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Thema: Kapitel 10: Die Saat

  1. #1
    Heavenly Wind
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    Text Kapitel 10: Die Saat

    Nach dem Untergang N'Salays findet die Gruppe in einem Wäldchen nahe der zerstörten Stadt Zeit, um kurz zu rasten. Darabor, kurzfristig vor Ort, stößt Rika mit der Nase auf einen Sachverhalt, über den er sich Klärung wünscht. Anstatt die Gruppe direkt zu beauftragen, zieht er es vor, dass diese ihren eigenen Weg findet... nach den Verlusten stossen neue Gesichter zur Gemeinschaft, darunter Khelad, ein Zwergenkrieger und alter Freund Rikas, ein Mädchen namens P'Yalra, deren Anwesenheit der Gruppe Rätsel aufgibt und Na'Ralee, die einzige Überlebende N'Salays, die mit der Gabe des Traumorakels ausgestattet der Gruppe einige mysteriöse Hinweise gibt.

    Angaben:

    Auftrag: findet den "letzten Bruder des Schwertes" und helft ihm bei seiner Mission.
    Zeit: unbekannt

    Beginn:
    Na'Ralees Worte bohrten sich in den Verstand eines jeden, so eindringlich hatte sie diese gesprochen. Was immer sie bedeuten mochten, eines war sicher - die Hochelfe würde keine Erklärung dafür liefern. Sie wirkte völlig verwirrt und konnte sich vielleicht nicht einmal daran erinnern. Rika sah daraufhin fragend in die Runde... Die Suchende? Bruder des Schwertes? Ich versteh gar nichts... was zum Henker ist hier passiert? warf sie den anderen vorwurfsvoll entgegen. Es sah auch in der Tat recht seltsam aus...

  2. #2
    Meisterspieler Benutzerbild von Gutester
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    "Ganz sicher ziemlich übertrieben! Du kämpfst gegen Orks und Ssarfey-Obere? Ganz sicher?", fragte Irvene. Staxx´ Erzählungen klangen viel zu übertrieben, war wohl nur sein Abenteuer, den er nun extrem übertrieben hatte.

    "Frag die anderen, die werden es dir bestätigen! Ach... wo sind die eigentlich?, fragte Staxx.

    "Und so endete das Abenteurer unseres Orkschlächters!, bemerkte Irvene grinsend.

    "Komm mit, gehen wir sie suchen! Muss sie dir mal vorstellen!", sagte Staxx und ging irgendwo ins Leere, ohne zu wissen wohin.

  3. #3
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    Nun,
    Meinte der Zwerg mit ruhiger Stimme, sie sieht ganz schön verwirrt aus...
    Der Schrei hatte ihn ganz schön erschreckt, doch er hatte sich nichts anmerken lassen...
    Bruder des Schwertes... Merkwürdig...
    Murmelte er, dann steckte er die Axt wieder weg.
    Wenn es so war, wie er es sich dachte, würde sich bald das ein- oder andere Merkwürdige abspielen...

    Wir haben diese Menschenfrau hier gefunden... Entweder sie oder etwas anderes hat diese Orks dort drüben umgebracht.
    Erklärte Arindor aufgeregt. Wisst ihr, was diese Zerstörung so lautlos hervorbringen kann, das wir nichts davon mitkriegen, obwohl wir nur ungefähr 100 Meter weit entfernt waren?

  4. #4
    Heavenly Wind
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    Rika betrachtete das junge Mädchen und dann die von Bolzen durchsiebten oder mit verdrehten Extremitäten daliegen Orkleichen... Was, die da? Das glaubst du doch selbst nicht.... dachte die Kriegerin. Sie konnte sich denken, wer das getan hatte, sagte allerdings nichts dazu. Stattdessen betrachtete sie sich die toten Orks genauer. Abgesehen von den zwei Aschehaufen, die erbärmlich stanken, und den von Bolzen durchsiebten Kadavern fiel ihr nur auf, dass sie offensichtlich durch starke Magie getötet wurden. Die Gesichter der Toten sahen allerdings normal aus... War schon recht laut vorhin, die Zerstörung der Stadt kommentierte Rika die Frage Arindors, während sie das Menschenmädchen mißtrauisch beäugte.

  5. #5
    blubb °o untergetaucht Benutzerbild von Archfiend
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    Und wieder eine Überraschung... Mutter Schicksal treibt wohl ihr kleines Spielchen.... Die Aussage trottete ihm im Kopf herum, so hatte sie sich in Fearùn eingebrannt. Nicht, dass deren Inhalt so ungewöhnlich war - er war gerade unter einer Gruppe, die von einem Abenteuer in das andere zu stürzen schien, und sich dann anscheinend inmitten von verlassenen Wäldern zufällig wiederfand. Bei solchen Persönlichkeiten war so eine dunkle und nebulöse Vorhersage nicht an taube Ohren gestürzt.

    Es war mehr die übermittelnde Person und die Zustände, die den menschen stutzig machten. Na'Ralee, so hieß die junge Hochelfe, war die letzte Person, der er ein weiteres Wort anvertrauen würde. Sie sah so schwach und gebrochen aus, dass es nicht mehr für hochelfische maßen gewöhnlich war. Dann entfachte sich die Rede bei Rikas Berührung. Rika... Kaum war man ein Stück mit dieser Gruppe gereist, Rika war der erste Name, den man verhielt. Eine Kriegerin an sich ist schon recht ungewöhnlich. Wenn man dann noch bedeachte, dass sie bei weitem besser kämpfte, als die meisten Soldaten, die Aegnor schon "aus dem Weg räumen" musste, war es recht überraschend. Was sie aber erst wirklich mystisch erscheinen ließ, waren ihre bizarren Verbundenheiten. Sie hatte konversation mit einem Ssarfey geführt, stößt zufällig im letzten verlassenen Stück Wald auf einen alten Freund, scheint immer mehr zu wissen oder zu ahnen als die anderen, und überdies das noch... Die Schicksalsgöttin ist launisch, und hat sich scheinbar an Rika prächtig ausgelassen. Wie vergiftet das geschenk dieser ist merkt man aber erst zum Schluss...

    Über die gesagte Worte grübeln konnte er jedoch nicht anständig, so betrübt er in seinem Anblick war. Das Bild war von einer traurigen Schönheit, wie geschwächt und am Ende Hochelfen auch waren, ihre Anmut war die letzte Charakteristik, die von ihnen schwand. Die nahezu mystische Stimmung, die Na'Ralees rauchige Stimme hervorgehoben hatte, ließ ihr Leiden als göttliche Strafe aussehen, weil ein Geheimnis gelüftet wurde, dem niemanden zu Ohren kommen durfte.

    Zynismus erlaubt keine Sentimentalität, deshalb verblasste die Vision schnell aus Fearùns Kopf. Seine gewöhnliche Geistessinnung erhielt er aber nicht ganz zurück, übrig blieb ein starkes Gefühl von sachtem Mitleid. "Kann man denn nichts machen...", jedoch brauchte er auf keine Antwort zu warten, um sie zu erfahren, es war gefährlich, in jemandes Psyche einzudringen, wie edel der Gedanke auch sei. Der Gedanke eines Schlafbanns ließ er dann lieber weg, er sollte sie fragen, wenn sie wieder im normalen Zustand war. Wissend, dass die psychische Wunde zu tief war, schränkte er den potenziellen physischen Schaden ein. "Kweg". Im Umkreis von gut sieben Metern um die Elfe wurden alle Unreinheiten im Gras und Gebüsch weggefegt, sodass nur noch Gras, Moos und der feuchte Boden übrig blieben. Sollte sie umfallen, dann wenigstens so weich wie möglich...

  6. #6
    Benutzerbild von Fantasy Freak
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    P'yalra wusste nicht so recht was zu tun war. Eine Bedrohung ging von diesen Personen offenbar nicht aus. Ihr Kopf dröhnte und was sich genau in den letzten Stunden zugetragen hatte könnte sie nicht sagen...

    Sie hatte die Unterhaltung der Fremden mit angehört währrend sie versuchte sich ihre Anspannung ansehen zu lassen.

    "Nein, dazu war ich nicht in der Lage." Sie schaute dabei die Frau mit dem dunkelblonden Haar an und versuchte nicht zu verängstigt zu wirken.

    "Ich und...und...mein Begleiter waren auf der Suche nach jemandem. Aber ich kann mich beim besten Willen nicht errinern wen oder wo mein Begleiter jetzt ist. Ich errinere mich noch daran ich hörte wie in N'Salay schwere Kämpfe tobten und ich mich dort umsehen wollte. Doch bevor ich dort ankam wurde ich von Orks überwältigt."

    Unsicher blickte sie in die Menge und hoffte das sie ihr weiterhelfen konnten ...
    Geändert von Fantasy Freak (7.2.07 um 20:41 Uhr)

  7. #7
    Heavenly Wind
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    Rika sah sich um... weit und breit keine Spur von jemand anderem. Dein Begleiter? Hat dich im Stich gelassen, wies scheint. Ich seh hier niemanden sonst... Sie wandte sich ab und schaute die anderen an, aber die schienen auch nichts zu wissen. Bis auf diesen Magier, der sich verdächtig ruhig verhielt.


    Na'Ralee hockte sich unter den Baum, den Kopf gesenkt. Sie sah die anderen nicht an, bewegte sich nur ganz leicht hin und her und summte eine seltsam anmutende Melodie. Es beruhigte sie, brachte die Stimmen für eine Weile zum Schweigen. Sie hatte alles gesehen, die Kapelle, den Kampf... all die Toten. Es war zu bizarr, um es in klare Worte zu fassen. Plötzlich, ohne jede Vorwarnung, stand sie einfach auf und blickte starr in südöstliche Richtung.
    T'aurbar ili'thil kaorhi nai kaom'ar sagte sie daraufhin völlig ruhig und mit ihrer gewohnt melodischen Stimme, so als wäre zuvor gar nichts passiert. Ihre Worte klangen elfisch, aber wenn es wirklich Elfisch war, dann ein sehr merkwürdiger Dialekt, bei dem man bestenfalls grob erahnen konnte, was es bedeuten sollte. Ihr war nicht klar, dass die anderen sie nicht richtig verstehen konnten. Für sie hörte es sich normal an. Auch als sie die Worte wiederholte, nachdem sie bemerkte, dass die Gruppe sie nur fragend ansah, merkte sie keinen Unterschied:
    Tärg narss korhan gatgirr bront Diesmal allerdings sprach Na'Ralee fließendes, fehlerfreies Zwergisch, was Rika und Khelad natürlich verstanden - und möglicherweise andere auch. Die Kriegerin hörte sich das aufmerksam an, obwohl ihre Worte keinen rechten Sinn ergaben.


    Wer betritt die verfluchten Felder? fragte Rika, noch bevor der Zwerg etwas sagen konnte. Sie ging einen Schritt auf die Hochelfe zu, die sie daraufhin ängstlich ansah.
    Der Bruder. lautete Na'Ralees vielsagende Antwort.
    Wer ist das?
    Ich weiss es nicht... entgegnete die Hochelfe nach einigem Zögern und senke beschämt den Blick.

  8. #8
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    Der Bruder betritt die verfluchten Felder... Sehr eigenartig... Hmmm...
    Entweder, diese Elfe war in den letzten Stunden komplett ihres Verstandes beraubt worden, oder er wusste auch nicht weiter... Mit dem Bruder meinte sie vermutlich den vorhin angesprochenen Schwertbruder, aber wo lagen die verfluchten Felder?
    Ihm kam sofort die Insel der Ssarfey in den Sinn... Verdamon... Die Sagenstadt der Todesengel, umringt von verbrannten Feldern und niedergebrannten einstigen Siedlungen... Könnten mit den verfluchten Feldern die Felder auf der Insel der Todesengel gemeint sein?
    Rätselte er, dann setzte er sich nieder. Die Worte der Elfe würden vermutlich leider erst zu einem bestimmten Zeitpunkt einen wirklichen Sinn ergeben...
    Schwertbruder... Wer mochte es wohl sein?

  9. #9
    Heavenly Wind
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    Rika schüttelte mit dem Kopf. Glaub ich nicht. Verdamon soll weit im Westen liegen. Du kennst die Schauergeschichten. Schwarzes Meer, der Mahlstrom ins Nichts, die Blutnebel. Die Kriegerin blickte in die Richtung, in die Na'Ralee noch immer starrte.
    Dort ist kein Meer... sie kramte ein zerfleddert wirkendes Lederstück aus ihrer Tasche hervor und faltete es auseinander. Es war eine grobe Skizze Selenias ... also, hier Sitia, dann sind wir etwa da. Sie tippte auf einen Punkt. Als nächstes sah sie sich um, betrachtete die Bäume der Umgebung, die Wetterseite und den Stand der untergehenden Sonne Bald ist Nacht Hmm, Westen ist dort. Dann ist da, wo sie hinsieht... sie drehte die Karte so, das sie der Natur entsprach und verfolgte die Blickrichtung der Elfe auf dem Lederfetzen. Sie zog mit dem Finger über die Karte, in südöstlicher Richtung... und schluckte als sie erkannte, wo man ankam.

  10. #10
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    Offensichtlich ging es der Elfe besser. Diese Tatsache beruhigte Fearùn um vieles, etwas sagte ihm, dass ihr Wohlergehen eine bedeutende Rolle Spielen würde, oder eher ihr Tod ein Desaster wäre. Warum auch, konnte er nicht bestimmen, Fingerspitzengefühl.

    Dann plötzlich sprach das Mädchen, das von den Orks angegriffen wurde. und wieder kamen Fragen in den kopf des Schurken auf, soviel hatte er bisher in so kurzer Zeit noch nie zum Grübeln gehabt. Nicht, dass es über seine Fähigkeiten stand...

    Das Werk von zehn Denkminuten verflog dann sofort, seine Sinne wurden wieder abgelenlt. Ein Bruder. In irgendwelchen Todesfeldern. Die Prophezeihun stieg ihm wieder in den Kopf. Eine Ernte... Ein Ernter... Ein Begleiter... Sein Unterbewusstsein hämmerte ihm an den Verstand. Er hasste dieses Gefühl, etwas zu übersehen. Seine vorher aufgeflogenen Gedankenfetzen tauchten wieder auf, um sich mit dem verlaufenden Gedankengang zu vermischen. Sein Geist sah mehr aus, als ein Wirbel von Pergamentfetzen im Wind, von denen Aegnor einige einzufangen und zu kombinieren versuchte. Ein Begleiter... Ein Verbündeter... Ein Freund... Ein Ernter... Nein. Ein Freund... Ein Bruder... der sich gefahren stellt... der womöglich gerade Orks niedergemetzelt hat... vielleicht mit einem Schwert... Vielleicht waren die zwei gesuchten eine und diesselbe Entität.

    Wie verzwickt der Gedankengang auch schien, gab Fearùn sofort seine Ideen preis."Könnte es sein, dass dein Begleiter ein Schwert bei sich trug?", fragte er an das Mädchen gewandt. "Dann müssten wir vielleicht nur eine Person suchen..."

  11. #11
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    "Aha", stellte Shyraska mit trockener Stimme fest, nachdem sich seine Gestalt hinter Rikas Rücken aus dem Geäst gelöst hatte. Er hatte die Situation mit Na'Ralee mitbekommen, wenn auch von Weitem, konnte sich jedoch ebenfalls keinen Reim auf dieses Rätsel machen.
    "Herrliche Aussichten für unsere Reise, würde ich sagen!", bemerkte der Elf, erleichtert, dass ihr Weg sie vorerst in eine eher ruhige Region führen würde.
    Doch was war heute nur los? Sie hatten das Inferno von N'Salay mit heiler Haut überstanden und dennoch schien die Ereignisse dieses Tages einfach nicht enden zu wollen...

  12. #12
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    Staxx und Irvene kamen nach einer Zeit zu einer kleinen Lichtung, wo Staxx promt die anderen erblickte.

    "Da seid ihr ja!", rief er ihnen zu und kündigte sich an. Irvene ging ihm einfach nach.

    Für Irvene war es überraschend, das Staxx so viele Freunde zu haben schien. Ihn würde es nicht wundern, wenn einer von ihnen fragen würde "Wer bist du? Was willst du von uns?". Staxx wirkte für ihn noch nie sonderlich beliebt, wahrscheinlich wegen seiner frechen Art. Er trottete Staxx einfach hinterher, irgendwas würde sich schon ergeben.

    //: Falls das "Lichtung" falsch ist, sagt´s mir, hab gerade keine Lust nachzulesen.

  13. #13
    Heavenly Wind
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    Rika warf einen wenig erbauten Blick über ihre Schulter. Findest du, Dho'Shan? Kann mir besseres Ziel vorstellen als Mittelstadt. Ins Menschenland, das war das letzte, was die Kriegerin wollte. Sie überlegte ernsthaft, zu verschwinden, zurück ins Orkland zu gehen und die Gruppe sich selbst zu überlassen. Immerhin hatte sie herausgefunden, was Zu'Ruk ihr aufgetragen hatte. Prophezeihungen und dunkle Weissagungen mißfielen ihr. Auch die Tatsache, dass sie darin vorkam war nicht gerade die angenehmste Vorstellung. Zu viel Verantwortung. Früher, ja da wäre sie aufgesprungen und losgeeilt, um die Sache zuende zu bringen und für das Gute zu kämpfen. Aber das war vor langer Zeit, in einem anderen Leben... sie war kein Paladin mehr, keine Ordenskriegerin. Sie diente keinem Herren mehr und auch keinem Gott. Nur noch sich selbst... seufzend setzte sie sich auf einen großen Findling, etwas abseits der anderen.


    Na'Ralee indes blickte unumwunden in Richtung Südosten und summte weiter ihr leises Liedchen. Sie hatte die Stimmen zum Schweigen gebracht, für eine kleine Weile. Und solange sie sich nur auf sich selbst konzentrierte, würden sie nicht so massiv zurückkehren. Aber das hatte seinen Preis...

  14. #14
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    Ihr habt doch alle ein Rad ab! Die Elfe da hat sie offensichtlich nicht mehr alle beisammen und spricht wirr. Und nur darauf vertrauend wollt ihr den weiten Weg zurück nach Mittelstadt gehen?

    Ausserdem könnten einige von uns dort leicht Schwierigkeiten bekommen. Es ist schon einige Zeit her, dass ich von dort losgezogen bin. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Beziehungen zu den Dunkelelfen sich soweit gesteigert haben, dass ihr nicht sofort am nächsten Baum aufgehangen werdet sobald man euch dort sieht.

    Staxx dieser Narr ist ein Nekromant und fähig sich in einen Dämon zu verwandeln. Der Magierrat wird ihn einsperren und Tagelang quälen, nur um zu sehen wie lange er es aushält, bevor er stirbt.

    Und nicht zu vergessen ihr selbst. Glaubt ihr ich hätte euch nicht wiedererkannt? Die Paladine haben das ganze Land auf den Kopf gestellt, nur um euch zu finden. Ich habe euren Steckbrief gelesen "Lady" Nescarth. Hochverrat, Diebstahl einer Reliquie, dessertiert, bewaffnet und gefährlich und so weiter. Die Fahndung hat nachgelassen, aber wie man hört sehen die Paladine euch immernoch als Schandfleck, der um jeden Preis ausgemerzt werden muss. Erwartet also kein gerechtes Verfahren, oder etwas derart abwegiges. Sollten sie euch in die Finger bekommen, werdet ihr nie wieder das Tageslicht sehen.


    Timdor schüttelte den Kopf. Mittelstadt war seine Heimat geworden, aber für den Großteil dieser Gruppe bedeutete die Reise dorthin ein untollerierbares Risiko. Erst Recht wenn der Grund eine offensichtlich Psychisch gestörte möchtegernwahrsagerin war.

  15. #15
    Heavenly Wind
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    Rika hörte dem ungerührt zu. Es mochte stimmen, was der Magier sagte, oder maßlos übertrieben sein. Eigentlich konnte der Orden nicht wissen, dass sie noch lebte - selbst ihr Vater nahm schliesslich an, sie wäre tot. Wenn nicht... nunja, ein Grund mehr, diesen Leuten den Rücken zu kehren und nicht zurück zu blicken.


    Na'Ralee drehte sich zu dem Zauberer um - ihr Blick war nicht etwa wütend, weil er sie faktisch beleidigt hatte, sondern wirkte eher mitleidig, so als könnte sie all den Schmerz sehen, der tief in der Seele Timdors nagte, der Zorn über den Verlust seiner Eltern, den Überfall der Orks auf sein Heimatdorf, die tragische Sache mit dem Feuerball im zweiten Jahr seiner Ausbildung... sie las wahllos seine Erinnerungen und kramte sie gleichzeitig wieder hervor, holte sie ihm spontan und zusammenhangslos wieder ins Bewußtsein. Ohne ein Wort zu sagen wandte sie sich ab und ging einige Schritte weg. Erst dann sprach sie erneut, mit klaren, verständlichen, menschlichen Worten:
    Feuer und Eis, der Drachensohn und der dunkle Engel suchen den Fluch des falschen Gottes. Die Reise bringt dich zu deinen Wurzeln, Timdor... zu dem Ort, der die Quelle all deines Zorns ist. Begrabe ihn am Ziel dieses Weges, oder deiner Eltern Schicksal wird auch das deine sein.
    Die Worte der Hochelfe fesselten den Verstand, man konnte nicht anders, als ihr zuzuhören. Es war seltsam. Noch weit seltsamer aber war das, was dann geschah... sie kniete nieder, berührte den kalten Erdboden und fing ohne jeden Grund zu weinen an, als hätte sie starke Schmerzen. Man konnte ihre Ängste geradezu spüren, so als ob sie einen daran teilhaben ließ.


    Rika ließ das kalt. Was kümmerte es sie, was den Zauberer erwartete. Es ist spät. Ob wir gehn, können wir morgen entscheiden. Besser rasten... ich bin müde. sagte sie mit harscher, gefühlloser Stimme und wandte sich in Richtung des Orklagers ab. Dort standen mehrere Zelte - eine gute Möglichkeit, sich nach dem Horror N'Salays gründlich auszuschlafen. Ohne auf eine Reaktion der anderen zu warten, ging sie dorthin und begab sich in eines der Zelte.

  16. #16
    Meisterspieler Benutzerbild von Murdog
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    Timdor fiel auf die Knie, seine Empörung über die Elfe und alle anderen Gefühle wie weggeblasen. Mit glasigen Augen starrte er ins Leere, als würde er nicht den Wald und die Gruppe sehen, sondern den Blick auf etwas anderes Richten, das ausserhalb der materiellen Ebene lag.

    Schemenhafte Bilder huschten vor seinem inneren Auge vorbei. Szenen aus seiner Jugend, der Akademie und des Lebens davor, mit dem er längst abgeschlossen zu haben glaubte. Er hörte Stimmen, Gelächter, Schreie. Er sah sich selbst bei seiner Abschlusszeremonie. Im nächsten Moment war er in einem Klassenraum, dessen Betreten in späteren Jahren unter Strafe verboten war. Seine Hände durchliefen die Gestenfolge für einen Feuerball...
    NEIN! Das wollte Timdor nicht nocheinmal sehen. Doch er konnte nichts dagegen unternehmen. Die schrecklichen Ereignisse nahmen wieder ihren Lauf. Es war fast wie damals als-
    Er war wieder da. Die Orks, das Feuer. Seine Eltern schützend vor ihm, das hämische Gelächter der Orks in seinen Ohren.

    NEEEIN! Verschwinde, ich will das nicht sehen!

    Mit einem Schlag war er wieder auf der Waldlichtung. Ein verbrannter, immernoch schwelender Kreis toter verbrannter Erde umgab ihn. Sein Atem ging keuchend, als währe er den ganzen Tag gelaufen und beide Hände waren fest gegen seine Ohren gepresst um die grässlichen Schreie seiner Eltern nicht hören zu müssen.

    Trotzdem hörte er die Stimme der Elfe klar und deutlich. Sie hatte ihn das alles nocheinmal durchleben lassen. Und nun sollte er wirklich wieder dorthin zurück...

    Du hast doch überhaupt keine Ahnung! Ihr alle habt keine Ahnung! Zurück zu den Wurzeln soll ich? Ich habe keine Wurzeln. Wenn du wirklich alles gesehen hast, dann weißt du das meine Wurzeln, meine Heimat, sie ist...weg...für immer. Und niemand kann daran etwas ändern! Alles was bleibt ist Rache! Jeder einzelne Ork und ihre Herren. Falls nötig auch die Todesengel!

    Mit einem Ruck drehte er sich von den anderen weg. Der letzte Satz war nurnoch ein Flüstern, gerade noch verständlich für jeden, der gut hinhörte.

    Sie werden alle bezahlen, egal was es kostet.

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