Seite 6 von 31 ErsteErste 12345678910111213141525 ... LetzteLetzte
Zeige Ergebnis 81 bis 96 von 491

Thema: Kapitel 09: Das Juwel wird geschliffen

  1. #81
    Heavenly Wind
    霧の艦隊
    Benutzerbild von £exa
    Im Spiele-Forum seit
    Dec 02
    Beiträge
    8.102
    Rika drehte sich zu der Hochelfe um. Sie hatte zwar nur die Hälfte verstanden, denn die Fremde sprach viel zu schnell für sie, aber es war klar, dass sie offenbar nicht die geringste Ahnung hatte, was gerade vor sich ging. Sie sah die Frau eindringlich an... überlegte sich, was sie erwidern sollte, und wie. Sie überlegte... wer war sie? Diese Elfe konnte nicht aus N'Salay stammen, sonst würde die Rune erkannt haben. Also war sie wohl eine gewöhnliche Reisende, eine Spionin der Hochelfen hätte sich nicht so dumm angestellt. Die Kriegerin wandte ihren Blick zu Ku'thran, doch der war noch immer von seinem Ritual gefesselt. Also drehte sie sich wieder zu der Elfe um, sie sprach hochelfisch, nicht gerade fehlerfrei, aber immerhin so ruhig und langsam, dass sie sicher gehen konnte, dass Sumara es verstehen würde:
    Rika... das ist mein Name, Hel'Shan - und bin nicht dein Feind. Das muß genügen, nicht viel Zeit jetzt. Der Stein ist große Rune, alt und mächtig. Leute in N'Salay ihn hergeben, damit ich ihn Orks übergebe, im Tausch für Frieden. Du besser schweigen. Orks nicht sehr geduldig mit Hel'Sh... Hochelfen. Mir vertrauen oder enden als Wargfutter, wenn falsch verhalten. Dumm stellen, leise sein. Dann du nok'ret... unwichtig. Sie dich nicht beachten. Besser für dich, wenn nicht beachten, solange du itin'nar... ehrlos. Alles Leben ohne Ehre liegt in Hand von Stamm. Nur Ku'thran kann dein Leben zurückgeben. Er entscheidet, ob du lebst oder stirbst. Ihn nicht verärgern, also besser schweigen. Du verstehst?
    Rika versicherte sich, dass die Fremde verstanden hatte, was sie sagte. Das war wichtig, denn ein falsches Wort der Elfe zur falschen Zeit konnte den Schamanen erzürnen und das wäre äußerst schlecht für ihre Überlebenschancen. Die standen ohnehin nur 50:50, im besten Fall. Denn die Korgtkrieger würden nur auf Geheiss des Schamanen davon absehen, die Hochelfe zu töten. Rika hatte sich mit ihrem Sieg über den erfahrensten Orkkrieger den Respekt aller anderen Orks verschafft und darum würde sie auch unbehelligt gehen können, sofern sie es wünschte. Doch das wollte sie nicht. Sie war hier, um Zu'Ruks Auftrag auszuführen und sie war dem Ziel ganz nahe. Es war eine große Ehre für Rika, in Ku'thrans Zelt zu sein, während er den Stein benutzte. Sumara war gefesselt, nur eine Gefangene, aber Rika nicht. Er hatte sie eingeladen, was ein Schamane nur sehr selten tat... nicht einmal die stärksten Krieger würden es wagen, das Zelt eines Schamanen zu betreten, wenn er es nicht gestattete. So gesehen, sah es nicht einmal schlecht aus für sie. Die entscheidende Frage war, was Ku'thran gerade sah... es konnte alles ändern. Aber die Elfe mit dem Stirnreif hatte ja gesagt, dass Rika es schaffen würde und die Kriegerin war sich seltsamer weise sicher, dass es der Wahrheit entsprach.

  2. #82
    Mehr Schlecht als Recht Benutzerbild von Zelles
    Im Spiele-Forum seit
    Dec 03
    Ort
    Imperial City (Berlin)
    Beiträge
    1.926
    Arindor schoss in das Gebüsch hinein, und nagelte sich in den Bäumen fest.
    Da hing er nun, und überlegte, wie er Staxx und Hien würde helfen können...

    Da fiel ihm etwas ein... Wenn Siskron in Schatten verschwinden konnte... Dann sorgte Arindor dafür, das es keine Schatten mehr gab!
    Die Steinsplitter zerflossen, sammelten sich auf dem Boden, und Arindor erschien. Ihm fehlte ein Ohr. Er riss den letzten Steinsplitter aus einem Ast, legte in an die typische Position des Ohrs und schon verwuchs es wieder mit ihm.
    Dann rief er aus Garr'il Seth Hist'rarg un Zielas!
    um alle Personen im Umkreis von cirka zwanzig Metern von innen heraus so ein helles Licht abgeben zu lassen, das ihre Schatten verschwammen und sich danach ganz auflösten...
    Dann rief er Ssaga Rai'en seth Athrindar!
    Dann wurde sein Körper von Flammen umhüllt, seine Knochen wurden durch flüssiges Feuer ersetzt... Er war nun das Monstrum geworden, gegen das sie südlich von N'Salay gekämpft hatten. Siskron würde ihm nun nichts mehr anhaben können!
    Er hob die Hand, und ein Feuerstrahl schoss auf den Krieger zu... Arindor lenkte die Flamme so, das sie Szureil, der vor Siskron stand, nichts anhaben dürfte...

  3. #83
    Meisterspieler Benutzerbild von Murdog
    Im Spiele-Forum seit
    Aug 03
    Ort
    52°31'20"Nord 13°17'51"Ost
    Beiträge
    596
    Timdor staunte nicht schlecht, ebend noch war er sicher im Gebüsch versteckt, im nächsten glühte er wie ein Leuchtturm.

    (Heute gibts wirklich keine Pause)

    Timdor hatte sich inzwischen wieder soweit gefangen, dass er sich wieder genug konzentrieren konnte um einen Plan aufzustellen. Jetzt wo er leuchtete wie 2 dutzend Kronleuchter war an verstecken nicht mehr zu denken und er gab ein wesentlich leichteres Ziel ab als der Gestaltwandler, der nun eine Art Feuerdämon nachahmte. Also nahm er einige weitere Karten heraus. Alle hatten augenscheinlich das Gleiche Zeichen auf der Vorderseite, zeigten jedoch kleinere Abweichungen an den Rändern. Hochkonzentriert macht er sich daran sie in einem exakten Halbkreis vor sich zu positionieren. Falls irgendwer versuchen würde ihn anzugreifen würde sich ein Energienetz bilden, das sich um den Angreifer schlingen und ihn festhalten würde bis Timdor es für angemessen hielt ihn wieder freizulassen.
    Er mochte es zwar nicht sich auf diese Art als Ziel hinauszuputzen, aber mit diesem lästigen Glühen bestand nicht viel Aussicht ohne Kampf hier hinauszukommen und für aggressivere Alternativen fehlten ihm im Moment sowohl die Energiereserven, als auch die Zeit neue Kraft zu schöpfen.

    Wäre wenigstens der Kugelblitz nicht daneben gegangen, Timdor mochte sich gar nicht daran denken, was der Spruch nun treffen würde, er hatte ein gutes Stück seiner Energie und zusätzlich eine Runenkarte verwendet....

  4. #84
    Meisterspieler Benutzerbild von Gutester
    Im Spiele-Forum seit
    Aug 06
    Ort
    Salzburg
    Beiträge
    1.684
    Hien parierte die Schläge von Siskron mit Mühe und wollte ihn mit dem Knie wegstoßen, doch sie erwischte ihn nicht. Siskron machte einen kurzen Sprung mit Drehung, um Hien anzugreifen, während sie auf einem Bein noch stand. Sie parierte erneut und ergriff die Initiative. Sie rannte auf Siskron zu und bemühte einen Schlag, so stark wie nur möglich, der aber trotzdem abgewehrt wurde. Siskron parierte ihre Angriffe und Manöver mit der Katana mühelos, wie es schien, Hien machte einen Satz nach hinten, um sich gleich wieder nach vorne zu bewegen. Dieses Mal traf sie ihn, doch seine Rüstung fing den Stoß ab.

  5. #85
    Heavenly Wind
    霧の艦隊
    Benutzerbild von £exa
    Im Spiele-Forum seit
    Dec 02
    Beiträge
    8.102
    Rika blickte zu Ku'thran hinüber. Der Schamane war nach wie vor geistesabwesend, so erschien es ihr jedenfalls. Was immer er auch tat, sie hoffte, es würde ihn davon überzeugen, den Angriff auf N'Salay abzubrechen. Sie hatte sich die Orks innerhalb des kleinen Lagers beim Hindurchgehen genau angesehen und dabei festgestellt, dass sie sehr gut ausgerüstet waren - die bei Sumara zum Einsatz gekommenen magischen Fesseln, schwere Nah- und Fernkampfwaffen, sogar ein Kriegskatapult hatte sie entdeckt. Sie fragte sich, wie es die Korgt über die Berge gebracht hatten. Auf jeden Fall war es sicherlich eine böse Überraschung wenn das Ungetüm eine Ladung Orkhauch oder Tarker Feuer über N'Salay zu verteilen begann.
    Was beim weiteren Nachdenken auffiel war die Tatsache, dass es im Lager offensichtlich keinen Häuptling gab - der Hühne, den sie besiegt hatte, war ein starker - trotz seiner Niederlage auch ein gefährlicher und guter - Krieger, doch er war kein Häuptling - sein Rang war nur der eines Ilizhai. Wenn das so war, wo war der Korgt-Häuptling dann? Hier jedenfalls nicht, sie hatte kein Zelt gesehen, dass ein Häutlingsbanner trug und Ku'thran war sicher nicht der Oberbefehlshaber der Orksarmee - er war ein Schamane und kein Krieger, das wäre zu unwahrscheinlich. Er war jedoch sichtlich der Herr über das Lager. Das konnte nur bedeuten, dass der Häuptling woanders war - und demnach mußte es noch wenigstens ein weiteres von ähnlicher Größe geben. Und schon in diesem waren weit mehr als einhundert orkische Krieger versammelt. Auch wenn diese Tarnzauberei etwas unerwartet neues war, kannte Rika die Taktik der Orks recht gut und das Wissen zugrunde legend, schloss sie darauf, dass die Orks mehrere Lager errichtet hatten, um N'Salay heimlich einzukesseln und von allen Seiten loszuschlagen. Das würde den Feind verunsichern und verwirren, zumal die Attacken auch noch aus dem Verborgenen kamen. Sie erhob sich vorsichtig, und ging zu dem kleinen Tisch direkt neben dem Schamanen. Ohne etwas zu berühren, betrachtete sie das, was auf ihm lag. Sie entdeckte auch einen groben Fetzen Leder mit einer Zeichnung des Tals von N'Salay und vielen orkischen Symbolen, die sie sich ganz genau ansah und einzuprägen versuchte, bevor sie sich wieder an ihren Platz setzte, jedoch der Elfe zugewandt:
    Wie ist dein Name, Hel'Shan? ... und wichtiger: Warum hast du mich angegriffen? Siehst nicht aus, wie Bandit oder behandelst Du alle Fremden so? Dann wirst du nicht sehr alt werden...

  6. #86
    Mehr Schlecht als Recht Benutzerbild von Zelles
    Im Spiele-Forum seit
    Dec 03
    Ort
    Imperial City (Berlin)
    Beiträge
    1.926
    Inathrae Hob den Dolch, und rammte der Frau am Boden das Messer in die Wirbelsäule hinein, wo er es noch zweimal brutal herumdrehte.
    Dann zog er den Dolch wieder hinaus, säuberte ihn an der Kleidung seines Feindes und steckte ihn wieder weg.
    Wieso hat sie uns angegriffen?
    Fragte er Shyraska, der immernoch wie gelähmt dastand.
    Er glaubte nicht an eine einfache Auftragskillerin. Diese Gegnerin war etwas besonderes gewesen, etwas, das auf normalem Wege nicht zu vernichten war...
    Dann ging er in eine Ecke des Raumes und sah sich den auf dem Boden liegenden Stein an, verblüfft, das so ein kleines Artefakt ein Lebewesen unverwundbar machen konnte... Er fühlte sich versucht, den Stein zu ergreifen, doch etwas hielt ihn zurück... Eine böse Vorahnung, möchte man sagen, jedenfalls ließ er den Stein dort liegen, wo er war.

  7. #87
    Heavenly Wind
    霧の艦隊
    Benutzerbild von £exa
    Im Spiele-Forum seit
    Dec 02
    Beiträge
    8.102
    {Xerth, Markt}

    Darabor schlenderte seelenruhig über den Marktplatz, auf dem geschäftiges Treiben herrschte. Wie ein simpler Besucher besah er sich die Stände, betrat ein paar Geschäfte, kaufte einige Kleinigkeiten an magischem Tand. Innerlich lachte er, als er an einem Pärchen vorbeiging, das mit einer dunkelelfischen Händlerin über eine kristallene Kugel feilschte, deren Wert bestenfalls einige Silbermünzen betrug, doch sie pries das Ding als mächtiges Artefakt an... neben all dem Ramsch, den sie anzubieten hatte, fiel Darabors Blick dann aber auf einen kleinen, schartigen Dolch, der sein Interesse weckte.
    Er stellte sich neben das Pärchen und sah die Händlerin an, doch sie blickte nur kurz zu ihm, um dann wieder auf die beiden anderen einzureden, ohne damit nur etwas weiter zu kommen. Darabor betrachtete die zwei Dunkelelfen, dann sah er auf die Kristallkugel, schließlich wieder auf die Händlerin. Er legte seine Hand auf die Kristallsphäre und plötzlich begann ein betörendes Licht aus ihrem Inneren zu strahlen.
    Interessant murmelte Darabor.
    Seht Ihr... sagte die Händlerin... ich hab es Euch gesagt! triumphierte die Händlerin, nachdem auch sie einen Moment mehr als überrascht war. Doch als gute Marktschreierin fing sie sich schnell und nutzte die Gunst der Stunde. Nach kurzen Disput wurden sie sich einig und das Pärchen zog, 50 Goldmünzen ärmer mit der Kristallkugel von dannen, während sich Darabor der Händlerin zuwandte.
    Jenen Dolch hier... wieviel?
    Oh, das alte Ding? Was könnte jemand wie ihr schon mit... nunja, was kümmerts mich. Ich schätz, ich schulde Euch etwas als Gegenleistung für den kleinen Gefallen da eben. Ich sage Euch was... nehmt ihn, er ist sowieso nichts wert und bevor ich ihn wieder nach Hause schleppe. Aber könntet ihr das vielleicht... naja... mit Euren Fähigkeiten und meinem Verkaufstalent.
    Ihr kommt allein gut zurecht... einweilen Dank für dieses hier. erwiderte er und steckte den Dolch ein und wandte sich von ihr ab, um zu gehen.
    Könnt Ihr mir diese Kunst nicht zeigen? Ich wills Euch auch bezahlen...
    Darabor überlegte kurz. Eigentlich hatte er, was er wollte. Dann jedoch drehte er sich spontan um und ging zu ihr zurück. Sie sah ihn erwartungsvoll an. Er beugte sich zu ihr herunter und flüsterte ihr einige Worte ins Ohr. Dann gab er ihr ein kleines Päckchen, dass er zuvor bei einem Alchemisten gekauft hatte und sagte mit eindringlicher Stimme:
    ...und ihr schuldet mir dafür eine Gefälligkeit.
    Was immer es ist..., nickte sie heftig mit großen, leuchtenden Augen, als hätte sie soeben das Geschäft ihres Lebens gemacht. Das dem tatsächlich so war, konnte sie nicht ahnen...
    Darabor schlenderte zufrieden von dannen. Er würde später einen zwergischen Schmied suchen, der ihm den alten Dolch einschmelzen könnte, um daraus einen Rohling für einen Armreif zu fertigen... Schwarzstahl war hervorragend geeignet, um verfluchten Schmuck herzustellen und dieses Stück hier mochte zwar alt und schäbig aussehen, aber der Zauberer spürte die enorme Kraft und Reinheit unter seiner häßlichen Schale. Einen schönen zauberbannenden Reif, das mach ich aus dir... dachte er, während er langsam in Richtung seiner Herberge wanderte, um dort zu meditieren und direkten Kontakt zu Nyshtar aufzunehmen.

  8. #88
    The Reggae Boyz Benutzerbild von Renan
    Im Spiele-Forum seit
    Sep 05
    Ort
    Schleswig-Holstein
    Beiträge
    1.545
    Ich griff Euch an, weil ich dachte, Ihr wäret eine Verbündete der Orks, womit ich wohl auch nicht ganz Unrecht hatte, wo diese Orks, die im Krieg mit den Elfen und wahrlich nicht im Frieden mit den Menschen stehen, Euch einfach so in ihr Lager spazieren haben lassen, mich jedoch gefangen nahmen... Doch das liegt wohl an diesem Artefakt und vielleicht auch an Eurem Ohrschmuck?!, vermutete Sumara und umging damit die Frage nach ihrem Namen. Sie wusste, was weise und mächtige Magier oder Dämonen alleine mit einem Namen anfangen konnten, daher gab sie ihn nicht gerne an Leute raus, von denen sie nicht genau wusste, auf welcher Seite sie standen.
    Ihr spracht die Sprache der Orks, daher kam mein Verdacht, ich dachte, mein Zauber würde euch kampfunfähig machen, damit ich euch ausfragen könnte, doch wie es aussieht, hat sich das Blatt gewendet. Irgendetwas hat meinen Zauber auf mich zurückgelengt, veratet mir, was war es? Ich spürte eine merkwürdige Präsenz, die Ihr bei euch führt, ein Artefakt? War es das, was euch geschützt hat?, fragte Sumara neugierig und betrachtete die Fremde Frau näher. Sie trug viel Schmuck, auch wenn es nicht wirklich Sumaras Geschmack trug, alles davon konnte ein Artefakt sein und doch spürte Sumara die Aura noch immer so deutlich, ohne zu wissen was es war.

  9. #89
    Heavenly Wind
    霧の艦隊
    Benutzerbild von £exa
    Im Spiele-Forum seit
    Dec 02
    Beiträge
    8.102
    Rika sah die Elfe mit einem stechenden Blick an. Ja, das wüßtest du gern, Elfenhexe. Für dich ist nur wichtig, dass du den Hokuspokus besser nicht wieder bei mir versuchst, sonst... erwiderte Rika und tippte auf den Knauf ihres Orkreissers. Dann wandte sie sich von ihr ab, um kurz nachzusehen, ob sich bei Ku'thran etwas verändert hatte. Da dem offenkundig nicht so war, drehte sie sich ganz zu Sumara um.
    Du bist nicht aus N'Salay, sonst wüßtest du, was dieses Artefakt ist. Und viel weisst du wirklich nicht. Jedenfalls nicht über Orks. Orkvolk besteht aus vielen Stämmen, nicht wie Euer Volk. Darum ganz falsch zu sagen, dass Orks und Menschen Feinde sind. Du siehst nur Ork... aber nicht Stamm und das ist Dein Fehler.
    Rika ließ das kurz einwirken, dann führte sie fort. Es war wichtig, dass die Elfe begriff, in welcher Gefahr sich N'Salay befand und dass Rika's Mission wichtig war und Erfolg haben mußte.
    Nicht jeder Stamm bekämpft Menschen oder Elfen. Koth'Ar kämpfen nicht mit Korgt gegen Euch, ist nicht Euer Feind, will keinen Krieg mit Deinem Volk. Zu'Ruk sagt, dass Krieg den Untergang bringt, nicht nur Euch, auch für Orks. Darum bin ich hier, versuche mit Ku'thran zu reden. Und weil Führer von N'Salay mich gebeten haben, es zu tun. Auch sie wollen Frieden und ich versuche nur, zu helfen. Die Orks hier, Korgt-Stamm, werden mit Hel'Shan nicht reden. Aber ich bin nicht wie du, Hexe, bin Kriegerin meines Stammes und Orks sehen es. Mein Ohrschmuck zeigt Ihnen, wer ich bin und ich handle wie Gesetz der Stämme es vorschreibt. Ich achte die Orks, so sie achten mich. Das ist pak'nar, Ehre der Krieger - wirst du nicht verstehen, aber das ist nicht wichtig. Wichtig nur, dass ich mit Korgt reden kann und dies ist einzige Hoffnung für N'Salay - und dich. Nur wenn mir gelingt, Ku'thran davon zu überzeugen, wirst du leben. Mein Wort für sein Wort, heißt dein Leben, Euer Frieden.
    Rika wollte zwar noch etwas sagen, aber sie wurde unterbrochen, denn der Schamane regte sich...
    Frieden... wiederholte er Rikas letztes Wort. Der Mondstein hörte auf, sich zu drehen und fiel einfach zu Boden, als Ku'thran seine Hände sinken ließ. Rika drehte sich schnell zu ihm um, sah aber, dass er mit hohlem Blick in den Raum starrte, ohne wirklich zu sehen, was vor ihm geschah.
    Was ist passiert? fragte sie vorsichtig, nachdem der Schamane sich nicht weiter äußerte. Seine Augen hatte immer noch einen schimmernden Glanz, der jedoch langsam verflog. Er zitterte am ganzen Körper, der Zauber oder was immer das auch war, mußte ihn enorm geschwächt haben.
    ...hesh'nak zhok... sagte er mit unruhiger Stimme... Rika sah den Mondstein an, nahm ihn ihre Hand und betrachtete ihn lange schweigend. Was immer der Schamane durch ihn gesehen hatte, es war offenkundig etwas furchtbares.
    hesh'nak zhok wiederholte er immer und immer wieder, während sich sein Blick langsam aufklarte.
    so viel Tod übersetzte Rika flüsternd ins Hochelfische und legte die Rune vorsichtig zurück, ehe Ku'thran seine Sinne wieder zurück erlangte. Sie blickte ihn an, während er um Fassung rang. Er sah sie schweigend an, als würde er Worte suchen, die beschreiben könnten, was er gesehen hatte. Es dauerte mehrere Minuten, bis er seine Stimme fest und sicher wie zuvor erhob. Er sprach zunächst einige Minuten mit Rika auf Orkisch, es lag ein Tonfall von großer Traurigkeit in seiner Stimme und auch Rika mußte einige Male schlucken, am Ende nickte Rika stumm. Ku'thran sprach daraufhin in der Sprache der Menschen:
    Sag allen Leuten in N'Salay, dass ich keine Krieger gegen die Stadt senden werde, Shan'Akh Drak. Es darf niemals sein, was kommen soll... sag Zu'Ruk, er hatte Recht. Yash'Galaars Vermächtnis ist zu uns zurückgekehrt. Wir werden das Lager abbrechen und ebenso zurückkehren heim in unser Stammesgebiet.
    ...und die anderen?
    Ich spreche mit den Schamanen... sie werden folgen, wenn ich es ihnen zeige. Du gehst besser, bevor andere Lager angreifen, muß ich handeln.
    Was ist mit ihr?
    Sie mag mit dir gehen, die Fessel nimm ihr jedoch erst ab, wenn ihr aus dem Lager fort seid. nickte Ku'thran, während er sich erhob. Dann berührte er Rika, die sich ebenfalls erhoben hatte, an ihrer rechten Hand und fügte einige Worte auf Orkisch an.
    Keth'lan, vok pr'neth ak'kath, Shan'Akh Drak. Erweise deinem Stamm weiter Ehre. Ich werde die Kunde zu den Stämmen bringen, wenn die Zeit reif ist.
    Rika nickte dem Orkschamanen zu, dann ging sie zu Sumara und half ihr auf. Die drei verliessen schweigend das Zelt. Draußen wurden sie von einer Schar Krieger erwartet, die sichtlich interessiert waren, zu erfahren, was Ku'thran zu verkünden hätte. Er sprach einige Worte zu ihnen, während Rika und Sumara noch neben ihm standen. Aufgeregtes Gemurmel war die Reation. Dann nickte er der Kriegerin und sie verließ mit der gefesselten Hochelfe das Lager, ohne dass auch nur ein Ork sich ihnen in den Weg stellte. Während sie gingen, konnte sie hören, dass der Schamane einen langen Monolog sprach. Rika lauschte, solange sie zuhören konnte, obwohl sie schon wußte, was Ku'thran gesehen hatte. Er hatte es ihr gesagt und dieses Wissen lastete schwer auf ihr. Wenn das wahr sein sollte... wie auch immer, es würde sich zeigen. Auf dem Weg aus dem Lager nahm Rika auch den Stab der Elfe mit, der Ork, der ihn eingesammelt hatte, rückte ihn anstandslos raus.

    Rika schleppte Sumara relativ stumm aus dem Lager, auch wenn sie genau wußte, dass die Hochelfe sie am liebsten mit Fragen überschütten wollte. Erst einige hundert Meter entfernt und damit ausser Sichtweite der Orks, hielt sie an und lockerte die Knochenfesseln. Sie warf sie allerdings nicht weg, denn so eine Bannfessel konnte man zuweilen gut gebrauchen.

    So, geh... sagte sie knapp und schroff, dann wandte sie sich ab und ging in Richtung der Stadt.

  10. #90
    Meisterspieler
    Im Spiele-Forum seit
    Jan 04
    Beiträge
    2.741
    Mit einem leisen Stöhnen - mehr brachte die Elfe nicht mehr heraus - wich Nefatilis das Leben aus den Gliedern, dann blieb sie regunglos liegen.
    Shyraska merkte, dass es nun keinen Sinn mehr hatte, die Sache mit dem Juwel zu leugnen, doch er würde Inathrae nicht alles verraten, das konnte er nicht.
    "Nun ja, sie kam wohl im Auftrag von Ìru'nna, derHalbelfe, mit der ich zuvor gekämpft habe. Seit über fünf Jahrzehnten wetteifern wir nun schon, denn sie hat mir etwas genommen, was mir unendlich wichtig ist. Das Ziel meiner Bemühungen war der "Schlüssel", den ich nun an mich genommen habe. Die Elfe sollte ihn sicherlich in Ìru'nnas Auftrag zurückholen, denn offenbar hat diese gerade etwas anderes zu tun oder hat es aufgegeben, gegen mich zu kämpfen...", erklärte Shyraska und ließ absichtlich einige Fragen unbeantwortet; wesentlich mehr würde er seinem Gegenüber auch nicht verraten.
    Plötzlich wadte er sich um und sah in eine Ecke des Raumes. Der Stein lag nicht mehr auf dem Boden. "Hört auf mit dem Versteckspiel, zeigt Euch!", rief Shyraska emotionslos. Seine Aufforderung wurde sofort erfüllt, als sich plötzlich eine zierliche Waldelfe mit smaragdgrünen Augen und rotbraunen Haaren aus den Schatten löste. In ihrer Hand hielt sie das Juwel.
    "Begrüßt man so eine freundlich gesonnene Helferin?", stellte diese schmunzelnd fest, "Immerhin habe ich Euch mit meinen Wurfmessern vor Schlimmeren bewahrt!"
    Shyraska blieb kalt. "Sagt erst, wer Ihr seid und warum Ihr uns gefolgt seid", verlangte dieser zu wissen, woraufhin die Elfe lächelnd antwortete: "Mein Name lautet Lanarys Kaiumara und habe Euch seit Eurem Kampf auf dem Dach verfolgt, weil ich es für verdächtig hielt, dass sich ein Dunkelelf hier in N'Salay aufhält. Doch der Kampf eben hat mir gezeigt, dass Ihr sicherlich nicht zu denen gehört, die Böses mit der Stadt im Schilde führen, dazu gehört eher diese Yngiz-Magierin."
    "Ich bin nur zur Hälfte Dunkelelf und fühle mich auch nicht als solcher. Wieder scheint sich das Vorurteil, was man sich über die Oberflächlichkeit des Waldvolkes erzählt, zu bewahrheiten..", entgegnete er abweisend, doch irgendwie traute er der Frau auch. "Nennt mich Shyraska", fügte er seinen Worten hinzu.

    Aus den Augenwinkeln bemerkte Siskron einen Feuerstrahl auf sich zurasen und konnte ihm gerade noch ausweichen. Dennoch spürte er, wie ihm unheimliche Hitze entgegenschlug und ihm einen Schock verpasste...
    Die Angriffe der Halbelfe zu parieren war für Siskron ein Leichtes, und was er nicht schaffte, wehrte seine Rüstung ab. Als sich Hien in einer unglücklichen Bewegung verfangen hatte, lächelte der Krieger finster und presste ihr die Hand auf die Brust; ein eiskalter Schock durchfuhr ihren Körper...

  11. #91
    The Reggae Boyz Benutzerbild von Renan
    Im Spiele-Forum seit
    Sep 05
    Ort
    Schleswig-Holstein
    Beiträge
    1.545
    Wartet!, rief Sumara. Was habt Ihr nun vor? Ihr habt mir wohl das Leben gerettet!? Ich stehe in eurer Schuld, Ihr habt Euch für mein Leben eingesetzt, obwohl ich Euch angriff, Ihr könnt nicht gehen... nicht ohne mich!!! Ich stehe in Eurer Schuld!, sagte Sumara in der Sprache der Menschen, ging in die Knie und senkte den Blick. Mein Name ist Sumara elm Hura, Tochter der Wald- und Hochelfen..., fügte sie hinzu.

  12. #92
    Heavenly Wind
    霧の艦隊
    Benutzerbild von £exa
    Im Spiele-Forum seit
    Dec 02
    Beiträge
    8.102
    Rika hielt kurz inne und drehte sich um.

    Ich geh nach N'Salay, Sumara elm Hura... sage Führern von Hel'Shan, dass ich Erfolg hatte, aber sie noch nicht außer Gefahr. Wenn du willst, komm dorthin mit. Aber stör mich nicht oder steh im Weg.

    Sie wandte sich ab und ging schnellen Schrittes in Richtung der Stadt, ohne abzuwarten, ob die Elfe ihr folgen würde. Es wäre ihr ohnehin lieber gewesen, wenn sie das nicht täte, aber irgendetwas sagte ihr, dass Sumara sich nur mit sehr viel Nachdruck davon würde überzeugen lassen.

  13. #93
    The Reggae Boyz Benutzerbild von Renan
    Im Spiele-Forum seit
    Sep 05
    Ort
    Schleswig-Holstein
    Beiträge
    1.545
    Sumara überlegte kurz, dann viel ihr der Name der Frau wieder ein: Rika, wartet, ich folge euch, bis meine Schuld beglichen ist, doch würdet Ihr mir meinen Stab wieder geben? Ohne ihn bin ich machtlos, ich werde Euch nichts antun, ich respektiere die Lebensschuld. Ich hoffe nur, dass Eure Herren nicht unerfreut sind, dass ich Euch folge?, fragte Sumara vorsichtig und wartete darauf, ihre mächtige Waffe wiederzubekommen

  14. #94
    Heavenly Wind
    霧の艦隊
    Benutzerbild von £exa
    Im Spiele-Forum seit
    Dec 02
    Beiträge
    8.102
    Rika sah ihr in die Augen und erwiderte trocken: Damit du noch mehr Unheil damit anrichten kannst... Dennoch übergab sie den Stab, denn sie war sich ziemlich sicher, dass die Elfe das Ding sowieso nicht wieder gegen sie einsetzen würde, da sie das unangenehme Echo ihres ersten Versuchs ganz bestimmt noch bestens im Hinterkopf hatte.
    Noch was, Hel'Shan. Ich diene keinem Herrn... nur dem Stamm. Merk dir das! stellte sie klar.
    Dann zog sie wortlos in Richtung der Stadt weiter, innerlich hoffend, dass sie die Elfe dort schnellstens loswerden würde, denn mit ihr im Schlepptau war an eine Rückkehr zu den Koth'Ar nicht zu denken.

  15. #95
    Mehr Schlecht als Recht Benutzerbild von Zelles
    Im Spiele-Forum seit
    Dec 03
    Ort
    Imperial City (Berlin)
    Beiträge
    1.926
    Als diese Frau den Raum betrat, hatte Inathrae sofort den Bogen aufgehoben und einen Pfeil aufgespannt, doch wie sich herausstellte, war diese Elfe ihnen wie es schien nicht feindlich gesonnen...
    er entspannte die Sehne und fragte
    Wieso habt ihr uns im Kampf geholfen? Ihr habt Shyraska verfolgt, weil ihr ihn für interessant gehalten hattet, doch wieso habt ihr eingegriffen? Weil die Lage für uns Fremde hoffnungslos schien?

    Es war merkwürdig, das diese Lanarys unbekannten dunkelelfischen Lebewesen das Leben rettete. Noch eine Lebensschuld... Es wurde langsam zuviel...
    Und wie habt ihr es vollbracht, das auf einmal ein Arm aus Nefatilis' Brust geschossen ist?

  16. #96
    Meisterspieler
    Im Spiele-Forum seit
    Jan 04
    Beiträge
    2.741
    //@Botox: Dein Ava - zurück zu den Anfängen! xD//

    "Die Antwort ist einfach: Ich habe gemerkt, dass Ihr Euch mit dämonischen Mächten angelegt habt. Egal, ob Ihr nun Freund oder Feind seid, in diesem Fall galt die Devise: 'Der Feind deines Feindes ist dein Freund.' Und nach einiger Zeit des Beobachtens hat mir mein Gefühl gesagt, dass man Euch trauen kann", erklärte Lanrys. Sie hatte zwar das Gefühl, dass diese Geschichte auf die beiden Halb-Dunkelelfen nicht sehr glaubwürdig klang, doch sie entsprach der Wahrheit.
    Nach kurzer Zeit der Stille fuhr sie fort: "Es ist ein Zauber, der nur von wenigen Personen meines Volkes beherrscht wird. Mehr kann ich dazu nicht sagen."
    Sie machte eine Pause und hielt den beiden das Juwel, das sie Nefatilis "Dieser Stein ist bis kurz vor dem Zerbersten mit dämonischer Macht gefüllt. Diese Hochelfe hat sich offenbar mit den Yingiz eingelassen, um ihre Macht zu vergrößern, doch mehr kann ich auch nicht sagen. Am besten, eine fachkundige Person übernimmt die Untersuchung, doch man sollte ihr auch trauen können, denn diese Macht könnte man leicht missbrauchen..."
    Um das Misstrauen, das sie spürte, nicht noch weiter zu mehren, steckte sie das Juwel nicht ein, sondern hielt es Shyraska entgegen. "Ihr scheint Euch damit auszukennen, habe ich Recht? Schließlich habt Ihr selbst einen ganz besonderen Stein, den Ihr Eurer Gegnerin von vorhin abgenommen habt, habe ich Recht?"
    Shyraskas Augen blitzen bedrohlich, dann entgegnete er mit schneidend kalter Stimme: "Das geht Euch nichts an, niemanden geht das etwas an, es ist rein persönlich. Wenn Ihr Euch einmischt, wird das schlimme Folgen haben, also schweigt lieber!"

Ähnliche Themen

  1. wird das was oder is das einfach nur zu unpassend alles?
    Von Chaos General im Forum Flirt, Freunde & Liebe
    Antworten: 63
    Letzter Beitrag: 20.6.07, 23:21
  2. Wo ist das Karo-Juwel nach durchgespielten Oracle of Ages?
    Von Feline369 im Forum Oracle of Ages / Seasons
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 17.7.05, 23:59
  3. HotU Kapitel 3: Das verschüttete Tor
    Von kentro im Forum Neverwinter Nights
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 16.8.04, 21:29

Lesezeichen

Forumregeln

  • Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
  • Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
  •