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Thema: Brauche Hilfe bei Scipionen-Kampagne

  1. #1
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    Brauche Hilfe bei Scipionen-Kampagne

    Ave, Quirites!

    Nachdem ich mich bisher stets als Grieche oder Germane durch die digitale Antike schlug, habe ich mich nun mal an den Scipionen versucht (Rome 1.3; sehr schwer, Schlachten normal). Am Anfang lief auch alles wunderbar: Meine tapferen Milizionäre nahmen Sizilien, wurden 233 (!) zu Berufssoldaten, konnten dann Nordafrika bis fast zum Nil und Spanien sowie die Narbonensis erobern. Bald aber führten ausufernde amoröse Aktivitäten der Untertanen zu einer demographischen Explosion sondergleichen, und ich mußte mehr und mehr freundliche Berater (=Truppen) in den Städten postieren, um Rebellionen zu verhindern. Eroberte Städte "befreite" ich stets von allzuviel Bevölkerung, aber die wurden schnell wieder nachgezüchtet.

    Auf der Siedlungsschriftrolle war trotz überall plazierter Spione häufig "Aufruhr" zu sehen. Schließlich mußte ich mehr und mehr Spiele und Rennen veranstalten sowie die Steuern senken. In einer Siedlung mit ~18000 Einwohnern und einem Statthalter mit Einfluß 4 z.B. mußte ich trotz niedriger Steuern 15 Einheiten postieren, um die guten Bewohner daran zu hindern, ihr eigenes Ding zu drehen! Meine Finanzen gingen völlig den Bach runter, selbst als die Garnisonseinheiten von Legionären auf die billigere Stadtwache umgestellt wurden. Irgendwann hatte ich dann bei einer Stadt (Cirta, glaub ich) die Schnauze voll und dachte, wenn sie, anstatt Teil meines prosperierenden Friedensreiches zu sein, lieber eine Filiale eröffnen wollen, na bitte. Ich holte meine Truppen raus und ließ die Bekloppten randalieren. Kurz später war der Aufstand da. Durch Unterbrechung der Handelsrouten stand ich auf einmal mit 8.000 in der Kreide, und statt der erwarteten Rebellenarmee aus Bauerntrampeln standen meine Stadtwachen-Möchtegern-Aushilfssoldaten und die wenigen verbliebenen Legionäre 12 (!) Gladiatoren-Einheiten mit drei silbernen Winkeln (!!) sowie Waffen-und Rüstungsbonus 2 und einigen ähnlich erfahrenen Bauerneinheiten gegenüber. Irgendwie gewann ich die Schlacht nach 5 Runden Belagerung, aber meine Finanzen waren dauerhaft im Eimer.

    Also entschloß ich mich zur Radikalkur, löste alle Truppen jenseits von Italien, der Narbonensis und Sizilien auf und zog die Statthalter zurück. Zwei Runden später war mein ehemaliges Reich in Anarchisten-Kommunen aufgelöst. Dafür war ich wieder im Plus und hatte eine stolze Anzahl von ca. 15 Familienmitgliedern.

    Nun passierte folgendes: Diejenige Römerfraktion, die aus einem wohl nur den Rome-Entwicklern bekannten Grund "Brutii" heißt, hatte inzwischen ganz Osteuropa, Griechenland und Kleinasien erobert und entschied sich, den Iuliern Gallien abzunehmen. Der Krieg brach aus, und der Senat beauftragte mich, die "Brutii" und die Iulier (?- warum auch immer, die hatten doch nichts getan) anzugreifen, was ich aber nicht konnte, da meine Unterstützung in der Bevölkerung nicht groß genug war. Die Handelsbeziehungen aber waren dahin, und jetzt geriet ich ernsthaft in finanzielle Schwierigkeiten. Die Städte in Sizilien, die trotz horrender Einwohnerzahlen und maximalen Ausbaus kaum höhere Steuereinnahmen erzeugten als eine durchschnittliche Kleinstadt, und trotz fähiger Statthalter mit relativ hohem Einfluß stets kurz davor waren, zu rebellieren, befreite ich von ihrer Garnison, worauf ich sie in der nächsten Runde los war.

    Nun stand ich in Capua mit ~15 Familienmitgliedern, und meine nahegelegene Armee mit immerhin 8 Einheiten Stadtkohorte mit maximaler Aufwertung starrte neidvoll auf Kroton und Tarent, die der gute Brutus mit jeweils einer einzigen (!) Einheit verteidigte. Angreifen konnte ich immer noch nicht, da mir die Unterstützung fehlte, und der Senat meine Truppen aus den "brutischen" Provinzen verscheuchte. Schließlich griff der Senat mich an, warum auch immer, ich eroberte Rom und war endlich im Krieg mit den Brutiern, die mich mit Armeen aus Stadtkohorten, Familienmitgliedern und Onagern angriffen. Nachdem ich mit meiner Armee aus Familienmitgliedern etliche solcher Heere, teilweise in einer einzigen Runde, abwehren konnte, und doch stets neue Heere nachrückten (den Brutiern gehörte inzwischen die halbe Welt), beschloß ich, die Kampagne abzubrechen. Meine Finanzen waren irgendwo bei -40.000, wenn ich mich nicht irre.

    Also, laaange Rede, kurzer Sinn: Wie kann ich verhindern, daß in Städten, die mir 900 pro Runde bringen, Garnisonen stationieren muß, die mich 1500 pro Runde kosten? Wieso bringen Metropolen sowenig Kohle ein? Wie können andere ihre Metropolen mit einer einzigen Einheit ruhigstellen? Wieso ist die Banane krumm und die Tomate rot?

    multis cum salutibus
    Publius Cornelius Schabbes

  2. #2
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    Weil du auf Kampagnenschwierigkeit Stufe Sehr Schwer spielst, bekommen alle anderen Seiten 10.000 ,- Denare pro Runde extra.
    Du musst passende Gebäude bauen, die Bevölkerung massakrieren und starke Einheiten positionieren, anders geht es nicht.
    Um die Einnahmen der Stadt zu erhöhen, vertreibe alle Rebellenarmeen aus einer Region, beschütze den Hafen und baue passende Gebäude.

    Meinen respekt, Schabbes, es ist fast ein Roman geworden ^^
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  3. #3
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    Danke erstmal für die Tipps. Ich finde die Scipionen-Kampagne so schwer, weil man durch Aufträge des Senats so weit von seiner Haupstadt weggetrieben wird. Außerdem kommt man an die Weltwunder nicht ran. Dabei gefallen mir doch blaue Legionäre besser als grüne und rote, und den Vulcanus-Tempel (bzw. das Pantheon dazu) finde ich den besten im Spiel.

    Zitat Zitat von Andrejos
    Meinen respekt, Schabbes, es ist fast ein Roman geworden ^^
    Ja, es ist furchtbar! Einmal angefangen, findet man einfach kein Ende mehr. Ich schätze, die meisten haben gar keinen Bock gehabt, den ganzen Schmarrn zu lesen. Dabei gibt es doch sovieles, was ich noch sagen möchte! Zu Phalangen, Bogenschützen und Legionären, zu Hilfstruppen und Kavallerie, zu - äh...

    Also, ich hör besser auf...

    Gruß
    Schabbes

  4. #4
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    Also ich hab mir die Zeit mal genommen deinen "Vers" durch zu lesen.Also ich glaub die Probleme hatte/haben wir alle,man muss auch nicht jede Aufgabe des Senats erfüllen.Am besten ist man verleibt sich am Anfang nur schwache Staaten ein und versucht bei den "mächtigen" auf dem Status "Neutral" oder besser "Verbündet" zu bleiben.Meistens haben diese dann noch andere Ziele.Man sollte auch nicht zu lange warten mit dem Expandieren,denn zu Anfangs braucht man noch nicht so viele Garnisonen in der Stadt wie im Zenit des Spiels wo es dann richtig zur Sache geht.Da macht es sich dann auch bezahlbar das man am Anfang viele schache Staaten eingenommen hat.Auf die Diplomatie kann man sich leider bei Rome noch nicht wirklich verlassen also ist es egal ob Feind oder Freund,daher lieber einen schwachen Neutralen angreifen als einen mächtigen Feind.....Man MUSS die Hauptstadt immer im Mittelpunkt des Reiches haben "dann klappts auch mit der Aufruhe".... (dann ist die Entfernung zur Hauptstadt nicht so groß)
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  5. #5
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    anderer Meinung

    da würde ich das ganze gegenteil raten. Zum anfang würde ich eher alle anderen als die Schwachen angreifen, denn die werden später noch genauso schwach sein. Nur zum Beginn hast du dagegen eine Chance die Starken ohne große verluste zu vernichten.
    Hinzu kommt, dass Premium gerade einen ganz wichtigen hinweis gegebne hat. Nämlich den mit der Hauptstadt. Du hast dich durch die Senatsaufträge, wie schon erwähnt wurde, abtreiben lassen. Ignoriere sie. Erobere nur nahe Gebiete und vor allem nahe Großreiche, denn die haben auch die reichsten Ländreien. erobere keine kargen Provinzen. Nordafrika ist ein Verlustgeschäft, da gibt es kaum Güter zum handeln, nur Wüste und Soldkosten. Du solltest dir statt dessen schnell die Ägypter vorknöpfen, denn Ägypten ist reich. Versuch auch so schnell es geht in Griechenland einen Fuß in die Tür zukriegen, bevor die Brutii den Laden übernehmen.
    Vor den kathargern wiederum brauchst du keine Angst haben, solange du Sizilien hast und deine Flotten rundherum die Oberhand behalten. Ansonsten kannst du ja zumindest noch Karthago, bzw. ganz Tunesien erobern,denn da gibt es auch was zu hohlen, und sobald es dir gehört werden sich die karthager nicht mehr erhohlen, sondern von Numidiern und Spaniern aufgefressen. Und Numidier sind sowieso schwach und die Spanier werden früher oder später von den Juliern vernichtet.
    Die siehst, es ist auch fast ein Roman geworden. Quintessenz bleibt: Wende dich nach Osten. Schlucke all die morschen alten Großreiche, überlass den Brutii nicht das reiche Hellena, dränge sie in ihrer Expansion nach Norden ab.
    Erobere keine Wüsten sondern Oasen. und zum Schluss: Scheiß auf den Senat.

    Das ist jetzt zwar etwas emotional geraten, aber das liegt daran, dass mich der Senat und das ganze Hickhack der Römer untereinander so in Rage bringt. Ein Volk sollte nur mit einer Stimme sprechen.

    Gruß
    Polykritos der Wohlmeinende
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  6. #6
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    Ave Bruder

    Also zuerst mal zu deinem Roman, is ganz nett geworden

    Hast du es schon mal versucht indem du eine andere Hauptstadt nimmst? du kannst ja die Hauptstädten verändern... evtl. bringt dir das mehr erfolg wenn du es nicht schon ausprobiert hast, ansonsten kann ich nur sagen das es mit den Scipionen ziemlich leicht ist... habs nämlich selbst durchgespielt auf sehr schwer... natürlich hatte ich schon ein paar Aufstände, vorallem in Karthago aber als ich die Hauptstadt wechselte waren alle wieder froh gelaunt und ja... hatte auch genug Geld, eine grosse Armee, tote Brutis... jaja

    Nur die Julier hab ich in Ruhe gelassen da die mir symphatisch sind

  7. #7
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    Wichtig

    @ POLY......

    Joar kann man sehn wie man will....vlt läufts auch auf gleiche hinaus.
    Wenn man gleich zu Anfangs möglich viele kleine Staaten erobert,hat man eine ebenso gute Basis wie als wenn man sich gleich dem "größten" stellt.( ersteres ist gut für den wirtschaftlichen Aspekt und beim zweiten Punkt hat man eben erstmal ausgesorgt und stellt die größte Macht in der Region dar) Kann man so nicht unbedingt absehen was nun besser wäre....Ist ja auch egal.
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  8. #8
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    @Premium3

    Stimmt schon, gewinnen können sollte man auf beide Arten. Aber man darf halt nicht auf der kargen Scholle irgendwelcher kleinen Krepelmächte hängen bleiben. Die sind wirklich nur Anfangs als Basis nützlich. Mehr wollt ich auch nicht sagen.

    Gruß
    Polykritos
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  9. #9
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    Meine K(r)ampf :)

    Vorweg: Ich spiele Scipionen Kampagne unter 1.5 auf sehr schwer/sehr schwer - und ganz wichtig verwalte jede einzelne Siedlung selber, nicht nur die mit Famlienmitgliedern!!. Es ist herausfordernd aber schaffbar. Senatsmissionen nur befolgen wenn sie in Deinem Interesse oder lösbar sind (am Anfang hauptsächlich Hafenblokaden). Habe zuerst die Karthager ausgemerzt und aus Karthago gleich meine Hauptstadt gemacht. (Wegen Mitte) Dann hauptsächlich in der Wüste gewütet aber auch zusammen mit den Juliern den Germanen und Briten eingeheizt. Habe dadurch den Juliern einige Städte weggeschnappt. Hab dann auch ne Invasionsflotte nach Griechenland geschickt um bei den Bruti mitzumischen aber die Griechen haben mir sehr zu schaffen gemacht, und ein 3 Fronten Krieg ist sehr aufwendig. Dann gingen auch bei mir die Probleme mit der Zufriedenheit los. Aber dank dieses Forums waren die Probleme lösbar. In der Not alle Gebäude abreissen, Steuersatz sehr hoch und revoltieren lassen. Dann sind wirklich nur Bauerntrampel übrig welche mit Bogeschützen und Kavalarie so richtig schön zu massakrieren sind . Eingenommen Städte prinzipell "auslöschen". Jo die Germanen waren bald erledigt, habe die ca. 6 eingenommen Städte im Norden nur mehr gehalten und den Juliern die Arbeit überlassen. Mein Versuch in Spanien einzumaschieren scheiterte auch also hab ich Ägypten mit viel Glück von See und Land her überrannt. Mit dem Weltwunder ich glaub in Mephis, war dann die Zufriedenheit viel besser und ich schrieb endlich vernüftige schwarze Zahlen. Dann konnte ich die Römer angreifen und habe dann - nach intensiver Vorbereitung alle Städte in Italien eingenommen. (waren sehr schwach verteidigt.) Nur Rom ist noch standhaft . Die Julier sind schon fast besiegt (noch 3 Städte in Spanien), nur die Bruti machten wir Sorgen. Konnte die im Norden kaum abwehren, hab dann mit Absicht 2 Städte revoltieren lassen um sie temporär aufzuhalten. Also Invasionsflotte zu den griechischen Bruti Städten (4 Städte unter anderem Sparta nach hartem Kampf eingenommen.) Nun schäffel ich so an die 16000 Cash pro Runde und die Zufriedenheit ist dank des 2. Weltwunders sehr gut. Ich denke die Kampagne gewinn ich, aber sie war sehr herausfordernd und dadurch auch sehr spannend!! Besser als jedes Fernsehprogramm. Meine nächste Kampagne mach ich dann mit dien Pardern, wird sicher noch lustiger - ich Masochist

  10. #10
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    Also danke nochmals für die Tipps. Das mit der Hauptstadt und den Senatsmissionen stimmt natürlich, ich wollte aber ein wahrer Römer sein, die Hauptstadt in Italien lassen und die Aufträge des Senats erfüllen. Dabei- was die immer verlangt haben, die Säcke. Das war geradezu unverschämt!

    Deshalb habe ich den Römern den Rücken gekehrt und bin nun ein stolzer Grieche. Dank des blitzeschleudernden Zeus habe ich keine Probleme mehr mit der Loyalität meiner Untertanen, und ein freundlicher Herr aus Bronze, der auf seiner Insel gemütlich herumsteht, sorgt dafür, daß der Seehandel mir ungezählte Reichtümer in die Kassen spült. Die gierigen Römer hätten natürlich auch gerne etwas von meinem Wohlstand, doch verenden ihre Legionäre und gedungenen Mordbuben (Söldner) zu tausenden an den Lanzenspitzen meiner gepanzerten Hopliten. Die Überlebenden suchen dann, alten Weibern gleich, kreischend ihr Heil in der Flucht.

    Diese Römer! Wie konnte ich sie den Griechen nur vorziehen. Gegen die stolzen Heere aus Hellas haben ihre weichlichen Legionen nicht den Hauch einer Chance. Sie wissen ja nicht einmal, wie man eine Lanze richtig benutzt! Hat denen mal jemand gesagt, daß man damit nicht in der Gegend herumwirft? Aber die Römer sind so schwächlich, einen anständigen Speer können sie gar nicht richtig führen. Also haben sie ihre Lanzen verkleinert, und zu besseren Cocktailspießen gemacht. Als die Römer merkten, daß man mit ihren Kinderspeeren niemandem weh tun kann, müssen sie wohl beschlossen haben, die Dinger nach ihren Feinden zu werfen. So mußten sie sich immerhin nicht an den Gegner herantrauen. Jedem anständigen Griechen steigen bei diesem jämmerlichen Anblick vor Lachen die Tränen in die Augen. Doch wenn ein paar Bergbauern und Ziegenhirten in Samnium das mit ihren Speeren so machen, muß man ja gleich seine ganze Armee nach dem selben Konzept ausrichten- abgucken konnten die Römer ja schon immer bestens.

    Aber es ist ja auch kein Wunder, daß man mit dem rechten Arm nicht die Kraft hat, einen vernünftigen Speer zu führen, wenn man mit dem linken stets eine ganze Haustür mit sich herumschleppt. Glauben die Römer vielleicht, ihre Mitbürger daheim könnten ihnen die Haustür stehlen, während sie im Felde stehen? Oder fühlen sie sich vielleicht auf dem Kriegszug in der Ferne nicht so weit von ihrem Heim entfernt, wenn sie einen Teil davon mitnehmen? Ein griechischer Hoplit, der zum ersten Mal eine römische Legion sieht, welche sich angstschlotternd seiner Phalanx nähert, denkt zunächst, er stehe der Türen-Abteilung eines Freiluftbaumarkts gegenüber, bis dann die Zahnstocher fliegen. Selbst die römische Legionärskavallerie trägt Schilde, hinter der sich nicht nur der Reiter, sondern gleich auch noch das halbe Pferd verstecken kann.

    Tja! Mit den bestens trainierten Griechen können es die Römer einfach nicht aufnehmen. Bei den Griechen nämlich üben sich die Männer schon seit frühester Jugend in allen nur erdenklichen Sportarten (sofern man sie unbekleidet ausführen kann). Die Römer hingegen kennen eigentlich gar keinen Sport, mit Ausnahme vielleicht des Wagenrennens. Bei ihnen gibt es zur körperlichen Ertüchtigung eigentlich nur die militärische Ausbildung, die traditionell von jung und alt auf dem Campus Martius/Marsfeld außerhalb der sakralen Stadtgrenze (dem pomerium) betrieben wird. Da aber das Marsfeld seit der späten Republik zunehmend mit allen möglichen Protzbauten vollgestellt wird, scheint kein Platz mehr für solche Übungen zu sein, was die schlappen Legionen erklärt. Die Griechen aber! Regelmäßige panhellenische oder Olympische Spiele lassen sie zusammenkommen, um den besten Sportler auszuzeichnen, um die jungen, kraftvollen Männer streiten zu sehen, um sich und die Götter zu feiern. Die Griechen sind so dermaßen fit, daß sich die mächtigen Bauchmuskeln ihrer gepanzerten Hopliten sogar durch das Metall der Rüstung abzeichnen! Da können die Legionäre in ihren Blechdosen, die sie, wie die Form nahelegt, wohl von amerikanischen Football-Rüstungen abgeschaut haben, nur staunen.

    Also, es sollte hinreichend bewiesen sein, das Römer Pussis sind und Griechen Halbgötter. Ich werde jetzt zu einem Symposion (=Saufgelage) gehen, mit den Philosophen über Sphärenharmonie diskutieren und mir danach einen schönen Jüngling genehmigen. Zum Teufel, äh, in den Hades mit den Römern mit ihrer angeblichen Sittenstrenge! Nur wir Griechen wissen, was dem Menschen wirklich gut tut.

    Schabbos I. Megas Basileus Theos, Großkönig und Gottkaiser der griechischen Städte, gefürchtet von Römern und anderem Gewürm

  11. #11
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    Eine nicht ganz verkürzte Zusammefassung der Römischen Schwäche gegen die Hopliten der Griechen!!! Aber da sind sie nicht die einzigen.....


    Kurz gesagt die Hopliten oder Langspeeträger sind in dem Spiel zur übermacht verdammt....Nicht selten gewinnen 5 Hopliten gegen eine eigentliche Übermacht aus 20 Pretorianern, in einer Situation wo ein umzingeln aus Platzmangel nicht möglich ist.....
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  12. #12
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    @ Schabbes

    Du solltest mal einen AAR schreiben
    Ich würde da garantiert mitlesen.
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    - John Locke, ´An Essay Concerning Human Understanding´ (1695)

  13. #13
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    @shabbes

    Habe mich schon lange nicht mehr so köstlich in diesem forum amüsiert. Ein toller Text.
    Aber was noch schöner ist, ist das die kleine stolze hellenische Gemeinde in diesem Forum um einen Sohn des Herakles reicher ist.
    Dass die griechische Ästhetik und die jugendliche Kraft hellenischer Jünglinge sowieso jedem faulen, fetten feigem Römer überlegen ist, steht eh nicht zur Debatte.
    Bleibt nur noch die Frage: Bekennst du dich zum kulturreichen aber schwachen Athen, oder zur blanken Macht Spartas.

    Gruß
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  14. #14
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    ... behaupte nicht, Sparta wäre Athen zur See überlegen.
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  15. #15
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    Behaupte ich auch nicht, aber wenn die spartanischen Holpliten den athener Hafen in Brand stecken bringen euch eure Trieren auch nichts mehr .

    mfg
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  16. #16
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    ... und wenn die Athener die Spartanischen Kasernen von See aus attackiert hätten?
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