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Thema: Der verschollene Bogen ,,Elandir"

  1. #1
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    Der verschollene Bogen ,,Elandir"

    Merydor wird nach dem verschollenen Bogen ,,Elandir" suchen...

  2. #2
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    Der Verschollene Bogen ,,Elandir" - Post 1

    Gut gelaunt saß Merydor auf einer Bank nahe des Marktplatzes und gönnte sich eine riesige Wurst mit einem Stück Brot. Erst gestern noch hatte er seinen Freiheit wiedererlangt und war nun wieder unabhängig. Es waren ihm keine lästigen Trainingstunden mehr auferlegt und den Tagesverlauf bestimmte nun wieder er. Obwohl er in den letzten Zeit viel erlebt hatte, war der Durst nach Abenteuern nicht verschwunden. In den letzten Tagen und Wochen hatte er diese förmlich angezogen aber die Situation war nun anders. Er gehörte der Elite nicht mehr an und auch Lee würde ihm vorerst keine Aufträge geben, war er doch noch sauer wegen dem plötzlichen verlassens der Söldnertruppe. Merydor hingegen störte das wenig. Sicherlich hatte er Lee über Monate hinweg schätzen gelernt und er hatte ihn immer fairer behandelt, als die anderen. Doch auch wenn das nun Vergangenheit war, ging das Leben mit der gleichen Freude weiter.

    Nach dem Frühstück würde Merydor erstmal in eine Bibliothek gehen und sich durch einige Bücher schmökern. Das hatte er schon lange nicht mehr gemacht, zu anstrengend waren die letzten Wochen gewesen, und sein Drang nach Wissen hatte einen Höchstpegel erreicht. Hastig stopfte Merydor ein letztes übergroßes Stück Wurst in seinen Mund und sprang elegant von der Bank. Zielstrebig machte er sich auf den Weg zu einer kleinen Bibliothek im Norden des Jägerlagers. Als er diese nach wenigen Minuten erreicht hatte, musste er feststellen, dass sie verschlossen war. Zweimal klopfte er überdeutlich laut gegen die Türe bevor sie tatsächlich geöffnet wurde. Ein in schwarzen Leinen gewickelter Mann öffnete mit einem breitem Lächeln die Türe. Freundlich bot er Merydor an, einzutreten und den Wissen der letzten Jahrhunderte zu genießen. Merydor dankte und trat in das kleine Komplex ein. Es war vielleicht 20m² groß doch der Reichtum an Bücher war fantastisch. In den letzten Jahren waren hier viele Schätze gehortet worden und standen ihm nun frei. Langsam überflog er die Titel der Bücher, wo ihm ein dickes Buch ganz besonders in das Auge sprang. ,,Besondere Bögen" kramte er sich aus dem Regal und machte es sich auf einem Stuhl gemütlich. Langsam und vorsichtig öffnete er die alten Seiten des verstaubten Buches. Die alten Bögen waren beeindruckend und einer wirkte furchteinflössender als der andere. Auf einer Seite stockte Merydor plötzlich.

    Elandir
    Der einst von Herrscher Grobardt getragener Kampfbogen Elandir ist seid Jahrhunderten von Jahren nicht mehr gesehen worden. Berichten zu urteilen geht man davon aus, dass der Bogen an die Orks gegangen ist. Andere, besonders Geistliche, sagen dem Bogen eine magische Kraft nach und behaupten, nur der, der dem Bogen würdig ist, wird ihn wiederfinden.

    Hastig kramte Merydor in seinen Taschen und legte ein kleines Stück Papier auf dem Tisch. Es war eine Schatzkarte, die er schon vor vielen Monaten, als er gerade dem Jägerlager beigetreten war, gefunden hatte. Nie hatte er mit dem Namen ,,Elandir", der auf der Schatzkarte über einem kleinen X prang, etwas anfangen können. Doch jetzt wurde ihm deutlich, dass er hier eine Karte von unglaublichem Wert in den Händen trug. Schnell verstaute er sie wieder in seinem Rucksack, nahm das Buch in die Hand und ging zu dem Bibliothekar, der sich ebenfalls eines Buches bemächtigt hatte. Als er Merydor sah, setzte er erneut sein breites Grinsen auf und wartete gespannt, was Merydor zu sagen hatte. Meister, ich fand dieses Buch in einem der Regale und es interessiert mich. Kann ich es mir für einige Tage oder Wochen mit nach Hause nehmen? Selbstverständlich mein Sohn, aber pass darauf auf. Es ist nur von geringem materiellen Wert, denn es ist lediglich eine Kopie, aber für mich ist jedes Buch ein Schatz. Danke, ihr werdet es in einem Stück wieder kriegen. Beide grinsten sich aneinander an und Merydor verließ das kleine Haus.

    Freudig trampelte Merydor aus der Bibliothek. Es konnte einfach kein Zufall sein, dass auf dieser Karte das Wort ,,Elandir" prang. Andererseits war der Bogen schon lange verschollen und wahrscheinlich war er schon längst gehoben worden. Merydor würde es herausfinden, so viel war sicher...

  3. #3
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    Der Verschollene Bogen ,,Elandir" - Post 2

    Merydor erwachte, als die Sonne das Jägerlager noch nicht erreicht war. Der Mond war noch geringfügig zu erkennen und bis Sonnenaufgang würde es noch eine gute Stunde dauern. Langsam packte er seine Sachen, denn eine größere Reise stand ihm bevor. Das X auf der Schatzkarte war nördlich des Plateaulagers
    markiert, es waren also zwei bis drei Tage Fußmarsch an. In seinen Rucksack packte er nicht nur Wasserschlauch und einige Lebensmittel, sondern auch kleine, nützliche Dinge, die aber schon vielen Leuten das Leben retteten. Hierzu
    zählten zum Beispiel Seil und Kompass. Der Kompass war wichtig, damit er die Koordinaten der Karten genau übersetzten konnte und das Seil, weil das X scheinbar in einer tiefen Schlucht prang. Mit einem letzten groben Blick schweifte er duch sein Haus bevor er es verließ und die Tür hinter sich zu zog. Als er sich umdrehte und losgehen wollte, stand plötzlich ein gut gebauter Gardist mittleren Alters vor ihm. Lee wünscht euch zu sehen. Er sagt, es sei wichtig. Merydors bisher freundlich Gesicht verzog sich zu einem hasserfüllten Blick. Doch vielleicht war die Nachricht von Lee tatsächlich wichtig oder dienste der Beilung ihres Streites. Jedenfalls würde er keiner Diskussion aus dem Weg gehen. Sag deinem Herren, dass ich in einer Stunde da seien werde. Der Gardist nickte und schob ab. Merydor hingegen eilte, jetzt etwas unter Zeitdruck versetzt, zum Marktplatz und erstand sich einige Lebensmittel, die ebenfalls notwendig für die Reise waren. Als er sich vollkommen eingedeckt hatte, begab er sich zum Schmied des Marktplatzes und ließ seine Waffen auf Vordermann bringen. Erst als seine Streiterklinge sowie sein Jäger des Bösen glänzten, machte er sich auf den Weg zu Lee.

    Als er die Meisterkaserne betrat, stieg ein ungutes Gefühl in ihm auf. Lee war ein mächtiger Mann des Jägerlagers, wahrscheinlich der mächtigste, und vielleicht war es nicht gut gewesen, ihn derart zu reizen. Andererseits hatten er Lee schon immer seine Meinung gesagt und er bewunderte seine Edelkeit.
    Als er Lee gegenüber trat, blickte dieser ihn erst viele Sekunden an, bevor er anfing, zu sprechen. Was gestern vorgefallen ist, tut mir Leid. Ich habe dich stehts geschätzt und will es auch weiterhin tuen. Das du die Elite schon wieder verlassen hast, war wie ein Stich ins Herz, aber ich bin ein Kämpfer und werde es verkraften. Jedenfalls möchte ich mich hiermit entschuldigen und dir anbieten, jederzeit zur Elite zurückzukehren. Auch ich habe dich immer als meinen Anführer geschätzt. Ich nehme die Entschuldigung an. Die beiden umarmten sich kurz und ihre Wege trennten sich erneut. Jetzt war es für Merydor an der Zeit, aufzubrechen. Er hatte schon längst unterwegs seien wollen, denn er wollte nicht viel Zeit daran verschwenden, den wahrscheinlich längst gehobenen Bogen Elandir zu suchen.

    Als er das Stadttor erreicht hatte, nickten ihm die Stadtwachen freundlich zu.
    Interessant war, dass die beiden Torwachen ihre Zeit mit einem Kartenspiel verschwendeten, anstatt den Eingang zu bewachen. Jeder Bandit würde heute problemlos in die Stadt kommen, so viel stand fest. Wenn Lee die Wachen so sehen würde, wäre sicherlich der Teufel los. Mit einem schmunzeln
    passierte Merydor das Tor und schlug den Weg zum Plateaulager ein. Sicherlich würde er diesem einen kurzen Besuch abstatten, bevor er den Bogen suchen und hoffentlich finden würde. Doch zunächst galt es, dass Lager zu erreichen, denn die Banditenüberfalle hatten in den letzten Tagen und Wochen wieder drastisch zugenommen. Es musste schon mit dem Teufel zu gehen, dass ein einsamer und schwach wirkender Wanderer wie Merydor nicht bemerkt werden würde. Just in diesem Moment wurde er bereits von 2 geldgierigen Augen beobachtet, die hinter einem Baum hervorblickten. Die Wanderung würde kein Pappenstiel werden...

  4. #4
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    Der Verschollene Bogen ,,Elandir" - Post 3

    Der Tag sollte wunderschön werden. Schon an diesem Vormittag verstrahlte die Sonne eine angenehm milde Temperatur und Tiere arbeiteten an ihren Nestern. Aus dem Wald waren immer wieder Klopfgeräusche von Spechten oder Bibern zu hören, dir Baumstämme durchlöcherten. Eigentlich war der Tag viel zu friedlich, um von Banditen überfallen zu werden. So dachte jedenfalls Merydor...

    Wie es das Schicksal wollte, hatten die Augen von Merydor nicht losgelassen. Immernoch spähten sie hinter einem Gebüsch hervor und warteten auf den richtigen Moment, auf eine kleine Unachtsamkeit. Doch Merydor war zu erfahrenen um den Banditen einen Überfall leicht zu machen. Selbst die schöne Natur lenkte ihn nicht derart ab, dass er mögliche Gefahren nicht mehr witterte. Er war in den letzten Monat zu einer Art Tier geworden. Am Anfang war er ein forscher junger Mann gewesen, der keine Gefahren einzuschätzen vermochte. Doch er hatte sich im Laufe der Zeit entwickelt und war zu einem starken Gegner für jedermann geworden. Deshalb dauerte es auch gar nicht mehr lange, bis Merydor bemerkt hatte, das zwei gierige Augen darauf warteten, ihn zu töten und zu berauben. Merydor konnte sich ein schmunzeln nicht verkneifen, auch wenn es um sein Leben ging. Aber eigentlich war der Bandit keine richtige Bedrohung, denn wer so leicht entdeckt wird, der kann auch nicht töten...

    Merydor war jetzt schon seid einigen Stunden vorbei und immer wieder bemerkte er den Schatten, den der unbekannte Verfolger hinterließ. Dieser würde ihn vermutlich in der Nacht erdrosseln wollen, und das war Merydor recht. So hatte er über den Tag seine Ruhe und konnte voll dem Weg folgen. Als die Nacht hereinbrach wechselte Merydors unbekümmerte Stimmung zu einer angespannten Atmosphäre. Vielleicht hatte er den Verfolger falsch eingeschätzt und er stellte tatsächlich eine Bedrohung dar. Merydor hatte bewusst auf einen bestimmten Schlafplatz angezielt. Eine verlassene Hütte, in der er schon zweimal campiert hatte. Das erste mal war es mit Dunken gewesen, wo die Hütte noch von einigen Goblins bewohnt gewesen war. Beim zweiten mal war sie unbewohnt gewesen, aber deswegen nicht minder gruselig. Jedenfalls war dies der ideale Ort, um den Verfolger auszuschalten. Hastig betrat Merydor das Gebäude und suchte sämtliche Räume nach Goblins und ähnlich ab. Als er sich absolut sicher war, dass die Hütte unbewohnt war, kletterte er in das obere Stockwerk und bereitete eine erste Falle vor. Aus dem unteren Stockwerk hatte er sich Stroh mitgenommen und formte aus diesem eine Menschenähnliche Figur. Diese verdeckte er mit seinem dunklen Mantel und verschanzte sich in einer anderen Ecke. Der Bandit ließ nicht lange auf sich warten...

    Bei Mitternacht waren deutliche Geräusche der Treppe zu vernehmen. Gespannt zog Merydor seinen Bogen und drückte einen Pfeil in die Sehne. Sekunden später schlich sich ein schwarz gekleiderter Mann geschickt hinein. Merydor hatte ihn anders eingeschätzt, hatte er doch mit einem kleinen, tolpatschigem Mann gerechnet, der unfähig war, sich lautlos zu bewegen. Der
    Mann zog leise einen Dolch und robbte zu Merydor. In dem Moment, wo er die Klinge zum zustechen erhob, ließ Merydor den Pfeil los, der sich in den Rücken des Feindes bohrte. Dieser röchelte und spuckte Blut, bevor er seinen Verletzungen erlag. Merydor hingegen untersuchte den Eindringling genaustens und konnte feststellen, dass es sich tatsächlich um einen Banditen gehalten hatte. Die Rüstung aber schockierte ihn. Erst vor kurzem hatte er einen Banditenlord getötet und die Mannen trugen eine schwarz-braune Rüstung mit einem Schild auf der Brust. Selbige Rüstung trug auch dieser Weggefährte. War es möglich, dass die Banditen ihn längst verfolgten und noch mehr Männer in der dunkelnen Nacht lauerten? Eine schlaflose Nacht kündigte sich an...

  5. #5
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    Der Verschollene Bogen ,,Elandir" - Post 4

    Als der Tag hereinbrach, war Merydor mehr als nur erleichtert. Die Nacht war
    ruhig verlaufen und mit dem Bogen in seiner Hand hatte er auch noch einige wenige Stunden schlafen können. Anscheinend war dieser Bandit alleine unterwegs gewesen und Merydor brauchte keinen zweiten Angriff fürchten. Langsam kroch er aus seinem versteckten Schlafplatz hervor und machte sich wieder auf den Weg. Draußen tröpfelten die Regentropfen vor sich hin, aber es war nur so gering, dass der Wanderfluss nicht gestört wurde.
    Zwischendurch zogen sich die Wolken mal etwas mehr und zu und der Regen nahm zu, dies war aber die Ausnahme. Ansonsten verlief der Tag ruhig und als die Nacht hereinbrach, hatte er das Plateaulager errreicht. Er war noch nicht oft hier gewesen und so war jeder Besuch ein Augenschmaus. Das kleine Jägerlager war mit dem riesigen Plateaulager nicht zu vergleichen und hier waren auch die Stadtwachen aufmerksam. Erst nach langer Musterung ließen sie Merydor passieren. Dieser suchte sich die nächstbeste Taverne und ließ den Abend gemütlich ausklingen. Dann organisierte er sich ein Zimmer und legte sich schlafen.

    Merydor erwachte erst spät, es war wohl schon fast Mittag. Langsam kroch er aus dem überaus gemütlichem Bett und schlurfte die Treppe hinab. Nachdem er sich ein Bier gegönnt hatte, begliech er seine Schulden mit dem Wirt und verließ die Taverne. Bevor Merydor das Plateaulager hinter sich ließ, erkundete er noch kurz das riesige Plateau. Als er vor einem besonders großen, beeindruckenden Gebäude stand, klopfte ihm plötzlich ein Mann auf die Schulter. Merydor drehte sich um und blickte in das Gesicht von Arelis. Hallo Merydor! Was führt dich ins Plateau? Arelis! Nur ein kleiner Ausflug. Ich habe hier in der nähe was zu erledigen und wollte mal kurz vorbeischauen. Riecht nach einem Abenteuer. Arelis grinste Merydor an und dieser konnte sich das lachen nicht verkneifen. Hast schon Recht! Ich muss jetzt weiter. Machs gut! Mit diesen Worten hechtete Merydor davon und passierte das Stadttor. Laut der Karte war der Bogen gar nicht weit weg. Der Marsch konnte maximal zwei Stunden dauern, bevor er den riesigen Felsen bzw. Berg erreicht hatte. Merydor brauchte anderthalb Stunden...

    Der Felsen war, wie er ihn sich vorgestellt hatte. Nun schloss Merydor es noch mehr aus, dass der Bogen noch nicht gehoben worden war. Der Felsen war einfach zu auffällig, genau wie die Felsspalte, die riesig war. Vorsichtig brachte Merydor das Seil an und ließ sich langsam herab. Als er vielleicht 5 Meter in die Tiefe geklettert war, begriff er, wo er sich befand. Es war eine riesige, unterirrdische Höhle, die zu Merydors verwundern hell erleuchtet. Wie durch ein Wunder glänzten die Wände, es musste sich um Magie handeln. Dies bestätigte noch mehr, dass der Bogen hier mal gelegen haben musste. Vielleicht hatten ihn die Menschen einst versteckt, als der König verstorben war, um ihm seinen Nachfolger zu hinterlaßen. Andererseits war Merydor sicherlich nicht der Nachfolger eines großen Königs.

    Merydor löste das Seil von seiner Brust und musterte die Höhle. Sie war nicht klein und zwei Gänge schienen tiefer in den Fels hinein zu führen. Merydor entschied sich für den rechten und stampfte langsam los. Der Gang war nun vollends dunkel und Merydor kam nur sehr langsam voran. Ein Licht in vielleicht zwanzig Meter Entfernung ermutigte ihn, nicht umzukehren. Als er nach zehn Minuten der Schweißarbeit endlich das Licht erreicht hatte, wurde er enttäscht. Es war lediglich eine kleine Kerze, die am Ende des Ganges leuchtete. Auch hier musste es sich um Magie handeln, oder es lebte jemand in diesen Höhlen, der die Kerze regelmäßig auswechselte. Zweiteres wollte Merydor ausschließen, denn sicherlich hätte dieser seine Anwesenheit sonst längst bemerkt. Also drehte Merydor um und nahm den linken Gang, der aufgrund des hohen Lichteinfalles vielversprechender war. Tatsächlich hatte er nach wenigen Schritten eine große, fast drei Meter Breite Truhe erreicht, verschlossen durch ein dickes Schloss. Nun kamen ihm seine Dietriche zu nutzen, die er sich ebenfalls eingepackt hatte. Zu seiner Verwunderung war diese aber nicht nötig, denn das Schloss war bereits zerbrochen. Langsam öffnete Merydor die Truhe und blickte hinein.


    Der schwarze Bogen ziert eine goldene Sehne, die extrem dehnbar ist. Hierdurch können extreme Reichweiten erzielt werden, annährend einer Armbrust. Der Schwarze Bogen ist bestickt mit goldenen Gravuren, die das Symbol des König darstellen.

    Merydor errinnerte sich genau an die Zeilen des Buches. Doch sie hatten die Schönheit des Bogens nichtmals annährend beschreiben können. In der Realität war er noch schöner, als er ihn sich jemals vorgestellt hatte. Langsam
    und vorsichtig packte er ihn bei seinem Griff und zog ihn aus der Truhe. Ein grandioses Gefühl überwältigte Merydor, der den Bogen lange staundend anblickte. Er hatte jegliches Zeitgefühl verloren und starrte nur noch auf den Bogen. Erst ein Schrei einer Fledermaus brachte ihn zurück in die Realität. Mit hastigen Schritten verließ er die Höhle und zog das Seil ein. Dann machte er sich auf den Weg zum Plateaulager...

  6. #6
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    Der Verschollene Bogen ,,Elandir" - Post 5

    Als Merydor das Tageslicht entgegenstrahlte, machte sich Erleichterung in ihm breit. Die Faszination zog ihn erneut in den Bann und wieder verstrichen Minuten, bevor er sich in Bewegung setzte. Doch etwas hatte sich geändert...
    Mit jedem Schritt ging es Merydor plötzlich schlechter. Sein Schädel pochte, grässliche Kopfschmerzen. Übelkeit kam in ihm auf, aber er blieb standhaft. Im Sekundentakt wurden die Schmerzen schlimmer und er brach zusammen. Im nächsten Moment hatte er das Bewusstsein verloren und blickte in ein tiefes, schwarzes Loch.

    Als er erwachte, war er vollkommen verwirrt. Er lag in einem gemütlichem, großen Bett, über ihm zwei große Lampen, die ihn blendeten. Unter Qualen, seine Kopfschmerzen waren aber weiterhin vorhanden, rieß er die Augen auf und blickte in 2 kalte, graue Augen. Ich bin Vatras, Großmagier des Wassers. Ein Novize hat dich nördlich vom Plateaulager gefunden. Er hat gut getan, dich hierher zu bringen, ich konnte dir gerade noch das Leben retten. Der Bogen... wo ist der Bogen? Aja, der Bogen. Der Novize hat ihn mitgebracht, einen erstaunlichen Schatz trägst du da bei dir. Du weißt, was es für ein Bogen ist? Elandir... So? Dann sind dir ja sicherlich auch die magischen Eigenschaften bekannt? Magische Eigenschaften? Schon Recht. Vor vielen hundert Jahren wurde dieser Bogen von einem Bogner angefertig. Ein Priester weihte diesen Bogen nicht nur sondern belegte ihn mit einem Fluch gegen die Orks. Wenn du gegen Banditen oder Tiere kämpfst, ist dies hier nichts weiter als ein guter Bogen. Aber gegen Orks... ein Pfeil vermag die meisten Orks zu töten. Wie ist das möglich? Genau weiß das keiner, aber ich vermute eine Art Gift, das nur gegen Orks wirkt. Jedenfalls ist der Bogen ein Vermögen wert. Pass gut drauf auf. Vatras nickte Merydor zu und drehte sich weg. Mit schnellen Schritten verließ er den Raum. Merydor hingegen rappelte sich auf und schaute sich um. Es war ein großer Saal, bis auf das Bett vollkommen leer. Ordentlich gefaltet lag sein Mantel neben dem Bett. Merydor zog ihn sich
    über und dann sah er ihn wieder. In der anderne Ecke des Raumes entdeckte er den Bogen. Es klopfte an der Tür. Vatras trat erneut ein. Ah, ich habe etwas vergessen. Du willst sicherlich wissen, warum du zusammengebrochen bist? Der Bogen war mit einem Gift überzogen, dass gegen Diebe war. Normalerweise tötet es binnen zehn Minuten, es ist mir unerklärlich, wie du es überleben konntest. Wir haben ihn gereinigt, du kannst ihn nun ohne Bedenken führen. Merydor nickte, packte sich den Bogen und verabschiedete sich. Rasch bedankte er sich bei Vatras und verließ das Kloster.

    Sofort machte er sich auf den Weg zur Taverne, denn immer noch fühlte er sich schlapp und hatte Kopfschmerzen. Da die letzte Nacht in der Taverne sehr erholsam gewesen war, entschied er sich für selbiges Zimmer. Schnell war er eingeschlafen und erwachte erst achtzehn Stunden später, exakt, als die Sonne aufging. Nachdem er sein Zimmer beim Wirt bezahlt hatte, machte er sich auf den Weg zurück ins Jägerlager, welches er nach zwei Tagen sicher
    erreicht.

    Vollkommen erschöpft öffnete er die Tür seines Haus, verstaute den Bogen sicher in seiner Truhe, entkleidete sich und legte sich schlafen...

  7. #7
    Held im Erdbeerfeld Benutzerbild von Sir_Conan
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    Ende

    Questende - Frei für die Bewertung

  8. #8
    Lebt noch. Benutzerbild von kugel
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    Apr 04
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    3.419
    joah,netter quest,hatt mir gefallen.
    länge wie gewohnt,sonst auch alles in ordnung.

    macht..

    5 LP.

  9. #9
    ~SF.de Garde~ Benutzerbild von Miliz
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    Dec 03
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    irgendwo in Myrthana
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    4.232
    na, dann ma nach alter galaxytradition zumachen....^^

    closed.

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