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Thema: Kurzgeschichte

  1. #17
    Grey Warden Benutzerbild von Kernel
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    Hallo ravendust.

    Auch das zweite Kapitel ist, wie ich finde, äußerst gelungen. Wirklich interessant geschrieben. Was zu kritisieren gibt es eigentlich nicht.

    Ansonsten kannst du dein nächstes (und evtl. weitere) Kapitel ruhig in eigenen Beiträgen posten. Irgendwann wirst du nämlich die Zeichenbegrenzung bzw. die maximale Anzahl der Zeichen in einem Posting erreichen.

    --------------------------------

    Hallo Bahel.

    Zitat Zitat von Bahel
    Freue mich schon auf eure Kritik, vorallem Rechtschreibung , die ich damit trainieren will.
    Ach, deine Rechtschreibung ist eh schon vollkommen in Ordnung. Bei dir gibt es eh selten, wenn gar keine Fehler, zu entdecken.

    Ansonsten, schön, dass auch du eine (Kurz-)Geschichte verfassen möchtest bzw. verfasst hast und sie hier posten möchtest.

    Gruß
    Kernel
    "Siegreich im Krieg. Wachsam in Friedenszeiten. Opferbereit im Tode."
    Leitspruch der Grauen Wächter

    In the midnight hour, she cries...


  2. #18
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    Zitat Zitat von ravendust
    ...@slice89: das 3. kapitel kannst du zur "berichtigung" haben. wenn du noch möchstest kannst mir ja schreiben (pn,icq,msn...)...
    Nach dem ich nun das zweite Kapitel gelesen habe möchte ich sogar noch mehr
    Hast schon nen tollen Schreibstil. Schreiben kann (fast) jeder, aber nicht viele schaffen es den Leser so mitzureißen. Freue mich schon drauf das nächste Kapitel als erster lesen zu dürfen. Meld mich dann morgen mal über PN.

    gn8

    MfG
    slice

  3. #19
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    Dein 2. Kapitel ist sehr gut geworden.

    Ich hab jetzt mein Kapitel fertig. Viel Spaß beim Lesen.

    S.T.A.L.K.E.R.

    Geschichte von Ryan Norris

    Kapitel 1

    Ich weiß nicht wie lange ich schon auf der Flucht war, vor diesen Ratten-Hunden in deren Territorium ich hinein gegangen war. Das wütende Bellen der Hunde hinter mir wurde lauter. Die Angst schoss in meinen Körper, der Schock gab mir neue Kraft und ich rannte. Meine Lunge brannte wie Feuer und die keuchenden Versuche nach Luft zu schnappen trugen nicht unbedingt dazu bei das brennen zu mildern. Doch ich lief, ich lief weiter. Endlich sah ich das ersehnte Ende des Waldes, nur noch 200 Meter schätzte ich. Die Hunde waren schon auf 20 Meter an mich herangekommen und setzten schon langsam zum Sprung an um mich zu zerfleischen. Als ich aus dem Wald heraus lief, blendete mich die strahlende Sonne. Seit Wochen wieder einmal ein Wolkenfreier Himmel. Die Wärme der Strahlen durchdrang nur langsam meine feuchte Kleidung. Es war eine große weite Wiese vor mir, nordöstlich konnte ich ein kleines Dorf in der Ferne sehen und im Westen Berge und die letzen Ausläufer des Waldes aus dem ich gekommen war. Ich drehte meinen Kopf im Laufen nach hinten, um zu sehen wie klein der Abstand zu den Hunden schon geworden war. Doch die Hunde waren auf einmal verschwunden, ich sah mich um und konnte nichts Bedrohliches erkennen. »Wahrscheinlich trauen sie sich nicht aus dem Wald« redete ich mir ein. Ich ging eine kleine Böschung hinauf und setzte mich in das nasse Gras.

    Es war vermutlich noch immer nass von dem Regen vor 3 Tagen. Er überraschte mich gerade als ich an einem Auto lehnte um mich etwas auszuruhen. Als es plötzlich zu Regnen begann, konnte ich mich gerade noch in dem Wrack verstecken. Der Regen fiel wie Steine auf das Autodach, es begann zu Blitzen und zu Donnern. Der Regen verdichtete sich zu einem Vorhang aus Wassertropfen, es schien als würden nicht Tropfen sondern Eimer vom Himmel fallen. Nichts außer grau konnte man erkennen, es hatte den Eindruck, als wären die dunklen Wolken auf die Erde gefallen und alles nahm ihre Farben an. Nach ein paar Minuten stand das Wasser im Auto bis zu den Sitzen. Ich nahm mein Messer aus der Beintasche um ein Loch in den Boden zu stechen. Quietschend stieß das Messer durch den verrosteten Stahl. Das Wasser schoss nur so durch das entstandene Loch. Immerhin stieg das Wasser nicht mehr und ich konnte etwas schlafen. Doch ich wachte wieder auf, als ein Blitz in einen Baum einschlug. Der Baum fiel krackend zu Erde und das brennende Laub an seinen Ästen erlosch noch bevor der Baum auf dem Gras aufschlug. Nach 3 Stunden verschwand der Regen eben so plötzlich wie er gekommen war. Ich schlüpfte aus dem Auto. Der Regen hatte den Boden in Matsch verwandelt. Also beschloss ich nicht abseits der Straße zu laufen. Wobei Straße ein großen Wort ist um diesen rissigen und teils abgebröckelten Asphalt zu bezeichnen. Ich ging die Straße entlang und kam an einem sehr heruntergekommenen Haus samt Graten und gemauertem Gartenhaus vorbei. Als ich eine Stimme hörte, »Juri, hast du da gerade auch etwas gesehen?«. »Pssst, sei leise Vasili, sonst hört es uns noch«. Ich duckte mich, lief leise zur Hauswand an der schon viel Putz abgebröckelt war. Ich zückte meine AK 47 und sah vorsichtig durch ein Loch, dass früher wohl ein Fenster war, doch jetzt war nicht einmal mehr ein Fensterrahmen dran. »Meinst du es ist wieder einer dieser komischen Hunde«, kamen die leisen Laute durch die Wand. »Vermutlich sind sie auf dem Oberen Stockwerk« dachte ich mir und schlich um das Haus herum. Eine Treppe knarrte, »Ich hatte Recht« schoss es mir in den Kopf. Die Tür kam immer näher, ich legte die AK an und ging durch die Tür. Ein wirklich heruntergekommenes Haus war es, keine Möbel, keine Heizkörper, sogar der Boden war an manchen stellen aufgerissen. Das Gebäude erinnerte nicht wirklich an ein bewohnbares Haus. Drinnen waren die Wände etwas besser erhalten geblieben als der Putz draußen, es waren nur wenige Risse zu sehen. Aber ein schönes Tapetenmuster konnte ich im Wohnzimmer, so deutete ich den Raum, erkennen. Das Muster hatte Rauten und Kreise jedes Segment abgetrennt durch einen senkrechten Strich. Doch dann sah ich, in den Augenwinkeln, einen Stiefel auf der obersten Treppenstufe, die schon etwas morsch aussah. Ich wirbelte herum und zielte auf den Springerstiefel. Der Stiefel bewegte sich und ein Bein wurde sichtbar, die Person ging die Treppe herunter. Ich wartete weiter, bis ich den Körper sehen konnte. Als eine Bomberjacke zum Vorschein kam, wusste ich sofort, dass es ein Bandit war. Ich zielte auf die Brust und drückte ab. Zwei Kugeln lösten sich aus ihren Hülsen und flogen durch den Lauf, ihrem Opfer entgegen. Ich hatte gut gezielt, dass eine Projektil blieb im Brustkorb stecken. Das andere durchbohrte den Oberarm und schlug in die Wand ein. Nicht mal ein röcheln hörte ich. Noch bevor die Hülsen am Boden auftrafen. Fiel der Körper regungslos die Treppe hinunter. »Juri… , scheiße« schrie Vasili. Ich stieg über die Leiche hinweg und schlich mich die Treppe hinauf. Die morsche Stufe lies ich aus. Ich hörte Schüsse, die die Wand hinter mir trafen und Putz wegspritzen ließen. Ein Mauerstück schnitt mir eine Wunde in die Backe, ich spürte das kaum. Die Schüsse kamen aus dem hinteren Raum, vermutlich ein Badezimmer, ich konnte karierte Fliesen erkennen. Ich lief langsam auf das Bad zu, es klickte … . »Ahhh Scheiße, …«. Ein glück, »Na, Vasili klemmt deine Waffe« rief ich spöttisch. Er lies seine MP5 fallen und zog eine Pistole. Ich schoss, er schoss. Ich traf den Banditen fünfmal, bevor er zu Boden sank. Aber diesmal streifte mich eine Kugel am Unterarm. Schmerz durchzuckte meinen Körper. Die anderen Kugeln ließen die Fliesen aufplatzen, Splitter flogen durch die Luft.
    Wenigstens hatten die zwei Banditen ein kleines Lager im Haus errichtet. Ich setzte mich ans Feuer und wärmte mich etwas. Die Nächte in der Zone waren alles andere als warm. Meine Wunden verband ich mir sorgfältig, nicht umsonst war ich Sanitäter bei der U.S. Army gewesen und außerdem wollte ich nicht, dass sich die Verletzung am Unterarm verschlimmert. Alles gut verarztet, packte ich mein Essen aus und Kochte es über den Feuer. Seit sechs Tagen wieder einmal warmes Essen. Zwei weitere Tage blieb ich noch im Versteck und war froh wieder eine schützende Wand um mich herum zu haben. Ich packte mir die MP5 des einen Banditen samt Munition ein und fand bei dem anderen noch etwas Verbandszeug, dass ich ebenfalls einpackte. Ich markierte mir die Stelle mit meinem PDA, um später wieder zurück zu kehren. Es war ein schöner Morgen gewesen, kaum Wolken am Himmel und still. Fast zu still. Doch ich ließ mich nicht einschüchtern und ging den Weg weiter, den ich schon vor zwei Tagen entlang gegangen war. Plötzlich hörte ich ein Bellen und darauf tauchte auch gleich ein Dutzend Hunde hinter mir auf. Ich begann zu rennen. »Es sind vermutlich die Hunde von denen Vasili und Juri sprachen« dacht ich mir. Ich drehte mich um und sah dass es mutierte Ratten-Hunde waren, ich lief schneller.

    Das Gras war zwar nass, doch ich konnte mich endlich hinsetzen und mich von dem Sprint erholen. Ich wühlte in meinem Army-Rucksack herum und fand eine Dose. Futternd saß ich da und starrte ziellos in die Ferne. In letzter Zeit dachte ich viel nach, warum ich hier bin und was ich hier eigentlich machen sollte oder wollte? Ich hab es vermutlich vergessen. Die halbleere Dose packte ich wieder in meinen Rucksack zurück und stand auf. Entschlossen wieder einmal einem freundlich gesinnten Menschen zu begegnen ging ich auf das kleine Dorf zu. Jetzt erst viel mir auf, dass ich diese Gegend noch nie gesehen hatte, obwohl ich schon seit 3 Jahren in der Zone lebe. Alles hatte ich natürlich noch nicht gesehen, ich konnte auch nicht weiter in die Zone hinein, weil ich nur einen verstärkten Tarnanzug trug. Vorsichtshalber nahm ich meine AK 47 vom Rücken und entsicherte sie…
    The Cake is a Lie



  4. #20
    80's Skinhead Benutzerbild von ravendust
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    Hi Bahel,
    ich les sie mir (nachdem ich den post hier beendet habe ^^) durch. aber willst nich besser nen eigenen thread aufmachen? sonst wird das glaub ich zu unübersichtlich.

    @kernel: danke

    gruß, raven
    Geändert von ravendust (9.5.07 um 01:37 Uhr)
    Spielt zurzeit:
    nix wirklich, leider... Empfehlungen für PS3?

  5. #21
    Profi-Spieler Benutzerbild von Peacemaker23
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    @ ravendust:

    Zitat Zitat von ravendust
    ...hab sie auch vorher korrigieren lassen ^^
    Du fauler Hund!


    Zu deinem 2. Kapitel:
    Ich glaube, ich muss dazu nicht viel sagen. Stell so schnell wie möglich das nächste hier ins Forum rein!
    (Ein bisschen fies ist der "Held" schon, passt aber schön in die Geschichte. )

    Und zu den Auto-Dächern:
    Es kann doch gut sein, dass die Autos ohne Dächer schon in dem Gebiet waren, kurz nachdem der Super-GAU geschah. Dann wurde ihnen durch Verstrahlten/Sauren-Regen das Dach weggeätzt. Die Autos mit Dächern sind dann eben etwas später in die Zone gelangt, als dieser Regen nachgelassen hat und sie dann einfach aus Spritmangel stehen gelassen wurden...
    Oder die Dächer wurden mit der Zeit durch Witterung und Rost abgetragen, da sie ja der höchste Punkt des Autos sind und dem Wetter so stärker ausgesetzt sind.
    Oder viele Ukrainer hatten auf einmal viel Geld, haben sich dicke Cabrios gekauft und haben eine Spritztour in die Zone gemacht. Bald darauf merkten sie jedoch, dass es keine funktionierenden Tankstellen in der Zone gab und so mussten die ihre Wagen stehen lassen...
    (Klingt zwar alles ein wenig unlogisch, aber sucht euch was aus ^^ )


    @ Bahel:

    Man, woher könnt ihr nur solche Geschichten schreiben??? Deine ist auch sehr spannend geschrieben mit vielen Details.
    Aber warum ist ein ehemaliger US-Soldat allein in der Gegend um Tschernobyl? (Dauernd vergessen die Leute bei STALKER, wo sie herkommen oder wer sie sind ^^ )

  6. #22
    80's Skinhead Benutzerbild von ravendust
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    Zitat Zitat von Peacemaker23
    @ ravendust:



    Du fauler Hund!
    Ne sorry, ich machs so gut ich kann aber ich bin einfach nur sau schlecht in komma setzung

    Zitat Zitat von Peacemaker23
    Zu deinem 2. Kapitel:
    Ich glaube, ich muss dazu nicht viel sagen. Stell so schnell wie möglich das nächste hier ins Forum rein!
    (Ein bisschen fies ist der "Held" schon, passt aber schön in die Geschichte. )
    das hängt davon hab wie schnell slice sie korrigiert

    Zitat Zitat von Peacemaker23
    Oder viele Ukrainer hatten auf einmal viel Geld, haben sich dicke Cabrios gekauft und haben eine Spritztour in die Zone gemacht. Bald darauf merkten sie jedoch, dass es keine funktionierenden Tankstellen in der Zone gab und so mussten die ihre Wagen stehen lassen...
    (Klingt zwar alles ein wenig unlogisch, aber sucht euch was aus ^^ )
    rofl! geil!


    @Bahel: irgendwie erinnert mich deine geschichte an meine eigene ^^
    was mich am anfang aber gewundert hat war die entfernung der hunde. 20m is schon verdammt weit zu springen für nen hund.
    das gespräch von juri und vaisili machte sie mir irgendwie symptatisch ^^ passte aber gut in dem moment.
    Spielt zurzeit:
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  7. #23
    Elite-Spieler Benutzerbild von Bahel
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    Erstmal danke .

    Zu den Hunden, es sind diese mutierten Hunde die auch im ersten STALKER Buch auftauchten, der eine konnte da noch auf den einen Metallsteg hoch springen. Ich hab ja auch nicht geschrieben, dass sie 20 Meter springen, sonder sie machten sich bereit.

    Ich werde die Geschichte aber nochmal etwas überarbeiten und dann einen eigenen Thread auf.
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  8. #24
    80's Skinhead Benutzerbild von ravendust
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    so, is kapitel 3 is jetzt auch drin

    Danke an dieser Stelle an slice89 fürs korrigieren
    Geändert von ravendust (11.5.07 um 21:20 Uhr)
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  9. #25
    Profi-Spieler Benutzerbild von Peacemaker23
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    Thumbs up

    Sehr schön!

    Vor allem gefiel mir, dass auch der Protagonist die Kneipe nicht sofort gefunden hat (wie einige aus diesem Forum... ).
    War diese Anspielung beabsichtigt?

    Aber was wird den nun aus unserem Helden?
    Warum ist so eine dicke Panzertür im Keller der Kneipe und auch noch Blutverschmiert?
    Und vor allem: Wird er jemals seinen Schokoriegel finden?

    *mehrlesenwill*

  10. #26
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    Hallo Bahel,

    Wenn du erlaubst, nehme ich mir die Freiheit und korrigiere deine Kurzgeschichte hier und jetzt.

    S.T.A.L.K.E.R.

    Geschichte von Ryan Norris

    Kapitel 1

    Ich weiß nicht, wie lange ich schon auf der Flucht war, vor diesen Ratten-Hunden in deren Territorium ich hinein gegangen war. Das wütende Bellen der Hunde hinter mir wurde lauter. Die Angst schoss in meinen Körper, der Schock gab mir neue Kraft und ich rannte. Meine Lunge brannte wie Feuer und die keuchenden Versuche nach Luft zu schnappen trugen nicht unbedingt dazu bei, das Brennen zu mildern. Doch ich lief, ich lief weiter. Endlich sah ich das ersehnte Ende des Waldes, nur noch 200 Meter schätzte ich. Die Hunde waren schon auf 20 Meter an mich herangekommen und setzten schon langsam zum Sprung an um mich zu zerfleischen. Als ich aus dem Wald heraus lief, blendete mich die strahlende Sonne. Seit Wochen wieder einmal ein wolkenfreier Himmel. Die Wärme der Strahlen durchdrang nur langsam meine feuchte Kleidung. Es war eine große weite Wiese vor mir, nordöstlich konnte ich ein kleines Dorf in der Ferne sehen und im westen Berge und die letzen Ausläufe des Waldes, aus dem ich gekommen war. Ich drehte meinen Kopf im Laufen nach hinten, um zu sehen wie klein der Abstand zu den Hunden schon geworden war. Doch die Hunde waren auf einmal verschwunden. Ich sah mich um und konnte nichts Bedrohliches erkennen. »Wahrscheinlich trauen sie sich nicht aus dem Wald« redete ich mir ein. Ich ging eine kleine Böschung hinauf und setzte mich in das nasse Gras.

    Es war vermutlich noch immer nass von dem Regen vor drei Tagen. Er überraschte mich gerade als ich an einem Auto lehnte um mich etwas auszuruhen. Als es plötzlich zu regnen begann, konnte ich mich gerade noch in dem Wrack verstecken. Die Regentropfen fielen wie Steine auf das Autodach, es begann zu Blitzen und zu Donnern. Der Regen verdichtete sich zu einem Vorhang aus Wassertropfen, es schien als würden nicht Tropfen sondern Eimer vom Himmel fallen. Nichts außer Grau konnte man erkennen, es hatte den Eindruck, als wären die dunklen Wolken auf die Erde gefallen und alles nahm ihre Farben an. Nach ein paar Minuten stand das Wasser im Auto bis zu den Sitzen. Ich nahm mein Messer aus der Beintasche um ein Loch in den Boden zu stechen. Quietschend stieß das Messer durch den verrosteten Stahl. Das Wasser schoss nur so durch das entstandene Loch. Immerhin stieg das Wasser nicht mehr und ich konnte etwas schlafen. Doch ich wachte wieder auf, als ein Blitz in einen Baum einschlug. Der Baum fiel krackend um und das brennende Laub an seinen Ästen erlosch noch bevor der Baum auf dem Gras aufschlug. Nach drei Stunden verschwand der Regen ebenso plötzlich wie er gekommen war. Ich schlüpfte aus dem Auto. Der Regen hatte den Boden in Matsch verwandelt. Also beschloss ich nicht abseits der Straße zu laufen. Wobei Straße ein großen Wort ist um diesen rissigen und teils abgebröckelten Asphalt zu bezeichnen. Ich ging die Straße entlang und kam an einem sehr heruntergekommenen Haus samt Garten und gemauertem Gartenhaus vorbei, als ich eine Stimme hörte: »Juri, hast du da gerade auch etwas gesehen?«. »Pssst, sei leise Vasili, sonst hört es uns noch«. Ich duckte mich und lief leise zur Hauswand an der schon viel Putz abgebröckelt war. Ich zückte meine AK 47 und sah vorsichtig durch ein Loch, dass früher wohl ein Fenster war, doch jetzt war nicht einmal mehr ein Fensterrahmen dran. »Meinst du, es ist wieder einer dieser komischen Hunde?«, kamen die leisen Laute durch die Wand. »Vermutlich sind sie auf dem oberen Stockwerk« dachte ich mir und schlich um das Haus herum. Eine Treppe knarrte, »Ich hatte Recht« schoss es mir in den Kopf. Die Tür kam immer näher, ich legte die AK an und ging durch die Tür. Ein wirklich heruntergekommenes Haus war es, keine Möbel, keine Heizkörper, sogar der Boden war an manchen Stellen aufgerissen. Das Gebäude erinnerte nicht wirklich an ein bewohnbares Haus. Drinnen waren die Wände etwas besser erhalten geblieben als der Putz draußen, es waren nur wenige Risse zu sehen. Aber ein schönes Tapetenmuster konnte ich im Wohnzimmer, so deutete ich den Raum, erkennen. Das Muster hatte Rauten und Kreise, jedes Segment abgetrennt durch einen senkrechten Strich. Doch dann sah ich in den Augenwinkeln einen Stiefel auf der obersten Treppenstufe, die schon etwas morsch aussah. Ich wirbelte herum und zielte auf den Springerstiefel. Der Stiefel bewegte sich und ein Bein wurde sichtbar, die Person ging die Treppe herunter. Ich wartete weiter, bis ich den Körper sehen konnte. Als eine Bomberjacke zum Vorschein kam, wusste ich sofort, dass es ein Bandit war. Ich zielte auf die Brust und drückte ab. Zwei Kugeln lösten sich aus ihren Hülsen und flogen durch den Lauf, ihrem Opfer entgegen. Ich hatte gut gezielt, dass eine Projektil blieb im Brustkorb stecken. Das andere durchbohrte den Oberarm und schlug in die Wand ein. Nicht mal ein Röcheln hörte ich. Noch bevor die Hülsen am Boden auftrafen, fiel der Körper regungslos die Treppe hinunter. »Juri…Scheiße!« schrie Vasili. Ich stieg über die Leiche hinweg und schlich mich die Treppe hinauf. Die morsche Stufe lies ich aus. Ich hörte Schüsse, die die Wand hinter mir trafen und Putz wegspritzen ließen. Ein Mauerstück schnitt mir eine Wunde in die Backe, ich spürte das kaum. Die Schüsse kamen aus dem hinteren Raum, vermutlich ein Badezimmer, ich konnte karierte Fliesen erkennen. Ich lief langsam auf das Bad zu, es klickte … . »Ahhh, Scheiße …«. Ein Glück, »Na Vasili, klemmt deine Waffe?« rief ich spöttisch. Er lies seine MP5 fallen und zog eine Pistole. Ich schoss, er schoss. Ich traf den Banditen fünfmal, bevor er zu Boden sank. Aber diesmal streifte mich eine Kugel am Unterarm. Schmerz durchzuckte meinen Körper. Die anderen Kugeln ließen die Fliesen aufplatzen, Splitter flogen durch die Luft.
    Wenigstens hatten die zwei Banditen ein kleines Lager im Haus errichtet. Ich setzte mich ans Feuer und wärmte mich etwas. Die Nächte in der Zone waren alles andere als warm. Meine Wunden verband ich mir sorgfältig, nicht umsonst war ich Sanitäter bei der U.S. Army gewesen und außerdem wollte ich nicht, dass sich die Verletzung am Unterarm verschlimmert. Alles gut verarztet, packte ich mein Essen aus und kochte es über dem Feuer. Seit sechs Tagen wieder einmal warmes Essen. Zwei weitere Tage blieb ich noch im Versteck und war froh, wieder eine schützende Wand um mich herum zu haben. Ich packte mir die MP5 des einen Banditen samt Munition ein und fand bei dem Anderen noch etwas Verbandszeug, dass ich ebenfalls einpackte. Ich markierte mir die Stelle mit meinem PDA, um später wieder zurück zu kehren. Es war ein schöner Morgen gewesen, kaum Wolken am Himmel und still. Fast zu still. Doch ich ließ mich nicht einschüchtern und ging den Weg weiter, den ich schon vor zwei Tagen entlang gegangen war. Plötzlich hörte ich ein Bellen und darauf tauchte auch gleich ein Dutzend Hunde hinter mir auf. Ich begann zu rennen. »Es sind vermutlich die Hunde von denen Vasili und Juri sprachen« dacht ich mir. Ich drehte mich um und sah, dass es mutierte Ratten-Hunde waren. Ich lief schneller.

    Das Gras war zwar nass, doch ich konnte mich endlich hinsetzen und mich von dem Sprint erholen. Ich wühlte in meinem Army-Rucksack herum und fand eine Dose. Futternd saß ich da und starrte ziellos in die Ferne. In letzter Zeit dachte ich viel nach, warum ich hier bin und was ich hier eigentlich machen sollte oder wollte. Ich habe es vermutlich vergessen. Die halbleere Dose packte ich wieder in meinen Rucksack zurück und stand auf. Entschlossen, wieder einmal einem freundlich gesinnten Menschen zu begegnen, ging ich auf das kleine Dorf zu. Jetzt erst viel mir auf, dass ich diese Gegend noch nie gesehen hatte, obwohl ich schon seit drei Jahren in der Zone lebe. Alles hatte ich natürlich noch nicht gesehen, ich konnte auch nicht weiter in die Zone hinein, weil ich nur einen verstärkten Tarnanzug trug. Vorsichtshalber nahm ich meine AK 47 vom Rücken und entsicherte sie…
    Es kann sein, dass immernoch der ein oder andere Fehler enthalten ist, ich bin ja auch nur ein Mensch.

    MfG

    P.S.: Ich finde diese Geschichte übrigens auch sehr gelungen.
    Geändert von Rekque (9.5.07 um 21:13 Uhr)

  11. #27
    80's Skinhead Benutzerbild von ravendust
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    Zitat Zitat von Peacemaker23
    Sehr schön!

    Vor allem gefiel mir, dass auch der Protagonist die Kneipe nicht sofort gefunden hat (wie einige aus diesem Forum... ).
    War diese Anspielung beabsichtigt?
    vielleicht unterbewusst..aber direkt nicht
    vllt war das mein traumatisches erlebnis verarbeitet welches mir stalker bei der suche der kneipe zugefügt hat O_O

    Zitat Zitat von Peacemaker23
    Und vor allem: Wird er jemals seinen Schokoriegel finden?
    rofl!


    Zitat Zitat von Peacemaker23
    *mehrlesenwill*
    eventuell schreib ich heute abend noch was. ich denke mal übermorgen ist wieder was fertig ^^
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  12. #28
    Elite-Spieler Benutzerbild von Bahel
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    Super, das 3. Kapitel ist dir gut gelungen, viel besser als die zwei vorher. Obwohl die auch gut waren.

    Nur das blöde ist, ich wollte auch schreiben, dass meine Figur in ein Dorf geht und zu einer Bar. Jetzt schreib ich dass natürlich etwas anders.

    Danke für die Verbesserung.
    The Cake is a Lie



  13. #29
    80's Skinhead Benutzerbild von ravendust
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    oh... sorry ^^

    ich hab so ne grobe storyline schon im kopf, aber die kleinigkeiten kommen erst beim schreiben.
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  14. #30
    Elite-Spieler Benutzerbild von Bahel
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    Ist ja net so schlimm, ich hab ja sehr viele Ideen.

    Ich schreib mir immer so stichpunkte auf ein Blatt, was mir so alles einfällt. Dann, wenn ich denke das ich genug Punkte habe, überlege ich mir ein paar Einzelheiten zu den Stichpunkten und schreib sie auf. Daraufhin spiel ich das Geschehen im Kopf durch. Dabei merk ich mir, wie meine Vorstellung aussieht und schreib das auch noch auf. Dann erst fang ich das Tippen an und beim Tippen fallen mir auch nochmal einige Dinge ein.

    Vielleicht traut sich ja noch einer eine Geschichte zu schreiben und hier zu posten.
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  15. #31
    80's Skinhead Benutzerbild von ravendust
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    so, jetzt is kapitel 4 auch drin

    Danke an dieser Stelle nochmal an slice89 fürs korrigieren

    hab das mal alles in einem PDF zusammengefügt, zur besseren übersicht.
    ich bedanke mich schonmal recht herzlich füs lesen
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  16. #32
    Profi-Spieler Benutzerbild von Peacemaker23
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    Nicht schlecht. Wirklich nicht schlecht.

    Manchmal wünschte ich mir, das Spiel wäre in etwa so atmösphärisch wie deine Geschichten.


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