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Thema: Kapitel 05: Vorbereitungen

  1. #33
    Meisterspieler
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    Siskron merkte, dass er den Fremden beleidigt hatte, doch das war ihm gleich.
    Wenn jemand sein Halivar ohne seine Erlaubnis nahm, bedeutete es ihm nicht einmal etwas, wenn dieser Jemand sein Freund war oder gar sein Leben gerettet hatte - es war ihm egal!
    Er merkte, wie sich der Mann anspannte und seinen Stab auf ihn richtete. Er hatte ihn bisher nur erlebt, als er mit seinem Stab die Untoten abgewehrt hatte. Glaubte er aber, er könnte ihn, Siskron, den stolzen Elfenkrieger, mit solch einer erbärmlichen Waffe besiegen? Er konnte nicht sagen, warum, doch der Fremde war ihm unheimlich. Und dann fiel es ihm wie Schuppen von den Augen! Wenn er wirklich ein Dunkelelf war, war der Stab in seinen Händen sicherlich keine erbärmliche Waffe, sonst hätte er wohl eher ein Schwert. Nein - Der Fremde musste ein Magier sein! Seine Vermutung schien sich in dem Augenblick zu bestätigen, als grüne Blitze dessen Hand umspielten.
    Und dann nahm Siskron Halivar und machte sich bereit ihn im Ernstfall anzugreifen...
    Geändert von The Dark One (8.2.05 um 12:50 Uhr)

  2. #34
    Heavenly Wind
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    Darabor versuchte, seine inneren Dämonen im Zaum zu halten. Das gelang ihm auch. Siskron war keine Bedrohung. Auch mit seinem Schwert nicht. Er hatte es nicht unter Kontrolle und das war sein Nachteil. Zudem, würde er die Kräfte zu diesem Zeitpunkt nochmals rufen, so wäre er auf der Stelle tot, das wußte Darabor. Aber die Kraft floß, sie brauchte ein Ziel... ohne lange zu zögern, deutete er ruckartig mit seiner rechten Hand auf eine alte Eiche fernab der Gruppe. Die Blitze verdichteten sich zu einem Strahl gebündelten Lichts, schneidend hell, blendend. Ein Augenzwinkern später zerfiel der riesige Baum von den Wurzeln bis hinauf zur Krone zu einem Haufen Asche...
    >>Ich beende dein Leben nicht, auch wenn dies fürwahr ein Gnadenakt wäre. Der Weg, der dir bevorsteht, führt in eine Dunkelheit, schlimmer als jeder Fluch, den ich dir auferlegen könnte...<< Er sprach diese Worte nicht mehr im Zorn, sondern völlig ruhig und gelassen, beinahe abwesend und anteilnahmslos.>>...du solltest dringend lernen, einen Dunkelelfen zu erkennen. Obwohl man dieses räudige Pack eigentlich selbst dann noch an ihrem fauligen Gestank ausmachen kann, wenn man mitten im Schwefelsumpf steht. Die Antwort auf deine unbedachte Frage lautet also: Nein, ich bin kein Dunkelelf...<<. Nach einer kurzen Pause, wandte er sich Arduinna zu, denn Siskron schien nichts erwidern zu wollen.
    >>...wie du siehst, sind Disziplin und Kontrolle nicht immer leicht aufrecht zu erhalten, selbst für jemanden wie mich. Aber es gibt Wege seinen Willen zu stärken. Ich werde dir alles zeigen, was nötig ist. Und nun sollten wir gehen, bevor ich meine guten Manieren doch noch vergesse... auch wenn ich jetzt schon weiss, dass ich in Mittelstadt nicht willkommen sein werde. Vorausgesetzt sie haben die Sache von damals nicht vergessen...<<.
    Die letzten Worte murmelte er mehr zu sich selbst, als dass er sie laut aussprach. Arduinna konnte es wahrnehmen. Ihren fragenden Blick beantwortete er mit einem knappen >>Später...<<
    *meow*

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  3. #35
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    Siskron hatte gesehen, wie der Fremde einen Baum einfach eingeäschert hatte, doch das war ihm im Moment egal. Der Mann hatte ihn einfach missachtet, abwertend von ihm gesprochen! Er mochte ein mächtiger Magier sein, doch das gab ihm nicht das Recht Siskrons Stolz zu kränken. Niemand durfte einen Elfen wie ihn auch nur eine Sekunde an sich zweifeln lassen oder ihm gar den Rücken zukehren, doch tat es einer, musste er mit dem Schlimmsten rechnen - denn wie alle ehrenhaften Elfen war er sehr Stolz. Und was tat der Fremde? Er mochte kein richtiger Dunkelel sein und diese miesen Verräter ebenso hassemn wie er, womöglich sogar noch mehr, aber einen entscheidenden Unterschied gab es doch: Dunkelelfen, und waren sie auch keine reinen, waren absolut feige, hinterhältig und ehrlos und Siskron konnte sich das nicht gefallen lassen. Und jetzt hatte ihn der Fremde sogar abblitzen lassen und ihm den Rücken gekehrt! In ihm kam wieder eine unbängige Wut hoch, doch er beherrschte sich sein Schwert nach ihm zu werfen. Und das war vielleicht auch besser. Stattdessen stürmte er auf den Mann zu, der sich mit einer jungen Frau unterhielt, die Siskron bereits in Mittelstadt getroffen hatte, und baute sich vor ihm auf. Erst jetzt bemerkte er, dass dieser Fremde so groß war wie er. Das konnte in der Tat kein Dunkelelf sein, solche waren wesentlich kleiner. Er blickte ihm tief in die Augen und schnauzte ihn schließlich an: "Ich merke, dass Ihr ein mächtiger Magier seid, und, obgleich es mir schwer fällt dies zuzugeben, mir vielleicht oder sogar sicherlich überlegen, wobei ich selbst kein Magier bin, aber das gibt Euch nicht das Recht mich so abwertend zu behandeln!" Das musste gesagt werden. Doch nun wartete er auf eine Antwort...
    Geändert von The Dark One (8.2.05 um 15:10 Uhr)

  4. #36
    Heavenly Wind
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    Darabor dachte nach. Hatte er ihn beleidigt? Vielleicht... etwas. Aber sein Gegenüber hatte sich nicht besser verhalten. Er fühlte die Unruhe Siskrons, den Zorn in ihm. Sollte er diesen weiter anheizen und den Weg verkürzen, auf dem sich dieser Krieger ohnehin befand? Sollte er ihm einen möglichen Ausweg zeigen? Oder ihn töten? Vielleicht mit Magie ruhig stellen oder ihn einfach ignorieren? Alle diese Gedanken flogen durch seinen Kopf, während er Siskrons finsteren Blick ohne Regung erwiderte. Es mochte eine ganze Minute vergangen sein, oder nur ein Augenblick. Dann sagte er etwas, das Siskron nachdenklich machte...

    >>Nun, junger Krieger... auch dein Zorn ist eine mächtige Waffe. Paß nur auf, dass er sich nicht gegen dich wendet. Ich hege weder Groll noch Mißachtung für dich, sonst hätte ich wohl kaum dein Leben gerettet. Dein Schwert dort nahm ich, weil es notwendig war zu verstehen, was dein Leiden auslöste. Sag, geht es dir darum? Wenn ja, so stell dir einmal folgende Frage: hätte ich dich sterben lassen sollen? Denn das allein wäre die Alternative gewesen...<<
    Darabor machte ein kurze Pause, um seine Worte wirken zu lassen. Er wußte, dass dereinst ein Tag kommen würde, an dem sich beide an dieses Gespräch erinnern und möglicherweise genau dies wünschen würden. Darabors Blick war bei jenen sehr direkten Worten alles andere als wie üblich abwesend, vielmehr durchdringend und auf Siskron konzentriert - so stark wie noch nie zuvor. Er konnte sich also der ungeteilten Aufmerksamkeit des Zauberers sicher sein, was bei ihm gleichsam Genugtuung und Unbehangen auslöste.
    >>...das war und ist alles, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Was auch immer du nun zu tun gedenkst, tu es oder trete beiseite. Es gibt wahrlich wichtigeres als dies, und es wurde bereits zu viel Zeit sinnlos verschwendet.<<

    So wartete Darabor ohne eine weitere Miene zu verziehen seinerseits auf eine Antwort, bereit auf alles zu reagieren, was sein Gegenüber tun oder sagen würde. Er formulierte im Geiste bereits den Abwehrspruch, für den Fall, dass der Krieger wirklich so töricht war, ihn mit der blanken Waffe herauszufordern, ohne die Konsequenzen zu bedenken.
    *meow*

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  5. #37
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    Siskron atmete hörbar ein. Sein Gegenüber schien mit jeder Silbe Recht zu haben, doch sein Stolz verbat es ihm sich dies einzugestehen. Stattdessen antwortete er kalt: "Meint Ihr, Ihr könntet mir Angst machen, wenn es das ist, was Ihr beabsichtigt? Ich bin ein Einzelgänger und kenne die Gefahren eines solchen Lebens. Bisher bin ich immer damit zurecht gekommen. Mit absolut jeder Gefahr, wenn ich genau sein soll. Auch wenn ich mir den urplötzlichen Ausbruch an Kräften nicht erklären kann, ist es unsinnig, dass diese irgendwann mein Ende bedeuten könnten! Ich bin ein Elf, falls es Euch entgangen sein sollte, und gerade Ihr solltet wissen, wie viel ein solcher verkraftet. Ich hätte gefühlt, wäre mein Ende nahe gewesen. Mag sein, dass mein Schwert sich nach diesem Ausbruch verändert hat, aber ich bin bisher mit jeder Veränderung zurecht gekommen und sollte das Schwert sich nun tatsächlich verändert haben, werde ich damit ebenfalls zurecht kommen."
    Ohne ein weiteres Worte wandte er sich um und kehrte nun seinerseits dem Fremden den Rücken. Sein Zorn war nicht verflogen, er war noch da, heftiger.
    Seine Hand glitt um Halivar's Griff und klammerte sich fest darum, als er merkte, dass es plötzlich kälter um ihn wurde. Und dann begann das Schwert zu leuchten wie in der Nacht zuvor. O ja, sein Schwert hatte sich verändert, es war mächtiger geworden, das fühlte er. Doch von einem Moment zum nächsten war das Glühen wieder erloschen und und Siskrons Griff lockerte sich. Er empfand keinen Zorn mehr, doch zugleich fühlte er, dass er noch da war. Hatte das Schwert ihn verfliegen lassen? Oder gar aufgenommen? Sollte dies sein, musste er sich wohl tatsächlich eingestehen, dass der Fremde Recht gehabt hatte und das Schwert wirklich gefährlicher war als er sich eingestehen konnte, konnte es tatsächlich seinen Hass aufnehmen. Doch er ahnte nicht, dass in ihm bereits eine Veränderung stattgefunden hatte, vom Schwert ausgelöst, die noch weitgreifender war und eine größere Bedrohung darstellte als das Schwert. Wie weitgreifend sie jedoch tatsächlich war, sollte er in nicht allzu ferner Zukunft herausfinden...
    Geändert von The Dark One (8.2.05 um 19:29 Uhr)

  6. #38
    Heavenly Wind
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    >>Stolz... das ist seine zweite Schwäche...<< murmelte Darabor leise, der das ganze völlig reglos mitangesehen hatte. Er wußte genau: nicht das Juwel war das Problem, sondern der Geist, der es führte. Anstatt etwas dazu sagen, blickte er nur stumm gen Himmel und schloss die Augen, es hatte ohnehin keinen Sinn...
    >>Arduinna...<< er projizierte eine Botschaft direkt in ihre Gedanken. >>...halte dich fern von ihm. Er ist gefährlich. Nicht für mich, ich fürchte ihn nicht. Aber für sich und alle anderen, auch wenn er es selbst noch nicht einmal weiss. Sein Pfad führt in die Finsternis... er hat es so gewollt. Es ist sein Schicksal... und bald werden die anderen es auch sehen.<<.

    Er sah sie an, um sich zu vergewissern, dass sie verstanden hatte...

    //Mal jemand anders, bitte
    *meow*

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  7. #39
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    >>Kinder, hört auf zu spielen, wir haben Besseres zu tun, als uns selbst das Leben schwer zu machen.<<, summte Ronin vor sich her, während er achtungslos an den zwei Streithammeln vorbeistolzierte.
    Er schenkte Arduinna einen Blick, jedoch kaum mehr. Sie schien sich zu dem Magier hingezogen und das wollte er nicht ändern. So nickte er Hotaru zu und blickte gen Himmel, um die Richtung ihres Zieles abzuwägen: Mittelstadt
    Nachdem ihm die Natur den Weg gewiesen hatte, lief er los. Anfangs gehend, verirrten sich seine Schritte bald in einem hektischen Lauf.
    Warum? Was wollte er bezwecken?
    >>Nur fort von allen ...<<, dachte er sich und hielt ein.
    Ronin schüttelte den Kopf und blickte zurück. Die anderen waren kaum mehr als winzige Punkte in der Ferne und so wartete er ein wenig. Es würde wohl länger dauern, mit dieser Truppe von Gestalten zu reisen, doch etwas hielt ihn ...
    Geändert von Stacer (8.2.05 um 20:20 Uhr)
    - Monatelang wird man zerlegen, was ein Moment mir angetan.

  8. #40
    -
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    Hotaru hatte dem Streit wortlos zugehört. Jetzt war es aber wirklich and er Zeit loszugehen. Ronin wirkte etwas eifersüchtig auf den Magier. Vieleicht wegen Ardunnia? "Pff.. nicht meine Sache" dachte sie etwas neidisch auf sie.
    Sie seuftze etwas und lief Ronin hinterher. Imemrhin wollte sie ihn zumindest nicht alleine weitergehen lassen. Immerhin war er doch so etwas wie ein guter Freund. Oder?
    Geändert von Loraluma (8.2.05 um 20:41 Uhr)

  9. #41
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    Arduinna registrierte interessiert die Handlungsweise des Elfens.
    >>Falscher Stolz und Hochmut, typisch für dieses Volk.<<
    Bevor sie sich zum Gehen aufmachte warf sie Darabor ein kurzes Nicken zu.
    >>Doch wohin führt unser Pfad?<<, fragte sie sich gleichzeitig.

    Der Himmel schien ein Trugbild: So friedlich, in ein helles Blau getaucht und stillstehend ruhig.
    >>Ein Spott oder die Ruhe vor dem großen Sturm?<<
    Sie versuchte nicht an die Zukunft zu denken, ihre Zukunft, die Zukunft all dieser hier, die Zukunft Selenias.
    Die Dinge wurden größer und komplizierter, man konnte jahrhundertelang darüber nachdenken und würde nichts begreifen. Und die Zeit drängte. Arduinna musste sich eingestehen, dass sie froh darüber war, denn sonst hätten sie wohl solche Gedanken beschäftigt.

    Zunächst verwundert über Ronins Verhalten machte sie sich nun auch zum nächsten Ziel auf.
    Geändert von Juna (8.2.05 um 21:10 Uhr)

  10. #42
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    Lächelnd nickte er in die Leere, als Ronin die herannahende Hotaru erblickte.
    >>Eine treue Seele ... lieblich, nett ... aber unerfahren. Ich hoffe, ihr Kleid aus Glück fällt nicht allzu rasch.<<, dachte er sich im Geheimen.
    Dann erkannte er auch, dass sich der Rest der Gruppe bewegte und das Ziel "Mittelstadt" anstrebte. Die Reise würde also im Ganzen weitergehen.
    >>Das ist gut ... es wäre dumm, in diesen Zeiten allein durch die Wildnis zu streifen.<<, bemerkte er, bevor er Weiteres hinzufügte >> ... lieber wäre es mir jedoch.<<
    Trübseelig wandte er sich auf der Stelle um und ging langsam, sehr langsam und gedankenversunken vorran. Er wartete nicht mehr auf die anderen. Sie würden seine Nähe nicht verlieren, da er bereit war, ihre Leiber vor zukünftigen Gefahren zu schützen ... doch brauchte er ein wenig Stille nun mehr als zuvor ...
    Geändert von Stacer (8.2.05 um 21:17 Uhr)
    - Monatelang wird man zerlegen, was ein Moment mir angetan.

  11. #43
    Heavenly Wind
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    >>Was mache ich hier...<< sann Darabor auf dem Weg nach. Arduinna neben sich, die anderen vor sich. >>Zwei Kinder, ein Narr und eine verlorene Seele...<<
    Und mit diesen zog er ausgerechnet gen Mittelstadt, wo man ihn sicher nicht nur hocherfreut empfangen würde, wenn man sich der Ereignisse erinnerte. Die dunkle Zeit der Plagen, in der Darabor seine Hilfe mehrfach verweigert hatte, weil ihn das Leid der Menschen nicht kümmerte. Damals wie heute, es rührte ihn nicht. Erst als er erfahren hatte, dass die Bruderschaft für das Chaos verantwortlich war, hatte er etwas dagegen unternommen, für einige zu spät, aber zur rechten Zeit, um das Schlimmste zu verhindern. Doch um welchen Preis...
    >>Zum Glück sind die Menschen kurzlebig<< dachte er im Stillen...
    *meow*

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  12. #44
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    Die anderen hatten sich bereits entfernt. Nur Siskron stand noch geistesabwesend da, auf sein Schwert konzentriert. Sein Zorn war nur kurz erloschen, nun war er erneut da. Es war der Zorn eines Mannes, dem man sein Versagen klargemacht hatte. Und das konnte sich Siskron nicht eingestehen. "Dieses arrogante Halbblut!", fluchte er in sich hinein, ohne daran zu denken, dass er sich nicht besser verhalten hatte.
    Lange stand er da, bis der Rest der Truppe in der Ferne verschwunden war.
    Und es dauerte noch länger, bis ihm bewusst wurde, dass er sie einholen musste. Dann aber erwachte er schlagartig aus seiner Trance und rannte ihnen hinterher. Doch er war kaum zehn Schritte gegangen, da entsann er sich etwas Besseren. Er eilte zurück zu der Stelle, an der er in der letzten Nacht gegen die Untoten gekämpft hatte, wo er sein Pferd in ihre Reihen gelenkt hatte, wieder und wieder, bis keiner von ihnen mehr gestanden hatte.
    oder viel mehr, bis er keinen mehr erblickt hatte, denn er entsann sich, dass er kurz darauf in Ohnmacht gefallen war. Sein Pferd hatte er seitdem nicht mehr gesehen. "Hoffentlich ist es noch da...", dachte er, als er die Stelle erreicht hatte. Doch es war unsinnig daran nur zu denken, denn es wäre, wenn nicht tot, bereits davon galoppiert. Aber Schlimmeres war der Fall: Es war noch da, nicht tot, sondern lag zu Stein erstarrt auf der Seite und war nicht fähig sich zu rühren. Sein Hass erlebte erneut eine Blüte. So viel Hass wie an diesem Tag und der letzten Nacht hatte er nur empfunden, als die Todesengel sein Dorf ausgelöscht hatten. Ihm blieb nichts anderes übrig als das Pferd zurück zu lassen. Schweren Herzens entfernte er sich von seinem Begleiter. Dann begann er zu rennen. Er rannte immer schneller und schneller, bis endlich vier Schemen vor seinen Augen auftauchten. Er verlangsamte sein Tempo zu einem Gehen und wischte sich Schweiß und Tränen aus seinem Gesicht, bis er auf Zehn Meter an die Truppe herangekommen war. Schweigsam lief er hinter ihnen her und senkte seinen Blick. In ihm war eine Leere, eine Mischung aus Hass, Verzweiflung und Trauer.
    In ihm hatte eine große Veränderung begonnen, o ja...
    Geändert von The Dark One (11.4.05 um 20:26 Uhr)

  13. #45
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    Während dessen traf ein Unbekannter in Mittelstadt ein. Man hatte ihn hier noch nie zuvor gesehen, und sein äußeres Erscheinungsbild verhieß nichts Gutes. Sein Name war Sastan, Magier aus den Bergen. Man kannte Ihn nicht, doch das sollte sich bald ändern.
    Sastan sah sich um und bemerkte, wie sich alles geändert hatte. Er war schon einmal hier gewesen, in dieser großen Stadt der Menschen. Doch damals war er ein Kind, kaum älter als 5, und das liegt schon 130 Jahre zurück. "Nun weiß ich, warum ich hier wieder weggegangen bin", dachte Sastan. Er sah sich um und bemerkte die große Kirche auf dem Marktplatz. Damals war sie noch in Bau. Nun steht sie Groß und Kräftig vor Ihm. Er wandte sich um und ging in "Den wilden Hirsch", eine Spelunke am Stadtrand. Er trat ein und nahm sich ein Tisch am Ende des Raumes. Man sah Ihn mit ablehnenden Blicken an, doch das störte ihn nicht, denn er war wegen was anderem hier...
    "Quatsch, Menschen sind mit Monster-Guss überzogene Monster mit Monster-Füllung."

  14. #46
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    >>Richtung Osten, der aufgehenden Sonne entgegen.<<

    Sie kehrten dem dunklen Westen den Rücken zu, doch der Geruch des Todes folgte Ihnen stets.
    Hotaru und Ronin preschten einige Meter vor und Siskron folgte der Truppe mit Abstand. >>Ein unwohles Gefühl ihn im Rücken zu haben,<< dachte Arduinna.

    Ihr eilte es nicht. Sie zweifelte schon daran, dass sie überhaupt Gehör bei den Menschen fänden, doch selbst wenn Einige die Bedrohung erkennten waren es doch viel zu wenige um sie abzuwenden.
    Schon allein der Anblick der ungewöhnlichen Truppe erwecke sicherlich Missgunst.
    Aber vielleicht war es der Versuch der bereits zählte und einiges Wert war.

    Es war still auf dem Weg, die Meisten brauchte die Ruhe um nachzudenken oder um alte Kräfte wiederzugewinnen. Auch Arduinna reiste lieber im Stillen.
    Die Wunden auf ihrer Haut waren geheilt, doch die Schmerzen und die Erinnerungen im Innern konnten nicht geheilt werden. Immer wieder sah sie die Bilder ihres Todes und der merkwürdigen Magie in ihr, als sie freien Lauf nahm.
    Umso merkwürdiger fühlte sich die Waldläuferin, als sie nun lebendig die Ebenen überquerte.
    Sie warf einen kurzen Blick zu Darabor, drehte sich dann einen Moment zu Siskron um.
    >>Hoffentlich kann er sich noch lange genug zurückhalten.<<
    Geändert von Juna (14.2.05 um 11:16 Uhr)

  15. #47
    Heavenly Wind
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    Darabor hörte Arduinnas Gedanken zu... sie merke es nicht. Als sie diesen letzten Satz zu sich sagte, sah er kurz zu ihr herüber. Er wußte, dass es nicht mehr lange dauern würde, wenn er sich dem Zorn und dem Hass weiter so hingab, wie bisher. >>Wir werden Mittelstadt erreichen, aber dann... wer kann sagen, wie er auf so viele Menschen reagiert. Jede kleine unbedachte Äußerung könnte ihn provozieren.<<
    Seine Begleiterin blieb verwundert stehen und sah ihn mit großen Augen an. Er warf ihr einen herausfordernden Blick zu. Noch bevor sie fragen konnte, ob er ihre Gedanken wirklich gelesen oder nur "gut geraten" hatte, setzte er nach >>Ja...<< er lächelte sie dabei an, ein seltenes Bild >>...es war nicht zu überhören. Hab keine Furcht, diese Wachträume vergehen. Sie sind nur eine Auswirkung deiner Kraft. Lausche ihnen, schau ihnen zu, verstehe sie.... lerne sie zu lenken und sie werden verschwinden!<<. Darabor setzte seinen Weg daraufhin fort, wohl wissen, dass er sie damit vermutlich schockiert und zugleich neugierig gemacht hatte... genau das war seine Absicht. Ihre Angst vor sich und ihren Kräften durch Neugier zu ersetzen. Das war der erste und bedeutendste Schritt. Ohne ihn, war alles andere sinnlos...
    *meow*

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  16. #48
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    Siskron war bis auf wenige Schritte heran gekommen. Vor ihm waren der Dunkelelf - oder zumindest der "halbe" Dunkelelf - und die junge Frau stehen geblieben und hatten sich unterhalten - das hieß, eigentlich hatte nur der Halbelf gesprochen. Für einen Menschen noch außer Hörweite, konnte er dank seiner feinen Sinne hören, was sie sprachen. Offensichtlich ging es um die Frau, die eine Waldläuferin zu sein schien und die irgendeine besondere Kraft in sich trug. Doch da war noch eine zweite Sache, eine Art unvernehmbares
    Zwiegespräch, das wusste er. Und es schien dabei um ihn zu gehen. Woher er das wusste, war ihm unklar. Man konnte es Elfenintuition nennen, das war vielleicht am passendsten. Es erfüllte ihn mit Unbehagen - und plötzlich wusste er, warum: Sein Ausbruch an Kräften in der Nacht hatte ihm einen gegabelten Pfad geöffnet. Es lag an ihm, diese Veränderung nach seinen Wünschen zu ändern. - Oder war es dafür bereits zu spät?
    Selbst wenn er anders gekonnt hätte, er hätte es nicht gekonnt. Sein Hass auf die Todesengel war seine gefährlichste Waffe - aber nicht allein gegen sie.
    Ließ er sich von diesem leiten, war es aus mit ihm, er würde zeitlebens Diener seines Hasses bleiben.
    Die Erkenntnis traf ihn wie ein Blitz, doch gleichzeitig überraschte es ihn kein bisschen - und genau das war es, was ihn überraschte und in ihm Unbehagen auslöste. Er lief nur noch wenige Schritte hinter der ungewöhnlichen Truppe her - es waren die letzten Schritte, bevor er buchstäblich "einen neuen Weg"
    einschlug. Dann aber traf ihn eine neue Erkenntnis: Wenn er diesen Weg tatsächlich einschlug, war er eine Gefahr für alle, die in seiner Nähe waren. Doch gleichzeitig gab es kein Zurück mehr. Und so sagte er sich, es sei egal, ob er jetzt oder bei Sonnenuntergang aufbrach in eine ungewisse Zukunft. Und so siegte wohl zum letzten Mal seiner "freien" Phase sein Verstand und er begann urplötzlich zu rennen, doch nicht gen Osten und somit zu den Menschen, sondern gen Norden und zu seinen Urvätern, den Hochelfen.
    Er war ein halber Hochelf, doch gerade das machte es für ihn so schwierig. Denn Hochelfen waren stolz und als Halbblut, obgleich er ein voller Elf war, hätte er geringe Chance gehabt. Doch er hatte diesen Weg nicht ohne Bedacht eingeschlagen: In Zeiten, als die Elfen noch ein Volk waren, hatten sie sich zerstritten. Die eine Gruppe hatte sich, so berichtete die Legende, in die Obhut der Todesengel begeben - und das war der Streitpunkt, denn die Abneigung auf die Dunkelelfen und somit auch auf die Todesengel war den beiden verbleibenden Elfengruppen gemein. Es war nur ein Funke Hoffnung, doch wenn er ihn zur rechten Zeit entflammen ließ, würde daraus ein Feuer werden und die Hochelfen würden den Walelfen im Kampf beistehen, und letztere Gruppe wiederum war befreundet mit den Menschen. Gemeinsam konnten sie stark genug sein, die Todesengel zu besiegen!
    Doch das war nicht das Einzige Ziel, das Siskron verfolgte: Er wollte den Todesengeln in die Augen blicken und sich für das, was sie seinem Dorf und insbesondere seiner Mutter angetan hatten, rächen, sei es mit oder ohne Elfen hinter sich. Doch wie jeder klar denkende Mensch - oder Elf - hatte er gerne Unterstützung im Rücken....
    Geändert von The Dark One (14.2.05 um 16:30 Uhr)

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