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Thema: Vom Bogenschützen zum Söldner

  1. #1
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    Vom Bogenschützen zum Söldner

    << ----- Einzelquest ----->>

    Werde morgen starten, der Quest wird Merydors Leben erheblich verändern

  2. #2
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    Soeben hatten Merydor und Yanis das Jägerlager verlassen. Es sollte für einige Zeit erstmal der letzte Besuch sein, denn Merydor hatte große Pläne. Yanis hatte ihm von einer Traumwelt erzählt, einer Welt, die er sich immer gewünscht hatte... Eine Welt der grenzenlosen Freiheit. Nie hatte er es für möglich gehalten, völlig unabhängig von König oder einem Anführer zu Leben. Eine Stadt wo alle gleich waren, dass hatte es bislang nicht gegeben. Doch tatsächlich sollte sich nun alles ändern.

    Einen Tag zuvor

    Soeben hatte sich Merydor von der Gruppe getrennt, mit denen er in den Bergen gewesen war. Das wunderschöne Wetter hatte ihn zu einem Spaziergang bewegt, der sein Leben verändern sollte. Erst vor wenigen Stunden hatte er das Stadttor des Jägerlagers passiert, und nun tat er es wieder, wenn auch zur anderen Seite aus dem Jägerlager hinaus. Eine Zeitlang war er dem Weg in Richtung der Berge gefolgt, bis ihm die Sonne allmählich zu schaffen machte. Die Lösung hatte er längst parat, ein schattiger Weg in ein kleines Waldstück tauchte auf. Minutenlang wanderte Merydor völlig gedankenlos seines Weges, bis ihn laute Schreie aufschrecken ließen. Eilig folgte er den Schreien, bis er einen robusten Mann ausgemacht hatte, der sich unter einem Baumstamm eingeklemmt hatte. Nach schweißtreibender Arbeit hatte er den Mann nach guten zwanzig Minuten befreit. Der Mann trug eine eigenartige Rüstung und stellte sich als Yanis vor. Gemeinsam hatten sie den Wald verlassen und Merydor hatte ihn in das Jägerlager eingeladen. Den Abend verbrachten sie in einer Kneipe. Lange Zeit rückte Yanis nicht viel über sein Leben heraus und hatte es bei uninteressanten Dingen belassen. Dieser Yanis hatte schon etwas geheimnisvolles, das war Merydor sehr schnell klar geworden. Doch musste er ihn noch zum Reden bringen. Nach vielen Flaschen Bier hatte er endlich erfahren, wo Yanis herkam, aus einem eigenartigen Lager einen halben Tagesmarsch entfernt vom Jägerlager. Beim Holzfällen für sein Lager hatte er sich verletzt und eingeklemmt. Erst nach einigen Stunden wurde er dann von Merydor befreit. Gerade das Lager interessierte Merydor, hatte er zum Jägerlager bisher keinen richtigen Vergleich gehabt. Das Plateaulager hatte er nie ausgiebig erkunden können, und so war das Jägerlager das einzige, was er Heimat nennen konnte. Yanis erzählte viel über sein Lager und dies machte Merydor mit jedem Wort begieriger, das Lager mit eigenen Augen zu sehen. Letztendlich willigte Yanis ein und versprach, Merydor das Lager am nächsten Tage zu zeigen. Ein kleines Lager von vielleicht zwei Dutzend Männer sollte ihn erwarten. Alle dieser Männer hatten laut Yanis seid klein auf den Wunsch verspürt, frei zu sein. Einige waren Sklaven gewesen und hatten Tag und Nacht arbeiten müssen, andere stammten aus wohlhabenden Familien, doch waren sie auch hier nie richtig glücklich gewesen. Yanis war einer dieser Leute, der seine Familie früh verlassen hatte, weil sie ihm die Freiheit verwehrt hatten. Auch Merydor war fühlte seid seiner Kindheit einen intensiven Wunsch nach Freiheit. Vielleicht sollte sich dieser Wunsch nun endlich erfüllen. Der Preis konnte hoch sein, wahrscheinlich war es, dass er sein Jägerlager verlieren würde. Doch das musste es einfach Wert sein...

    Heute

    Seid geraumer Zeit wanderten Yanis und Merydor jetzt bereit durch die Wildnis. Der Weg war Merydor nur allzu gut bekannt, war er ihn doch gestern noch gegangen. Nach insgesamt zwei Stunden Fußmarsch hatten sie das kleine Wäldchen wieder erreicht und nun kamen Merydor erste Frage aber auch erste Zweifel auf. Hatte Yanis nicht davon gesprochen, dass eine halbe Tagesreise vor ihnen lag? Jetzt waren gerade 2 Stunden vergangen, folglich mussten sie noch einige Stunden laufen. Warum aber hatte Yanis etliche Stunden von seinem Hauptlager entfernt Holz gesammelt? Merydor beschloss zunächst, keine der Fragen zu stellen und zu schweigen. Bald würde er sicherlich Antworten bekommen.

    Irgendwann, es mussten etliche Stunden vergangen sein und die Sonne kündigte schon das Ende des Tages an, hatten sie dann endlich ihr Ziel erreicht. Yanis deutete in einen Wald nahe des Weges. Ein dünner Pfad führte in hin hinein, der aber nur bei genauem betrachten deutlich zu sehen war. Viele Pflanzen und Gräser hatten den Weg weitesgehend bedeckt und fast unsichtbar gemacht. Yanis ging einige Schritte voraus, während Merydor ihn mit einigem Sicherheitsabstand folgte. Viele Fragen hatten erhebliche Zweifel aufgeworfen, Zweifel, die in geringem Maße Misstrauen hervorgerufen hatten.

    In nicht allzu weiter Entfernung war Knistergeräusche zu vernehmen, die Merydor einem Lagerfeuer zuorndete. Er sollte Recht behalten, denn schon einige Sekunden später hatten sie ihr Ziel erreicht. Merydor hatte sich seine neue Heimat sicherlich anders vorgestellt. Gerechnet hatte er mit schönen Holzhütten und einer Wasserquelle. Nichts war vorhanden, nichts was auch nur annährend einem Haus ähnelte. Am Lagerfeuer saßen sechs Männer, die einige Stücke Fleisch brutzelten. Als die Männer Merydor und Yanis entdeckt hatten, nickte sofort ein jung wirkender größer Mann und bot ihnen einen Platz an. Schnell hatten sich auch die beiden niedergelassen und Merydor blickte mit großen Erwartungen auf den Mann. Dieser zögerte einige Sekunden, bevor er anfing zu sprechen. Es ist kein Zufall, dass du hier bist, es ist kein Zufall, dass du Yanis getroffen hast. Wir beobachten dich schon seid geraumer Zeit weil wir dich für den richtigen Mann halten... Den richtigen Mann wofür? Wir sind eine Elitegarde des Jägerlagers. Unsere Aufträge kommen nur aus den höchsten Rängen, insbesondere von Lee. Keine kleinen Aufträge, Aufträge, wofür man viele Männer braucht, Männer mit Bogen. Jäger halt. Yanis erzählte etwas von Freiheit. Ja, Yanis hat dir vermutlich sehr viel erzählt. Ich fürchte, ich muss dich enttäuschen, denn vieles ist gelogen, um dich hierher zu locken. Merydor drehte seinen Kopf und funkelte Yanis an. Sollte seine gesamte Reise umsonst gewesen sein, hatte Yanis nur Märchen erzählt. Sicher, geglaubt hatte er nie wirklich an eine bessere Welt. Doch das Yanis ihn eine ganze Nacht belogen hatte, enttäuschte ihn doch. Vermutlich denkst du, dein Weg war umsonst. Wie ich gerade gesagt habe, wir haben dich beobachtet, seid geraumer Zeit. Wir wollen dich in unserer Elite dabei haben. Du schiesst exellent, hast in sehr kurzer Zeit eine Menge gelernt, und nicht viele bewegen sich lautloser als du. Danke für die Blumen. Also, ich will auf den Punkt kommen. Natürlich ist es keine Entscheidung, die du von heute auf morgen fällen kannst, trotzdem wäre uns eine baldige Entscheidung sehr Recht. Willst du unserer Garde beitreten, zum Schutzes des Jägerlagers? Regeln? Nicht viel. Wenn wir dich brauchen, wirst du schon eine Nachricht erhalten. Ansonsten ist es nur wichtig, dass niemand etwas von der Elite erfährt. Ich bin dabei. Die Männer blickten auf. Anscheinend hatte keiner mit einer solch schnellen Entscheidung gerechnet, nur der junge Anführer erhob sich sofort feierlich und öffnete erneut den Mund.Die Sache hat nur noch einen kleine Harken. Lee möchte, dass wir ALLE Neuen testen. Eine Probe also. Was soll ich tun? Nun, zunächst sollst du dich schlafen legen. Morgen wird dir deine Probe gestellt. Schlafen war eine gute Idee, doch wo? Sie saßen hier auf dicken Nadeln und Tannenzapfen, worauf das Schlafen sicherlich nur bedingt möglich war. Doch der Anführer stand auf und deutete Merydor an, dass er ihm folgen solle. Nach nur wenigen Sekunden standen sie plötzlich vor einer großen Holzhütte. Merydor blickte erstaunt auf, hatte er sie trotz ihrer Größe bislang nicht bemerkt. Bis morgen...

    Schnell öffnete Merydor die Tür und legte sich in eines der Betten. Er war zu müde, um zu fragen, welches ihm bestimmt war, aber die Männer schienen alle in Ordnung und sicherlich würde keiner Streit suchen...

    Der laute Ruf einer Krähe weckte Merydor aus dem Schlaf. Langsam rappelte er sich auf und zog seinen Umhang an. Seine Decke war nach wenigen Sekunden einigermaßen ordentlichen auf das Bett gelegt, sodass er die Hütte verließ und sich auf den kurzen Weg zum Feuerplatz machte. Als hätte das Feuer nie einer verlassen, saßen immer noch die selben sechs Männer ums Feuer, die ihm am Abend zuvor willkommen geheißen hatten. Sofort erhob sich der junge Anführer und schritt auf Merydor zu. Bereit für deine Prüfung? Jederzeit! Guuut... Deine Prüfung ist nicht einfach aber sie sollte für dich relativ einfach sein. Eine halbe Stunde von hier entfernt liegt eine Höhle in der ein Schattenläufer campiert. Da du gut schleichen kannst, wäre es sinnvoller, wenn du die Höhle betritts, wenn er schläft. Hinter dem Schattenläufer wird dich ein schmaler Gang zu deinem Ziel führen... Einem Gegendstand den du uns bringen sollst. Viel Erfolg Mit diesen Worten drehte sich der edle Mann weg und ließ Merydor alleine. Die Beschreibung war sehr unpräzise gewesen, die Höhle konnte im Westen oder im Osten liegen, der Süden ließ sich aufgrund der Berge ausschließen. Auch der Norden war noch möglich, aber diesen würde er als letztes absuchen. Dort war einfach zu viel Wald.

    Merydor packte seine Tasche und marschierte los...
    Geändert von Sir_Conan (23.6.05 um 15:24 Uhr)

  3. #3
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    Mit schnellen Schritten ließ Merydor einen nach dem anderen Baum hinter sich. Den Osten hatte er längst erkundet und er war sich sicher, dass hier keine Höhle vorhanden war. Also blieb zunächst nur noch der Westen, denn Merydor jetzt untersuchen musste. Auch hier hatte er schon viel gesehen, nur keine Höhle, die auf die Beschreibung passte. Einmal dachte Merydor, er wäre am Ziel, doch die Höhle war viel zu klein und hier hatte niemals ein Schattenläufer Platz. Also war er weitergerannt, in dem Hoffen, bald die richtige Höhle zu finden.

    Endlich stand er vor ihr. Aus vielleicht dreißig Metern spähte er in die Höhle und erblickte einen schlafenden Schattenläufer. Jetzt musste er sich sein Vorgehen überlegen. Aus dieser Entfernung hatte er 3 Pfeile, bevor der Schattenläufer ihn anspringen und töten konnte. 3 Pfeile, wenn sie denn überhaupt alle trafen, konnten durchaus ausreichend sein, aber die Wahrscheinlichkeit, alle drei zu treffen, war recht gering. Die zweite Möglichkeit erschien Merydor nicht weniger gefährlich... Den Schattenläufer schlafen lassen und sich an ihm vorbei schleichen. Merydor war ein guter Schleicher, doch das kleinste Geräusch würde sein tot bedeuten, denn ihm Nahkampf hatte er keine Chance. Seit vielen Monaten gehörte Merydor jetzt schon zum Jägerlager, doch nie hatte er sich mit einer Einhand oder Zweihandwaffe vertraut gemacht. Seine Fähigkeiten waren folglich mehr als nur begrenzt, sicherlich würde er sogar mit einer Ratte haben. Merydor musste sich schnell entscheiden, denn der Schattenläufer konnte jederzeit aufwachen und dann würden beide Möglichkeiten gar zerbrechen. Schleichen schied aus und nun waren wahrscheinlich nur noch 2 Pfeile möglich, der Schattenläufer würde einfach zu schnell reagieren können. Nach einigem hin und her hatte sich Merydor dann für das Schleichen entschieden. Wenn er von der Elite beobachtet wurde, dann würden sie sich sicherlich den Weg des Schleichens erhoffen. Wenn sie ihn tatsächlich schon seid so langer Zeit beobachteten, hatten sie ihn sicherlich schon oft schiessen gesehen. Also Schleichen, dachte sich Merydor, als er sich langsam der Höhle näherte...

    Der Schattenläufer grunzte laut vor sich hin, ein gutes Zeichen. Wahrscheinlich hatte er erst vor kurzer Zeit viel gegessen, Überreste eines großen Tieres, vielleicht eines Wolfes, bestätigten dieses. Mit lautlosen Schritten schliech Merydor an dem Schattenläufer vorbei. Er kam nur langsam voran doch hatte er nach drei Minuten endlich den Gang erreicht, wo sein Zielobjekt liegen sollte. Als er das Objekt erspähte blieb ihm die Spucke weg. Merydor hatte mit einem kleinen Gegenstand gerechnet, vielleicht mit einem Stück Erz oder ähnlichem. Doch das war kein kleiner Gegenstand, es war ein großer Stein, der viel Kraft erforderte. Vorsichtig versuchte Merydor den Stein zu heben. Anheben war weniger das Problem, doch von jetzt an leise zu gehen, war extren erschwert. Jetzt schon bereute es Merydor, den Schattenläufer nicht getötet zu haben. Doch wenn Merydor eines hatte, dann war es Mut. So schnappte er sich den Stein und versuchte, an dem Schattenläufer vorbei zu schleichen. Lange sah es gut aus und das Ende der Höhle war nahe. Doch dann übersah Merydor einen kleinen Stein, über den er stolperte...

    Der Stein flog Merydor aus der Hand un bohrte sich in die Erde. Panisch blickte sich Merydor und blickte dem Schattenläufer in die Augen. Sie waren geöffnet und verbreiteten Angst. Kriechend versuchte Merydor langsam zu entkommen. Zunächst blieb der Schattenläufer liegen, regte sich nicht sondern beobachtete Merydor nun. Doch der Gedanke an eine weitere Mahlzeit, eine noch größere Mahlzeit, stimmten die Schwarze Bestie wohl um. Mit einem male stemmte er sich auf und stürzte sich auf Merydor. Ein lauter Schrei Merydors hallte durch die Wälder, bevor er ihn Ohnmacht fiel.

    Unter Schmerzen öffnete Merydor die Augen. Über ihm standen Yanis und der Anführer der Elite. Sofort ergriff der Anführer das Wort. Es tut mir Leid, dass ich gesagt habe, es wäre eine einfache Prüfung. Um ehrlich zu sein, sie hat, außer mir, nie jemand bestanden. Als du zu Boden gegangen bist, haben wir den Schattenläufer eingeschläfert. Aber du hast die Prüfung bestanden. Du hast Mut bewiesen und gezeigt, dass du dich lautlos bewegen kannst. Ohne diesen kleinen Stein wärst du der zweite gewesen, der es je geschafft hat. Heißt das, ich bin dabei? Du kannst zu Lee gehen und ihm diese Bescheinigung geben. Er wird dich anschließend einen Eid ablegen lassen und dann bist du offziel dabei. Die Regeln kennst du und mehr musst du nicht wissen. Ruh dich noch etwas aus und dann kannst du aufbrechen. Merydor schlief noch einige Stunden bevor er erneut erwachte und sich zurück auf den Weg ins Jägerlager machte...

    Nach einigen Stunden kam er ohne besonderen Zwischenfall an und machte sich sofort auf den Weg zu Lee, der sich wie immer in seinen Gemächern der Meisterkaserne aufhielt. Zunächst konnte dieser mit dem Besuch Merydors nicht viel anfangen, doch als dieser Lee die Bescheinigung unter die Nase hielt, war Lee sofort begeistert bei der Sache. Ich wusste das du der Richtige bist, deswegen habe ich dich beschatten lassen. Freut mich, dass du dich für die Elite entschieden hast. Wenn du willst, kannst du beitreten. Deswegen bin ich hier! Also gut, schwörst du, dass Geheimnis der Elite zu wahren und ihr zu dienen? Ich schwöre es. Gut, dann bist du jetzt dabei. Es tut mir Leid, dass ich dich so rumscheuchen muss, aber du solltest wieder zurück zum Lager der Elite kehren. Ein erster Auftrag wartet, und sie werden dich sicherlich gut gebrauchen können. Merydor nickte und kehrte Lee den Rücken...
    Geändert von Sir_Conan (24.6.05 um 19:36 Uhr)

  4. #4
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    Ohne besondere Zwischenfälle erreichte er nach guten 3 Stunden das Lager der Elite. Als er Eintraf, saßen viele Männer, diesmal bestimmt fast 2 Dutzen, um das Lagerfeuer, alle sitzend, ausser der Anführer. Dieser war wohl gerade dabei, den Plan für ihre nächste Aufgabe zu verkündigen. Als er Merydor sah, senkte er seine Stimme und setzte ein Grinsen auf. Ich wusste, dass wir heute noch auf dich zählen können. Alle meine Männer sind soweit informiert. Es geht um die Tötung eines Banditenlords, der nicht weit von hier in einem großen Lager campiert. Unser Ziel ist einfach, ihn töten und dann fliehen, das ganze möglichst ohne Tote... Also ein Überraschungsangriff? Ich würde es nicht mals als Angriff bezeichnen. Wir schleichen uns bis auf vielleicht 100 Meter ran und werdend dann alle gleichzeitg schiessen. Es werden wohl genug Pfeile treffen, wir haben genügend gute Schützen. Aber wir können doch nicht einfach so bis auf hundert Meter an das Lager ranmarschieren. WIR können das... Ich hoffe, du auch. Wir haben schon viele Aufträge dieser Art durchgeführt, gestorben sind erst wenige. Sehr ermutigend. Wann gehts los? Jetzt... nimm dir noch ein Stück Fleisch und dann auf gehts! Hastig griff sich Merydor einige Stücke Fleisch von einem Holzpfahl, der über dem Feuer lehnte und verzerrte diese. Dann machte er sich mit der Gruppe auf den Weg. Alle Männer schienen sehr erfahren im Umgang mit dem Bogen, vermutlich war er der schlechteste. Trotzdem ließ er sich nicht entmutigen, warum auch, war doch die Vorstellung, große Banditenherrscher mit einfachen Methoden zu töten, eine gute Vorstellung. Eine solche Elite war sicherlich eine Bereicherung für das Jägerlager und mit jedem Wachstum der Männer würden sie noch stärker werden. Schon jetzt schätze Merydor die Kampfkraft riesig ein, wahrscheinlich könnten sie 20 Banditen töten, bevor diese überhaupt wussten, wie ihnen geschah. Der Anführer, der bisher einige Schritte voraus gelaufen war, ließ sich einige Schritte zu Merydor fallen. Ich habe mich noch nicht vorgestellt. Ich bin Roy, Anführer und Kommandant der Elite. Freut mich! Roy grinste und arbeitete sich mit schnellen Schritten wieder nach vorne.

    Sie waren gerade 2 Stunden unterwegs gewesen, da machte Roy schon Andeutungen, die Schritte zu verlangsamen und auf einen einsamen Waldweg umzusteigen. Tatsächlich war dieser so eng, dass sie allesamt hintereinander gehen mussten, was nicht gerade unauffällig war. Nach wenigen Schritten wechselten sie dann den Weg erneut, diesmal direkt in den tiefen Wald hinein. Es war schon Recht dunkel und so boten Bäume und Büsche eine ideale Deckung. Roy hielt an und scharrte die Gruppe um sich. Von jetzt an ist höchste Vorsicht geboten. Die Banditen müssten vielleicht noch einen Kilometer entfernt. Ich nehme an, dass sie um das Lager Wachen plaziert haben. Der Auftrag lautet zunächst, diese Ausfindig und leise zu töten. Mit diesen Worten setzte Roy den Weg fort und mit einem Wink seiner linken Hand motivierte er die Gruppe ihm zu folgen.

    Nach einigen Minuten hatte Merydor die erste Wache ausgemacht. Sie trug eine dicke Rüstung und war ihn den Reihen der Banditen sicherlich akzeptiert. Größe und Kraft zählten hier mehr als Intelligenz oder Weisheit. Ein Mann aus Roys Gruppe, der Merydor bislang nicht sonderlich aufgefallen war, schliech leise zu Roy und beriet mit ihm die Situation. Nach einigen Sekunden wurde Merydor klar, wie es ablaufen sollte. Der Mann sollte sich von hinten anschleichen und die Banditenwache kaltblütig von hinten erstechen. Dann sollten sie ihren Weg fortsetzten und näher an das Lager drängen. Spielend einfach schliech sich der Mann nach vorne und setzte die Klinge eiskalt an. Blut spritze aus dem Hals und der Bandit ging zu Boden. Roy winkte erneut und die Gruppe setzte sich wieder in Bewegung. Sie waren jetzt vielleicht noch 300 Meter von dem Lager entfernt, was Rauch und leise Stimmen bestätigen. Jetzt war es also soweit, Merydors erster Auftrag für die Elite...

    Mittlerweile war es finster im Wald, man konnte kaum weiter als 50 Meter sehen. Sie mussten also hoffen, dass das Banditenlager hell erleuchtet war, damit sie den Anführer auch erkennen konnten. Als sie nahe genug dran waren erkannte Merydor den Banditenlord sofort. Es war ein auffällig großer Mann mit einer riesigen Axt auf dem Rücken. Er kommandierte einige kleine Banditen hin und her und vergnügte sich in der Zwischenzeit mit hübschen Frauen die gerade älter als 18 schienen. Keine der Frauen blickte wirklich glücklich drein, war der Banditenlord doch sowas von hässlich, dass sich vermutlich jede Frau der Welt vor ihm ekelte.
    Geändert von Sir_Conan (25.6.05 um 18:52 Uhr)

  5. #5
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    Roy fuchelte mit seinen Händen in der Luft was Merydor zunächst nicht verstehen konnte. Erst die Bewegungen seiner Gruppenmitglieder machte ihm deutlich, dass er sich in Position begeben, einen Pfeil anlegen und sorgsam zielen sollte.
    Merydor tat wie geheißen und kniete sich in das feuchte Gras. Als alle soweit waren, hob Roy die Hand und blickte gespannt auf den Banditenlord. Die Hand gliet nach unten und knapp zwei Dutzend Pfeile prasselten auf den Anführer des Lagers. Etliche verfehlten knapp ihr Ziel, darunter auch Merydors, doch einige bohrten sich in Brust und Beine des Opfers. Der Lord spuckte mit einem male eine Menge Blut und gliet zu Boden. Sofort war im dem Lager die Höhle los und einige Banditen hatten wohl den Ursprung der Pfeile ausgemacht. Sie brüllten wie verrückt und binnen weniger Sekunden waren fast vierzig Banditen dabei, den Abhang hochzusprinten und die Elitemitglieder zu töten. In der Zwischenzeit waren die Bögen längst auf den Rücken verschwunden und man hatte sich mit sehr schnellen Schritten auf die Flucht gemacht. Selbstverständlich mussten sie immer mit einer Verfolgung rechnen und so war es nicht verwunderlich, dass alle Mitglieder der Elite gute Läufer schienen. Sicherlich waren sie auf genau diesen Fall ausgebildet worden und nun schien es, als würde ihnen die Ausbildung das Leben retten. Nach dem sie den Wald nach wenigen Minuten verlassen hatten, verlangsamten sie das Tempo und liefen im Laufschritt weiter. Die Banditen hatten nun den Nachteil der dicken Rüstungen. Sie trugen etliche Kilos mehr an sich und konnten ein hohes Tempo so nur kurz halten. Folglich waren keine Verfolger mehr zu sehen, der Auftrag war ohne Verluste ausgeführt.

    Vollkommen fertig erreichte die Gruppe ihr Lager. Einige fielen sofort zu Boden und schlossen die Augen, andere stürzten sich in ihre Zelte und holten Wasser zum Vorschein und nur die wenigsten blieben stehen und keuchten die schlechte Luft aus ihren Lungen. Roy, der wohl noch am fittesten war, begab sich sofort zu Merydor. Und, wie hat dir das gefallen? Merydor musste schmunzeln, was sollte er vom töten schon halten. Nun, es ist jetzt mein Job, Leute zu töten. Du hast deine Sache sehr gut gemacht. Ruhe dich jetzt aus und sobald du dich gut füllst gehst du wieder ins Jägerlager. Lee wird sicherlich mit dir sprechen wollen und es wartet vermutlich auch eine kleine Überraschung. Eine gute Stunde legte sich Merydor noch ins Gras, bevor er sich auf den Weg zu Lee machte. Merydor hoffte mit einem gefahrlosen Weg, wie schon die letzten Male doch diesmal hatte er ein ungutes Gefühl. Die Banditen waren wahrscheinlich sehr verärgert und vielleicht würden einige die Wege und Straßen absuchen, in der Hoffnung, einen aus der Elite zu erwischen.

    Zunächst verlief der Rückweg normal und ohne Zwischenfälle. Einmal war sich Merydor sicher, dass er etwas in einem naheliegendem Gebüsch gehört hatte, doch es war nur eine kleine Ratte gewesen, die ihm einen umso größeren Schrecken eingejagt hatte.
    Doch dann trat seine Horror Vision tatsächlich ein. Wie aus dem Nichts waren vor ihm plötzlich zwei schwer bewaffnete Banditen erschienen, die sauer und erbost schienen. Die Banditen waren einfach zu nahe, um den Bogen zu ziehen, und so blieb mal wieder alles an Meryodors Laufkünsten hängen. Tatsächlich konnte er die Banditen nach einigen Minuten abhängen, doch mit seiner Ausdauer war er nun am Ende. Zu viel war er in den letzten Stunden und Tagen gerannt und gelaufen, so dass seine Füße schmerzten. Schon einmal hatte er eine solche Phase durchgemacht, doch auch diese hatte er wegsteckt.

    Nun stand er also vor den Toren des Jägerlagers. Die Wachen grüßten ihn auffällig nett, was Merydor zunächst verwunderete. Zielstrebig ging er auf die Meisterkaserne zu und suchte das Gespräch mit Lee...
    Geändert von Sir_Conan (26.6.05 um 14:56 Uhr)

  6. #6
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  7. #7
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    So habe es gelesen . Morgen rede ich noch kurz mit kugel dann bewerte ich

  8. #8
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    Bewertung des Quests "Vom Bogenschützen zum Söldner"


    Postanzahl :

    Sir Conan : IIII -> 4 Posts


    Postqualität :

    Sir Conan : Sehr gut bis gut


    Endgültige Belohnung :

    Sir Conan : Möglichkeit zur Beförderung auf Stufe/Rang 3



    Hinweis : Bei Beschwerden PN an mich .

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