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Thema: Kapitel 10: Die Saat

  1. #513
    Heavenly Wind
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    Na'Ralee empfand Genugtuung... tiefe, innere Genugtuung darüber, dass sie... nein, dass Alani'iel recht behalten hatte. Shaskara kam näher, diesmal ohne den schreienden Stein. Eine günstigere Gelegenheit würde sich wohl nicht so schnell bieten.
    Nein... antwortete die Hochelfe daraufhin ... aber ich kann dir helfen zu verstehen.
    Noch bevor Shaskara reagieren konnte, hatte Na'Ralee ihre Hand ergriffen und hielt sie fest. Das Brennen auf der Haut, das die Halbdämonin empfand, war wohl nur eine Einbildung, aber die Bilder, die sie sah, waren es definitiv nicht. Na'Ralee zwang Sashkara alles zu sehen, mit ihren Sinnen. Die "Stimme der Pfade", so nannte sie es, dröhnte wie ein nie aufhören wollender Donnerhall in ihren Ohren und das Licht... dieses Licht, das sich in Strängen über den gesamten Himmel zog, brannte in ihren Augen wie Feuer. Wenn Na'Ralee dass die ganze Zeit sehen und hören konnte, dann war es in der Tat nicht weiter verwunderlich, dass es sie an den Rande des Irrsinns trieb. Aber etwas war sehr seltsam. Direkt neben der Hochelfe stand auf einmal eine weitere Gestalt, ein Mann, großgewachsen und von kräftiger Statur. Eine schwarze Robe mit großer Kapuze verhüllte seine Gestalt weitgehend. Er stützte sich auf einen gewundenen, knorrigen Stab an dessen Spitze ein faustgroßer, blutroter Rubin thronte, der sie von innen heraus giftig anfunkelte.
    Die Pfade, meine Liebe, sind unverwüstlich, wie auch die Albensteine. Solange sie im Gleichgewicht sind. Alles hat seine Balance, seinen Platz in der Ordnung. Entfernst du etwas an einer Stelle, muß etwas anderes diese Lücke füllen, um das Gleichgewicht wiederherzustellen. Geschieht es nicht, entsteht Instabilität und Chaos. Was du hörst, ist der Fluss der Energie, gebändigt von den Alben vor vielen Millenien, was du siehst ist die Manifestation dessen in dieser Welt.
    Der Mann sprach zu ihr, es war eine tiefe, warme Stimme... unmöglich zu sagen, von welchem Volk er stammte, doch die große, krallenbewehrte Hand, die den Knauf des Stocks hielt, machte eines klar. Er war weder Mensch, noch Elf. Die Halbelfe konnte sich allerdings nicht bewegen, um sich ihm zu nähern, oder ihn genauer anzusehen.
    Die Alben verliessen diese Welt, zurück bleiben die Steine, geschaffen um den nachfolgenden Generationen die Benutzung der Pfade zu ermöglichen, ein jeder in seiner Art einzigartig, manifestieren sie das Wesen ihrer Schöpfer und bilden gleichsam Gegenpol und Kontrollfunktion zu den Kräften der Pfade. Entfernst du einen Albenstein, schädigt dies die Pfade... schlägst du ein Loch das Netz, schädigt es die Steine. Alles ist eins...
    Der fremde zeichnete einige Symbole mit der Spitze seines Stabes in den Sand vor sich... es waren merkwürdige Glyphen, eine Sprache, die Shaskara nicht im Ansatz erkannte. Offenbar war sie sehr alt, es sah wie eine Formel aus, nur wenn, dann war nicht annähernd klar, wofür sie diente.
    Es ist nicht die Zahl, die das Problem darstellt, es ist die Art wie diese Steine eingesetzt werden. Geschaffen wurden sie dazu, die Pfade im Lot zu halten, aber man kann sie auch mißbrauchen. Geschieht dies, schädigt man die Pfade... normalerweise stellt das kein Problem dar, da sich die Energie des Netzes beständig regeneriert. Doch zur Zeit tut sie es nicht... jedenfalls nicht in dem Maße, wie sie es sollte. Jeder Mißbrauch korrumpiert das Netz, fließt wie Gift hindurch und irgendwann wird es die empfindlichen Stellen treffen, die Balance endgültig zerstören. Die Wunde in N'Salay muß geschlossen werden, ein neues Siegel muß angebracht werden, und die schändlichen Frevel müssen negiert werden, die zwischenzeitlich begangen wurden. Der Shi-Handan ist einer dieser Frevel, doch er ist nicht der einzige... und du, meine Liebe, wirst konfrontiert werden mit etwas, das dir eine Entscheidung abverlangt.
    Na'Ralee hob den Kopf, erst jetzt sagte sie etwas... der Mann verstummte im gleichen Moment und verschwand aus Shaskaras Blickfeld ebenso plötzlich wie er erschienen war. Alles Einbildnung? Wohl kaum:

    Du bist es gewohnt, tausend Masken zu tragen, aber es gibt eine, die du nicht anlegen darfst. Dein Weg führt dich zu deinen Wurzeln zurück. Es mag eine Versuchung sein, aber du mußt standhaft bleiben. Oder alles, was du bisher riskiert hast, war vergebens.

    Das zuletzt gesagte war das einzige, was alle anderen auch wahrnehmen konnten. Der Rest spielte sich lediglich im Bewußtsein der Halbdämonin ab. Auch das kunstvolle Zeichen, dass der Fremde in den Sand gezeichnet hatte war verschwunden. Dennoch, es war zu markant, um es zu vergessen. Was immer es bedeutete, Shaskara würde es noch erfahren.

    Sashka beobachtete das ganze mit gewissem Argwohn, denn sie spürte auch die Schwäche, die Na'Ralee nach dieser Aktion befiel. Sie hatte ihr nicht dabei geholfen, Ruhe zu finden, damit sie nun anfing, allen anderen ihre Weisheiten zu offenbaren.

  2. #514
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    Es fing an ihm angst zu machen...dieses mädchen hatte ihn verändert.
    Wäre er ihr nicht gefolgt, wäre alles geblieben wie es ist...andererseits würde er jemals seine herkunft erfahren? Er saß nochimmer auf dem boden anscheinend hatte keiner etwas mitbekommen, was ihm nur recht war...
    Irgendwie wusste er nicht weiter, würde ihm diese meute was bringen? sollte er alleine weitermachen? ein anderes Orakel finden, aber gibt es noch so ein Machtvolles? Er sah auf den boden, ballte seine faust...was war nur los?
    Andererseits würde er diesen leuten keine große hilfe sein wenn er als verwirrter
    mit gespaltener persöhnlichkeit ihnen folgte...
    Seine Faust pochte, denn er hatte sie immernoch fest angespannt...

  3. #515
    Meisterspieler Benutzerbild von Gutester
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    Staxx und Irvene redeten vollkommen aneinander vorbei, doch beide verstummten bei den Worten von Na´Ralee. "Ähm... wie?", fragte Staxx verwirrt.
    Naja, wenigstens einmal hat sie vorhin nicht in Rätseln gesprochen... typisch für ein Orakel., dachte sich Irvene. Ihm fiel bei den Gesprächen der Anderen, die durch sein Gespräch mit Staxx nur an ihm Vorbeigezogen waren, dass dieser Dunkelelf aus der Gruppe ja immer noch einen Albenstein bei sich hatte. Erst einmal im Leben hatte er einen, außer diesen, gesehen, und diese Geschichte war auch nicht wirklich gut ausgegangen. Doch Irvene gab den Gedanken auf, den Elfen zu beklauen, denn erstens würde er vielleicht gegen ihn in einem Mann-zu-Mann-Duell verlieren, was er jedoch nicht stark vermutete, und zweitens würde er Probleme mit der Gruppe bekommen. Es sei denn, er schaffte es sich irgendwie hier Freunde zu machen. Irvene wurde aus seinen Überlegungen gerissen, als Staxx sich wegbewegte.
    Er bewegte sich zu Scarscin, der (wieder mal) am Boden lag. "Geht´s dir gut?"

  4. #516
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    -Danke...es geht! seit dieser bewustlosigkeit schwirrt es nur so in meinem kopf-

    Er rappelte sich auf...und lehnte sich zu Staxx runter. Dann fragte er mit ruhiger stimme...- Was weist du von diesem Mädchen? Bitte, wie lange kennst du Na'ralee ? Ich muss das wissen...-

  5. #517
    Heavenly Wind
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    {woanders, irgendwo südlich von Grindlingen}

    Seine Hand strich über den Knauf des Zepters, er war nervös und das gab es nicht oft. Er wäre nie auf den Gedanken gekommen, sich selbst in dieses Kaff zu begeben, aber die Worte dieses Mannes hatten ihn neugierig gemacht, vor allem nun, nachdem seine Stosstruppe wie angekündigt nicht zurückgekehrt war. Verfluchten Ruinen haderte er innerlich mit sich ...wie hätten sie abtragen sollen, einen Stein nach dem anderen und die verfaulten Überreste in geweihten Boden bringen. Nur Ärger kommt von dort.
    Er haßte die Ruinenfelder. Besonders nachts waren die Toten dort zuweilen alles andere als friedlich und das ging seit Jahrhunderten so. Seine Vorgänger hatten es ignoriert, hin und wieder einige Rituale abgehalten und da und dort den einen oder anderen Spuk ausgetrieben. Aber um die Wurzel des Übels hatte man sich nicht gekümmert. Nunja, dass würde sich jetzt ändern. Schon deshalb hatte er zusätzlich zu seinen Männern eine Hand voll Inquisitoren mitgenommen. Wenn er auf dem Weg dorthin war, konnte er auch gründlich aufräumen, denn es wurde wirklich langsam lästig, jedes Mal diese Berichte von Untoten und Geistern zu lesen.

    Meister? Die Stimme seines Adjutanten riß ihn aus den Gedanken.
    Was gibt es?
    Wir konnten die Spuren unserer Kameraden finden, sie folgen diesem Weg dort und sind ganz frisch von letzter Nacht.
    Gut. Das bedeutet, sie müssen es bis ins Dorf geschafft haben. Sind unsere Kundschafter zurück?
    Nein, Rekan. Aber Ihr hattet befohlen, bis zum Dorf vorzustossen, dort zu warten, falls alles ruhig scheint und zu beobachten, bis wir eintreffen. Wenn mich meine Orientierung nicht trügt, sollten wir in etwa einer Stunde dort sein.
    Laßt den Zug schneller reiten... ich habe ein schlechtes Gefühl. Und leider irre ich nur mich selten.
    Zu Befehl, Rekan!

    Er hob die Hand zum Signal und die Kolonne beschleunigte ihr Tempo... Agrith fiel etwas zurück, ehe er seinem Roß die Sporen gab. Er hatte einiges zu überdenken, ehe er das Dorf erreichte.

    {Grindlingen}
    Na'Ralees Erschöpfung war nur von kurzer Dauer. Was immer Sashka auch mit ihr angestellt hatte, bewirkte offensichtlich ein kleines Wunder. Sie atmete tief ein und blickte die Kriegerin an, deren Miene ob der kleinen Vorstellung der Elfe nicht eben freundlich war.
    Bist du dann fertig, Kleine? Ich glaube nicht, dass dies der richtige Ort oder die rechte Zeit für sowas ist.
    Doch, genau jetzt... sie muß verstehen. Und wir müssen weg von hier.
    Sashka nickte stumm. Am liebsten wäre es ihr gewesen, wenn sie Na'Ralee einfach hätte einpacken und mitnehmen können, aber so wie die Dinge lagen, würde das wohl problematisch werden.

  6. #518
    The Reggae Boyz Benutzerbild von Renan
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    Sumara erwiederte einige Sekunden stumm und verwirrt den Blick der Fremden, dann wandte diese sich wieder ab. Sumara wunderte sich nicht, woher die Unbekannte ihren Namen kannte, sie schien sowieso mehr zu wissen, als sie sagte und ausserdem verstand sie sich mit diesem Orakel recht gut, doch der Zeitpunkt der Erwähnung war es, der sie verwirrte.
    Was ist?!, fragte sie auf einmal in die Worte der beiden, die sich anscheinend für etwas besseres hielten. Doch Sumara sah es lediglich als unhöflich an, jemanden anzusprechen und dann ebenso sich wieder abzuwenden! Ganz zu schweigen, dass ihr niemand auf ihre Frage geantwortet hatte. Warum flüchteten sie? Und war das Ziel!

  7. #519
    Meisterspieler Benutzerbild von Gutester
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    "Äh... wir kennen sie noch nicht allzu lang, sie ist kurz vor der Zerstörung von N´Salay mit uns gekommen, weißt du, sie ist das Orakel. Und sonst weiß ich nur, dass sie gern in Rätseln spricht und gern in den Köpfen anderer ihre Späßchen treibt, glaub mir. Fast jeder von uns ist schon mal wegen der zusammengekippt., sagte Staxx. "Wieso? Kennst du sie von früher oder sowas?"

  8. #520
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    - Das nicht aber um ehrlich zu sein verließ ich meinen Pfad...also den brief abzugeben nur weil ich von ihr gehört hatte und auch ihre existenz spühren kann...Und seit wir alle zusammen ihrem mentalen schock erlagen hab ich
    eine stimme in mir...ich kenne diese stimme nicht und bis vor kurzem...-
    er sprach leiser, und eindringlicher.
    -Diese stimme sprach in einer mir unbekannten sprache...aber jetzt verstehe ich sie...frag mich nicht warum... und das macht mir angst wenn du verstehst. Ich will sie fragen ob sie mir eventuell helfen kann...das war auch schon vorher mein anliegen...aber es scheint mir als wenn sie immoment nicht in der verfassung dazu ist.- Scarscin sah sich um, die menge zu überblicken war ja kein problem für ihn. Dann lehnte er sich wieder runter zu Staxx. -Halte mich nicht für verrückt aber ich...- er zögerte kurz.-verrate das niemandem, bitte...naja ich glaube ich war nicht immer so wie du mich jetzt siehst...mir fehlen viele erinnerungen an meine jugend und kindheit...was ich weis ist das die Elfen und Menschen mich verachten, zumindestens die Wohlhabenden und Gläubigen...- mit diesen worten zog er sein cape zurück und offenbahrte die zeichen auf seinen armen und brust...sie leuchteten schwach...-Ich glaube du hast sie schon beim Kampf gesehen, aber das ist einer der Gründe...- er sah sich nochmal um aber bis auf Irvene hatte keiner auf sie geachtet...

  9. #521
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    "Ich kann´s mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, aber ist egal. Ich werds nicht weitererzählen. Aber mal ehrlich, neben Na´Ralee würdest du trotzdem immer noch wie ein Weiser Mann dasteh´n., sagte Staxx sarkastisch, ohne weiterhin groß über Scarscins Worte nachzudenken.

  10. #522
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    Überwältigt von diesen Eindrücken begann Shaskara zu taumeln und musste sich an der Hauswand abstützen. Was sie soeben gesehen hatte, hatte sich regelrecht in ihr Bewusstsein eingebrannt, unverwüstlich, denn nun begann sie zu verstehen, von was Na'Ralee sprach.
    Was war das nur gewesen? War des die Macht des Orakels gewesen, die ihr diese Vision gezeigt hatte? Was es auch gewesen war, nun war sie sich über das Ausmaß des Schadens im Klaren. Etwas musste geschehen, was auch immer es war, aber diese Wunde musst geheilt werden. Doch nun mussten sie weg.
    Nun entschlossener als zuvor stieß sich Shaskara von der Wand ab und blickte Na'Ralee an. "Ich gehe davon aus, dass eine einmalige Reise über die Pfade keine allzu großen Schäden hinterlässt", mutmaßte sie. "Also können wir dieses Wagnis eingehen. Dieser Albenstern ist, da er von der Kraft eines starken und stabilen Pfades gespeist wird, ebenfalls sehr stabil, auch wenn in ihn auch ein stark beschädigter Pfad mündet. Uns bleiben damit drei Pfade und sechs mögliche Richtungen, in die wir fliehen können: Der stabile Pfad führt von hier aus sowohl in die Nähe von Firnhain, als auch zu einer verfallenen Ruine zwischen Orkwacht und Korntal. Ein anderer Pfad, den wir wählen können, mündet zu einen südöstlich von Silanpal, zum anderen östlich von Korntal in einen Stern. Der letzte mögliche Pfad führt an Hochfeste vorbei und führt direkt durch Tylenia. Wir können in etwas nördlich von Waldstadt unmittelbar vor der Grenze zu den Waldelfen oder etwas unterhalb von Hochfeste verlassen. Allerdings ist er nicht sehr stabil, daher tendiere ich dazu, den Pfad zu nehmen, der bei Firnhain beginnt. Von dessen Stabilität konnte ich mich erst gestern überzeugen. Gibt es Einwände?"
    Mit dieser Frage beendete Shaskara ihre Aufzählung der Möglichkeiten, die ihnen blieben.

  11. #523
    Heavenly Wind
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    {woanders, in der Nähe}
    Er signalisierte seinem Begleiter, dass er es verstanden hatte. Das würde sicher eine interessante Information sein. Immer vorausgesetzt, dass sie ihren Empfänger auch erreichte. Die beiden zogen sich sehr vorsichtig zurück, um nicht entdeckt zu werden und es gelang ihnen auch tatsächlich ungesehen zu verschwinden.

    {ganz woanders}
    Der kalte, schwarze Onyx ruhte in seiner Hand und pulsierte... schwach, aber für jemanden, dessen Sinne so scharf waren, war es sogar deutlich zuhören. Jedes Mal beschlich ihn ein mulmiges Gefühl, daran gewöhnte man sich nie, es war niemals einfach, alles andere als alltäglich.
    Lass uns sehen, wie die Dinge liegen murmelte der Magier, während er seine Finger ganz langsam öffnete und sich konzentrierte. Plötzlich leuchtete der schwarze Stein an mehreren Stellen grell auf, sechs gebündelte Lichtstrahlen traten hervor, so dass er nun wirkte, als habe man ihn mit drei gleißenden Lanzen senkrecht zueinander durchbohrt. Der Zauberer zog seine Hand zurück, der faustgrosse Stein schwebte frei in der Luft direkt vor ihm und surrte dabei bedrohlich.
    Immer noch derart ungehalten, nach all den Jahren? seufzte er, obwohl es ihm mittlerweile schon wesentlich leichter fiel, den Onyx zu benutzen - egal wie sehr der sich dagegen sträubte.
    Das macht nichts... du wirst dich fügen, denn ich habe dich lange genug studiert stellte er nach einigen Momenten klar. Er hielt seine Hand dem Stein entgegen, fokussierte ihn mit festem Blick und lächelte kalt. Plötzlich, ohne erkennbaren Anlass, begann der Stein merklich zu zittern - und nicht nur er. Die Vibration erfasste die Luft um ihn herum, ja den Raum, scheinbar das ganze Gebäude. Mit einem Male fing der pechschwarze Stein sich zu drehen an, so dass die Lichtsäulen nun wie wild um ihn herum wirbelten und dabei eine Sphäre beschrieben von annähernd Mannshöhe.
    Ahh, das gefällt dir gar nicht... höhnte der Magier, denn er spürte deutlich, wie sich der Stein sich gegen seinen Zugriff wehrte. ...aber das ist mir egal. Du wirst mir zu Willen sein. Wenn alles andere versagt, brauche ich dich... hörst du?! Du wirst dich fügen! Du hast keine Wahl, denn ich habe auch keine.
    Die Lichtlanzen wirbelten immer schneller umher, die Temperatur in der kleinen Halle stieg schlagartig an... bald schon war es unangenehm heiß und trocken, so dass einem der Schweiss förmlich aus der Haut gesaugt wurde. Doch selbst das hielt den Zauberer nicht ab, weiter zu machen. Dieses Mal würde er nicht aufhören... entsetzliche 10 Minuten hielt dieses Spektakel an und mittlerweile war es in der Kammer heißer als an einem Schmelzofen.
    Komm schon... forcierte der Zauberer......mach endlich, verdammt! um ihn herum waberte die Luft, wie bei einer Fatamorgana und ein silbriger Schein umrahmte seine gesamte Gestalt. Sein Spiegelschild hielt die tödliche Energie fern, die der Stein in den Raum ausstiess... Dann geschah es. Weisse Blitze stoben in den Raum, fraßen sich durch die Luft und blieben stehen... einfach so... wie Sprünge in einem Glas, das um den Stein herum zerfiel, nur dass sie in der Luft waren, und nicht in einem festen Stoff. Nicht nur sie stockten... der Stein selbst hielt in seinem Kreisen inne, wurde langsamer, alles bewegte sich wie in Zeitlupe um den Magier herum.
    Jaaaaa... triumphierte er... ja, das ist es....
    Er lächelte zufrieden, während er den Bruch, den er soeben geschaffen hatte, eingehend untersuchte. Eine stabile Ruptur, eine Bresche in der Barriere der Pfade. Lange nicht so eindrucksvoll wie die Pfadspalte in N'Salay, aber dafür war sie stabil. Natürlich war es gefährlich, sich so nahe an einer Bruchstelle der Pfade aufzuhalten, seine Kräfte hielten die Wogen der Energie fern. Es war siedend heiß, doch das ließ sich aushalten. Sein dunkelelfisches Erbe mochte ihm verhaßt sein, aber derartige Hitze ertragen zu können, war ein willkommener Vorteil. Er konnte so jedenfalls ungefährdet mit dem Bruch experimentieren, und Wege finden, die so ungewöhnlich waren, dass man sie nicht gehen konnte, ohne sie zuerst zu sehen. In seiner Freude bemerkte er gar nicht, dass sich mittlerweile jemand zu ihm gesellt hatte.

    Meinst du wirklich, dass DAS klug ist? kommentierte P'Tera das Schauspiel mit einem strafenden Blick
    Nein war seine ebenso präzise wie knappe Antwort. Doch ihm gingen die Optionen aus und wenn es schon sein mußte, wollte er nicht unvorbereitet sein.


    {bei der Gruppe}
    Na'Ralee spürte einen Stich... einen Schock, als hätte jemand ein Messer genommen, und mitten in eine schwärende Wunde gestochen. Einen Moment nur, dann setzte lähmende Gefühllosigkeit ein. Auch die beiden Albensteine, die Shyraska nun bei sich trug pulsierten für einen Moment bedrohlich... etwas störte den Fluß der Energie auf eine Art und Weise, wie er es bislang noch nie bemerkt hatte. Zwar reagierten alle Albensteine ganz schwach darauf, wenn einer von ihnen für ein stärkeres Ritual oder ein großes Tor benutzt wurde, doch wenn es sich derart massiv manifestierte, mußte eine extreme Kraft an den Pfaden gerüttelt haben. Was immer es auch war - es dauerte nur einige Momente, dann ebbte es ebenso spontan ab, wie es begonnen hatte.
    Das dunkle Herz schlägt... flüsterte Na'Ralee kaum hörbar, ihr fehlte es sichtlich an Kraft. Sashka spürte, wie sich die Welle der magischen Energie wieder entfernte. Das gefiel ihr gar nicht, ebenso wir ihr die beiden Personen mißfielen, die sich in einiger Entfernung davon schlichen. Doch um sie aufzuhalten, war es bereits zu spät, denn in einiger Entfernung konnte sie eine Bewegung am Horizont ausmachen und ihr war klar, was... oder besser wer das war.
    Wir sollten verschwinden. Jetzt... sagte sie knapp, griff Na'Ralees Hand und zog sie hinter sich her. Wenn einer der Pfade von den Ruinen bis nach Tylenia führte, gut... umso besser. Der lange Hochelf hatte schließlich gesagt, sein Kontaktmann würde dort auf den Brief warten. Einen Halbdämon in einer Elfenstadt zu finden, schätzte sie als ein minderes Problem ein, schließlich konnte sie die Präsenz dämonischer Mächte deutlich spüren, wenn sie sich näherten - und man konnte über die Elfen sagen was man wollte, so viele Dämonenbeschwörer gab es unter ihnen nicht. Die Alben und ihre Kinder, besonders jene des Waldvolkes, hatten keinen rechten Zugang zu den Wesen der Hölle. Es würde also eine kurze Suche werden, wenn Scarscin die Wahrheit gesagt hatte. Na'Ralee folgte Sashka ohne sich zu wehren in Richtung der Ruinen auf dem Hügel.

  12. #524
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    Natürlich war Shaskara die Reaktion der Albensteine nicht entgangen. Sie sie zwar nicht sehen, dafür aber umso deutlicher spüren können. Doch auf was hatten sie derart heftig reagiert? Etwas Vergleichbares hatte sie nur einmal zuvor erlebt, als die Wunde in das Pfadnetz geschlagen worden war. Doch die Reaktion ihres Steines auf diese Beschädigung war natürlich deutlich heftiger gewesen. War es das, was Na'Ralee mit Missbrauch gemeint hatte?
    Was auch immer es war, die Kriegerin, deren Namen sie noch immer nicht kannte, die jedoch eindeutig ihre Retterin von letzter Nacht gewesen war, schien es gar nicht abwarten zu können, von hier fortzukommen. Und auch Shaskara war nicht sonderlich erpicht darauf, noch länger in diesem entvölkerten Dorf zu verweilen.
    Sie trat an Shyraska heran, doch anstatt sich ihren Albenstein einfach zu nehmen, sah sie ihn durchdringend an. "Ich werde zusätzlich deinen Aquamarin brauchen, allein mit dem Bergkristall ist es nicht möglich, so viele Personen sicher über die Pfade zu bewegen", erklärte sie, und ihre Stimme machte klar, dass sie es ernst meinte. Widerstrebend nickte der Elf und reichte ihr die beiden Halbedelsteine. "Mir bleibt ja keine andere Wahl. Du kannst froh sein, dass ich dir stets vertraut habe, selbst als wir noch Gegner waren", kommentierte er diesen Akt, woraufhin Shaskara nur müde lächelte. "Keine Sorge, ich werde dich nicht betrügen." Und mit diesen Worten nahm sie die beiden Albensteine entgegwen und beeilte sich, zu Na'Ralee und der Menschenfrau aufzuholen.
    "Wohin soll es nun gehen?", war ihre erste Frage, als sie die beiden erreicht hatte, "Wie ich bereits erwähnt habe, sind nur zwei der vier Pfade stabil genug, um das Risiko, in eine Zeitfalle zu geraten oder gar ins Nichts zu stürzen auszuschließen. Die Pfade, die von Hochfeste nach Tylenia und von einem Ort südlich von Waldstadt nach Ptyris führen, halte ich für zu instabil und damit für zu gefährlich. Uns bleiben eigentlich nur vier Möglichkeiten."

  13. #525
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    Er hatte sich gerade von Staxx abgewendet...und horchte auf...
    In der entfernung waren einige individuen...wie viele wusste er nicht aber er spührte auch ihr näherkommen... Ein blick zu Sashka veriet ihm das sie es schon wusste, bei den anderen war er sich nicht sicher...
    Langsam, die hauswand streifend ging er zur gruppe zurück, und ging in gedanken das gespräch nocheinmal durch...
    Albensteine...
    beschädigte Pfade...
    sie schienen schon zu wissen worum es ging, und er würde nicht von ihnen weichen, bis er ein wort mit dem Orakel wechseln könne...

  14. #526
    Heavenly Wind
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    Na'Ralee und Sashka standen schon einige Zeit an der Stelle, an der sich die Pfade kreuzten. Als die Hochelfe Shaskaras Worte gehört hatte, sah sie mit ganz glasigen Augen auf den Albenstern, dann schüttelte sie plötzlich den Kopf... Nein... jetzt gibt es noch einen anderen Weg... sagte sie daraufhin und starrte weiter auf die verwitterten Bodenplatten. Was immer sie dort sah, oder zu sehen glaubte... einzig ein ganz schwaches, monotones Summen war zu hören. Sashka sah Na'Ralee an.
    Was bitte meinst du damit?
    Die Hochelfe griff nach der Hand der Kriegerin, die plötzlich zusammenzuckte.
    Siehst du... flüsterte sie ...das Herz setzt die Dinge in Bewegung.
    Was... ist... das?
    Eine neue Ader im Geflecht. Zu schwach sie zu beschreiten, aber stark genug, um hindurch zu sehen.
    Sashka löste sich von Na'Ralee... offensichtlich war ihr der Eindruck unangenehm und zuwider, den sie empfing. Die Hochelfe hockte sich nieder und strich sanft über die Bodenplatten, derweil strahlte ihr Halskettchen grell auf...
    Wenn wir gehen, dann nach Tylenia. Der Pfad dorthin ist zur Zeit sicher. Das dunkle Herz hat die Energien der Pfade für eine kleine Weile verlagert, während es schlug. Wenn wir den anderen Pfaden folgen, landen wir in der Dunkelheit.
    Dann blickte sie auf und sah die Kriegerin an.
    Ich weiss nicht, ob ich die Stimme der Pfade noch länger ertrage. sagte sie daraufhin mit zittrigem Tonfall. Sashka nickte.
    Ohne Nimri'Tharr, vermutlich nicht... urteilte die Kriegerin trocken ...aber ich kann die Stimmen schweigen lassen, wenn es soweit ist.
    Sie legte der Elfe ihre Hand auf die Schulter, um ihr Mut zu machen. In der Tat gab es einen Weg. Das hätte natürlich einige Konsequenzen, aber besser ein vorübergehend blindes als ein wahnsinniges Orakel.

  15. #527
    Meisterspieler
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    "Und der wäre?", wollte Shaskara nach einiger Zeit wissen. Es kam ihr allmählich so vor, als wichen die beiden Frauen absichtlich ihren Fragen aus, als ignoriere man sie. Keine der beiden hatte ihr eine klare Antwort gegeben, stattdessen hatten sie miteinander ein Gespräch begonnen.
    Sie sah zum Albenstern. Um ihn herum war der Schnee sternförmig geschmolzen, die Zeichen ihrer gestrigen Ankunft waren noch deutlich zu sehen. Und auch ihre Verfolger würden diese nicht übersehen, doch sie würden ihnen nicht zu folgen vermögen.
    "Meint Ihr nicht, es sei langsam an der Zeit, mir zu verraten, wohin ich die Gruppe führen soll?", versuchte sie erneut, Aufmerksam zu erregen. Schließlich war diese Frage von zentraler Bedeutung...

  16. #528
    Heavenly Wind
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    Sashka warf der Halbdämonin einen finsteren Blick zu... Hörst du nicht zu? Sie hat es doch gesagt. Tylenia... aber warte, bevor du die Pfade öffnest. Da ist noch etwas zu tun, bevor die anderen hier sind und wir aufbrechen können. Unser kleines Orakel hier wird die Reise nicht überstehen, die Pfade werden sie zerstören, wenn sie ohne Schutz auf ihnen wandelt...
    Sie zog Na'Ralee hoch, und ganz eng an sich, legte die Arme um sie und senkte den Kopf. Man konnte sie einige seltsame Worte sprechen hören, was immer das für eine Sprache war, es klang wunderbar melodisch. Elfisch war es jedenfalls nicht... Nach wenigen Augenblicken legte sich ein dunkler Schatten um die Frauen, ihre Gestalten wurden unscharf... fast schmenenhaft. Sashka summte eine Melodie, sie klang traurig und war gleichzeitig unglaublich eindringlich, und sie erfüllte einen mit tiefer innerer Ruhe und Gelassenheit.
    Wir wären bereit... du kannst beginnen. sagte die Kriegerin, deren Stimme ein wenig hallend klang, so als stünde sie in einer riesigen Höhle und würde aus einiger Entfernung sprechen. Was immer sie mit Na'Ralee tat, es war keinerlei aktive Magie um die beiden zu spüren, aber vielleicht verschluckte diese Aura auch nur einfach alles magische... dann würde sie hoffentlich die Energie der Pfade weit genug abdämpfen, dass Na'Ralee sicher hindurch gelangen konnte.

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