin der tausend Jahre* ~ Fans und Folgen immer gerne gesucht *Als die Tiere den Wald verließen*Sailor Moon*Lady Oscar*Anne mit den roten Haaren*Kleine Prinzessin Sara*Katri/Katholi ~Das Mädchen von der Farm*Mila*Eine fröhliche Familie*Perrine*Robin Hood*Pollyanna*Niklaas*Heidi*Marco*

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