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Thema: Werwolf - Das Grauen im Düsterwald

  1. #209
    Unendlichkeit Benutzerbild von Grenchler
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    Mar 06
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    Also, nach den Ereignissen der letzten Nacht steht für mich die Hauptverdächtige fest. Es ist Nyuu!! Denn: außer Varancé, der ja ein Werwolf war, haben nur sie und Hel auf mich geschossen. Hel kann ich fürs erste ausschließen, denn sie hat ja mit auf den ersten Wolf geschossen. Und gehen wir mal davon aus, ich wäre ein Werwolf. Wieso hätte Varancé dann auf mich schießen sollen? Bis dahin hat mich nur Hel wirklich stark verdächtigt. Ich war noch nicht in großer Gefahr. Es gäbe also keinen Grund, mich zu opfern, so wie es bei Marten der Fall war. Dennoch wollte Vara, genau wie Nyuu, mich lynchen.
    Und dann schaut euch mal die Ergebnisse der letzten Lynchungen an. Nyuu hat immer auf denselben wie Vara geschossen. Bei der ersten schossen beide auf Hel, bei der zweiten beide auf GM, und jetzt beide auf mich! Das wäre ein großer Zufall!

    Für mich steht es fest, meinen Schuss kriegt Nyuu!

  2. #210
    Urge to kill ... RISING! Benutzerbild von Daimaju
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    Gud'n Morgen, lieber Mitbürgerlis *gähn*

    Bin auch für Nyuu, sie ist die einzige Überlebende, die noch auf keinen einzigen Werwolf geschossen hat.
    ... 'cause it's cheaper than dating


    Oh no, there is nothing you can do that I have not already done to myself!

  3. #211
    »Virtuoso« Benutzerbild von Nyuu
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    Mar 05
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    Bei meinem Keks <3
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    Schön das ihr alle für mich seid, konnte leider nnicht on kommen weil ich auf ner Fete war. Aber meinetwegen... bringt doch einen euren Bürger um!

    Tol Grenchler, welch "tolle" Argumentation. Kann auch Zufall sein, aber sowas wie "Zufall" existiert nicht in unserer Welt....
    Wer sagt das DU kein Wuffie bist der nur den Verdacht auf mich lenken will?
    Wäre ich ein Wolf hätte ich gestern noch mein Fressgebot abgeben können, da ich erst um 19.30 Offline gegangen bin und die Nacht ja bekanntlich um 18.00 beginnt.
    Deshalb geht mein heutiger Schuss - allein schon um mich zu rächen... - auf dch Grenchler.

    LG,
    Nyuu


    (PS: Sorry wenn ich etwas agressiv bin... hab zuviel getrunken <.<)

  4. #212
    Unendlichkeit Benutzerbild von Grenchler
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    Deshalb geht mein heutiger Schuss - allein schon um mich zu rächen... - auf dch Grenchler.
    Wenn du "aus Rache" auf mich schießt, dann spricht das wohl nicht besonders für dich.

    Wer sagt das DU kein Wuffie bist der nur den Verdacht auf mich lenken will?
    Ich denke, das habe ich schon gesagt. Vara hat auf mich geschossen, obwohl ich nicht in Gefahr war. Ich glaube kaum, dass er einen anderen Wolf grundlos opfern würde.
    Wie Dai auch schon sagte, bist du die einzige, die noch nicht auf einen Wolf geschossen hat. Das kann natürlich Zufall sein, aber dass du auch noch immer auf denselben wie Vara geschossen hast, der oft auch nicht besonders verdächtig war, kommt mir schon sehr komisch vor.
    Vielleicht bist du wirklich kein Wolf, das könnte schon sein, aber in meinen Augen bist du am verdächtigsten und deshalb schiesse ich auf dich.

  5. #213
    Schattenrose Benutzerbild von Fou_Lu
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    Zitat Zitat von Steve ´89

    Auch wenn es mir nicht gefällt ist es sehr warscheinlich, dass Fou_Lu ein weiterer Wolf ist.
    (Gestern wurde er schon 'Verwarnt' und in der nacht wurde nciht angegriffen.)
    Und da Fou_Lu außerdem schon vorher (Neben Nyuu und Grenchler) auf meiner 'Liste der möglichen Wölfe' stand, werde ich, wenn nicht noch etwas geschieht, auf Fou_Lu schießen.
    Wenn du das denkst,dann tu es.Ich weiß,dass ich kein Wolf bin.
    Ich werde wissend sterben und du wirst einen deiner Kammeraden umbringen.

    Ich verdächtige nun nicht einmal dich ein Wolf zu sein.Du hast Angst ... verständlich.
    Und die Angst trübt auserdem deinen Verstand,sei nicht törricht!
    ^ .:;Meine Fragen;:. ^.:;Mein Dai;:. ^.:;Meine Teuerste;:. ^.:;Meine Dana;:. ^

    Flauschis never die~

    ~SF.de-Stoßerbande - Wir schaffen 8 auf einen Streich!~

  6. #214
    Achtung Suchtgefahr! Benutzerbild von Chii
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    Meine lieben unschuldigen Mitbürger Glücklicherweise gab es heute Nacht kein Opfer (noch lange kein Grund mich früh morgens in meinem Haus zu überfallen <.<'' )! Die Hexe scheint mit ihrem Trank eine unserer Seelen gerettet zu haben. Seien wir ihr dafür dankbar

    Wiedereinmal hatte ich mit meiner Vermutung recht und eine Bestie enttarnt... Nun hört meine Worte: Es weilt nur noch eine Bestie unter uns. Heute können wir diesen Alptraum beenden. Richtet mit mir den Elch (Trailerpark) hin! Er ist die letze der Bestien. Danach wird wieder Ruhe einkehren (und es gibt heute abend leckeren Elchbraten )

    *Flinte lad*
    ♥ ♫
    (\ /) ♫ ♥
    ( . .) ♫ ♥
    c('')('')

  7. #215
    Urge to kill ... RISING! Benutzerbild von Daimaju
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    Und wie kommst du auf den Elch?
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  8. #216
    Wir kommen in Frieden... Benutzerbild von darkgemini
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    In einem Labor an meiner Rache tüfftelnd...
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    So, heute wird wieder pünktlich um 18 Uhr das Wahllokal geschlossen mit sofortiger Ergebnisbekanntgabe ^^

    Der Frieden im Düsterwald sollte jedoch von kurzer Dauer sein. Bereits am Mittag gerieten die Bürger in Streit, neue Verdächtigungen wurden ausgesprochen. Das Dorf, oder dass was davon übrig blieb, hatte einen Rat gebildet, nachdem die Führungsköpfe verstorben waren. Nun warteten alle gespannt am Dorfbrunnen auf die Verkündung des Rates: „Es wird eine neue Abstimmung geben! Wir wollen auf Nummer sicher gehen, dass kein Wolf mehr unter uns weilt!“ verkündete der Rat.
    „Das ist doch Wahnsinn!“ schrie Fou Lu, „Die Wölfe sind tot, ihr werdet ein unschuldiges Leben opfern! Wollt ihr nur der Sicherheit willen rechtschaffene Bürger opfern? Das ist Idiotie, dass ist schlimmer als Idiotie, das ist Amerikas Außenpolitik!“ „Was ist Amerika?“ fragte ein anderer.
    Die restlichen Bürger waren begeistert. Jeder Widerstand half nichts, sofort begannen die ersten Diskussionen. Selbst der neu gewählte Rat geriet ins Kreuzverhör. Man unterstellte, dass sie die Lynchung ausnutzen wollten, um die Bürger auszurotten.
    Kurz nach 17 Uhr begann die Auswertung, dieses Mal jedoch wieder öffentlich:

    Nyuu: Grenchler
    TP: Grenchler
    Grenchler: Nyuu
    Steve: Nyuu
    Chii: TP
    Dai: TP
    Hel: Grenchler

    „Fou Lu, ihr seit der Letzte, wir brauchen eure Stimme! Wer soll sterben?“
    „Ich weigere mich an diesen Morden teilzunehmen!“, sprach Fou Lu. „Deshalb werde ich meine Stimme nicht abgeben!“ Überraschtes Gemurmel brach heraus, alle Bürger waren schockiert.
    „Euch ist bewusst, dass die Regeln unserer friedvollen Gemeinschaft vorschreiben, dass jeder Bürger eine Stimme abgeben muss?“ „Ja!“ antwortete Fou mit einer verunsicherten Stimme.
    „Nun gut, Bürger Grenchler, dass Volk hat gewählt!“
    “Nein, ihr macht einen Fehler!“ schrie er. Doch es war wie so oft zwecklos, die Menschen erhoben ihre Waffen und zielten auf ihn.
    „Dieser Alptraum muss enden, es tut uns leid!“
    „Es wird euch Leid tun“ resigniert gab Grenchler auf. „Ihr werdet Euch alle nie wieder sicher fühlen, und ich hoffe, dass euer Gewissen euch bis zu eurem Tod verfolgen und quälen wird.“
    Grenchler sah ein, dass jede Flucht sinnlos wäre. Wenn er sterben musste, dann wollte er Stolz untergehen. Würdevoll schritt er zur Guillotine. Die Bürger staunten über seine Selbstbeherrschung. Erst als er seinen Platz eingenommen hat konnte er die Tränen nicht mehr zurückhalten. Ihm blieb nur die Hoffnung auf ein besseres Leben.
    „Ich habe die Werwölfe überlebt, und sterbe durch die Hand meiner Mitbürger!“ flüsterte er sich selbst zu. Daimaju trat an ihn heran und lies das Beil herabstürzen. Alle warteten gespannt, doch nichts geschah. Grenchlers Leichnam behielt seine menschliche Gestalt.
    „Wer sind die schlimmeren Monster? Die Wölfe, die erst drei Mitbürger gerissen haben, oder die Bürger, die wesentlich mehr Lynchungen, Vergiftungen und andere Morde begangen haben?“ sprach Fou Lu. „Das sollte euch eine Lehre sein!“ fuhr er fort, „Das Dorf ist sicher, es gibt keine Werwölfe mehr!“
    Bestürzt zogen die sieben Mitbürger nach Hause. Ein Unschuldiger musste für diese Erkenntnis sein Leben lassen. Niemand hat sie in der Nacht angegriffen, dennoch waren sie von Grenchlers Schuld überzeugt. Es war tatsächlich vorbei.
    Die Nacht brach heran. Der Irrtum sollte die Bürger bald teuer zu stehen bekommen. Der Tod von Marten_Reed, Xnpio und Varancé war ein schwerer Verlust für die Werwölfe, aber sie haben gewartet, um ihre Rache zu nehmen.
    Die zweite Nacht der Toten hatte begonnen.


    Gelyncht: Bürger Grenchler

    <Diskussionen müssen auf den Tag warten!!!!!>
    Geändert von darkgemini (24.6.06 um 19:25 Uhr)
    Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt~Mahatma Gandhi

    *Die Königin der tausend Jahre* ~ Fans und Folgen immer gerne gesucht *Als die Tiere den Wald verließen*Sailor Moon*Lady Oscar*Anne mit den roten Haaren*Kleine Prinzessin Sara*Katri/Katholi ~Das Mädchen von der Farm*Mila*Eine fröhliche Familie*Perrine*Robin Hood*Pollyanna*Niklaas*Heidi*Marco*

  9. #217
    Unendlichkeit Benutzerbild von Grenchler
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    † REST IN PEACE †

    Hier ruht Grenchler.
    Unverschuldet starb er durch die kalte Hand des Henkers.
    Möge seine Seele Frieden finden.
    † 24. Juni XXXX

  10. #218
    Wir kommen in Frieden... Benutzerbild von darkgemini
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    Ich weiß, es ist viel, aber es ist viel passiert ^^ Ich hoffe es macht rotzdem Spass beim lesen. Der Anfang ist übrigens von Dai.(für die Ungeduldigen steht wie sonst am Ende was geschehen ist)

    NACHT


    Am frühen Abend, als der Mond am Aufgehen war, schallte ein heller Ton durch das einsame Dorf. Nur wenige Tage zuvor herrschte um diese Zeit noch reges Treiben auf den Straßen des kleinen Dörfchens, doch heute wirkte es wie leergefegt. Schuld daran waren die heimtückischen Wolfsattacken und der Wahnsinn der Dorfbewohner. Jeder saß nun in seinem Häuschen, allein, dachte nach, betrank sich oder stand am Fenster und beobachtete den leeren Dorfplatz.
    Nur dieser Ton störte die Ruhe. Die Dörfler wurden neugierig, trauten sich aber nicht, ihre Häuser zu verlassen, die ihnen einen Rest Geborgenheit schenkten. Als es wieder still wurde, verließ jeder kurzerhand sein Haus. Sie hielten es einfach nicht mehr aus.
    Nyuu erreichte als erste Daimajus Häuschen. Er stand auf seinem Rasen und hielt eine Glocke in der Hand. "Was soll das?", fragte sie. "Warum läutest du diese Glocke?" "Ich will mich von euch verabschieden", antwortete Daimaju mürrisch. Da erschienen Chii, Steve und Trailerpark neben Nyuu. Chii erhob die Stimme: "Du verlässt uns?" "Natürlich verlässt er uns, schau dir doch nur mal seine Kleidung an." sprach Trailerpark. Steve musterte Daimaju voller Hass. "Das passt zu dir, Dai. Haust einfach ab, wenn es dir zu brenzlig wird. Aber was soll man anderes erwarten", rief er und spuckte aus. Daimaju schaute mitleidig in Steves Augen. Plötzlich traten Hel und Fou Lu hinter Daimaju vor. "Er tut das einzig Richtige! Er verlässt dieses verdammte Dorf und sucht woanders seinen Frieden. Ich wäre auch schon längst gegangen, doch es ist meine Pflicht, die Dämonen in Wolfsgestalt zu vernichten, die unser Dorf terrorisieren." Sie fasste in ihre Manteltasche und brachte einen in ein Tuch gewickelten silbernen Anhänger hervor, den sie Daimaju um den Hals legte. "Möge dich dieser gesegnete Anhänger auf deinem weiteren Weg beschützen", flüsterte sie. Daimaju grinste. "Hab vielen Dank, Hel. Aber ich glaube nicht mehr an diesen Schnickschnack." Hel erschak "Aber wieso nicht? Die Austreibungsriten sind unsere einzige Hoffnung in diesen dunklen Zeiten!" "Wenn deine Riten wirklich so hilfreich wären, wäre unser Dorf erst gar nicht in diese Situation gekommen!" Kurzzeitig verwandelte sich Daimajus Gesicht in eine Maske des Grauens und der Traurigkeit. Dann wich sie aber wieder dem dreckigen Grinsen. "Doch trotzdem danke ich dir für dieses Geschenk, es lässt sich sicherlich in eine Menge Proviant umtauschen."
    Nach diesen Worten drehte er sich um und schritt in Richtung Berge "Kümmert euch gut um mein Lebkuchenhäuschen und fasst mir ja nicht die Kessel an, ihr Inhalt war giftig!", rief er den restlichen Bürgern zu ohne sich umzudrehen. Danach hörten sie nur noch schallendes Gelächter, was von den Bergen als tausendfaches Echo zurückgeworfen wurde.
    So standen die überlebenden Sieben noch eine Weile am Waldrand und starrten in die Dunkelheit. Daimaju war fort.
    Ein lauter Aufschrei riss jeden aus seiner Gedankenwelt. Hinter ihnen starrte Hel angstverzerrt auf einen Punkt in der Ferne. Erst jetzt sahen sie es. Eine gewaltige Nebelwand kam über die Berge auf das Dorf zu.
    „Geht zurück in Eure Häuser, dass ist nicht normal!“ rief Steve, doch alle waren zu gebannt. Der Nebel drehte vor dem Dorf zur Seite ab, als ob er ein Ziel verfolgte. Einige Minuten später war das ganze Dorf umzingelt. Schwarze Wolken verdunkelten den Nachthimmel. Wilder Donner brach los, das Gewitter tobte direkt über der Stadt. Fou zündete eine Fackel an, damit man etwas erkennen konnte. Die Dorfbewohner zögerten, sollten sie in ihre Häuser fliehen oder zusammen bleiben? Gebannt warteten sie ab.
    Mit einem gewaltigen Geröll traf ein Blitz die Stadthalle, sofort fing sie Feuer. Das Holz splitterte und wurde weggeschleudert, ein weiterer Blitz Schlug in Varancé Haus ein. Nyuu hielt sich schützend die Hände über den Kopf und suchte ein sicheres Versteck.
    „Das sind die Werwölfe, sie sind dafür verantwortlich!“ brüllte TP, dem Chii zustimmte: „Sie wollen Rache, sie kehren zurück um uns alle zu töten!“
    Wie als Bestätigung begann die Erde zu Beben. Hel stolperte und stieß mit dem Kopf auf einen Stein, sofort bildete sich eine Blutlache. Schreiend suchten die anderen Schutz vor den Naturgewalten, aber niemand konnte bei dem Beben laufen. Bäume wurden entwurzelt, Häuser stürzten ein oder gingen in Flammen auf und plötzlich war es vorbei.
    Totenstille breitete sich aus, die Feuer erloschen und nicht ein Windhauch wehte, als hätte jemand die Zeit angehalten.
    „Seid ihr alle in Ordnung?“ rief TP und rannte zur bewusstlosen Hel.
    Ein bösartiges Lachen Erklang. Chii nahm all ihre Kräfte zusammen und richtete ihren Blick nach oben. In einem der Bäume saß eine fast vollkommen schwarz gekleidete Gestalt. Lediglich die blauen Augen, die aus zwei zu Schlitzen zusammengekniffenen Augen kalt heruntersahen, waren zu erkennen.
    „Wir hätten mit Dai fliehen sollen!“ stammelte Nyuu. Mittlerweile waren alle aufgestanden und bildeten eine Gruppe.
    „Ich würde Euch so gerne schützen, so gerne helfen, aber ich werde es nicht zulassen.“ Sprach die Gestalt mit einem sanften Lächeln. Mit einem Sprung landete er wenige Meter vor der Gruppe und kam langsam auf sie zu. Schützend trat Chii vor! „Wer bist du? Was willst du?“
    „Nein, ich habe nichts falsches getan!“ schrie auf einmal Hel. Sie ist zu sich gekommen und versuchte vor der Gestalt auf allen Vieren davon zu kriechen.
    „Ich möchte euch retten, doch ich vermag es nicht! Die Regeln sind genauso unumstößlich wie simpel. Blut ist der Preis!“ damit hob der Fremde seine Hand und schleuderte einen gewaltigen Feuerstoß gegen die Gruppe. Chii schloss die Augen, als die Hitzewelle sie traf und an ihr vorbei flog. Die Hälfte der Bürger wurde durch die Wucht weggeschleudert, die anderen verloren das Bewusstsein. Fou spürte, wie sein Körper sich in sekundenschnelle zu Asche verwandelte, bevor die Reste seines schwarz verkohlten Skeletts zu Boden fielen.
    Chii fühlte die aufsteigende Ohnmacht. Mit einem letzten Blick wollte sie dass Gesicht des Fremden erkennen, aber er war spurlos verschwunden, genauso wie der Nebel und die Wolken. Lediglich einige rote Kirschblüten schwebten an der Stelle, wo er zuvor im Baum saß. Danach wurde alles schwarz.

    Zufrieden blickte Daimaju auf seine Tasche. Er hat es geschafft, er ist entkommen. Ein dichter Nebel zog vor einigen Stunden auf und zwang ihn Unterschlupf zu finden. Glücklicherweise gab es eine Herberge in dem Dorf, dass er gerade passierte. Sein Gewissen lastete auf ihm, dass er das Dorf verlassen musste, aber es gab keinen anderen Ausweg. Plötzlich fiel die Tür hinter ihm ins Schloss.
    “Du? Hier?“ stieß er schockiert hervor. „Das ist unmöglich!“
    „Es war auch nicht einfach, du bist weiter gekommen, als ich dachte, aber du unterschätzt meine Instinkte!“ sprach der Eindringling.
    „Was willst du!“ stotterte Daimaju. Angstschweiß trat auf seine Stirn.
    „Glaubst du wirklich du könntest mir entkommen? Ich habe jeden Deiner Schritte beobachtet, jeden Zug studiert. Es war nicht leicht sich in Geduld zu üben, aber heute Nacht bekomme ich meine Rache!“
    Daimaju sah zum ersten Mal in seinem Leben, wie sich ein Mensch verwandelte. Langsam wuchs die Gestalt empor, dichtes Fell spross aus allen Poren, Rasiermesserscharfe Klauen bildeten sich, die nur von den Reißzähnen an Gefährlichkeit übertroffen wurden. So leicht würde er sich nicht töten lassen. Schnell griff Daimaju in seine Tasche und holte blaues und grünes Pulver hervor, das er in einem Halbkreis um sich bis zur Wand ausbreitete. Dabei murmelte er eilig einige Formeln vor sich hin. Der Werwolf bemerkte dies und hielt in der Verwandlung inne. Kurz darauf stand vor Daimaju wieder das Gesicht, dass er aus dem Dorf kannte. Erst jetzt begriff er, wie falsch seine Mitbürger lagen.
    „Niemand wird jemals von Deinen Heldentaten erfahren, Daimaju. Alleine hast du es geschafft einen Werwolf zu vergiftet. Als Du jedoch in der gestrigen Nacht mein Opfer geheilt hast, hast du das letzte Mal meine Pläne durchkreuzt. Lass Dir noch einen Rat mitgeben. Das schlimmste Übel verbirgt sich meist hinter dem Gesicht der Unschuld. Auch morgen wird keiner der Überlebenden auf meine wahre Identität kommen und es wird wieder ein Bürger sterben. Doch darum brauchst Du dich nicht mehr sorgen!“
    „Ich habe keine Angst vor Dir! Nichts, was einen übernatürlichen Ursprung hat kann diesen Halbkreis passieren!“ erwiderte Daimaju und drückte sich an die Wand.
    „Ach ja?“ antwortete der Werwolf und holte hinter seinem Rücken einen Bogen hervor um direkt auf Daimajus Brust zu zielen. „Nun, ich würde sagen, du hast eine Kleinigkeit übersehen!“ Lächelnd schoss er den ersten Pfeil ab.
    Wenige Augenblicke später wurde Daimajus Körper von drei Pfeilen aufrecht an der Wand gehalten. Er war zu geschwächt. Die schützende Energiebarriere brach zusammen. Endlich nahm der Werwolf seine wahre tierische Gestalt an. „Mach dir keine Sorgen, deine Mitbürger werden dir bald Gesellschaft leisten!“ Damit vergrub das Monster genüsslich die Zähne in Daimajus Kopf.

    Die Morgendämmerung hatte eingesetzt. Mit einem dröhnenden Kopf erwachte Steve in den Trümmern. Jeder Knochen schmerzte, aber er schien keine ernsthaften Verletzungen davongetragen zu haben. Erst jetzt entdeckte er das Ausmaß der Katastrophe und die Erinnerungen kehrten zurück.
    Das gesamte Dorf war nahezu zerstört. Die meisten Häuser waren zusammengebrochen oder verbrannt, glücklicherweise gab es nirgendwo weitere Feuer. Lediglich die Kirche sowie drei weitere Gebäude blieben erhalten.
    Erst jetzt entdeckte er nicht weit von sich Hel. Sie lag mit einem blutüberströmten Kopf im Rasen. Sofort rannte er zu ihr rüber.
    „Hel, bist du in Ordnung, sag doch was!“
    Müde öffnete sie die Augen. „Was ist geschehen?“ fragte sie.
    „Das wüsste ich auch gerne. Geht es dir gut, bist du verletzt?“ fragte Steve besorgt.
    „Ich glaube nicht, außer meinem Kopf. Das viele Blut, ist das von mir?“ fragte sie.
    Bleib liegen, vielleicht hast du eine Gehirnerschütterung.
    „Hilfe, helft mir, bitte!“ ertönten gequält Trailerparks Schreie. Schnell rannte Steve in deren Richtung. Trailerpark lag neben dem, was einst die Dorfhalle war. Ein großer Holzbalken ist auf ihn gestürzt und klemmte sein Bein ein. So sehr sich Steve anstrengte, der Balken war zu schwer. Suchend schaute er sich um und fand einen stabilen Ast, den er als Hebel verwenden konnte.
    „Das wird wahrscheinlich weh tun!“ warnte er seinen Mitbürger.
    „Viel schlimmer als jetzt kann es nicht werden!“ versicherte ihm TP. Auf drei drückte Steve sein ganzes Gewicht auf den Ast und schaffte es TP zu befreien.
    „Kannst du laufen?“ fragte er.
    „Ich versuche es!“ versicherte TP und humpelte neben Steve daher. Mittlerweile hatte sich Hel aufgerichtet und massierte ihre Schläfen. Als sie bei ihr ankamen entdeckten sie Nyuu, die verstört auf einem Hügel stand. Sie schien beim Anblick des ehemaligen Dorfes einen Schock erlitten zu haben.
    „Nyuu, komm zu uns!“ rief Steve. Erst langsam drehte sie sich zu ihnen um und kam nur schlurfend näher.
    „Wartet mal, was ist das für ein Geräusch?“ fragte Hel. Angestrengt lauschten alle in den Wind, und tatsächlich, ein weiterer merkwürdiger Laut hatte sich darunter gemischt. So schnell es ging kletterten sie über den Hügel und sahen Chii. Sie kniete an einem schwarz verkohlten Objekt. Erst als sie zwei Meter neben ihr stehen blieben erkannten sie die menschlichen Überreste von Fou Lu.
    „Ist das die Strafe für all die Morde?“ versuchte Chii zu fragen, doch ihre Stimme brach. Mit rot verquollenen Augen blickte sie die Vier an. „Er hat niemandem etwas getan, warum musste Fou Lu sterben?“ Zärtlich hob sie Fou Lus Hand und drückte sie an ihre Wange.
    „Chii, ich weiß es ist schwer sich das einzugestehen, aber Fou ist tot. Wir müssen weitermachen. Schau dich um, fast alles ist zerstört!“ sagte Hel.
    Chii schluchzte jedoch nur vor sich hin. Nyuu trat näher und wollte eine Hand um sie legen, als Chii ihren Kopf nach hinten neigte und lauthals zu Lachen begann. Jedoch blieben den anderen die Tränen nicht verborgen.
    „Der Mond, der Mond! Ich sehe ihn. Sein silbernes Licht durchströmt alles wie eine vernichtende Glut.“ Schrie sie voller Verzweiflung heraus. TP und Steve warfen sich einen mitfühlenden Blick zu.
    „Ich habe sie gesehen, die blühende Zukunft. Aber für euch alle welkt sie. Der Tod findet euch überall!“ damit brach sie weinend zusammen. Fürsorglich legte ihr Trailerpark seinen Umhang um, damit sie nicht fror. „Sie ist wahnsinnig geworden.“ flüsterte Hel Nyuu zu, doch diese reagierte nicht.
    Vorsichtig kniete Steve vor Chii nieder und löste ihre Hand aus der Umklammerung um Fou Lus Leiche.
    „Nein. Lass mich!“ kreischte sie und stieß ihn weg. „Es gibt nichts mehr, es ist vorbei. Sieh uns an, wir waren 16, und nun ist Fou Lu tot. Ich will nicht mehr, ich will keine Angst mehr haben!“
    „Beruhige dich Chii!“ versuchte es Hel noch einmal.
    Chiis Blick verfinsterte sich. Ihre Augen wurden seltsam glasig, als sehen sie durch einen hindurch. „Ich habe ihn gesehen“, sagte sie. „Ich habe mitten in die Fratze des Todes geblickt. Ihr werdet übrigens alle streben. Ich kenne die Zukunft!“
    „Nicht!“ brüllte Steve, doch Chii drehte sich um. Bevor er sie packen konnte stieß sie ihren Dolch mitten ins Herz.
    Mit Tränen in den Augen drehten die Vier Chii herum und legten ihren Kopf auf Nyuus Schoss.
    „Ich werde nun bei meinem Fou sein. Wir gehören zusammen, für die Ewigkeit! Seelengefährten.“ flüsterte sie keuchend. „eins, zwei, das Dorf ist frei. Drei, Vier, der Werwolf ist hier!“ Plötzlich verkrampfte sich ihr Körper und die Bürgerin Chii verstarb.
    „Sie war etwas besonderes, sie kannte die Zukunft!“. Es verging eine Weile, doch niemand schaffte es die Toten alleine zu lassen. Jeder saß bei Chiis Leichnam und schien in Gedanken versunken zu sein. Die ersten Sonnenstrahlen krochen über die Berge. Wie um die Geschehnisse der Nacht zu betonen war die Dämmerung in einem nie da gewesenen rötlichen Ton gehalten. Alles schien auf einmal blutüberströmt
    Endlich stand Nyuu auf: „Bringen wir es hinter uns!“ verkündete sie in einer überraschenden Stärke und holte ein Gewehr hinter ihrem Rücken hervor. „Uns ist klar, dass der Mörder einer von uns Vieren ist, ich habe genug von Abstimmungen, genug von Angriffen, lasst uns das Spiel hier und jetzt beenden.“ Damit richtete sie das Gewehr auf die übrigen Mitbürger.
    „Genau!“ pflichtete ihr Trailerpark bei. „Seht euch um, es ist alles zerstört. Ich will nicht gefressen werden. Und mindestens einer von Euch ist ein Werwolf.“ Misstrauisch entfernte er sich zwei Schritte und hob schnell Wurfdolche hoch.
    „Ich habe nicht das alles überstanden, um mich von Euch Verrückten erschießen zu lassen!“ antwortete Hel. Auch sie holte aus ihrer Tasche eine altmodische Handfeuerwaffe. „Dann ist es soweit, das große Finale! Ich bin dabei!“
    „So viele Tote. Ihr habt die Strafe gesehen, aber ich sehe auch nicht ein jetzt zu sterben.“ Steve hob eine aus den Trümmern geborgene Metallstange hoch und verschaffte sich Sicherheitsabstand zu den Anderen. „Dann soll es hier und jetzt enden!“
    Wie Raubtiere starrte jeder in das blutige Gesicht des anderen. Hass und Misstrauen beherrschten die Atmosphäre. Wieder würde Blut vergossen werden, wieder würde jemand sein Leben lassen. Die einzige Frage, die sich stellte, war, wer zuerst angreifen würde. Der Tag hatte begonnen.


    Verstorben: Bürger und Verliebter Fou Lu: Verbrannt
    Seherin und Verliebte Chii: Liebeskummer
    Hexe(r) Daimaju: Gefressen
    Geändert von darkgemini (25.6.06 um 11:43 Uhr)
    Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt~Mahatma Gandhi

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  11. #219
    PSG Benutzerbild von Trailerpark
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    soory war gestern bis jetzt ausserhalb und konnt deshalb nix schreiben...

    was für eine Nacht ist überhaupt noch was vom Dorf übrig... geschweige denn von den Bürgern ._.

    wenn wir den Wolf heut nicht kriegen wird bald nix mehr da sein zum beschützen...
    hab nur keinen blassen Schimmer mehr wer es noch sein könnte *noch ganz verwirrt und benebelt bin von der letzten Nacht* (auch von der RL-Nacht >_<)
    /人‿‿人\

  12. #220
    »Virtuoso« Benutzerbild von Nyuu
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    Trailerpark ist der letzte Werwolf! Chii, die Seherin hat es uns gesagt (ok, in einer damals versteckten Botschaft doch nun....)


    Zitat Zitat von Oma Chii'
    Richtet mit mir den Elch (Trailerpark) hin! Er ist die letze der Bestien.
    Sie war die Seherin! Sie hatte ihn gescannt sie wusste es!

    Steve,Hel helt mir diese Bestie zu töten! Wir müssen auf ihn schießen um in Frieden leben zu können!

    Mein heutiger Schuss geht auf dich Trailerpark... denn du bist die letzte der Bestien!

    LG.
    Nyuu

  13. #221
    Keksdosendeckel Benutzerbild von Steve ´89
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    Da hast du Recht, das gleiche glaube ich auch.
    Den heutigen Tag wird er nicht überleben
    Bla

  14. #222
    Wir kommen in Frieden... Benutzerbild von darkgemini
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    Meine lieben Mitbürger *Umschau, sind überhaupt noch welche da? Egal,, führe ich halt ein Selbstgespräch*

    Es wurde erst ein Schuss abgegeben, und die letzte Stunde hat bereits begonnen. Ich wäre euch dankbar, wenn ihr in der nächsten Stunde den nächsten lyncht ^^ (und nebenbei diese Leichen wegräumt, man kann ja nirgendwo mehr hintreten)

    mfg
    Dark
    Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt~Mahatma Gandhi

    *Die Königin der tausend Jahre* ~ Fans und Folgen immer gerne gesucht *Als die Tiere den Wald verließen*Sailor Moon*Lady Oscar*Anne mit den roten Haaren*Kleine Prinzessin Sara*Katri/Katholi ~Das Mädchen von der Farm*Mila*Eine fröhliche Familie*Perrine*Robin Hood*Pollyanna*Niklaas*Heidi*Marco*

  15. #223
    Achtung Suchtgefahr! Benutzerbild von Chii
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    Grabstein

    Hier ruht

    Seherin Chii-chan

    Gestorben aus Liebeskummer
    (wegen Fous Unzuverlässigkeit <.<'')
    Sie rettete ihr Dorf vor 3 Werwölfen... hoffentlich wird ihr Tod gerächt
    ♥ ♫
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  16. #224
    Wir kommen in Frieden... Benutzerbild von darkgemini
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    Finaler Tag


    „Chii hatte Trailerpark verdächtigt, wenn jemand sterben soll, dann er!“ rief Nyuu und zielte direkt auf ihn.
    „Und mit welcher Begründung? Chii war wahnsinnig, wie hat sie es begründet? Woher willst du wissen, dass sie Recht hatte? Willst du es riskieren, wieder einen Unschuldigen zu töten und dem Werwolf eine weitere Chance einräumen? Bisher warst du es doch, die immer falsch lag. Du hast die meisten Bürger auf dem Gewissen, weil du selbst keine Bürgerin bist!“ rief TP und bereitete sich vor Nyuu zu erstechen. Gleichzeitig zielte er mit dem anderen Dolch auf Steve. „Aber ich wette, dass er es ist. Steve wirkte von allen immer am unschuldigsten, immer raushalten, um nicht aufzufallen!“
    Blut tropfe auf den Boden. Die rote Sonne glühte im Hintergrund und verleite Hel ein dämonisches Äußeres. Quer über ihr Gesicht lief das Blut von ihrer Kopfwunde herunter. Mit zitternden Händen hielt sie ihre Waffe fest. „Mir ist es egal wer von euch der Werwolf ist, ich werde euch einfach alle töten!“
    „Warum trennen wir uns nicht einfach? Jeder geht in eine andere Richtung!“ fragte Steve.
    „Um zu riskieren, dass der Wolf unter euch nachts hinter mir herläuft um mich zu töten? Nein danke!“ stieß Trailerpark hervor.
    Ein Schuss beendete das Gespräch. Trailerpark schrie auf, als ihn die Kugeln knapp verfehlten. Wütend starrte er auf Nyuu.
    „So langsam kommst du mir immer verdächtiger vor, Trailerpark, es ist Zeit sich von dir zu verabschieden!“ verkündete Steve und stürzte sich auf TP. Mit einer geschickten Rolle sprang dieser zur Seite und trat in Steves Rippen. Steve spürte, wie diese brachen und fiel zu Boden. Doch Trailerpark hörte nicht auf. “Ihr verdächtigt mich? Dann nehmt das!“ gezielt schleuderte er ein Messer in Nyuus Richtung. Diese konnte zwar ausweichen, verlor jedoch dabei das Gleichgewicht. Mit einem Satz stand er bei ihr. Sie wollte noch schnell auf ihn schießen, doch er packte ihr Gewehr. Ein Kampf auf Leben und Tod begann um die Waffe. Hel wollte schießen, aber sie konnte nicht genau zielen, denn beide wirbelten wild herum. Kurzerhand zog sie ihr Messer und stürzte sich auf Trailerpark. Ein Schuss löste sich und schleuderte Hel gegen eine zerstörte Hauswand. Ungläubig starrte sie auf die blutende Wunde in ihrem Bauch, bevor sie zusammensackte.
    Während des Kampfes richtete Steve sich wieder auf und entdeckte eine wenige Schritte entfernt liegende Axt. Schnell hob er sie auf. Zufrieden bemerkte er, wie Hels Körper die Aufmerksamkeit von Trailerpark auf sich zog und er rannte auf ihn los. Bevor Trailerpark reagieren konnte schlug Steve mit einem lauten Aufschrei zu. Trailerpark wehrte den größten Teil des Schlages mit dem Gewehr ab, wurde jedoch gestreift. Das Gewehr fiel in zwei Teilen zu Boden. Wütend nahm Trailerpark die Axt und hob diese mit Steve hoch.
    „Ihr Narren! Ihr habt so oft einen Unschuldigen getötet, ihr verdient es nicht anders. Selbst jetzt wollt ihr mich töten, ohne nachzudenken, wer die ganze Zeit unbemerkt durchgekommen ist!“ Mit seiner ganzen Kraft schleuderte er Steve mitsamt der Axt gegen einen Felsbrocken. Dieser fiel leblos zu Boden. An der Stelle, an der er aufprallte waren mehrere Blutspritzer zu sehen.
    Auf einmal schrie Trailerpark laut auf und drehte sich rasend vor Wut herum. Nyuu hatte die Chance genutzt und ihm eines seiner Wurfmesser in den Rücken gerammt. Erschrocken wich sie zurück.
    „Glaubst du wirklich, du kannst mich mit diesen Messerchen töten?“ fragte TP und hielt sich die blutende Wunde zu. „So, jetzt sind nur noch wir beide übrig, Nyuu!“
    Nyuu starrte mit weit aufgerissenen Augen auf ihn. Der Wind wehte durch ihr langes Haar, ihr helles Gewand hing in Fetzen blutverschmutzt herunter.
    „Falsch, du bist nichts!“ gab sie voller Verachtung von sich. Ruhig beobachtete sie jede Bewegung von Trailerpark. Die rote Morgensonne wurde von zahlreichen Wolken verdeckt und ließ Nyuu glühend erscheinen. „Du hattest niemals eine Ahnung, mit wem du dich angelegt hast!“ fuhr sie fort. „Niemand hatte eine Ahnung, wer ich bin!“ Ihre Augen wurden zu schmalen Schlitzen.
    „Gleichfalls!“ sprach Trailerpark. Beide starrten sich wie zwei Giganten an. Langsam krümmte sich Trailerpark vor, seine Zähne verlängerten sich und veränderten sein Gesicht zu einer abscheulichen Fratze. Ein glänzendes schwarzes Fell bedeckte seinen gesamten Körper. Mit weit mehr als zwei Meter ragte er empor. Ungläubig starte Nyuu auf das vor ihr entstandene Bild. „Das ist unmöglich, es ist Tag!“ stotterte sie. „Werwölfe können nur nachts ihre wahre Gestalt annehmen!“
    „Ja“, stimmte ihr Trailerpark zu. „normale Werwölfe können das nicht, ich bin aber kein Gewöhnlicher, ich gehöre zu den Ersten, die geschaffen wurde. Du hast keine Vorstellung wie alt ich schon bin. Sieh dich um, das hier ist allein mein Werk. Ich habe euch aufgehetzt, ihr ward nur ein Spielzeug, ein weiterer Zeitvertreib für mich!“ lachte er hämisch und nahm seine volle Größe ein. „Du darfst mein letztes Opfer sein, Nyuu, die Ehre gebührt ganz allein dir!“ stieß er hervor, doch durch seine Umwandlung war er kaum noch zu verstehen.
    Nyuu schloss ihre Augen. „Falsch!“ verkündete sie und wich keinen Schritt zurück, nicht einmal die kleinste Gestik regte sich in ihrem Gesicht. „Ich bin nicht Nyuu, ich bin Lucy!“
    Trailerpark verharrte in seiner Bewegung. Plötzlich starrte sie ihn aus eiskalten Augen an.
    Als besäße sie unsichtbare Hände schleuderte sie Trailerpark von sich, direkt auf einen spitzen aufragenden Holzbalken. Ein unmenschlicher Schrei erklang, als er durchbohrt wurde. Langsam hob sie das Gewehr und ging auf ihn zu. „In deinem ganzen Plan hast du eine Person vergessen, mein Lieber, ich würde sagen jemand, der eine weitere Sonderrolle im Dorf einnimmt. Dachtest du wirklich du könntest mich besiegen? Wir überleben immer!“ verkündete sie und schoss direkt in Trailerparks Kopf. Der letzte Werwolf war besiegt, es war vorbei. Nyuu sackte auf den Boden und schaute sich um. Ihre Augen strahlten wieder die gleiche kindliche Unschuld aus wie vor einigen Tagen. Ein Stöhnen erregte ihre Aufmerksamkeit. Schnell rannte sie zu Steve rüber, der sich langsam wieder aufrichtete.
    „Ist alles in Ordnung?“ fragte sie besorgt.
    „Mir tut alles weh. Was ist mit Hel?“ fragte er.
    „Ich schaue nach ihr, Moment!“
    Überrascht stellte sie fest, dass Hel noch atmete. Erleichtert half sie ihr aufzustehen. Den Vormittag verbrachten sie damit ihre Wunden zu versorgen.
    Die Mittagssonne vertrieb alle Wolken, endlich erhielt das Dorf einen schönen Sommertag.
    Hel, Nyuu und Steve standen am Waldrand und blickten zurück.
    „Trotz der Geschehnisse gab es hier schöne Dinge!“ sagte Hel.
    „Ja, aber diese Reste sollten ein Mahnmal bleiben. Lasst uns verschwinden und irgendwo neu anfangen.“
    „Endlich ist es vorbei!“ stimmte Steve zu. Alle drei stützen sich Gegenseitig und verließen für immer Düsterwald.


    Epilog

    Der Tag ging zu Neige. Einst tobte hier das Leben, doch nun strahlte das Dorf nur noch Kälte und Tod aus. Nachdenklich schritt eine schwarze Gestalt durch die Trümmerruinen. Mit einem Blick wurde alles vernichtet, wie eine Welle aus Asche schritt die vernichtende Kraft über das Gelände. Kurz darauf erinnerte nur eine riesige freie Fläche an das ehemalige Dorf. Plötzlich geriet wieder alles in Bewegung. Die Asche bildete mit andern Stoffen neue Moleküle, diese verbanden sich wiederum zu neuen Stoffen. Das Holz verschob sich und es entstanden mehrere neue Gebäude. Ein neues Dorf wurde geboren.
    Zufrieden lächelte Darkgemini in sich hinein. Bald würden neue Bürger einziehen, bald würde sein Spiel weitergehen, doch bis dahin gab es noch eine Sache zu erledigen.
    “Die Regeln sind genauso unumstößlich wie simpel. Ich verlange lediglich ihre Einhaltung.“ sprach er leise zu sich selbst. Gemächlich schritt er hinter den drei Überlebenden hinterher.

    THE ENDE



    Ergebnis der letzten Abstimmung:
    Hel: -
    TP: Steve
    Nyuu: TP
    Steve: TP



    Die Überlebenden:
    Bürgerin Hel (verwarnt ^^)
    Amor Nyuu
    Bürger Steve`89



    Das Dorf (in Sterbereihenfolge):
    1 Shinigami______Jäger____Gefressen
    2 Schattenhund__Bürgerin___Erschossen
    3 Marten________Wolf____Gelyncht
    4 HA___________Bürger___Gefressen
    5 GM___________Bürger___Gelyncht
    6 Xnpio_________Wolf_____Vergiftet
    7 FF___________Bürger____Gefressen
    8 Vara_________Wolf______Gelyncht
    9 Grenchler _____Bürger____Gelyncht
    10 Fou__________Bürger & Verliebt_____ Verbrannt
    11 Chii__________Seherin & Verliebt____ Liebeskummer
    12 Dai__________Hexe(r)____Gefressen
    13 TP__________Wolf_______Gelyncht

    P.S: Die Anspielung auf Nyuu bezieht sich auf den Anime Elfenlied
    Geändert von darkgemini (26.6.06 um 00:12 Uhr)
    Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie die Tiere behandelt~Mahatma Gandhi

    *Die Königin der tausend Jahre* ~ Fans und Folgen immer gerne gesucht *Als die Tiere den Wald verließen*Sailor Moon*Lady Oscar*Anne mit den roten Haaren*Kleine Prinzessin Sara*Katri/Katholi ~Das Mädchen von der Farm*Mila*Eine fröhliche Familie*Perrine*Robin Hood*Pollyanna*Niklaas*Heidi*Marco*

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